fbpx
Wikipedia

Deutsche Sprache

Deutsch-niederländisches Sprachgebiet mit den folgenden dialektalen Großgruppen:
  • Niederdeutsch
  • Ehemaliges niederdeutsches Sprachgebiet. Seit 1945/50 praktisch nicht mehr existent.
  • Mitteldeutsch
  • Ehemaliges mitteldeutsches Sprachgebiet. Seit 1945/50 praktisch nicht mehr existent.
  • Oberdeutsch
  • Ehemaliges oberdeutsches Sprachgebiet. Seit 1945/50 praktisch nicht mehr existent.
  • Niederfränkisch
  • Das ehemalige deutsche Sprachgebiet in Ostmitteleuropa ist aufgehellt dargestellt. Kontinentalwestgermanische Sprachen, die nicht zum deutsch-niederländischen Dialektkontinuum gehören:
  • Friesisch
  • Unter dem Begriff „deutsche Sprache“ wird heute primär die auf der Grundlage von mitteldeutschen und oberdeutschen Dialekten entstandene hochdeutsche Standardsprache (Standardhochdeutsch) verstanden. Die Dialekte (Mundarten) des Dialektkontinuums werden dagegen nur teilweise von dieser Sprache überdacht.

    Zum Deutschen werden darüber hinaus die historischen Vorgängersprachen Althochdeutsch (Sprachcodes nach ISO 639-2 & 639-3: goh) und Mittelhochdeutsch (Sprachcodes nach ISO 639-2 & 639-3: gmh) gezählt sowie neuere umgangssprachliche Varietäten oder Mischsprachen (z. B. Missingsch) innerhalb des Geltungsbereiches der deutschen Standardsprache.

    Das Luxemburgische sowie manche Auswandererdialekte (z. B. Pennsylvania Dutch) oder Übergangsdialekte (z. B. Kollumerpompsters) gehen zurück auf Varietäten des Dialektkontinuums.

    Das Jiddische, das auf das Mittelhochdeutsche zurückgeht, hat sich vor allem unter slawischen und hebräischen Einflüssen eigenständig und mit einer eigenen Schriftsprache weiterentwickelt; Ähnliches gilt für die lexikalisch auf dem Deutschen basierende Kreolsprache Unserdeutsch.

    Das Wort „deutsch“

    Hauptartikel: Deutsch (Etymologie)

    Das Wort oder Glottonym (der Name einer Sprache) deutsch hat sich aus dem germanischen *þeuðō ‚Volk‘, ahd. thiota, thiot und dem daraus abgeleiteten Adjektiv ahd. thiutisk (um 1000), mhd. diutisch, diutsch, tiutsch, tiusch entwickelt. Es bedeutet so viel wie ‚zum Volk gehörig‘ und entwickelte sich zu einer Bezeichnung für die Sprache der germanischen Stämme Mitteleuropas, die im Gegensatz zur Sprache der angrenzenden romanischen Bevölkerung und zum Latein stand.

    Eine parallele Bildung ist schon im gotischen Adverb þiudiskō belegt, mit dem der altgriechische Ausdruck ethnikṓs (ἐθνικῶς) ‚heidnisch‘ übersetzt wurde. Später wurde auch das altenglische þēodisc in gleicher Weise für lat. gentīlis ‚heidnisch‘ verwendet. In seiner lateinischen Form theodisce findet man das Wort erstmals in einem Synodenbericht des päpstlichen Nuntius Gregor von Ostia aus dem Jahre 786:

    „[…] et in conspectu concilii clara voce singula capitula perlecta sunt et tam latine quam theodisce […]“

    „[…] und im Konziliarsplenum werden mit lauter Stimme die einzelnen Kapitel gelesen, sowohl auf Lateinisch als auch in der Sprache des Volkes […]“

    Aus dem Zusammenhang geht hervor, dass hier die altenglische Sprache im Gegensatz zu dem vom Klerus verwendeten Latein gemeint war. Nur zwei Jahre jünger ist der erste Beleg aus dem kontinental-germanischen Sprachgebiet, als in einer Anklage gegen den baierischen Herzog Tassilo III. auf dem Reichstag zu Ingelheim eine germanische Übersetzung für dessen angebliche „Fahnenflucht“ genannt wurde: „quod theodisca lingua harisliz dicitur“.

    Seit Karl dem Großen wurde der Ausdruck theodisca lingua zur amtlichen Bezeichnung für die altfränkische Volkssprache und zunehmend auch für die Gesamtheit der in seinem Reich gesprochenen germanischen Dialekte. Die ältere Bezeichnung „fränkisch“ für die eigene Sprache traf etwa seit dem 9. Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu, da einerseits die westfränkische Oberschicht im späteren Frankreich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevölkerung übernommen hatte, andererseits das Ostfrankenreich auch nicht-fränkische Stämme wie die Alemannen, die Baiern, die Thüringer und die Sachsen umfasste. So heißt es auch bei dem karolingischen Geschichtsschreiber Notker, der in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts lebte:

    „[…] qui Theutonica sive Teutisca lingua loquimur […]“

    „[…] die wir Teutonisch oder Deutsch reden […]“

    Notker: Gesta Karoli 1, 10, 24–25

    Seit dieser Zeit begann zudem die althochdeutsche Form diutisc das mittellateinische theodiscus zu verdrängen. So erscheint neben theodiscus seit etwa 880 auch mittellateinisch diutiscus, tiutiscus. Das Althochdeutsche, auf das sich der Wortgebrauch seit dem 9. Jahrhundert verengte, bestand aus verschiedenen Mundarten. Erst um die Mitte des 12. Jahrhunderts entwickelte sich im mittelrheinischen Gebiet eine einheitlichere mittelhochdeutsche Dichter- und Literatursprache, die uns in der klassisch höfischen Ritterliteratur begegnet, in der sich auch Reflexe der französischsprachigen Ritterepik finden. Begründet und getragen wurde diese Dichtung und die mit ihr verbundene überregionale Dichtersprache vor allem vom aufstrebenden Adel, der sich damit zugleich vom Volk abhob, das natürlich weiterhin an seinen regionalen Dialekte festhielt.

    Das Gebiet, in dem diese sprachlichen Varietäten, die ein zusammenhängendes Dialektkontinuum bildeten und in den damals gesprochenen Sprachstufen des Kontinentalgermanischen einheitlich als „deutsch“ bezeichnet wurden, gesprochen wurden, wurde anfangs im Plural als diutschiu lant bezeichnet. Doch verwendet schon der Verfasser des Annoliedes (um 1085) aus dem Kloster Siegburg diutisc auch im Singular und stellt einen Zusammenhang von Sprache, Volk und Land her:

    • Diutischin sprecchin – „Deutsch sprechen“
    • Diutischi liute – „deutsche Leute“
    • in Diutischemi lande – „in deutschem Lande“

    Die Zusammenschreibung der Landesbezeichnung (zunächst im Sinne von „deutscher Sprachraum“) begegnet erstmals im spätmittelhochdeutschen Tiutschland und setzte sich seit dem 16. Jahrhundert allgemein durch.

    Bezeichnungen des Deutschen in anderen Sprachen

    Aufgrund der wechselhaften politischen Geschichte des deutschen Sprachraums sowie seiner Mittellage zwischen den Gebieten romanischer und slawischer Sprachen gibt es mehr unterschiedliche Formen für den Namen der deutschen Sprache als für die meisten anderen Sprachen der Welt. Allgemein kann man die Namen der deutschen Sprache aber aufgrund ihrer Herkunft in sechs Gruppen zusammenfassen:

    Vom Wort „deutsch“ abgeleitete Glottonyme

    Hauptartikel: Deutsch (Etymologie)

    Diese Gruppe wird zunächst von den anderen germanischen Sprachen gebildet:

    Daneben erscheinen Ableitungen vom Wort „deutsch“ auch in einigen romanischen Sprachen:

    Darüber hinaus:

    • Chinesisch: déyǔ德語 /德语 oder déyìzhìyǔ 德意志語 / 德意志语 (dé[yìzhì] = Lautübertragung des Wortes „deutsch“; „Sprache“)
    • Vietnamesisch: tiếng Đức oder Đức ngữ (tiếng oder ngữ „Sprache“; Đức ist die [sino-]vietnamesische Aussprache desselben Sinographems wie im chinesischen Namen)
    • Japanisch: doitsu-goドイツ語 oder独逸語 (doitsu = Lautübertragung des Wortes „deutsch“; go „Sprache“)
    • Koreanisch: toich'wieo 도이취어 (in Nordkorea), sonst dogileo 독일어 (abgekürzt: 독어) (Die gleichen Sinographeme wie im japanischen Namen, aber in sinokoreanischer statt sinojapanischer Aussprache:→독 dok,→일 il,→어 eo.)
    • Nordsamisch: duiskkagiella oder tuiskkagiella
    • Taiwanisch: dik-gok ue (德國話 / 德国话)

    Vom Wort „Sachsen“ abgeleitete Glottonyme

    Mit „Sachsen“ ist das historische Volk der Sachsen gemeint, das den heutigen niedersächsischen Sprachraum besiedelte.

    In der irischen und walisischen Sprache bezeichnen die Wörter Sasanach bzw. Saesneg die Angelsachsen bzw. die heutigen Engländer.

    Vom Wort „*němьcь“ abgeleitete Glottonyme

    Werbung für die deutsche Sprache an der Deutschen Botschaft Prag

    In den slawischen Sprachen kann der Begriff für „deutsch“ auf die urslawische Wurzel *něm- für „stumm“ zurückverfolgt werden. Dies war ursprünglich eine allgemeine Bezeichnung für alle Fremden aus dem europäischen Westen, welche die slawischen Sprachen nicht verstanden und mit denen die Kommunikation dadurch schwierig bis unmöglich war (vgl. griechisch barbaros). Eine Ausnahme bildet das Mazedonische, in dem sich der Begriff germanski (германски) durchgesetzt hat.

    In teilweise von slawischen Lehnwörtern geprägten Sprachen wie dem Ungarischen oder dem Kasachischen entstanden ähnlich lautende Begriffe, wie ungarisch német oder kasachisch nemis (неміс). In der Vergangenheit war zudem im Rumänischen der den slawischen Sprachen entlehnte Begriff nemțește üblich, wird heute jedoch zunehmend durch den Begriff germană ersetzt. Die gegenwärtig gebrauchten Übersetzungen der „deutsch[en Sprache]“ sind:

    Der arabische Begriff für Österreich an-Nimsā (النمسا) wurde ebenfalls den slawischen Sprachen entlehnt.

    Beispiele für den Familiennamen „Deutscher“ sind u. a. der polnische Radrennfahrer Przemysław Niemiec, der slowakische Fußballspieler Adam Nemec, der deutsche Jurist Reinhard Nemetz oder, in der movierten Form einer weiblichen Namensträgerin, die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová.

    Vom Wort „Alamannen“ abgeleitete Glottonyme

    Die Alamannen waren eine Bevölkerungsgruppe des westgermanischen Kulturkreises, deren Gebiet sich an der Grenze zum „Welschland“ (Frankreich, Italien) befand. Die Bezeichnung Alemannisch für das Deutsche verbreitete sich in erster Linie über das Französische.

    Vom Wort „Germanen“ abgeleitete Glottonyme

    Die Verwendung von „Germane“ oder „Germania“ ist eine eher jüngere Erscheinung, die im Gefolge der Renaissance zu suchen ist. Die Verbreitung in außereuropäische Sprachen geschah vor allem über das Englische.

    Sonderformen

    Bezeichnungen in den baltischen Sprachen

    Gebärdensprachen

    • In der deutschen, britischen und einigen weiteren Gebärdensprachen ist die Gebärde für Deutsch ein an die Stirn gelegter und nach oben gestreckter Zeigefinger, der die preußische Pickelhaube nachahmt.
    Hauptartikel: Deutsche Sprachgeschichte

    Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen

    Die Geschichte der (hoch-)deutschen Sprache wird häufig in vier Abschnitte (Sprachstufen) unterteilt:

    Die Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen kann als dreifacher sprachgeschichtlicher Vorgang verstanden werden:

    1. Im 4. bis 7. Jahrhundert: die zunehmende Differenzierung vom Spätgemeingermanischen über das Südgermanische zum Elbgermanischen und, in geringerem Maß, zum Rhein-Weser-Germanischen, auf denen die frühmittelalterlichen Stammesdialekte beruhen.
    2. Im 7. bis 9. Jahrhundert: die Integration im fränkischen Reichsverband zum Althochdeutschen. Die – im 10. Jahrhundert ausgestorbene und in Norditalien beheimatete – Langobardische Sprache gehörte gemäß der heutigen Sprachwissenschaft wahrscheinlich auch zu den Vorfahren dieser Gruppe.
    3. Ab dem 15./16. Jahrhundert: die schrift- oder hochsprachliche Überschichtung auf hochdeutscher (genauer: ostmitteldeutscher und südostdeutscher) Grundlage, wobei auch das Niederdeutsche der deutschen Sprache endgültig einverleibt wurde, obschon eine Beeinflussung vom Hochdeutschen her seit althochdeutscher Zeit festzustellen ist.
    Altfränkisch
    Altalemannisch
    Altbairisch
    Langobardisch
    Westfränkisch
    Altniederländisch
    Altmittel- und Althochfränkisch
    Altoberdeutsch
    Altsächsisch
    Althochdeutsch
    Mittelniederdeutsch
    Mittelhochdeutsch
    Niederdeutsch
    Hochdeutsch
    Deutsch

    Nieder- und Hochdeutsch

    Der westgermanistische Sprachraum (ohne Altenglisch) im Frühmittelalter.
    Legende:
  • Altniederländische Varietäten
  • Althochdeutsche Varietäten
  • Altfriesische Varietäten
  • Altsächsische Varietäten
  • Markierung des kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuums
  • Darstellung des deutschen Sprachraums des Sprachforschers Karl Bernhardi aus dem Jahr 1843.
    Diese Karte aus der Zeit der frühesten Germanistik enthält einige historische Besonderheiten: So werden u. a. Schwedisch und Dänisch der deutschen Sprache untergeordnet, erscheint das Englische als unverwandt und werden das Niederländische, Friesische und „Sassische“ zusammenfassend als „Niederdeutscher Sprachstamm“ dargestellt.

    Die verschiedenen Varianten der heutigen deutschen Sprache werden in zwei Abteilungen zusammengefasst, in Hochdeutsch und in Niederdeutsch. Als hochdeutsche Sprache bezeichnet man zunächst alle kontinentalwestgermanischen Dialekte, die im frühen Mittelalter an der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung beteiligt waren (Alemannisch, Bairisch, Ost-, Rhein-, Mittelfränkisch, Ostmitteldeutsch = ober- und mitteldeutsche Mundarten = hochdeutsche Mundarten). Die niederdeutschen Dialekte haben, wie das Englische, Friesische und Niederländische, diese zweite Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht.

    Da während des ganzen Mittelalters im Unterschied zu den romanisch- oder slawischsprachigen Nachbarländern in dem „Land der Deutschen“ (deutscher Sprachraum) stark territorial zersplitterte politische Strukturen existierten, entwickelten sich die zum Teil sehr unterschiedlichen deutschen Dialekte (deutsche Mundarten) lange parallel nebeneinanderher.

    Einen ersten Ansatz zu einem überregionalen Ausgleich der Mundarten hat man teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der höfischen Dichtung um 1200 sehen wollen. In der Tat ist teilweise das Bemühen der Dichter zu erkennen, nur regional verständliches Vokabular und dialektale lautliche Besonderheiten zu vermeiden, um ein überregionales Verständnis ihrer Werke zu ermöglichen. Andererseits war die Breitenwirkung der an den Fürstenhöfen tätigen Dichter eher gering, da damals nur ein kleiner Teil der Bevölkerung lesen und schreiben konnte oder einen Zugang zu dieser elitären Kunst hatte. Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift- und Standardsprache kann daher erst in überregionalen Ausgleichsprozessen des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit gesehen werden.

    Während die Standardsprache in den meisten europäischen Ländern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt hervorgegangen ist, stellt die heutige hochdeutsche Sprache (Standardsprache) eine Art „Kompromiss“ zwischen den mittel- und oberdeutschen Dialekten südlich der sogenannten Benrather Linie dar.

    In Norddeutschland hat das Standarddeutsche, vor allem im Gefolge der Reformation, als Amts- und Schulsprache das einheimische Niederdeutsche (Niedersächsische bzw. Plattdeutsche und Niederfränkische) sowie in Schleswig auch das Dänische und in Ostfriesland Friesische größtenteils verdrängt. Zur Blütezeit der Hanse jedoch fungierte das Mittelniederdeutsche als Verkehrssprache im nordöstlichen Nord- und gesamten Ostseeraum.

    Die Bedeutung von Martin Luther (1483–1546) für die deutsche Sprachentwicklung sollte nicht überschätzt werden. Bereits um 1350 gab es Ansätze zu einer überregionalen Schriftsprache, die man in der Forschung Frühneuhochdeutsch nennt. Im donauländischen Bereich war eine relativ große Einheitlichkeit erreicht worden, urteilt Werner Besch, und Luther rückte die von ihm verwendeten, ostmitteldeutschen Formen an diese südlichen Dialekte heran. Er stand mitten im Strom der Entwicklung. Seine Bibelübersetzung war allerdings ein wichtiges Werk, das Vorbildcharakter hatte und durch seine weite Verbreitung jedermann – vor allem jedem Lehrer – zugänglich war.

    Die Herausbildung der hochdeutschen Schriftsprache war im 17. Jahrhundert zum Großteil abgeschlossen. Durch die Beseitigung der sogenannten Letternhäufelung im 18. Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzügen kaum veränderte deutsche Schriftbild abgerundet.

    In den Niederlanden entwickelten flämische und brabantische Städte, wie Brügge, Gent und Antwerpen, sich im Hochmittelalter zu Handelsmetropolen. In diesem hochurbanisierten Gebiet entwickelte sich, fast gleichzeitig mit der hochdeutschen Schriftsprache, aus den südniederländischen Mundarten auch eine Ausgleichssprache, der Vorläufer der späteren Niederländischen Standardsprache. Das Hochdeutsch konnte sich dadurch nie zur Amtssprache der Burgundischen Niederlande entwickeln und hat folglich die Dialekte im niederländischen Sprachraum nahezu nicht beeinflusst. Im 17. Jahrhundert war die Niederländische Standardsprache, in erheblichen westlichen Teilen des heutigen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens, die dominante Schriftsprache. In den meisten Schulen des heutigen deutschen Kreises Kleve war Niederländisch bis ins 19. Jahrhundert Unterrichtssprache. Nach soziolinguistischen Kriterien können die von der deutschen Standardsprache überdachten niederfränkischen Mundarten auf deutschem Staatsgebiet heute jedoch nicht mehr zum Niederländischen gerechnet werden; aufgrund der heutigen Überdachungssprache gehören sie zu den deutschen Mundarten.

    Sprachgeschichte und Lautwandel

    Die geschichtlichen Abschnitte des Deutschen sind eng verknüpft mit Erscheinungen des Lautwandels. Die sogenannte hochdeutsche Lautverschiebung, eine Erscheinung des Konsonantensystems, trennt das Deutsche (in Form des Althochdeutschen) von den restlichen kontinentalwestgermanischen Dialekten. Dieser Lautwandel wird von den niederdeutschen Dialekten nicht vollzogen; insofern ist die deutsche Standardsprache in ihrem Konsonantensystem vom Süden und der Mitte des Sprachgebiets bestimmt.

    Der Übergang von Mittelhochdeutsch zu Frühneuhochdeutsch ist im Bereich der Laute vor allem durch Monophthongierung und Diphthongierung gekennzeichnet. Beide sind Erscheinungen des Vokalsystems. Während die Diphthongierung vom Südosten des Sprachgebiets ausgeht und im niederdeutschen Norden wie im alemannischen Südwesten nicht vollzogen wird, ist für die Monophthongierung der mitteldeutsche Sprachraum als Ausgangspunkt bestimmend.

    Insgesamt beharrt der niederdeutsche Norden sowohl im Bereich der Konsonanten als auch im Bereich der Vokale auf altem Sprachzustand. Der alemannische Südwesten vollzieht nur die lautlichen Veränderungen im Bereich der Vokale nicht; der bairische Südosten trägt zur deutschen Sprache die Diphthongierung bei, vollzieht aber die Monophthongierung nicht.

    Sprachstandardisierung

    Titelblatt des deutschen Wörterbuches von Johann Christoph Adelung 1774
    Titelblatt zum ersten Band des Deutschen Wörterbuches

    Die sächsische Kanzleisprache (auch Meißner Kanzleideutsch) entwickelte sich im Zeitalter des deutschen Humanismus. Sie bildete eine Voraussetzung für ein den Dialekten übergeordnetes, allgemeines Standarddeutsch, wie es Martin Luther in seiner Bibelübersetzung von 1522 verwirklichte. Als Gegenstück existierte die vom Kaiser seinen Beamten verordnete Maximilianische Kanzleisprache, die oberdeutsche Sprachgewohnheiten aufwies und sich in Form der Oberdeutschen Schreibsprache im heutigen Süddeutschland und in Österreich durchsetzte und dort bis ins 18. Jahrhundert verwendet wurde. Nach dem Siebenjährigen Krieg sah sich Maria Theresia jedoch gezwungen, die Sächsische Kanzleisprache auch im Süden des Reichs zur Standardsprache zu erklären.

    Mit der Zunahme der Anzahl der Schreibkundigen und der Bedeutung der Schriftlichkeit trat der Lautwandel in seiner Bedeutung für die Sprachgeschichte zugunsten bewusster Normierung zurück. Als einer der wichtigsten Grammatiker des 18. Jahrhunderts gilt Johann Christoph Adelung, dessen 1774–1786 veröffentlichtes Wörterbuch großen Einfluss auf seine Zeitgenossen und die Lexikografie ausübte. Jacob und Wilhelm Grimm begannen 1852 mit der Herausgabe des umfassendsten Deutschen Wörterbuchs, das 1961 vollendet wurde, aber seither einer Überarbeitung unterzogen wird.

    Die hochdeutsche Rechtschreibung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend normiert. Ein Durchbruch zu einer hochdeutschen „Einheitsschreibung“ gelang mit dem Orthographischen Wörterbuch der deutschen Sprache von Konrad Duden (1880), das in der Rechtschreibnormierung von 1901 in leicht veränderter Form – ohne amtlichen Status zu erreichen – zur Grundlage der amtlichen Rechtschreibung erklärt wurde. Konkurrenzlos war der Duden in jener Zeit indes nicht: Neben anderen nichtamtlichen Wörterbüchern wie etwa dem sogenannten „Buchdruckerduden“ – herausgegeben ebenfalls vom Bibliographischen Institut und Konrad Duden – und dem unter Mitwirkung Nikolaus Weckleins verfassten Wörterverzeichnis der deutschen Rechtschreibung (1903) von Georg Ammon gab es amtliche Regelwörterbücher mit teilweise abweichenden Rechtschreibregeln wie zum Beispiel das Amtliche Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch in preußischen Kanzleien (1903) oder die Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis – Ausgabe mit einheitlichen Schreibweisen in Österreich (1904). Die Abweichungen lagen unter anderen in der Zulassung oder Nichtzulassung mehrerer Schreibweisen (z. B.: KeeksCakesKakes, heute: Keks), in der Darstellung des s-Lautes vor z in deutscher Schrift und Fraktur, in der Abänderung oder Nichtabänderung von Eigennamen (z. B. Göthe statt Goethe, Bismark statt Bismarck). Mit dem „Buchdrucker-Duden“ von 1903 wurde zudem speziellen Abänderungswünschen des Deutschen Buchdrucker-Vereins, des Reichsverbandes Österreichischer Buchdruckereibesitzer und des Vereins Schweizerischer Buchdruckereibesitzer Rechnung getragen.

    1996, 2004 und 2006 kam es zu Rechtschreibreformen (siehe auch: Geschichte der deutschen Rechtschreibung). Auch die hochdeutsche Aussprache erfuhr im späten 19. Jahrhundert Regelungsversuche, vor allem durch das Aussprachewörterbuch von Theodor Siebs. Diese Regelungen erreichten aber nicht das Niveau an Verbindlichkeit, das Duden mit der Rechtschreibung erreichte. Im Gegensatz zur hochdeutschen Schriftsprache ist die niederdeutsche Schriftsprache offiziell nicht normiert, wird aber zunehmend durch die 1956 in Hamburg aufgestellten „Regeln für die plattdeutsche Rechtschreibung“ und das Wörterbuch von Johannes Saß beeinflusst.

    Einflüsse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache

    Durch ihre zentrale Lage in Europa wurde die deutsche Sprache über die Jahrhunderte durch andere Sprachen beeinflusst. Im Mittelalter und der Zeit davor war es vor allem die lateinische Sprache, aus der sich die deutsche Sprache bediente. So sind viele alltägliche Wörter, vor allem aus Architektur, Religion und Kriegswesen (z. B. Fenster, Karren, Keller, Kloster, Kampf) aus dem Lateinischen entlehnt. Auch die altgriechische Sprache hat das Deutsche in Religion, Wissenschaft und Philosophie stark beeinflusst (z. B. Kirche, Pfingsten, Demokratie, Krypta, Philosophie, Physik). Teilweise verschwanden durch die Entlehnungen die zuvor gebräuchlichen Begriffe vollständig: Arzt, Mediziner und das umgangssprachlich verwendete Doktor verdrängten als Bezeichnung für den Heilkundigen beispielsweise schon frühzeitig die Begriffe Laachi oder Lachi und Bader.

    Seit dem späten Mittelalter wurde die deutsche Sprache in den Bereichen Handel, Finanzwesen (etwa brutto, netto, Konto, Risiko, Bankrott) und Musik (etwa Piano, Cembalo, da capo, bravo!) stark durch die italienische Sprache beeinflusst. Später war es dann vor allem die französische Sprache, die großen Einfluss auf das Deutsche ausübte. Da nach dem Dreißigjährigen Krieg an vielen Höfen Französisch gesprochen wurde und selbst preußische Könige diese Sprache besser beherrschten als Deutsch, das nach Voltaire nur zur Kommunikation mit Soldaten und Pferden gebraucht wurde, kamen vor allem Wörter aus dem vornehmen Bereich in die deutsche Sprache (etwa Boulevard, Konfitüre, Trottoir).

    Auch aus den slawischen Sprachen (beispielsweise Grenze, Gurke, Pistole), dem Jiddischen und dem Rotwelsch (beispielsweise meschugge, Kaff, Schickse, Schlamassel, Zoff) kamen einige Wörter ins Deutsche, jedoch war der Einfluss dieser Sprachen im Vergleich zu den vorgenannten wesentlich geringer.

    In Handel (Magazin, Tarif, Tara), Botanik (Orange, Kaffee, Ingwer), Medizin (Elixier, Balsam), Mathematik (Algebra, Algorithmus, Ziffer), Chemie (alkalisch, Alkohol) und Astronomie (Almanach, Zenit, Rigel) lassen sich auch Einflüsse aus dem Arabischen ausmachen, die verstärkt im Mittelalter beispielsweise durch die Kreuzzüge nach Europa und somit auch nach Deutschland kamen. Aber auch in alltäglichen Begriffen wie Koffer, Benzin oder Limonade lassen sich arabische Einflüsse bzw. Ursprünge nachweisen.

    Ab Mitte des 20. Jahrhunderts verstärkte sich der Spracheinfluss des Englischen auf das Deutsche (siehe Anglizismen). Diese Entwicklung wird von manchen skeptisch betrachtet, insbesondere dann, wenn es genügend deutsche Synonyme gibt. Kritiker merken auch an, es handle sich oftmals (beispielsweise bei Handy) um Scheinanglizismen.

    Mitunter wird auch eine unzureichende Kenntnis der englischen Sprache für die Vermischung und den Ersatz bestehender deutscher Wörter durch Scheinanglizismen verantwortlich gemacht. So sprechen einer Studie der GfK zufolge nur 2,1 % der Arbeitnehmer verhandlungssicher Englisch. In der Gruppe der Unterdreißigjährigen bewerten jedoch über 54 % ihre Englischkenntnisse als gut bis exzellent. Für bessere Sprachkenntnisse könne demzufolge effizienterer Englischunterricht beitragen, und statt der Ton-Synchronisation von Filmen und Serien solle eine Untertitelung der englischsprachigen Originale mit deutschem Text erfolgen. Dies würde zugleich zu einer besseren Abgrenzung zwischen den Sprachen und einer Wahrung deutscher Sprachqualität beitragen.

    Im Zuge des weltweiten Handels und des Imports von exotischen Früchten und Tieren sind auch Wörter aus ganz exotischen Sprachen mittlerweile gewöhnlicher Bestandteil des Alltages. So zählen beispielsweise zu den Tupi-Wörtern, die bis ins Deutsche gelangt sind, Piranha („Zahn-Fisch“), Tapir, Kaschu (auch Cashew „Nierenbaum“), Maracuja („Pflanze, die Früchte gibt“), Maniok („Haus der Göttin Mani“) und Carioca („Bewohner des Hauses von Cari“ = Einwohner von Rio de Janeiro nach dem Dorf Carioca, an dessen Stelle Rio erbaut wurde), ebenso Ananas („gutriechende Frucht“) und Jaguar („Dschungelhund“).

    Einflüsse im 20. Jahrhundert

    Deutscher Sprachgebrauch im 21. Jahrhundert: Mischung aus Deutsch, Englisch und Französisch in einem Bekleidungshaus

    Auch im 20. Jahrhundert gab es starke Einflüsse auf die deutsche Sprache. Zum einen wurde durch die weite Verbreitung audiovisueller Massenmedien eine natürliche Tendenz zur Standardisierung gefördert, zum anderen wurde in ländlichen Gebieten bewusst eine Umerziehung von der Dialektsprache zum Hochdeutsch vorangetrieben. Hinzu kommt der Einfluss des Zweiten Weltkrieges, der dazu geführt hat, dass deutsche Sprachinseln in Europa weitgehend zerstört wurden, dass viele Sprecher der jüdischen Dialekte des Deutschen und der dem Deutschen nahen jiddischen Sprache ermordet (Holocaust) wurden oder als sprachliche Minderheit außerhalb der deutschen Sprachzone leben und aufgrund der Dominanz der umgebenden Sprachen die Verwendung des Deutschen bzw. des Jiddischen immer mehr verlieren. Auch hat die Teilung Deutschlands zu einer unterschiedlichen Entwicklung des Vokabulars und der Ausdrucksformen geführt; dies ist Gegenstand sprachwissenschaftlicher Forschung. Dem entgegen steht eine erneut vereinheitlichende Tendenz durch die gemeinsamen Medien und die personelle Mobilität in der Zeit nach der Wiedervereinigung. Besonders seit dem Zweiten Weltkrieg sehr bedeutend geworden ist der englische, genauer: angloamerikanische Einfluss auf die deutsche Sprache, insbesondere in Westdeutschland; dieser zeigt sich in der Form von Anglizismen, hauptsächlich im Wortschatz, in Redewendungen und in der Valenz einiger Verben. Ein abwertender Begriff zur Umschreibung dieses Sprachgebrauchs ist „Denglisch“ (Deutsch-Englisch).

    Initiativen gegen den Einfluss fremder Sprachen

    Die Bestrebungen, die deutsche Sprache nach Möglichkeit frei von Einflüssen aus fremden Sprachen zu halten, sind nicht neu. Während heute vielfach die in die deutsche Sprache einfließenden Anglizismen – wie beispielsweise abchecken, Net, Charts, in 2004 – in der Kritik stehen, galten die Abwehrversuche in der Vergangenheit vor allem den Einflüssen aus dem Altgriechischen, dem Latein und dem Französischen.

    Verfechterin eines Schutzes der deutschen Sprache vor der Verfremdung („Verwelschung“, „Sprachverketzerung“) war im 17. Jahrhundert besonders die Fruchtbringende Gesellschaft. In dieser Zeit schuf man neue Ausdrücke, die zum Teil noch heute fester Bestandteil des deutschen Wortschatzes sind, wie beispielsweise „Mehrzahl“ (statt Numerus pluralis oder Pluralis), „Mundart“ (statt Dialekt), „Verfasser“ (statt Autor), „Wörterbuch“ (statt Vocabularius, Dictionarium, Diktionär oder dictionnaire), „Jahrhundert“ (statt Säkulum), „Anschrift“ (statt Adresse), „Lehrsatz“, „Staatsmann“ und „Briefwechsel“. Viele Wörter entstanden dabei als direkte Übersetzungen der lateinischen Wortstrukturen in sinngleichen Präpositionen und Wortstämmen althochdeutscher Herkunft (etwa „Rückblick“ statt Retrospektive). Im Allgemeinen wurden die Latinismen aus dem Wortschatz aber nicht verdrängt, sondern sind als Synonyme erhalten. Im Gegensatz zu den Latinismen im Wortschatz der französischen oder englischen Sprache ist die Sinnherkunft vieler in dieser Zeit neugeprägten Wörter auch für Nicht-Lateiner erkennbar und semantisch zugänglich.

    In anderen Fällen schoss man damals in der Absicht, fremdsprachliche Wörter durch neue deutsche zu ersetzen, aber über das Ziel hinaus. Zumindest konnten sich die folgenden Neubildungen nicht durchsetzen. So sollte Spiegel durch „Schauglas“ (das letztlich einen anderen Sinn erhielt), Pistole durch „Meuchelpuffer“, Nase durch „Gesichtserker“ oder Mumie durch „Dörrleiche“ ersetzt werden, während die römische Göttin der Morgenröte (Aurora) in Rötinne und die Göttin der Liebe (Venus) in Lustinne umbenannt werden sollte. Allerdings ist umstritten, ob diese Götternamen wirklich ersetzt werden sollten. Sie könnten auch als bloße Erklärungen fungiert haben.

    Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte vor allem der Allgemeine Deutsche Sprachverein, Vorgänger der Gesellschaft für deutsche Sprache, für neue Wortschöpfungen. Manche von ihnen konnten sich – insbesondere im Bereich des Straßen- und Schienenverkehrs – durchsetzen oder wurden zumindest als Synonym angenommen, beispielsweise „Landstraße“ für Chaussee, „Abteil“ für Coupé, „Umwelt“ für Milieu oder „Leitbild“ für Ideal. Eine Reihe dieser Wortschöpfungen haben sich nur in Deutschland und Österreich durchgesetzt, nicht aber in der Schweiz, so dass die ursprünglichen fremdsprachigen Begriffe mittlerweile wie Helvetismen erscheinen: „Bürgersteig“ für Trottoir, „Torwart“ für Goalie, „Elfmeter“ für Penalty, „Schaffner“ für Conducteur, „Fahrschein“ für Billet, „Bahnsteig“ für Perron, „Fernsprecher“ für Telephon, „Kraftwagen“ für Automobil, „Erdgeschoss“ für Parterre sind Beispiele. Von den beiden vorgeschlagenen Alternativen für Elektrizität oder Electricität konnte sich „Strom“ behaupten, während „Glitz“ nicht den Gefallen der Bevölkerung fand. „Elektrizität“ blieb aber erhalten und wurde sprachlich mit dem neuen Synonym „Strom“ sogar in Begriffen wie „elektrischer Strom“ oder „E-Strom“ verbunden. Weitere dieser Wortneuschöpfungen des ausklingenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts sind neben vielen anderen: „Strahlfang“ für Empfangsantenne, „Nahrohr“ für Mikroskop, „Glitzbetrieb“ für Elektromotor, „Kraftwagenschuppen“ für Garage, „Schneckel“ für Spirale, „Zielung“ für Tendenz.

    Den Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit vollzog die deutsche Sprache zu einem großen Teil im Mittelalter. Frühere, noch erhaltene Schriftzeugnisse der Germanenstämme sind in der Runenschrift verfasst, die für Inschriften benutzt wurde und wohl im Zuge der Christianisierung im Frühmittelalter außer Gebrauch kam. Die Sprache der Akten und Urkunden, der Rechtsbücher, der Geschichtsschreibung, der Wissenschaft überhaupt und der Poesie wurde die lateinische als lingua universalis. Nach und nach verfasste man Schriftstücke deutscher Sprache mit lateinischen Buchstaben. Dies begann mit den Zeugenlisten der Urkunden, welche deutsche Eigennamen enthalten. Die ersten entstanden im 7. Jahrhundert im westfränkischen Gebiet. Die früheste deutsche Lyrik ist das Wessobrunner Gebet auf einem Schriftzeugnis von ca. 790. Das noch germanisch-mythologische Hildebrandslied dürfte kurz nach 800 verschriftlicht worden sein. Im 9. Jahrhundert folgten erste größere Dichtungen in althochdeutscher Sprache wie die Evangelien-Harmonie Otfrieds von Weißenburg und der Heliand. Erst im 12. Jahrhundert begann eine reiche Entwicklung der deutschen Dichtung.

    Obwohl die erste heute noch erhaltene Urkunde in deutscher Sprache, eine Schenkungsurkunde aus Augsburg, schon zwischen 1063 und 1077 erstellt wurde, nahm die deutsche Urkundensprache erst im ausgehenden 12. Jahrhundert im Südwesten des Sprachgebiets ihren Anfang. Es handelt sich um Schiedssprüche, Kaufverträge, Schreinsurkunden. Die deutsche Urkundensprache nahm in den oberrheinischen und donauischen Gebieten ihren Ursprung und breitete sich nach Niederdeutschland aus, welches doch einige Jahrzehnte länger dem Lateinischen die Treue hielt. Das erste deutschsprachige Reichsgesetz war der Mainzer Landfriede von 1235. Königsurkunden waren vor Friedrich II. (13. Jh.) fast ausschließlich lateinisch, schrittweise setzte sich das Deutsche durch und sie wurden unter Ludwig dem Bayern (14. Jh.) bereits häufig auf Deutsch verfasst.

    Im 14. und 15 Jh. kam es zu einem signifikanten Anstieg deutscher Belletristik, sowie Andachts- und Erbauungsbücher und schließlich zur ersten deutschen Bibelübersetzung. Reformatorische Schriften und die Evangelische Kirche im Allgemeinen wirkten wie ein Motor für die deutsche Schriftsprache. Einen kleinen Dämpfer erhielt das Deutsche durch den Humanismus, in dessen Dunstkreis ausschließlich auf Lateinisch geschrieben wurde. 1570 bildeten die auf Lateinisch verfassten Bücher noch 70 % aller in Deutschland gedruckten Bücher. Das lateinische Geschriebene wich gegen Ende des 17. Jahrhunderts hinter das deutsche zurück (ab 1692), als auch die Wissenschaft die deutsche Schriftsprache verwendete. Christian Thomasius hielt im Winter 1687/1688 an der Universität Leipzig eine Vorlesung auf Deutsch und durch seinen Einfluss wurde die Universität Halle, wo er später seinen Lehrstuhl hatte, eine der ersten Universitäten mit deutscher Unterrichtssprache. Die Geschichtswissenschaft bediente sich im späten 17. Jahrhundert mehrheitlich des Deutschen für ihre Schriftwerke, im 18. Jahrhundert zogen die Philosophie und die Medizin nach. Am spätesten wurde die Rechtswissenschaft eingedeutscht, da hatte erst 1752 das Deutsche die größere Anzahl an Werken aufzuweisen.

    Um 1730 bildeten die lateinischen Schriften nur noch 30 % der Erscheinungen des Büchermarktes, ehe das Lateinische als Schriftsprache gegen 1800 so gut wie ausstarb, außer in der katholischen Theologie.

    Der deutsche Sprachraum ist ein Teil des kontinental-westgermanischen Dialektkontinuums, in dem gewöhnlich benachbarte lokale Mundarten gegenseitig verständlich sind und die Unterschiede umso größer werden, je weiter voneinander entfernt zwei Mundarten gesprochen werden. Gemein ist dem gesamten deutschen Sprachraum nur die Standardsprache, die die Mundarten und regionalen Umgangssprachen überdacht und die ihrerseits mehrere Standardvarietäten umfasst. Die Unterschiede zwischen den Standardvarietäten sind jedoch relativ gering, während manche Mundarten im deutschen Sprachraum von anderen Mundartsprechern oder standarddeutschen Sprechern kaum verstanden werden.

    Die Einteilung der deutschen Mundarten beruht auf Untersuchungen des 19. Jahrhunderts. In gleicher Zeit begann vielerorts eine Herausbildung von Umgangssprachen als einer Art Mischform zwischen Standardsprache und Dialekt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts, insbesondere nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges verdrängen die Umgangssprachen die alten Dialekte. Entscheidenden Einfluss darauf hatten die Flüchtlingsströme und vor allem die stark anwachsende Verbreitung von Hörfunk und Fernsehen; in den Schulen wurde in der hochdeutschen Standardsprache unterrichtet.

    Standardvarietäten

    Die nationalen und regionalen Varietäten der deutschen Standardsprache

    Innerhalb der plurizentrischen deutschen Standardsprache werden als Standardvarietäten zum einen das bundesdeutsche, das österreichische und das Schweizer Standarddeutsch, zum anderen – mit einem geringeren Grad an normativer Selbständigkeit – das Standarddeutsch Belgiens, Südtirols, Liechtensteins und Luxemburgs unterschieden.

    In Deutschland, Österreich, Südtirol und dem deutschsprachigen Teil Belgiens erfüllen die jeweiligen Varietäten des Standarddeutschen jeweils alle typischen Funktionen einer Standardsprache. In der Schweiz beschränkt sich die Verwendung der Schweizer Varietät des Standarddeutschen überwiegend auf den Bereich der Schriftsprache, Umgangssprache sind fast ausschließlich die schweizerdeutschen Dialekte. In Luxemburg existiert neben der luxemburgischen Form des Standarddeutschen eine eigenständige luxemburgische Standardvarietät, die einige der Funktionen einer Standardsprache erfüllt.

    Der standardisierte Wortschatz, der in allen sieben nationalen Voll- und Halbzentren des deutschsprachigen Raumes identisch ist, wird als Gemeindeutsch bezeichnet. Dieser unvollständige Wortschatz des Gemeindeutschen kann jedoch keine eigene Sprachvarietät (noch weniger eine übergeordnete Hochsprache) generieren; er bildet aber den Grundstock jeder der sieben Varietäten des Standarddeutschen.

    Dialekte

    Die kontinentalwestgermanischen (friesischen, niederfränkischen, niederdeutschen und hochdeutschen) Dialekte in Mitteleuropa nach 1945
    Karte auf der Basis des Clusterings der Ausspracheabstände deutscher Dialekte.
  • Niederdeutscher Cluster

  • Ostmitteldeutscher Cluster

  • Oberdeutscher Cluster

  • Ripuarischer Cluster

  • Niederrheinisch-Westmünsterländischer Cluster
  • Eine Grobeinteilung der deutschen Dialekte erfolgt üblicherweise entlang der Benrather Linie in die niederdeutschen Dialekte im Norden, die die zweite deutsche Lautverschiebung nicht mitgemacht haben, und die hochdeutschen Dialekte im Süden, die von der zweiten deutschen Lautverschiebung betroffen sind.

    Die hochdeutschen Dialekte lassen sich nochmals in mittel- und oberdeutsche Dialekte einteilen. Als (Sprach-)Grenze zwischen mittel- und oberdeutschen Dialekten wurde früher häufig die Karlsruher Linie (euch/enk-Linie an der Fränkisch-Bairischen und die mähe/mähet-Linie an der Südfränkisch-Schwäbischen Dialektgrenze) angeführt. Heute wird allgemein die Speyerer (Appel/Apfel-Linie), für den Westen aber auch die dort fast gleich verlaufende Germersheimer Linie (Pund/Pfund-Linie) als Sprachgrenze zwischen Ober- und Mitteldeutsch angesehen.

    In den meisten mittel- und oberdeutschen Varietäten ist die zweite hochdeutsche Lautverschiebung nur teilweise durchgeführt, so auch in den ostmitteldeutschen Varietäten, die zu einem großen Teil zur Herausbildung der Standardsprache beigetragen haben. Das Mittel- und Oberdeutsche variiert dabei vom Hoch- und Höchstalemannischen sowie dem bairischen Tirolerischen, die als einzige Varietäten die zweite deutsche Lautverschiebung vollständig durchgeführt haben, bis hin zu Varietäten, in denen die Lautverschiebung sehr eingeschränkt vorhanden ist. Im Allgemeinen wird jedoch die Benrather Linie (maken/machen) als Nordgrenze der hochdeutschen Varietäten angesehen

    Als Niederdeutsch werden diejenigen Varietäten bezeichnet, in denen die zweite bzw. hochdeutsche Lautverschiebung nicht oder nur zu einem geringen Teil vollzogen worden ist. Das Niederdeutsche im eigentlichen Sinne (Niedersächsisch und Ostniederdeutsch) stammt vom Altsächsischen ab und wird in Norddeutschland und im Nordosten der Niederlande (dort unter der Bezeichnung „nedersaksisch“) gesprochen. Von den Sprechern wird es strikt als eigenständige Sprache verstanden. Das Niederdeutsche hat im Rahmen der Sprachencharta des Europarats in Deutschland und den Niederlanden einen offiziellen Status als Regionalsprache erhalten. Zuvor hatten die deutschen Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen Niederdeutsch für einen Schutz gemäß Teil III der Sprachencharta angemeldet.

    Die niederrheinischen Varietäten des Niederfränkischen am deutschen Niederrhein haben ebenso wie die niederdeutschen Mundarten im eigentlichen Sinne die zweite bzw. hochdeutsche Lautverschiebung nicht oder nur zu einem geringen Teil vollzogen. Sie sind jedoch sprachtypologisch enger mit den angrenzenden niederländischen Mundarten als mit den benachbarten deutschen verwandt. Ihre Zuordnung zum Niederdeutschen ist daher umstritten. Sie gehen ebenso wie das Niederländische auf das Altniederfränkische (Altniederländische) zurück.

    Die Mundarten des Gebietes zwischen der Uerdinger Linie (ik-/ich-Linie) und der Benrather Linie (maken-/machen-Linie) (Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Neuss) weisen sowohl niederfränkische als auch mittelfränkische Züge auf und sind ein mundartliches Übergangsgebiet zwischen den mitteldeutschen-mittelfränkischen und den niederfränkischen Mundarten.

    Die niederdeutschen und mittelfränkischen Mundarten werden umgangssprachlich zumeist als Platt bezeichnet.

    Mischsprachen

    Die Klassifizierung der Mischsprache Missingsch aus Hochdeutsch und Niederdeutsch ist unklar. Ähnlich ist es beim Petuh mit hochdeutschen, niederdeutschen, dänischen und südjütischen Sprachelementen. Das Südjütische mit starken Einflüssen der niederdeutschen Sprache und mit teilweise älteren nordischen Formen wird allgemein als Dialekt der dänischen Sprache eingestuft. Auch die im Norden Schleswig-Holsteins verbreitete dänische Varietät Sydslesvigdansk (Südschleswigdänisch) hat deutsche Einflüsse, ihre Klassifizierung als Dialekt, Variante des Reichsdänischen oder als Mischsprache ist noch nicht abgeschlossen.

    Neben dem Missingsch und dem Petuh existieren auch weitere Mischsprachen der niederdeutschen Sprache; hierbei handelt es sich vor allem um Mischungen mit dem Niederländischen und dem Friesischen, wie beispielsweise das Kollumerpompsters. Diese Mischsprachen werden gemeinhin als Dialekte des Niederdeutschen, des Niederländischen oder des Friesischen klassifiziert.

    Die diversen „Mischsprachen“ in Nordamerika wie beispielsweise das Texasdeutsch sind Akzente oder Dialekte entweder der hochdeutschen oder der niederdeutschen Sprache.

    Jedoch gibt es nicht nur Mischsprachen aus deutschen Varietäten und anderen germanischen Sprachen. Aus Deutsch und Niedersorbisch entstand das sogenannte Ponaschemu. Das Wasserpolnisch mit Elementen der deutschen Sprache bzw. der oberschlesischen Mundart wird teilweise als Dialekt des Polnischen, teilweise als eigene Sprache klassifiziert.

    Das Jiddische, das nach überwiegender Auffassung ursprünglich auf das Mittelhochdeutsche zurückgeht, sich jedoch vor allem unter slawischen und hebräischen Einflüssen eigenständig weiterentwickelt und eine eigene Schriftsprache ausgebildet hat, wird in der Sprachwissenschaft im Allgemeinen als eigenständige Sprache betrachtet.

    Unklar ist der Status des in Schlesien noch von etwa 100 älteren Menschen gesprochenen Wymysörisch (Wilmesau-Deutsch).

    Siehe auch: Alemañol

    Kreolsprachen und Pidginsprachen auf deutscher Grundlage

    Im Zuge der Kolonialisierung entstand im heutigen East New Britain (in Papua-Neuguinea) das sogenannte Unserdeutsch, eine deutschbasierte Kreolsprache, in Namibia entstand daneben noch das Küchendeutsch, eine Pidginsprache. Unserdeutsch ist jedoch mittlerweile fast ausgestorben, da die meisten Sprecher auswanderten. Außerdem haben sich in Papua-Neuguinea bis zu 150 Wörter deutschen Ursprungs in der Sprache Tok Pisin erhalten. Das Küchendeutsch hingegen hat heute noch etwa 15.000 – zumeist ältere – Sprecher.

    Ebenso wie andere Pidgin- und Kreolsprachen sind Unserdeutsch und Küchendeutsch aus sprachwissenschaftlicher Sicht als eigenständige sprachliche Systeme zu betrachten.

    Etwa 100 Millionen Menschen sprechen Deutsch als Muttersprache und noch einmal so viele als Fremdsprache. Aktuell lernen weltweit rund 15,5 Millionen Menschen die deutsche Sprache. Es besteht diesbezüglich in den meisten Ländern eine steigende oder konstante Tendenz.

    (Beschreibung siehe folgendes Bild)
  • Deutsch ist offizielle oder ko-offizielle Amtssprache (de jure oder de facto) und Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit
  • Deutsch ist eine ko-offizielle Amtssprache, doch nicht Muttersprache der Bevölkerungsmehrheit
  • Deutsch (oder eine Varietät des Deutschen) ist eine rechtlich anerkannte Minderheitensprache (Quadrate bei zu geringer geografischer Ausdehnung/zu dünner Verteilung)
  • Deutsch (oder eine Varietät des Deutschen) wird von einer nennenswerten Minderheit gesprochen (>50.000), hat jedoch keinen rechtlichen Status
  • Sieben Staaten und Territorien, die Deutsch als eine ihrer Amtssprachen führen, sind im Rat für deutsche Rechtschreibung organisiert. Darüber hinaus findet seit 2004 ein alljährliches informelles Treffen der Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder statt.

    Geographische Eckdaten des Sprachraumes

    Den westlichsten Punkt des geschlossenen deutschen Sprachraumes in Mitteleuropa, in dem Deutsch bzw. ein deutscher Dialekt die gegenwärtige Umgangssprache ist, stellt die Gemeinde Rambruch in Luxemburg dar. Genau 850 km östlich befindet sich mit der österreichischen Gemeinde Deutsch Jahrndorf im Burgenland dessen östlichster Punkt. Im Norden markiert die deutsche Gemeinde List auf Sylt das Ende des Sprachraumes, welche nahezu exakt 1005 km nördlich ihres Gegenstückes, der Schweizer Gemeinde Zermatt am Matterhorn, liegt.

    Deutsch als Muttersprache

    Sprecheranzahl

    Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Anzahl der deutschen Muttersprachler mit rund 90 bis 100 Millionen weltweit angegeben. Quantitative Unterschiede ergeben sich aufgrund mehrerer Faktoren:

    • Die Zugehörigkeit zu einer Sprachgruppe bzw. die Mutter- oder Zweitsprache von Menschen wird in den meisten Ländern nicht statistisch erfasst und kann daher nur (oft ungenau) extrapoliert werden. Des Weiteren können bei stattfindenden Erhebungen bilinguale Menschen (d. h. mit zwei Muttersprachen) oft nur eine Angabe machen.
    • Die Zugehörigkeit einiger (oft sprecherstarker) Varietäten zur deutschen Sprache, d. h. zur Dachsprache Deutsch, ist umstritten oder hat sich in der jüngeren Geschichte geändert (z. B. Elsässisch, Luxemburgisch und Limburgisch).
    • Bei zahlreichen Angaben wird zwischen Muttersprachlern und Zweitsprachlern (z. B. viele Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Ländern) nicht differenziert, sondern lediglich deren Summe oder aber nur Ersteres angegeben.

    Ethnologue gibt die Zahl der Erst- und Zweitsprachler des Standarddeutschen in Deutschland mit rund 79 Millionen an, davon rund 71 Millionen Erstsprachler. Es bezieht (oft bilinguale) Sprecher anderer Varietäten weltweit (z. B. Bairisch, Schweizerdeutsch oder Riograndenser Hunsrückisch) nicht mit ein und weist darüber hinaus selbst auf die Unvollständigkeit der Liste hin. Weltweit soll es laut Ethnologue rund 76 Millionen Erst- und 56 Millionen Zweitsprachler des Standarddeutschen geben, was zusammen rund 132 Millionen Sprecher ausmacht. Addiert man die angegebenen Sprecherzahlen des Standarddeutschen mit denen der Varietäten, welche unter „Standard German“ nicht aufgelistet sind, so ergeben sich rund 90 Millionen Erstsprachler des Deutschen. Basierend auf repräsentativen Erhebungen und Bevölkerungsstatistiken gehen andere Autoren von maximal rund 95 Millionen Muttersprachlern aus. Angaben von bis zu 105 Millionen Sprechern beziehen sehr wahrscheinlich Zweitsprecher und/oder umstrittene, aber sprecherstarke Varietäten mit ein. Deutsch war damit 2012 die meistverbreitete Muttersprache in der Europäischen Union.

    Geographische Verbreitung und Sprecherzahlen
    Land Sprecherzahl
    Argentinien Argentinien 400.000
    Australien Australien etwa 79.000
    Belgien Belgien 78.000 (in Ostbelgien, als Minderheit auch noch im Montzener und Areler Land; Deutsch ist eine der drei offiziellen Sprachen Belgiens, gemeinsam mit Niederländisch und Französisch)
    Bolivien Bolivien 70.000 bis 140.000 Russlandmennoniten, die zäh am Deutschen festhalten, im Alltag in Form des Plautdietschen, einem niederdeutschen Dialekt, in Kirche und Schrifttum jedoch am Hochdeutschen
    Brasilien Brasilien 1.500.000 (mit Riograndenser Hunsrückisch möglicherweise bis zu 3.000.000)
    Chile Chile 20.000 (siehe auch Launa-Deutsch)
    Danemark Dänemark 25.900 (in Nordschleswig), ein Teil davon auch Niederdeutsch (etwa zwei Drittel der Angehörigen der deutschen Minderheit bedienen sich jedoch des südjütischen Dialekts als Umgangssprache)
    Deutschland Deutschland etwa 76–77 Millionen, die Deutsch als Muttersprache haben; Deutsch ist gesetzliche Amtssprache
    Dominikanische Republik Dominikanische Republik 30.000
    Estland Estland knapp 2.000 (Deutsch-Balten, Russlanddeutsche)
    Frankreich Frankreich 1.200.000, v. a. im Elsass und dem nordöstlichen Lothringen (43 % der Elsässer gaben 2012 an, über Kenntnisse in Elsässisch zu verfügen)

    • 74 % der Ab-60-Jährigen • 54 % der 45-bis-59-Jährigen • 24 % der 30-bis-44-Jährigen • 12 % der 18-bis-29-Jährigen • 3 % der 3-bis-17-Jährigen

    Griechenland Griechenland 45.000
    Irland Irland 100.000
    Israel Israel 200.000 (siehe auch Jiddisch)
    Italien Italien 310.000 (allein in Südtirol; dazu kommen die deutschen Sprachinseln sowie deutschsprachige Ausländer)
    Kanada Kanada 438.000
    Kasachstan Kasachstan 358.000 (siehe auch Kasachstandeutsche)
    Kirgisistan Kirgisistan 20.000 (siehe auch Kirgisistandeutsche)
    Kroatien Kroatien 3.013
    Lettland Lettland gut 3.000 (Deutsch-Balten, Russlanddeutsche)
    Liechtenstein Liechtenstein über 30.000 (Deutsch ist alleinige Amtssprache)
    Litauen Litauen gut 3.000, vor allem im Memelland (Ostpreußen, Deutsch-Balten, Russlanddeutsche)
    Luxemburg Luxemburg 474.000 (Deutsch ist gemeinsam mit dem mitteldeutschen Luxemburgisch und Französisch gesetzliche Amtssprache)
    Mexiko Mexiko 80.000–90.000
    Namibia Namibia 30.000 (Deutsch ist eine der gesetzlich anerkannten „Nationalsprachen“)
    Niederlande Niederlande 80.000–110.000
    Osterreich Österreich 7,57 Millionen deutschsprachige Österreicher (Deutsch als gesetzliche Amtssprache neben Minderheitensprachen)
    Paraguay Paraguay 166.000
    Polen Polen 96.000, wovon 58.000 Muttersprachler sind (hauptsächlich in der Woiwodschaft Opole)
    Rumänien Rumänien 45.000
    Russland Russland 75.000 im europäischen Teil, 767.300 in Sibirien und 20.000 im Gebiet der ehemaligen Wolgadeutschen Republik, heute Oblast Saratow
    Schweden Schweden Etwa 50.000 Menschen sprechen Deutsch als Muttersprache. Sie leben verteilt im ganzen Land, besonders in den Großstädten Stockholm, Göteborg und Malmö, aber auch in ländlichen Regionen, wie zum Beispiel Småland. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl Menschen mit deutschen Wurzeln. Deutsche bilden eine der ältesten Einwanderergruppen im Land und sind seit dem Mittelalter vertreten.
    Schweiz Schweiz 5 Millionen (63,7 % der Schweizer Bevölkerung; Deutsch ist gesetzliche Amtssprache mit Französisch, Italienisch und Rätoromanisch)
    Serbien Serbien 5.000 (siehe auch Donauschwaben in der Vojvodina)
    Slowakei Slowakei 5.186 Muttersprachler (siehe auch Karpatendeutsche), Deutsch als 2. Amtssprache in der Gemeinde Blaufuss
    Slowenien Slowenien 1.628
    Spanien Spanien 100.000 (Touristenzuzug, davon allein 60.000 auf den Balearen)
    Sudafrika Südafrika 300.000–500.000 (100.000 Passdeutsche, 1 Million Deutschstämmige, siehe Auswärtiges Amt; siehe auch Nataler Deutsch)
    Thailand Thailand 25.000
    Tschechien Tschechien 39.100
    Turkei Türkei 25.000
    Ukraine Ukraine 38.000
    Ungarn Ungarn 35.000–200.000 (siehe auch Ungarndeutsche, Donauschwaben)
    Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1.100.000. Zu den statistisch erfassten Deutschsprachigen kommen noch hunderttausende Sprecher in sehr konservativen Täufergruppen, die meist von der amtlichen Statistik nicht erreicht werden, darunter Amische alter Ordnung (350.000) mit Pennsylvaniadeutsch und zwei alemannischen Dialekten, Mennoniten alter Ordnung (40.000) mit Pennsylvaniadeutsch, Russlandmennoniten (15.000) mit Plautdietsch und Hutterer (12.000) mit Hutterisch. In diesen Gruppen bedient man sich in Alltag eines deutschen Dialekts, in Kirche und Schrifttum jedoch eines altertümlichen Hochdeutschen, wobei meist zäh am Deutschen festgehalten wird, selbst von Menschen, deren Vorfahren bereits vor 300 Jahren nach Nordamerika ausgewandert sind.
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 77.000
    Insgesamt ca. 98 Millionen
    Die Aufstellung zeigt nur Staaten mit vermutlich mehr als 25.000 Deutschsprachigen oder Staaten, die historisches deutsches Siedlungsgebiet waren. Die angegebenen Zahlen beruhen zum Großteil nicht auf der tatsächlichen Zahl der aktiven Sprecher – welche so gut wie nicht erfasst werden kann –, sondern auf Hochrechnungen, Staatsangehörigkeiten, alten Auswanderungszahlen usw. Deshalb liegen einige Zahlen möglicherweise weit über oder unter den anzunehmenden tatsächlichen Werten.
    Deutschsprachige Medien im Ausland

    Ein guter Indikator für die weltweite Verbreitung der deutschen Sprache sind die deutschsprachigen Auslandsmedien, deren Zahl leicht zunimmt.

    Verbreitung als Muttersprache und rechtlicher Status

    Geschlossener deutscher Sprachraum

    (geordnet nach ungefähren Sprecherzahlen)

    Deutschland

    In Deutschland ist Deutsch die gebräuchlichste Sprache. Deutsch ist Amtssprache, wird als Standardsprache in den überregionalen Medien und als Schriftsprache verwendet. Als Sprache des Alltags wird es in vielen Regionen fast ausschließlich gesprochen (oft regional leicht eingefärbt). Der Übergang zu den deutschen Dialekten ist fließend.

    In Deutschland ist Deutsch:

    Die Frage, ob unter Deutsch rechtlich ausschließlich die hochdeutsche oder auch die niederdeutsche Sprache subsumiert wird, wird juristisch uneinheitlich beantwortet: Während der BGH in einer Entscheidung zu Gebrauchsmustereinreichung beim Münchener Patentamt in plattdeutscher Sprache das Niederdeutsche einer Fremdsprache gleichstellt („Niederdeutsche (plattdeutsche) Anmeldeunterlagen sind im Sinn des § 4a Abs. 1 Satz 1 GebrMG nicht in deutscher Sprache abgefasst.“ – BGH-Beschluss vom 19. November 2002 – Az.: X ZB 23/01), ist nach dem Kommentar von Foerster/Friedersen/Rohde zu § 82 a des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig-Holstein unter Verweis auf Entscheidungen höherer Gerichte zu § 184 des Gerichtsverfassungsgesetzes seit 1927 (OLG Oldenburg, 10. Oktober 1927 – K 48, HRR 1928,392) unter dem Begriff deutsche Sprache sowohl Hochdeutsch wie auch Niederdeutsch zu verstehen.

    Deutsch-friesische Beschilderung an der Polizeidirektion Husum, Nordfriesland

    Besondere Regelungen gelten für Sorbisch, Dänisch (als Sprache der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein), Friesisch, Romani und Niederdeutsch. So sind Niederdeutsch, Friesisch und Dänisch in Schleswig-Holstein nach § 82 b LVwG neben dem Hochdeutschen als regionale Amtssprachen anerkannt. Demzufolge müssen – beispielsweise – Behörden in Schleswig-Holstein und nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch das Patentamt in München auf Plattdeutsch gestellte Anträge bearbeiten.

    Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen sind die als Minderheiten- oder Regionalsprachen in Deutschland anerkannten im Einzelnen folgende:

    Die landesrechtlichen Umsetzungen sind teilweise noch nicht erfolgt – dies betrifft insbesondere die Sprache Romanes. Partiell (räumlich und/oder sachlich) haben in Schleswig-Holstein die Regional- und Minderheitensprachen Niederdeutsch, Dänisch und Friesisch (siehe Friesisch-Gesetz) den Rang einer Amtssprache. Andere in Deutschland (wie beispielsweise der jenische Soziolekt oder das Jiddisch) oder allochthone Minderheitensprachen wie das Türkische oder Polnische wurden nicht in die Charta aufgenommen.

    Ehemals verbreitete Sprachen wie Moselromanisch (im 11. Jahrhundert ausgestorben), Polabisch (im 18. Jahrhundert ausgestorben) oder Jiddisch werden heute nicht oder kaum mehr gesprochen.

    Die Aufnahme der deutschen Sprache als Bekenntnis in Artikel 22 des Grundgesetzes wurde 2008 gesellschaftlich diskutiert. Die deutsche Partei CDU verabschiedete eine solche Forderung auf ihrem Parteitag im November 2008. Andere Parteien kritisierten den Vorstoß als ausländerfeindliche Panikmache, bzw. als unnötig, weil Deutsch selbstverständlich die Landessprache sei. Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages sind in einer Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Aufnahme der deutschen Sprache als Symbol oder Staatsziel in das Grundgesetz rechtlich zulässig wäre.

    Österreich
    Deutsch-ungarische Ortstafel Oberwart, Burgenland

    In Österreich ist laut Artikel 8 Absatz 1 Bundes-Verfassungsgesetz (BVG) aus dem Jahre 1920 die „deutsche Sprache“ (ohne nähere Spezifikation) die Staatssprache der Republik, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeräumten Rechte. Neben dem Deutschen sind Slowenisch in Kärnten und in der Steiermark sowie Ungarisch und Burgenlandkroatisch im Burgenland Amtssprachen. Tatsächlich gebräuchlich ist im Alltag wie auch im staatlichen Bereich jedoch Österreichisches Deutsch als nationale Varietät (Standardvarietät) des Hochdeutschen. Diese österreichische Standardvarietät wurde daher in der II. Republik durch das Österreichische Wörterbuch staatlich normiert (erstmals 1951, als es alle alten deutschen Regelbücher ablöste).

    Nach der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen sind die als Minderheitensprachen in Österreich anerkannten im Einzelnen folgende:

    Schweiz
    Ein viersprachiges Schild in der Schweiz: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.

    In der Schweiz ist Deutsch auf gesamtstaatlicher Ebene National- und Amtssprache neben Französisch, Italienisch und Rätoromanisch, das auf gesamtstaatlicher Ebene nur im direkten Verkehr mit Rätoromanen Amtssprache ist. Knapp 63 % der Bevölkerung, das sind etwa fünf Millionen Einwohner der Schweiz, geben Deutsch als Muttersprache an. Die in der Schweiz verwendete Form des Standarddeutschen, das Schweizer Hochdeutsch, weist Unterschiede zur Standardsprache in Deutschland und Österreich in Bezug auf Wortschatz, Wortbildung, Morphologie, Syntax, Orthographie und Aussprache auf. Diese Besonderheiten werden als Helvetismen bezeichnet. Umgangssprache ist zudem fast ausschließlich Schweizerdeutsch, eine Sammelbezeichnung für verschiedene Formen der angestammten alemannischen Dialekte.

    In 17 von 26 Kantonen ist Deutsch alleinige Amtssprache, in vier weiteren Amtssprache neben Französisch (Kantone Bern, Freiburg und Wallis) bzw. neben Italienisch und Rätoromanisch (Graubünden). Auf Gemeindeebene kann jede Gemeinde ihre Amtssprache(n) in eigener Kompetenz festsetzen.

    Die Schweiz ist der einzige Staat Europas, in dem das Jenische, eine Varietät des Deutschen, mit der Ratifizierung der europäischen Sprachencharta 1997 als „territorial nicht gebundene“ Sprache, wenngleich nicht als Amtssprache anerkannt wurde.

    Belgien

    In Belgien ist Hochdeutsch auf gesamtstaatlicher Ebene mit Niederländisch und Französisch Amtssprache. In Ostbelgien, den Kantonen Eupen und Sankt Vith, ist Deutsch Amtssprache, daneben ist Französisch als Minderheitensprache kooffiziell. Umgekehrt ist es im Kanton Malmedy sowie in den Plattdeutschen Gemeinden, wo Französisch Amtssprache und Deutsch Minderheitensprache ist. Insgesamt rund 100.000 Belgier geben Deutsch als ihre Muttersprache an.

    Liechtenstein

    In Liechtenstein ist Standarddeutsch die alleingültige Amtssprache. Minderheitensprachen finden keine Anwendung. Umgangssprache ist Liechtensteinisch, eine alemannische Dialektform und mit dem Schweizerdeutschen und den vorarlbergischen Dialekten eng verwandt.

    Luxemburg
    Zweisprachiges Ortsschild in Luxemburg: Die kursive luxemburgische Bezeichnung (Waarken) ist dem amtlichen französischen Namen (Warken; hier identisch mit dem hochdeutschen Namen) untergeordnet.
    Zweisprachiges Hinweisschild in Luxemburg

    In Luxemburg ist Hochdeutsch zusammen mit Luxemburgisch und Französisch Amtssprache, Französisch ist jedoch „Legislativsprache“, d. h. beispielsweise für Gesetzestexte oder staatliche Ausschreibungen sind die französischen Fassungen maßgebend. Luxemburgisch ist eine moselfränkische Sprachvarietät des Deutschen, ist seit 1984 die einzige „Nationalsprache“ des Großherzogtums und findet insbesondere in Radio und TV (z. B. RTL Group) Verwendung. Das Hochdeutsche spielt jedoch insbesondere in den Printmedien, Büchern usw. nach wie vor eine dominierende Rolle; daher spricht man auch von einer luxemburgisch-hochdeutschen Diglossie. Laut Umfragen der EU geben über 90 % der Luxemburger an, sowohl Deutsch auf gutem bis sehr gutem Niveau als auch Französisch ausreichend zu beherrschen. Das luxemburgische Amt für Statistik STATEC ermittelte 2011 folgende Verteilung der Umgangssprachen (zuhause, Arbeit/Schule, mit Verwandten/Freunden): Luxemburgisch 70,5 %, Französisch 55,7 %, Hochdeutsch 30,6 %. Alle öffentlichen Ämter sind gesetzlich verpflichtet, in der Sprache des Bürgers zu antworten, ohne sich jedoch in der Regel daran zu halten. Für Ortsnamen und damit auch Ortsschilder sind die amtlichen französischen Bezeichnungen maßgeblich (z. B. „Dudelange“ für Düdelingen oder „Luxembourg“ für Luxemburg), wobei darunter oft kursiv der Ortsname auf Luxemburgisch steht. Sonstige Straßenschilder sind mehrheitlich auf Französisch und Hochdeutsch, seltener auf Luxemburgisch beschriftet (z. B. an Autobahnen der Hinweis auf eine „Arrêt de secours/Nothaltebucht“).

    In den Druckmedien sind alle drei Sprachen vertreten, aber in unterschiedlicher Gewichtung. Die größte Tageszeitung Luxemburger Wort/La Voix du Luxembourg mischt in ihrer Druckversion Artikel deutscher, französischer und luxemburgischer Sprache und bietet in ihrem Internetauftritt die Wahl zwischen Deutsch, Französisch, Englisch und Portugiesisch. Die zweitgrößte Zeitung Tageblatt mischt in ihrer Druckversion die drei Amtssprachen ebenso, stellt ihre Website jedoch nur auf Deutsch zur Verfügung. Die Sprachverwendung luxemburgischer Unternehmen ist sehr von der Art des Gewerbes bestimmt; so sind Werbung und Homepages von Handwerksbetrieben sehr oft ausschließlich deutsch, wohingegen Anwaltskanzleien, Architekten oder Steuerberater ihre Webseite in den meisten Fällen nur auf Französisch und Englisch zur Verfügung stellen. Websites von Privatleuten, Schulen oder Clubs usw. mischen oft die drei Amtssprachen auf ihren Seiten. Obwohl das Standarddeutsche und das Luxemburgische auf den Internetseiten der politischen Parteien überwiegen, sind die Seiten von öffentlichen Ämtern mehrheitlich nur auf Französisch verfügbar.

    Staaten in Europa und Nordasien

    (alphabetisch geordnet)

    Baltische Staaten
    Hauptartikel: Deutsch-Balten

    In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen leben noch gut 8000 Mitglieder der deutschen Minderheit (Deutsch-Balten, Ostpreußen und Russlanddeutsche), die Hochdeutsch und teilweise auch Plattdeutsch sprechen. Für Estland wird die Anzahl auf unter 2000 (im Jahr 2000: 1870), für Lettland auf gut 3000 (2004: 3311) und ebenfalls für Litauen auf gut 3000 recht genau beziffert. Von den exakt mit 3243 angegebenen in Litauen lebenden Deutschen sprechen als Muttersprache aber nach dieser Angabe nur noch 804 Deutsch.

    Dänemark

    In Dänemark wird Deutsch von den etwa 20.000 Angehörigen der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig gesprochen und genießt Minderheitssprachrechte, ohne jedoch eine Amtssprache auf nationaler oder regionaler Ebene zu sein. Ein Teil der Minderheit spricht zudem Niederdeutsch als Nordschleswiger Platt. Schätzungsweise zwei Drittel von ihnen verwenden jedoch den südjütischen Dialekt der dänischen Sprache als Umgangssprache und Deutsch als Hochsprache. Dänische Volkszählungen erfassen keine Angaben zu Sprache und ethnischer Zugehörigkeit. Deutsche Schulen in Nordschleswig sind wie andere freie Schulen in Dänemark zu über 80 % staatlich subventioniert; hierzu kommt ein besonderer Zuschlag zur Deckung des zweisprachigen Muttersprachenunterrichtes, so dass deutsche Schulen in der Praxis mit kommunalen Schulen völlig gleichgestellt sind.

    Frankreich
    Französisch-elsässisches Straßenschild in Straßburg

    In Frankreich werden die elsässischen und lothringisch-fränkischen Dialekte von rund 1.200.000 Personen gesprochen, vor allem im Elsass und dem nordöstlichen Teil Lothringens (Département Moselle). 76 % der Elsässer gaben 2012 an, über Kenntnisse in Elsässisch zu verfügen (43 % gute Kenntnisse, 33 % geringe Kenntnisse). Die Sprecherzahlen sind allerdings rückläufig, insbesondere in Lothringen und in den Städten.

    Die Französische Republik erkennt trotz der Existenz von acht regional verbreiteten Sprachen (und weiteren überregional verbreiteten) neben Französisch keine anderen Sprachen als offiziell im Sinne von Amtssprache an. Französisch ist laut Verfassung „Sprache der Republik“. Dennoch haben die anderen Sprachen eine offizielle Anerkennung als langues régionales – darunter für die ehemalige Region Elsass und das Département Moselle die lokal verbreiteten deutschen Dialekte und Hochdeutsch als Schriftform und Bezugssprache dieser regionalen Mundarten. Dieser Status wirkt sich zumeist nur in der Bildungspolitik aus, da die Regionalsprachen in unterschiedlicher Intensität in der Schule gelernt werden können. Gerade der Status des Deutschen wird jedoch gegenüber anderen Regionalsprachen noch gestärkt, da infolge der Grenzverschiebungen in den Weltkriegen von einem höheren Bevölkerungsanteil mit mangelnden Französischkenntnissen ausgegangen wurde. So erhalten Mitarbeiter von Behörden einen höheren Lohn, wenn sie Deutsch beherrschen. Einen besonders offiziellen Status erhält Deutsch dadurch, dass die offiziellen Wahlkampftexte (profession de foi), die jeder Kandidat vorlegen muss, der sich zu einer Wahl aufstellen lässt, in einer (inhaltlich gleichen) französischen und deutschen Version sein sollen. Dabei wird nur Hochdeutsch akzeptiert. In jeder anderen Region werden offizielle Veröffentlichungen in jeder anderen Sprache als Französisch nicht anerkannt und z. T. von den Präfekturen eingezogen. In den Kirchen finden noch manchmal gemischt- oder dialektsprachige Gottesdienste statt.

    Die einzige komplett deutschsprachige Zeitung ist die „Riviera-Côte d’Azur-Zeitung“ in Nizza, die sich vornehmlich an Touristen richtet. Im Elsass und in Lothringen mussten alle deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen aufgeben, da sie in der Vergangenheit durch viele staatliche Restriktionen und durch den teils freiwilligen, teils erzwungenen Wechsel von Deutsch/Elsässisch zu Französisch als Umgangssprache in den Jahrzehnten nach 1945 Leser verloren hatten. Die wichtigste gedruckte Informationsquelle für die deutschsprachigen Elsässer ist derzeit die tägliche mehrseitige deutschsprachige Beilage der Zeitungen L’Alsace (Mülhausen/Mulhouse) und Dernières Nouvelles d’Alsace (Straßburg).

    Italien
    Hauptartikel: Walser und Zimbern
    Dreisprachige Beschilderung in Gröden (Südtirol) auf Ladinisch, Deutsch und Italienisch
    Viersprachige Beschriftung des Regionalrats von Friaul-Julisch Venetien in Triest

    In Italien ist Deutsch regional in Südtirol (neben Italienisch und örtlich Ladinisch) Amtssprache. Von den etwa 509.000 Einwohnern Südtirols (Stand 2012) gaben bei der letzten Volkszählung 2011 62,3 % der Bevölkerung der Autonomen Provinz Bozen Deutsch als ihre Muttersprache an (laut offizieller Sprachgruppenerklärung, ohne Berücksichtigung von Fremdsprachen, 69,4 %). Die Tendenz ist aufgrund steigender Einwohnerzahl auch bei anteilmäßiger Abnahme leicht steigend (Volkszählung 1991 etwa 65,3 %). Etwa 75 % der italienischsprechenden Bevölkerung lebt in den drei größten Städten Bozen, Meran und Brixen mit 73,8 %, 49,1 %, bzw. 25,8 % Anteil an der jeweiligen Stadtbevölkerung (Sprachgruppenerklärung, Stand 2011). Alle öffentlichen Ämter sind gesetzlich zweisprachig, genauso wie sämtliche Orts- und Straßenschilder. Diese und andere Beschilderungen im öffentlichen Leben waren bis zum zweiten Autonomiestatut von 1972 beinahe ausschließlich italienisch, da Deutsch diesbezüglich unerwünscht oder gar verboten war. Heute überwiegt das Deutsche außer in Bozen und Meran deutlich. Außerhalb der genannten größten Städte in Südtirol und des Südtiroler Unterlands ist das Italienische als Alltagssprache kaum vorhanden.

    Deutsch ist über das eigentliche Südtirol hinaus Amtssprache der Region Trentino-Südtirol. Im Trentino gibt es allerdings nur zwei kleinere Gebiete, in denen noch deutsche Dialekte gesprochen werden: das Fersental und die Gemeinde Lusern. Daneben hat das Deutsche in Italien auch im zur autonomen Region Aosta gehörenden und teils von Walsern bewohnten Tal von Gressoney einen kooffiziellen Status (neben Italienisch und Französisch). Die deutsch-/alemannischsprachige Bevölkerung umfasst hier aber nur einige Dörfer. Deutsche Sprachminderheiten gibt es zudem in den Regionen Venetien und Friaul (u. a. Pladen, Zahre, Tischlwang, Kanaltal sowie Reste des Zimbrischen in den Sieben Gemeinden und Dreizehn Gemeinden).

    Polen
    Zweisprachige Beschriftung am Gemeindeamt von Cisek/Czissek in der Woiwodschaft Opole, Polen

    In Polen leben – obwohl in der kommunistischen Zeit der Gebrauch der deutschen Sprache insbesondere in Schlesien sowohl im öffentlichen Leben, in Kirchen und Schulen, als auch im Privatleben verboten war – laut Volkszählung (2011) rund 58.000 deutsche Muttersprachler. Diese konzentrieren sich heute hauptsächlich auf die Woiwodschaft Opole, wo Deutsch in mehreren Gemeinden offiziellen Status als „Hilfssprache“ hat. Es erscheinen mehrere deutschsprachige Zeitungen in Polen mit Auflagen bis zu 10.000 Stück. Dazu gibt es neben dem halbstündigen deutschsprachigen Programm von Radio Polonia auch eine viertelstündige deutschsprachige Hörfunksendung namens Schlesien Aktuell. Des Weiteren wird wöchentlich auf TVP Opole und TVP Katowice für 15 Minuten eine deutschsprachige Fernsehsendung, Schlesien Journal, ausgestrahlt. In der Hauptstadt Warschau ist die deutsch-polnische Begegnungsschule Willy-Brandt-Schule, in der auch in deutscher Sprache unterrichtet wird. Mehrsprachige Ortsschilder werden laut polnischem Recht ab einem Minderheitsanteil von mindestens 20 % in der jeweiligen Gemeinde oder Stadt verwendet, welche in der Woiwodschaft Opole stellenweise erreicht wird.

    Russland
    Hauptartikel: Russlanddeutsche

    In Russland ergab die letzte Volkszählung im Jahre 2002 eine Gesamtzahl von 597.212 Deutschen, davon alleine 350.000 in Sibirien. Nur ein Teil der Russlanddeutschen spricht jedoch Deutsch als Muttersprache.

    Deutsch ist anerkannte Verkehrssprache der deutschstämmigen Bevölkerung in den beiden westsibirischen Nationalkreisen Asowo (Gebiet Omsk) und Halbstadt (Altai-Region).

    Rumänien
    Zweisprachiges Ortseingangsschild von Sibiu/Hermannstadt, Rumänien

    In Rumänien leben etwa 40.000 bis 50.000 deutsche Muttersprachler, was etwa 0,2 bis 0,3 % der rumänischen Bevölkerung entspricht. Diese Bevölkerungsgruppe setzt sich hauptsächlich aus den Siebenbürger Sachsen sowie den Donauschwaben zusammen. Aufgrund der massiven Abwanderung der jungen Generationen nach Deutschland und Österreich vor allem nach 1990 leiden diese Bevölkerungsgruppen jedoch unter einer starken Überalterung; das Durchschnittsalter liegt bei etwa 69 Jahren. Trotz dieses niedrigen Bevölkerungsanteils wird die deutsche Sprache weitläufig als kulturelles Erbe angesehen, genießt alle Rechte einer Minderheitensprache und ist vor allem in Städten und Gemeinden wie z. B. Hermannstadt, Schäßburg, Temeswar oder Sathmar präsent, weshalb dort auch des Öfteren mehrsprachige Beschilderungen zu finden sind. Darüber hinaus ist die deutsche Minderheit durch die Partei „Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien“ auch politisch aktiv und stellt beispielsweise seit dem Jahr 2000 den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin von Hermannstadt sowie zeitweise den Kreisratsvorsitzenden des Kreises Sibiu. Zudem ist der seit November 2014 amtierende Staatspräsident Klaus Iohannis Siebenbürger Sachse. In den Verdichtungsgebieten der deutschen Minderheit mit bis etwa 5 % Einwohneranteil besteht auch nennenswerte deutsche Infrastruktur in Form von Kindergärten, Grund-, Haupt- und Hochschulen sowie Theatern, aber auch Zeitungen wie der wöchentlichen Hermannstädter Zeitung oder der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien.

    Tschechien

    In Tschechien existiert noch eine kleine deutsche Minderheit von etwa 41.200 Menschen (0,4 % der Gesamtbevölkerung), Überreste der Sudetendeutschen, die der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg entgangen sind. Die Zahl der deutschen Muttersprachler sinkt beständig, da vor allem die jüngeren Generationen der Minderheit einem extremen Assimilationsdruck des Tschechischen ausgeliefert sind und zum großen Teil nicht mehr mit Deutsch aufwachsen. Die Bezeichnung „Sudetendeutsche“ ist darüber hinaus auch nicht mehr gebräuchlich, stattdessen verwendet man gewöhnlich den Begriff „Deutsche in Tschechien“, welche seit der Wende 1990 gewisse Minderheitenrechte genießen und in der „Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ sowie im „Kulturverband der Bürger deutscher Nationalität“ organisiert sind. Eine deutsche Infrastruktur, wie Kindergärten, Schulen, Straßen- oder Ortsschilder existiert flächendeckend nicht mehr und die deutsche Sprache hat weder regionales noch nationales Amts- oder Verkehrssprachenstatut. Es erscheinen jedoch deutschsprachige Wochenzeitungen wie die „Landeszeitung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien“ und die „Prager Zeitung“.

    Türkei

    In der größten Stadt Istanbul leben seit mehreren Jahrhunderten rund 25.000 Bosporus-Deutsche.

    Ungarn
    Hauptartikel: Ungarndeutsche
    Zweisprachiges Straßenschild in Sopron/Ödenburg, Ungarn

    Die deutsche Minderheit in Ungarn (Ungarndeutsche) genießt Minderheitenrechte, ist jedoch, besonders in den jüngeren Generationen, bereits weitgehend assimiliert, so dass Deutsch meistens nur noch als Fremdsprache gelernt wird. Offiziell spricht man von etwa 200.000 Ungarndeutschen. Tatsächlich dürften davon aber höchstens noch etwa 50.000 deutsche Muttersprachler sein (etwa 0,5 % der Gesamtbevölkerung). Da die Minderheit sehr zerstreut über das Land lebt und nur wenig Identitätsbewusstsein hat, spricht man daher oft von einer Doppelidentität der Ungarndeutschen. Zweisprachige Orts-, Straßen-, Verkehrs- und Amtsschilder findet man beispielsweise in der Stadt Ödenburg (Sopron) nahe der österreichischen Grenze und vereinzelt auch in anderen Landesteilen. In anderen Gebieten mit größerer deutscher Minderheit gibt es sehr vereinzelt deutsche Kindergartengruppen oder Schulklassen. Die deutsche Minderheit in Ungarn ist in der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisiert.

    Übersee

    (alphabetisch geordnet)

    Australien
    Hauptartikel: Deutsch-Australier

    Laut den Ergebnissen der letzten Volkszählung sprachen im Jahre 2006 77.576 oder etwa 0,4 % der damals bekannten 19.855.287 Einwohner Australiens zu Hause deutsch. Die meisten dieser Deutsch-Sprecher lebten, wie die Mehrheit der Gesamtbevölkerung, in den Millionenstädten des Landes (Melbourne, Sydney, Brisbane, Perth, Adelaide). Den größten Anteil an der Gesamtbevölkerung mit festem Wohnsitz bildeten die Deutschsprecher in Adelaide (0,57 %) und seinen Vororten (0,68 %), der Sunshine Coast (0,64 %) und Gold Coast (0,52 %), der Cape-York-Halbinsel einschließlich der feuchten Tropen mit Cairns und Umland (0,61 %), sowie einem Teil des Grenzgebietes zwischen Neu-Süd-Wales und Victoria (0,52 %), außerdem in Melbourne und entlang der Küste von Neu-Süd-Wales.

    Zu diesen praktizierenden Deutschsprechern kommen diejenigen hinzu, die Deutsch beherrschen, es aber nicht mehr täglich verwenden. Des Weiteren gibt es eine deutschsprachige Wochenzeitung in Australien mit Namen „Die Woche in Australien“. Sie richtet sich hauptsächlich an deutsch-, österreichisch- und schweizstämmige Einwanderer und bietet sowohl Artikel zu Geschehnissen in Europa als auch Neuigkeiten innerhalb der deutschsprachigen Gemeinschaft Australiens.

    Über die Zahl der Deutschsprecher hinaus ist die Zahl der Deutschstämmigen wesentlich höher, beträgt vielleicht etwa eine halbe bis eine Million Menschen oder mehr, ist aber damit im Vergleich zum Anteil der Deutschstämmigen an der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika dennoch ziemlich gering. Dessen ungeachtet spielten einige Deutsche eine recht bedeutende Rolle in der Geschichte, insbesondere bei der Entdeckung und Erforschung Australiens.

    Brasilien
    Hauptartikel: Deutschbrasilianer

    Wahrhaft repräsentative und fundierte Zahlen zur Zahl der deutschen Muttersprachler in Brasilien gibt es nicht. Schätzungen zufolge leben in Brasilien jedoch etwa zwei bis fünf Millionen Deutschstämmige, von denen etwa 850.000 bis 900.000 bilingual (Deutsch und Portugiesisch) sein dürften und somit als deutsche Muttersprachler gewertet werden könnten. Ethnologue hingegen gibt allein für das Riograndenser Hunsrückisch 3.000.000 Sprecher an, die sich allerdings mit den geschätzt etwa 1.500.000 Sprechern des Standarddeutschen überschneiden dürften. Die Bevölkerungsgruppe des Riograndenser Hunsrückisch konzentriert sich im Wesentlichen auf die Staaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul im Süden des Landes und hier eher auf kleine, nicht an der Küste liegende Städte. Beispiele hierfür sind Pomerode, Santa Rosa de Lima oder Treze Tílias, in denen noch große Teile der Bevölkerung Deutsch sprechen.

    Neben dem Riograndenser Hunsrückisch spielt auch Pomerano eine größere Rolle. Dieser deutsche Dialekt, der aus dem Ostpommerschen entstanden ist, ist heute insbesondere im Bundesstaat Espírito Santo vertreten, wird aber auch in Minas Gerais, Rondônia (ab 1970), Santa Catarina und Rio Grande do Sul gesprochen. Von den laut Ethnologue 300.000 Sprechern in Brasilien sollen 120.000 in Espírito Santo leben.

    Während Südbrasilien Anfang des 20. Jahrhunderts noch hauptsächlich deutschsprachig war, wurde die deutsche Sprache durch Assimilation und durch Unterdrückung oder gar Verbot in der Mitte des 20. Jahrhunderts – besonders während des Zweiten Weltkrieges – durch Portugiesisch verdrängt. Im Laufe der Jahre hat sich die Situation jedoch maßgeblich geändert, so dass heute die deutsche Sprache als kulturelles Erbe besonders gefördert wird und der Region um Blumenau sogar als touristisches Aushängeschild dient, obgleich gerade hier die deutsche Sprache nur noch begrenzt gesprochen wird. Deutsche Infrastruktur in Form von Zeitungen und Schulen existiert zwar begrenzt, doch im öffentlichen Bereich ist Deutsch kaum vorhanden, da Portugiesisch alleinige Amtssprache ist und der Schaden durch Unterdrückung an der deutschen Sprachgruppe in Brasilien zu groß und andauernd war, um reversibel zu sein. Dennoch haben nach 2010 etliche Gemeinden deutsche Dialekte zur zweiten Amtssprache auf kommunaler Ebene erhoben.


    Gemeinden im Bundesstaat Espírito Santo mit Deutsch als zweiter Amtssprache (Stand 2018)
    Gemeinden, in denen Deutschunterricht verpflichtend ist

    Rio Grande do Sul

    Santa Catarina

    Kanada

    In Kanada sprechen 438.000 Menschen Deutsch als Muttersprache, darunter auch viele Mennoniten etwa in Ontario. Das entspricht etwa 1,5 % der Gesamtbevölkerung. Diese sind meist deutsche Siedler aus dem 19. sowie Einwanderer aus dem 20. Jahrhundert. In Kanada sind jedoch nur Französisch und Englisch Amtssprachen.

    Namibia
    Straßenschild in Windhoek, Namibia

    Deutsch war mit Afrikaans und Englisch Amtssprache im damaligen Südwestafrika in der Zeit der Apartheid von Juni 1984 bis zur Unabhängigkeit Namibias 1990. Seitdem ist Englisch die einzige landesweite Amtssprache und Deutsch nunmehr Verkehrssprache und eine von etwa 20 Nationalsprachen des Landes. Damit ist Namibia das einzige außereuropäische Land, in dem Deutsch einen rechtlichen Status auf nationaler Ebene hat und deshalb per Verfassung als Teil der namibischen Kultur gesetzlich verankert ist. Etwa 20.000 Namibier (weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung) geben Deutsch als ihre Muttersprache an.

    Papua-Neuguinea
    Hauptartikel: Unserdeutsch

    Der nördliche Teil des pazifischen Staates Papua-Neuguinea war unter dem Namen Deutsch-Neuguinea von 1884 bis 1914 deutsche Kolonie. Zwar wurden die meisten Kolonisten aus dem Deutschen Kaiserreich 1915 von australischen Truppen vertrieben, die Nationalsprache Tok Pisin ist allerdings durch die deutsche Sprache beeinflusst worden. Weitere Amtssprachen sind die neue Kolonialsprache Englisch und Hiri Motu. Als Muttersprache wird die deutsche Sprache lediglich von etwa 100 zumeist älteren Menschen gesprochen. Die hier gesprochene lokale Varietät nennt sich Unserdeutsch.

    Paraguay

    In Paraguay haben laut Ethnologue 166.000 Personen Standarddeutsch als Muttersprache, darunter 19.000, die Standarddeutsch und Plautdietsch zusammen als Muttersprache haben. Hinzu kommen weitere 19.000 Personen, deren Muttersprache allein Plautdietsch ist.

    Eine wichtige Gruppe unter den deutschsprachigen Einwohnern Paraguays sind die deutschsprachigen Mennoniten, die seit 1927 meist aus Russland eingewandert sind. Durch weitere Zuwanderung aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko beläuft sich ihre Anzahl inzwischen auf 45.000–50.000 Personen. Sie leben vor allem im Nordwesten des Landes und im Chaco, wo sie eine zahlenmäßig unbedeutende, aber mit großer Wirtschaftskraft und bestimmten Privilegien ausgestattete Minderheit bilden. Sie sprechen meist den niederdeutschen Dialekt Plautdietsch. Dennoch spielt das Hochdeutsche in den mennonitischen Kolonien eine signifikante Rolle: insbesondere als Kirchen-, Schul- und Verwaltungssprache sowie als Sprache der Medien. 5 bis 7 % der paraguayischen Bevölkerung sind Einwanderer deutscher Herkunft. Die Volkszählung im Jahr 2002 belegt 1838 (≈ 0,035 % der Bevölkerung) in Paraguay lebende Personen, die in Deutschland geboren sind. In der Regierungszeit des deutschstämmigen Diktators Alfredo Stroessner, der von 1954 bis 1989 das Amt des Staatspräsidenten innehatte, sind zehntausende aus Brasilien stammende Deutschbrasilianer eingewandert. Allein in den Jahren 1973/74 waren es 42.000, vor allem in die Departements Alto Paraná, Caazapáy, Itapua, Canendiyú, Caaguazú und San Pedro. Allein in diesen Departements leben heute weit über 100.000 Deutschbrasilianer in 9 Groß- und 45 Randsiedlungen. Ein weiteres Zentrum der Einwanderung liegt um Hohenau herum mit mindestens 30.000–35.000 Deutschbrasilianern. Seit dem Sturz Stroessners im Februar/März 1989 kamen weitere 150.000 Deutschstämmige aus Südbrasilien dazu. An der argentinischen Grenze wohnen auch viele polnisch- und ukrainischstämmige Menschen.

    Vereinigte Staaten

    Heute wird Deutsch in den Vereinigten Staaten von Amerika von etwa 1,5 Millionen Menschen gesprochen.

    Einer Hochrechnung des U.S. Census Bureau auf der Grundlage des American Community Survey von 2007 zufolge ist es Heimsprache von 1.104.354 Einwohnern der Vereinigten Staaten und liegt damit an siebter Stelle unter den meistgesprochenen Sprachen.

    Dass Hochdeutsch beinahe Amtssprache der Vereinigten Staaten geworden wäre, ist ein Gerücht, das auf eine Fehlinterpretation zurückzuführen ist (Muhlenberg-Legende). Tatsächlich bezog sich dieses Gerücht auf den gescheiterten Versuch, Gesetzestexte im Staat Virginia in Zukunft auch auf Deutsch veröffentlichen zu lassen.

    Allerdings stellen die Deutschen wohl insgesamt, je nach Rechnungsweise, die zahlenmäßig bedeutendste oder zweit-bedeutendste Gruppe von Vorfahren der heutigen Bevölkerung der USA dar, um den ersten Platz mit Nachfahren von Einwanderern von den britischen Inseln (Engländern, Schotten, Kymren, Iren – je nachdem, ob diese zusammengerechnet werden, oder nicht, und wer als Deutscher gilt; siehe Census) konkurrierend.

    Deutsch als Fremdsprache

    Hauptartikel: Deutsch als Fremdsprache

    Die Bezifferung der Fremdsprachler der deutschen Sprache weltweit beruht auf sehr vagen Schätzungen. Die mit gut 16 Millionen geringste genannte Anzahl basiert auf einer Erhebung der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und des Goethe-Instituts aus dem Jahr 2005 (die Erhebung aus dem Jahr 2000 bezifferte die Zahl der Deutschlerner weltweit noch auf gut 20 Millionen), ist aber in der Aussage, alle Menschen zu erfassen, die Deutsch als Fremdsprache beherrschen, ebenso unrealistisch wie entgegengesetzte Extremzahlen von mehreren 100 Millionen. Die von der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache genannte Zahl ist allenfalls geeignet, die Anzahl derjenigen zu beziffern, die Deutsch im Ausland in erfassten Bildungseinrichtungen als Fremdsprache erlernen und schließt mithin nicht diejenigen ein, die auf anderem Wege – z. B. durch „direkte Berührung“ in den deutschsprachigen Ländern und angrenzenden Regionen (u. a. Gastarbeiter) oder durch Kurse (Universitäten, Volkshochschulen usw.) – die deutsche Sprache erlernt haben.

    Allein schon für den Bereich der Europäischen Union wurde im Mai bis Juni des Jahres 2005 durch das Eurobarometer eine Anzahl von rund 55 Millionen EU-Bürgern (12 Prozent) ermittelt, die Deutsch als Fremdsprache beherrschen, darunter rund 6 Millionen in Deutschland, in einer zweiten Erhebung des Eurobarometers von November bis Dezember 2005 sind es 14 Prozent (siehe auch Kurzfassung in Amtssprachen der Europäischen Union). Unter Berücksichtigung einer Gesamtbandbreite aus Standardabweichung und Wahrscheinlichkeit ist von einer Anzahl zwischen 50 und 60 Millionen innerhalb der EU auszugehen. Nicht inbegriffen in diese Zahl sind unter anderen die Fremdsprachler der deutschen Sprache in der Schweiz (mehr als 2 Millionen), in Russland (nach Schätzungen könnten es 10 Millionen oder mehr sein, nach Angabe der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache: knapp 5 Millionen), in Ländern außerhalb der EU, in denen ehemalige Gastarbeiter und ihre Familien leben (Türkei, Ex-Jugoslawien).

    Deutsch wird in vielen Ländern als Fremdsprache gelehrt. Die Lehr- und Lernmittel enthalten das Standarddeutsch der Schweiz, Österreichs oder Deutschlands.

    In Europa ist die deutsche Sprache nach Englisch und Russisch als Fremdsprache am weitesten verbreitet. Besonders häufig wird Deutsch als Fremdsprache in den Niederlanden, in Flandern, Skandinavien, Russland, im Baltikum, in Slowenien, Kroatien, Polen, Bosnien und Herzegowina, in der frankophonen sowie in der italienischsprachigen Schweiz, in Serbien, Montenegro, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Nordmazedonien, Weißrussland und Bulgarien gewählt. In einigen dieser Länder und Regionen ist Deutsch in der Schule die erste Fremdsprache; es steht damit noch vor dem Englischen. Auch in Japan lernt man häufig Deutsch. In anderen Ländern, so in Frankreich (rund vier Millionen nach Eurobarometer, die Deutsch als Fremdsprache beherrschen) und den Vereinigten Staaten, wo nach einer Gallup-Studie aus dem Jahre 2001 rund 7,5 Millionen Amerikaner Deutsch als Fremdsprache beherrschen, verliert Deutsch zunehmend an Bedeutung gegenüber Spanisch. In Ostasien (Japan) wurde im 19. und 20. Jahrhundert Deutsch als Medizinsprache verwendet (anstelle von Latein).

    Deutsch war im Jahr 2002 die nach Englisch am meisten verwendete Sprache im Internet (gefolgt von Französisch, Japanisch, Spanisch und Chinesisch). Etwa 7,7 Prozent aller Seiten im Internet waren damals auf Deutsch (Internetseiten auf Englisch: etwa 50 %). Für 2007 werden etwa 5,9 % für das Deutsche angegeben (45 % für das Englische, 4,4 % für Französisch). W3Techs erhebt 2013 auf 5,9 % der Websites Deutsch als Sprache (55,4 % Englisch, 6,1 % Russisch).

    Nach einer Erhebung der Ständigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache, der u. a. das Auswärtige Amt und das Goethe-Institut angehören, gab es 2000 die meisten Deutschlerner in:

    • Russland: 4.657.500 (3,26 %) (nach Schätzungen bis über 10 Millionen)
    • Polen: 2.202.708 (5,70 %) (nach Eurobarometer rund 7 Millionen)
    • Frankreich: 1.603.813 (2,52 %) (nach Eurobarometer rund 4 Millionen)
    • Tschechien: 799.071 (7,80 %) (nach Eurobarometer rund 3 Millionen)
    • der Ukraine: 629.742
    • Ungarn: 629.472 (nach Eurobarometer rund 3,5 Millionen)
    • Kasachstan: 629.874
    • den Niederlanden: 591.190 (nach Eurobarometer: etwa 11 Millionen)
    • den Vereinigten Staaten: 551.274 (nach einer Gallup-Studie rund 7,5 Millionen)

    Für Kamerun wird die Anzahl der Deutschlerner nach einem Bericht der Deutschen Welle mit rund 200.000 angegeben. Insgesamt sprechen 300.000 Menschen Deutsch als Fremdsprache in Kamerun.

    In Usbekistan erlernen gut 50 Prozent der rund 1,2 Millionen Schüler des Landes Deutsch, die Maximalangabe liegt bei 750.000.

    Nach Darstellung der Eurobarometer-Umfrage 2006 ist unter den Europäern Deutsch zusammen mit Französisch die zweithäufigstgesprochene Fremdsprache. Mehr als jeder dritte Europäer spricht Englisch (38 %) und jeder siebte Deutsch (14 %) als Fremdsprache. Vor allem in den Niederlanden (wo ungefähr 87 % der Bevölkerung über Englisch-, 70 % über Deutschkenntnisse verfügen), in der Slowakei, in Ungarn, Tschechien, aber auch Polen, Estland, Dänemark, Schweden, Kroatien, Slowenien ist die Kenntnis der deutschen Sprache weit verbreitet; in diesen Ländern liegt der Anteil der Bevölkerung mit Deutschkenntnissen bei rund 20 bis rund 55 Prozent.

    Kenntnisse der deutschen Sprache in den Ländern der Europäischen Union, einigen ihrer Beitrittskandidaten und der Schweiz und Liechtenstein laut einer Studie von Eurobarometer aus dem Jahr 2006.

    Im Einzelnen sprechen nach dieser Angabe Deutsch als Fremdsprache:

    • in den Niederlanden rund 11 Millionen (66 Prozent der Gesamtbevölkerung)
    • in Dänemark rund 3 Millionen (54 Prozent)
    • in Slowenien knapp eine Million (45 Prozent)
    • in Kroatien rund 1,5 Millionen (33 Prozent)
    • in Tschechien rund 3 Millionen (31 Prozent)
    • in Schweden rund 2,5 Millionen (28 Prozent)
    • in der Slowakei rund 1,5 Millionen (28 Prozent)
    • in Belgien rund 2,5 Millionen (25 Prozent)
    • in Polen rund 7 Millionen (19 Prozent)
    • in Estland rund 0,2 Millionen (18 Prozent)
    • in Finnland knapp eine Million (17 Prozent)
    • in Ungarn rund 1,5 Millionen (16 Prozent)
    • in Deutschland rund 6 Millionen (7 Prozent)
    • in Frankreich rund 4 Millionen (7 Prozent)
    • im Vereinigten Königreich rund 3,5 Millionen (6 Prozent)
    • in der Türkei rund 3 Millionen (4 Prozent)
    • in Italien rund 2,5 Millionen (4 Prozent)

    Deutsch in internationalen Organisationen

    Europäische Union

    Deutsch ist eine von 24 Amtssprachen der Europäischen Union und neben Englisch und Französisch auch Arbeitssprache der Europäischen Union. Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union und knapp nach Englisch und mit Abstand vor Französisch zweitmeistgesprochene Sprache (Mutter- und Fremdsprachler) der Europäischen Union. Allerdings verfügen weniger als 20 Prozent der Bediensteten der Europäischen Kommission über Deutschkenntnisse und de facto erschöpft sich der Arbeitssprach-Status für Deutsch in der Vorlage von Texten in dieser Sprache für die abschließenden Beratungen.

    Vereinte Nationen

    In der UNO ist Deutsch keine Amts- respektive Arbeitssprache. Eine Sonderstellung gegenüber den anderen Nicht-Amtssprachen besteht darin, dass seit 1975 der Deutsche Übersetzungsdienst der Vereinten Nationen für wichtige offizielle Dokumente deutsche Versionen erstellt. Finanziert wird der Dienst, der in das UN-Sekretariat eingegliedert ist, von einem Treuhandfonds, den Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz mit Beiträgen fördern.

    Die Weltorganisation für geistiges Eigentum, eine Behörde der Vereinten Nationen, verwaltet den Vertrag über die Internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens, kurz PCT genannt. Im Rahmen des PCT ist Deutsch, neben Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch, eine der Sprachen, in der Patentanmeldungen eingereicht werden können.

    Internationale Institutionen

    Zu den wichtigsten internationalen Institutionen (außerhalb der EU), welche Deutsch zu ihren offiziellen Sprachen zählen, gehören unter anderem:

    Aussprache

    Alphabet

    Hauptartikel: Deutsches Alphabet

    Das deutsche Alphabet ist diejenige Variante des lateinischen Alphabets, die zur Schreibung der deutschen Sprache verwendet wird. Im heutigen standardisierten Gebrauch umfasst es die 26 Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets zuzüglich der drei Umlaute (Ä, Ö, Ü). In Deutschland, Österreich und Luxemburg sowie den deutschsprachigen Minderheiten in Belgien, Dänemark (Nordschleswig), Italien (Südtirol) und Polen (Oberschlesien) kommt das Eszett (ß) (auch „scharfes S“ genannt) hinzu, in der Schweiz und in Liechtenstein jedoch nicht mehr.

    Rechtschreibung

    Hauptartikel: Deutsche Rechtschreibung

    Grammatik

    Hauptartikel: Deutsche Grammatik

    Die deutsche Sprache hat im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen ein reiches System von Wortformen (Flexion) bewahrt, in einem Ausmaß wie sonst nur das Isländische. Deutsch unterscheidet drei Genera (grammatische Geschlechter) bei Substantiven, mit denen die Formen der begleitenden Artikel und Adjektive übereinstimmen müssen, ferner an allen drei Wortarten vier Kasus und zwei Numeri (Einzahl und Mehrzahl). Ungewöhnlich ist die zusätzliche „stark/schwach“-Flexion der Adjektive, die anzeigt, welche Art von Artikel vorausgeht. Deutsch markiert Formen für Tempus, Person und Modus am Verb und nutzt Hilfsverben zum Ausdruck weiterer grammatischer Kategorien. Verben erscheinen mit einem reichen System an Präfixen, Partikeln und anderen Elementen, die zusammengesetzte Verben ergeben. Typisch für das Deutsche ist auch eine hohe Anzahl von Präpositionen und ein reiches Inventar an Abtönungspartikeln (halt, eben, eh).

    Erbwörter, Lehnwörter und Fremdwörter

    Hauptartikel: Erbwörter, Lehnwörter und Fremdwörter

    Erbwörter sind diejenigen Lexeme, die seit der Zeit des Protogermanischen ununterbrochen Teil des Wortschatzes derjenigen germanischen Varietäten gewesen sind, aus denen sich das heutige Deutsche entwickelt hat. Einen großen Teil dieser Wörter hatte das Protogermanische seinerseits aus dem Protoindogermanischen/Protoindoeuropäischen ererbt.

    Zu den Erbwörtern gehören Wörter wie zwei, Zaun, hundert, Liebe, Zahn oder Vieh. Lehn- und Fremdwörter entstammen nicht dem germanischen Grundstock, sondern sind in die deutsche Sprache gelangt. Die meisten dieser Wörter stammen aus anderen indogermanischen/indoeuropäischen Sprachen. Dabei sind Fremdwörter im Gegensatz zu Lehnwörtern an der Betonung, der Schreibweise oder der Aussprache als „fremd“ erkennbar. Beispiele für Lehnwörter aus dem Lateinischen sind Fenster, Wein, Straße, Ziegel oder Rettich, während Pfaffe, Kirche, Graf, Meter und Thron altgriechischen Ursprungs sind. Einige Lehnwörter hat das Deutsche aus dem Hebräischen übernommen, wie z. B. dufte (aus טוֹב ‚gut‘) oder Pleite (aus פלטה ‚Flucht‘).

    Fremdwörter altgriechischer Herkunft sind Biologie, Theologie, Mathematik, Apotheke, Arktis, Historie, Chronometer, Demokratie oder Arithmetik. Fremdwörter italienischer Herkunft sind beispielsweise Bilanz und Melone; aus dem Französischen stammen Garderobe, Toilette und Pissoir.

    Die allermeisten Lehn- und Fremdwörter in der deutschen Sprache sind ihrerseits indogermanischen Ursprungs. So gehen Bruch und Fraktur auf ein und dasselbe indogermanische Wort zurück. Während Bruch ein germanisches Erbwort ist, entstammt Fraktur (oder Fraktion sowie Fragment) dem Lateinischen. Ähnlich verhält es sich mit dem Erbwort Joch und dem indischen Fremdwort Yoga.

    In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
    Abschnitt geht nur auf die Situation in Deutschland ein. Fehlende Erörterung der Situation in der mehrsprachigen Schweiz, dort ist einiges anders.
    Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst undeinfügst.

    Deutsch als Amtssprache

    Englisch ist keine offizielle Amtssprache in Deutschland. Im Dezember 2014 forderte der Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff, neben Deutsch die englische Sprache als Verwaltungs- und später als Amtssprache zuzulassen, um die Bedingungen für qualifizierte Zuwanderer zu verbessern, den Fachkräftemangel abzuwenden und Investitionen zu erleichtern. In mehreren Städten und Bundesländern gibt es bereits Angebote in englischer Sprache, teils wurde sie auch zur offiziellen Verwaltungssprache erhoben, im Jahr 2015 etwa in Düsseldorf. Die Zugänglichkeit für z. B. Expats und internationale Wissenschaftler auf dem deutschen Arbeitsmarkt soll damit erhöht werden; diese Arbeitskräfte haben meist hohe Einkommen und würden sich eher entscheiden, in Deutschland zu bleiben, wenn sie die Behörden besser verstehen und nutzen können, um später die deutsche Sprache zu erlernen.

    Einer repräsentativen YouGov-Umfrage aus dem Jahr 2013 zufolge würden es 59 Prozent der Deutschen begrüßen, wenn die englische Sprache in der gesamten Europäischen Union den Status einer Amtssprache erlangen würde.

    Ein Arbeitgeber kann von einem ausländischen Arbeitnehmer verlangen, dass dieser seine Arbeitsleistung in deutscher Sprache erbringt und nach auf Deutsch abgefassten Arbeitsanweisungen arbeitet.

    Vermeidung der deutschen Sprache

    Im Zuge der Globalisierung besteht ein Trend darin, die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum zu vermeiden. Dies trifft nicht nur auf Formen der mündlichen oder schriftlichen Kommunikation zu, bei denen einer der Beteiligten die deutsche Sprache nicht (hinreichend) beherrscht bzw. bei denen das von vornherein vermutet wird, sondern auch auf Situationen, in denen der Adressat der Kommunikation des Deutschen mächtig ist. Das trifft auf genormte Situationen wie den Funkverkehr in der Luftfahrt zu, aber auch auf weite Bereiche der Kulturwirtschaft. Lange Zeit war es z. B. in Deutschland verpönt, Lieder, die nicht den Genres Schlager oder Volksmusik angehören sollten, auf Deutsch zu singen.

    Einen Sonderfall stellen Opfer des Nationalsozialismus dar, die sich weigern, Deutsch zu sprechen oder zu schreiben, selbst wenn sie diese Sprache in ihrer Kindheit oder Jugend erlernt haben. Deutsch sei eine Sprache, die lange Zeit eher „gebellt“ als gesprochen worden sei. „Ganz Europa hat das deutsche Gebell gehört, es hat sich tief in das Gedächtnis der Völker eingegraben“, meint Jürgen Trabant.

    „Schutz“ der deutschen Sprache

    Eine aktive Sprachpolitik, wie sie unter anderem in Frankreich und Island betrieben wird, um eine Anreicherung der Sprache mit Anglizismen zu unterbinden, findet in Deutschland seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr statt. Gleichwohl gibt es auch heute noch im deutschen Sprachraum Sprachpfleger, die sich bemühen, die deutsche Sprache vor „Sprachpanschern“ zu schützen.

    Für die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland setzen sich das Goethe-Institut, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein. Klaus-Dieter Lehmann sorgt sich als Präsident des Goethe-Instituts speziell um Deutsch als Wissenschaftssprache. Mehr als 90 Prozent der wissenschaftlichen Publikationen entfielen unterdessen auf die englische Sprache. Wissenschaftliche Beschreibungen arbeiteten häufig mit Bildern und Metaphern aus dem Alltag. Werde diese Verbindung im Deutschen gekappt, sei die Wissensteilhabe von Deutsch Sprechenden und ihr Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen gefährdet, was zu schnell schwindender Legitimation der Wissenschaft führen könne. Auch beklagt Lehmann, dass der schulische Deutschunterricht hierzulande derzeit reduziert, statt erweitert wird. Die deutsche Sprache werde „mit ihren kulturellen und literarischen Bezügen eher zum Werkzeug einer Verkehrssprache degradiert.“

    Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:

    „Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“

    Musikbeispiel aus dem Jahr 2020, Duo Systemabsturz:

    „Ich habe noch nie ein’n Wikipedia-Eintrag verfasst,“ … „Wir ham das Internet geschaffn, das wir nie wollt’n“ …

    Beim Projekt Gutenberg-DE gibt es Texte von über 1000 Autoren. Wikisource enthält mehr als 9300 deutschsprachige Werke.

    Digitales Nachschlagewerk

    Wörterbücher

    Zum deutschen Wortschatz (Erb-, Lehn- und Fremdwörter)

    • Harald Wiese: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache. Wie die Indogermanistik unsere Wörter erklärt. 2. Auflage. Logos Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-8325-1601-7.

    Sprach- und Mundartenkarten

    Zur Geschichte

    • Ulrich Ammon: Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt. De Gruyter, Berlin / New York 2015, ISBN 978-3-11-019298-8.
    • Jochen A. Bär: Die Zukunft der deutschen Sprache. In: Ekkehard Felder (Hrsg.): Sprache (Heidelberger Jahrbücher, Band 53). Springer, Berlin/Heidelberg 2009, ISBN 978-3-642-00342-4, S. 59–106.
    • Wolfgang Krischke: Was heißt hier Deutsch? Kleine Geschichte der deutschen Sprache. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59243-0 (allgemeinverständliche Darstellung).
    • Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band I: Einführung, Grundbegriffe, 14. bis 16. Jahrhundert. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-012458-0.
    • Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band II: 17. und 18. Jahrhundert. 2. Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2013, ISBN 978-3-11-031454-0.
    • Peter von Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band III: 19. und 20. Jahrhundert. De Gruyter, Berlin / New York 1999, ISBN 3-11-016426-4.
    • Peter von Polenz: Geschichte der deutschen Sprache. 10., völlig neu bearbeitete Auflage. De Gruyter, Berlin / New York 2009, ISBN 978-3-11-017507-3.

    Zur Sprachentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik

    • Theodor Constantin: Plaste und Elaste: ein deutsch-deutsches Wörterbuch. Mit Zeichnungen von Titus. Edition Jule Hammer, Haude & Spener, Berlin 1983, ISBN 3-7759-0249-X.

    Zu Sprachkontakten der deutschen Sprache

    Commons: Deutsche Sprache – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
    Wikinews: Deutsche Sprache – in den Nachrichten
    Wiktionary: Deutsch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
    1. Thomas Marten, Fritz Joachim Sauer (Hrsg.): Länderkunde Deutschland, Österreich und Schweiz (mit Liechtenstein) im Querschnitt. Inform-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-9805843-1-3, S. 7.
    2. sprachkreis-deutsch.ch (Memento vom 15. März 2015 im Internet Archive)
    3. Euromosaik-Studie aus 2004: Deutsch in der Slowakei (S. 285–289) (PDF; 4,6 MB). Abgerufen am 31. Januar 2013.
    4. Regional- und Minderheitensprachen der Europäischen Union – Euromosaik-Studie: Deutsch in der Slowakei (Memento vom 24. August 2009 im Internet Archive). Abgerufen am 13. November 2009.
    5. Úrad splnomocnenca vlády SR pre národnostné menšiny (Regierungsrat der slowakischen Republik für nationale Minderheiten und ethnische Gruppen) – Liste slowakischer Gemeinden mit über 20 % Minderheitenanteil (2011) (PDF)
    6. Instituto de Investigação e Desenvolvimento em Política Linguística: Lista de línguas cooficiais em municípios brasileiros – Liste von brasilianischen Gemeinden, welche eine ko-offizielle Sprache, z. B. Deutsch und den ostpommerschen oder hunsrückischen Dialekt, eingeführt haben, abgerufen am 16. Juli 2019 (portugiesisch)
    7. Deutsch in Namibia. (Memento vom 28. Mai 2016 im Internet Archive) (PDF; 5,6 MB). In: Allgemeine Zeitung. 18. Juli 2007, Beilage.
    8. Rüdiger Danowski: Zur Lage der deutschen Minderheit in Polen seit 1989. ostpreussen-info.de, abgerufen am 13. November 2009.
    9. Deutsche Mennonitenkolonien in Paraguay
    10. Support from the European Commission for measures to promote and safeguard regional or minority languages and cultures – The Euromosaic sutdy: German in Denmark (Memento vom 24. November 2009 im Internet Archive) (englisch). Abgerufen am 13. November 2009.
    11. O povo pomerano no ES. (Memento vom 21. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today)
    12. Plenário aprova em segundo turno a PEC do patrimônio. (Memento vom 30. November 2014 im Webarchiv archive.today)
    13. Emenda Constitucional na Íntegra (PDF; 69 kB)
    14. ALEES – PEC que trata do patrimônio cultural retorna ao Plenário (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive)
    15. LEI 14.061 – Declara Integrante Do Patrimônio Histórico E Cultural Do Estado Do Rio Grande Do Sul A “Língua Hunsrik”, De Origem Germânica
    16. LEI Nº 14.061, de 23 de julho de 2012 – Declara integrante do patrimônio histórico e cultural do estado do Rio Grande do Sul a língua hunsrik, de origem germânica
    17. Deutsche Sprache in Europa (Memento vom 15. Mai 2011 im Internet Archive) (PDF; 5 MB)
    18. Deutsche Minderheit in Rumänien: „Zimmerpflanze oder Betreuungs-Objekt“, siebenbuerger.de, 15. April 2001.
    19. rusdeutsch.eu – Russlanddeutsche – Geschichte und Gegenwart
    20. Deutsche Minderheit in Kasachstan
    21. Deutsche Minderheit in Kirgistan
    22. Regional- und Minderheitensprachen der Europäischen Union – Euromosaik-Studie: Deutsch in der Tschechischen Republik (Memento vom 24. November 2009 im Internet Archive). Abgerufen am 13. November 2009.
    23. Regional- und Minderheitensprachen der Europäischen Union – Euromosaik-Studie: Deutsch in Ungarn (Memento vom 24. August 2009 im Internet Archive). Abgerufen am 13. November 2009.
    24. Südafrikanische Verfassung. Abgerufen am 30. März 2013.
    25. Ratifizierung der Europäischen Charta für Regional- oder Minderheitensprachen. Abgerufen am 5. Mai 2003.
    26. Duden: Das Aussprachewörterbuch. 7. Auflage. 2015.
    27. www europa steiermark at Europa-Land Steiermark, Barbara Sulzer: Welche Sprache spricht die EU. Abgerufen am 11. April 2020.
    28. Klaus-Dieter Lehmann: Die deutsche Sprache in der Welt: Immer mehr Menschen erlernen sie. In: Der Tagesspiegel. 20. August 2019, S. 20.
    29. www.helpster.de: Glottonym – Erklärung.
    30. Eintrag „deutsch“ beim Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (nach Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch).
    31. Matthias Becher: Eid und Herrschaft. Untersuchungen zum Herrscherethos Karls des Grossen. Thorbecke, Sigmaringen 1993, ISBN 3-7995-6699-6 (Vorträge und Forschungen / Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Sonderband, 39).
    32. Vgl. Hans K. Schulze: Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen. Merowinger und Karolinger. 1998, S. 12.
    33. Werner Betz: Karl der Grosse und die Lingua Theodisca. In: Wolfgang Braunfels (Hrsg.): Karl der Grosse. Lebenswerk und Nachleben. Band II: Das Geistige Leben. Düsseldorf 1965, S. 305: „Das Bleibendste aber wohl, was Karl für die deutsche Sprache getan hat, ist die Durchsetzung eben dieses Namens ‚deutsch‘ und die Ermöglichung seiner Prägung. Karl brauchte einen Namen für die germanischen Sprachen seines Reiches, so wie es für die romanischen Sprachen die Bezeichnung lingua Romana (rustica) gab.“
    34. Graeme Dunphy | Medieval / Das Annolied. Abgerufen am 24. Mai 2021.
    35. Real Academia Española
    36. Ivan G. Marcus: Ashkenaz. In: YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe. 9. Juli 2010, abgerufen am 23. April 2013 (englisch).
    37. Stefan Sonderegger: Grundzüge deutscher Sprachgeschichte. Diachronie des Sprachsystems. Band 1: Einführung, Genealogie, Konstanten. Walter de Gruyter, Berlin 1979 (Nachdruck 2011), S. 118–128.
    38. Karte in Anlehnung an: Eckhard Meineke, Judith Schwerdt: Einführung in das Althochdeutsche. Paderborn/Zürich 2001, S. 209.
    39. Norman Devies: Verschwundene Reiche, Die Geschichte des vergessenen Europa. Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-25975-5, S. 155 (hier abgedruckt ein Auszug aus W. Blockmans, W. Prevenier: The Promised Lands: The Countries under Burgundian Rule, 1369–1530. Philadelphia 1999, S. 164 f.).
    40. R. Boumans, J. Craeybeckx: Het bevolkingscijfer van Antwerpen in het derde kwart der XVIe eeuw. T.G., 1947,S.394–405.
    41. David Nicholas: The Domestic Life of a Medieval City: Women, Children and the Family in Fourteenth Century Ghent. S. 1.
    42. Hendrik Spruyt: The Sovereign State and Its Competitors: An Analysis of Systems Change. Princeton University Press, 1996 (google.com).
    43. Larkin Dunton: The World and Its People. Silver, Burdett, 1896,S.160.
    44. Jan Goossens: Niederdeutsche Sprache – Versuch einer Definition. In: Jan Goossens (Hrsg.): Niederdeutsch – Sprache und Literatur. Karl Wachholtz, Neumünster 1973, S. 9–27.
    45. Herman Vekeman, Andreas Ecke: Geschichte der niederländischen Sprache. Lang, Bern [u. a.] 1993, S. 213–214.
    46. Fausto Cercignani: The Consonants of German: Synchrony and Diachrony. Cisalpino, Milano 1979.
    47. Wörterverzeichnis der deutschen Rechtschreibung mit Beigabe des amtlichen Regelbuchs. Nach den amtlich festgestellten Grundsätzen verfaßt von Dr. G. Ammon, Kgl. Gymnasialprofessor, unter Mitwirkung von Oberstudienrat Dr. N. Wecklein, Kgl. Gymnasialrektor. R. Oldenbourg, München 1903.
    48. Deutsche sprechen schlecht Englisch. In: Die Zeit. 18. Juni 2013.
    49. Sprachen lernen: Fernsehen auf Englisch. In: Die Zeit. 9. April 2014.
    50. Birgit Wolf: Sprache in der DDR – Ein Wörterbuch. De Gruyter, Berlin / New York 2000, ISBN 3-11-016427-2.
    51. Peter Polenz: Deutsche Sprachgeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Band 2, De Gruyter, Berlin / New York 2000, S. 121.
    52. Otto Behaghel: Geschichte der deutschen Sprache. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2019, ISBN 978-3-11-144611-0.
    53. Hermann Niebaum: Einführung in die Dialektologie des Deutschen. 2011, S. 98.
    54. Jan Goossens: Niederdeutsche Sprache – Versuch einer Definition. In: Jan Goossens (Hrsg.): Niederdeutsch, Sprache und Literatur. Eine Einführung. 2. Auflage. Wachholtz, Neumünster 1983, S. 13–15.
    55. Klaus-Dieter Lehmann: Die deutsche Sprache in der Welt: Immer mehr Menschen erlernen sie. In: Der Tagesspiegel. 20. August 2019, S. 20. Allein bei den rund 160 Goethe-Instituten in der Welt gab es in den letzten fünf Jahren laut Lehmann eine Steigerung der Deutsch Lernenden um 20 Prozent, bei den Deutsch-Prüfungen um 30 Prozent. (Ebenda)
    56. Jacques Leclerc: Quebec 2001.
    57. Ulrich Ammon: Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt. (PDF) de Gruyter Mouton, Berlin/München/Boston 2015, ISBN 978-3-11-019298-8.
    58. Ethnologue, 21. Auflage 2018, Seite German, Standard der Online-Version, abgerufen am 16. April 2018.
    59. Erhebung November bis Dezember 2005: Spezial-Eurobarometer 243 „Die Europäer und ihre Sprachen“, S. 4. (PDF; 591 kB), abgerufen am 26. Januar 2010 und Erhebung Mai–Juni 2005 Europeans and Languages (Memento vom 28. Januar 2007 im Internet Archive) (PDF; 148 kB), abgerufen am 26. Januar 2010.
    60. Europäische Kommission: Spezial Eurobarometer 386: Die europäischen Bürger und ihre Sprachen. (PDF) Ohne Ort, 2012, S. 8 & S. 12.
    61. Raymond G. Gordon Jr. (Hrsg.): Ethnologue: Languages of the world. 15. Auflage. SIL International, Dallas, Tex. 2005. (Online version: Languages of Argentina, Abgerufen am 2. Januar 2007)
    62. ethnologue.com
    63. “Bolivia”. Abgerufen am 20. Mai 2019.
    64. “Plautdietsch”. Abgerufen am 20. Mai 2019.
    65. ethnologue.com
    66. ethnologue.com
    67. Deutsche Residenten lt. www.spiegel.de
    68. olcalsace.org l’Alsace en version originale
    69. Quelle: Auswärtiges Amt.
    70. Quelle: www.deutsch-iren.de
    71. Ethnologue report for Israel ethnologue.com (englisch), abgerufen am 13. November 2009.
    72. Zahl allein für Südtirol laut Landesinstitut für Statistik ASTAT: Ergebnisse der Volkszählung 2011. Hinzu kommen die deutschen Sprachinseln Oberitaliens sowie über 50.000 deutschsprachige Immigranten in Italien.
    73. Population by mother tongue, by province and territory (2006 Census). (Memento vom 20. April 2008 im Webarchiv archive.today) Canada’s national statistical agency (englisch), abgerufen am 13. November 2009.
    74. Volkszählung von 2001, dzs.hr
    75. Personen mit deutscher, österreichischer und schweizerischer Staatsangehörigkeit in den Niederlanden, Centraal Bureau voor de Statistiek, 2018.
    76. Onbekende buren: Duitsland voor Nederlanders – Nederland voor Duitsers. D. Linthout, Atlas Verlag, Amsterdam 2006.
    77. Languages of Paraguay. ethnologue.com (englisch).
    78. Tabelle: Befolkning efter födelseland och ursprungsland 31 december 2014, Schwedisches Statistisches Zentralbüro (2014), abgerufen am 11. Februar 2016.
    79. Kommunale Statistiken auf http://www.scb.se/
    80. Einwanderung nach Schweden 1000–1900, wiki.genealogi.se, abgerufen am 11. Februar 2016.
    81. Anders Johnson: Garpar, gipskatter och svartskallar – Invandrarna som byggde Sverige. Stockholm 2010.
    82. Wayback Machine. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) 6. Oktober 2014, archiviert vomOriginal am6. Oktober 2014; abgerufen am 19. Dezember 2017.
    83. Volkszählung 2002 stat.si
    84. Quelle: WDR Fernsehen 2007.
    85. ethnologue.com
    86. ethnologue.com
    87. Language Use in the United States: 2007. (PDF; 1,9 MB) U.S. Census Bureau, 2010 (englisch).
    88. mirror.co.uk
    89. Österreichisches BGBl. (gleichlautend in Deutschland und der Schweiz) (Memento vom 21. August 2009 im Internet Archive) bka.gv.at
    90. European Commission: Languages of Europe. (Memento vom 31. Dezember 2008 im Internet Archive) Euromosaic study (englisch), Stand: 27. Oktober 2006.
    91. CDU-Vorstoß ärgert Merkel – Deutsch ins Grundgesetz (Memento vom 5. Dezember 2008 im Internet Archive), sueddeutsche.de, 3. Dezember 2008.
    92. Streit um Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz. In: tagesspiegel.de, 3. Dezember 2008.
    93. Özdemir geißelt CDU-Parteitagsbeschluss: Man spricht deutsch (Memento vom 29. Dezember 2008 im Internet Archive), fr-online.de, 2. Dezember 2008.
    94. Deutsch im Grundgesetz. (Memento vom 13. August 2012 im Internet Archive) Wiss. Dienste vom 22. November 2010 (PDF; 64 kB). Abgerufen am 22. Mai 2013.
    95. Fahrende – Anerkennung als nationale Minderheit. (Memento vom 20. Dezember 2007 im Internet Archive) Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur.
    96. Europeans and languages Eurobarometer 63.4 (Memento vom 28. Januar 2007 im Internet Archive) (englisch, PDF; 144 kB). Abgerufen am 13. November 2009.
    97. Institut national de la statistique et des études économiques – Umgangssprache(n) (PDF) Abgerufen am 7. Juni 2014.
    98. Website des Luxemburger Wort, abgerufen am 7. Juni 2014.
    99. Website des Tageblatt, abgerufen am 7. Juni 2014.
    100. de. 13. Juni 2017, abgerufen am 23. Mai 2021.
    101. gemäß stat.gov.lt (Memento vom 24. September 2012 im Webarchiv archive.today) – zur regionalen Verteilung 2001.
    102. Auslandsdeutsche. (Memento vom 26. Dezember 2014 im Webarchiv archive.today) Bundeszentrale für politische Bildung
    103. German in Denmark, Euromosaic (englisch). Abgerufen am 13. November 2009.
    104. Nordschleswig – Schleswig-Holstein: Dänen und Deutsche als Minderheiten. Gesellschaft für bedrohte Völker, 15. März 2005.
    105. Der Dialekt in Zahlen. Office pour la Langue et les Cultures d’Alsace et de Moselle (OLCA), abgerufen am 1. Mai 2021.
    106. Internetseite der „Dernières Nouvelles d’Alsace“ zur deutschsprachigen Beilage der beiden größten elsässischen Zeitungen (Memento vom 8. Mai 2014 im Internet Archive)
    107. Internetseite von „L’Alsace“ zur deutschsprachigen Beilage der beiden größten elsässischen Zeitungen
    108. Franz-Josef Sehr: Professor aus Polen seit Jahrzehnten jährlich in Beselich. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2020. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg 2019, ISBN 3-927006-57-2,S.223–228.
    109. Rumänische Regierung (Memento vom 8. Februar 2010 im Internet Archive)
    110. Hunsrik. In: Ethnologue. (ethnologue.com [abgerufen am 23. November 2018]).
    111. Brazil. Abgerufen am 16. Juli 2019 (englisch).
    112. Instituto de Investigação e Desenvolvimento em Política Linguística: Lista de línguas cooficiais em municípios brasileiros – Liste von brasilianischen Gemeinden, welche eine ko-offizielle Sprache, z. B. Deutsch und den ostpommerschen oder hunsrückischen Dialekt, eingeführt haben, abgerufen am 16. Juli 2019 (portugiesisch)
    113. Deutsch als Fremdsprache weltweit: Datenerhebung 2005. goethe.de
    114. Deutsch als Fremdsprache. (PDF; 237 kB) Bundeszentrale für politische Bildung, 2012, abgerufen am 1. April 2015.
    115. About One in Four Americans Can Hold a Conversation in a Second Language. gallup.com
    116. Martin Ebbertz: Das Internet spricht Englisch … und neuerdings auch Deutsch: Sprachen und ihre Verbreitung im World-Wide-Web. 2002, abgerufen am 1. Januar 2011.
    117. Daniel Pimienta, Daniel Prado, Álvaro Blanco: Douze années de mesure de la diversité linguistique sur l’Internet: bilan et perspectives. (PDF) Abgerufen am 29. April 2011. 2010, S. 40–41.
    118. Usage of content languages for websites. Abgerufen am 28. Dezember 2013.
    119. Deutsche Welle – Bericht: Leben in Kamerun leichter als in Deutschland?; zu Kamerun und Togo siehe auch http://hd-campus.tv/video/Von-Afrika-nach-Deutschland/4bcc45d25efa9edb9cceb5fbc952d6a1
    120. Deutsche Welle: Wenn Deutsch gleich Zukunft heißt
    121. auswaertiges-amt.de (PDF)
    122. uzbekistan.de
    123. EU-Verwaltung – Bedienstete, Sprachen und Standorte. Europäische Union, abgerufen am 1. Mai 2021.
    124. Ulrich Ammon: Europa spricht kein Deutsch. In: Die Welt. 25. Februar 2010.
    125. Berliner Behörden machen es internationalen Start-ups nicht leicht. In: Der Tagesspiegel. 2. April 2014.
    126. Englisch als weitere Verwaltungssprache Düsseldorfs, Portal der FDP, 6. August 2015.
    127. Englisch muss unsere Verwaltungssprache werden. In: Die Welt. Kommentar von Alexander Graf Lambsdorff, 15. Dezember 2014.
    128. Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Englisch als zweite Amtssprache, YouGov Meinungsforschungsinstitut, 9. August 2013.
    129. Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie: Informationsbroschüre Fachkräftewegweiser Bayern (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) (PDF) Januar 2015, S. 157.
    130. Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 28. Januar 2012 – 2 AZR 764/08.
    131. Jürgen Trabant: Die gebellte Sprache: Über das Deutsche (PDF), bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
    132. Klaus-Dieter Lehmann: Die deutsche Sprache in der Welt: Immer mehr Menschen erlernen sie. In: Der Tagesspiegel. 20. August 2019, S. 20.
    133. Anmerkung: Systemabsturz – Netzkater mit Text auf bandcamp.com, 23. Juli 2020, Audiofile Netzkater.ogg im Schwesterprojekt Commons zum Basteln und für Übersetzungen.
    Normdaten (Sachbegriff): GND:4113292-0(OGND, AKS)

    Deutsche Sprache
    deutsche, sprache, westgermanische, sprache, sprache, beobachten, bearbeiten, dieser, artikel, behandelt, deutsche, laut, schriftsprache, deutschen, gebärdensprache, siehe, deutsche, gebärdensprache, deutsche, sprache, deutsche, dɔɪ, abgekürzt, oder, dtsch, ei. Deutsche Sprache westgermanische Sprache Sprache Beobachten Bearbeiten Dieser Artikel behandelt die deutsche Laut und Schriftsprache Zur deutschen Gebardensprache siehe Deutsche Gebardensprache Die deutsche Sprache bzw das Deutsche dɔɪ tʃ 26 abgekurzt dt oder dtsch ist eine westgermanische Sprache die weltweit etwa 90 bis 105 Millionen Menschen als Muttersprache und weiteren rund 80 Millionen als Zweit oder Fremdsprache dient DeutschGesprochen in Deutschland Deutschland Osterreich Osterreich Liechtenstein Liechtenstein Schweiz Schweiz Deutschschweiz Luxemburg Luxemburg Italien Italien Sudtirol Belgien Belgien Deutschsprachige Gemeinschaft und Kanton Malmedy Frankreich Frankreich Elsass und Lothringen Polen Polen Schlesien Tschechien Tschechien Sudetenland Slowakei Slowakei Pressburg Ungarn Ungarn Westungarn ausserdem von Minderheiten in zahlreichen weiteren sud mittel und osteuropaischen Staaten vor allem um Oppeln und in Siebenburgen in Zentralasien sowie im sudlichen Afrika neben Namibia auch Sudafrika und von Auswanderern in Ubersee insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent Sprecher geschatzt etwa 90 bis 105 Millionen Muttersprachler weltweit 1 2 etwa 80 Millionen Zweit und Fremdsprachler weltweit 2 davon mindestens 55 Millionen allein in der Europaischen Union nach Eurobarometer Linguistische Klassifikation Indogermanische Sprachen Germanische SprachenWestgermanische SprachenDeutsch dd dd Offizieller StatusAmtssprache in Deutschland Deutschland Osterreich Osterreich Schweiz Schweiz Liechtenstein Liechtenstein Luxemburg Luxemburg Belgien Belgien Europaische Union Europaische Union Amts und Arbeitssprache Auf regionaler lokaler Ebene Italien Italien Sudtirol Slowakei Slowakei Blaufuss 3 4 Kuneschhau 5 Brasilien Brasilien 13 Gemeinden in den Bundesstaaten Santa Catarina Espirito Santo und Rio Grande do Sul 6 Sonstiger offizieller Status in Namibia Namibia Nationalsprache bis 1990 auch Amtssprache 7 Polen Polen Hilfssprache in zahlreichen Gemeinden 8 Paraguay Paraguay offizielle Zweitsprache in den autonomen Mennonitenkolonien 9 Danemark Danemark Verkehrs und Verwaltungssprache der deutschen Minderheit in Nordschleswig 10 Anerkannte Minderheiten Regionalsprache in Brasilien Brasilien 11 12 13 14 15 16 Italien Italien 17 Rumanien Rumanien 18 Russland Russland 19 Kasachstan Kasachstan 20 Kirgisistan Kirgisistan 21 Slowakei Slowakei 4 Tschechien Tschechien 22 Ungarn Ungarn 23 Sudafrika Sudafrika 24 Ukraine Ukraine 25 SprachcodesISO 639 1 deISO 639 2 B ger T deuISO 639 3 deu Das Deutsche ist eine plurizentrische Sprache enthalt also mehrere Standardvarietaten in verschiedenen Regionen Ihr Sprachgebiet umfasst Deutschland Osterreich die Deutschschweiz Liechtenstein Luxemburg Ostbelgien Sudtirol das Elsass und Lothringen sowie Nordschleswig Ausserdem ist Deutsch eine Minderheitensprache in einigen europaischen und aussereuropaischen Landern z B in Rumanien und Sudafrika sowie Nationalsprache im afrikanischen Namibia Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europaischen Union EU 27 Ursprunglich bestand der deutsche Sprachraum aus einer Vielzahl von Mundarten innerhalb eines Dialektkontinuums das sich aufgrund der zweiten hochdeutschen Lautverschiebung in hochdeutsche und niederdeutsche Mundarten einteilen lasst Die Standardsprache mit ihren Standardvarietaten Deutsch oder Hochdeutsch genannt ist das Ergebnis bewusster sprachplanerischer Eingriffe Das Standarddeutsche uberspannt als Dachsprache den Grossteil der Mundarten des Dialektkontinuums Die Germanistik erforscht dokumentiert und vermittelt die deutsche Sprache und Literatur in ihren historischen und gegenwartigen Formen Die deutsche Gegenwartssprache umfasst einer neueren Untersuchung nach mehr als funf Millionen Worter fast ein Drittel mehr als noch vor 100 Jahren 28 Inhaltsverzeichnis 1 Definition 2 Glottonyme 2 1 Das Wort deutsch 2 2 Bezeichnungen des Deutschen in anderen Sprachen 2 2 1 Vom Wort deutsch abgeleitete Glottonyme 2 2 2 Vom Wort Sachsen abgeleitete Glottonyme 2 2 3 Vom Wort nemc abgeleitete Glottonyme 2 2 4 Vom Wort Alamannen abgeleitete Glottonyme 2 2 5 Vom Wort Germanen abgeleitete Glottonyme 2 2 6 Sonderformen 3 Geschichte 3 1 Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen 3 2 Nieder und Hochdeutsch 3 3 Sprachgeschichte und Lautwandel 3 4 Sprachstandardisierung 3 5 Einflusse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache 3 5 1 Einflusse im 20 Jahrhundert 3 5 2 Initiativen gegen den Einfluss fremder Sprachen 4 Verschriftlichung 5 Varietaten 5 1 Standardvarietaten 5 2 Dialekte 5 3 Mischsprachen 5 4 Kreolsprachen und Pidginsprachen auf deutscher Grundlage 6 Verbreitung und rechtlicher Status 6 1 Geographische Eckdaten des Sprachraumes 6 2 Deutsch als Muttersprache 6 2 1 Sprecheranzahl 6 2 1 1 Geographische Verbreitung und Sprecherzahlen 6 2 1 2 Deutschsprachige Medien im Ausland 6 3 Verbreitung als Muttersprache und rechtlicher Status 6 3 1 Geschlossener deutscher Sprachraum 6 3 1 1 Deutschland 6 3 1 2 Osterreich 6 3 1 3 Schweiz 6 3 1 4 Belgien 6 3 1 5 Liechtenstein 6 3 1 6 Luxemburg 6 3 2 Staaten in Europa und Nordasien 6 3 2 1 Baltische Staaten 6 3 2 2 Danemark 6 3 2 3 Frankreich 6 3 2 4 Italien 6 3 2 5 Polen 6 3 2 6 Russland 6 3 2 7 Rumanien 6 3 2 8 Tschechien 6 3 2 9 Turkei 6 3 2 10 Ungarn 6 3 3 Ubersee 6 3 3 1 Australien 6 3 3 2 Brasilien 6 3 3 2 1 Gemeinden in denen Deutschunterricht verpflichtend ist 6 3 3 3 Kanada 6 3 3 4 Namibia 6 3 3 5 Papua Neuguinea 6 3 3 6 Paraguay 6 3 3 7 Vereinigte Staaten 6 4 Deutsch als Fremdsprache 6 5 Deutsch in internationalen Organisationen 6 5 1 Europaische Union 6 5 2 Vereinte Nationen 6 5 3 Internationale Institutionen 7 Sprachstruktur 7 1 Aussprache 7 2 Alphabet 7 3 Rechtschreibung 7 4 Grammatik 7 5 Erbworter Lehnworter und Fremdworter 8 Bewertungsfragen 8 1 Deutsch als Amtssprache 8 2 Vermeidung der deutschen Sprache 8 3 Schutz der deutschen Sprache 9 Sprachbeispiel 10 Textsammlungen 11 Siehe auch 12 Literatur 13 Weblinks 14 EinzelnachweiseDefinition Bearbeiten Deutsch niederlandisches Sprachgebiet mit den folgenden dialektalen Grossgruppen Niederdeutsch Ehemaliges niederdeutsches Sprachgebiet Seit 1945 50 praktisch nicht mehr existent Mitteldeutsch Ehemaliges mitteldeutsches Sprachgebiet Seit 1945 50 praktisch nicht mehr existent Oberdeutsch Ehemaliges oberdeutsches Sprachgebiet Seit 1945 50 praktisch nicht mehr existent Niederfrankisch Das ehemalige deutsche Sprachgebiet in Ostmitteleuropa ist aufgehellt dargestellt Kontinentalwestgermanische Sprachen die nicht zum deutsch niederlandischen Dialektkontinuum gehoren Friesisch Unter dem Begriff deutsche Sprache wird heute primar die auf der Grundlage von mitteldeutschen und oberdeutschen Dialekten entstandene hochdeutsche Standardsprache Standardhochdeutsch verstanden Die Dialekte Mundarten des Dialektkontinuums werden dagegen nur teilweise von dieser Sprache uberdacht Zum Deutschen werden daruber hinaus die historischen Vorgangersprachen Althochdeutsch Sprachcodes nach ISO 639 2 amp 639 3 goh und Mittelhochdeutsch Sprachcodes nach ISO 639 2 amp 639 3 gmh gezahlt sowie neuere umgangssprachliche Varietaten oder Mischsprachen z B Missingsch innerhalb des Geltungsbereiches der deutschen Standardsprache Das Luxemburgische sowie manche Auswandererdialekte z B Pennsylvania Dutch oder Ubergangsdialekte z B Kollumerpompsters gehen zuruck auf Varietaten des Dialektkontinuums Das Jiddische das auf das Mittelhochdeutsche zuruckgeht hat sich vor allem unter slawischen und hebraischen Einflussen eigenstandig und mit einer eigenen Schriftsprache weiterentwickelt Ahnliches gilt fur die lexikalisch auf dem Deutschen basierende Kreolsprache Unserdeutsch Glottonyme BearbeitenDas Wort deutsch Bearbeiten Hauptartikel Deutsch Etymologie Das Wort oder Glottonym der Name einer Sprache 29 deutsch hat sich aus dem germanischen theudō Volk ahd thiota thiot und dem daraus abgeleiteten Adjektiv ahd thiutisk um 1000 mhd diutisch diutsch tiutsch tiusch entwickelt Es bedeutet so viel wie zum Volk gehorig und entwickelte sich zu einer Bezeichnung fur die Sprache der germanischen Stamme Mitteleuropas die im Gegensatz zur Sprache der angrenzenden romanischen Bevolkerung und zum Latein stand 30 Eine parallele Bildung ist schon im gotischen Adverb thiudiskō belegt mit dem der altgriechische Ausdruck ethnikṓs ἐ8nikῶs heidnisch ubersetzt wurde Spater wurde auch das altenglische theodisc in gleicher Weise fur lat gentilis heidnisch verwendet 30 In seiner lateinischen Form theodisce findet man das Wort erstmals in einem Synodenbericht des papstlichen Nuntius Gregor von Ostia aus dem Jahre 786 et in conspectu concilii clara voce singula capitula perlecta sunt et tam latine quam theodisce und im Konziliarsplenum werden mit lauter Stimme die einzelnen Kapitel gelesen sowohl auf Lateinisch als auch in der Sprache des Volkes Aus dem Zusammenhang geht hervor dass hier die altenglische Sprache im Gegensatz zu dem vom Klerus verwendeten Latein gemeint war 30 Nur zwei Jahre junger ist der erste Beleg aus dem kontinental germanischen Sprachgebiet als in einer Anklage gegen den baierischen Herzog Tassilo III auf dem Reichstag zu Ingelheim eine germanische Ubersetzung fur dessen angebliche 31 Fahnenflucht genannt wurde quod theodisca lingua harisliz dicitur 32 Seit Karl dem Grossen wurde der Ausdruck theodisca lingua zur amtlichen Bezeichnung fur die altfrankische Volkssprache und zunehmend auch fur die Gesamtheit der in seinem Reich gesprochenen germanischen Dialekte 33 Die altere Bezeichnung frankisch fur die eigene Sprache traf etwa seit dem 9 Jahrhundert nicht mehr eindeutig zu da einerseits die westfrankische Oberschicht im spateren Frankreich den romanischen Dialekt der einheimischen Bevolkerung ubernommen hatte andererseits das Ostfrankenreich auch nicht frankische Stamme wie die Alemannen die Baiern die Thuringer und die Sachsen umfasste So heisst es auch bei dem karolingischen Geschichtsschreiber Notker der in der 2 Halfte des 9 Jahrhunderts lebte qui Theutonica sive Teutisca lingua loquimur die wir Teutonisch oder Deutsch reden Notker Gesta Karoli 1 10 24 25 Seit dieser Zeit begann zudem die althochdeutsche Form diutisc das mittellateinische theodiscus zu verdrangen So erscheint neben theodiscus seit etwa 880 auch mittellateinisch diutiscus tiutiscus 30 Das Althochdeutsche auf das sich der Wortgebrauch seit dem 9 Jahrhundert verengte bestand aus verschiedenen Mundarten Erst um die Mitte des 12 Jahrhunderts entwickelte sich im mittelrheinischen Gebiet eine einheitlichere mittelhochdeutsche Dichter und Literatursprache die uns in der klassisch hofischen Ritterliteratur begegnet in der sich auch Reflexe der franzosischsprachigen Ritterepik finden Begrundet und getragen wurde diese Dichtung und die mit ihr verbundene uberregionale Dichtersprache vor allem vom aufstrebenden Adel der sich damit zugleich vom Volk abhob das naturlich weiterhin an seinen regionalen Dialekte festhielt Das Gebiet in dem diese sprachlichen Varietaten die ein zusammenhangendes Dialektkontinuum bildeten und in den damals gesprochenen Sprachstufen des Kontinentalgermanischen einheitlich als deutsch bezeichnet wurden gesprochen wurden wurde anfangs im Plural als diutschiu lant bezeichnet Doch verwendet schon der Verfasser des Annoliedes um 1085 aus dem Kloster Siegburg diutisc auch im Singular und stellt einen Zusammenhang von Sprache Volk und Land her Diutischin sprecchin Deutsch sprechen Diutischi liute deutsche Leute in Diutischemi lande in deutschem Lande 34 Die Zusammenschreibung der Landesbezeichnung zunachst im Sinne von deutscher Sprachraum begegnet erstmals im spatmittelhochdeutschen Tiutschland und setzte sich seit dem 16 Jahrhundert allgemein durch 30 Bezeichnungen des Deutschen in anderen Sprachen Bearbeiten Hauptartikel Deutsch in anderen Sprachen Aufgrund der wechselhaften politischen Geschichte des deutschen Sprachraums sowie seiner Mittellage zwischen den Gebieten romanischer und slawischer Sprachen gibt es mehr unterschiedliche Formen fur den Namen der deutschen Sprache als fur die meisten anderen Sprachen der Welt Allgemein kann man die Namen der deutschen Sprache aber aufgrund ihrer Herkunft in sechs Gruppen zusammenfassen Vom Wort deutsch abgeleitete Glottonyme Bearbeiten Hauptartikel Deutsch Etymologie Diese Gruppe wird zunachst von den anderen germanischen Sprachen gebildet Afrikaans Duits Danisch tysk Faroisch tyskt Westfriesisch Dutsk Islandisch thyska Jiddisch daytsh דײ טש Luxemburgisch daitsch Niederdeutsch in D duutsch Niederdeutsch in NL Duuts Niederlandisch Duits Norwegisch tysk Pitcairn Englisch doich Schwedisch tyska Daneben erscheinen Ableitungen vom Wort deutsch auch in einigen romanischen Sprachen Bundnerromanisch tudestg Franzosisch t h iois veraltet tudesque latinisiert Furlanisch todesc Italienisch tedesco Katalanisch teuto Sprache tudesc Volksbezeichnung Ladinisch tudesch Latein lingua theodisca Sardisch und Korsisch tedescu Spanisch tudesco 35 heute wenig gebrauchlich Daruber hinaus Chinesisch deyǔ 德語 德语 oder deyizhiyǔ 德意志語 德意志语 de yizhi Lautubertragung des Wortes deutsch yǔ Sprache Vietnamesisch tiếng Đức oder Đức ngữ tiếng oder ngữ Sprache Đức ist die sino vietnamesische Aussprache desselben Sinographems 德 wie im chinesischen Namen Japanisch doitsu go ドイツ語 oder 独逸語 doitsu Lautubertragung des Wortes deutsch go Sprache Koreanisch toich wieo 도이취어 in Nordkorea sonst dogileo 독일어 abgekurzt 독어 Die gleichen Sinographeme wie im japanischen Namen aber in sinokoreanischer statt sinojapanischer Aussprache 獨 독 dok 逸 일 il 語 어 eo Nordsamisch duiskkagiella oder tuiskkagiella Taiwanisch dik gok ue 德國話 德国话 Vom Wort Sachsen abgeleitete Glottonyme Bearbeiten Mit Sachsen ist das historische Volk der Sachsen gemeint das den heutigen niedersachsischen Sprachraum besiedelte Estnisch saksa Finnisch saksa Inarisamisch saksikiela In der irischen und walisischen Sprache bezeichnen die Worter Sasanach bzw Saesneg die Angelsachsen bzw die heutigen Englander Vom Wort nemc abgeleitete Glottonyme Bearbeiten Werbung fur die deutsche Sprache an der Deutschen Botschaft Prag In den slawischen Sprachen kann der Begriff fur deutsch auf die urslawische Wurzel nem fur stumm zuruckverfolgt werden Dies war ursprunglich eine allgemeine Bezeichnung fur alle Fremden aus dem europaischen Westen welche die slawischen Sprachen nicht verstanden und mit denen die Kommunikation dadurch schwierig bis unmoglich war vgl griechisch barbaros Eine Ausnahme bildet das Mazedonische in dem sich der Begriff germanski germanski durchgesetzt hat In teilweise von slawischen Lehnwortern gepragten Sprachen wie dem Ungarischen oder dem Kasachischen entstanden ahnlich lautende Begriffe wie ungarisch nemet oder kasachisch nemis nemis In der Vergangenheit war zudem im Rumanischen der den slawischen Sprachen entlehnte Begriff nemțește ublich wird heute jedoch zunehmend durch den Begriff germană ersetzt Die gegenwartig gebrauchten Ubersetzungen der deutsch en Sprache sind Bosnisch Kroatisch Montenegrinisch njemacki Bulgarisch nemski nemski Kasachisch nemis nemis Kaschubisch miemiecczi Kirgisisch nemis nemis Niedersorbisch nimscina Obersorbisch nemcina Polnisch niemiecki Rumanisch nemțește heute wenig gebrauchlich neben germană Russisch nemeckij nemezkij Serbisch nemachki nemacki Slowakisch nemcina Slowenisch nemscina Tschechisch nemcina Ukrainisch nimecka nimez ka Ungarisch nemet Weissrussisch nyameckaya njamezkaja Der arabische Begriff fur Osterreich an Nimsa النمسا wurde ebenfalls den slawischen Sprachen entlehnt Beispiele fur den Familiennamen Deutscher sind u a der polnische Radrennfahrer Przemyslaw Niemiec der slowakische Fussballspieler Adam Nemec der deutsche Jurist Reinhard Nemetz oder in der movierten Form einer weiblichen Namenstragerin die tschechische Schriftstellerin Bozena Nemcova Vom Wort Alamannen abgeleitete Glottonyme Bearbeiten Die Alamannen waren eine Bevolkerungsgruppe des westgermanischen Kulturkreises deren Gebiet sich an der Grenze zum Welschland Frankreich Italien befand Die Bezeichnung Alemannisch fur das Deutsche verbreitete sich in erster Linie uber das Franzosische Arabisch ألمانية almaniyya Baskisch aleman Bretonisch alamaneg Franzosisch allemand Galicisch aleman Katalanisch alemany Kornisch Almaynek Korsisch alimanu Kurdisch Almani Lingala lialemani Persisch آلمانى almani Portugiesisch alemao Spanisch aleman Tetum alemaun Turkisch Almanca Walisisch Almaeneg Vom Wort Germanen abgeleitete Glottonyme Bearbeiten Die Verwendung von Germane oder Germania ist eine eher jungere Erscheinung die im Gefolge der Renaissance zu suchen ist Die Verbreitung in aussereuropaische Sprachen geschah vor allem uber das Englische Albanisch Gjermanisht unbestimmt Gjermanishtja bestimmt Armenisch Գերմաներեն Germaneren Bulgarisch germanski Germanski Englisch German zu Dutch der englischen Bezeichnung fur das Niederlandische siehe den Artikel Niederlandisch Name Esperanto germana lingvo Georgisch გერმანული ენა Germanuli ena Sprache Hebraisch גרמנית germanit Hindi जर मन jarman Ido Germana linguo Indonesisch Bahasa Jerman Bahasa Sprache Jerman Lautubertragung des Wortes deutsch Irisch Gearmainis Kiswahili Kijerumani Manx Germaanish Mazedonisch germanski germanski Mongolisch German German Neu Griechisch Germanika Jermanika Neutrum Plural Rumanisch germană Schottisch Galisch Gearmailtis Thai phasa eyxrmn phasa yoeraman Sonderformen Bearbeiten Hebraisch אשכנזית aschkenasit nach Aschkenas als mittelalterliche Bezeichnung fur deutschsprachige Lander 36 Bezeichnungen in den baltischen Sprachen Jatwingisch miksiskai Litauisch vokieciu vokiskai Lettisch vacu oder seltener vaciesu Altpreussisch miksiskai Gebardensprachen In der deutschen britischen und einigen weiteren Gebardensprachen ist die Gebarde fur Deutsch ein an die Stirn gelegter und nach oben gestreckter Zeigefinger der die preussische Pickelhaube nachahmt Geschichte Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Sprachgeschichte Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen Bearbeiten Die Geschichte der hoch deutschen Sprache wird haufig in vier Abschnitte Sprachstufen unterteilt 750 1050 Althochdeutsch 1050 1350 Mittelhochdeutsch 1350 1650 Fruhneuhochdeutsch ab 1650 Neuhochdeutsch Die Ausgliederung und Konstituierung der deutschen Sprache aus dem Germanischen kann als dreifacher sprachgeschichtlicher Vorgang verstanden werden 37 Im 4 bis 7 Jahrhundert die zunehmende Differenzierung vom Spatgemeingermanischen uber das Sudgermanische zum Elbgermanischen und in geringerem Mass zum Rhein Weser Germanischen auf denen die fruhmittelalterlichen Stammesdialekte beruhen Im 7 bis 9 Jahrhundert die Integration im frankischen Reichsverband zum Althochdeutschen Die im 10 Jahrhundert ausgestorbene und in Norditalien beheimatete Langobardische Sprache gehorte gemass der heutigen Sprachwissenschaft wahrscheinlich auch zu den Vorfahren dieser Gruppe Ab dem 15 16 Jahrhundert die schrift oder hochsprachliche Uberschichtung auf hochdeutscher genauer ostmitteldeutscher und sudostdeutscher Grundlage wobei auch das Niederdeutsche der deutschen Sprache endgultig einverleibt wurde obschon eine Beeinflussung vom Hochdeutschen her seit althochdeutscher Zeit festzustellen ist Altfrankisch Altalemannisch Altbairisch Langobardisch Westfrankisch Altniederlandisch Altmittel und Althochfrankisch Altoberdeutsch Altsachsisch Althochdeutsch Mittelniederdeutsch Mittelhochdeutsch Niederdeutsch Hochdeutsch Deutsch Nieder und Hochdeutsch Bearbeiten Der westgermanistische Sprachraum ohne Altenglisch im Fruhmittelalter 38 Legende Altniederlandische VarietatenAlthochdeutsche VarietatenAltfriesische VarietatenAltsachsische VarietatenMarkierung des kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuums Darstellung des deutschen Sprachraums des Sprachforschers Karl Bernhardi aus dem Jahr 1843 Diese Karte aus der Zeit der fruhesten Germanistik enthalt einige historische Besonderheiten So werden u a Schwedisch und Danisch der deutschen Sprache untergeordnet erscheint das Englische als unverwandt und werden das Niederlandische Friesische und Sassische zusammenfassend als Niederdeutscher Sprachstamm dargestellt Die verschiedenen Varianten der heutigen deutschen Sprache werden in zwei Abteilungen zusammengefasst in Hochdeutsch und in Niederdeutsch Als hochdeutsche Sprache bezeichnet man zunachst alle kontinentalwestgermanischen Dialekte die im fruhen Mittelalter an der zweiten oder hochdeutschen Lautverschiebung beteiligt waren Alemannisch Bairisch Ost Rhein Mittelfrankisch Ostmitteldeutsch ober und mitteldeutsche Mundarten hochdeutsche Mundarten Die niederdeutschen Dialekte haben wie das Englische Friesische und Niederlandische diese zweite Lautverschiebung nicht oder nur zu einem sehr geringen Teil mitgemacht Da wahrend des ganzen Mittelalters im Unterschied zu den romanisch oder slawischsprachigen Nachbarlandern in dem Land der Deutschen deutscher Sprachraum stark territorial zersplitterte politische Strukturen existierten entwickelten sich die zum Teil sehr unterschiedlichen deutschen Dialekte deutsche Mundarten lange parallel nebeneinanderher Einen ersten Ansatz zu einem uberregionalen Ausgleich der Mundarten hat man teilweise in der mittelhochdeutschen Dichtersprache der hofischen Dichtung um 1200 sehen wollen In der Tat ist teilweise das Bemuhen der Dichter zu erkennen nur regional verstandliches Vokabular und dialektale lautliche Besonderheiten zu vermeiden um ein uberregionales Verstandnis ihrer Werke zu ermoglichen Andererseits war die Breitenwirkung der an den Furstenhofen tatigen Dichter eher gering da damals nur ein kleiner Teil der Bevolkerung lesen und schreiben konnte oder einen Zugang zu dieser elitaren Kunst hatte Der Beginn der neuhochdeutschen Schrift und Standardsprache kann daher erst in uberregionalen Ausgleichsprozessen des Spatmittelalters und der fruhen Neuzeit gesehen werden Wahrend die Standardsprache in den meisten europaischen Landern aus dem Dialekt der jeweiligen Hauptstadt hervorgegangen ist stellt die heutige hochdeutsche Sprache Standardsprache eine Art Kompromiss zwischen den mittel und oberdeutschen Dialekten sudlich der sogenannten Benrather Linie dar In Norddeutschland hat das Standarddeutsche vor allem im Gefolge der Reformation als Amts und Schulsprache das einheimische Niederdeutsche Niedersachsische bzw Plattdeutsche und Niederfrankische sowie in Schleswig auch das Danische und in Ostfriesland Friesische grosstenteils verdrangt Zur Blutezeit der Hanse jedoch fungierte das Mittelniederdeutsche als Verkehrssprache im nordostlichen Nord und gesamten Ostseeraum Die Bedeutung von Martin Luther 1483 1546 fur die deutsche Sprachentwicklung sollte nicht uberschatzt werden Bereits um 1350 gab es Ansatze zu einer uberregionalen Schriftsprache die man in der Forschung Fruhneuhochdeutsch nennt Im donaulandischen Bereich war eine relativ grosse Einheitlichkeit erreicht worden urteilt Werner Besch und Luther ruckte die von ihm verwendeten ostmitteldeutschen Formen an diese sudlichen Dialekte heran Er stand mitten im Strom der Entwicklung Seine Bibelubersetzung war allerdings ein wichtiges Werk das Vorbildcharakter hatte und durch seine weite Verbreitung jedermann vor allem jedem Lehrer zuganglich war Die Herausbildung der hochdeutschen Schriftsprache war im 17 Jahrhundert zum Grossteil abgeschlossen Durch die Beseitigung der sogenannten Letternhaufelung im 18 Jahrhundert wurde das seitdem in Grundzugen kaum veranderte deutsche Schriftbild abgerundet In den Niederlanden entwickelten flamische und brabantische Stadte wie Brugge Gent und Antwerpen sich im Hochmittelalter zu Handelsmetropolen 39 40 41 42 43 In diesem hochurbanisierten Gebiet entwickelte sich fast gleichzeitig mit der hochdeutschen Schriftsprache aus den sudniederlandischen Mundarten auch eine Ausgleichssprache der Vorlaufer der spateren Niederlandischen Standardsprache Das Hochdeutsch konnte sich dadurch nie zur Amtssprache der Burgundischen Niederlande entwickeln und hat folglich die Dialekte im niederlandischen Sprachraum nahezu nicht beeinflusst Im 17 Jahrhundert war die Niederlandische Standardsprache in erheblichen westlichen Teilen des heutigen Nordrhein Westfalens und Niedersachsens die dominante Schriftsprache In den meisten Schulen des heutigen deutschen Kreises Kleve war Niederlandisch bis ins 19 Jahrhundert Unterrichtssprache 44 Nach soziolinguistischen Kriterien konnen die von der deutschen Standardsprache uberdachten niederfrankischen Mundarten auf deutschem Staatsgebiet heute jedoch nicht mehr zum Niederlandischen gerechnet werden aufgrund der heutigen Uberdachungssprache gehoren sie zu den deutschen Mundarten 45 Sprachgeschichte und Lautwandel Bearbeiten Die geschichtlichen Abschnitte des Deutschen sind eng verknupft mit Erscheinungen des Lautwandels Die sogenannte hochdeutsche Lautverschiebung eine Erscheinung des Konsonantensystems trennt das Deutsche in Form des Althochdeutschen von den restlichen kontinentalwestgermanischen Dialekten Dieser Lautwandel wird von den niederdeutschen Dialekten nicht vollzogen insofern ist die deutsche Standardsprache in ihrem Konsonantensystem vom Suden und der Mitte des Sprachgebiets bestimmt 46 Der Ubergang von Mittelhochdeutsch zu Fruhneuhochdeutsch ist im Bereich der Laute vor allem durch Monophthongierung und Diphthongierung gekennzeichnet Beide sind Erscheinungen des Vokalsystems Wahrend die Diphthongierung vom Sudosten des Sprachgebiets ausgeht und im niederdeutschen Norden wie im alemannischen Sudwesten nicht vollzogen wird ist fur die Monophthongierung der mitteldeutsche Sprachraum als Ausgangspunkt bestimmend Insgesamt beharrt der niederdeutsche Norden sowohl im Bereich der Konsonanten als auch im Bereich der Vokale auf altem Sprachzustand Der alemannische Sudwesten vollzieht nur die lautlichen Veranderungen im Bereich der Vokale nicht der bairische Sudosten tragt zur deutschen Sprache die Diphthongierung bei vollzieht aber die Monophthongierung nicht Sprachstandardisierung Bearbeiten Titelblatt des deutschen Worterbuches von Johann Christoph Adelung 1774 Titelblatt zum ersten Band des Deutschen Worterbuches Die sachsische Kanzleisprache auch Meissner Kanzleideutsch entwickelte sich im Zeitalter des deutschen Humanismus Sie bildete eine Voraussetzung fur ein den Dialekten ubergeordnetes allgemeines Standarddeutsch wie es Martin Luther in seiner Bibelubersetzung von 1522 verwirklichte Als Gegenstuck existierte die vom Kaiser seinen Beamten verordnete Maximilianische Kanzleisprache die oberdeutsche Sprachgewohnheiten aufwies und sich in Form der Oberdeutschen Schreibsprache im heutigen Suddeutschland und in Osterreich durchsetzte und dort bis ins 18 Jahrhundert verwendet wurde Nach dem Siebenjahrigen Krieg sah sich Maria Theresia jedoch gezwungen die Sachsische Kanzleisprache auch im Suden des Reichs zur Standardsprache zu erklaren Mit der Zunahme der Anzahl der Schreibkundigen und der Bedeutung der Schriftlichkeit trat der Lautwandel in seiner Bedeutung fur die Sprachgeschichte zugunsten bewusster Normierung zuruck Als einer der wichtigsten Grammatiker des 18 Jahrhunderts gilt Johann Christoph Adelung dessen 1774 1786 veroffentlichtes Worterbuch grossen Einfluss auf seine Zeitgenossen und die Lexikografie ausubte Jacob und Wilhelm Grimm begannen 1852 mit der Herausgabe des umfassendsten Deutschen Worterbuchs das 1961 vollendet wurde aber seither einer Uberarbeitung unterzogen wird Die hochdeutsche Rechtschreibung wurde im Laufe des 19 Jahrhunderts zunehmend normiert Ein Durchbruch zu einer hochdeutschen Einheitsschreibung gelang mit dem Orthographischen Worterbuch der deutschen Sprache von Konrad Duden 1880 das in der Rechtschreibnormierung von 1901 in leicht veranderter Form ohne amtlichen Status zu erreichen zur Grundlage der amtlichen Rechtschreibung erklart wurde Konkurrenzlos war der Duden in jener Zeit indes nicht Neben anderen nichtamtlichen Worterbuchern wie etwa dem sogenannten Buchdruckerduden herausgegeben ebenfalls vom Bibliographischen Institut und Konrad Duden und dem unter Mitwirkung Nikolaus Weckleins verfassten Worterverzeichnis der deutschen Rechtschreibung 1903 von Georg Ammon 47 gab es amtliche Regelworterbucher mit teilweise abweichenden Rechtschreibregeln wie zum Beispiel das Amtliche Worterverzeichnis fur die deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch in preussischen Kanzleien 1903 oder die Regeln fur die deutsche Rechtschreibung nebst Worterverzeichnis Ausgabe mit einheitlichen Schreibweisen in Osterreich 1904 Die Abweichungen lagen unter anderen in der Zulassung oder Nichtzulassung mehrerer Schreibweisen z B Keeks Cakes Kakes heute Keks in der Darstellung des s Lautes vor z in deutscher Schrift und Fraktur in der Abanderung oder Nichtabanderung von Eigennamen z B Gothe statt Goethe Bismark statt Bismarck Mit dem Buchdrucker Duden von 1903 wurde zudem speziellen Abanderungswunschen des Deutschen Buchdrucker Vereins des Reichsverbandes Osterreichischer Buchdruckereibesitzer und des Vereins Schweizerischer Buchdruckereibesitzer Rechnung getragen 1996 2004 und 2006 kam es zu Rechtschreibreformen siehe auch Geschichte der deutschen Rechtschreibung Auch die hochdeutsche Aussprache erfuhr im spaten 19 Jahrhundert Regelungsversuche vor allem durch das Ausspracheworterbuch von Theodor Siebs Diese Regelungen erreichten aber nicht das Niveau an Verbindlichkeit das Duden mit der Rechtschreibung erreichte Im Gegensatz zur hochdeutschen Schriftsprache ist die niederdeutsche Schriftsprache offiziell nicht normiert wird aber zunehmend durch die 1956 in Hamburg aufgestellten Regeln fur die plattdeutsche Rechtschreibung und das Worterbuch von Johannes Sass beeinflusst Einflusse anderer Sprachen auf die deutsche Sprache Bearbeiten Durch ihre zentrale Lage in Europa wurde die deutsche Sprache uber die Jahrhunderte durch andere Sprachen beeinflusst Im Mittelalter und der Zeit davor war es vor allem die lateinische Sprache aus der sich die deutsche Sprache bediente So sind viele alltagliche Worter vor allem aus Architektur Religion und Kriegswesen z B Fenster Karren Keller Kloster Kampf aus dem Lateinischen entlehnt Auch die altgriechische Sprache hat das Deutsche in Religion Wissenschaft und Philosophie stark beeinflusst z B Kirche Pfingsten Demokratie Krypta Philosophie Physik Teilweise verschwanden durch die Entlehnungen die zuvor gebrauchlichen Begriffe vollstandig Arzt Mediziner und das umgangssprachlich verwendete Doktor verdrangten als Bezeichnung fur den Heilkundigen beispielsweise schon fruhzeitig die Begriffe Laachi oder Lachi und Bader Seit dem spaten Mittelalter wurde die deutsche Sprache in den Bereichen Handel Finanzwesen etwa brutto netto Konto Risiko Bankrott und Musik etwa Piano Cembalo da capo bravo stark durch die italienische Sprache beeinflusst Spater war es dann vor allem die franzosische Sprache die grossen Einfluss auf das Deutsche ausubte Da nach dem Dreissigjahrigen Krieg an vielen Hofen Franzosisch gesprochen wurde und selbst preussische Konige diese Sprache besser beherrschten als Deutsch das nach Voltaire nur zur Kommunikation mit Soldaten und Pferden gebraucht wurde kamen vor allem Worter aus dem vornehmen Bereich in die deutsche Sprache etwa Boulevard Konfiture Trottoir Auch aus den slawischen Sprachen beispielsweise Grenze Gurke Pistole dem Jiddischen und dem Rotwelsch beispielsweise meschugge Kaff Schickse Schlamassel Zoff kamen einige Worter ins Deutsche jedoch war der Einfluss dieser Sprachen im Vergleich zu den vorgenannten wesentlich geringer In Handel Magazin Tarif Tara Botanik Orange Kaffee Ingwer Medizin Elixier Balsam Mathematik Algebra Algorithmus Ziffer Chemie alkalisch Alkohol und Astronomie Almanach Zenit Rigel lassen sich auch Einflusse aus dem Arabischen ausmachen die verstarkt im Mittelalter beispielsweise durch die Kreuzzuge nach Europa und somit auch nach Deutschland kamen Aber auch in alltaglichen Begriffen wie Koffer Benzin oder Limonade lassen sich arabische Einflusse bzw Ursprunge nachweisen Ab Mitte des 20 Jahrhunderts verstarkte sich der Spracheinfluss des Englischen auf das Deutsche siehe Anglizismen Diese Entwicklung wird von manchen skeptisch betrachtet insbesondere dann wenn es genugend deutsche Synonyme gibt Kritiker merken auch an es handle sich oftmals beispielsweise bei Handy um Scheinanglizismen Mitunter wird auch eine unzureichende Kenntnis der englischen Sprache fur die Vermischung und den Ersatz bestehender deutscher Worter durch Scheinanglizismen verantwortlich gemacht So sprechen einer Studie der GfK zufolge nur 2 1 der Arbeitnehmer verhandlungssicher Englisch In der Gruppe der Unterdreissigjahrigen bewerten jedoch uber 54 ihre Englischkenntnisse als gut bis exzellent 48 Fur bessere Sprachkenntnisse konne demzufolge effizienterer Englischunterricht beitragen und statt der Ton Synchronisation von Filmen und Serien solle eine Untertitelung der englischsprachigen Originale mit deutschem Text erfolgen Dies wurde zugleich zu einer besseren Abgrenzung zwischen den Sprachen und einer Wahrung deutscher Sprachqualitat beitragen 49 Im Zuge des weltweiten Handels und des Imports von exotischen Fruchten und Tieren sind auch Worter aus ganz exotischen Sprachen mittlerweile gewohnlicher Bestandteil des Alltages So zahlen beispielsweise zu den Tupi Wortern die bis ins Deutsche gelangt sind Piranha Zahn Fisch Tapir Kaschu auch Cashew Nierenbaum Maracuja Pflanze die Fruchte gibt Maniok Haus der Gottin Mani und Carioca Bewohner des Hauses von Cari Einwohner von Rio de Janeiro nach dem Dorf Carioca an dessen Stelle Rio erbaut wurde ebenso Ananas gutriechende Frucht und Jaguar Dschungelhund Einflusse im 20 Jahrhundert Bearbeiten Deutscher Sprachgebrauch im 21 Jahrhundert Mischung aus Deutsch Englisch und Franzosisch in einem Bekleidungshaus Auch im 20 Jahrhundert gab es starke Einflusse auf die deutsche Sprache Zum einen wurde durch die weite Verbreitung audiovisueller Massenmedien eine naturliche Tendenz zur Standardisierung gefordert zum anderen wurde in landlichen Gebieten bewusst eine Umerziehung von der Dialektsprache zum Hochdeutsch vorangetrieben Hinzu kommt der Einfluss des Zweiten Weltkrieges der dazu gefuhrt hat dass deutsche Sprachinseln in Europa weitgehend zerstort wurden dass viele Sprecher der judischen Dialekte des Deutschen und der dem Deutschen nahen jiddischen Sprache ermordet Holocaust wurden oder als sprachliche Minderheit ausserhalb der deutschen Sprachzone leben und aufgrund der Dominanz der umgebenden Sprachen die Verwendung des Deutschen bzw des Jiddischen immer mehr verlieren Auch hat die Teilung Deutschlands zu einer unterschiedlichen Entwicklung des Vokabulars und der Ausdrucksformen gefuhrt dies ist Gegenstand sprachwissenschaftlicher Forschung 50 Dem entgegen steht eine erneut vereinheitlichende Tendenz durch die gemeinsamen Medien und die personelle Mobilitat in der Zeit nach der Wiedervereinigung Besonders seit dem Zweiten Weltkrieg sehr bedeutend geworden ist der englische genauer angloamerikanische Einfluss auf die deutsche Sprache insbesondere in Westdeutschland dieser zeigt sich in der Form von Anglizismen hauptsachlich im Wortschatz in Redewendungen und in der Valenz einiger Verben Ein abwertender Begriff zur Umschreibung dieses Sprachgebrauchs ist Denglisch Deutsch Englisch Initiativen gegen den Einfluss fremder Sprachen Bearbeiten Die Bestrebungen die deutsche Sprache nach Moglichkeit frei von Einflussen aus fremden Sprachen zu halten sind nicht neu Wahrend heute vielfach die in die deutsche Sprache einfliessenden Anglizismen wie beispielsweise abchecken Net Charts in 2004 in der Kritik stehen galten die Abwehrversuche in der Vergangenheit vor allem den Einflussen aus dem Altgriechischen dem Latein und dem Franzosischen Verfechterin eines Schutzes der deutschen Sprache vor der Verfremdung Verwelschung Sprachverketzerung war im 17 Jahrhundert besonders die Fruchtbringende Gesellschaft In dieser Zeit schuf man neue Ausdrucke die zum Teil noch heute fester Bestandteil des deutschen Wortschatzes sind wie beispielsweise Mehrzahl statt Numerus pluralis oder Pluralis Mundart statt Dialekt Verfasser statt Autor Worterbuch statt Vocabularius Dictionarium Diktionar oder dictionnaire Jahrhundert statt Sakulum Anschrift statt Adresse Lehrsatz Staatsmann und Briefwechsel Viele Worter entstanden dabei als direkte Ubersetzungen der lateinischen Wortstrukturen in sinngleichen Prapositionen und Wortstammen althochdeutscher Herkunft etwa Ruckblick statt Retrospektive Im Allgemeinen wurden die Latinismen aus dem Wortschatz aber nicht verdrangt sondern sind als Synonyme erhalten Im Gegensatz zu den Latinismen im Wortschatz der franzosischen oder englischen Sprache ist die Sinnherkunft vieler in dieser Zeit neugepragten Worter auch fur Nicht Lateiner erkennbar und semantisch zuganglich In anderen Fallen schoss man damals in der Absicht fremdsprachliche Worter durch neue deutsche zu ersetzen aber uber das Ziel hinaus Zumindest konnten sich die folgenden Neubildungen nicht durchsetzen So sollte Spiegel durch Schauglas das letztlich einen anderen Sinn erhielt Pistole durch Meuchelpuffer Nase durch Gesichtserker oder Mumie durch Dorrleiche ersetzt werden wahrend die romische Gottin der Morgenrote Aurora in Rotinne und die Gottin der Liebe Venus in Lustinne umbenannt werden sollte Allerdings ist umstritten ob diese Gotternamen wirklich ersetzt werden sollten Sie konnten auch als blosse Erklarungen fungiert haben 51 Ende des 19 und zu Beginn des 20 Jahrhunderts sorgte vor allem der Allgemeine Deutsche Sprachverein Vorganger der Gesellschaft fur deutsche Sprache fur neue Wortschopfungen Manche von ihnen konnten sich insbesondere im Bereich des Strassen und Schienenverkehrs durchsetzen oder wurden zumindest als Synonym angenommen beispielsweise Landstrasse fur Chaussee Abteil fur Coupe Umwelt fur Milieu oder Leitbild fur Ideal Eine Reihe dieser Wortschopfungen haben sich nur in Deutschland und Osterreich durchgesetzt nicht aber in der Schweiz so dass die ursprunglichen fremdsprachigen Begriffe mittlerweile wie Helvetismen erscheinen Burgersteig fur Trottoir Torwart fur Goalie Elfmeter fur Penalty Schaffner fur Conducteur Fahrschein fur Billet Bahnsteig fur Perron Fernsprecher fur Telephon Kraftwagen fur Automobil Erdgeschoss fur Parterre sind Beispiele Von den beiden vorgeschlagenen Alternativen fur Elektrizitat oder Electricitat konnte sich Strom behaupten wahrend Glitz nicht den Gefallen der Bevolkerung fand Elektrizitat blieb aber erhalten und wurde sprachlich mit dem neuen Synonym Strom sogar in Begriffen wie elektrischer Strom oder E Strom verbunden Weitere dieser Wortneuschopfungen des ausklingenden 19 und beginnenden 20 Jahrhunderts sind neben vielen anderen Strahlfang fur Empfangsantenne Nahrohr fur Mikroskop Glitzbetrieb fur Elektromotor Kraftwagenschuppen fur Garage Schneckel fur Spirale Zielung fur Tendenz Verschriftlichung BearbeitenDen Ubergang von der Mundlichkeit zur Schriftlichkeit vollzog die deutsche Sprache zu einem grossen Teil im Mittelalter Fruhere noch erhaltene Schriftzeugnisse der Germanenstamme sind in der Runenschrift verfasst die fur Inschriften benutzt wurde und wohl im Zuge der Christianisierung im Fruhmittelalter ausser Gebrauch kam Die Sprache der Akten und Urkunden der Rechtsbucher der Geschichtsschreibung der Wissenschaft uberhaupt und der Poesie wurde die lateinische als lingua universalis Nach und nach verfasste man Schriftstucke deutscher Sprache mit lateinischen Buchstaben Dies begann mit den Zeugenlisten der Urkunden welche deutsche Eigennamen enthalten Die ersten entstanden im 7 Jahrhundert im westfrankischen Gebiet Die fruheste deutsche Lyrik ist das Wessobrunner Gebet auf einem Schriftzeugnis von ca 790 Das noch germanisch mythologische Hildebrandslied durfte kurz nach 800 verschriftlicht worden sein Im 9 Jahrhundert folgten erste grossere Dichtungen in althochdeutscher Sprache wie die Evangelien Harmonie Otfrieds von Weissenburg und der Heliand Erst im 12 Jahrhundert begann eine reiche Entwicklung der deutschen Dichtung 52 Obwohl die erste heute noch erhaltene Urkunde in deutscher Sprache eine Schenkungsurkunde aus Augsburg schon zwischen 1063 und 1077 erstellt wurde nahm die deutsche Urkundensprache erst im ausgehenden 12 Jahrhundert im Sudwesten des Sprachgebiets ihren Anfang Es handelt sich um Schiedsspruche Kaufvertrage Schreinsurkunden Die deutsche Urkundensprache nahm in den oberrheinischen und donauischen Gebieten ihren Ursprung und breitete sich nach Niederdeutschland aus welches doch einige Jahrzehnte langer dem Lateinischen die Treue hielt Das erste deutschsprachige Reichsgesetz war der Mainzer Landfriede von 1235 Konigsurkunden waren vor Friedrich II 13 Jh fast ausschliesslich lateinisch schrittweise setzte sich das Deutsche durch und sie wurden unter Ludwig dem Bayern 14 Jh bereits haufig auf Deutsch verfasst 52 Im 14 und 15 Jh kam es zu einem signifikanten Anstieg deutscher Belletristik sowie Andachts und Erbauungsbucher und schliesslich zur ersten deutschen Bibelubersetzung Reformatorische Schriften und die Evangelische Kirche im Allgemeinen wirkten wie ein Motor fur die deutsche Schriftsprache Einen kleinen Dampfer erhielt das Deutsche durch den Humanismus in dessen Dunstkreis ausschliesslich auf Lateinisch geschrieben wurde 1570 bildeten die auf Lateinisch verfassten Bucher noch 70 aller in Deutschland gedruckten Bucher Das lateinische Geschriebene wich gegen Ende des 17 Jahrhunderts hinter das deutsche zuruck ab 1692 als auch die Wissenschaft die deutsche Schriftsprache verwendete Christian Thomasius hielt im Winter 1687 1688 an der Universitat Leipzig eine Vorlesung auf Deutsch und durch seinen Einfluss wurde die Universitat Halle wo er spater seinen Lehrstuhl hatte eine der ersten Universitaten mit deutscher Unterrichtssprache Die Geschichtswissenschaft bediente sich im spaten 17 Jahrhundert mehrheitlich des Deutschen fur ihre Schriftwerke im 18 Jahrhundert zogen die Philosophie und die Medizin nach Am spatesten wurde die Rechtswissenschaft eingedeutscht da hatte erst 1752 das Deutsche die grossere Anzahl an Werken aufzuweisen 52 Um 1730 bildeten die lateinischen Schriften nur noch 30 der Erscheinungen des Buchermarktes ehe das Lateinische als Schriftsprache gegen 1800 so gut wie ausstarb ausser in der katholischen Theologie 52 Varietaten BearbeitenDer deutsche Sprachraum ist ein Teil des kontinental westgermanischen Dialektkontinuums in dem gewohnlich benachbarte lokale Mundarten gegenseitig verstandlich sind und die Unterschiede umso grosser werden je weiter voneinander entfernt zwei Mundarten gesprochen werden Gemein ist dem gesamten deutschen Sprachraum nur die Standardsprache die die Mundarten und regionalen Umgangssprachen uberdacht und die ihrerseits mehrere Standardvarietaten umfasst Die Unterschiede zwischen den Standardvarietaten sind jedoch relativ gering wahrend manche Mundarten im deutschen Sprachraum von anderen Mundartsprechern oder standarddeutschen Sprechern kaum verstanden werden Die Einteilung der deutschen Mundarten beruht auf Untersuchungen des 19 Jahrhunderts In gleicher Zeit begann vielerorts eine Herausbildung von Umgangssprachen als einer Art Mischform zwischen Standardsprache und Dialekt Seit Mitte des 20 Jahrhunderts insbesondere nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges verdrangen die Umgangssprachen die alten Dialekte Entscheidenden Einfluss darauf hatten die Fluchtlingsstrome und vor allem die stark anwachsende Verbreitung von Horfunk und Fernsehen in den Schulen wurde in der hochdeutschen Standardsprache unterrichtet Standardvarietaten Bearbeiten Die nationalen und regionalen Varietaten der deutschen Standardsprache Innerhalb der plurizentrischen deutschen Standardsprache werden als Standardvarietaten zum einen das bundesdeutsche das osterreichische und das Schweizer Standarddeutsch zum anderen mit einem geringeren Grad an normativer Selbstandigkeit das Standarddeutsch Belgiens Sudtirols Liechtensteins und Luxemburgs unterschieden In Deutschland Osterreich Sudtirol und dem deutschsprachigen Teil Belgiens erfullen die jeweiligen Varietaten des Standarddeutschen jeweils alle typischen Funktionen einer Standardsprache In der Schweiz beschrankt sich die Verwendung der Schweizer Varietat des Standarddeutschen uberwiegend auf den Bereich der Schriftsprache Umgangssprache sind fast ausschliesslich die schweizerdeutschen Dialekte In Luxemburg existiert neben der luxemburgischen Form des Standarddeutschen eine eigenstandige luxemburgische Standardvarietat die einige der Funktionen einer Standardsprache erfullt Der standardisierte Wortschatz der in allen sieben nationalen Voll und Halbzentren des deutschsprachigen Raumes identisch ist wird als Gemeindeutsch bezeichnet Dieser unvollstandige Wortschatz des Gemeindeutschen kann jedoch keine eigene Sprachvarietat noch weniger eine ubergeordnete Hochsprache generieren er bildet aber den Grundstock jeder der sieben Varietaten des Standarddeutschen Siehe auch Variantenworterbuch des Deutschen bundesdeutsches Hochdeutsch und DDR Sprachgebrauch Dialekte Bearbeiten Die kontinentalwestgermanischen friesischen niederfrankischen niederdeutschen und hochdeutschen Dialekte in Mitteleuropa nach 1945 Karte auf der Basis des Clusterings der Ausspracheabstande deutscher Dialekte 53 Niederdeutscher Cluster Ostmitteldeutscher Cluster Oberdeutscher Cluster Ripuarischer Cluster Niederrheinisch Westmunsterlandischer Cluster Eine Grobeinteilung der deutschen Dialekte erfolgt ublicherweise entlang der Benrather Linie in die niederdeutschen Dialekte im Norden die die zweite deutsche Lautverschiebung nicht mitgemacht haben und die hochdeutschen Dialekte im Suden die von der zweiten deutschen Lautverschiebung betroffen sind Die hochdeutschen Dialekte lassen sich nochmals in mittel und oberdeutsche Dialekte einteilen Als Sprach Grenze zwischen mittel und oberdeutschen Dialekten wurde fruher haufig die Karlsruher Linie euch enk Linie an der Frankisch Bairischen und die mahe mahet Linie an der Sudfrankisch Schwabischen Dialektgrenze angefuhrt Heute wird allgemein die Speyerer Appel Apfel Linie fur den Westen aber auch die dort fast gleich verlaufende Germersheimer Linie Pund Pfund Linie als Sprachgrenze zwischen Ober und Mitteldeutsch angesehen In den meisten mittel und oberdeutschen Varietaten ist die zweite hochdeutsche Lautverschiebung nur teilweise durchgefuhrt so auch in den ostmitteldeutschen Varietaten die zu einem grossen Teil zur Herausbildung der Standardsprache beigetragen haben Das Mittel und Oberdeutsche variiert dabei vom Hoch und Hochstalemannischen sowie dem bairischen Tirolerischen die als einzige Varietaten die zweite deutsche Lautverschiebung vollstandig durchgefuhrt haben bis hin zu Varietaten in denen die Lautverschiebung sehr eingeschrankt vorhanden ist Im Allgemeinen wird jedoch die Benrather Linie maken machen als Nordgrenze der hochdeutschen Varietaten angesehen Als Niederdeutsch werden diejenigen Varietaten bezeichnet in denen die zweite bzw hochdeutsche Lautverschiebung nicht oder nur zu einem geringen Teil vollzogen worden ist Das Niederdeutsche im eigentlichen Sinne Niedersachsisch und Ostniederdeutsch stammt vom Altsachsischen ab und wird in Norddeutschland und im Nordosten der Niederlande dort unter der Bezeichnung nedersaksisch gesprochen Von den Sprechern wird es strikt als eigenstandige Sprache verstanden Das Niederdeutsche hat im Rahmen der Sprachencharta des Europarats in Deutschland und den Niederlanden einen offiziellen Status als Regionalsprache erhalten Zuvor hatten die deutschen Lander Hamburg Schleswig Holstein Niedersachsen Mecklenburg Vorpommern und Bremen Niederdeutsch fur einen Schutz gemass Teil III der Sprachencharta angemeldet Die niederrheinischen Varietaten des Niederfrankischen am deutschen Niederrhein haben ebenso wie die niederdeutschen Mundarten im eigentlichen Sinne die zweite bzw hochdeutsche Lautverschiebung nicht oder nur zu einem geringen Teil vollzogen Sie sind jedoch sprachtypologisch enger mit den angrenzenden niederlandischen Mundarten als mit den benachbarten deutschen verwandt Ihre Zuordnung zum Niederdeutschen ist daher umstritten 54 Sie gehen ebenso wie das Niederlandische auf das Altniederfrankische Altniederlandische zuruck Die Mundarten des Gebietes zwischen der Uerdinger Linie ik ich Linie und der Benrather Linie maken machen Linie Dusseldorf Monchengladbach Krefeld Neuss weisen sowohl niederfrankische als auch mittelfrankische Zuge auf und sind ein mundartliches Ubergangsgebiet zwischen den mitteldeutschen mittelfrankischen und den niederfrankischen Mundarten Die niederdeutschen und mittelfrankischen Mundarten werden umgangssprachlich zumeist als Platt bezeichnet Hochdeutsche Dialekte Mitteldeutsch Westmitteldeutsch siehe auch Frankische Sprachen Mittelfrankisch Ripuarisch Moselfrankisch Luxemburgisch West Lothringisch Rheinfrankisch Pfalzisch Hessisch Nassauisch Saarlandisch Ost Lothringisch Ostmitteldeutsch Lausitzisch neumarkisch Mischform mit Ostniederdeutsch Hochpreussisch Schlesisch Thuringisch Obersachsisch Kolonialdialekte Oberdeutsch Alemannisch im weiteren Sinne Schwabisch Alemannisch Alemannisch Niederalemannisch darunter der grosste Teil des Elsassischen sowie wenige schweizerdeutsche Dialekte Hochalemannisch darunter die Mehrzahl der schweizerdeutschen Dialekte sowie der sudlichste Teil des Elsassischen Hochstalemannisch einige schweizerdeutsche Dialekte Schwabisch Bairisch Nordbairisch Mittelbairisch Sudbairisch Ostfrankisch umgangssprachlich Frankisch Ansbachisch Erzgebirgisch Hohenlohisch Mainfrankisch Oberfrankisch Vogtlandisch Vorvogtlandisch Sud Rheinfrankisch Niederdeutsch oder Plattdeutsch Niedersachsisch im engeren Sinne Nordniedersachsisch auch Nordniederdeutsch Ostfalisch Westfalisch Ostniederdeutsch Markisch Mecklenburgisch Vorpommersch Niederpreussisch Ostpommersch Niederfrankisch NiederrheinischMischsprachen Bearbeiten Die Klassifizierung der Mischsprache Missingsch aus Hochdeutsch und Niederdeutsch ist unklar Ahnlich ist es beim Petuh mit hochdeutschen niederdeutschen danischen und sudjutischen Sprachelementen Das Sudjutische mit starken Einflussen der niederdeutschen Sprache und mit teilweise alteren nordischen Formen wird allgemein als Dialekt der danischen Sprache eingestuft Auch die im Norden Schleswig Holsteins verbreitete danische Varietat Sydslesvigdansk Sudschleswigdanisch hat deutsche Einflusse ihre Klassifizierung als Dialekt Variante des Reichsdanischen oder als Mischsprache ist noch nicht abgeschlossen Neben dem Missingsch und dem Petuh existieren auch weitere Mischsprachen der niederdeutschen Sprache hierbei handelt es sich vor allem um Mischungen mit dem Niederlandischen und dem Friesischen wie beispielsweise das Kollumerpompsters Diese Mischsprachen werden gemeinhin als Dialekte des Niederdeutschen des Niederlandischen oder des Friesischen klassifiziert Die diversen Mischsprachen in Nordamerika wie beispielsweise das Texasdeutsch sind Akzente oder Dialekte entweder der hochdeutschen oder der niederdeutschen Sprache Jedoch gibt es nicht nur Mischsprachen aus deutschen Varietaten und anderen germanischen Sprachen Aus Deutsch und Niedersorbisch entstand das sogenannte Ponaschemu Das Wasserpolnisch mit Elementen der deutschen Sprache bzw der oberschlesischen Mundart wird teilweise als Dialekt des Polnischen teilweise als eigene Sprache klassifiziert Das Jiddische das nach uberwiegender Auffassung ursprunglich auf das Mittelhochdeutsche zuruckgeht sich jedoch vor allem unter slawischen und hebraischen Einflussen eigenstandig weiterentwickelt und eine eigene Schriftsprache ausgebildet hat wird in der Sprachwissenschaft im Allgemeinen als eigenstandige Sprache betrachtet Unklar ist der Status des in Schlesien noch von etwa 100 alteren Menschen gesprochenen Wymysorisch Wilmesau Deutsch Siehe auch Alemanol Kreolsprachen und Pidginsprachen auf deutscher Grundlage Bearbeiten Im Zuge der Kolonialisierung entstand im heutigen East New Britain in Papua Neuguinea das sogenannte Unserdeutsch eine deutschbasierte Kreolsprache in Namibia entstand daneben noch das Kuchendeutsch eine Pidginsprache Unserdeutsch ist jedoch mittlerweile fast ausgestorben da die meisten Sprecher auswanderten Ausserdem haben sich in Papua Neuguinea bis zu 150 Worter deutschen Ursprungs in der Sprache Tok Pisin erhalten Das Kuchendeutsch hingegen hat heute noch etwa 15 000 zumeist altere Sprecher Ebenso wie andere Pidgin und Kreolsprachen sind Unserdeutsch und Kuchendeutsch aus sprachwissenschaftlicher Sicht als eigenstandige sprachliche Systeme zu betrachten Verbreitung und rechtlicher Status BearbeitenEtwa 100 Millionen Menschen sprechen Deutsch als Muttersprache und noch einmal so viele als Fremdsprache Aktuell lernen weltweit rund 15 5 Millionen Menschen die deutsche Sprache Es besteht diesbezuglich in den meisten Landern eine steigende oder konstante Tendenz 55 Beschreibung siehe folgendes Bild Deutsch ist offizielle oder ko offizielle Amtssprache de jure oder de facto und Muttersprache der Bevolkerungsmehrheit Deutsch ist eine ko offizielle Amtssprache doch nicht Muttersprache der Bevolkerungsmehrheit Deutsch oder eine Varietat des Deutschen ist eine rechtlich anerkannte Minderheitensprache Quadrate bei zu geringer geografischer Ausdehnung zu dunner Verteilung Deutsch oder eine Varietat des Deutschen wird von einer nennenswerten Minderheit gesprochen gt 50 000 hat jedoch keinen rechtlichen Status Sieben Staaten und Territorien die Deutsch als eine ihrer Amtssprachen fuhren sind im Rat fur deutsche Rechtschreibung organisiert Daruber hinaus findet seit 2004 ein alljahrliches informelles Treffen der Staatsoberhaupter der deutschsprachigen Lander statt Geographische Eckdaten des Sprachraumes Bearbeiten Den westlichsten Punkt des geschlossenen deutschen Sprachraumes in Mitteleuropa in dem Deutsch bzw ein deutscher Dialekt die gegenwartige Umgangssprache ist stellt die Gemeinde Rambruch in Luxemburg dar Genau 850 km ostlich befindet sich mit der osterreichischen Gemeinde Deutsch Jahrndorf im Burgenland dessen ostlichster Punkt Im Norden markiert die deutsche Gemeinde List auf Sylt das Ende des Sprachraumes welche nahezu exakt 1005 km nordlich ihres Gegenstuckes der Schweizer Gemeinde Zermatt am Matterhorn liegt Deutsch als Muttersprache Bearbeiten Sprecheranzahl Bearbeiten Seit Anfang der 1990er Jahre wird die Anzahl der deutschen Muttersprachler mit rund 90 bis 100 Millionen weltweit angegeben 56 Quantitative Unterschiede ergeben sich aufgrund mehrerer Faktoren 57 Die Zugehorigkeit zu einer Sprachgruppe bzw die Mutter oder Zweitsprache von Menschen wird in den meisten Landern nicht statistisch erfasst und kann daher nur oft ungenau extrapoliert werden Des Weiteren konnen bei stattfindenden Erhebungen bilinguale Menschen d h mit zwei Muttersprachen oft nur eine Angabe machen Die Zugehorigkeit einiger oft sprecherstarker Varietaten zur deutschen Sprache d h zur Dachsprache Deutsch ist umstritten oder hat sich in der jungeren Geschichte geandert z B Elsassisch Luxemburgisch und Limburgisch Bei zahlreichen Angaben wird zwischen Muttersprachlern und Zweitsprachlern z B viele Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Landern nicht differenziert sondern lediglich deren Summe oder aber nur Ersteres angegeben Ethnologue gibt die Zahl der Erst und Zweitsprachler des Standarddeutschen in Deutschland mit rund 79 Millionen an davon rund 71 Millionen Erstsprachler Es bezieht oft bilinguale Sprecher anderer Varietaten weltweit z B Bairisch Schweizerdeutsch oder Riograndenser Hunsruckisch nicht mit ein und weist daruber hinaus selbst auf die Unvollstandigkeit der Liste hin Weltweit soll es laut Ethnologue rund 76 Millionen Erst und 56 Millionen Zweitsprachler des Standarddeutschen geben was zusammen rund 132 Millionen Sprecher ausmacht 58 Addiert man die angegebenen Sprecherzahlen des Standarddeutschen mit denen der Varietaten welche unter Standard German nicht aufgelistet sind so ergeben sich rund 90 Millionen Erstsprachler des Deutschen Basierend auf reprasentativen Erhebungen und Bevolkerungsstatistiken gehen andere Autoren von maximal rund 95 Millionen Muttersprachlern aus 2 57 59 Angaben von bis zu 105 Millionen Sprechern beziehen sehr wahrscheinlich Zweitsprecher und oder umstrittene aber sprecherstarke Varietaten mit ein 1 Deutsch war damit 2012 die meistverbreitete Muttersprache in der Europaischen Union 60 Geographische Verbreitung und Sprecherzahlen Bearbeiten Land SprecherzahlArgentinien Argentinien 400 000 61 Australien Australien etwa 79 000 62 Belgien Belgien 78 000 in Ostbelgien als Minderheit auch noch im Montzener und Areler Land Deutsch ist eine der drei offiziellen Sprachen Belgiens gemeinsam mit Niederlandisch und Franzosisch Bolivien Bolivien 70 000 63 bis 140 000 64 Russlandmennoniten die zah am Deutschen festhalten im Alltag in Form des Plautdietschen einem niederdeutschen Dialekt in Kirche und Schrifttum jedoch am HochdeutschenBrasilien Brasilien 1 500 000 65 mit Riograndenser Hunsruckisch moglicherweise bis zu 3 000 000 Chile Chile 20 000 siehe auch Launa Deutsch Danemark Danemark 25 900 in Nordschleswig ein Teil davon auch Niederdeutsch etwa zwei Drittel der Angehorigen der deutschen Minderheit bedienen sich jedoch des sudjutischen Dialekts als Umgangssprache 66 Deutschland Deutschland etwa 76 77 Millionen die Deutsch als Muttersprache haben Deutsch ist gesetzliche AmtsspracheDominikanische Republik Dominikanische Republik 30 000 67 Estland Estland knapp 2 000 Deutsch Balten Russlanddeutsche Frankreich Frankreich 1 200 000 v a im Elsass und dem nordostlichen Lothringen 43 der Elsasser gaben 2012 an uber Kenntnisse in Elsassisch zu verfugen 68 74 der Ab 60 Jahrigen 54 der 45 bis 59 Jahrigen 24 der 30 bis 44 Jahrigen 12 der 18 bis 29 Jahrigen 3 der 3 bis 17 JahrigenGriechenland Griechenland 45 000 69 Irland Irland 100 000 70 Israel Israel 200 000 71 siehe auch Jiddisch Italien Italien 310 000 allein in Sudtirol dazu kommen die deutschen Sprachinseln sowie deutschsprachige Auslander 72 Kanada Kanada 438 000 73 Kasachstan Kasachstan 358 000 siehe auch Kasachstandeutsche Kirgisistan Kirgisistan 20 000 siehe auch Kirgisistandeutsche Kroatien Kroatien 3 013 74 Lettland Lettland gut 3 000 Deutsch Balten Russlanddeutsche Liechtenstein Liechtenstein uber 30 000 Deutsch ist alleinige Amtssprache Litauen Litauen gut 3 000 vor allem im Memelland Ostpreussen Deutsch Balten Russlanddeutsche Luxemburg Luxemburg 474 000 Deutsch ist gemeinsam mit dem mitteldeutschen Luxemburgisch und Franzosisch gesetzliche Amtssprache Mexiko Mexiko 80 000 90 000Namibia Namibia 30 000 Deutsch ist eine der gesetzlich anerkannten Nationalsprachen Niederlande Niederlande 80 000 110 000 75 76 Osterreich Osterreich 7 57 Millionen deutschsprachige Osterreicher Deutsch als gesetzliche Amtssprache neben Minderheitensprachen Paraguay Paraguay 166 000 77 Polen Polen 96 000 wovon 58 000 Muttersprachler sind hauptsachlich in der Woiwodschaft Opole Rumanien Rumanien 45 000Russland Russland 75 000 im europaischen Teil 767 300 in Sibirien und 20 000 im Gebiet der ehemaligen Wolgadeutschen Republik heute Oblast SaratowSchweden Schweden Etwa 50 000 Menschen sprechen Deutsch als Muttersprache 78 Sie leben verteilt im ganzen Land besonders in den Grossstadten Stockholm Goteborg und Malmo aber auch in landlichen Regionen wie zum Beispiel Smaland 79 Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl Menschen mit deutschen Wurzeln Deutsche bilden eine der altesten Einwanderergruppen im Land und sind seit dem Mittelalter vertreten 80 81 Schweiz Schweiz 5 Millionen 63 7 der Schweizer Bevolkerung Deutsch ist gesetzliche Amtssprache mit Franzosisch Italienisch und Ratoromanisch Serbien Serbien 5 000 siehe auch Donauschwaben in der Vojvodina Slowakei Slowakei 5 186 Muttersprachler 82 siehe auch Karpatendeutsche Deutsch als 2 Amtssprache in der Gemeinde BlaufussSlowenien Slowenien 1 628 83 Spanien Spanien 100 000 Touristenzuzug davon allein 60 000 auf den Balearen Sudafrika Sudafrika 300 000 500 000 100 000 Passdeutsche 1 Million Deutschstammige siehe Auswartiges Amt siehe auch Nataler Deutsch Thailand Thailand 25 000 84 Tschechien Tschechien 39 100 85 Turkei Turkei 25 000Ukraine Ukraine 38 000 86 Ungarn Ungarn 35 000 200 000 siehe auch Ungarndeutsche Donauschwaben Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1 100 000 87 Zu den statistisch erfassten Deutschsprachigen kommen noch hunderttausende Sprecher in sehr konservativen Taufergruppen die meist von der amtlichen Statistik nicht erreicht werden darunter Amische alter Ordnung 350 000 mit Pennsylvaniadeutsch und zwei alemannischen Dialekten Mennoniten alter Ordnung 40 000 mit Pennsylvaniadeutsch Russlandmennoniten 15 000 mit Plautdietsch und Hutterer 12 000 mit Hutterisch In diesen Gruppen bedient man sich in Alltag eines deutschen Dialekts in Kirche und Schrifttum jedoch eines altertumlichen Hochdeutschen wobei meist zah am Deutschen festgehalten wird selbst von Menschen deren Vorfahren bereits vor 300 Jahren nach Nordamerika ausgewandert sind Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 77 000 88 Insgesamt ca 98 MillionenDie Aufstellung zeigt nur Staaten mit vermutlich mehr als 25 000 Deutschsprachigen oder Staaten die historisches deutsches Siedlungsgebiet waren Die angegebenen Zahlen beruhen zum Grossteil nicht auf der tatsachlichen Zahl der aktiven Sprecher welche so gut wie nicht erfasst werden kann sondern auf Hochrechnungen Staatsangehorigkeiten alten Auswanderungszahlen usw Deshalb liegen einige Zahlen moglicherweise weit uber oder unter den anzunehmenden tatsachlichen Werten Siehe auch Deutschsprachige Minderheiten Deutschsprachige Medien im Ausland Bearbeiten Ein guter Indikator fur die weltweite Verbreitung der deutschen Sprache sind die deutschsprachigen Auslandsmedien deren Zahl leicht zunimmt Verbreitung als Muttersprache und rechtlicher Status Bearbeiten Geschlossener deutscher Sprachraum Bearbeiten geordnet nach ungefahren Sprecherzahlen Deutschland Bearbeiten In Deutschland ist Deutsch die gebrauchlichste Sprache Deutsch ist Amtssprache wird als Standardsprache in den uberregionalen Medien und als Schriftsprache verwendet Als Sprache des Alltags wird es in vielen Regionen fast ausschliesslich gesprochen oft regional leicht eingefarbt Der Ubergang zu den deutschen Dialekten ist fliessend In Deutschland ist Deutsch nach 23 Verwaltungsverfahrensgesetz VwVfG und ebenso nach 19 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch SGB X als Amtssprache nach 5 Beurkundungsgesetz als Sprache fur notarielle Urkunden nach 244 Handelsgesetzbuch als Sprache fur Jahresabschlusse von Unternehmen nach 184 Gerichtsverfassungsgesetz als Gerichtssprache festgelegt Die Frage ob unter Deutsch rechtlich ausschliesslich die hochdeutsche oder auch die niederdeutsche Sprache subsumiert wird wird juristisch uneinheitlich beantwortet Wahrend der BGH in einer Entscheidung zu Gebrauchsmustereinreichung beim Munchener Patentamt in plattdeutscher Sprache das Niederdeutsche einer Fremdsprache gleichstellt Niederdeutsche plattdeutsche Anmeldeunterlagen sind im Sinn des 4a Abs 1 Satz 1 GebrMG nicht in deutscher Sprache abgefasst BGH Beschluss vom 19 November 2002 Az X ZB 23 01 ist nach dem Kommentar von Foerster Friedersen Rohde zu 82 a des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig Holstein unter Verweis auf Entscheidungen hoherer Gerichte zu 184 des Gerichtsverfassungsgesetzes seit 1927 OLG Oldenburg 10 Oktober 1927 K 48 HRR 1928 392 unter dem Begriff deutsche Sprache sowohl Hochdeutsch wie auch Niederdeutsch zu verstehen Deutsch friesische Beschilderung an der Polizeidirektion Husum Nordfriesland Besondere Regelungen gelten fur Sorbisch Danisch als Sprache der danischen Minderheit in Schleswig Holstein Friesisch Romani und Niederdeutsch So sind Niederdeutsch Friesisch und Danisch in Schleswig Holstein nach 82 b LVwG neben dem Hochdeutschen als regionale Amtssprachen anerkannt Demzufolge mussen beispielsweise Behorden in Schleswig Holstein und nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch das Patentamt in Munchen auf Plattdeutsch gestellte Antrage bearbeiten Nach der Europaischen Charta der Regional oder Minderheitensprachen sind die als Minderheiten oder Regionalsprachen in Deutschland anerkannten im Einzelnen folgende Danisch sowohl Reichsdanisch meist als Sydslesvigdansk wie Sonderjysk in Schleswig Holstein gemass Teil III Friesisch Nordfriesisch in Schleswig Holstein Saterfriesisch in Niedersachsen beide gemass Teil III Sorbisch Obersorbisch in Sachsen Niedersorbisch in Brandenburg beide gemass Teil III Romani Sprache der Sinti und Roma in Hessen gemass Teil III in der ubrigen Bundesrepublik gemass Teil II Niederdeutsch in Schleswig Holstein Hamburg Niedersachsen Bremen Mecklenburg Vorpommern gemass Teil III sowie in Nordrhein Westfalen Brandenburg und Sachsen Anhalt gemass Teil II Die landesrechtlichen Umsetzungen sind teilweise noch nicht erfolgt dies betrifft insbesondere die Sprache Romanes Partiell raumlich und oder sachlich haben in Schleswig Holstein die Regional und Minderheitensprachen Niederdeutsch Danisch und Friesisch siehe Friesisch Gesetz den Rang einer Amtssprache Andere in Deutschland wie beispielsweise der jenische Soziolekt oder das Jiddisch oder allochthone Minderheitensprachen wie das Turkische oder Polnische wurden nicht in die Charta aufgenommen 89 90 Ehemals verbreitete Sprachen wie Moselromanisch im 11 Jahrhundert ausgestorben Polabisch im 18 Jahrhundert ausgestorben oder Jiddisch werden heute nicht oder kaum mehr gesprochen Die Aufnahme der deutschen Sprache als Bekenntnis in Artikel 22 des Grundgesetzes wurde 2008 gesellschaftlich diskutiert Die deutsche Partei CDU verabschiedete eine solche Forderung auf ihrem Parteitag im November 2008 91 Andere Parteien kritisierten den Vorstoss als auslanderfeindliche Panikmache bzw als unnotig weil Deutsch selbstverstandlich die Landessprache sei 92 93 Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages sind in einer Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen dass eine Aufnahme der deutschen Sprache als Symbol oder Staatsziel in das Grundgesetz rechtlich zulassig ware 94 Osterreich Bearbeiten Deutsch ungarische Ortstafel Oberwart Burgenland In Osterreich ist laut Artikel 8 Absatz 1 Bundes Verfassungsgesetz BVG aus dem Jahre 1920 die deutsche Sprache ohne nahere Spezifikation die Staatssprache der Republik unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten eingeraumten Rechte Neben dem Deutschen sind Slowenisch in Karnten und in der Steiermark sowie Ungarisch und Burgenlandkroatisch im Burgenland Amtssprachen Tatsachlich gebrauchlich ist im Alltag wie auch im staatlichen Bereich jedoch Osterreichisches Deutsch als nationale Varietat Standardvarietat des Hochdeutschen Diese osterreichische Standardvarietat wurde daher in der II Republik durch das Osterreichische Worterbuch staatlich normiert erstmals 1951 als es alle alten deutschen Regelbucher abloste Nach der Europaischen Charta der Regional oder Minderheitensprachen sind die als Minderheitensprachen in Osterreich anerkannten im Einzelnen folgende Burgenlandkroatisch im Burgenland gemass Teil III Romani im Burgenland gemass Teil II Slowakisch in Wien gemass Teil II Slowenisch in Karnten gemass Teil III in der Steiermark gemass Teil II Tschechisch in Wien gemass Teil II Ungarisch im Burgenland gemass Teil III in Wien gemass Teil IISchweiz Bearbeiten Ein viersprachiges Schild in der Schweiz Deutsch Franzosisch Italienisch und Ratoromanisch In der Schweiz ist Deutsch auf gesamtstaatlicher Ebene National und Amtssprache neben Franzosisch Italienisch und Ratoromanisch das auf gesamtstaatlicher Ebene nur im direkten Verkehr mit Ratoromanen Amtssprache ist Knapp 63 der Bevolkerung das sind etwa funf Millionen Einwohner der Schweiz geben Deutsch als Muttersprache an Die in der Schweiz verwendete Form des Standarddeutschen das Schweizer Hochdeutsch weist Unterschiede zur Standardsprache in Deutschland und Osterreich in Bezug auf Wortschatz Wortbildung Morphologie Syntax Orthographie und Aussprache auf Diese Besonderheiten werden als Helvetismen bezeichnet Umgangssprache ist zudem fast ausschliesslich Schweizerdeutsch eine Sammelbezeichnung fur verschiedene Formen der angestammten alemannischen Dialekte In 17 von 26 Kantonen ist Deutsch alleinige Amtssprache in vier weiteren Amtssprache neben Franzosisch Kantone Bern Freiburg und Wallis bzw neben Italienisch und Ratoromanisch Graubunden Auf Gemeindeebene kann jede Gemeinde ihre Amtssprache n in eigener Kompetenz festsetzen Die Schweiz ist der einzige Staat Europas in dem das Jenische eine Varietat des Deutschen mit der Ratifizierung der europaischen Sprachencharta 1997 als territorial nicht gebundene Sprache wenngleich nicht als Amtssprache anerkannt wurde 95 Siehe auch Schweizer Hochdeutsch Sprachen in der Schweiz und Schweizerisches Idiotikon Belgien Bearbeiten Hauptartikel Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens In Belgien ist Hochdeutsch auf gesamtstaatlicher Ebene mit Niederlandisch und Franzosisch Amtssprache In Ostbelgien den Kantonen Eupen und Sankt Vith ist Deutsch Amtssprache daneben ist Franzosisch als Minderheitensprache kooffiziell Umgekehrt ist es im Kanton Malmedy sowie in den Plattdeutschen Gemeinden wo Franzosisch Amtssprache und Deutsch Minderheitensprache ist Insgesamt rund 100 000 Belgier geben Deutsch als ihre Muttersprache an Liechtenstein Bearbeiten In Liechtenstein ist Standarddeutsch die alleingultige Amtssprache Minderheitensprachen finden keine Anwendung Umgangssprache ist Liechtensteinisch eine alemannische Dialektform und mit dem Schweizerdeutschen und den vorarlbergischen Dialekten eng verwandt Luxemburg Bearbeiten Zweisprachiges Ortsschild in Luxemburg Die kursive luxemburgische Bezeichnung Waarken ist dem amtlichen franzosischen Namen Warken hier identisch mit dem hochdeutschen Namen untergeordnet Zweisprachiges Hinweisschild in Luxemburg In Luxemburg ist Hochdeutsch zusammen mit Luxemburgisch und Franzosisch Amtssprache Franzosisch ist jedoch Legislativsprache d h beispielsweise fur Gesetzestexte oder staatliche Ausschreibungen sind die franzosischen Fassungen massgebend Luxemburgisch ist eine moselfrankische Sprachvarietat des Deutschen ist seit 1984 die einzige Nationalsprache des Grossherzogtums und findet insbesondere in Radio und TV z B RTL Group Verwendung Das Hochdeutsche spielt jedoch insbesondere in den Printmedien Buchern usw nach wie vor eine dominierende Rolle daher spricht man auch von einer luxemburgisch hochdeutschen Diglossie Laut Umfragen der EU 96 geben uber 90 der Luxemburger an sowohl Deutsch auf gutem bis sehr gutem Niveau als auch Franzosisch ausreichend zu beherrschen Das luxemburgische Amt fur Statistik STATEC ermittelte 2011 folgende Verteilung der Umgangssprachen zuhause Arbeit Schule mit Verwandten Freunden Luxemburgisch 70 5 Franzosisch 55 7 Hochdeutsch 30 6 97 Alle offentlichen Amter sind gesetzlich verpflichtet in der Sprache des Burgers zu antworten ohne sich jedoch in der Regel daran zu halten Fur Ortsnamen und damit auch Ortsschilder sind die amtlichen franzosischen Bezeichnungen massgeblich z B Dudelange fur Dudelingen oder Luxembourg fur Luxemburg wobei darunter oft kursiv der Ortsname auf Luxemburgisch steht Sonstige Strassenschilder sind mehrheitlich auf Franzosisch und Hochdeutsch seltener auf Luxemburgisch beschriftet z B an Autobahnen der Hinweis auf eine Arret de secours Nothaltebucht In den Druckmedien sind alle drei Sprachen vertreten aber in unterschiedlicher Gewichtung Die grosste Tageszeitung Luxemburger Wort La Voix du Luxembourg mischt in ihrer Druckversion Artikel deutscher franzosischer und luxemburgischer Sprache und bietet in ihrem Internetauftritt die Wahl zwischen Deutsch Franzosisch Englisch und Portugiesisch 98 Die zweitgrosste Zeitung Tageblatt mischt in ihrer Druckversion die drei Amtssprachen ebenso stellt ihre Website jedoch nur auf Deutsch zur Verfugung 99 Die Sprachverwendung luxemburgischer Unternehmen ist sehr von der Art des Gewerbes bestimmt so sind Werbung und Homepages von Handwerksbetrieben sehr oft ausschliesslich deutsch wohingegen Anwaltskanzleien Architekten oder Steuerberater ihre Webseite in den meisten Fallen nur auf Franzosisch und Englisch zur Verfugung stellen Websites von Privatleuten Schulen oder Clubs usw mischen oft die drei Amtssprachen auf ihren Seiten Obwohl das Standarddeutsche und das Luxemburgische auf den Internetseiten der politischen Parteien uberwiegen sind die Seiten von offentlichen Amtern mehrheitlich nur auf Franzosisch verfugbar 100 Staaten in Europa und Nordasien Bearbeiten alphabetisch geordnet Baltische Staaten Bearbeiten Hauptartikel Deutsch Balten In den baltischen Staaten Estland Lettland und Litauen leben noch gut 8000 Mitglieder der deutschen Minderheit Deutsch Balten Ostpreussen und Russlanddeutsche die Hochdeutsch und teilweise auch Plattdeutsch sprechen Fur Estland wird die Anzahl auf unter 2000 im Jahr 2000 1870 fur Lettland auf gut 3000 2004 3311 und ebenfalls fur Litauen auf gut 3000 101 recht genau beziffert Von den exakt mit 3243 angegebenen in Litauen lebenden Deutschen sprechen als Muttersprache aber nach dieser Angabe nur noch 804 Deutsch Danemark Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Minderheit in Danemark In Danemark wird Deutsch von den etwa 20 000 102 Angehorigen der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig gesprochen und geniesst Minderheitssprachrechte ohne jedoch eine Amtssprache auf nationaler oder regionaler Ebene zu sein 103 Ein Teil der Minderheit spricht zudem Niederdeutsch als Nordschleswiger Platt Schatzungsweise zwei Drittel von ihnen verwenden jedoch den sudjutischen Dialekt der danischen Sprache als Umgangssprache und Deutsch als Hochsprache 104 Danische Volkszahlungen erfassen keine Angaben zu Sprache und ethnischer Zugehorigkeit Deutsche Schulen in Nordschleswig sind wie andere freie Schulen in Danemark zu uber 80 staatlich subventioniert hierzu kommt ein besonderer Zuschlag zur Deckung des zweisprachigen Muttersprachenunterrichtes so dass deutsche Schulen in der Praxis mit kommunalen Schulen vollig gleichgestellt sind Frankreich Bearbeiten Hauptartikel Elsassisch und Lothringisch frankisch Franzosisch elsassisches Strassenschild in Strassburg In Frankreich werden die elsassischen und lothringisch frankischen Dialekte von rund 1 200 000 Personen gesprochen vor allem im Elsass und dem nordostlichen Teil Lothringens Departement Moselle 76 der Elsasser gaben 2012 an uber Kenntnisse in Elsassisch zu verfugen 43 gute Kenntnisse 33 geringe Kenntnisse 105 Die Sprecherzahlen sind allerdings rucklaufig insbesondere in Lothringen und in den Stadten Die Franzosische Republik erkennt trotz der Existenz von acht regional verbreiteten Sprachen und weiteren uberregional verbreiteten neben Franzosisch keine anderen Sprachen als offiziell im Sinne von Amtssprache an Franzosisch ist laut Verfassung Sprache der Republik Dennoch haben die anderen Sprachen eine offizielle Anerkennung als langues regionales darunter fur die ehemalige Region Elsass und das Departement Moselle die lokal verbreiteten deutschen Dialekte und Hochdeutsch als Schriftform und Bezugssprache dieser regionalen Mundarten Dieser Status wirkt sich zumeist nur in der Bildungspolitik aus da die Regionalsprachen in unterschiedlicher Intensitat in der Schule gelernt werden konnen Gerade der Status des Deutschen wird jedoch gegenuber anderen Regionalsprachen noch gestarkt da infolge der Grenzverschiebungen in den Weltkriegen von einem hoheren Bevolkerungsanteil mit mangelnden Franzosischkenntnissen ausgegangen wurde So erhalten Mitarbeiter von Behorden einen hoheren Lohn wenn sie Deutsch beherrschen Einen besonders offiziellen Status erhalt Deutsch dadurch dass die offiziellen Wahlkampftexte profession de foi die jeder Kandidat vorlegen muss der sich zu einer Wahl aufstellen lasst in einer inhaltlich gleichen franzosischen und deutschen Version sein sollen Dabei wird nur Hochdeutsch akzeptiert In jeder anderen Region werden offizielle Veroffentlichungen in jeder anderen Sprache als Franzosisch nicht anerkannt und z T von den Prafekturen eingezogen In den Kirchen finden noch manchmal gemischt oder dialektsprachige Gottesdienste statt Die einzige komplett deutschsprachige Zeitung ist die Riviera Cote d Azur Zeitung in Nizza die sich vornehmlich an Touristen richtet Im Elsass und in Lothringen mussten alle deutschsprachigen Tages und Wochenzeitungen aufgeben da sie in der Vergangenheit durch viele staatliche Restriktionen und durch den teils freiwilligen teils erzwungenen Wechsel von Deutsch Elsassisch zu Franzosisch als Umgangssprache in den Jahrzehnten nach 1945 Leser verloren hatten Die wichtigste gedruckte Informationsquelle fur die deutschsprachigen Elsasser ist derzeit die tagliche mehrseitige deutschsprachige Beilage der Zeitungen L Alsace Mulhausen Mulhouse und Dernieres Nouvelles d Alsace Strassburg 106 107 Italien Bearbeiten Hauptartikel Walser und Zimbern Dreisprachige Beschilderung in Groden Sudtirol auf Ladinisch Deutsch und Italienisch Viersprachige Beschriftung des Regionalrats von Friaul Julisch Venetien in Triest In Italien ist Deutsch regional in Sudtirol neben Italienisch und ortlich Ladinisch Amtssprache Von den etwa 509 000 Einwohnern Sudtirols Stand 2012 gaben bei der letzten Volkszahlung 2011 62 3 der Bevolkerung der Autonomen Provinz Bozen Deutsch als ihre Muttersprache an laut offizieller Sprachgruppenerklarung ohne Berucksichtigung von Fremdsprachen 69 4 Die Tendenz ist aufgrund steigender Einwohnerzahl auch bei anteilmassiger Abnahme leicht steigend Volkszahlung 1991 etwa 65 3 Etwa 75 der italienischsprechenden Bevolkerung lebt in den drei grossten Stadten Bozen Meran und Brixen mit 73 8 49 1 bzw 25 8 Anteil an der jeweiligen Stadtbevolkerung Sprachgruppenerklarung Stand 2011 Alle offentlichen Amter sind gesetzlich zweisprachig genauso wie samtliche Orts und Strassenschilder Diese und andere Beschilderungen im offentlichen Leben waren bis zum zweiten Autonomiestatut von 1972 beinahe ausschliesslich italienisch da Deutsch diesbezuglich unerwunscht oder gar verboten war Heute uberwiegt das Deutsche ausser in Bozen und Meran deutlich Ausserhalb der genannten grossten Stadte in Sudtirol und des Sudtiroler Unterlands ist das Italienische als Alltagssprache kaum vorhanden Deutsch ist uber das eigentliche Sudtirol hinaus Amtssprache der Region Trentino Sudtirol Im Trentino gibt es allerdings nur zwei kleinere Gebiete in denen noch deutsche Dialekte gesprochen werden das Fersental und die Gemeinde Lusern Daneben hat das Deutsche in Italien auch im zur autonomen Region Aosta gehorenden und teils von Walsern bewohnten Tal von Gressoney einen kooffiziellen Status neben Italienisch und Franzosisch Die deutsch alemannischsprachige Bevolkerung umfasst hier aber nur einige Dorfer Deutsche Sprachminderheiten gibt es zudem in den Regionen Venetien und Friaul u a Pladen Zahre Tischlwang Kanaltal sowie Reste des Zimbrischen in den Sieben Gemeinden und Dreizehn Gemeinden Siehe auch Rechtliche Stellung der deutschen Sprache in Sudtirol Polen Bearbeiten Zweisprachige Beschriftung am Gemeindeamt von Cisek Czissek in der Woiwodschaft Opole Polen In Polen leben obwohl in der kommunistischen Zeit der Gebrauch der deutschen Sprache insbesondere in Schlesien sowohl im offentlichen Leben in Kirchen und Schulen als auch im Privatleben verboten war laut Volkszahlung 2011 rund 58 000 deutsche Muttersprachler 108 Diese konzentrieren sich heute hauptsachlich auf die Woiwodschaft Opole wo Deutsch in mehreren Gemeinden offiziellen Status als Hilfssprache hat Es erscheinen mehrere deutschsprachige Zeitungen in Polen mit Auflagen bis zu 10 000 Stuck Dazu gibt es neben dem halbstundigen deutschsprachigen Programm von Radio Polonia auch eine viertelstundige deutschsprachige Horfunksendung namens Schlesien Aktuell Des Weiteren wird wochentlich auf TVP Opole und TVP Katowice fur 15 Minuten eine deutschsprachige Fernsehsendung Schlesien Journal ausgestrahlt In der Hauptstadt Warschau ist die deutsch polnische Begegnungsschule Willy Brandt Schule in der auch in deutscher Sprache unterrichtet wird Mehrsprachige Ortsschilder werden laut polnischem Recht ab einem Minderheitsanteil von mindestens 20 in der jeweiligen Gemeinde oder Stadt verwendet welche in der Woiwodschaft Opole stellenweise erreicht wird Russland Bearbeiten Hauptartikel Russlanddeutsche In Russland ergab die letzte Volkszahlung im Jahre 2002 eine Gesamtzahl von 597 212 Deutschen davon alleine 350 000 in Sibirien Nur ein Teil der Russlanddeutschen spricht jedoch Deutsch als Muttersprache Deutsch ist anerkannte Verkehrssprache der deutschstammigen Bevolkerung in den beiden westsibirischen Nationalkreisen Asowo Gebiet Omsk und Halbstadt Altai Region Rumanien Bearbeiten Hauptartikel Rumaniendeutsche Banater Schwaben und Donauschwaben Hauptartikel Sathmarer Schwaben und Siebenburger Sachsen Zweisprachiges Ortseingangsschild von Sibiu Hermannstadt Rumanien In Rumanien leben etwa 40 000 bis 50 000 deutsche Muttersprachler was etwa 0 2 bis 0 3 der rumanischen Bevolkerung entspricht Diese Bevolkerungsgruppe setzt sich hauptsachlich aus den Siebenburger Sachsen sowie den Donauschwaben zusammen Aufgrund der massiven Abwanderung der jungen Generationen nach Deutschland und Osterreich vor allem nach 1990 leiden diese Bevolkerungsgruppen jedoch unter einer starken Uberalterung das Durchschnittsalter liegt bei etwa 69 Jahren Trotz dieses niedrigen Bevolkerungsanteils wird die deutsche Sprache weitlaufig als kulturelles Erbe angesehen geniesst alle Rechte einer Minderheitensprache und ist vor allem in Stadten und Gemeinden wie z B Hermannstadt Schassburg Temeswar oder Sathmar prasent weshalb dort auch des Ofteren mehrsprachige Beschilderungen zu finden sind Daruber hinaus ist die deutsche Minderheit durch die Partei Demokratisches Forum der Deutschen in Rumanien auch politisch aktiv und stellt beispielsweise seit dem Jahr 2000 den Burgermeister oder die Burgermeisterin von Hermannstadt sowie zeitweise den Kreisratsvorsitzenden des Kreises Sibiu Zudem ist der seit November 2014 amtierende Staatsprasident Klaus Iohannis Siebenburger Sachse In den Verdichtungsgebieten der deutschen Minderheit mit bis etwa 5 Einwohneranteil besteht auch nennenswerte deutsche Infrastruktur in Form von Kindergarten Grund Haupt und Hochschulen sowie Theatern aber auch Zeitungen wie der wochentlichen Hermannstadter Zeitung oder der Allgemeinen Deutschen Zeitung fur Rumanien 109 Tschechien Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Minderheit in Tschechien Sudetendeutsche und Deutschbohmen und Deutschmahrer In Tschechien existiert noch eine kleine deutsche Minderheit von etwa 41 200 Menschen 0 4 der Gesamtbevolkerung Uberreste der Sudetendeutschen die der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg entgangen sind Die Zahl der deutschen Muttersprachler sinkt bestandig da vor allem die jungeren Generationen der Minderheit einem extremen Assimilationsdruck des Tschechischen ausgeliefert sind und zum grossen Teil nicht mehr mit Deutsch aufwachsen Die Bezeichnung Sudetendeutsche ist daruber hinaus auch nicht mehr gebrauchlich stattdessen verwendet man gewohnlich den Begriff Deutsche in Tschechien welche seit der Wende 1990 gewisse Minderheitenrechte geniessen und in der Landesversammlung der Deutschen in Bohmen Mahren und Schlesien sowie im Kulturverband der Burger deutscher Nationalitat organisiert sind Eine deutsche Infrastruktur wie Kindergarten Schulen Strassen oder Ortsschilder existiert flachendeckend nicht mehr und die deutsche Sprache hat weder regionales noch nationales Amts oder Verkehrssprachenstatut Es erscheinen jedoch deutschsprachige Wochenzeitungen wie die Landeszeitung der Deutschen in Bohmen Mahren und Schlesien und die Prager Zeitung Turkei Bearbeiten In der grossten Stadt Istanbul leben seit mehreren Jahrhunderten rund 25 000 Bosporus Deutsche Ungarn Bearbeiten Hauptartikel Ungarndeutsche Zweisprachiges Strassenschild in Sopron Odenburg Ungarn Die deutsche Minderheit in Ungarn Ungarndeutsche geniesst Minderheitenrechte ist jedoch besonders in den jungeren Generationen bereits weitgehend assimiliert so dass Deutsch meistens nur noch als Fremdsprache gelernt wird Offiziell spricht man von etwa 200 000 Ungarndeutschen Tatsachlich durften davon aber hochstens noch etwa 50 000 deutsche Muttersprachler sein etwa 0 5 der Gesamtbevolkerung Da die Minderheit sehr zerstreut uber das Land lebt und nur wenig Identitatsbewusstsein hat spricht man daher oft von einer Doppelidentitat der Ungarndeutschen Zweisprachige Orts Strassen Verkehrs und Amtsschilder findet man beispielsweise in der Stadt Odenburg Sopron nahe der osterreichischen Grenze und vereinzelt auch in anderen Landesteilen In anderen Gebieten mit grosserer deutscher Minderheit gibt es sehr vereinzelt deutsche Kindergartengruppen oder Schulklassen Die deutsche Minderheit in Ungarn ist in der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen organisiert Ubersee Bearbeiten alphabetisch geordnet Australien Bearbeiten Hauptartikel Deutsch Australier Laut den Ergebnissen der letzten Volkszahlung sprachen im Jahre 2006 77 576 oder etwa 0 4 der damals bekannten 19 855 287 Einwohner Australiens zu Hause deutsch Die meisten dieser Deutsch Sprecher lebten wie die Mehrheit der Gesamtbevolkerung in den Millionenstadten des Landes Melbourne Sydney Brisbane Perth Adelaide Den grossten Anteil an der Gesamtbevolkerung mit festem Wohnsitz bildeten die Deutschsprecher in Adelaide 0 57 und seinen Vororten 0 68 der Sunshine Coast 0 64 und Gold Coast 0 52 der Cape York Halbinsel einschliesslich der feuchten Tropen mit Cairns und Umland 0 61 sowie einem Teil des Grenzgebietes zwischen Neu Sud Wales und Victoria 0 52 ausserdem in Melbourne und entlang der Kuste von Neu Sud Wales Zu diesen praktizierenden Deutschsprechern kommen diejenigen hinzu die Deutsch beherrschen es aber nicht mehr taglich verwenden Des Weiteren gibt es eine deutschsprachige Wochenzeitung in Australien mit Namen Die Woche in Australien Sie richtet sich hauptsachlich an deutsch osterreichisch und schweizstammige Einwanderer und bietet sowohl Artikel zu Geschehnissen in Europa als auch Neuigkeiten innerhalb der deutschsprachigen Gemeinschaft Australiens Uber die Zahl der Deutschsprecher hinaus ist die Zahl der Deutschstammigen wesentlich hoher betragt vielleicht etwa eine halbe bis eine Million Menschen oder mehr ist aber damit im Vergleich zum Anteil der Deutschstammigen an der Bevolkerung der Vereinigten Staaten von Amerika dennoch ziemlich gering Dessen ungeachtet spielten einige Deutsche eine recht bedeutende Rolle in der Geschichte insbesondere bei der Entdeckung und Erforschung Australiens Brasilien Bearbeiten Hauptartikel Deutschbrasilianer Wahrhaft reprasentative und fundierte Zahlen zur Zahl der deutschen Muttersprachler in Brasilien gibt es nicht Schatzungen zufolge leben in Brasilien jedoch etwa zwei bis funf Millionen Deutschstammige von denen etwa 850 000 bis 900 000 bilingual Deutsch und Portugiesisch sein durften und somit als deutsche Muttersprachler gewertet werden konnten Ethnologue hingegen gibt allein fur das Riograndenser Hunsruckisch 3 000 000 Sprecher an die sich allerdings mit den geschatzt etwa 1 500 000 Sprechern des Standarddeutschen uberschneiden durften 110 Die Bevolkerungsgruppe des Riograndenser Hunsruckisch konzentriert sich im Wesentlichen auf die Staaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul im Suden des Landes und hier eher auf kleine nicht an der Kuste liegende Stadte Beispiele hierfur sind Pomerode Santa Rosa de Lima oder Treze Tilias in denen noch grosse Teile der Bevolkerung Deutsch sprechen Neben dem Riograndenser Hunsruckisch spielt auch Pomerano eine grossere Rolle Dieser deutsche Dialekt der aus dem Ostpommerschen entstanden ist ist heute insbesondere im Bundesstaat Espirito Santo vertreten wird aber auch in Minas Gerais Rondonia ab 1970 Santa Catarina und Rio Grande do Sul gesprochen Von den laut Ethnologue 300 000 Sprechern in Brasilien sollen 120 000 in Espirito Santo leben 111 Wahrend Sudbrasilien Anfang des 20 Jahrhunderts noch hauptsachlich deutschsprachig war wurde die deutsche Sprache durch Assimilation und durch Unterdruckung oder gar Verbot in der Mitte des 20 Jahrhunderts besonders wahrend des Zweiten Weltkrieges durch Portugiesisch verdrangt Im Laufe der Jahre hat sich die Situation jedoch massgeblich geandert so dass heute die deutsche Sprache als kulturelles Erbe besonders gefordert wird und der Region um Blumenau sogar als touristisches Aushangeschild dient obgleich gerade hier die deutsche Sprache nur noch begrenzt gesprochen wird Deutsche Infrastruktur in Form von Zeitungen und Schulen existiert zwar begrenzt doch im offentlichen Bereich ist Deutsch kaum vorhanden da Portugiesisch alleinige Amtssprache ist und der Schaden durch Unterdruckung an der deutschen Sprachgruppe in Brasilien zu gross und andauernd war um reversibel zu sein Dennoch haben nach 2010 etliche Gemeinden deutsche Dialekte zur zweiten Amtssprache auf kommunaler Ebene erhoben 112 Siehe auch Riograndenser Hunsruckisch Pomerano und Deutschsprachige in Lateinamerika Gemeinden im Bundesstaat Espirito Santo mit Deutsch als zweiter Amtssprache Stand 2018 Gemeinden mit Deutsch als zweiter Amtssprache Stand 2018 112 Pomerano Hunsruckisch StandarddeutschSanta Catarina Pomerode Antonio Carlos Pomerode Sao Miguel da Boa Vista Alto Bela VistaRio Grande do Sul Cangucu Santa Maria do HervalEspirito Santo Santa Maria de Jetiba Pancas Domingos Martins Laranja da Terra Vila Pavao ItaranaGemeinden in denen Deutschunterricht verpflichtend ist Bearbeiten Rio Grande do Sul Nova Petropolis Santa Catarina BlumenauKanada Bearbeiten In Kanada sprechen 438 000 Menschen Deutsch als Muttersprache 73 darunter auch viele Mennoniten etwa in Ontario Das entspricht etwa 1 5 der Gesamtbevolkerung Diese sind meist deutsche Siedler aus dem 19 sowie Einwanderer aus dem 20 Jahrhundert In Kanada sind jedoch nur Franzosisch und Englisch Amtssprachen Namibia Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Sprache in Namibia und Kuchendeutsch Strassenschild in Windhoek Namibia Deutsch war mit Afrikaans und Englisch Amtssprache im damaligen Sudwestafrika in der Zeit der Apartheid von Juni 1984 bis zur Unabhangigkeit Namibias 1990 Seitdem ist Englisch die einzige landesweite Amtssprache und Deutsch nunmehr Verkehrssprache und eine von etwa 20 Nationalsprachen des Landes Damit ist Namibia das einzige aussereuropaische Land in dem Deutsch einen rechtlichen Status auf nationaler Ebene hat und deshalb per Verfassung als Teil der namibischen Kultur gesetzlich verankert ist Etwa 20 000 Namibier weniger als ein Prozent der Gesamtbevolkerung geben Deutsch als ihre Muttersprache an Papua Neuguinea Bearbeiten Hauptartikel Unserdeutsch Der nordliche Teil des pazifischen Staates Papua Neuguinea war unter dem Namen Deutsch Neuguinea von 1884 bis 1914 deutsche Kolonie Zwar wurden die meisten Kolonisten aus dem Deutschen Kaiserreich 1915 von australischen Truppen vertrieben die Nationalsprache Tok Pisin ist allerdings durch die deutsche Sprache beeinflusst worden Weitere Amtssprachen sind die neue Kolonialsprache Englisch und Hiri Motu Als Muttersprache wird die deutsche Sprache lediglich von etwa 100 zumeist alteren Menschen gesprochen Die hier gesprochene lokale Varietat nennt sich Unserdeutsch Paraguay Bearbeiten Hauptartikel Deutschsprachige in Lateinamerika In Paraguay haben laut Ethnologue 166 000 Personen Standarddeutsch als Muttersprache darunter 19 000 die Standarddeutsch und Plautdietsch zusammen als Muttersprache haben Hinzu kommen weitere 19 000 Personen deren Muttersprache allein Plautdietsch ist 77 Eine wichtige Gruppe unter den deutschsprachigen Einwohnern Paraguays sind die deutschsprachigen Mennoniten die seit 1927 meist aus Russland eingewandert sind Durch weitere Zuwanderung aus den Vereinigten Staaten Kanada und Mexiko belauft sich ihre Anzahl inzwischen auf 45 000 50 000 Personen Sie leben vor allem im Nordwesten des Landes und im Chaco wo sie eine zahlenmassig unbedeutende aber mit grosser Wirtschaftskraft und bestimmten Privilegien ausgestattete Minderheit bilden Sie sprechen meist den niederdeutschen Dialekt Plautdietsch Dennoch spielt das Hochdeutsche in den mennonitischen Kolonien eine signifikante Rolle insbesondere als Kirchen Schul und Verwaltungssprache sowie als Sprache der Medien 5 bis 7 der paraguayischen Bevolkerung sind Einwanderer deutscher Herkunft Die Volkszahlung im Jahr 2002 belegt 1838 0 035 der Bevolkerung in Paraguay lebende Personen die in Deutschland geboren sind In der Regierungszeit des deutschstammigen Diktators Alfredo Stroessner der von 1954 bis 1989 das Amt des Staatsprasidenten innehatte sind zehntausende aus Brasilien stammende Deutschbrasilianer eingewandert Allein in den Jahren 1973 74 waren es 42 000 vor allem in die Departements Alto Parana Caazapay Itapua Canendiyu Caaguazu und San Pedro Allein in diesen Departements leben heute weit uber 100 000 Deutschbrasilianer in 9 Gross und 45 Randsiedlungen Ein weiteres Zentrum der Einwanderung liegt um Hohenau herum mit mindestens 30 000 35 000 Deutschbrasilianern Seit dem Sturz Stroessners im Februar Marz 1989 kamen weitere 150 000 Deutschstammige aus Sudbrasilien dazu An der argentinischen Grenze wohnen auch viele polnisch und ukrainischstammige Menschen Vereinigte Staaten Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Sprache in den Vereinigten Staaten Pennsylvania Dutch und Texasdeutsch Heute wird Deutsch in den Vereinigten Staaten von Amerika von etwa 1 5 Millionen Menschen gesprochen Einer Hochrechnung des U S Census Bureau auf der Grundlage des American Community Survey von 2007 zufolge ist es Heimsprache von 1 104 354 Einwohnern der Vereinigten Staaten und liegt damit an siebter Stelle unter den meistgesprochenen Sprachen 87 Dass Hochdeutsch beinahe Amtssprache der Vereinigten Staaten geworden ware ist ein Gerucht das auf eine Fehlinterpretation zuruckzufuhren ist Muhlenberg Legende Tatsachlich bezog sich dieses Gerucht auf den gescheiterten Versuch Gesetzestexte im Staat Virginia in Zukunft auch auf Deutsch veroffentlichen zu lassen Allerdings stellen die Deutschen wohl insgesamt je nach Rechnungsweise die zahlenmassig bedeutendste oder zweit bedeutendste Gruppe von Vorfahren der heutigen Bevolkerung der USA dar um den ersten Platz mit Nachfahren von Einwanderern von den britischen Inseln Englandern Schotten Kymren Iren je nachdem ob diese zusammengerechnet werden oder nicht und wer als Deutscher gilt siehe Census konkurrierend Siehe auch Geschichte der Deutschen in den Vereinigten Staaten Deutsch als Fremdsprache Bearbeiten Hauptartikel Deutsch als Fremdsprache Die Bezifferung der Fremdsprachler der deutschen Sprache weltweit beruht auf sehr vagen Schatzungen Die mit gut 16 Millionen geringste genannte Anzahl basiert auf einer Erhebung der Standigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache des Auswartigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland und des Goethe Instituts aus dem Jahr 2005 die Erhebung aus dem Jahr 2000 bezifferte die Zahl der Deutschlerner weltweit noch auf gut 20 Millionen 113 ist aber in der Aussage alle Menschen zu erfassen die Deutsch als Fremdsprache beherrschen ebenso unrealistisch wie entgegengesetzte Extremzahlen von mehreren 100 Millionen Die von der Standigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache genannte Zahl ist allenfalls geeignet die Anzahl derjenigen zu beziffern die Deutsch im Ausland in erfassten Bildungseinrichtungen als Fremdsprache erlernen und schliesst mithin nicht diejenigen ein die auf anderem Wege z B durch direkte Beruhrung in den deutschsprachigen Landern und angrenzenden Regionen u a Gastarbeiter oder durch Kurse Universitaten Volkshochschulen usw die deutsche Sprache erlernt haben Allein schon fur den Bereich der Europaischen Union wurde im Mai bis Juni des Jahres 2005 durch das Eurobarometer eine Anzahl von rund 55 Millionen EU Burgern 12 Prozent ermittelt die Deutsch als Fremdsprache beherrschen darunter rund 6 Millionen in Deutschland in einer zweiten Erhebung des Eurobarometers von November bis Dezember 2005 sind es 14 Prozent 59 siehe auch Kurzfassung in Amtssprachen der Europaischen Union Unter Berucksichtigung einer Gesamtbandbreite aus Standardabweichung und Wahrscheinlichkeit ist von einer Anzahl zwischen 50 und 60 Millionen innerhalb der EU auszugehen Nicht inbegriffen in diese Zahl sind unter anderen die Fremdsprachler der deutschen Sprache in der Schweiz mehr als 2 Millionen in Russland nach Schatzungen konnten es 10 Millionen oder mehr sein nach Angabe der Standigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache knapp 5 Millionen in Landern ausserhalb der EU in denen ehemalige Gastarbeiter und ihre Familien leben Turkei Ex Jugoslawien Deutsch wird in vielen Landern als Fremdsprache gelehrt Die Lehr und Lernmittel enthalten das Standarddeutsch der Schweiz Osterreichs oder Deutschlands In Europa ist die deutsche Sprache nach Englisch und Russisch als Fremdsprache am weitesten verbreitet Besonders haufig wird Deutsch als Fremdsprache in den Niederlanden in Flandern Skandinavien Russland im Baltikum in Slowenien Kroatien Polen Bosnien und Herzegowina in der frankophonen sowie in der italienischsprachigen Schweiz in Serbien Montenegro Ungarn der Slowakei Tschechien Nordmazedonien Weissrussland und Bulgarien gewahlt 114 In einigen dieser Lander und Regionen ist Deutsch in der Schule die erste Fremdsprache es steht damit noch vor dem Englischen Auch in Japan lernt man haufig Deutsch In anderen Landern so in Frankreich rund vier Millionen nach Eurobarometer die Deutsch als Fremdsprache beherrschen und den Vereinigten Staaten wo nach einer Gallup Studie aus dem Jahre 2001 rund 7 5 Millionen Amerikaner Deutsch als Fremdsprache beherrschen 115 verliert Deutsch zunehmend an Bedeutung gegenuber Spanisch In Ostasien Japan wurde im 19 und 20 Jahrhundert Deutsch als Medizinsprache verwendet anstelle von Latein Deutsch war im Jahr 2002 die nach Englisch am meisten verwendete Sprache im Internet gefolgt von Franzosisch Japanisch Spanisch und Chinesisch Etwa 7 7 Prozent aller Seiten im Internet waren damals auf Deutsch Internetseiten auf Englisch etwa 50 116 Fur 2007 werden etwa 5 9 fur das Deutsche angegeben 45 fur das Englische 4 4 fur Franzosisch 117 W3Techs erhebt 2013 auf 5 9 der Websites Deutsch als Sprache 55 4 Englisch 6 1 Russisch 118 Nach einer Erhebung der Standigen Arbeitsgruppe Deutsch als Fremdsprache der u a das Auswartige Amt und das Goethe Institut angehoren gab es 2000 die meisten Deutschlerner in Russland 4 657 500 3 26 nach Schatzungen bis uber 10 Millionen Polen 2 202 708 5 70 nach Eurobarometer rund 7 Millionen Frankreich 1 603 813 2 52 nach Eurobarometer rund 4 Millionen Tschechien 799 071 7 80 nach Eurobarometer rund 3 Millionen der Ukraine 629 742 Ungarn 629 472 nach Eurobarometer rund 3 5 Millionen Kasachstan 629 874 den Niederlanden 591 190 nach Eurobarometer etwa 11 Millionen den Vereinigten Staaten 551 274 nach einer Gallup Studie rund 7 5 Millionen Fur Kamerun wird die Anzahl der Deutschlerner nach einem Bericht der Deutschen Welle mit rund 200 000 angegeben Insgesamt sprechen 300 000 Menschen Deutsch als Fremdsprache in Kamerun 119 120 In Usbekistan erlernen gut 50 Prozent der rund 1 2 Millionen Schuler des Landes Deutsch 121 die Maximalangabe liegt bei 750 000 122 Nach Darstellung der Eurobarometer Umfrage 2006 ist unter den Europaern Deutsch zusammen mit Franzosisch die zweithaufigstgesprochene Fremdsprache Mehr als jeder dritte Europaer spricht Englisch 38 und jeder siebte Deutsch 14 als Fremdsprache Vor allem in den Niederlanden wo ungefahr 87 der Bevolkerung uber Englisch 70 uber Deutschkenntnisse verfugen in der Slowakei in Ungarn Tschechien aber auch Polen Estland Danemark Schweden Kroatien Slowenien ist die Kenntnis der deutschen Sprache weit verbreitet in diesen Landern liegt der Anteil der Bevolkerung mit Deutschkenntnissen bei rund 20 bis rund 55 Prozent Kenntnisse der deutschen Sprache in den Landern der Europaischen Union einigen ihrer Beitrittskandidaten und der Schweiz und Liechtenstein laut einer Studie von Eurobarometer aus dem Jahr 2006 Im Einzelnen sprechen nach dieser Angabe Deutsch als Fremdsprache in den Niederlanden rund 11 Millionen 66 Prozent der Gesamtbevolkerung in Danemark rund 3 Millionen 54 Prozent in Slowenien knapp eine Million 45 Prozent in Kroatien rund 1 5 Millionen 33 Prozent in Tschechien rund 3 Millionen 31 Prozent in Schweden rund 2 5 Millionen 28 Prozent in der Slowakei rund 1 5 Millionen 28 Prozent in Belgien rund 2 5 Millionen 25 Prozent in Polen rund 7 Millionen 19 Prozent in Estland rund 0 2 Millionen 18 Prozent in Finnland knapp eine Million 17 Prozent in Ungarn rund 1 5 Millionen 16 Prozent in Deutschland rund 6 Millionen 7 Prozent in Frankreich rund 4 Millionen 7 Prozent im Vereinigten Konigreich rund 3 5 Millionen 6 Prozent in der Turkei rund 3 Millionen 4 Prozent in Italien rund 2 5 Millionen 4 Prozent Deutsch in internationalen Organisationen Bearbeiten Europaische Union Bearbeiten Deutsch ist eine von 24 123 Amtssprachen der Europaischen Union und neben Englisch und Franzosisch auch Arbeitssprache der Europaischen Union Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europaischen Union und knapp nach Englisch und mit Abstand vor Franzosisch zweitmeistgesprochene Sprache Mutter und Fremdsprachler der Europaischen Union Allerdings verfugen weniger als 20 Prozent der Bediensteten der Europaischen Kommission uber Deutschkenntnisse und de facto erschopft sich der Arbeitssprach Status fur Deutsch in der Vorlage von Texten in dieser Sprache fur die abschliessenden Beratungen 124 Vereinte Nationen Bearbeiten In der UNO ist Deutsch keine Amts respektive Arbeitssprache Eine Sonderstellung gegenuber den anderen Nicht Amtssprachen besteht darin dass seit 1975 der Deutsche Ubersetzungsdienst der Vereinten Nationen fur wichtige offizielle Dokumente deutsche Versionen erstellt Finanziert wird der Dienst der in das UN Sekretariat eingegliedert ist von einem Treuhandfonds den Deutschland Liechtenstein Osterreich und die Schweiz mit Beitragen fordern Die Weltorganisation fur geistiges Eigentum eine Behorde der Vereinten Nationen verwaltet den Vertrag uber die Internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Patentwesens kurz PCT genannt Im Rahmen des PCT ist Deutsch neben Arabisch Chinesisch Englisch Franzosisch Japanisch Koreanisch Portugiesisch Russisch und Spanisch eine der Sprachen in der Patentanmeldungen eingereicht werden konnen Internationale Institutionen Bearbeiten Zu den wichtigsten internationalen Institutionen ausserhalb der EU welche Deutsch zu ihren offiziellen Sprachen zahlen gehoren unter anderem Europaische Patentorganisation EPO Europaische Weltraumorganisation ESA Organisation fur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE Reporter ohne Grenzen ROG World Association of Newspapers WAN Zahlreiche europaische und globale Sportverbande z B Europaische Handballfoderation EHF Federation Internationale de Basketball FIBA Federation Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing FIBT Federation Internationale de Football Association FIFA Federation Internationale de Gymnastique FIG Federation Internationale de Luge de Course FIL Federation Internationale de Ski FIS Internationale Biathlon Union IBU Union of European Football Associations UEFASprachstruktur BearbeitenAussprache Bearbeiten Hauptartikel Aussprache der deutschen Sprache Alphabet Bearbeiten Hauptartikel Deutsches Alphabet Das deutsche Alphabet ist diejenige Variante des lateinischen Alphabets die zur Schreibung der deutschen Sprache verwendet wird Im heutigen standardisierten Gebrauch umfasst es die 26 Grundbuchstaben des lateinischen Alphabets zuzuglich der drei Umlaute A O U In Deutschland Osterreich und Luxemburg sowie den deutschsprachigen Minderheiten in Belgien Danemark Nordschleswig Italien Sudtirol und Polen Oberschlesien kommt das Eszett ss auch scharfes S genannt hinzu in der Schweiz und in Liechtenstein jedoch nicht mehr Rechtschreibung Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Rechtschreibung Grammatik Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Grammatik Die deutsche Sprache hat im Vergleich mit anderen germanischen Sprachen ein reiches System von Wortformen Flexion bewahrt in einem Ausmass wie sonst nur das Islandische Deutsch unterscheidet drei Genera grammatische Geschlechter bei Substantiven mit denen die Formen der begleitenden Artikel und Adjektive ubereinstimmen mussen ferner an allen drei Wortarten vier Kasus und zwei Numeri Einzahl und Mehrzahl Ungewohnlich ist die zusatzliche stark schwach Flexion der Adjektive die anzeigt welche Art von Artikel vorausgeht Deutsch markiert Formen fur Tempus Person und Modus am Verb und nutzt Hilfsverben zum Ausdruck weiterer grammatischer Kategorien Verben erscheinen mit einem reichen System an Prafixen Partikeln und anderen Elementen die zusammengesetzte Verben ergeben Typisch fur das Deutsche ist auch eine hohe Anzahl von Prapositionen und ein reiches Inventar an Abtonungspartikeln halt eben eh Siehe auch Grammatikbegriffe im Deutschen Erbworter Lehnworter und Fremdworter Bearbeiten Hauptartikel Erbworter Lehnworter und Fremdworter Erbworter sind diejenigen Lexeme die seit der Zeit des Protogermanischen ununterbrochen Teil des Wortschatzes derjenigen germanischen Varietaten gewesen sind aus denen sich das heutige Deutsche entwickelt hat Einen grossen Teil dieser Worter hatte das Protogermanische seinerseits aus dem Protoindogermanischen Protoindoeuropaischen ererbt Zu den Erbwortern gehoren Worter wie zwei Zaun hundert Liebe Zahn oder Vieh Lehn und Fremdworter entstammen nicht dem germanischen Grundstock sondern sind in die deutsche Sprache gelangt Die meisten dieser Worter stammen aus anderen indogermanischen indoeuropaischen Sprachen Dabei sind Fremdworter im Gegensatz zu Lehnwortern an der Betonung der Schreibweise oder der Aussprache als fremd erkennbar Beispiele fur Lehnworter aus dem Lateinischen sind Fenster Wein Strasse Ziegel oder Rettich wahrend Pfaffe Kirche Graf Meter und Thron altgriechischen Ursprungs sind Einige Lehnworter hat das Deutsche aus dem Hebraischen ubernommen wie z B dufte aus טו ב gut oder Pleite aus פלטה Flucht Fremdworter altgriechischer Herkunft sind Biologie Theologie Mathematik Apotheke Arktis Historie Chronometer Demokratie oder Arithmetik Fremdworter italienischer Herkunft sind beispielsweise Bilanz und Melone aus dem Franzosischen stammen Garderobe Toilette und Pissoir Die allermeisten Lehn und Fremdworter in der deutschen Sprache sind ihrerseits indogermanischen Ursprungs So gehen Bruch und Fraktur auf ein und dasselbe indogermanische Wort zuruck Wahrend Bruch ein germanisches Erbwort ist entstammt Fraktur oder Fraktion sowie Fragment dem Lateinischen Ahnlich verhalt es sich mit dem Erbwort Joch und dem indischen Fremdwort Yoga Bewertungsfragen BearbeitenIn diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen Abschnitt geht nur auf die Situation in Deutschland ein Fehlende Erorterung der Situation in der mehrsprachigen Schweiz dort ist einiges anders Hilf der Wikipedia indem du sie recherchierst und einfugst Deutsch als Amtssprache Bearbeiten Englisch ist keine offizielle Amtssprache in Deutschland Im Dezember 2014 forderte der Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff neben Deutsch die englische Sprache als Verwaltungs und spater als Amtssprache zuzulassen um die Bedingungen fur qualifizierte Zuwanderer zu verbessern den Fachkraftemangel abzuwenden und Investitionen 125 zu erleichtern In mehreren Stadten und Bundeslandern gibt es bereits Angebote in englischer Sprache teils wurde sie auch zur offiziellen Verwaltungssprache erhoben im Jahr 2015 etwa in Dusseldorf 126 Die Zuganglichkeit fur z B Expats und internationale Wissenschaftler auf dem deutschen Arbeitsmarkt soll damit erhoht werden diese Arbeitskrafte haben meist hohe Einkommen und wurden sich eher entscheiden in Deutschland zu bleiben wenn sie die Behorden besser verstehen und nutzen konnen um spater die deutsche Sprache zu erlernen 127 Einer reprasentativen YouGov Umfrage aus dem Jahr 2013 zufolge wurden es 59 Prozent der Deutschen begrussen wenn die englische Sprache in der gesamten Europaischen Union den Status einer Amtssprache erlangen wurde 128 Ein Arbeitgeber kann von einem auslandischen Arbeitnehmer verlangen dass dieser seine Arbeitsleistung in deutscher Sprache erbringt und nach auf Deutsch abgefassten Arbeitsanweisungen arbeitet 129 130 Vermeidung der deutschen Sprache Bearbeiten Im Zuge der Globalisierung besteht ein Trend darin die Verwendung der deutschen Sprache im deutschen Sprachraum zu vermeiden Dies trifft nicht nur auf Formen der mundlichen oder schriftlichen Kommunikation zu bei denen einer der Beteiligten die deutsche Sprache nicht hinreichend beherrscht bzw bei denen das von vornherein vermutet wird sondern auch auf Situationen in denen der Adressat der Kommunikation des Deutschen machtig ist Das trifft auf genormte Situationen wie den Funkverkehr in der Luftfahrt zu aber auch auf weite Bereiche der Kulturwirtschaft Lange Zeit war es z B in Deutschland verpont Lieder die nicht den Genres Schlager oder Volksmusik angehoren sollten auf Deutsch zu singen Einen Sonderfall stellen Opfer des Nationalsozialismus dar die sich weigern Deutsch zu sprechen oder zu schreiben selbst wenn sie diese Sprache in ihrer Kindheit oder Jugend erlernt haben Deutsch sei eine Sprache die lange Zeit eher gebellt als gesprochen worden sei Ganz Europa hat das deutsche Gebell gehort es hat sich tief in das Gedachtnis der Volker eingegraben meint Jurgen Trabant 131 Schutz der deutschen Sprache Bearbeiten Eine aktive Sprachpolitik wie sie unter anderem in Frankreich und Island betrieben wird um eine Anreicherung der Sprache mit Anglizismen zu unterbinden findet in Deutschland seit Mitte des 20 Jahrhunderts nicht mehr statt Gleichwohl gibt es auch heute noch im deutschen Sprachraum Sprachpfleger die sich bemuhen die deutsche Sprache vor Sprachpanschern zu schutzen Siehe auch Liste deutscher Sprachvereine Fur die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland setzen sich das Goethe Institut die Zentralstelle fur das Auslandsschulwesen und der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD ein Klaus Dieter Lehmann sorgt sich als Prasident des Goethe Instituts speziell um Deutsch als Wissenschaftssprache Mehr als 90 Prozent der wissenschaftlichen Publikationen entfielen unterdessen auf die englische Sprache Wissenschaftliche Beschreibungen arbeiteten haufig mit Bildern und Metaphern aus dem Alltag Werde diese Verbindung im Deutschen gekappt sei die Wissensteilhabe von Deutsch Sprechenden und ihr Umgang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen gefahrdet was zu schnell schwindender Legitimation der Wissenschaft fuhren konne Auch beklagt Lehmann dass der schulische Deutschunterricht hierzulande derzeit reduziert statt erweitert wird Die deutsche Sprache werde mit ihren kulturellen und literarischen Bezugen eher zum Werkzeug einer Verkehrssprache degradiert 132 Sprachbeispiel BearbeitenAllgemeine Erklarung der Menschenrechte source source Artikel 1 Alle Menschen sind frei und gleich an Wurde und Rechten geboren Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Bruderlichkeit begegnen Musikbeispiel aus dem Jahr 2020 Duo Systemabsturz 133 source source Ich habe noch nie ein n Wikipedia Eintrag verfasst Wir ham das Internet geschaffn das wir nie wollt n Textsammlungen BearbeitenBeim Projekt Gutenberg DE gibt es Texte von uber 1000 Autoren Wikisource enthalt mehr als 9300 deutschsprachige Werke Siehe auch Deutsche Literatur Deutschsprachige Schriftsteller und SprichworterSiehe auch BearbeitenDeutscher Sprachatlas Documenta linguistica Liste der haufigsten Worter der deutschen Sprache Liste deutscher Worter in anderen Sprachen VerdeutschungLiteratur BearbeitenDigitales Nachschlagewerk Atlas deutsche Sprache Geschichte Aufbau und Systematik der deutschen Sprache Band 112 Directmedia Publishing GmbH Berlin 2004 ISBN 978 3 89853 512 0 CD ROM Worterbucher Liste bedeutender Worterbucher Zum deutschen Wortschatz Erb Lehn und Fremdworter Harald Wiese Eine Zeitreise zu den Ursprungen unserer Sprache Wie die Indogermanistik unsere Worter erklart 2 Auflage Logos Verlag Berlin 2010 ISBN 978 3 8325 1601 7 Sprach und Mundartenkarten Werner Konig dtv Atlas Deutsche Sprache 7 Auflage Deutscher Taschenbuch Verlag Munchen 2011 ISBN 978 3 423 03025 0 noch auf dem Stand der 1 Auflage von 1978 Zur Geschichte Ulrich Ammon Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt De Gruyter Berlin New York 2015 ISBN 978 3 11 019298 8 Jochen A Bar Die Zukunft der deutschen Sprache In Ekkehard Felder Hrsg Sprache Heidelberger Jahrbucher Band 53 Springer Berlin Heidelberg 2009 ISBN 978 3 642 00342 4 S 59 106 Wolfgang Krischke Was heisst hier Deutsch Kleine Geschichte der deutschen Sprache C H Beck Munchen 2009 ISBN 978 3 406 59243 0 allgemeinverstandliche Darstellung Peter von Polenz Deutsche Sprachgeschichte vom Spatmittelalter bis zur Gegenwart Band I Einfuhrung Grundbegriffe 14 bis 16 Jahrhundert 2 uberarbeitete und erweiterte Auflage De Gruyter Berlin New York 2000 ISBN 3 11 012458 0 Peter von Polenz Deutsche Sprachgeschichte vom Spatmittelalter bis zur Gegenwart Band II 17 und 18 Jahrhundert 2 Auflage De Gruyter Berlin New York 2013 ISBN 978 3 11 031454 0 Peter von Polenz Deutsche Sprachgeschichte vom Spatmittelalter bis zur Gegenwart Band III 19 und 20 Jahrhundert De Gruyter Berlin New York 1999 ISBN 3 11 016426 4 Peter von Polenz Geschichte der deutschen Sprache 10 vollig neu bearbeitete Auflage De Gruyter Berlin New York 2009 ISBN 978 3 11 017507 3 Zur Sprachentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik Theodor Constantin Plaste und Elaste ein deutsch deutsches Worterbuch Mit Zeichnungen von Titus Edition Jule Hammer Haude amp Spener Berlin 1983 ISBN 3 7759 0249 X Zu Sprachkontakten der deutschen Sprache Johannes Bechert Wolfgang Wildgen Einfuhrung in die Sprachkontaktforschung Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1991 ISBN 3 534 03266 7 Csaba Foldes Kontaktdeutsch Zur Theorie eines Varietatentyps unter transkulturellen Bedingungen von Mehrsprachigkeit Gunter Narr Tubingen 2005 ISBN 3 8233 6160 0 Claudia Maria Riehl Sprachkontaktforschung Narr Tubingen 2004 ISBN 3 8233 6013 2 Uriel Weinreich Languages in contact French German and Romansh in twentieth century Switzerland Benjamins Amsterdam 2011 ISBN 978 90 272 1187 3 Weblinks Bearbeiten Commons Deutsche Sprache Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikiquote Deutsche Sprache Zitate Wikiversity Fachbereich Germanistik Kursmaterialien Wikinews Deutsche Sprache in den Nachrichten Wiktionary Deutsch Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Duden online Atlas zur deutschen Alltagssprache Eintrag zur deutschen Sprache PDF 146 kB in der Enzyklopadie des Europaischen Ostens Deutsches Worterbuch online Jacob und Wilhelm Grimm Wortschatzlexikon der Universitat Leipzig Es gibt nicht nur ein richtiges Deutsch Beitrag auf srf ch vom 20 Januar 2019 So hat sich die deutsche Sprache entwickelt Beitrag auf dw com vom 8 August 2020Einzelnachweise Bearbeiten a b Thomas Marten Fritz Joachim Sauer Hrsg Landerkunde Deutschland Osterreich und Schweiz mit Liechtenstein im Querschnitt Inform Verlag Berlin 2005 ISBN 3 9805843 1 3 S 7 a b c sprachkreis deutsch ch Memento vom 15 Marz 2015 im Internet Archive Euromosaik Studie aus 2004 Deutsch in der Slowakei S 285 289 PDF 4 6 MB Abgerufen am 31 Januar 2013 a b Regional und Minderheitensprachen der Europaischen Union Euromosaik Studie Deutsch in der Slowakei Memento vom 24 August 2009 im Internet Archive Abgerufen am 13 November 2009 Urad splnomocnenca vlady SR pre narodnostne mensiny Regierungsrat der slowakischen Republik fur nationale Minderheiten und ethnische Gruppen Liste slowakischer Gemeinden mit uber 20 Minderheitenanteil 2011 PDF Instituto de Investigacao e Desenvolvimento em Politica Linguistica Lista de linguas cooficiais em municipios brasileiros Liste von brasilianischen Gemeinden welche eine ko offizielle Sprache z B Deutsch und den ostpommerschen oder hunsruckischen Dialekt eingefuhrt haben abgerufen am 16 Juli 2019 portugiesisch Deutsch in Namibia Memento vom 28 Mai 2016 im Internet Archive PDF 5 6 MB In Allgemeine Zeitung 18 Juli 2007 Beilage Rudiger Danowski Zur Lage der deutschen Minderheit in Polen seit 1989 ostpreussen info de abgerufen am 13 November 2009 Deutsche Mennonitenkolonien in Paraguay Support from the European Commission for measures to promote and safeguard regional or minority languages and cultures The Euromosaic sutdy German in Denmark Memento vom 24 November 2009 im Internet Archive englisch Abgerufen am 13 November 2009 O povo pomerano no ES Memento vom 21 Dezember 2012 im Webarchiv archive today Plenario aprova em segundo turno a PEC do patrimonio Memento vom 30 November 2014 im Webarchiv archive today Emenda Constitucional na Integra PDF 69 kB ALEES PEC que trata do patrimonio cultural retorna ao Plenario Memento vom 14 Dezember 2013 im Internet Archive LEI 14 061 Declara Integrante Do Patrimonio Historico E Cultural Do Estado Do Rio Grande Do Sul A Lingua Hunsrik De Origem Germanica LEI Nº 14 061 de 23 de julho de 2012 Declara integrante do patrimonio historico e cultural do estado do Rio Grande do Sul a lingua hunsrik de origem germanica Deutsche Sprache in Europa Memento vom 15 Mai 2011 im Internet Archive PDF 5 MB Deutsche Minderheit in Rumanien Zimmerpflanze oder Betreuungs Objekt siebenbuerger de 15 April 2001 rusdeutsch eu Russlanddeutsche Geschichte und Gegenwart Deutsche Minderheit in Kasachstan Deutsche Minderheit in Kirgistan Regional und Minderheitensprachen der Europaischen Union Euromosaik Studie Deutsch in der Tschechischen Republik Memento vom 24 November 2009 im Internet Archive Abgerufen am 13 November 2009 Regional und Minderheitensprachen der Europaischen Union Euromosaik Studie Deutsch in Ungarn Memento vom 24 August 2009 im Internet Archive Abgerufen am 13 November 2009 Sudafrikanische Verfassung Abgerufen am 30 Marz 2013 Ratifizierung der Europaischen Charta fur Regional oder Minderheitensprachen Abgerufen am 5 Mai 2003 Duden Das Ausspracheworterbuch 7 Auflage 2015 www europa steiermark at Europa Land Steiermark Barbara Sulzer Welche Sprache spricht die EU Abgerufen am 11 April 2020 Klaus Dieter Lehmann Die deutsche Sprache in der Welt Immer mehr Menschen erlernen sie In Der Tagesspiegel 20 August 2019 S 20 www helpster de Glottonym Erklarung a b c d e Eintrag deutsch beim Digitalen Worterbuch der deutschen Sprache nach Wolfgang Pfeifer Etymologisches Worterbuch Matthias Becher Eid und Herrschaft Untersuchungen zum Herrscherethos Karls des Grossen Thorbecke Sigmaringen 1993 ISBN 3 7995 6699 6 Vortrage und Forschungen Konstanzer Arbeitskreis fur Mittelalterliche Geschichte Sonderband 39 Vgl Hans K Schulze Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen Merowinger und Karolinger 1998 S 12 Werner Betz Karl der Grosse und die Lingua Theodisca In Wolfgang Braunfels Hrsg Karl der Grosse Lebenswerk und Nachleben Band II Das Geistige Leben Dusseldorf 1965 S 305 Das Bleibendste aber wohl was Karl fur die deutsche Sprache getan hat ist die Durchsetzung eben dieses Namens deutsch und die Ermoglichung seiner Pragung Karl brauchte einen Namen fur die germanischen Sprachen seines Reiches so wie es fur die romanischen Sprachen die Bezeichnung lingua Romana rustica gab Graeme Dunphy Medieval Das Annolied Abgerufen am 24 Mai 2021 Real Academia Espanola Ivan G Marcus Ashkenaz In YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe 9 Juli 2010 abgerufen am 23 April 2013 englisch Stefan Sonderegger Grundzuge deutscher Sprachgeschichte Diachronie des Sprachsystems Band 1 Einfuhrung Genealogie Konstanten Walter de Gruyter Berlin 1979 Nachdruck 2011 S 118 128 Karte in Anlehnung an Eckhard Meineke Judith Schwerdt Einfuhrung in das Althochdeutsche Paderborn Zurich 2001 S 209 Norman Devies Verschwundene Reiche Die Geschichte des vergessenen Europa Darmstadt 2013 ISBN 978 3 534 25975 5 S 155 hier abgedruckt ein Auszug aus W Blockmans W Prevenier The Promised Lands The Countries under Burgundian Rule 1369 1530 Philadelphia 1999 S 164 f R Boumans J Craeybeckx Het bevolkingscijfer van Antwerpen in het derde kwart der XVIe eeuw T G 1947 S 394 405 David Nicholas The Domestic Life of a Medieval City Women Children and the Family in Fourteenth Century Ghent S 1 Hendrik Spruyt The Sovereign State and Its Competitors An Analysis of Systems Change Princeton University Press 1996 google com Larkin Dunton The World and Its People Silver Burdett 1896 S 160 Jan Goossens Niederdeutsche Sprache Versuch einer Definition In Jan Goossens Hrsg Niederdeutsch Sprache und Literatur Karl Wachholtz Neumunster 1973 S 9 27 Herman Vekeman Andreas Ecke Geschichte der niederlandischen Sprache Lang Bern u a 1993 S 213 214 Fausto Cercignani The Consonants of German Synchrony and Diachrony Cisalpino Milano 1979 Worterverzeichnis der deutschen Rechtschreibung mit Beigabe des amtlichen Regelbuchs Nach den amtlich festgestellten Grundsatzen verfasst von Dr G Ammon Kgl Gymnasialprofessor unter Mitwirkung von Oberstudienrat Dr N Wecklein Kgl Gymnasialrektor R Oldenbourg Munchen 1903 Deutsche sprechen schlecht Englisch In Die Zeit 18 Juni 2013 Sprachen lernen Fernsehen auf Englisch In Die Zeit 9 April 2014 Birgit Wolf Sprache in der DDR Ein Worterbuch De Gruyter Berlin New York 2000 ISBN 3 11 016427 2 Peter Polenz Deutsche Sprachgeschichte vom Spatmittelalter bis zur Gegenwart Band 2 De Gruyter Berlin New York 2000 S 121 a b c d Otto Behaghel Geschichte der deutschen Sprache Walter de Gruyter GmbH amp Co KG 2019 ISBN 978 3 11 144611 0 Hermann Niebaum Einfuhrung in die Dialektologie des Deutschen 2011 S 98 Jan Goossens Niederdeutsche Sprache Versuch einer Definition In Jan Goossens Hrsg Niederdeutsch Sprache und Literatur Eine Einfuhrung 2 Auflage Wachholtz Neumunster 1983 S 13 15 Klaus Dieter Lehmann Die deutsche Sprache in der Welt Immer mehr Menschen erlernen sie In Der Tagesspiegel 20 August 2019 S 20 Allein bei den rund 160 Goethe Instituten in der Welt gab es in den letzten funf Jahren laut Lehmann eine Steigerung der Deutsch Lernenden um 20 Prozent bei den Deutsch Prufungen um 30 Prozent Ebenda Jacques Leclerc Quebec 2001 a b Ulrich Ammon Die Stellung der deutschen Sprache in der Welt PDF de Gruyter Mouton Berlin Munchen Boston 2015 ISBN 978 3 11 019298 8 Ethnologue 21 Auflage 2018 Seite German Standard der Online Version abgerufen am 16 April 2018 a b Erhebung November bis Dezember 2005 Spezial Eurobarometer 243 Die Europaer und ihre Sprachen S 4 PDF 591 kB abgerufen am 26 Januar 2010 und Erhebung Mai Juni 2005 Europeans and Languages Memento vom 28 Januar 2007 im Internet Archive PDF 148 kB abgerufen am 26 Januar 2010 Europaische Kommission Spezial Eurobarometer 386 Die europaischen Burger und ihre Sprachen PDF Ohne Ort 2012 S 8 amp S 12 Raymond G Gordon Jr Hrsg Ethnologue Languages of the world 15 Auflage SIL International Dallas Tex 2005 Online version Languages of Argentina Abgerufen am 2 Januar 2007 ethnologue com Bolivia Abgerufen am 20 Mai 2019 Plautdietsch Abgerufen am 20 Mai 2019 ethnologue com ethnologue com Deutsche Residenten lt www spiegel de olcalsace org l Alsace en version originale Quelle Auswartiges Amt Quelle www deutsch iren de Ethnologue report for Israel ethnologue com englisch abgerufen am 13 November 2009 Zahl allein fur Sudtirol laut Landesinstitut fur Statistik ASTAT Ergebnisse der Volkszahlung 2011 Hinzu kommen die deutschen Sprachinseln Oberitaliens sowie uber 50 000 deutschsprachige Immigranten in Italien a b Population by mother tongue by province and territory 2006 Census Memento vom 20 April 2008 im Webarchiv archive today Canada s national statistical agency englisch abgerufen am 13 November 2009 Volkszahlung von 2001 dzs hr Personen mit deutscher osterreichischer und schweizerischer Staatsangehorigkeit in den Niederlanden Centraal Bureau voor de Statistiek 2018 Onbekende buren Duitsland voor Nederlanders Nederland voor Duitsers D Linthout Atlas Verlag Amsterdam 2006 a b Languages of Paraguay ethnologue com englisch Tabelle Befolkning efter fodelseland och ursprungsland 31 december 2014 Schwedisches Statistisches Zentralburo 2014 abgerufen am 11 Februar 2016 Kommunale Statistiken auf http www scb se Einwanderung nach Schweden 1000 1900 wiki genealogi se abgerufen am 11 Februar 2016 Anders Johnson Garpar gipskatter och svartskallar Invandrarna som byggde Sverige Stockholm 2010 Wayback Machine PDF Nicht mehr online verfugbar 6 Oktober 2014 archiviert vom Original am 6 Oktober 2014 abgerufen am 19 Dezember 2017 Volkszahlung 2002 stat si Quelle WDR Fernsehen 2007 ethnologue com ethnologue com a b Language Use in the United States 2007 PDF 1 9 MB U S Census Bureau 2010 englisch mirror co uk Osterreichisches BGBl gleichlautend in Deutschland und der Schweiz Memento vom 21 August 2009 im Internet Archive bka gv at European Commission Languages of Europe Memento vom 31 Dezember 2008 im Internet Archive Euromosaic study englisch Stand 27 Oktober 2006 CDU Vorstoss argert Merkel Deutsch ins Grundgesetz Memento vom 5 Dezember 2008 im Internet Archive sueddeutsche de 3 Dezember 2008 Streit um Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz In tagesspiegel de 3 Dezember 2008 Ozdemir geisselt CDU Parteitagsbeschluss Man spricht deutsch Memento vom 29 Dezember 2008 im Internet Archive fr online de 2 Dezember 2008 Deutsch im Grundgesetz Memento vom 13 August 2012 im Internet Archive Wiss Dienste vom 22 November 2010 PDF 64 kB Abgerufen am 22 Mai 2013 Fahrende Anerkennung als nationale Minderheit Memento vom 20 Dezember 2007 im Internet Archive Schweizerische Eidgenossenschaft Bundesamt fur Kultur Europeans and languages Eurobarometer 63 4 Memento vom 28 Januar 2007 im Internet Archive englisch PDF 144 kB Abgerufen am 13 November 2009 Institut national de la statistique et des etudes economiques Umgangssprache n PDF Abgerufen am 7 Juni 2014 Website des Luxemburger Wort abgerufen am 7 Juni 2014 Website des Tageblatt abgerufen am 7 Juni 2014 de 13 Juni 2017 abgerufen am 23 Mai 2021 gemass stat gov lt Memento vom 24 September 2012 im Webarchiv archive today zur regionalen Verteilung 2001 Auslandsdeutsche Memento vom 26 Dezember 2014 im Webarchiv archive today Bundeszentrale fur politische Bildung German in Denmark Euromosaic englisch Abgerufen am 13 November 2009 Nordschleswig Schleswig Holstein Danen und Deutsche als Minderheiten Gesellschaft fur bedrohte Volker 15 Marz 2005 Der Dialekt in Zahlen Office pour la Langue et les Cultures d Alsace et de Moselle OLCA abgerufen am 1 Mai 2021 Internetseite der Dernieres Nouvelles d Alsace zur deutschsprachigen Beilage der beiden grossten elsassischen Zeitungen Memento vom 8 Mai 2014 im Internet Archive Internetseite von L Alsace zur deutschsprachigen Beilage der beiden grossten elsassischen Zeitungen Franz Josef Sehr Professor aus Polen seit Jahrzehnten jahrlich in Beselich In Jahrbuch fur den Kreis Limburg Weilburg 2020 Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg Weilburg Limburg 2019 ISBN 3 927006 57 2 S 223 228 Rumanische Regierung Memento vom 8 Februar 2010 im Internet Archive Hunsrik In Ethnologue ethnologue com abgerufen am 23 November 2018 Brazil Abgerufen am 16 Juli 2019 englisch a b Instituto de Investigacao e Desenvolvimento em Politica Linguistica Lista de linguas cooficiais em municipios brasileiros Liste von brasilianischen Gemeinden welche eine ko offizielle Sprache z B Deutsch und den ostpommerschen oder hunsruckischen Dialekt eingefuhrt haben abgerufen am 16 Juli 2019 portugiesisch Deutsch als Fremdsprache weltweit Datenerhebung 2005 goethe de Deutsch als Fremdsprache PDF 237 kB Bundeszentrale fur politische Bildung 2012 abgerufen am 1 April 2015 About One in Four Americans Can Hold a Conversation in a Second Language gallup com Martin Ebbertz Das Internet spricht Englisch und neuerdings auch Deutsch Sprachen und ihre Verbreitung im World Wide Web 2002 abgerufen am 1 Januar 2011 Daniel Pimienta Daniel Prado Alvaro Blanco Douze annees de mesure de la diversite linguistique sur l Internet bilan et perspectives PDF Abgerufen am 29 April 2011 2010 S 40 41 Usage of content languages for websites Abgerufen am 28 Dezember 2013 Deutsche Welle Bericht Leben in Kamerun leichter als in Deutschland zu Kamerun und Togo siehe auch http hd campus tv video Von Afrika nach Deutschland 4bcc45d25efa9edb9cceb5fbc952d6a1 Deutsche Welle Wenn Deutsch gleich Zukunft heisst auswaertiges amt de PDF uzbekistan de EU Verwaltung Bedienstete Sprachen und Standorte Europaische Union abgerufen am 1 Mai 2021 Ulrich Ammon Europa spricht kein Deutsch In Die Welt 25 Februar 2010 Berliner Behorden machen es internationalen Start ups nicht leicht In Der Tagesspiegel 2 April 2014 Englisch als weitere Verwaltungssprache Dusseldorfs Portal der FDP 6 August 2015 Englisch muss unsere Verwaltungssprache werden In Die Welt Kommentar von Alexander Graf Lambsdorff 15 Dezember 2014 Umfrage Mehrheit der Deutschen fur Englisch als zweite Amtssprache YouGov Meinungsforschungsinstitut 9 August 2013 Bayerisches Staatsministerium fur Wirtschaft und Medien Energie und Technologie Informationsbroschure Fachkraftewegweiser Bayern Memento vom 2 April 2015 im Internet Archive PDF Januar 2015 S 157 Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 28 Januar 2012 2 AZR 764 08 Jurgen Trabant Die gebellte Sprache Uber das Deutsche PDF bei der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Klaus Dieter Lehmann Die deutsche Sprache in der Welt Immer mehr Menschen erlernen sie In Der Tagesspiegel 20 August 2019 S 20 Anmerkung Systemabsturz Netzkater mit Text auf bandcamp com 23 Juli 2020 Audiofile Netzkater ogg im Schwesterprojekt Commons zum Basteln und fur Ubersetzungen Moderne germanische Sprachen Westgermanisch Afrikaans Deutsch Englisch Jiddisch Limburgisch Luxemburgisch Niederdeutsch Niederlandisch Nordfriesisch Saterfriesisch Scots Westfriesisch Nordgermanisch Danisch Faroisch Islandisch Norwegisch Schwedisch Normdaten Sachbegriff GND 4113292 0 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Deutsche Sprache amp oldid 214893808, wikipedia, wiki, deutsches

    deutschland

    buch, bücher, bibliothek

    artikel

    lesen, herunterladen

    kostenlos

    kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele