fbpx
Wikipedia

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist ein eingetragener Verein, der als Selbstverwaltungseinrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland fungiert. 2019 verfügte die DFG über einen Förderungsetat von gut 3,3 Milliarden Euro, aus dem 31.150 Projekte unterstützt wurden. Es handelt sich um Steuergelder: Gut zwei Drittel dieser Mittel zahlt der Bund, den Rest zahlen die Länder. Mitglieder der DFG sind größtenteils Hochschulen und Forschungseinrichtungen von „allgemeiner Bedeutung“ sowie die deutschen Akademien der Wissenschaften.

Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG)
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 30. Oktober 1920
2. August 1951 (Wiedergründung) in Berlin
Gründer Friedrich Schmidt-Ott
Sitz Bonn,Deutschland Deutschland
Vorläufer Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft, Deutscher Forschungsrat
Zweck Forschungsförderung
Vorsitz Katja Becker
Website
Die DFG-Geschäftsstelle in Bonn-Bad Godesberg (2006)

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

In ihrer Satzung definiert der § 1 ihre Aufgaben:

„Die Deutsche Forschungsgemeinschaft dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die finanzielle Unterstützung von Forschungsarbeiten und durch die Förderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Der Förderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gilt ihre besondere Aufmerksamkeit. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft. Sie berät Parlamente und im öffentlichen Interesse tätige Einrichtungen in wissenschaftlichen Fragen und pflegt die Verbindungen der Forschung zu Gesellschaft und Wirtschaft.“

Satzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Die DFG fördert Einzelprojekte, Verbundprojekte (Forschernetzwerke, Forschungsgruppen, Graduiertenkollegs, Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren, Exzellenzcluster) sowie Infrastruktur, und sie unterhält weltweit Wissenschaftsbeziehungen. Der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gilt ihre besondere Aufmerksamkeit (z. B. Forschungsstipendium, Programm Eigene Stelle, Emmy-Noether-Programm, Heisenberg-Programm). Antragsberechtigt sind neben Institutionen auch einzelne Wissenschaftler (ab der Promotion).

Die DFG ist in Deutschland die mit Abstand wichtigste Quelle für Drittmittel. 2019 wurden insgesamt etwa 31.000 Projekte gefördert. Ein erfolgreicher Antrag erhöht das Prestige der verantwortlichen Wissenschaftler beträchtlich.

Organe

Die DFG hat lt. § 4 der Satzung acht Organe:

  • Mitgliederversammlung,
  • Präsident,
  • Präsidium,
  • Vorstand,
  • Generalsekretär,
  • Senat,
  • Hauptausschuss,
  • Fachkollegien.

Die Mitgliederversammlung (§ 5 der Satzung) bestimmt die operativen Leitlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von ihr wird der Präsident gewählt, das übrige Präsidium und die Mitglieder des Senats. Zudem bestätigt sie die Berufung des Generalsekretärs durch den Hauptausschuss. Die Amtszeit beträgt vier Jahre. Die Mitgliederversammlung nimmt weiterhin Aufgaben wie die Entgegennahme von Jahresbericht und Jahresrechnung des Vorstands und Entlastung des Vorstands wahr.

Das Präsidium besteht aus der Präsidentin Katja Becker (Biochemie und Molekularbiologie) und acht Vizepräsidenten. Die Vizepräsidenten sind Axel A. Brakhage (Molekularbiologie), Roland A. Fischer (Chemie), Julika Griem (Literaturwissenschaften), Hans Hasse (Thermodynamik), Marlis Hochbruck (Angewandte und Numerische Mathematik), Kerstin Schill (Kognitive Neuroinformatik), Wolfgang Schön (Steuerrecht und Öffentliche Finanzen), Britta Siegmund (Medizin). Beratendes Mitglied ist entsprechend der Satzung der DFG der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Andreas Barner.

Das Präsidium bedient sich zur Erledigung der laufenden Geschäfte der Geschäftsführung, an deren Spitze der Generalsekretär steht. Vom 1. September 2007 bis zum 12. November 2018 war Dorothee Dzwonnek Generalsekretärin der DFG. Im November 2018 hat Dorothee Dzwonnek auf Bitten des Hauptausschusses der DFG ihr vorzeitiges Ausscheiden aus den Diensten der DFG erklärt. Zum 1. Oktober 2020 hat Heide Ahrens die Position der Generalsekretärin übernommen.

Die Geschäftsstelle ist am Sitz des Vereins in Bonn, Kennedyallee 40, angesiedelt. Das Berliner Büro befindet sich im WissenschaftsForum Berlin am Gendarmenmarkt.

Finanzierung

Die DFG als größte nationale Forschungsförderungseinrichtung Europas wird nahezu vollständig durch Bund und Länder finanziert (Haushalt 2018: 99 % ent. Jahresbericht 2018), auch wenn es sich formal nicht um eine staatliche Einrichtung, sondern um einen gemeinnützigen, eingetragenen Verein handelt. Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen soll durch den Pakt für Forschung und Innovation gewährleistet werden. Seit 2006 wurde der Etat der DFG auf diese Weise mehr als verdoppelt.

Ein wesentliches Steuerungsgremium der DFG ist der Senat, der aus 39 wissenschaftlichen Mitgliedern besteht. Von diesen Mitgliedern werden 36 Mitglieder von der Mitgliederversammlung für drei Jahre gewählt, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, der Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft gehören dem Senat qua Amt an. Ständige Gäste des Senats sind die Präsidenten der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Vorsitzende des Wissenschaftsrates.

Der Senat setzt Kommissionen und Ausschüsse ein.

Ausschüsse des Senats

Die Senatsausschüsse für die Sonderforschungsbereiche und die Graduiertenkollegs bereiten die Förderentscheidungen der beiden korrespondierenden Bewilligungsausschüsse als Unterausschüsse des Hauptausschusses vor. Sie sind außerdem für die Weiterentwicklung dieser Förderprogramme und ihrer Begutachtungs- und Entscheidungsverfahren zuständig.

Bei dem Senatsausschuss „Perspektiven der Forschung“ und dem „Ad-hoc-Ausschuss für die Prüfung von Mitgliedschaftsanträgen“ handelt es sich um Arbeitsgremien des Senats, die Entscheidungen des Senats vorbereiten.

Senatskommissionen

Die Senatskommissionen der DFG unterstützen die satzungsgemäße Aufgabe der Politikberatung der DFG, indem sie unter anderem nach rein wissenschaftlichen Maßstäben Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen mit Forschungsbezug erstellen. Außerdem sind sie ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Selbstverwaltung, da sie beispielsweise Fragen mit besonderem Koordinierungsbedarf für bestimmte Wissenschaftsbereiche bearbeiten.

Der Senat hat im Jahr 2010 beschlossen, seine Kommissionen in zwei Kategorien einzuteilen: Ständige Senatskommissionen für bedeutende Felder mit langfristiger Perspektive, in denen neue wissenschaftliche Erkenntnisse fachübergreifend und kontinuierlich aufbereitet werden müssen, oder sich schnell entwickelnde wissenschaftliche Themen, in denen absehbar mit wiederkehrendem gesetzlichen Regelungsbedarf mit deutlicher Relevanz für die Forschung zu rechnen ist. Senatskommissionen werden für einen bestimmten Zeitraum eingerichtet (in der Regel 6 Jahre). Diese haben die Aufgabe, in Gebieten mit hohem Forschungs-, Koordinations- und vielschichtigem Strukturierungsbedarf Disziplinen-übergreifend Ansätze für die komplexe Koordination, Verbesserung der Forschungsinfrastruktur und Etablierung von für die Forschung förderlichen Strukturen zu erarbeiten.

Liste der Senatskommissionen

Weitere Ausschüsse

Der Auswahlausschuss für den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis hat die Aufgabe, die Preisträger für den gleichnamigen Nachwuchsförderpreis auszuwählen. Es handelt sich nicht um einen Ausschuss des Senats, da seine Mitglieder vom Senat der DFG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam berufen werden.

Die Mitglieder der Fachkommission Exzellenzinitiative (2005–2017) wurden vom Senat der DFG eingesetzt. Die Fachkommission bereitete gemeinsam mit der Strategiekommission, die von der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates eingesetzt wurde, die Förderentscheidungen des Bewilligungsausschusses für die Exzellenzinitiative vor.

Zur Entscheidung über Förderanträge bedient sich die DFG eines mehrstufigen Begutachtungsverfahrens. Das Begutachtungsverfahren beruht auf den Prinzipien der Peer-Review und der wissenschaftlichen Selbstverwaltung. In der Regel werden die Gutachter für ihre Tätigkeit nicht bezahlt.

Für jeden eingehenden Förderantrag werden von der DFG-Geschäftsstelle mindestens zwei für fachlich kompetent und unbefangen gehaltene Wissenschaftler gebeten, formalisierte schriftliche Gutachten anzufertigen. Nach eigenen Angaben wird dabei versucht, Interessenkonflikte weitestgehend zu vermeiden. Die Gutachten enthalten ein Votum zur Förderentscheidung; das Votum kann dabei auch auf Teilförderung eines Antrags lauten. Die begutachteten Anträge werden mehrmals jährlich in den Sitzungen des inhaltlich zuständigen Fachkollegiums besprochen (s. u.). Dabei sind jeweils zwei Mitglieder des Kollegiums für einen Antrag zuständig, den sie zusammen mit den eingegangenen Gutachten vorstellen. Die Voten der Gutachter werden anschließend in den Fachkollegien diskutiert und entweder bestätigt, modifiziert oder verworfen. Als Ergebnis einer Sitzung eines Fachkollegiums wird ein Fördervorschlag über eine bestimmte Anzahl an Anträgen an den Hauptausschuss (s. u.) weitergeleitet. Die übrigen Anträge gelten als abgelehnt.

Fachkollegium und Mitglieder der Fachkollegien

Die Fachkollegien werden nach § 15 der DFG-Satzung gebildet. Es bestehen derzeit (2020) 48 Fachkollegien, die im Durchschnitt aus jeweils 13 Mitgliedern bestehen. Für die Mitglieder der Fachkollegien können unabhängige Hochschulen und wissenschaftliche Fachgesellschaften Vorschläge einreichen. Die promovierten und an anerkannten wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland tätigen Wissenschaftler wählen dann die Mitglieder der Fachkollegien auf vier Jahre; in der Regel handelt es sich um Hochschullehrer. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich.

Eingehende Förderanträge auf Forschungsvorhaben werden von der DFG-Geschäftsstelle einem thematisch passenden Fachkollegium zugewiesen. Die Fachkollegien beurteilen die Anträge grundsätzlich auf Grundlage erstellter Gutachten, über die sie sich aber in begründeten Fällen auch hinwegsetzen können. So achten sie satzungsgemäß darauf, dass bei der schriftlichen Begutachtung einheitliche Maßstäbe angelegt wurden. Vor allem in Hinblick auf die Einzelförderung kommt den Fachkollegien damit faktisch sehr großer Einfluss zu.

Weiterhin arbeiten Fachkollegien an der Ausgestaltung der Förderprogramme der DFG mit.

In der Fachkollegienwahl 2019 im Oktober und November 2019 wurden die Fachkollegien der DFG neu besetzt.

Hauptausschuss

Die eigentliche und definitive Förderentscheidung liegt beim Hauptausschuss (§ 12 Satzung). Dem Hauptausschuss gehören die 39 DFG-Senatoren an sowie weitere Vertreter von Bund (16), Ländern (16) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (2).

Im Hauptausschuss werden alle Fördervorschläge der Fachkollegien zusammengeführt und unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel bewilligt. Eine wichtige Aufgabe des Hauptausschusses ist die Sicherstellung einheitlicher Begutachtungsstandards über die verschiedenen Einzelgremien hinweg.

Als Mitglied in verschiedenen internationalen Dachorganisationen und Verbünden unterstützt die DFG internationale Forschung zusätzlich durch jährliche Beiträge wie auch durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für eine Beteiligung von Wissenschaftlern. Unter anderem ist die DFG Mitglied im International Council for Science (ICSU), das 1919 als nongouvernementale internationale Dachorganisation gegründet wurde. Hier unterstützt die DFG den internationalen Austausch zu wichtigen wissenschaftlichen Fragen und beruft z. B. für den Bereich Umwelt und globaler Wandel nationale Gremien wie SCOPE, Nationales Komitee für Global Change Forschung (1997–2012) und Deutsches Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth (seit 2013).

Schwesterorganisationen im Ausland sind beispielsweise die National Natural Science Foundation of China, mit der sie gemeinsam das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung unterhält. Weitere Partnerorganisationen sind der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (Österreich), die National Science Foundation (USA), die Royal Academy (Vereinigtes Königreich), der Schweizerische Nationalfonds und der Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología (Mexiko). Eine analoge Fördereinrichtung in Japan ist die Japan Society for the Promotion of Science (JSPS).

Der Verein ist Mitglied der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.

Bis 1945

Die Entstehung geht auf die Zeit der Weimarer Republik zurück. Gegründet wurde sie am 30. Oktober 1920 als Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft auf Initiative des Chemikers Fritz Haber und von Friedrich Schmidt-Ott, der ihr erster Präsident wurde. Im Jahr 1929 wurde der Name in Deutsche Gemeinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung, kurz (Deutsche) Forschungsgemeinschaft, geändert. Allerdings wurde der alte Name „Notgemeinschaft“ in geförderten Publikationen weiterverwendet.

Ein Großteil der tonangebenden DFG-Wissenschaftler begrüßte nach 1933 das NS-Regime und arbeitete im Rahmen eines „radikalnationalistischen Grundkonsenses“ aus freien Stücken an seinen Zielen mit. Die Forschungsförderung war weitgehend frei von politischem Druck. Die Fördermittel für politisch genehme Forschungsgebiete wie „Rassenhygiene“ und Agrarwissenschaften wurden deutlich erhöht. In die „Volksforschung“, wo Wissenschaftler sich während des Krieges u. a. mit der Vernichtung der polnischen Intelligenz und der Juden beschäftigten, wurden 1934 1,2 Milliarden Reichsmark investiert.

Präsident war zwischen 1934 und 1936 der Physiker Johannes Stark. Er berief den NS-Chefideologen Alfred Rosenberg zum Schirmherrn und Ehrenpräsidenten der DFG. Stark verlor sein Amt, weil sich neben Bernhard Rust und seinen Ministerialbeamten auch die SS und die Wehrmacht gegen ihn stellten. Nach Untersuchungen von Historikern vor allem um Götz Aly und Ulrich Herbert trug die DFG in der Zeit des Nationalsozialismus maßgeblich zur Erarbeitung des „Generalplans Ost“ bei, in dem der Tod von Millionen Menschen in Osteuropa als bevölkerungs-, betriebs- und volkswirtschaftlich legitimiert dargestellt wurde. Der „Generalplan“ sah vor, so genannte Volksdeutsche in osteuropäischen Regionen anzusiedeln, deren einheimische Bevölkerung zuvor ermordet („vernichtet“) oder vertrieben („umgesiedelt“) worden war. Zwar wurde der „Generalplan“ vor allem aufgrund der militärischen Niederlage des Deutschen Reichs gegenüber der Sowjet-Union nur ansatzweise umgesetzt, die Historiker schätzen aber die Zahl der bis dahin durch ihn verursachten Todesopfer in Osteuropa auf etwa 33 Millionen Menschen. Rudolf Mentzel war ab 1936 Präsident der DFG und Mitglied der SS im Range eines SS-Brigadeführers (1942). Die Forschungsgemeinschaft förderte nahezu jeden Menschenversuch in nationalsozialistischen Konzentrationslagern.

Die DFG finanzierte bis 1944 Projekte wie die „Asozialen- und kriminalbiologische Forschung“ der Rassenhygienische Forschungsstelle Robert Ritters.

Gegen Kriegsende wurden vorsätzlich zahlreiche DFG-Förderakten vernichtet. Doch konnte z. B. Konrad Meyer, der Koordinator der Forschung zum Generalplan Ost, nach seiner Berufung an die Technische Universität Hannover 1956 wieder erfolgreich DFG-Mittel beantragen, obwohl die DFG seine Forschungskarriere kannte, fahndete sie doch nach dem Krieg nach den Rechenmaschinen, die ihm im Laufe des Generalplan-Projekts zur Verfügung gestellt worden waren.

Das Informationsportal „GEPRIS Historisch“ erschließt Förderakten und Themen aus der Zeit von 1920 bis 1945.

Nach 1949

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft wiedergegründet. In Göttingen konstituierte sich am 9. März 1949 der wissenschaftspolitisch ausgerichtete Deutsche Forschungsrat. Am 2. August 1951 fusionierten die Notgemeinschaft und der Forschungsrat zur Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Nach der Wiedervereinigung wurde 1990 die Förderarbeit auf das Gebiet des vereinten Deutschland ausgedehnt. 1999 wurde außerdem ein Ombudsman für die Wissenschaft eingerichtet.

Seit dem Jahr 2007 erscheint im Stuttgarter Franz Steiner Verlag eine Buchreihe mit Studien zu Geschichte der DFG.

Im Juli 2019 hat die Mitgliederversammlung der DFG auf ihrer Sitzung im Rahmen der Jahresversammlung an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main eine Novelle ihrer Satzung beschlossen.

  • Laut einem Beitrag von Roland Reuß und Volker Rieble in der FAZ stelle die DFG ein „Monopol ohne Kontrolle“ dar und sei nichts weniger als eine „freie Selbstverwaltung der Wissenschaft“. Sie zeichne sich insbesondere durch fast völlige Intransparenz bei der Vergabe von Fördermitteln aus.
  • In satirischem Stil hat Bernhard Horsthemke, der selbst im biowissenschaftlichen Bereich als Gutachter für die DFG tätig war, einige bedenkliche Praktiken der DFG-Gutachter angeprangert. Er zielt vor allem auf seines Erachtens unsachliche Argumente von Gutachtern, die aus unterschiedlichen Motiven kein echtes wissenschaftliches Gutachten schrieben, sondern gerade im Falle von Ablehnungen oft nur schwammige Phrasen benützten. Die Gründe dafür sieht er in Unsicherheit, mangelnder Genauigkeit und der Befürchtung, als unkritisch zu gelten. Typische Beispiele sei so etwa bei einem innovativen Antrag für wissenschaftliches Neuland der Einwand, der Antragsteller sei kein Experte auf diesem Gebiet. Bei vorgeschlagenen Methoden werde oft kritisiert, dies sei nicht die geeignete Methode, ohne eine Alternative zu nennen. Ein typisches Fazit in einem negativen Gutachten laute, der Antrag sei ein Projekt mit zu hohem Risiko, und die zu erwartenden Ergebnisse seien vermutlich nur von geringer Bedeutung. Ein Problem der DFG sei, so Horsthemke, dass viele Gutachter und Mitglieder der entscheidenden Fachgremien auch selbst Antragsteller in demselben oder in einem verwandten Gebiet sind. Durch die Ablehnung anderer Anträge stiegen daher die Chancen für einen eigenen Antrag.
  • Die Begutachtungspraxis von Förderanträgen genügt laut Stefanie Salaw-Hanslmaier und Daniel Lübbert nicht rechtsstaatlichen Anforderungen, da Entscheidungen nicht ausreichend begründet werden und keinerlei Widerspruchsmöglichkeiten bestehen.
  • Auch bei grobem wissenschaftlichen Fehlverhalten erteilte die DFG in der Vergangenheit oft relativ milde Rügen bzw. Strafen, so im Fall der jahrelangen „groben Vernachlässigung der Aufsichtspflicht“ der Leiterin einer immunologischen Arbeitsgruppe, die schon nach drei Jahren wieder als Gutachterin tätig werden durfte. Ihre Mitarbeiterin, die Hauptverantwortliche einer Datenmanipulation, aufgrund welcher mehrere Veröffentlichungen zurückgezogen werden mussten, durfte fünf Jahre lang keine DFG-Mittel beantragen.
  • Im Sommer 2020 löschte die DFG nach einigen Tagen einen Unterstützungsbeitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr, in dem der vorgetragen hatte, dass es absolute Wahrheiten in der Wissenschaft nicht gebe. Aktivisten setzen die DFG daraufhin auf Twitter zunehmend unter Druck, bis die Löschung erfolgte. Felix Hutten kommentierte in der Süddeutschen Zeitung, es wirke grotesk, dass ausgerechnet jemand, der Klima- und Coronaverharmlosern ordentlich Munition liefere, als Botschafter für die DFG den Wert von Spitzenforschung betonen solle. Nuhr selbst sah sich denunziert. Am 6. August 2020 hat die DFG Nuhrs Statement wieder online gestellt und eine Erklärung dazu veröffentlicht.

Die DFG vergibt unter anderem folgende Forschungspreise:

Der Verein bietet unter anderem die folgenden Förderprogramme:

Das Informationsportal GEPRIS liefert Informationen zu DFG-geförderten Projekten, Personen und Institutionen.

Um die Versorgung mit elektronischer Fachinformation an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken nachhaltig zu verbessern, finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 den Erwerb von nationalen Lizenzen für elektronische Medien im Rahmen ihres Förderprogramms „Überregionale Literaturversorgung und Nationallizenzen“. Ziel ist es, Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen den Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen, elektronischen Zeitschriften und E-Books zu ermöglichen. Mit dem Projekt NatHosting fördert die DFG außerdem den Aufbau einer nationalen Infrastruktur zur Langzeitarchivierung und dauerhaften Verfügbarkeit elektronischer Medien.

Nach § 3 der DFG-Satzung können „Hochschulen, die Einrichtungen der Forschung von allgemeiner Bedeutung sind, andere Einrichtungen der Forschung von allgemeiner Bedeutung, die in der Union der Akademien der Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossenen Akademien“ und bedeutende Wissenschaftsverbände DFG-Mitglieder werden.

Beteiligte Hochschulen

Andere Forschungseinrichtungen

Akademien der Wissenschaften

Wissenschaftliche Verbände

  • Anne Cottebrune: Der planbare Mensch. Die DFG und die menschliche Vererbungswissenschaft, 1920–1970 (= Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2). Franz Steiner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-515-09099-5.
  • Perspektiven der Forschung und ihrer Förderung. 2007–2011. Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hrsg.); Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-527-32064-6.
  • Noyan Dinçkal, Christof Dipper, Detlev Mares: Selbstmobilisierung der Wissenschaft. Technische Hochschulen im „Dritten Reich“. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 978-3-534-23285-7.
  • Hellmut Flashar, Nikolaus Lobkowicz, Otto Pöggeler (Hrsg.): Geisteswissenschaft als Aufgabe. Kulturpolitische Perspektiven und Aspekte. de Gruyter, Berlin u. a. 1978, ISBN 3-11-007456-7 (17 Beiträge. Quer durch alle Geistes- und Kulturwissenschaften, z. T. bekannte, z. T. weniger bekannte Autoren aus „Orchideenfächern“. Im Anhang Liste der Mitglieder des Arbeitskreises „Geisteswissenschaften und Forschungspolitik“ in der DFG mit Kurzviten.)
  • Notker Hammerstein: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Wissenschaftspolitik in Republik und Diktatur 1920–1945. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44826-7. (Ernst Klee wirft Hammerstein Weißwäsche der NS-Aktivitäten der DFG am Beispiel Robert Ritters u. a. Rassenhygienikern vor.)
  • Lothar Mertens: „Nur politisch Würdige“. Die DFG-Forschungsförderung im Dritten Reich 1933–1937. Akademie-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-05-003877-2.
  • Thomas Nipperdey, Ludwig Schmugge: 50 jahre forschungsförderung in deutschland: Ein Abriss der Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 1920–1970. [Anlässl. ihres 50-jährigen Bestehens], Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bad Godesberg 1970.
  • Karin Orth / Willi Oberkrome (Hrsg.): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft 1920–1970. Forschungsförderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09652-2.
  • Patrick Wagner: Notgemeinschaften der Wissenschaft. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in drei politischen Systemen, 1920 bis 1973 (= Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 12). Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-515-12857-5.
Commons: Deutsche Forschungsgemeinschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Kategorie:DFG – in den Nachrichten

Geschichte

  • (mit und weiteren Details)
  • (Memento vom 14. Februar 2006 im Internet Archive) bis Februar 2008, danach: auf den DFG-Seiten der Bereich „Ausstellung: Wissenschaft – Planung – Vertreibung: der Generalplan Ost“ mit Bilddokumenten
  • Hans von Seggern: In: Der Tagesspiegel. 3. April 2006, abgerufen am 18. Februar 2011.
  • Spiegel Online, 27. September 2006
  1. Michael Hönscheid: In: dfg.de. 1. Juli 2020, abgerufen am 29. August 2020.
  2. Abgerufen am 2. August 2020.
  3. , 3. Juli 2019.
  4. Abgerufen am 2. August 2020.
  5. Abgerufen am 2. August 2020.
  6. , abgerufen am 12. November 2018.
  7. Abgerufen am 2. August 2020.
  8. In: . Abgerufen am 7. Juli 2016.
  9. In: . Abgerufen am 12. Juli 2019.
  10. In: . Abgerufen am 7. Juli 2016.
  11. Abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  12. Abgerufen am 14. April 2021 (deutsch).
  13. DFG (2016) Hinweise für Gutachtende. Aktualisierungsdatum: 8. März 2016 ()
  14. Abgerufen am 23. April 2015.
  15. Vgl. beispielsweise Gottfried Haberler, Stephan Verosta: Liberale und planwirtschaftliche Handelspolitik (= Zwischenstaatliche Wirtschaft. Band 8). Junker & Dünnhaupt, Berlin 1934. Gefördert von der Notgemeinschaft der Dt. Wiss.
  16. Ernst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 179.
  17. (Memento vom 20. August 2007 im Internet Archive).
  18. Ernst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945. 2001, S. 175.
  19. Ernst Piper: Alfred Rosenberg. Hitlers Chefideologe. Blessing, München 2005, ISBN 3-89667-148-0, S. 355 (Zugleich: Potsdam, Universität, Habilitations-Schrift, 2005)
  20. Götz Aly und Susanne Heim: Vordenker der Vernichtung. Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung, Erstausgabe 1991, überarbeitete Neuauflage 2013, Fischer Taschenbuch 19510, Frankfurt (Main) 2013, ISBN 978-3-596-19510-7, S. 379, 410 ff.
  21. Isabel Heinemann, Willi Oberkrome, Sabine Schleiermacher, Patrick Wagner: , abgerufen am 3. Juli 2015.
  22. Ernst Klee: Zeit, 28. November 1997, abgerufen am 30. Januar 2015.
  23. , S. 9–10. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 2009.
  24. Ernst Klee: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-10-039310-4, S. 185.
  25. Rüdiger Hachtmann: Die Wissenschaftslandschaft zwischen 1930 und 1949. In: Michael Grüttner, Rüdiger Hachtmann u. a. (Hrsg.): Gebrochene Wissenschaftskulturen: Universität und Politik im 20. Jahrhundert, Göttingen 2010, S. 192.
  26. DFG: In: GEPRIS Historisch. DFG, 11. Februar 2021, abgerufen am 11. Februar 2021.
  27. Thomas Stamm-Kuhlmann: Zwischen Staat und Selbstverwaltung. Die deutsche Forschung im Wiederaufbau 1945–1965. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1981, ISBN 3-8046-8597-8 (Zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 1980).
  28. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  29. „Da in den Gremien der DFG nur die allerbesten Wissenschaftler versammelt sind, wundert es nicht, dass auch diese selbst Forschungsförderung erfahren. Der ehrenhafte Einsatz für die Wissenschaft darf nicht zur Fördersperre missraten. Sonst gewönne man nicht die Besten oder verlangte ihnen ein mönchisches Sonderopfer ab. Über die Förderung der Gutachter erfährt man nichts – weil Gutachter und Gutachten geheim sind. […] Die Ministerialagenten können nach eigenem Gutdünken Forschungskonzeptionen für die gesamte Bundesrepublik entwickeln – innerhalb eines privatrechtlichen Vereines, der niemandem verantwortlich ist.“ Roland Reuß, Volker Rieble: In: FAZ, 18. Oktober 2011.
  30. in der Deutschen Universitätszeitung
  31. Stefanie Salaw-Hanslmaier: Die Rechtsnatur der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Auswirkungen auf den Rechtsschutz des Antragstellers (= Studien zur Rechtswissenschaft. Band 129). Kovač, Hamburg 2003, ISBN 3-8300-1194-6 (Zugleich: Augsburg, Universität, Dissertation, 2003).
  32. Daniel Lübbert: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Strukturen, Verfahren, Reformbedarf. (PDF; 574 kB) Wissenschaftlicher Dienste – WD 8, Berlin 2006.
  33. Julia Merlot: Manipulierte Studien: Milde Strafe für Spitzenforscherin. Spiegel Online, 12. Dezember 2012 abgerufen am 3. August 2015.
  34. Welt.de vom 31. Juli 2020.
  35. Süddeutsche.de vom 1. August 2020.
  36. In: www.dfg2020.de. Deutsche Forschungsgemeinschaft, 6. August 2020, abgerufen am 9. November 2020.
  37. Deutsche Forschungsgemeinschaft: . Pressemeldung vom 3. Juli 2019, abgerufen am 3. Juli 2019.
  38. DFG
  39. DFG: In: GEPRIS. DFG, 11. Februar 2021, abgerufen am 11. Februar 2021.
  40. Hildegard Schäffler, Michael Seadle, Karl-Heinz Weber: Dauerhafter Zugriff auf digitale Publikationen – das DFG-Projekt NatHosting. In: o-bib. Das offene Bibliotheksjournal / herausgegeben vom VDB.Band2, 18. Dezember 2015,S.279–284 Seiten, doi: ( [abgerufen am 25. März 2020]).
  41. Martin Steinberger: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), 7. Februar 2020, abgerufen am 1. September 2020.
  42. (PDF) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), 4. Juli 2019, abgerufen am 1. September 2020.
Normdaten (Körperschaft): GND:(, ) | LCCN: | VIAF:

50.6994437.14777Koordinaten:50° 41′ 58″ N,7° 8′ 52″ O

Deutsche Forschungsgemeinschaft
deutsche, forschungsgemeinschaft, deutsche, forschungsförderorganisation, sprache, beobachten, bearbeiten, eingetragener, verein, selbstverwaltungseinrichtung, förderung, wissenschaft, forschung, bundesrepublik, deutschland, fungiert, 2019, verfügte, über, ein. Deutsche Forschungsgemeinschaft deutsche Forschungsforderorganisation Sprache Beobachten Bearbeiten Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG ist ein eingetragener Verein der als Selbstverwaltungseinrichtung zur Forderung der Wissenschaft und Forschung in der Bundesrepublik Deutschland fungiert 2019 verfugte die DFG uber einen Forderungsetat von gut 3 3 Milliarden Euro aus dem 31 150 Projekte unterstutzt wurden 2 Es handelt sich um Steuergelder Gut zwei Drittel dieser Mittel zahlt der Bund den Rest zahlen die Lander Mitglieder der DFG sind grosstenteils Hochschulen und Forschungseinrichtungen von allgemeiner Bedeutung sowie die deutschen Akademien der Wissenschaften Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG Rechtsform eingetragener VereinGrundung 30 Oktober 1920 2 August 1951 Wiedergrundung 1 in BerlinGrunder Friedrich Schmidt OttSitz Bonn Deutschland DeutschlandVorlaufer Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft Deutscher ForschungsratZweck ForschungsforderungVorsitz Katja BeckerWebsite www dfg deDie DFG Geschaftsstelle in Bonn Bad Godesberg 2006 Inhaltsverzeichnis 1 Organisation und Aufgaben 1 1 Aufgaben 1 2 Organe 1 3 Finanzierung 2 Senat und Senatskommissionen 2 1 Ausschusse des Senats 2 2 Senatskommissionen 2 3 Liste der Senatskommissionen 2 4 Weitere Ausschusse 3 Begutachtungs und Bewilligungsverfahren 3 1 Fachkollegium und Mitglieder der Fachkollegien 3 2 Hauptausschuss 4 Internationale Kooperationen und Nationale Gremien 5 Geschichte 5 1 Bis 1945 5 2 Nach 1949 6 Kontroversen und Kritik 7 Bisherige Prasidenten 8 Forschungspreise 9 Forderprogramme 10 Nachweis geforderter Projekte 11 DFG Forderung im Bereich elektronischer Medien 12 Mitglieder 12 1 Beteiligte Hochschulen 12 2 Andere Forschungseinrichtungen 12 3 Akademien der Wissenschaften 12 4 Wissenschaftliche Verbande 13 Literatur 14 Weblinks 15 EinzelnachweiseOrganisation und Aufgaben BearbeitenAufgaben Bearbeiten In ihrer Satzung definiert der 1 ihre Aufgaben Die Deutsche Forschungsgemeinschaft dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die finanzielle Unterstutzung von Forschungsarbeiten und durch die Forderung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher Der Forderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gilt ihre besondere Aufmerksamkeit Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fordert die Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschaft Sie berat Parlamente und im offentlichen Interesse tatige Einrichtungen in wissenschaftlichen Fragen und pflegt die Verbindungen der Forschung zu Gesellschaft und Wirtschaft Satzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft 3 Die DFG fordert Einzelprojekte Verbundprojekte Forschernetzwerke Forschungsgruppen Graduiertenkollegs Sonderforschungsbereiche Forschungszentren Exzellenzcluster sowie Infrastruktur und sie unterhalt weltweit Wissenschaftsbeziehungen Der Forderung des wissenschaftlichen Nachwuchses gilt ihre besondere Aufmerksamkeit z B Forschungsstipendium Programm Eigene Stelle Emmy Noether Programm Heisenberg Programm Antragsberechtigt sind neben Institutionen auch einzelne Wissenschaftler ab der Promotion Die DFG ist in Deutschland die mit Abstand wichtigste Quelle fur Drittmittel 2019 wurden insgesamt etwa 31 000 Projekte gefordert Ein erfolgreicher Antrag erhoht das Prestige der verantwortlichen Wissenschaftler betrachtlich Organe Bearbeiten Die DFG hat lt 4 der Satzung acht Organe 3 Mitgliederversammlung Prasident Prasidium Vorstand Generalsekretar Senat Hauptausschuss Fachkollegien Die Mitgliederversammlung 5 der Satzung bestimmt die operativen Leitlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft Von ihr wird der Prasident gewahlt das ubrige Prasidium und die Mitglieder des Senats Zudem bestatigt sie die Berufung des Generalsekretars durch den Hauptausschuss Die Amtszeit betragt vier Jahre Die Mitgliederversammlung nimmt weiterhin Aufgaben wie die Entgegennahme von Jahresbericht und Jahresrechnung des Vorstands und Entlastung des Vorstands wahr Das Prasidium besteht aus der Prasidentin Katja Becker Biochemie und Molekularbiologie 4 und acht Vizeprasidenten Die Vizeprasidenten sind Axel A Brakhage Molekularbiologie Roland A Fischer Chemie Julika Griem Literaturwissenschaften Hans Hasse Thermodynamik Marlis Hochbruck Angewandte und Numerische Mathematik Kerstin Schill Kognitive Neuroinformatik Wolfgang Schon Steuerrecht und Offentliche Finanzen Britta Siegmund Medizin Beratendes Mitglied ist entsprechend der Satzung der DFG der Prasident des Stifterverbandes fur die Deutsche Wissenschaft Andreas Barner 5 6 Das Prasidium bedient sich zur Erledigung der laufenden Geschafte der Geschaftsfuhrung an deren Spitze der Generalsekretar steht Vom 1 September 2007 bis zum 12 November 2018 war Dorothee Dzwonnek Generalsekretarin der DFG Im November 2018 hat Dorothee Dzwonnek auf Bitten des Hauptausschusses der DFG ihr vorzeitiges Ausscheiden aus den Diensten der DFG erklart 7 Zum 1 Oktober 2020 hat Heide Ahrens die Position der Generalsekretarin ubernommen 8 Die Geschaftsstelle ist am Sitz des Vereins in Bonn Kennedyallee 40 angesiedelt Das Berliner Buro befindet sich im WissenschaftsForum Berlin am Gendarmenmarkt 9 Finanzierung Bearbeiten Die DFG als grosste nationale Forschungsforderungseinrichtung Europas wird nahezu vollstandig durch Bund und Lander finanziert Haushalt 2018 99 ent Jahresbericht 2018 10 auch wenn es sich formal nicht um eine staatliche Einrichtung sondern um einen gemeinnutzigen eingetragenen Verein handelt Planungssicherheit durch kontinuierliche Etatsteigerungen soll durch den Pakt fur Forschung und Innovation gewahrleistet werden Seit 2006 wurde der Etat der DFG auf diese Weise mehr als verdoppelt Senat und Senatskommissionen BearbeitenEin wesentliches Steuerungsgremium der DFG ist der Senat der aus 39 wissenschaftlichen Mitgliedern besteht Von diesen Mitgliedern werden 36 Mitglieder von der Mitgliederversammlung fur drei Jahre gewahlt der Prasident der Hochschulrektorenkonferenz der Prasident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Prasident der Max Planck Gesellschaft gehoren dem Senat qua Amt an Standige Gaste des Senats sind die Prasidenten der Hermann von Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren der Fraunhofer Gesellschaft und der Vorsitzende des Wissenschaftsrates Der Senat setzt Kommissionen und Ausschusse ein 11 Ausschusse des Senats Bearbeiten Die Senatsausschusse fur die Sonderforschungsbereiche 12 und die Graduiertenkollegs 13 bereiten die Forderentscheidungen der beiden korrespondierenden Bewilligungsausschusse als Unterausschusse des Hauptausschusses vor Sie sind ausserdem fur die Weiterentwicklung dieser Forderprogramme und ihrer Begutachtungs und Entscheidungsverfahren zustandig Bei dem Senatsausschuss Perspektiven der Forschung und dem Ad hoc Ausschuss fur die Prufung von Mitgliedschaftsantragen handelt es sich um Arbeitsgremien des Senats die Entscheidungen des Senats vorbereiten Senatskommissionen Bearbeiten Die Senatskommissionen der DFG unterstutzen die satzungsgemasse Aufgabe der Politikberatung der DFG indem sie unter anderem nach rein wissenschaftlichen Massstaben Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen mit Forschungsbezug erstellen Ausserdem sind sie ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Selbstverwaltung da sie beispielsweise Fragen mit besonderem Koordinierungsbedarf fur bestimmte Wissenschaftsbereiche bearbeiten Der Senat hat im Jahr 2010 beschlossen seine Kommissionen in zwei Kategorien einzuteilen Standige Senatskommissionen fur bedeutende Felder mit langfristiger Perspektive in denen neue wissenschaftliche Erkenntnisse fachubergreifend und kontinuierlich aufbereitet werden mussen oder sich schnell entwickelnde wissenschaftliche Themen in denen absehbar mit wiederkehrendem gesetzlichen Regelungsbedarf mit deutlicher Relevanz fur die Forschung zu rechnen ist Senatskommissionen werden fur einen bestimmten Zeitraum eingerichtet in der Regel 6 Jahre Diese haben die Aufgabe in Gebieten mit hohem Forschungs Koordinations und vielschichtigem Strukturierungsbedarf Disziplinen ubergreifend Ansatze fur die komplexe Koordination Verbesserung der Forschungsinfrastruktur und Etablierung von fur die Forschung forderlichen Strukturen zu erarbeiten Liste der Senatskommissionen Bearbeiten Standige Senatskommission zur gesundheitlichen Bewertung von Lebensmitteln SKLM Standige Senatskommission fur Grundsatzfragen der Genforschung Standige Senatskommission fur Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung Standige Senatskommission zur Prufung gesundheitsschadlicher Arbeitsstoffe MAK Kommission Diese Kommission erstellt unter anderem die sogenannte MAK und BAT Werte Liste die die Maximalen Arbeitsplatzkonzentrationen enthalt Standige Senatskommission fur tierexperimentelle Forschung Senatskommission fur Grundsatzfragen der biologischen Vielfalt Senatskommission fur Agrarokosystemforschung Senatskommission fur ErdsystemforschungWeitere Ausschusse Bearbeiten Der Auswahlausschuss fur den Heinz Maier Leibnitz Preis hat die Aufgabe die Preistrager fur den gleichnamigen Nachwuchsforderpreis auszuwahlen Es handelt sich nicht um einen Ausschuss des Senats da seine Mitglieder vom Senat der DFG und dem Bundesministerium fur Bildung und Forschung gemeinsam berufen werden Die Mitglieder der Fachkommission Exzellenzinitiative 2005 2017 wurden vom Senat der DFG eingesetzt Die Fachkommission bereitete gemeinsam mit der Strategiekommission die von der wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrates eingesetzt wurde die Forderentscheidungen des Bewilligungsausschusses fur die Exzellenzinitiative vor Begutachtungs und Bewilligungsverfahren BearbeitenZur Entscheidung uber Forderantrage bedient sich die DFG eines mehrstufigen Begutachtungsverfahrens Das Begutachtungsverfahren beruht auf den Prinzipien der Peer Review und der wissenschaftlichen Selbstverwaltung In der Regel werden die Gutachter fur ihre Tatigkeit nicht bezahlt Fur jeden eingehenden Forderantrag werden von der DFG Geschaftsstelle mindestens zwei fur fachlich kompetent und unbefangen gehaltene Wissenschaftler gebeten formalisierte schriftliche Gutachten anzufertigen Nach eigenen Angaben wird dabei versucht Interessenkonflikte weitestgehend zu vermeiden 14 Die Gutachten enthalten ein Votum zur Forderentscheidung das Votum kann dabei auch auf Teilforderung eines Antrags lauten Die begutachteten Antrage werden mehrmals jahrlich in den Sitzungen des inhaltlich zustandigen Fachkollegiums besprochen s u Dabei sind jeweils zwei Mitglieder des Kollegiums fur einen Antrag zustandig den sie zusammen mit den eingegangenen Gutachten vorstellen Die Voten der Gutachter werden anschliessend in den Fachkollegien diskutiert und entweder bestatigt modifiziert oder verworfen Als Ergebnis einer Sitzung eines Fachkollegiums wird ein Fordervorschlag uber eine bestimmte Anzahl an Antragen an den Hauptausschuss s u weitergeleitet Die ubrigen Antrage gelten als abgelehnt Fachkollegium und Mitglieder der Fachkollegien Bearbeiten Die Fachkollegien werden nach 15 der DFG Satzung gebildet 3 Es bestehen derzeit 2020 48 Fachkollegien die im Durchschnitt aus jeweils 13 Mitgliedern bestehen Fur die Mitglieder der Fachkollegien konnen unabhangige Hochschulen und wissenschaftliche Fachgesellschaften Vorschlage einreichen Die promovierten und an anerkannten wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland tatigen Wissenschaftler wahlen dann die Mitglieder der Fachkollegien auf vier Jahre in der Regel handelt es sich um Hochschullehrer Eine einmalige Wiederwahl ist moglich Eingehende Forderantrage auf Forschungsvorhaben werden von der DFG Geschaftsstelle einem thematisch passenden Fachkollegium zugewiesen Die Fachkollegien beurteilen die Antrage grundsatzlich auf Grundlage erstellter Gutachten uber die sie sich aber in begrundeten Fallen auch hinwegsetzen konnen So achten sie satzungsgemass darauf dass bei der schriftlichen Begutachtung einheitliche Massstabe angelegt wurden Vor allem in Hinblick auf die Einzelforderung kommt den Fachkollegien damit faktisch sehr grosser Einfluss zu Weiterhin arbeiten Fachkollegien an der Ausgestaltung der Forderprogramme der DFG mit In der Fachkollegienwahl 2019 im Oktober und November 2019 15 wurden die Fachkollegien der DFG neu besetzt 16 Hauptausschuss Bearbeiten Die eigentliche und definitive Forderentscheidung liegt beim Hauptausschuss 12 Satzung 3 Dem Hauptausschuss gehoren die 39 DFG Senatoren an sowie weitere Vertreter von Bund 16 Landern 16 und dem Stifterverband fur die Deutsche Wissenschaft 2 Im Hauptausschuss werden alle Fordervorschlage der Fachkollegien zusammengefuhrt und unter Berucksichtigung der zur Verfugung stehenden Finanzmittel bewilligt Eine wichtige Aufgabe des Hauptausschusses ist die Sicherstellung einheitlicher Begutachtungsstandards uber die verschiedenen Einzelgremien hinweg Internationale Kooperationen und Nationale Gremien BearbeitenAls Mitglied in verschiedenen internationalen Dachorganisationen und Verbunden unterstutzt die DFG internationale Forschung zusatzlich durch jahrliche Beitrage wie auch durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln fur eine Beteiligung von Wissenschaftlern Unter anderem ist die DFG Mitglied im International Council for Science ICSU das 1919 als nongouvernementale internationale Dachorganisation gegrundet wurde Hier unterstutzt die DFG den internationalen Austausch zu wichtigen wissenschaftlichen Fragen und beruft z B fur den Bereich Umwelt und globaler Wandel nationale Gremien wie SCOPE Nationales Komitee fur Global Change Forschung 1997 2012 und Deutsches Komitee fur Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth seit 2013 Schwesterorganisationen im Ausland sind beispielsweise die National Natural Science Foundation of China mit der sie gemeinsam das Chinesisch Deutsche Zentrum fur Wissenschaftsforderung unterhalt Weitere Partnerorganisationen sind der Fonds zur Forderung der wissenschaftlichen Forschung Osterreich die National Science Foundation USA die Royal Academy Vereinigtes Konigreich der Schweizerische Nationalfonds und der Consejo Nacional de Ciencia y Tecnologia Mexiko Eine analoge Fordereinrichtung in Japan ist die Japan Society for the Promotion of Science JSPS 17 Der Verein ist Mitglied der Allianz der Wissenschaftsorganisationen Geschichte BearbeitenBis 1945 Bearbeiten Die Entstehung geht auf die Zeit der Weimarer Republik zuruck Gegrundet wurde sie am 30 Oktober 1920 als Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft auf Initiative des Chemikers Fritz Haber und von Friedrich Schmidt Ott der ihr erster Prasident wurde Im Jahr 1929 wurde der Name in Deutsche Gemeinschaft zur Erhaltung und Forderung der Forschung kurz Deutsche Forschungsgemeinschaft geandert Allerdings wurde der alte Name Notgemeinschaft in geforderten Publikationen 18 weiterverwendet Ein Grossteil der tonangebenden DFG Wissenschaftler begrusste nach 1933 das NS Regime und arbeitete im Rahmen eines radikalnationalistischen Grundkonsenses aus freien Stucken an seinen Zielen mit Die Forschungsforderung war weitgehend frei von politischem Druck 19 Die Fordermittel fur politisch genehme Forschungsgebiete wie Rassenhygiene und Agrarwissenschaften wurden deutlich erhoht 20 In die Volksforschung wo Wissenschaftler sich wahrend des Krieges u a mit der Vernichtung der polnischen Intelligenz und der Juden beschaftigten wurden 1934 1 2 Milliarden Reichsmark investiert 21 Prasident war zwischen 1934 und 1936 der Physiker Johannes Stark Er berief den NS Chefideologen Alfred Rosenberg zum Schirmherrn und Ehrenprasidenten der DFG Stark verlor sein Amt weil sich neben Bernhard Rust und seinen Ministerialbeamten auch die SS und die Wehrmacht gegen ihn stellten 22 Nach Untersuchungen von Historikern vor allem um Gotz Aly und Ulrich Herbert trug die DFG in der Zeit des Nationalsozialismus massgeblich zur Erarbeitung des Generalplans Ost bei in dem der Tod von Millionen Menschen in Osteuropa als bevolkerungs betriebs und volkswirtschaftlich legitimiert dargestellt wurde 23 24 Der Generalplan sah vor so genannte Volksdeutsche in osteuropaischen Regionen anzusiedeln deren einheimische Bevolkerung zuvor ermordet vernichtet oder vertrieben umgesiedelt worden war Zwar wurde der Generalplan vor allem aufgrund der militarischen Niederlage des Deutschen Reichs gegenuber der Sowjet Union nur ansatzweise umgesetzt die Historiker schatzen aber die Zahl der bis dahin durch ihn verursachten Todesopfer in Osteuropa auf etwa 33 Millionen Menschen Rudolf Mentzel war ab 1936 Prasident der DFG und Mitglied der SS im Range eines SS Brigadefuhrers 1942 Die Forschungsgemeinschaft forderte nahezu jeden Menschenversuch in nationalsozialistischen Konzentrationslagern 25 Die DFG finanzierte bis 1944 Projekte wie die Asozialen und kriminalbiologische Forschung der Rassenhygienische Forschungsstelle Robert Ritters 26 Gegen Kriegsende wurden vorsatzlich zahlreiche DFG Forderakten vernichtet 27 Doch konnte z B Konrad Meyer der Koordinator der Forschung zum Generalplan Ost nach seiner Berufung an die Technische Universitat Hannover 1956 wieder erfolgreich DFG Mittel beantragen obwohl die DFG seine Forschungskarriere kannte fahndete sie doch nach dem Krieg nach den Rechenmaschinen die ihm im Laufe des Generalplan Projekts zur Verfugung gestellt worden waren 28 Das Informationsportal GEPRIS Historisch erschliesst Forderakten und Themen aus der Zeit von 1920 bis 1945 29 Nach 1949 Bearbeiten Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft wiedergegrundet In Gottingen konstituierte sich am 9 Marz 1949 der wissenschaftspolitisch ausgerichtete Deutsche Forschungsrat 30 Am 2 August 1951 fusionierten die Notgemeinschaft und der Forschungsrat zur Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG Nach der Wiedervereinigung wurde 1990 die Forderarbeit auf das Gebiet des vereinten Deutschland ausgedehnt 1999 wurde ausserdem ein Ombudsman fur die Wissenschaft eingerichtet Seit dem Jahr 2007 erscheint im Stuttgarter Franz Steiner Verlag eine Buchreihe mit Studien zu Geschichte der DFG 31 Im Juli 2019 hat die Mitgliederversammlung der DFG auf ihrer Sitzung im Rahmen der Jahresversammlung an der Goethe Universitat in Frankfurt am Main eine Novelle ihrer Satzung 3 beschlossen Kontroversen und Kritik BearbeitenLaut einem Beitrag von Roland Reuss und Volker Rieble in der FAZ stelle die DFG ein Monopol ohne Kontrolle dar und sei nichts weniger als eine freie Selbstverwaltung der Wissenschaft Sie zeichne sich insbesondere durch fast vollige Intransparenz bei der Vergabe von Fordermitteln aus 32 In satirischem Stil hat Bernhard Horsthemke der selbst im biowissenschaftlichen Bereich als Gutachter fur die DFG tatig war einige bedenkliche Praktiken der DFG Gutachter angeprangert Er zielt vor allem auf seines Erachtens unsachliche Argumente von Gutachtern die aus unterschiedlichen Motiven kein echtes wissenschaftliches Gutachten schrieben sondern gerade im Falle von Ablehnungen oft nur schwammige Phrasen benutzten Die Grunde dafur sieht er in Unsicherheit mangelnder Genauigkeit und der Befurchtung als unkritisch zu gelten Typische Beispiele sei so etwa bei einem innovativen Antrag fur wissenschaftliches Neuland der Einwand der Antragsteller sei kein Experte auf diesem Gebiet Bei vorgeschlagenen Methoden werde oft kritisiert dies sei nicht die geeignete Methode ohne eine Alternative zu nennen Ein typisches Fazit in einem negativen Gutachten laute der Antrag sei ein Projekt mit zu hohem Risiko und die zu erwartenden Ergebnisse seien vermutlich nur von geringer Bedeutung Ein Problem der DFG sei so Horsthemke dass viele Gutachter und Mitglieder der entscheidenden Fachgremien auch selbst Antragsteller in demselben oder in einem verwandten Gebiet sind Durch die Ablehnung anderer Antrage stiegen daher die Chancen fur einen eigenen Antrag 33 34 Die Begutachtungspraxis von Forderantragen genugt laut Stefanie Salaw Hanslmaier 35 und Daniel Lubbert 36 nicht rechtsstaatlichen Anforderungen da Entscheidungen nicht ausreichend begrundet werden und keinerlei Widerspruchsmoglichkeiten bestehen Auch bei grobem wissenschaftlichen Fehlverhalten erteilte die DFG in der Vergangenheit oft relativ milde Rugen bzw Strafen so im Fall der jahrelangen groben Vernachlassigung der Aufsichtspflicht der Leiterin einer immunologischen Arbeitsgruppe die schon nach drei Jahren wieder als Gutachterin tatig werden durfte Ihre Mitarbeiterin die Hauptverantwortliche einer Datenmanipulation aufgrund welcher mehrere Veroffentlichungen zuruckgezogen werden mussten durfte funf Jahre lang keine DFG Mittel beantragen 37 Im Sommer 2020 loschte die DFG nach einigen Tagen einen Unterstutzungsbeitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr in dem der vorgetragen hatte dass es absolute Wahrheiten in der Wissenschaft nicht gebe Aktivisten setzen die DFG daraufhin auf Twitter zunehmend unter Druck bis die Loschung erfolgte 38 Felix Hutten kommentierte in der Suddeutschen Zeitung es wirke grotesk dass ausgerechnet jemand der Klima und Coronaverharmlosern ordentlich Munition liefere als Botschafter fur die DFG den Wert von Spitzenforschung betonen solle 39 Nuhr selbst sah sich denunziert 38 Am 6 August 2020 hat die DFG Nuhrs Statement wieder online gestellt und eine Erklarung dazu veroffentlicht 40 Bisherige Prasidenten Bearbeiten1929 1934 Friedrich Schmidt Ott Schmitt Ott war bereits erster Prasident der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft aus der die DFG hervorging 1934 1936 Johannes Stark 1936 1945 Rudolf Mentzel 1951 1955 Ludwig Raiser 1955 1964 Gerhard Hess 1964 1973 Julius Speer 1973 1979 Heinz Maier Leibnitz 1980 1985 Eugen Seibold 1986 1991 Hubert Markl 1992 1997 Wolfgang Fruhwald 1998 2006 Ernst Ludwig Winnacker 2007 2012 Matthias Kleiner 2013 2019 Peter Strohschneider seit 1 Januar 2020 Katja Becker 41 Forschungspreise BearbeitenDie DFG vergibt unter anderem folgende Forschungspreise Gottfried Wilhelm Leibniz Preis Heinz Maier Leibnitz Preis Communicator Preis Albert Maucher Preis Bernd Rendel Preis fur junge Geowissenschaftler Eugen und Ilse Seibold Preis Von Kaven Preis fur Nachwuchsmathematiker 42 Ursula M Handel Tierschutzpreis Copernicus Preis Gerhard Hess Preis fur Nachwuchswissenschaftler 1988 2000 Emmy Noether ProgrammForderprogramme BearbeitenDer Verein bietet unter anderem die folgenden Forderprogramme Graduiertenkollegs Virtuelles Graduiertenkolleg Sonderforschungsbereiche Walter Benjamin Programm Emmy Noether Programm Heisenberg Programm Forschungsgruppen Sondersammelgebietsprogramm fur die Wissenschaftlichen Bibliotheken werden zwischen 2013 und 2015 in Fachinformationsdienste fur die Wissenschaft uberfuhrt Max Kade Stipendium 43 Hilfseinrichtung der ForschungNachweis geforderter Projekte BearbeitenDas Informationsportal GEPRIS liefert Informationen zu DFG geforderten Projekten Personen und Institutionen 44 DFG Forderung im Bereich elektronischer Medien BearbeitenUm die Versorgung mit elektronischer Fachinformation an deutschen Hochschulen Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken nachhaltig zu verbessern finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG seit 2004 den Erwerb von nationalen Lizenzen fur elektronische Medien im Rahmen ihres Forderprogramms Uberregionale Literaturversorgung und Nationallizenzen Ziel ist es Wissenschaftlern Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen den Zugang zu Datenbanken digitalen Textsammlungen elektronischen Zeitschriften und E Books zu ermoglichen 45 Mit dem Projekt NatHosting fordert die DFG ausserdem den Aufbau einer nationalen Infrastruktur zur Langzeitarchivierung und dauerhaften Verfugbarkeit elektronischer Medien 46 Mitglieder BearbeitenNach 3 der DFG Satzung konnen Hochschulen die Einrichtungen der Forschung von allgemeiner Bedeutung sind andere Einrichtungen der Forschung von allgemeiner Bedeutung die in der Union der Akademien der Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossenen Akademien und bedeutende Wissenschaftsverbande DFG Mitglieder 47 48 werden 3 Beteiligte Hochschulen Bearbeiten RWTH Aachen Universitat Augsburg Otto Friedrich Universitat Bamberg Universitat Bayreuth Technische Universitat Berlin Freie Universitat Berlin Humboldt Universitat zu Berlin Universitat Bielefeld Ruhr Universitat Bochum Rheinische Friedrich Wilhelms Universitat Bonn Technische Universitat Braunschweig Universitat Bremen Technische Universitat Chemnitz Technische Universitat Clausthal Technische Universitat Darmstadt Technische Universitat Dortmund Technische Universitat Dresden Heinrich Heine Universitat Dusseldorf Universitat Erfurt Friedrich Alexander Universitat Erlangen Nurnberg Universitat Duisburg Essen Johann Wolfgang Goethe Universitat Frankfurt am Main Europa Universitat Viadrina Frankfurt Oder Technische Universitat Bergakademie Freiberg Albert Ludwigs Universitat Freiburg Justus Liebig Universitat Giessen Georg August Universitat Gottingen Universitat Greifswald FernUniversitat in Hagen Martin Luther Universitat Halle Wittenberg Technische Universitat Hamburg Universitat Hamburg Medizinische Hochschule Hannover Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover Tierarztliche Hochschule Hannover Ruprecht Karls Universitat Heidelberg Universitat Hohenheim Technische Universitat Ilmenau Technische Universitat Kaiserslautern Karlsruher Institut fur Technologie Universitat Kassel Christian Albrechts Universitat zu Kiel Universitat zu Koln Universitat Konstanz Universitat Leipzig Universitat zu Lubeck Otto von Guericke Universitat Magdeburg Johannes Gutenberg Universitat Mainz Universitat Mannheim Philipps Universitat Marburg Technische Universitat Munchen Ludwig Maximilians Universitat Munchen Westfalische Wilhelms Universitat Munster Carl von Ossietzky Universitat Oldenburg Universitat Osnabruck Universitat Paderborn Universitat Passau Universitat Potsdam Universitat Regensburg Universitat Rostock Universitat des Saarlandes Universitat Siegen Universitat Stuttgart Universitat Trier Eberhard Karls Universitat Tubingen Universitat Ulm WHU Otto Beisheim School of Management Vallendar Bauhaus Universitat Weimar Julius Maximilians Universitat Wurzburg Andere Forschungseinrichtungen Bearbeiten Deutsches Archaologisches Institut Berlin Helmholtz Zentrum Berlin fur Materialien und Energie GmbH Max Delbruck Centrum fur Molekulare Medizin Berlin Buch Staatliche Museen zu Berlin Stiftung Preussischer Kulturbesitz Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e V Physikalisch Technische Bundesanstalt Braunschweig Alfred Wegener Institut fur Polar und Meeresforschung Bremerhaven AWI GSI Helmholtzzentrum fur Schwerionenforschung Darmstadt Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf e V Deutsches Elektronen Synchrotron Hamburg DESY Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg Forschungszentrum Julich GmbH Karlsruher Institut fur Technologie Campus Nord Deutsches Zentrum fur Luft und Raumfahrt e V Koln Fraunhofer Gesellschaft zur Forderung der angewandten Forschung e V Munchen Max Planck Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaften e V Munchen Helmholtz Zentrum Munchen Deutsches Forschungszentrum fur Gesundheit und Umwelt GmbH Oberschleissheim Wurttembergische Landesbibliothek StuttgartAkademien der Wissenschaften Bearbeiten Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz Akademie der Wissenschaften zu Gottingen Bayerische Akademie der Wissenschaften Munchen Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e V Halle Saale Heidelberger Akademie der Wissenschaften Nordrhein Westfalische Akademie der Wissenschaften und der Kunste Dusseldorf Sachsische Akademie der Wissenschaften zu LeipzigWissenschaftliche Verbande Bearbeiten Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Arzte e V Bad Honnef Deutscher Verband Technisch Wissenschaftlicher Vereine Berlin Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e V KolnLiteratur BearbeitenAnne Cottebrune Der planbare Mensch Die DFG und die menschliche Vererbungswissenschaft 1920 1970 Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2 Franz Steiner Stuttgart 2008 ISBN 978 3 515 09099 5 Perspektiven der Forschung und ihrer Forderung 2007 2011 Deutsche Forschungsgemeinschaft Hrsg Wiley VCH Weinheim 2008 ISBN 978 3 527 32064 6 Noyan Dinckal Christof Dipper Detlev Mares Selbstmobilisierung der Wissenschaft Technische Hochschulen im Dritten Reich Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2009 ISBN 978 3 534 23285 7 Hellmut Flashar Nikolaus Lobkowicz Otto Poggeler Hrsg Geisteswissenschaft als Aufgabe Kulturpolitische Perspektiven und Aspekte de Gruyter Berlin u a 1978 ISBN 3 11 007456 7 17 Beitrage Quer durch alle Geistes und Kulturwissenschaften z T bekannte z T weniger bekannte Autoren aus Orchideenfachern Im Anhang Liste der Mitglieder des Arbeitskreises Geisteswissenschaften und Forschungspolitik in der DFG mit Kurzviten Notker Hammerstein Die Deutsche Forschungsgemeinschaft in der Weimarer Republik und im Dritten Reich Wissenschaftspolitik in Republik und Diktatur 1920 1945 Beck Munchen 1999 ISBN 3 406 44826 7 Ernst Klee wirft Hammerstein Weisswasche der NS Aktivitaten der DFG am Beispiel Robert Ritters u a Rassenhygienikern vor Lothar Mertens Nur politisch Wurdige Die DFG Forschungsforderung im Dritten Reich 1933 1937 Akademie Verlag Berlin 2004 ISBN 3 05 003877 2 Thomas Nipperdey Ludwig Schmugge 50 jahre forschungsforderung in deutschland Ein Abriss der Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1920 1970 Anlassl ihres 50 jahrigen Bestehens Deutsche Forschungsgemeinschaft Bad Godesberg 1970 Karin Orth Willi Oberkrome Hrsg Die Deutsche Forschungsgemeinschaft 1920 1970 Forschungsforderung im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik Franz Steiner Verlag Stuttgart 2010 ISBN 978 3 515 09652 2 Patrick Wagner Notgemeinschaften der Wissenschaft Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG in drei politischen Systemen 1920 bis 1973 Studien zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 12 Franz Steiner Verlag Stuttgart 2021 ISBN 978 3 515 12857 5 Weblinks Bearbeiten Commons Deutsche Forschungsgemeinschaft Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikinews Kategorie DFG in den Nachrichten Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft Geforderte Projekte bei Gepris Geschichte Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Chronik und weiteren Details Forschergruppe zur Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1920 1970 Memento vom 14 Februar 2006 im Internet Archive bis Februar 2008 danach auf den DFG Seiten der Bereich Ausstellung Wissenschaft Planung Vertreibung der Generalplan Ost mit Bilddokumenten Hans von Seggern Im Dunkelfeld der Wissenschaft Nach dem Fuhrerprinzip Die DFG stellt sich ihrer Geschichte in der NS Zeit und daruber hinaus In Der Tagesspiegel 3 April 2006 abgerufen am 18 Februar 2011 Nazi Vergangenheit DFG Geschichte wird aufgearbeitet zum vierten Mal Spiegel Online 27 September 2006 Weitere Informationen zur DFG Geschichte im Nationalsozialismus Informationsportal GEPRIS Historisch 1920 1945 Einzelnachweise Bearbeiten Deutsche Forschungsgemeinschaft Geschichte Michael Honscheid Der Jahresbericht 2019 In dfg de 1 Juli 2020 abgerufen am 29 August 2020 a b c d e f Satzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Fassung des Beschlusses der Mitgliederversammlung vom 3 Juli 2019 eingetragen im Vereinsregister unter Nr VR 2030 beim Amtsgericht Bonn am 20 September 2019 Abgerufen am 2 August 2020 Pressemitteilung Katja Becker wird Prasidentin der DFG 3 Juli 2019 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft Zwei neue Vizeprasidenten fur die DFG Abgerufen am 2 August 2020 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft Vorstand Vizeprasidentinnen Vizeprasidenten und weitere Mitglieder Abgerufen am 2 August 2020 Deutsche Forschungsgemeinschaft Pressemitteilung Nr 52 12 November 2018 Generalsekretarin Dorothee Dzwonnek scheidet aus Amt abgerufen am 12 November 2018 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft Heide Ahrens wird neue Generalsekretarin der DFG Abgerufen am 2 August 2020 Berliner Buro In dfg de Abgerufen am 7 Juli 2016 Jahresbericht der DFG 2018 In dfg de Abgerufen am 12 Juli 2019 Senat In dfg de Abgerufen am 7 Juli 2016 Senatsausschuss fur die Sonderforschungsbereiche Abgerufen am 14 April 2021 deutsch Senatsausschuss fur die Graduiertenkollegs Abgerufen am 14 April 2021 deutsch DFG 2016 Hinweise fur Gutachtende Aktualisierungsdatum 8 Marz 2016 online Wahlportal zur Fachkollegienwahl 2019 der DFG Information der DFG zum endgultigen Wahlergebnis 17 Januar 2020 Website der Japan Society for the Promotion of Science Abgerufen am 23 April 2015 Vgl beispielsweise Gottfried Haberler Stephan Verosta Liberale und planwirtschaftliche Handelspolitik Zwischenstaatliche Wirtschaft Band 8 Junker amp Dunnhaupt Berlin 1934 Gefordert von der Notgemeinschaft der Dt Wiss Ernst Klee Deutsche Medizin im Dritten Reich Karrieren vor und nach 1945 S Fischer Frankfurt am Main 2001 ISBN 3 10 039310 4 S 179 Die DFG bereitwillig und anpassungsfahig Memento vom 20 August 2007 im Internet Archive Ernst Klee Deutsche Medizin im Dritten Reich Karrieren vor und nach 1945 2001 S 175 Ernst Piper Alfred Rosenberg Hitlers Chefideologe Blessing Munchen 2005 ISBN 3 89667 148 0 S 355 Zugleich Potsdam Universitat Habilitations Schrift 2005 Gotz Aly und Susanne Heim Vordenker der Vernichtung Auschwitz und die deutschen Plane fur eine neue europaische Ordnung Erstausgabe 1991 uberarbeitete Neuauflage 2013 Fischer Taschenbuch 19510 Frankfurt Main 2013 ISBN 978 3 596 19510 7 S 379 410 ff Isabel Heinemann Willi Oberkrome Sabine Schleiermacher Patrick Wagner DFG Ausstellung Wissenschaft Planung Vertreibung abgerufen am 3 Juli 2015 Ernst Klee Deutscher Menschenverbrauch Zeit 28 November 1997 abgerufen am 30 Januar 2015 Die Verfolgung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus S 9 10 Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages 2009 Ernst Klee Deutsche Medizin im Dritten Reich Karrieren vor und nach 1945 S Fischer Frankfurt am Main 2001 ISBN 3 10 039310 4 S 185 Rudiger Hachtmann Die Wissenschaftslandschaft zwischen 1930 und 1949 In Michael Gruttner Rudiger Hachtmann u a Hrsg Gebrochene Wissenschaftskulturen Universitat und Politik im 20 Jahrhundert Gottingen 2010 S 192 DFG GEPRIS Historisch In GEPRIS Historisch DFG 11 Februar 2021 abgerufen am 11 Februar 2021 Thomas Stamm Kuhlmann Zwischen Staat und Selbstverwaltung Die deutsche Forschung im Wiederaufbau 1945 1965 Verlag Wissenschaft und Politik Koln 1981 ISBN 3 8046 8597 8 Zugleich Bonn Universitat Dissertation 1980 Studien zur Geschichte der DFG im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Da in den Gremien der DFG nur die allerbesten Wissenschaftler versammelt sind wundert es nicht dass auch diese selbst Forschungsforderung erfahren Der ehrenhafte Einsatz fur die Wissenschaft darf nicht zur Fordersperre missraten Sonst gewonne man nicht die Besten oder verlangte ihnen ein monchisches Sonderopfer ab Uber die Forderung der Gutachter erfahrt man nichts weil Gutachter und Gutachten geheim sind Die Ministerialagenten konnen nach eigenem Gutdunken Forschungskonzeptionen fur die gesamte Bundesrepublik entwickeln innerhalb eines privatrechtlichen Vereines der niemandem verantwortlich ist Roland Reuss Volker Rieble Die freie Wissenschaft ist bedroht In FAZ 18 Oktober 2011 Horsthemkes Glosse in der Deutschen Universitatszeitung Horsthemkes Text beim SPIEGEL Stefanie Salaw Hanslmaier Die Rechtsnatur der Deutschen Forschungsgemeinschaft Auswirkungen auf den Rechtsschutz des Antragstellers Studien zur Rechtswissenschaft Band 129 Kovac Hamburg 2003 ISBN 3 8300 1194 6 Zugleich Augsburg Universitat Dissertation 2003 Daniel Lubbert Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG Strukturen Verfahren Reformbedarf Info Brief des wissenschaftlichen Dienstes des deutschen Bundestages PDF 574 kB Wissenschaftlicher Dienste WD 8 Berlin 2006 Julia Merlot Manipulierte Studien Milde Strafe fur Spitzenforscherin Spiegel Online 12 Dezember 2012 spiegel de abgerufen am 3 August 2015 a b Curd Wunderlich Spitze gegen Thunberg Deutsche Forschungsgemeinschaft loscht Nuhr Beitrag Welt de vom 31 Juli 2020 Felix Hutten Nuhr ein Scherz Suddeutsche de vom 1 August 2020 Beitrag von Dieter Nuhr wieder online In www dfg2020 de Deutsche Forschungsgemeinschaft 6 August 2020 abgerufen am 9 November 2020 Deutsche Forschungsgemeinschaft Katja Becker wird Prasidentin der DFG Pressemeldung vom 3 Juli 2019 abgerufen am 3 Juli 2019 Philipps Universitat Marburg Pressestelle Gauss Vorlesung in Marburg Alle Forderprogramme im Uberblick DFG DFG GEPRIS In GEPRIS DFG 11 Februar 2021 abgerufen am 11 Februar 2021 nationallizenzen de Hildegard Schaffler Michael Seadle Karl Heinz Weber Dauerhafter Zugriff auf digitale Publikationen das DFG Projekt NatHosting In o bib Das offene Bibliotheksjournal herausgegeben vom VDB Band 2 18 Dezember 2015 S 279 284 Seiten doi 10 5282 O BIB 2015H4S279 284 o bib de abgerufen am 25 Marz 2020 Martin Steinberger Mitglieder der Deutschen Forschungsgemeinschaft Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG 7 Februar 2020 abgerufen am 1 September 2020 Mitglieder der Deutschen Forschungsgemeinschaft PDF Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG 4 Juli 2019 abgerufen am 1 September 2020 Normdaten Korperschaft GND 2007744 0 OGND AKS LCCN n79006750 VIAF 122652571 50 699443 7 14777 Koordinaten 50 41 58 N 7 8 52 O Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Deutsche Forschungsgemeinschaft amp oldid 215989627, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele