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Deutsche Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB), ehemals Die Deutsche Bibliothek (DDB), ist die zentrale Archivbibliothek für alle Medienwerke in deutscher Sprache aus dem In- und Ausland und das nationalbibliografische Zentrum Deutschlands.

Deutsche Nationalbibliothek
— DNB —

Gründung 1912 (Deutsche Bücherei)
1946 (Deutsche Bibliothek)
Bestand 36,1 Mio. Medieneinheiten (2018)
Bibliothekstyp Nationalbibliothek
Ort Leipzig und Frankfurt am Main
ISIL
Leitung Frank Scholze (Generaldirektor)
Website

Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Standorte: Leipzig (ehemals Deutsche Bücherei, seit 2010 auch Deutsches Musikarchiv) und Frankfurt am Main (ehemals Deutsche Bibliothek).

Sie erfüllt die Aufgaben einer Nationalbibliothek ab dem Erscheinungsjahr 1913. Ihre vordringlichste Aufgabe ist zu sammeln, zu verzeichnen und die Medienwerke der Öffentlichkeit zur freien Verfügung zu stellen. Sie ist die größte Bibliothek der Bundesrepublik Deutschland und im deutschen Sprachraum sowie eine der größten Bibliotheken der Erde.

Inhaltsverzeichnis

Deutsche Nationalbibliothek Leipzig
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main
Die Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek von 1999 bis 2019, Elisabeth Niggemann

Gesetzliche Grundlagen

Der gesetzliche Sammelauftrag der Deutschen Nationalbibliothek umfasst ab 1913 in Deutschland veröffentlichte Medienwerke (auf der Grundlage des Pflichtexemplarrechts) und im Ausland veröffentlichte Medienwerke in deutscher Sprache, Übersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachige Medienwerke über Deutschland. Die Publikationen werden erschlossen, archiviert und zur Präsenznutzung bereitgestellt. Außerdem erstellt die Bibliothek die Deutsche Nationalbibliografie und unterhält einige Sondersammlungen (Deutsches Exilarchiv 1933–1945, Anne-Frank-Shoah-Bibliothek, Deutsches Buch- und Schriftmuseum).

Mit der am 29. Juni 2006 in Kraft getretenen Neufassung des Gesetzes über die Deutsche Nationalbibliothek (DNBG) wurde die seit 1990 „Die Deutsche Bibliothek“ genannte Bibliothek in „Deutsche Nationalbibliothek“ umbenannt. Sie ist eine rechtsfähige bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts und untersteht der Rechtsaufsicht der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Sitz, Standorte und Leitung

Sitz der Bibliothek ist Frankfurt am Main.

Die Bibliothek hat zwei Standorte:

  1. Leipzig (ehemals Deutsche Bücherei)
  2. Frankfurt am Main (ehemals Deutsche Bibliothek)

Bis 2010 befand sich der Standort des Deutschen Musikarchivs in Berlin.

Organe der Bibliothek sind gemäß DNBG:

Der Verwaltungsrat entscheidet durch Beschluss in „allen Angelegenheiten, die für die Bibliothek und ihre Entwicklung von grundsätzlicher oder erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sind“ ( Abs. 4 DNBG).

Die Generaldirektorin oder der Generaldirektor führt die Geschäfte der Bibliothek, soweit diese nicht durch förmliches Gesetz oder durch Satzungsrecht dem Verwaltungsrat zugewiesen sind oder der obersten Dienstbehörde obliegen. Sie oder er vertritt die Bibliothek gerichtlich und außergerichtlich und ist Vorgesetzter oder Dienstherr im arbeitsrechtlichen oder beamtenrechtlichen Sinne ( DNBG). Generaldirektor der Bibliothek ist seit Januar 2020 Frank Scholze. Seine Vorgänger waren Elisabeth Niggemann und Klaus-Dieter Lehmann. Ständige Vertreter sind Ute Schwens, in der Nachfolge von Kurt Nowak Direktorin in Frankfurt am Main, sowie Michael Fernau, Direktor in Leipzig.

Als Beirat werden vom Verwaltungsrat bis zu zwölf Sachverständige berufen, die den Verwaltungsrat und die Generaldirektorin oder den Generaldirektor beraten, davon die Hälfte auf Vorschlag des Börsenvereins. Es gibt einen besonderen Beirat für das Deutsche Musikarchiv ( DNBG).

Als bundesunmittelbare und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts regelt die Deutsche Nationalbibliothek ihre eigenen Angelegenheiten durch Satzungsrecht, das der Verwaltungsrat mit Dreiviertelmehrheit beschließt ( Abs. 1 DNBG).

Name

Die Bezeichnung Deutsche Nationalbibliothek, die durch das Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek im Jahr 2006 eingeführt worden war, wurde kritisiert. Im Gegensatz zu Nationalbibliotheken anderer Länder beginne das Sammelgebiet im Wesentlichen erst mit dem Erscheinungsjahr 1913, ältere deutschsprachige Literatur wäre durch mehrere Bibliotheken im Rahmen des Programms Sammlung Deutscher Drucke erworben; fremdsprachige Literatur des Auslandes wird repräsentativ vor allem von den Sondersammelgebietsbibliotheken, einschließlich der Zentralen Fachbibliotheken, gesammelt. Klassisch liegt diese Aufgabe ebenfalls bei der Nationalbibliothek, weshalb bisher in der Fachliteratur von einer verteilten Nationalbibliothek gesprochen wurde.

Insbesondere die beiden großen Universalbibliotheken der Bundesrepublik Deutschland, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Bayerische Staatsbibliothek, bewerteten die Namensänderung eher negativ, weil sie den Eindruck hätten, dass dadurch ihre Rolle im Bereich der Literaturversorgung nicht ausreichend gewürdigt würde. Nach einer gemeinsamen Erklärung der Leiter der Deutschen Nationalbibliothek und der Staatsbibliotheken in Berlin und München ändert die Umbenennung „nichts an der arbeitsteiligen Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben im Sinne des bewährten Modells einer Virtuellen Nationalbibliothek, das seine Leistungsfähigkeit und Reputation erst aus der gemeinschaftlichen Aufgabenwahrnehmung gewinnt“.

Mit einem Abstand von zehn Jahren bezeichnete der Urheberrechtler Eric W. Steinhauer die damalige Debatte um die Umbenennung der Bibliothek als „kaum noch nachvollziehbar“. Das Thema habe sich seitdem „vollkommen erledigt.“

Bestand

Der Gesamtbestand der Deutschen Nationalbibliothek zählte Ende 2019 ca. 39 Millionen Medieneinheiten. Zusammen mit der Sammlung Deutscher Drucke und den Sondersammelgebieten bildet die Deutsche Nationalbibliothek eine verteilte Nationalbibliothek für Deutschland.

Personal und Haushalt

Die Bibliothek hatte Ende 2019 629 Personalstellen. Bei einem Haushaltsvolumen von 56,7 Millionen Euro im Jahr 2019 wird sie von der Bundesrepublik Deutschland mit einem jährlichen Beitrag von 55,2 Millionen Euro finanziert.

Im deutschen Sprachraum gab es aufgrund der föderalistischen Struktur und geschichtlichen Entwicklung bis 1912 keine Bibliothek, die die nationalbibliothekarischen Aufgaben zentral betreute. Die Aufgaben übernahmen mehrere große national bedeutende Bibliotheken für ihre jeweiligen Länder. Für Bayern war dies die Bayerische Staatsbibliothek und für Preußen die Preußische Staatsbibliothek, heute Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Weitere Länderbibliotheken handelten entsprechend.

Vor 1912

Ein früher Vorschlag zur Einrichtung einer deutschen Nationalbibliothek wurde im Oktober 1843 an die Preußische Akademie der Wissenschaften herangetragen und abgelehnt. Karl Bernhardi, der als Nachfolger von Jacob Grimm Bibliothekar in Kassel war, schlug die Einrichtung einer deutschen Nationalbibliothek mit Pflichtexemplarrecht vor, da die damaligen Regionalbibliotheken nur Gelehrten in ihrer nächsten Umgebung zugänglich waren. Der erste Versuch einer deutschen Nationalbibliothek ist die inzwischen unter dem Namen Reichsbibliothek bekannte Paulskirchenbibliothek, als deren Reichsbibliothekar der Sinologe Johann Heinrich Plath fungierte. Die Sammlung von mehreren tausend Bänden wurde ursprünglich 1848/49 von deutschen Buchhändlern der Paulskirchenversammlung als Grundstock einer Parlamentsbibliothek zur Verfügung gestellt. Sie befindet sich inzwischen in der Deutschen Bücherei in Leipzig. Schließlich erarbeitete Hofrat Erich Ehlermann für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen Entwurf für eine Reichsbibliothek.

1912 bis 1945

Hauptartikel: Deutsche Bücherei
Haupteingang des Hauptgebäudes in Leipzig

Am 3. Oktober 1912 wurde in Leipzig die „Deutsche Bücherei“ als Archivbibliothek gegründet. Gründer war der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig, unterstützt durch das Königreich Sachsen und die Stadt Leipzig. Die „Deutsche Bücherei“ sollte das nationale Schrifttum ab 1913 vollständig sammeln und archivieren und als Archiv des deutschen Schrifttums fungieren. Ihr Auftrag war es, die gesamte ab 1. Januar 1913 in Deutschland erschienene deutschsprachige und fremdsprachige Literatur sowie die ausländische Literatur in deutscher Sprache zu sammeln, in einer Nationalbibliografie zu verzeichnen und für jedermann unentgeltlich zur freien Verfügung zu stellen.

1921 wurde der „Deutschen Bücherei“ die Bearbeitung des „Täglichen Verzeichnisses der Neuerscheinungen“ und des „Wöchentlichen Verzeichnisses der erschienenen und der vorbereiteten Neuigkeiten des Buchhandels“ durch den Börsenverein der Deutschen Buchhändler übertragen. 1931 erschienen erstmals die „Deutsche Nationalbibliographie“ in den Reihen A (Neuerscheinungen des Buchhandels) und B (Neuerscheinungen außerhalb des Buchhandels). Die Bearbeitung des „Halbjahresverzeichnisses der Neuerscheinungen des Deutschen Buchhandels“ und des „Deutschen Bücherverzeichnisses“ wurde nun durch die „Deutsche Bücherei“ übernommen.

1933 wurde die „Deutsche Bücherei“ dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unterstellt. Die nationalsozialistischen Maßnahmen zur kulturellen und geistigen Gleichschaltung wurden in Leipzig durch eine Dienststelle der NSDAP überwacht. Politisch missliebige Schriften oder Schriften von Exilanten durften nicht mehr in der Nationalbibliografie angezeigt werden. 1939 bis 1944 erschien die „Liste der in der Deutschen Bücherei unter Verschluss gestellten Druckschriften“. Bereits 1935 verpflichtete eine Anordnung der Reichskulturkammer die ihr unterstellten Verbände, Verlage und Einzelpersonen zur Abgabe ihrer Schriften an die Deutsche Bücherei; dies führte zur ersten gesetzlichen Pflichtexemplarregelung für den deutschsprachigen Raum. Während des Zweiten Weltkriegs lagerte die „Deutsche Bücherei“ rund 1,6 Mio. Bände aus. Trotz Brandschäden erlitt die „Deutsche Bücherei“ nur geringe Kriegsverluste.

1945 bis 1990

Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main, um 1959
Beginn der Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg im Magazin in Frankfurt am Main

Die Deutsche Bücherei wurde im November 1945 wieder eröffnet. Durch die Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen verlor die „Deutsche Bücherei“ ihren Status als zentrale Archivbibliothek. In den Westzonen Deutschlands entwickelte sich der Wiederaufbau der buchhändlerischen und bibliothekarischen Institutionen in Frankfurt am Main. Hierdurch kam es zur Spaltung der Nationalbibliografie und der Etablierung der „Deutschen Bibliothek“ in Frankfurt am Main. Zunächst erschien die „Deutsche Nationalbibliographie“ wieder in Leipzig. Doch gleichzeitig wurde der Aufbau einer deutschen Archivbibliothek mit Sitz in Frankfurt am Main initiiert. Die neu gegründete Bibliothek erhielt am 4. November 1946 offiziell den Namen „Deutsche Bibliothek“. Am 12. Dezember 1946 erschien erstmals die „Bibliographie der Deutschen Bibliothek, Frankfurt am Main“. Nun bestanden im geteilten Deutschland zwei Bibliotheken, welche die Aufgaben und Funktion einer Nationalbibliothek separat für den Osten (spätere DDR) und Westen (spätere Bundesrepublik Deutschland) wahrnahmen. Die erscheinenden nationalbibliografischen Verzeichnisse waren inhaltlich fast identisch. 1955 erhielt die „Deutsche Bücherei“ das Pflichtexemplarrecht per Anordnung und 1969 die „Deutsche Bibliothek“ per Gesetz.

Nach 1990

Magazin der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die „Deutsche Bücherei“ und die „Deutsche Bibliothek“ zu „Die Deutsche Bibliothek“ mit Standorten in Leipzig und Frankfurt sowie Sitz in Frankfurt vereinigt. Die Deutsche Bücherei hatte damals 8,8 Millionen und die Deutsche Bibliothek (einschließlich des Deutschen Musikarchivs in Berlin) 4,5 Millionen Medieneinheiten. Am 3. Januar 1991 erschien das erste gemeinsame Heft der „Deutschen Nationalbibliographie“. In beiden Häusern wurde weiter parallel das Schrifttum gesammelt und erschlossen, jedoch bestanden Vereinbarungen zur kooperativen Erwerbung und Erschließung. Die Deutsche Bibliothek Frankfurt bezog im Mai 1997 ein neues Gebäude in der Adickesallee. 2006 wurde „Die Deutsche Bibliothek“ durch das „Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek“ in „Deutsche Nationalbibliothek“ umbenannt. Sie ist zentrale Archivbibliothek und nationalbibliografisches Zentrum der Bundesrepublik Deutschland. 2010 wurde das Deutsche Musikarchiv nach Leipzig verlegt.

Hundertjähriges Jubiläum 2012

Für den 2. Oktober 2012 fand in Leipzig ein Festakt zum 100. Gründungsjubiläum statt. Das Jubiläumsprogramm umfasste Veranstaltungen in Leipzig und Frankfurt am Main. Außerdem war online die Teilnahme an der Aktion „Wir sind ein Jahrgang!“ möglich.

Anlässlich des Jubiläums erschien in vier Ausgaben das Magazin HUNDERT. Dies widmete sich allerdings nur zu einem geringen Teil der Historie der Deutschen Nationalbibliothek und ergab in der Außenwahrnehmung ein sehr lückenhaftes Bild. In der Folge veranlasste die Generaldirektion im Jahr 2014, dass zwei nicht dem Haus angehörende Wissenschaftshistoriker, Sören Flachowsky für den Zeitraum 1912 bis 1945 und Christian Rau für den Zeitraum 1945 bis 1990, umfassende bibliothekshistorische Studien zur Hausgeschichte verfassten, die im Jahr 2018 in drei Bänden mit zusammen über 2000 Seiten veröffentlicht wurden.

Stand der DNB auf dem 106. Deutschen Bibliothekartag 2017 in Frankfurt

Die „Deutsche Nationalbibliothek“ hat in ihrer Funktion als Archivbibliothek die Aufgabe, „die ab 1913 in Deutschland veröffentlichten Medienwerke und die ab 1913 im Ausland veröffentlichten deutschsprachigen Medienwerke, Übersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachigen Medienwerke über Deutschland im Original zu sammeln, zu inventarisieren, zu erschließen und bibliografisch zu verzeichnen, auf Dauer zu sichern und für die Allgemeinheit nutzbar zu machen sowie zentrale bibliothekarische und nationalbibliografische Dienste zu leisten, das Deutsche Exilarchiv 1933–1945, die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek sowie das Deutsche Buch- und Schriftmuseum zu betreiben, mit den Facheinrichtungen Deutschlands und des Auslands zusammenzuarbeiten sowie in nationalen und internationalen Fachorganisationen mitzuwirken“. Die klassischen Aufgaben einer Nationalbibliothek teilt sich die „Deutsche Nationalbibliothek“ mit der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek.

Sammlung und Erwerbung

Vorstellung eines 2010 eröffneten Magazins in Leipzig

Jede in Deutschland veröffentlichte Publikation muss der Bibliothek in zwei Exemplaren zugesandt werden (Pflichtexemplar). Von dieser grundsätzlichen Pflicht gibt es jedoch zahlreiche Ausnahmen, die im Gesetz selbst und aufgrund entsprechender Ermächtigungen in einer Rechtsverordnung und in den sogenannten Sammelrichtlinien geregelt sind. So müssen zum Beispiel Filmwerke, sofern nicht Musik im Vordergrund steht, und solche Druckwerke nicht abgeliefert werden, die eine nur vorübergehende Bedeutung haben, aber möglicherweise trotzdem eine ISBN tragen (Warenbestellkataloge, Flugblätter, Werbedrucksachen, Eisenbahnfahrpläne, gebunden oder gefaltet, sowie deren Reprints und Ähnliches). Von den ablieferungspflichtigen Druckwerken wird je ein Exemplar in Leipzig und eines in Frankfurt am Main gesammelt. Für sehr aufwändig hergestellte Medien, die in geringer Stückzahl aufgelegt werden, können die Verleger einen Zuschuss zu den Herstellungskosten der abgelieferten Pflichtexemplare erhalten. Im Normalfall hat die Nationalbibliothek Anspruch auf unentgeltliche Überlassung der Medien. Die Bibliothek sammelt darüber hinaus (allerdings nur in einem Exemplar, das in Leipzig aufbewahrt wird) im Ausland erschienene deutschsprachige Werke, Übersetzungen aus dem Deutschen sowie ausländische Publikationen über Deutschland (Germanica). Spenden bibliografischer Einheiten werden gerne entgegengenommen, jedoch sollte vorher eine aufwandsmindernde Kontaktaufnahme erfolgen.

Erweiterte Ablieferungspflicht

Wer im Geltungsbereich des deutschen Rechts publiziert, muss seine Werke in zwei Exemplaren bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern. Das galt bis zum 28. Juni 2006 nur für „körperliche Werke“ (Bücher, CD-ROMs usw.); seit dem 29. Juni 2006 gilt diese Verpflichtung auch für „Medienwerke in unkörperlicher Form“, das sind Publikationen im Internet. Einzelheiten zur Ablieferungspflicht regeln die §§ 14 und 16 des DNB-Gesetzes.

Netzpublikationen

Im März 2002 haben „Die Deutsche Bibliothek“ und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine Vereinbarung zur Ablieferung, Sammlung, Archivierung und Verzeichnung ihrer Netzpublikationen getroffen. Sie sieht die freiwillige Ablieferung der Verlage vor.

Eine wesentliche Erweiterung des Sammelauftrages, der nun über die unkörperlichen Medienwerke (Netzpublikationen) nur der Verlage hinausgeht, regelt das am 29. Juni 2006 in Kraft getretene Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek vom 22. Juni 2006 (). Mit dem 2018 in Kraft getretenen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz wurde klargestellt, dass die DNB zum Sammeln von Inhalten auch Webharvesting betreiben darf.

Im Internet veröffentlichte E-Books, elektronische Zeitschriften und -zeitungen, Hochschulschriften, Noten, Hörbücher und Digitalisate müssen bei der deutschen Nationalbibliothek abgeliefert werden. Webseiten werden seit 2012 selektiv per Webharvesting, einem automatisierten Erfassen von Internetdokumenten zum Zwecke der Archivierung, gesammelt, wobei die Deutsche Nationalbibliothek auf einen Dienstleister zurückgreift. Die Auswahl der Webseiten erfolgt nach Themenkategorien und Ereignissen. Im Februar 2021 umfasste die Sammlung über 5.000 Webseiten. Da Webseiten dynamisch sind, kann immer nur eine Momentaufnahme gespeichert werden.

Aus urheberrechtlichen Gründen kann nur aus den Lesesälen auf gesammelte Webseiten zugegriffen werden. Wenn der Rechteinhaber zugestimmt hat, ist dies auch von außerhalb möglich.

Standardisierungsarbeit

Die Deutsche Nationalbibliothek beteiligt sich an der Weiterentwicklung bibliothekarischer Regelwerke und Metadatenformate und arbeitet an Normdateien (Personennamendatei, Gemeinsame Körperschaftsdatei, Schlagwortnormdatei) für bibliographische Daten mit. Im April 2012 führte sie die Gemeinsame Normdatei (GND) ein.

„Jüdische Periodika in NS-Deutschland“

In den Jahren 1997 bis 2006 digitalisierte die Deutsche Bibliothek (DDB) mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in zwei Projekten jüdische Periodika aus NS-Deutschland und Exilzeitschriften aus den Sammlungen der DDB. Diese Sammlungen aus dem Zeitraum 1933 bis 1945 bestehen aus circa 30.000 bzw. 100.000 Seiten. Im Jahr 2004 stand die digitalisierte Fassung bereit und wurde im Internet veröffentlicht.

Virtuelle Ausstellungen

Ab 2013 hat die Deutsche Nationalbibliothek mehrere virtuelle Ausstellungen zu unterschiedlichen Aspekten ihres Sammlungsbestandes initiiert:

  • Künste im Exil, veröffentlicht am 18. September 2013, ist ein Internet-Portal über Künstler, die aus politischen Gründen ins Exil flüchteten. Die Ausstellung, die vom Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der DNB betreut wird, soll weltweit archivierte Dokumente über Emigration und Exil zusammenführen und so den Interessenten zur Verfügung stellen. Der Schwerpunkt soll zunächst auf der Zeit von 1933 bis 1945 liegen und später auch die Emigration aus der DDR und dem kommunistischen Osteuropa einbeziehen.
  • Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode, die zweite virtuelle Ausstellung, veröffentlicht am 18. Mai 2014, ist ein mediengeschichtliches Angebot des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der DNB. Sie erzählt in verschiedenen Themenmodulen Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt und spannt dabei einen zeitlichen Bogen von der Frühgeschichte bis heute.
  • Die Weltkriegssammlung, eine Sammlung von Dokumenten zum Ersten Weltkrieg, welche 1914 durch die Deutsche Bücherei begonnen wurde, wurde zum Gedenkjahr 2014 neu erschlossen, zum Teil digitalisiert und in einer virtuellen Ausstellung im Juni 2014 präsentiert. Sie soll Mediengeschichte in Verbindung mit dem Krieg erfahrbar machen. Dabei wird stark Bezug auf die Deutsche Bücherei, ihre Sammel- und Ausstellungsaktivitäten sowie einzelne Mediengattungen und Medienwerke genommen.

Benutzungsordnung

Die Deutsche Nationalbibliothek ist eine reine Präsenzbibliothek. Die Bestände dürfen also nur im Lesesaal benutzt werden. Einen Benutzungsausweis erhält jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und einen amtlichen Ausweis vorlegt. Seit dem 1. September 1997 ist eine Benutzungsgebühr zu entrichten, auch um die Lesesäle betreten zu können. Diese Gebühr entfällt ab dem 1. März 2020 für zwei Jahre. Es gibt eine Beschränkung der gleichzeitig einsehbaren Werke. Einzelne Artikel oder Kapitel können auch gegen Gebühr als (digitale) Kopie bestellt werden. Werke, die zur Vermittlung elementaren Wissens (wie z. B. Schulbücher) oder zur Unterhaltung (wie z. B. Belletristik oder pornografische Literatur) dienen, können nur bei Nachweis eines wissenschaftlichen, beruflichen, fachlichen oder dienstlichen Interesses eingesehen werden. 2019 zählte die Deutsche Nationalbibliothek rund 179.000 Benutzer der Lesesäle. 2008 waren es noch 481.000.

Kritik an „Digital statt gedruckt“

Am 7. November 2016 führte die Deutsche Nationalbibliothek eine Änderung der Nutzungsregeln unter dem Motto „Digital statt gedruckt“ ein. Gedruckte Bücher, für die auch Onlineversionen am Bildschirm verfügbar sind, werden im Regelfall nicht mehr zur Nutzung im Lesesaal ausgegeben.

Diese Änderung, die im Jahr 2016 300.000 Bücher betraf, löste eine Debatte aus. Thomas Thiel kommentierte: „Bericht aus einer Bibliothek, die keine mehr sein will“; und Hans von Trotha sprach von einem „Abschied vom gedruckten Buch“. Tilman Spreckelsen versteht in Bildschirm als Schonung die bevorzugte Bereitstellung paralleler E-Book-Ausgaben ebenso wie Joachim Güntner („In der analogen Welt beißen sich Sicherung und Nutzung“) oder Hans-Joachim Wätjen, Bibliotheksdirektor an der Uni Oldenburg, als Umsetzung des Auftrages einer nationalen Archivbibliothek. Die Bibliothek hob die Vorzüge der Onlinenutzung für die Erfüllung ihrer Aufgabe als Archivbibliothek hervor. Ute Schwens, die Direktorin des Standorts Frankfurt, sagte: „Mit erweiterten Funktionalitäten und der schnelleren Verfügbarkeit kommen wir den Wünschen unserer Benutzerinnen und Benutzer nach.“ Die Leiterin des städtischen Literaturarchivs München Monacensia, Elisabeth Tworek, hingegen plädierte für ihre Einrichtung für das gedruckte Buch und erklärte: „Zumal in Zeiten eines Kulturbruchs: Man kann den Generationen, die ans Buch gewöhnt sind, nicht den Zugriff darauf entziehen.“

Infolge der öffentlichen Debatte wurde die Nutzerordnung im Januar 2017 erneut angepasst und unter das korrigierte Motto „digital vor gedruckt“ gestellt. Gedruckte Bücher können seit Dezember 2016 ohne Begründung bestellt werden, allerdings muss dazu ein zusätzlicher Bestellvorgang telefonisch, persönlich oder per E-Mail ausgelöst werden. Diese Bücher sind im Katalog mit dem Vermerk „Benutzung nur nach Rücksprache“ gekennzeichnet und werden als „gesperrte Medien“ geführt.

Im April 2017 ist dieser Vorgang weiter vereinfacht worden, so dass seitdem eine gleichberechtigte Wahlmöglichkeit besteht. Weiterhin ist darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Lesen gedruckter Bücher den Archivauftrag der Bibliothek gefährdet.

Die Bibliotheksleitung zieht damit die Konsequenzen aus den Ergebnissen der Nutzerbefragung 2016. Diese ergab unter anderem, dass 82,7 % der befragten Nutzer gedruckte Werke bevorzugen, nur 7,1 % hingegen digitale Angebote, während 6,8 % unentschieden blieben und 3,4 % keine Angaben zu dieser Frage machten. Die Autoren der umfangreichen Studie halten unter den vier wichtigsten Ergebnissen fest: „Nach wie vor lesen die allermeisten Nutzerinnen und Nutzer Bücher und Zeitschriften am liebsten in gedruckter Form. Ein Trend zum digitalen Medium lässt sich am ehesten bei den Onlinenutzerinnen und -nutzern der DNB feststellen. Als Lesegerät für digitale Medien werden überwiegend klassische Laptops und Rechner mit Bildschirmen bevorzugt.“

Onlinekatalog

Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek kann online gesucht werden. Neben bibliographischen Daten sind teilweise biographische Daten und Verfügbarkeit der Werke im Buchhandel nachgewiesen. Aus dem Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) werden insbesondere die Ankündigungen von Verlagsveröffentlichungen übernommen.

  • Der Bücherturm – 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek. Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 30 Min., Buch und Regie: René Römer, Produktion: MDR, Erstausstrahlung: 2. Oktober 2012.
  • Deutsche Nationalbibliothek (Hrsg.): Deutsche Nationalbibliothek: Bewahren für die Zukunft. Vlg. Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig/Frankfurt am Main/Berlin 2008, ISBN 978-3-933641-89-2 (Grundsatz-Kompaktpublikation über Geschichte, Rechtsform und gesetzliche Grundlagen, Aufgaben und Ziele der deutschen Nationalbibliothek, ihre Sammlungen und Archivierungen, Schwerpunkte und Arbeitsteilung, nationale und internationale Kooperationen und Allianzen sowie statistische Daten und Fakten über das Leistungsvermögen und Ansprechpartner dieser Institution).
  • Deutsche Nationalbibliothek (Hrsg.): Umbruch, Aufbruch : 1990 - 2020; 30 Jahre gemeinsam Zukunft leben Vlg. Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-941113-54-1 Online: urn:.
  • Die Deutsche Bibliothek. Gesamtarchiv und nationalbibliographisches Informationszentrum – zentrales Sammeln, Erschließen, Vermitteln. Die Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-922051-30-8.
  • Sören Flachowsky: „Zeughaus für die Schwerter des Geistes“. Die Deutsche Bücherei während der Zeit des Nationalsozialismus. Wallstein Verlag, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3196-9. Online: urn:.
  • Sebastian Götte, Selina Recke: Nutzerbefragung der Deutschen Nationalbibliothek 2016. aproxima 2017.
  • Tanja Sophie Müller: "Minderwertige" Literatur und nationale Integration. Die Deutsche Bücherei Leipzig als Projekt des Bürgertums im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Göttingen: Wallstein 2019, ISBN 978-3-8353-3516-5.
  • Christian Rau: »Nationalbibliothek im geteilten Land«. Die Deutsche Bücherei 1945–1990. Wallstein Verlag, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3199-0. Online: urn:.
  • Ute Schwens, Jörg Räuber: Aus Zwei mach Eins. Deutsche Bücherei Leipzig und Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main seit 25 Jahren zur Deutschen Nationalbibliothek vereint. In: Dialog mit Bibliotheken.Band27,Nr.2, 2015,S.4–24, urn:.
  • Frank Simon-Ritz; Jan-Pieter Barbian: . In: BuB: Forum Bibliothek und Information. 64 (2012) 10, S. 684–690.

Zur Information über ihre Arbeit gibt die Bibliothek seit 1989 zweimal jährlich zu den Buchmessen in Leipzig und in Frankfurt am Main eine Zeitschrift heraus:

  • Dialog mit Bibliotheken. Fachzeitschrift über die Deutsche Bibliothek, ihre Aktivitäten, ihr Dienstleistungsangebot. Die Deutsche Bibliothek, ISSN .

Zur Diskussion über die Namensänderung in der Fachöffentlichkeit:

  • Stefan Knoch: Anmerkungen zum „Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek“ (DNBG). In: Bibliotheksdienst. Band 41, Heft 5,ISSN (Online),ISSN (Print), S. 529–541, doi:10.1515/bd.2007.41.5.529.

Zu „digital statt gedruckt“:

  • Lukas Bormann: Bildschirm statt Buch? Neue Regeln in der Deutschen Nationalbibliothek. In: Aus dem Antiquariat. Zeitschrift für Antiquare und Büchersammler. Jg. 15, Heft 1 (2017),ISSN , S. 23–25.
Commons: Deutsche Nationalbibliothek – Sammlung von Bildern
  1. Jahresbericht 2018. Deutsche Nationalbibliothek, Mai 2019, ISSN , DNB ,S.44, urn: (dnb.de [PDF; abgerufen am 3. Juni 2019]).
  2. Siehe auch die Diskussion in der Plenarsitzung des Deutschen Bundestags am 19. Januar 2006, (PDF; 1,5 MB), S. 769–776.
  3. Zum Beispiel in: Gisela von Busse u. a.: Das Bibliothekswesen in der Bundesrepublik Deutschland. 3. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-03706-7,S.398.
  4. Rolf Griebel, Elisabeth Niggemann, Barbara Schneider-Kempf: Die Deutsche Nationalbibliothek und die Staatsbibliotheken in Berlin und München definieren ihre zukünftige Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben. In: Bibliotheksdienst. Bd. 40 (2006),ISSN , H. 11, S. 1316 (= Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. Band 53) 2006,ISSN , H. 6, S. 304.
  5. Eric W. Steinhauer: 10 Jahre Pflichtablieferung von Netzpublikationen – eine Baustelle wird besichtigt. In: Dialog mit Bibliotheken.Nr.2, 2016,S.31–36, 31, urn:.
  6. Deutsche Nationalbibliothek (Hrsg.): Jahresbericht 2019. 2020, ISSN ,S.57–58, urn:.
  7. In: uni-goettingen.de, abgerufen am 16. August 2017.
  8. Gerhard Menz (Hrsg.): Der deutsche Buchhandel der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Heft 1: Erich Ehlermann. Verlag von Felix Meiner, Leipzig 1925
  9. Erich Ehlermann: Eine Reichsbibliothek in Leipzig. Denkschrift (1910). Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bücherei Leipzig, Leipzig 1927,.
  10. Ute Schwens, Jörg Räuber: Aus Zwei mach Eins. Deutsche Bücherei Leipzig und Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main seit 25 Jahren zur Deutschen Nationalbibliothek vereint. In: Dialog mit Bibliotheken.Band27,Nr.2, 2015,S.4–24, urn:.
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  31. Jochen Hieber: In: faz.net. 18. November 2016, abgerufen am 16. August 2017.
  32. Thomas Thiel: Aufzeichnungen aus dem Kellerloch. In: FAZ. 30. November 2016.
  33. Hans von Trotha: In: deutschlandradio kultur. DeutschlandRadio Kultur, 29. November 2016, abgerufen am 16. August 2017.
  34. Tilman Spreckelsen: Deutsche Nationalbibliothek: Bildschirm als Schonung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. November 2016, ISSN ( [abgerufen am 21. Dezember 2016]).
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  47. Martina Propson-Hauck: Das eine Buch unter Millionen von Titeln. Spezialisten im Haus des Buches pflegen seit Jahrzehnten das Verzeichnis Lieferbarer Bücher und sorgen mit Künstlicher Intelligenz dafür, dass das Buch auch im digitalen Zeitalter seine Leser findet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 16. Oktober 2019,S.36.
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Deutsche Bücherei, Leipzig | Deutsche Bibliothek, Frankfurt am Main | Deutsches Musikarchiv, Leipzig (bis 2010: West-Berlin)

Normdaten (Körperschaft): GND:(, ) | LCCN: | VIAF:

50.131198.6832797222222Koordinaten:50° 7′ 52,3″ N,8° 40′ 59,8″ O

Deutsche Nationalbibliothek
deutsche, nationalbibliothek, zentrale, archivbibliothek, für, alle, medienwerke, deutscher, sprache, ausland, sprache, beobachten, bearbeiten, ehemals, deutsche, bibliothek, zentrale, archivbibliothek, für, alle, medienwerke, deutscher, sprache, ausland, nati. Deutsche Nationalbibliothek zentrale Archivbibliothek fur alle Medienwerke in deutscher Sprache aus dem In und Ausland Sprache Beobachten Bearbeiten Die Deutsche Nationalbibliothek DNB ehemals Die Deutsche Bibliothek DDB ist die zentrale Archivbibliothek fur alle Medienwerke in deutscher Sprache aus dem In und Ausland und das nationalbibliografische Zentrum Deutschlands Deutsche Nationalbibliothek DNB Grundung 1912 Deutsche Bucherei 1946 Deutsche Bibliothek Bestand 36 1 Mio Medieneinheiten 2018 1 Bibliothekstyp NationalbibliothekOrt Leipzig und Frankfurt am MainISIL DE 101Leitung Frank Scholze Generaldirektor Website www dnb de Die Deutsche Nationalbibliothek hat zwei Standorte Leipzig ehemals Deutsche Bucherei seit 2010 auch Deutsches Musikarchiv und Frankfurt am Main ehemals Deutsche Bibliothek Sie erfullt die Aufgaben einer Nationalbibliothek ab dem Erscheinungsjahr 1913 Ihre vordringlichste Aufgabe ist zu sammeln zu verzeichnen und die Medienwerke der Offentlichkeit zur freien Verfugung zu stellen Sie ist die grosste Bibliothek der Bundesrepublik Deutschland und im deutschen Sprachraum sowie eine der grossten Bibliotheken der Erde Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 1 1 Gesetzliche Grundlagen 1 2 Sitz Standorte und Leitung 1 3 Name 1 4 Bestand 1 5 Personal und Haushalt 2 Geschichte 2 1 Vor 1912 2 2 1912 bis 1945 2 3 1945 bis 1990 2 4 Nach 1990 2 4 1 Hundertjahriges Jubilaum 2012 3 Aufgaben 3 1 Sammlung und Erwerbung 3 1 1 Erweiterte Ablieferungspflicht 3 1 2 Netzpublikationen 3 2 Standardisierungsarbeit 3 3 Judische Periodika in NS Deutschland 3 4 Virtuelle Ausstellungen 4 Benutzung 4 1 Benutzungsordnung 4 2 Kritik an Digital statt gedruckt 4 3 Onlinekatalog 5 Film 6 Literatur 7 Weblinks 8 EinzelnachweiseAllgemeines Bearbeiten Deutsche Nationalbibliothek Leipzig Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main Die Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek von 1999 bis 2019 Elisabeth Niggemann Gesetzliche Grundlagen Bearbeiten Der gesetzliche Sammelauftrag der Deutschen Nationalbibliothek umfasst ab 1913 in Deutschland veroffentlichte Medienwerke auf der Grundlage des Pflichtexemplarrechts und im Ausland veroffentlichte Medienwerke in deutscher Sprache Ubersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachige Medienwerke uber Deutschland Die Publikationen werden erschlossen archiviert und zur Prasenznutzung bereitgestellt Ausserdem erstellt die Bibliothek die Deutsche Nationalbibliografie und unterhalt einige Sondersammlungen Deutsches Exilarchiv 1933 1945 Anne Frank Shoah Bibliothek Deutsches Buch und Schriftmuseum Mit der am 29 Juni 2006 in Kraft getretenen Neufassung des Gesetzes uber die Deutsche Nationalbibliothek DNBG wurde die seit 1990 Die Deutsche Bibliothek genannte Bibliothek in Deutsche Nationalbibliothek umbenannt Sie ist eine rechtsfahige bundesunmittelbare Anstalt des offentlichen Rechts und untersteht der Rechtsaufsicht der Beauftragten der Bundesregierung fur Kultur und Medien Sitz Standorte und Leitung Bearbeiten Sitz der Bibliothek ist Frankfurt am Main Die Bibliothek hat zwei Standorte Leipzig ehemals Deutsche Bucherei Frankfurt am Main ehemals Deutsche Bibliothek Bis 2010 befand sich der Standort des Deutschen Musikarchivs in Berlin Organe der Bibliothek sind gemass 5 DNBG der 13 Mitglieder umfassende Verwaltungsrat davon werden entsandt jeweils zwei Vertreter vom Deutschen Bundestag drei Personen von der Bundesregierung davon zwei aus der fur Kultur und Medien zustandigen obersten Bundesbehorde drei Mitglieder des Borsenvereins des Deutschen Buchhandels ein Mitglied von der Deutschen Forschungsgemeinschaft dem Deutschen Musikverlegerverband dem Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft sowie von der Stadt Frankfurt am Main und der Stadt Leipzig die Generaldirektorin bzw der Generaldirektor sowie die Beirate Der Verwaltungsrat entscheidet durch Beschluss in allen Angelegenheiten die fur die Bibliothek und ihre Entwicklung von grundsatzlicher oder erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sind 6 Abs 4 DNBG Die Generaldirektorin oder der Generaldirektor fuhrt die Geschafte der Bibliothek soweit diese nicht durch formliches Gesetz oder durch Satzungsrecht dem Verwaltungsrat zugewiesen sind oder der obersten Dienstbehorde obliegen Sie oder er vertritt die Bibliothek gerichtlich und aussergerichtlich und ist Vorgesetzter oder Dienstherr im arbeitsrechtlichen oder beamtenrechtlichen Sinne 7 DNBG Generaldirektor der Bibliothek ist seit Januar 2020 Frank Scholze Seine Vorganger waren Elisabeth Niggemann und Klaus Dieter Lehmann Standige Vertreter sind Ute Schwens in der Nachfolge von Kurt Nowak Direktorin in Frankfurt am Main sowie Michael Fernau Direktor in Leipzig Als Beirat werden vom Verwaltungsrat bis zu zwolf Sachverstandige berufen die den Verwaltungsrat und die Generaldirektorin oder den Generaldirektor beraten davon die Halfte auf Vorschlag des Borsenvereins Es gibt einen besonderen Beirat fur das Deutsche Musikarchiv 8 DNBG Als bundesunmittelbare und rechtsfahige Anstalt des offentlichen Rechts regelt die Deutsche Nationalbibliothek ihre eigenen Angelegenheiten durch Satzungsrecht das der Verwaltungsrat mit Dreiviertelmehrheit beschliesst 4 Abs 1 DNBG Name Bearbeiten Die Bezeichnung Deutsche Nationalbibliothek die durch das Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek im Jahr 2006 eingefuhrt worden war wurde kritisiert 2 Im Gegensatz zu Nationalbibliotheken anderer Lander beginne das Sammelgebiet im Wesentlichen erst mit dem Erscheinungsjahr 1913 altere deutschsprachige Literatur ware durch mehrere Bibliotheken im Rahmen des Programms Sammlung Deutscher Drucke erworben fremdsprachige Literatur des Auslandes wird reprasentativ vor allem von den Sondersammelgebietsbibliotheken einschliesslich der Zentralen Fachbibliotheken gesammelt Klassisch liegt diese Aufgabe ebenfalls bei der Nationalbibliothek weshalb bisher in der Fachliteratur von einer verteilten Nationalbibliothek gesprochen wurde 3 Insbesondere die beiden grossen Universalbibliotheken der Bundesrepublik Deutschland die Staatsbibliothek zu Berlin und die Bayerische Staatsbibliothek bewerteten die Namensanderung eher negativ weil sie den Eindruck hatten dass dadurch ihre Rolle im Bereich der Literaturversorgung nicht ausreichend gewurdigt wurde Nach einer gemeinsamen Erklarung der Leiter der Deutschen Nationalbibliothek und der Staatsbibliotheken in Berlin und Munchen andert die Umbenennung nichts an der arbeitsteiligen Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben im Sinne des bewahrten Modells einer Virtuellen Nationalbibliothek das seine Leistungsfahigkeit und Reputation erst aus der gemeinschaftlichen Aufgabenwahrnehmung gewinnt 4 Mit einem Abstand von zehn Jahren bezeichnete der Urheberrechtler Eric W Steinhauer die damalige Debatte um die Umbenennung der Bibliothek als kaum noch nachvollziehbar Das Thema habe sich seitdem vollkommen erledigt 5 Bestand Bearbeiten Der Gesamtbestand der Deutschen Nationalbibliothek zahlte Ende 2019 ca 39 Millionen Medieneinheiten Zusammen mit der Sammlung Deutscher Drucke und den Sondersammelgebieten bildet die Deutsche Nationalbibliothek eine verteilte Nationalbibliothek fur Deutschland Personal und Haushalt Bearbeiten Die Bibliothek hatte Ende 2019 629 Personalstellen Bei einem Haushaltsvolumen von 56 7 Millionen Euro im Jahr 2019 wird sie von der Bundesrepublik Deutschland mit einem jahrlichen Beitrag von 55 2 Millionen Euro finanziert 6 Geschichte BearbeitenIm deutschen Sprachraum gab es aufgrund der foderalistischen Struktur und geschichtlichen Entwicklung bis 1912 keine Bibliothek die die nationalbibliothekarischen Aufgaben zentral betreute Die Aufgaben ubernahmen mehrere grosse national bedeutende Bibliotheken fur ihre jeweiligen Lander Fur Bayern war dies die Bayerische Staatsbibliothek und fur Preussen die Preussische Staatsbibliothek heute Staatsbibliothek zu Berlin Preussischer Kulturbesitz Weitere Landerbibliotheken handelten entsprechend Vor 1912 Bearbeiten Ein fruher Vorschlag zur Einrichtung einer deutschen Nationalbibliothek wurde im Oktober 1843 an die Preussische Akademie der Wissenschaften herangetragen und abgelehnt Karl Bernhardi der als Nachfolger von Jacob Grimm Bibliothekar in Kassel war schlug die Einrichtung einer deutschen Nationalbibliothek mit Pflichtexemplarrecht vor da die damaligen Regionalbibliotheken nur Gelehrten in ihrer nachsten Umgebung zuganglich waren Der erste Versuch einer deutschen Nationalbibliothek ist die inzwischen unter dem Namen Reichsbibliothek bekannte Paulskirchenbibliothek als deren Reichsbibliothekar der Sinologe Johann Heinrich Plath fungierte Die Sammlung von mehreren tausend Banden wurde ursprunglich 1848 49 von deutschen Buchhandlern der Paulskirchenversammlung als Grundstock einer Parlamentsbibliothek zur Verfugung gestellt Sie befindet sich inzwischen in der Deutschen Bucherei in Leipzig 7 Schliesslich erarbeitete Hofrat Erich Ehlermann fur den Borsenverein des Deutschen Buchhandels einen Entwurf fur eine Reichsbibliothek 8 9 1912 bis 1945 Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Bucherei Haupteingang des Hauptgebaudes in Leipzig Am 3 Oktober 1912 wurde in Leipzig die Deutsche Bucherei als Archivbibliothek gegrundet Grunder war der Borsenverein der Deutschen Buchhandler zu Leipzig unterstutzt durch das Konigreich Sachsen und die Stadt Leipzig Die Deutsche Bucherei sollte das nationale Schrifttum ab 1913 vollstandig sammeln und archivieren und als Archiv des deutschen Schrifttums fungieren Ihr Auftrag war es die gesamte ab 1 Januar 1913 in Deutschland erschienene deutschsprachige und fremdsprachige Literatur sowie die auslandische Literatur in deutscher Sprache zu sammeln in einer Nationalbibliografie zu verzeichnen und fur jedermann unentgeltlich zur freien Verfugung zu stellen 1921 wurde der Deutschen Bucherei die Bearbeitung des Taglichen Verzeichnisses der Neuerscheinungen und des Wochentlichen Verzeichnisses der erschienenen und der vorbereiteten Neuigkeiten des Buchhandels durch den Borsenverein der Deutschen Buchhandler ubertragen 1931 erschienen erstmals die Deutsche Nationalbibliographie in den Reihen A Neuerscheinungen des Buchhandels und B Neuerscheinungen ausserhalb des Buchhandels Die Bearbeitung des Halbjahresverzeichnisses der Neuerscheinungen des Deutschen Buchhandels und des Deutschen Bucherverzeichnisses wurde nun durch die Deutsche Bucherei ubernommen 1933 wurde die Deutsche Bucherei dem Reichsministerium fur Volksaufklarung und Propaganda unterstellt Die nationalsozialistischen Massnahmen zur kulturellen und geistigen Gleichschaltung wurden in Leipzig durch eine Dienststelle der NSDAP uberwacht Politisch missliebige Schriften oder Schriften von Exilanten durften nicht mehr in der Nationalbibliografie angezeigt werden 1939 bis 1944 erschien die Liste der in der Deutschen Bucherei unter Verschluss gestellten Druckschriften Bereits 1935 verpflichtete eine Anordnung der Reichskulturkammer die ihr unterstellten Verbande Verlage und Einzelpersonen zur Abgabe ihrer Schriften an die Deutsche Bucherei dies fuhrte zur ersten gesetzlichen Pflichtexemplarregelung fur den deutschsprachigen Raum Wahrend des Zweiten Weltkriegs lagerte die Deutsche Bucherei rund 1 6 Mio Bande aus Trotz Brandschaden erlitt die Deutsche Bucherei nur geringe Kriegsverluste 1945 bis 1990 Bearbeiten Hauptartikel Deutsche Bucherei und Deutsche Bibliothek Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main um 1959 Beginn der Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg im Magazin in Frankfurt am Main Die Deutsche Bucherei wurde im November 1945 wieder eroffnet Durch die Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen verlor die Deutsche Bucherei ihren Status als zentrale Archivbibliothek In den Westzonen Deutschlands entwickelte sich der Wiederaufbau der buchhandlerischen und bibliothekarischen Institutionen in Frankfurt am Main Hierdurch kam es zur Spaltung der Nationalbibliografie und der Etablierung der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main Zunachst erschien die Deutsche Nationalbibliographie wieder in Leipzig Doch gleichzeitig wurde der Aufbau einer deutschen Archivbibliothek mit Sitz in Frankfurt am Main initiiert Die neu gegrundete Bibliothek erhielt am 4 November 1946 offiziell den Namen Deutsche Bibliothek Am 12 Dezember 1946 erschien erstmals die Bibliographie der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main Nun bestanden im geteilten Deutschland zwei Bibliotheken welche die Aufgaben und Funktion einer Nationalbibliothek separat fur den Osten spatere DDR und Westen spatere Bundesrepublik Deutschland wahrnahmen Die erscheinenden nationalbibliografischen Verzeichnisse waren inhaltlich fast identisch 1955 erhielt die Deutsche Bucherei das Pflichtexemplarrecht per Anordnung und 1969 die Deutsche Bibliothek per Gesetz Nach 1990 Bearbeiten Magazin der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt Main Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Deutsche Bucherei und die Deutsche Bibliothek zu Die Deutsche Bibliothek mit Standorten in Leipzig und Frankfurt sowie Sitz in Frankfurt vereinigt Die Deutsche Bucherei hatte damals 8 8 Millionen und die Deutsche Bibliothek einschliesslich des Deutschen Musikarchivs in Berlin 4 5 Millionen Medieneinheiten 10 Am 3 Januar 1991 erschien das erste gemeinsame Heft der Deutschen Nationalbibliographie In beiden Hausern wurde weiter parallel das Schrifttum gesammelt und erschlossen jedoch bestanden Vereinbarungen zur kooperativen Erwerbung und Erschliessung Die Deutsche Bibliothek Frankfurt bezog im Mai 1997 ein neues Gebaude in der Adickesallee 2006 wurde Die Deutsche Bibliothek durch das Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek 11 in Deutsche Nationalbibliothek umbenannt Sie ist zentrale Archivbibliothek und nationalbibliografisches Zentrum der Bundesrepublik Deutschland 2010 wurde das Deutsche Musikarchiv nach Leipzig verlegt Hundertjahriges Jubilaum 2012 Bearbeiten Fur den 2 Oktober 2012 fand in Leipzig ein Festakt zum 100 Grundungsjubilaum statt 12 Das Jubilaumsprogramm umfasste Veranstaltungen in Leipzig und Frankfurt am Main Ausserdem war online die Teilnahme an der Aktion Wir sind ein Jahrgang 13 moglich Anlasslich des Jubilaums erschien in vier Ausgaben das Magazin HUNDERT 14 Dies widmete sich allerdings nur zu einem geringen Teil der Historie der Deutschen Nationalbibliothek und ergab in der Aussenwahrnehmung ein sehr luckenhaftes Bild 15 In der Folge veranlasste die Generaldirektion im Jahr 2014 dass zwei nicht dem Haus angehorende Wissenschaftshistoriker Soren Flachowsky fur den Zeitraum 1912 bis 1945 und Christian Rau fur den Zeitraum 1945 bis 1990 umfassende bibliothekshistorische Studien zur Hausgeschichte verfassten die im Jahr 2018 in drei Banden mit zusammen uber 2000 Seiten veroffentlicht wurden Aufgaben Bearbeiten Stand der DNB auf dem 106 Deutschen Bibliothekartag 2017 in Frankfurt Die Deutsche Nationalbibliothek hat in ihrer Funktion als Archivbibliothek die Aufgabe die ab 1913 in Deutschland veroffentlichten Medienwerke und die ab 1913 im Ausland veroffentlichten deutschsprachigen Medienwerke Ubersetzungen deutschsprachiger Medienwerke in andere Sprachen und fremdsprachigen Medienwerke uber Deutschland im Original zu sammeln zu inventarisieren zu erschliessen und bibliografisch zu verzeichnen auf Dauer zu sichern und fur die Allgemeinheit nutzbar zu machen sowie zentrale bibliothekarische und nationalbibliografische Dienste zu leisten das Deutsche Exilarchiv 1933 1945 die Anne Frank Shoah Bibliothek sowie das Deutsche Buch und Schriftmuseum zu betreiben mit den Facheinrichtungen Deutschlands und des Auslands zusammenzuarbeiten sowie in nationalen und internationalen Fachorganisationen mitzuwirken 16 Die klassischen Aufgaben einer Nationalbibliothek teilt sich die Deutsche Nationalbibliothek mit der Staatsbibliothek zu Berlin und der Bayerischen Staatsbibliothek Sammlung und Erwerbung Bearbeiten Mediendatei abspielen Vorstellung eines 2010 eroffneten Magazins in Leipzig Jede in Deutschland veroffentlichte Publikation muss der Bibliothek in zwei Exemplaren zugesandt werden Pflichtexemplar Von dieser grundsatzlichen Pflicht gibt es jedoch zahlreiche Ausnahmen die im Gesetz selbst und aufgrund entsprechender Ermachtigungen in einer Rechtsverordnung und in den sogenannten Sammelrichtlinien geregelt sind So mussen zum Beispiel Filmwerke sofern nicht Musik im Vordergrund steht und solche Druckwerke nicht abgeliefert werden die eine nur vorubergehende Bedeutung haben aber moglicherweise trotzdem eine ISBN tragen Warenbestellkataloge Flugblatter Werbedrucksachen Eisenbahnfahrplane gebunden oder gefaltet sowie deren Reprints und Ahnliches Von den ablieferungspflichtigen Druckwerken wird je ein Exemplar in Leipzig und eines in Frankfurt am Main gesammelt Fur sehr aufwandig hergestellte Medien die in geringer Stuckzahl aufgelegt werden konnen die Verleger einen Zuschuss zu den Herstellungskosten der abgelieferten Pflichtexemplare erhalten Im Normalfall hat die Nationalbibliothek Anspruch auf unentgeltliche Uberlassung der Medien Die Bibliothek sammelt daruber hinaus allerdings nur in einem Exemplar das in Leipzig aufbewahrt wird im Ausland erschienene deutschsprachige Werke Ubersetzungen aus dem Deutschen sowie auslandische Publikationen uber Deutschland Germanica Spenden bibliografischer Einheiten werden gerne entgegengenommen jedoch sollte vorher eine aufwandsmindernde Kontaktaufnahme erfolgen Erweiterte Ablieferungspflicht Bearbeiten Wer im Geltungsbereich des deutschen Rechts publiziert muss seine Werke in zwei Exemplaren bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern Das galt bis zum 28 Juni 2006 nur fur korperliche Werke Bucher CD ROMs usw seit dem 29 Juni 2006 gilt diese Verpflichtung auch fur Medienwerke in unkorperlicher Form das sind Publikationen im Internet Einzelheiten zur Ablieferungspflicht regeln die 14 und 16 des DNB Gesetzes Netzpublikationen Bearbeiten Im Marz 2002 haben Die Deutsche Bibliothek und der Borsenverein des Deutschen Buchhandels eine Vereinbarung zur Ablieferung Sammlung Archivierung und Verzeichnung ihrer Netzpublikationen getroffen Sie sieht die freiwillige Ablieferung der Verlage vor Eine wesentliche Erweiterung des Sammelauftrages der nun uber die unkorperlichen Medienwerke Netzpublikationen nur der Verlage hinausgeht regelt das am 29 Juni 2006 in Kraft getretene Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek vom 22 Juni 2006 BGBl I S 1338 Mit dem 2018 in Kraft getretenen Urheberrechts Wissensgesellschafts Gesetz wurde klargestellt dass die DNB zum Sammeln von Inhalten auch Webharvesting betreiben darf 17 Im Internet veroffentlichte E Books elektronische Zeitschriften und zeitungen Hochschulschriften Noten Horbucher und Digitalisate mussen bei der deutschen Nationalbibliothek abgeliefert werden 18 Webseiten werden seit 2012 selektiv per Webharvesting einem automatisierten Erfassen von Internetdokumenten zum Zwecke der Archivierung gesammelt wobei die Deutsche Nationalbibliothek auf einen Dienstleister zuruckgreift Die Auswahl der Webseiten erfolgt nach Themenkategorien und Ereignissen Im Februar 2021 umfasste die Sammlung uber 5 000 Webseiten Da Webseiten dynamisch sind kann immer nur eine Momentaufnahme gespeichert werden 19 Aus urheberrechtlichen Grunden kann nur aus den Lesesalen auf gesammelte Webseiten zugegriffen werden Wenn der Rechteinhaber zugestimmt hat ist dies auch von ausserhalb moglich 20 Standardisierungsarbeit Bearbeiten Die Deutsche Nationalbibliothek beteiligt sich an der Weiterentwicklung bibliothekarischer Regelwerke und Metadatenformate und arbeitet an Normdateien Personennamendatei Gemeinsame Korperschaftsdatei Schlagwortnormdatei fur bibliographische Daten mit Im April 2012 fuhrte sie die Gemeinsame Normdatei GND ein Judische Periodika in NS Deutschland Bearbeiten In den Jahren 1997 bis 2006 digitalisierte die Deutsche Bibliothek DDB mit Unterstutzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG in zwei Projekten judische Periodika aus NS Deutschland und Exilzeitschriften aus den Sammlungen der DDB Diese Sammlungen aus dem Zeitraum 1933 bis 1945 bestehen aus circa 30 000 bzw 100 000 Seiten Im Jahr 2004 stand die digitalisierte Fassung bereit und wurde im Internet veroffentlicht Virtuelle Ausstellungen Bearbeiten Ab 2013 hat die Deutsche Nationalbibliothek mehrere virtuelle Ausstellungen zu unterschiedlichen Aspekten ihres Sammlungsbestandes initiiert Kunste im Exil 21 veroffentlicht am 18 September 2013 ist ein Internet Portal uber Kunstler die aus politischen Grunden ins Exil fluchteten Die Ausstellung die vom Deutschen Exilarchiv 1933 1945 der DNB betreut wird soll weltweit archivierte Dokumente uber Emigration und Exil zusammenfuhren und so den Interessenten zur Verfugung stellen 22 Der Schwerpunkt soll zunachst auf der Zeit von 1933 bis 1945 liegen und spater auch die Emigration aus der DDR und dem kommunistischen Osteuropa einbeziehen Zeichen Bucher Netze Von der Keilschrift zum Binarcode 23 die zweite virtuelle Ausstellung veroffentlicht am 18 Mai 2014 ist ein mediengeschichtliches Angebot des Deutschen Buch und Schriftmuseums der DNB Sie erzahlt in verschiedenen Themenmodulen Kulturgeschichte aus dem Blickwinkel von Schrift und Buch bis zur digitalen Netzwelt und spannt dabei einen zeitlichen Bogen von der Fruhgeschichte bis heute Die Weltkriegssammlung eine Sammlung von Dokumenten zum Ersten Weltkrieg welche 1914 durch die Deutsche Bucherei begonnen wurde wurde zum Gedenkjahr 2014 neu erschlossen zum Teil digitalisiert und in einer virtuellen Ausstellung im Juni 2014 prasentiert 24 Sie soll Mediengeschichte in Verbindung mit dem Krieg erfahrbar machen Dabei wird stark Bezug auf die Deutsche Bucherei ihre Sammel und Ausstellungsaktivitaten sowie einzelne Mediengattungen und Medienwerke genommen Benutzung BearbeitenBenutzungsordnung Bearbeiten Die Deutsche Nationalbibliothek ist eine reine Prasenzbibliothek Die Bestande durfen also nur im Lesesaal benutzt werden Einen Benutzungsausweis erhalt jeder der das 18 Lebensjahr vollendet hat und einen amtlichen Ausweis vorlegt Seit dem 1 September 1997 ist eine Benutzungsgebuhr zu entrichten 25 auch um die Lesesale betreten zu konnen 26 Diese Gebuhr entfallt ab dem 1 Marz 2020 fur zwei Jahre 27 Es gibt eine Beschrankung der gleichzeitig einsehbaren Werke Einzelne Artikel oder Kapitel konnen auch gegen Gebuhr als digitale Kopie bestellt werden Werke die zur Vermittlung elementaren Wissens wie z B Schulbucher oder zur Unterhaltung wie z B Belletristik oder pornografische Literatur dienen konnen nur bei Nachweis eines wissenschaftlichen beruflichen fachlichen oder dienstlichen Interesses eingesehen werden 2019 zahlte die Deutsche Nationalbibliothek rund 179 000 Benutzer der Lesesale 28 2008 waren es noch 481 000 29 Kritik an Digital statt gedruckt Bearbeiten Am 7 November 2016 fuhrte die Deutsche Nationalbibliothek eine Anderung der Nutzungsregeln unter dem Motto Digital statt gedruckt ein Gedruckte Bucher fur die auch Onlineversionen am Bildschirm verfugbar sind werden im Regelfall nicht mehr zur Nutzung im Lesesaal ausgegeben 30 Diese Anderung die im Jahr 2016 300 000 Bucher betraf loste eine Debatte aus 31 Thomas Thiel kommentierte Bericht aus einer Bibliothek die keine mehr sein will 32 und Hans von Trotha sprach von einem Abschied vom gedruckten Buch 33 Tilman Spreckelsen versteht in Bildschirm als Schonung die bevorzugte Bereitstellung paralleler E Book Ausgaben ebenso wie Joachim Guntner In der analogen Welt beissen sich Sicherung und Nutzung oder Hans Joachim Watjen Bibliotheksdirektor an der Uni Oldenburg als Umsetzung des Auftrages einer nationalen Archivbibliothek 34 35 36 Die Bibliothek hob die Vorzuge der Onlinenutzung fur die Erfullung ihrer Aufgabe als Archivbibliothek hervor Ute Schwens die Direktorin des Standorts Frankfurt sagte Mit erweiterten Funktionalitaten und der schnelleren Verfugbarkeit kommen wir den Wunschen unserer Benutzerinnen und Benutzer nach 37 Die Leiterin des stadtischen Literaturarchivs Munchen Monacensia Elisabeth Tworek hingegen pladierte fur ihre Einrichtung fur das gedruckte Buch und erklarte Zumal in Zeiten eines Kulturbruchs Man kann den Generationen die ans Buch gewohnt sind nicht den Zugriff darauf entziehen 38 Infolge der offentlichen Debatte wurde die Nutzerordnung im Januar 2017 erneut angepasst und unter das korrigierte Motto digital vor gedruckt gestellt 39 40 Gedruckte Bucher konnen seit Dezember 2016 ohne Begrundung bestellt werden allerdings muss dazu ein zusatzlicher Bestellvorgang telefonisch personlich oder per E Mail ausgelost werden 41 Diese Bucher sind im Katalog mit dem Vermerk Benutzung nur nach Rucksprache gekennzeichnet und werden als gesperrte Medien gefuhrt 42 Im April 2017 ist dieser Vorgang weiter vereinfacht worden so dass seitdem eine gleichberechtigte Wahlmoglichkeit besteht 41 Weiterhin ist darauf aufmerksam gemacht worden dass das Lesen gedruckter Bucher den Archivauftrag der Bibliothek gefahrdet 43 Die Bibliotheksleitung zieht damit die Konsequenzen aus den Ergebnissen der Nutzerbefragung 2016 Diese ergab unter anderem dass 82 7 der befragten Nutzer gedruckte Werke bevorzugen nur 7 1 hingegen digitale Angebote wahrend 6 8 unentschieden blieben und 3 4 keine Angaben zu dieser Frage machten 44 Die Autoren der umfangreichen Studie halten unter den vier wichtigsten Ergebnissen fest Nach wie vor lesen die allermeisten Nutzerinnen und Nutzer Bucher und Zeitschriften am liebsten in gedruckter Form Ein Trend zum digitalen Medium lasst sich am ehesten bei den Onlinenutzerinnen und nutzern der DNB feststellen Als Lesegerat fur digitale Medien werden uberwiegend klassische Laptops und Rechner mit Bildschirmen bevorzugt 45 Onlinekatalog Bearbeiten Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek kann online gesucht werden 46 Neben bibliographischen Daten sind teilweise biographische Daten und Verfugbarkeit der Werke im Buchhandel nachgewiesen Aus dem Verzeichnis Lieferbarer Bucher VLB werden insbesondere die Ankundigungen von Verlagsveroffentlichungen ubernommen 47 Film BearbeitenDer Bucherturm 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek Dokumentarfilm Deutschland 2012 30 Min Buch und Regie Rene Romer Produktion MDR Erstausstrahlung 2 Oktober 2012 48 Literatur BearbeitenDeutsche Nationalbibliothek Hrsg Deutsche Nationalbibliothek Bewahren fur die Zukunft Vlg Deutsche Nationalbibliothek Leipzig Frankfurt am Main Berlin 2008 ISBN 978 3 933641 89 2 Grundsatz Kompaktpublikation uber Geschichte Rechtsform und gesetzliche Grundlagen Aufgaben und Ziele der deutschen Nationalbibliothek ihre Sammlungen und Archivierungen Schwerpunkte und Arbeitsteilung nationale und internationale Kooperationen und Allianzen sowie statistische Daten und Fakten uber das Leistungsvermogen und Ansprechpartner dieser Institution Deutsche Nationalbibliothek Hrsg Umbruch Aufbruch 1990 2020 30 Jahre gemeinsam Zukunft leben Vlg Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt am Main 2020 ISBN 978 3 941113 54 1 Online urn nbn de 101 2020090204 Deutsche Nationalbibliothek Jahresbericht Erscheint jahrlich Die Deutsche Bibliothek Gesamtarchiv und nationalbibliographisches Informationszentrum zentrales Sammeln Erschliessen Vermitteln Die Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main 1991 ISBN 3 922051 30 8 Soren Flachowsky Zeughaus fur die Schwerter des Geistes Die Deutsche Bucherei wahrend der Zeit des Nationalsozialismus Wallstein Verlag Gottingen 2018 ISBN 978 3 8353 3196 9 Online urn nbn de 101 1 2020060316523309004183 Sebastian Gotte Selina Recke Nutzerbefragung der Deutschen Nationalbibliothek 2016 aproxima 2017 49 Tanja Sophie Muller Minderwertige Literatur und nationale Integration Die Deutsche Bucherei Leipzig als Projekt des Burgertums im Kaiserreich und in der Weimarer Republik Gottingen Wallstein 2019 ISBN 978 3 8353 3516 5 Christian Rau Nationalbibliothek im geteilten Land Die Deutsche Bucherei 1945 1990 Wallstein Verlag Gottingen 2018 ISBN 978 3 8353 3199 0 Online urn nbn de 101 1 2020060409532263435358 Ute Schwens Jorg Rauber Aus Zwei mach Eins Deutsche Bucherei Leipzig und Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main seit 25 Jahren zur Deutschen Nationalbibliothek vereint In Dialog mit Bibliotheken Band 27 Nr 2 2015 S 4 24 urn nbn de 101 2015100108 Frank Simon Ritz Jan Pieter Barbian 100 Jahre und kein bisschen leise Von der Deutschen Bucherei zur Deutschen Nationalbibliothek In BuB Forum Bibliothek und Information 64 2012 10 S 684 690 Zur Information uber ihre Arbeit gibt die Bibliothek seit 1989 zweimal jahrlich zu den Buchmessen in Leipzig und in Frankfurt am Main eine Zeitschrift heraus Dialog mit Bibliotheken Fachzeitschrift uber die Deutsche Bibliothek ihre Aktivitaten ihr Dienstleistungsangebot Die Deutsche Bibliothek ISSN 0936 1138 Zur Diskussion uber die Namensanderung in der Fachoffentlichkeit Stefan Knoch Anmerkungen zum Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek DNBG In Bibliotheksdienst Band 41 Heft 5 ISSN 2194 9646 Online ISSN 0006 1972 Print S 529 541 doi 10 1515 bd 2007 41 5 529 Zu digital statt gedruckt Lukas Bormann Bildschirm statt Buch Neue Regeln in der Deutschen Nationalbibliothek In Aus dem Antiquariat Zeitschrift fur Antiquare und Buchersammler Jg 15 Heft 1 2017 ISSN 0343 186X S 23 25 Weblinks Bearbeiten Commons Deutsche Nationalbibliothek Sammlung von Bildern Literatur von und uber Deutsche Nationalbibliothek im Katalog der DNB Deutsche Nationalbibliothek in der Deutschen Digitalen Bibliothek Offizielle Webprasenz Rechtsgrundlagen Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek Pflichtablieferungsverordnung Deutsche Nationalbibliothek auf YouTubeEinzelnachweise Bearbeiten Jahresbericht 2018 Deutsche Nationalbibliothek Mai 2019 ISSN 1864 2640 DNB 1187664855 S 44 urn nbn de 101 2019052102 dnb de PDF abgerufen am 3 Juni 2019 Siehe auch die Diskussion in der Plenarsitzung des Deutschen Bundestags am 19 Januar 2006 Plenarprotokoll 16 11 PDF 1 5 MB S 769 776 Zum Beispiel in Gisela von Busse u a Das Bibliothekswesen in der Bundesrepublik Deutschland 3 Auflage Harrassowitz Wiesbaden 1999 ISBN 3 447 03706 7 S 398 Rolf Griebel Elisabeth Niggemann Barbara Schneider Kempf Die Deutsche Nationalbibliothek und die Staatsbibliotheken in Berlin und Munchen definieren ihre zukunftige Wahrnehmung nationalbibliothekarischer Aufgaben In Bibliotheksdienst Bd 40 2006 ISSN 0006 1972 H 11 S 1316 Zeitschrift fur Bibliothekswesen und Bibliographie Band 53 2006 ISSN 0044 2380 H 6 S 304 Eric W Steinhauer 10 Jahre Pflichtablieferung von Netzpublikationen eine Baustelle wird besichtigt In Dialog mit Bibliotheken Nr 2 2016 S 31 36 31 urn nbn de 101 20161006188 Deutsche Nationalbibliothek Hrsg Jahresbericht 2019 2020 ISSN 1864 2640 S 57 58 urn nbn de 101 20200326214 Reichsbibliothek von 1848 In uni goettingen de abgerufen am 16 August 2017 Gerhard Menz Hrsg Der deutsche Buchhandel der Gegenwart in Selbstdarstellungen Heft 1 Erich Ehlermann Verlag von Felix Meiner Leipzig 1925 Erich Ehlermann Eine Reichsbibliothek in Leipzig Denkschrift 1910 Gesellschaft der Freunde der Deutschen Bucherei Leipzig Leipzig 1927 DNB 579329062 Ute Schwens Jorg Rauber Aus Zwei mach Eins Deutsche Bucherei Leipzig und Deutsche Bibliothek Frankfurt am Main seit 25 Jahren zur Deutschen Nationalbibliothek vereint In Dialog mit Bibliotheken Band 27 Nr 2 2015 S 4 24 urn nbn de 101 2015100108 Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek In gesetze im internet de abgerufen am 16 August 2017 Veranstaltungskalender 100 Jahre DNB dnb de Archiviert vom Original am 27 Januar 2016 Abgerufen am 25 August 2012 Wir sind ein Jahrgang Memento vom 9 Marz 2012 im Internet Archive In dnb de abgerufen am 16 August 2017 Jubilaumsmagazin dnb de abgerufen am 25 August 2012 Soren Flachowsky Zeughaus fur die Schwerter des Geistes Die Deutsche Bucherei wahrend der Zeit des Nationalsozialismus S 33 2 Gesetz uber die Deutsche Nationalbibliothek DNBG In gesetze im internet de abgerufen am 16 August 2017 Internet Archivierung Was bleibt vom Web iRights info 31 Januar 2018 abgerufen am 15 April 2021 Interview von Ute Schwens Sammlung 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Nationalbibliothek 2009 abgerufen am 21 Dezember 2018 dnb Newsletter In inxmail com November 2016 abgerufen am 16 August 2017 Jochen Hieber Zwangsdigitalisiert In faz net 18 November 2016 abgerufen am 16 August 2017 Thomas Thiel Aufzeichnungen aus dem Kellerloch In FAZ 30 November 2016 Hans von Trotha Abschied vom gedruckten Buch In deutschlandradio kultur DeutschlandRadio Kultur 29 November 2016 abgerufen am 16 August 2017 Tilman Spreckelsen Deutsche Nationalbibliothek Bildschirm als Schonung In Frankfurter Allgemeine Zeitung 23 November 2016 ISSN 0174 4909 faz net abgerufen am 21 Dezember 2016 Joachim Guntner Deutsche Nationalbibliothek Digitalversion statt Buch In Neue Zurcher Zeitung 20 Dezember 2016 ISSN 0376 6829 nzz ch abgerufen am 21 Dezember 2016 Nordwest Zeitung Medien Vormarsch des Digitalen In NWZonline nwzonline de abgerufen am 21 Dezember 2016 Michael Roesler Graichen Drei Fragen an Ute Schwens Direktorin der DNB in Frankfurt In borsenblatt net 2 Dezember 2016 abgerufen 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Buchersammler NF 15 Heft 1 Marz 2017 ISSN 0343 186X S 23 25 Sebastian Gotte Selina Recke Nutzerbefragung der Deutschen Nationalbibliothek 2016 aproxima 2017 S 36 PDF 13 5 MB Archiv Link 2018 Sebastian Gotte Selina Recke Nutzerbefragung der Deutschen Nationalbibliothek 2016 aproxima 2017 S 47 PDF 13 5 MB Startseite der Onlinekataloges der Deutschen Nationalbibliothek abgerufen am 5 Februar 2018 Martina Propson Hauck Das eine Buch unter Millionen von Titeln Spezialisten im Haus des Buches pflegen seit Jahrzehnten das Verzeichnis Lieferbarer Bucher und sorgen mit Kunstlicher Intelligenz dafur dass das Buch auch im digitalen Zeitalter seine Leser findet In Frankfurter Allgemeine Zeitung 16 Oktober 2019 S 36 Der Bucherturm 100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek Nicht mehr online verfugbar In 3sat de 24 Juni 2013 archiviert vom Original am 31 Juli 2013 abgerufen am 15 Oktober 2018 Inhaltsangabe Video nicht mehr online Sebastian Gotte Selina Recke Nutzerbefragung der Deutschen 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