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CODEN

CODEN ist ein sechsstelliger, alphanumerischer bibliographischer Code, der eine schnelle und eindeutige Identifikation eines Serientitels oder einer nichtseriellen Publikation aus allen Fachbereichen erlaubt. CODEN wird vor allem in der wissenschaftlich-technischen oder chemischen Literatur zum eindeutigen Zitieren und in vielen Katalogen zur Zeitschriften-Recherche verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Der CODEN ist ein von Charles Bishop als Gedächtnishilfe aus den Anfangsbuchstaben der Einzelwörter eines Serientitels erdachter und von ihm verwendeter Buchstabencode, um die für seine Arbeit verwendeten Publikationen aus Zeitschriften ordnen und schneller auffinden zu können. In die 1953 veröffentlichte, ursprünglich vierstellige Variante des CODEN fügte er die Zahl des Bandes und die Seitenzahl an, um einen Artikel in einer Zeitschrift genau zu zitieren. Eine Variation dazu wurde 1957 von ihm veröffentlicht.

Nachdem Bishop etwa 4000 CODEN vergeben hatte, wurde das vierstellige CODEN-System ab 1961 von L. E. Kuentzel unter der Regie der American Society for Testing Materials (ASTM) weitergeführt und dann auf fünf Stellen erweitert. Der CODEN war im beginnenden Zeitalter des Computers als ein maschinenlesbares Identifikationssystem für Serien gedacht. In mehreren Ausgabe der seit 1963 von ASTM herausgegebenen „CODEN for Periodical Titles“ waren bis Ende 1974 etwa 128.000 CODEN verzeichnet.

Obwohl man bereits ab 1966 erkannt hatte, dass ein fünfstelliger CODEN nicht ausreichen würde, um auch in Zukunft alle Serientitel damit versehen zu können, wurde der CODEN in der Normenschrift (ASTM Standard E250) bis 1972 noch fünfstellig definiert. Erst mit der im Jahr 1976 herausgegebenen Norm (ASTM Standard E250-76) wurde der CODEN sechsstellig.

Mit Beginn des Jahres 1975 wurde das CODEN System in der Verantwortung der American Chemical Society weitergeführt.

In der heute sechsstelligen Form des CODEN setzen sich die ersten vier Stellen nach wie vor aus den Anfangsbuchstaben der Einzelwörter eines Serientitels zusammen, gefolgt von einem fünften Buchstaben, der aus den ersten sechs Buchstaben (A–F) des Alphabets besteht und das Gitterfeld angibt, aus dem der CODEN entnommen wurde. Die sechste und letzte Stelle des CODEN ist eine maschinell errechenbare Prüfstelle der voranstehenden Stellen, die entweder numerisch (2–9) oder alphabetisch (A–Z) besetzt ist. Der CODEN nutzt immer Großbuchstaben.

Im Unterschied dazu sind die ersten beiden Stellen eines CODEN für eine nichtserielle Publikation (z. B. eine Konferenzschrift), mit je einer arabischen Ziffer besetzt. Die dritte und vierte Stelle wiederum ist mit einem Buchstaben besetzt. Die fünfte und sechste Stelle entsprechen in ihrer Bedeutung denen eines Serien-CODEN, mit dem Unterschied, dass die fünfte Stelle alle Buchstaben des Alphabets umfassen kann.

Die ersten beiden Stellen eines CODEN für Patentschriften bezeichnen das Land, in dessen Sprache das Patent verfasst und in dessen Bereich es gültig ist. Die dritte und vierte Stelle ist immer mit einem X besetzt. Die beiden letzten Stellen sind wie die eines Serien-CODEN besetzt.

CODEN werden vom beim Chemical Abstracts Service (CAS) angesiedelten International CODEN Service für alle in CAS referierten Publikationen automatisch vergeben. Auf Anforderung von Verlagen vergibt der International CODEN Service auch CODEN für Publikationen ohne Bezug zu chemischen Themen. Man findet aus diesem Grund CODEN auch in anderen Datenbanken (wie z. B. RTECS, BIOSIS) und für Serien oder Zeitschriften aus Fachgebieten, die in CAS selbst nicht referiert werden.

Die bis ca. 1966 vergebenen CODEN lassen sich aus dem zweibändigen Werk „CODEN for periodical titles“ von L. E. Kuentzel nachschlagen. Die bis 1974 vergebenen CODEN lassen sich in dem mehrbändigen Werk von J. G. Blumenthal recherchieren. Bis 1998 vergebene CODEN und deren Auflösung lassen sich sehr gut aus dem „International CODEN Directory“ (ISSN ), seit 1980 als Microfiche-Ausgabe herausgegeben, ermitteln.

Zur Ermittlung von aktuellen CODEN eignet sich die Online-Datenbank von CASSI („Chemical Abstracts Service Source Index“).

Die gedruckte Ausgabe von CASSI als Serienwerk (ISSN , CODEN CASSE2) oder als Collective Index (0001-0634, CODEN CASSI6) wurde zum 31. Dezember 2009 eingestellt. Nur die CD-ROM-Ausgabe (ISSN , CODEN CACDFE) ist weiterhin erhältlich. CASSI verzeichnet neben CODEN, ISSN, ISBN auch den korrekten Abkürzungstitel einer Publikation und den Herausgeber.

  • Nature hat den CODEN »NATUAS«.
  • Technology Review hat den CODEN »TEREAU«
  • Der Monographie „Proceedings of the International Conference on Food Factors, Chemistry and Cancer Prevention“ ISBN 4-431-70196-6 ist der CODEN »66HYAL« zugeordnet.
  • Der Konferenzschrift „Recent Advances in Natural Products Research, 3rd International Symposium on Recent Advances in Natural Products Research“ ist der CODEN »69ACLK« zugeordnet.
  • Patentschriften aus Deutschland (jedoch keine Deutschen Reichspatentschriften) werden unter dem CODEN »GWXXBX« geführt.
  • Für US-amerikanische Patentschriften wird der CODEN »USXXDP« verwendet.
  • Chemical Abstracts Service Source Index für CODEN:
  • nach CODEN in der Zeitschriftendatenbank. Die Zeitschriftendatenbank verzeichnet fast überwiegend nur CODEN in der alten fünfstelligen Version.
  • Charles Bishop: An integrated approach to the documentation problem. In: American Documentation.ISSN , CODEN AMDOA7, Band 4, 1953, S. 54–65.
  • Charles Bishop: Use of the CODEN system by the individual research scientist. In: American Documentation.ISSN , CODEN AMDOA7, Band 8, 1957, S. 221–226.
  • L. E. Kuentzel: Current status of the CODEN Project. In: Special Libraries.ISSN , Band 57, 1966, S. 404–406.
  • L. E. Kuentzel: CODEN for periodical titles, Band 1; Periodical titles by CODEN, non-periodical titels, deleted CODEN. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 A, 1966.
  • L. E. Kuentzel: CODEN for periodical titles, Band 2; Periodical titles by title. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 A, 1966.
  • Donald P. Hammer: A review of the ASTM CODEN for Periodical Titles. In: Library Resources & Technical Services.ISSN , Band 12, 1968, S. 359–365.
  • Lea Saxl: Some thoughts about CODEN. In: Special Libraries.ISSN , Band 59, 1968, S. 279–280.
  • Magaret Pflueger: A vote for CODEN. In: Special Libraries.ISSN , Band 60, 1969, S. 173.
  • Jennifer G. Blumenthal (Hrsg.): CODEN for periodical titles, Part 1 ; Periodical titles arranged CODEN. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 B, 1970.
  • Jennifer G. Blumenthal (Hrsg.): CODEN for periodical titles, Teil 2 ; Periodical titles arranged alphabetically by title. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 B, 1970.
  • Jennifer G. Blumenthal (Hrsg.): CODEN for periodical titles ; Suppl. 1. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 B, 1972.
  • Jennifer G. Blumenthal (Hrsg.): CODEN for periodical titles ; Suppl. 2. In: ASTM data series publication. American Society for Testing and MaterialsISSN ; Band 23 B, 1974.
  • ASTM Standard E 250-72: Standard recommended practice for use of CODEN for Periodical Title Abbreviations. Philadelphia. ASTM, 1972.
  • ASTM Standard E 250-76: Standard recommended practice for use of CODEN for Periodical Title Abbreviations. Philadelphia. ASTM, 1976.
  • Anon: Chemical Abstract Service assumes ASTM CODEN assignment. In: Journal of Library Automation.ISSN , Band 8, 1975, S. 72.
  • Elizabeth H. Groot: Unique identifiers for serials: an annotated, comprehensive bibliography. In: The Serials Librarian.ISSN , CODEN SELID4, Band 1 (Ausgabe 1), 1976, S. 51–75.
  • Elizabeth H. Groot: Unique identifiers for serials: 1977 update. In: The Serials Librarian.ISSN , CODEN SELID4, Band 2 (Ausgabe 3), 1978, S. 247–255.

CODEN
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CODEN Sprache Beobachten Bearbeiten CODEN ist ein sechsstelliger alphanumerischer bibliographischer Code der eine schnelle und eindeutige Identifikation eines Serientitels oder einer nichtseriellen Publikation aus allen Fachbereichen erlaubt CODEN wird vor allem in der wissenschaftlich technischen oder chemischen Literatur zum eindeutigen Zitieren und in vielen Katalogen zur Zeitschriften Recherche verwendet Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Heutige Form 3 Beispiele 4 Siehe auch 5 Weblinks 6 LiteraturGeschichte BearbeitenDer CODEN ist ein von Charles Bishop als Gedachtnishilfe aus den Anfangsbuchstaben der Einzelworter eines Serientitels erdachter und von ihm verwendeter Buchstabencode um die fur seine Arbeit verwendeten Publikationen aus Zeitschriften ordnen und schneller auffinden zu konnen In die 1953 veroffentlichte ursprunglich vierstellige Variante des CODEN fugte er die Zahl des Bandes und die Seitenzahl an um einen Artikel in einer Zeitschrift genau zu zitieren Eine Variation dazu wurde 1957 von ihm veroffentlicht Nachdem Bishop etwa 4000 CODEN vergeben hatte wurde das vierstellige CODEN System ab 1961 von L E Kuentzel unter der Regie der American Society for Testing Materials ASTM weitergefuhrt und dann auf funf Stellen erweitert Der CODEN war im beginnenden Zeitalter des Computers als ein maschinenlesbares Identifikationssystem fur Serien gedacht In mehreren Ausgabe der seit 1963 von ASTM herausgegebenen CODEN for Periodical Titles waren bis Ende 1974 etwa 128 000 CODEN verzeichnet Obwohl man bereits ab 1966 erkannt hatte dass ein funfstelliger CODEN nicht ausreichen wurde um auch in Zukunft alle Serientitel damit versehen zu konnen wurde der CODEN in der Normenschrift ASTM Standard E250 bis 1972 noch funfstellig definiert Erst mit der im Jahr 1976 herausgegebenen Norm ASTM Standard E250 76 wurde der CODEN sechsstellig Mit Beginn des Jahres 1975 wurde das CODEN System in der Verantwortung der American Chemical Society weitergefuhrt Heutige Form BearbeitenIn der heute sechsstelligen Form des CODEN setzen sich die ersten vier Stellen nach wie vor aus den Anfangsbuchstaben der Einzelworter eines Serientitels zusammen gefolgt von einem funften Buchstaben der aus den ersten sechs Buchstaben A F des Alphabets besteht und das Gitterfeld angibt aus dem der CODEN entnommen wurde Die sechste und letzte Stelle des CODEN ist eine maschinell errechenbare Prufstelle der voranstehenden Stellen die entweder numerisch 2 9 oder alphabetisch A Z besetzt ist Der CODEN nutzt immer Grossbuchstaben Im Unterschied dazu sind die ersten beiden Stellen eines CODEN fur eine nichtserielle Publikation z B eine Konferenzschrift mit je einer arabischen Ziffer besetzt Die dritte und vierte Stelle wiederum ist mit einem Buchstaben besetzt Die funfte und sechste Stelle entsprechen in ihrer Bedeutung denen eines Serien CODEN mit dem Unterschied dass die funfte Stelle alle Buchstaben des Alphabets umfassen kann Die ersten beiden Stellen eines CODEN fur Patentschriften bezeichnen das Land in dessen Sprache das Patent verfasst und in dessen Bereich es gultig ist Die dritte und vierte Stelle ist immer mit einem X besetzt Die beiden letzten Stellen sind wie die eines Serien CODEN besetzt CODEN werden vom beim Chemical Abstracts Service CAS angesiedelten International CODEN Service fur alle in CAS referierten Publikationen automatisch vergeben Auf Anforderung von Verlagen vergibt der International CODEN Service auch CODEN fur Publikationen ohne Bezug zu chemischen Themen Man findet aus diesem Grund CODEN auch in anderen Datenbanken wie z B RTECS BIOSIS und fur Serien oder Zeitschriften aus Fachgebieten die in CAS selbst nicht referiert werden Die bis ca 1966 vergebenen CODEN lassen sich aus dem zweibandigen Werk CODEN for periodical titles von L E Kuentzel nachschlagen Die bis 1974 vergebenen CODEN lassen sich in dem mehrbandigen Werk von J G Blumenthal recherchieren Bis 1998 vergebene CODEN und deren Auflosung lassen sich sehr gut aus dem International CODEN Directory ISSN 0364 3670 seit 1980 als Microfiche Ausgabe herausgegeben ermitteln Zur Ermittlung von aktuellen CODEN eignet sich die Online Datenbank von CASSI Chemical Abstracts Service Source Index Die gedruckte Ausgabe von CASSI als Serienwerk ISSN 0738 6222 CODEN CASSE2 oder als Collective Index 0001 0634 CODEN CASSI6 wurde zum 31 Dezember 2009 eingestellt Nur die CD ROM Ausgabe ISSN 1081 1990 CODEN CACDFE ist weiterhin erhaltlich CASSI verzeichnet neben CODEN ISSN ISBN auch den korrekten Abkurzungstitel einer Publikation und den Herausgeber Beispiele BearbeitenNature hat den CODEN NATUAS Technology Review hat den CODEN TEREAU Der Monographie Proceedings of the International Conference on Food Factors Chemistry and Cancer Prevention ISBN 4 431 70196 6 ist der CODEN 66HYAL zugeordnet Der Konferenzschrift Recent Advances in Natural Products Research 3rd International Symposium on Recent Advances in Natural Products Research ist der CODEN 69ACLK zugeordnet Patentschriften aus Deutschland jedoch keine Deutschen Reichspatentschriften werden unter dem CODEN GWXXBX gefuhrt Fur US amerikanische Patentschriften wird der CODEN USXXDP verwendet Siehe auch BearbeitenISSNWeblinks BearbeitenChemical Abstracts Service Source Index fur CODEN CASSI Datenbank CASSI Homepage Suche nach CODEN in der Zeitschriftendatenbank Die Zeitschriftendatenbank verzeichnet fast uberwiegend nur CODEN in der alten funfstelligen Version Literatur BearbeitenCharles Bishop An integrated approach to the documentation problem In American Documentation ISSN 0096 946X CODEN AMDOA7 Band 4 1953 S 54 65 Charles Bishop Use of the CODEN system by the individual research scientist In American Documentation ISSN 0096 946X CODEN AMDOA7 Band 8 1957 S 221 226 L E Kuentzel Current status of the CODEN Project In Special Libraries ISSN 0038 6723 Band 57 1966 S 404 406 L E Kuentzel CODEN for periodical titles Band 1 Periodical titles by CODEN non periodical titels deleted CODEN In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 A 1966 L E Kuentzel CODEN for periodical titles Band 2 Periodical titles by title In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 A 1966 Donald P Hammer A review of the ASTM CODEN for Periodical Titles In Library Resources amp Technical Services ISSN 0024 2527 Band 12 1968 S 359 365 Lea Saxl Some thoughts about CODEN In Special Libraries ISSN 0038 6723 Band 59 1968 S 279 280 Magaret Pflueger A vote for CODEN In Special Libraries ISSN 0038 6723 Band 60 1969 S 173 Jennifer G Blumenthal Hrsg CODEN for periodical titles Part 1 Periodical titles arranged CODEN In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 B 1970 Jennifer G Blumenthal Hrsg CODEN for periodical titles Teil 2 Periodical titles arranged alphabetically by title In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 B 1970 Jennifer G Blumenthal Hrsg CODEN for periodical titles Suppl 1 In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 B 1972 Jennifer G Blumenthal Hrsg CODEN for periodical titles Suppl 2 In ASTM data series publication American Society for Testing and Materials ISSN 0066 0531 Band 23 B 1974 ASTM Standard E 250 72 Standard recommended practice for use of CODEN for Periodical Title Abbreviations Philadelphia ASTM 1972 ASTM Standard E 250 76 Standard recommended practice for use of CODEN for Periodical Title Abbreviations Philadelphia ASTM 1976 Anon Chemical Abstract Service assumes ASTM CODEN assignment In Journal of Library Automation ISSN 0022 2240 Band 8 1975 S 72 Elizabeth H Groot Unique identifiers for serials an annotated comprehensive bibliography In The Serials Librarian ISSN 0361 526X CODEN SELID4 Band 1 Ausgabe 1 1976 S 51 75 Elizabeth H Groot Unique identifiers for serials 1977 update In The Serials Librarian ISSN 0361 526X CODEN SELID4 Band 2 Ausgabe 3 1978 S 247 255 Abgerufen von https de wikipedia org w index php title CODEN amp oldid 200266281, wikipedia, wiki, deutsches

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