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Billigsortiment

Billigsortiment (oder Billigprodukt, Billigware) sind im Handel Produkte oder Dienstleistungen, die mit niedrigen Preisen angeboten werden. Gegensatz ist das Luxusgut.

Inhaltsverzeichnis

„Billig“ bedeutet preiswert im Hinblick auf das allgemeine Preisniveau oder das Preisverhältnis zu vergleichbaren Gütern oder Dienstleistungen. Im Hinblick auf das Preisniveau und die Beziehung zwischen Einkommen und Nachfrage gibt es volkswirtschaftlich drei Güterklassen, nämlich inferiore Güter, normale Güter und Luxusgüter. Billigware gehört zu den inferioren Gütern, bei denen steigende Einkommen zu sinkender Nachfrage führen. Billigwaren bilden ein Marktsegment, das ein anderes Konsumverhalten der Verbraucher aufweist als beispielsweise Luxusgüter.

Zum Billigsortiment gehören sämtliche Massenwaren im Niedrigpreis-Segment, die im Supermarkt, vor allem aber beim Discounter (Aldi, KiK, Kodi) oder im Sonderpostenmarkt (Schum EuroShop, TEDi) angeboten werden. Produktpiraterie von Markenartikeln (beispielsweise Rolex) oder Modelabels (Adidas) zählt ebenfalls zu den Billigwaren. Dagegen sind Handelsmarken keine Billigprodukte mit minderer Produktqualität mehr, sondern den Markenartikeln qualitativ gleichwertige Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zum Niedrigpreis-Segment gehören auch Handelsmarken wie „ja!“ (No-Name) oder in der Gastronomie das Junkfood oder Street Food. Im Dienstleistungssektor bieten Billigfluggesellschaften ein Billigsortiment an. Auf dem Wohnungsmarkt gehören Sozialwohnungen zu diesem Marktsegment. Steigt das Einkommen, werden die Mieter aus der Sozialwohnung ausziehen müssen, sodass die Nachfrage nach Sozialwohnungen sinkt.

Low-Involvement-Produkte sind Produkte des Alltags mit geringem Preis, die kaum oder gar nicht erklärungsbedürftig sind und ohne Service auskommen (Lebensmittel, Getränke, Waschmittel). Der Kunde setzt sich beim Kauf dieser Güter nur wenig mit den Alternativen auseinander, weil er dem Kauf des Produktes keine hohe Bedeutung beimisst (englischlow-involvement, „geringes Interesse“).

Billigprodukte sind dann unpfändbar, wenn sie nach Abs. 1 Nr. 1, 5 und 6 ZPO als unpfändbarer Gegenstand gelten. Unpfändbare Gegenstände nach § 811 Abs. 1 Nr. 1, 5 und 6 ZPO sind Gegenstände des persönlichen Gebrauchs, Hausrat oder der Berufsausübung bzw. Erwerbstätigkeit dienende Sachen.

Die Selektionsfunktion des Preises führt dazu, dass beim niedrigen Preisniveau meist Nachfrager in Frage kommen, deren Einkommen oder Vermögen gering ist. Wichtigste Zielgruppe für Billigwaren ist deshalb das Prekariat. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann bei einem Billigprodukt genauso günstig sein wie bei einem wertvollen Produkt, und zwar dann, wenn Preis und Leistung im genau gleichen Verhältnis steigen oder sinken. Allerdings ist die Nachhaltigkeit von Billigwaren geringer als bei Normalprodukten.

Die niedrige Produktqualität und eine hohe Obsoleszenz der Billigwaren sind erforderlich, damit die Selbstkosten für einen günstigen Kaufpreis niedrig gehalten werden können. Preiserhöhungen von Markennamen führen zu einem erhöhten Absatzvolumen von No-Name-Artikeln, was deren Zugehörigkeit zu den inferioren Gütern beweist. Billigprodukte sind deshalb echte Substitutionsgüter zu den vergleichbaren teureren Varianten. Die Nachfrage nach Billigwaren nimmt bei steigenden Einkommen ab, weil der Verbraucher zu höherwertigen oder teureren Substitutionsgütern wechselt (etwa von Margarine zu Butter). Billigwaren sind keine Eigenschaft dieser Güter, sondern es handelt sich um das Marktverhalten einiger Marktteilnehmer mit bestimmten Präferenzen in bestimmten Einkommenssituationen. So wird ein von BAföG lebender Student seinen Hunger mit Junk Food stillen, später als Vorstandsmitglied eines Großunternehmens jedoch im „Sterne-Lokal“ speisen.

Billigprodukte wie Gebrauchsgegenstände oder Textilien stammen häufig aus Niedriglohnländern, weil die niedrigen Personalkosten den Kaufpreis senken. Im Hinblick auf die Einkommenselastizität η i {\displaystyle \eta _{i}} sind Billigwaren negativ, also unelastisch:

η i < 1 {\displaystyle \eta _{i}<1} .

Steigen mithin die Einkommen, geht die Nachfrage nach Billigwaren zurück. Bei Rezessionen dagegen steigt die Nachfrage nach ihnen, sie sind relativ konjunkturunabhängig.

  1. KPMG AG (Hrsg.), No-Names von gestern – Markttreiber von morgen?, 2003, S. 1
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Billigsortiment
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Billigsortiment Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Billigprodukt Billigsortiment oder Billigprodukt Billigware sind im Handel Produkte oder Dienstleistungen die mit niedrigen Preisen angeboten werden Gegensatz ist das Luxusgut Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Arten 3 Rechtsfragen 4 Wirtschaftliche Aspekte 5 EinzelnachweiseAllgemeines Bearbeiten Billig bedeutet preiswert im Hinblick auf das allgemeine Preisniveau oder das Preisverhaltnis zu vergleichbaren Gutern oder Dienstleistungen Im Hinblick auf das Preisniveau und die Beziehung zwischen Einkommen und Nachfrage gibt es volkswirtschaftlich drei Guterklassen namlich inferiore Guter normale Guter und Luxusguter 1 Billigware gehort zu den inferioren Gutern bei denen steigende Einkommen zu sinkender Nachfrage fuhren Billigwaren bilden ein Marktsegment das ein anderes Konsumverhalten der Verbraucher aufweist als beispielsweise Luxusguter Arten BearbeitenZum Billigsortiment gehoren samtliche Massenwaren im Niedrigpreis Segment die im Supermarkt vor allem aber beim Discounter Aldi KiK Kodi oder im Sonderpostenmarkt Schum EuroShop TEDi angeboten werden Produktpiraterie von Markenartikeln beispielsweise Rolex oder Modelabels Adidas zahlt ebenfalls zu den Billigwaren Dagegen sind Handelsmarken keine Billigprodukte mit minderer Produktqualitat mehr sondern den Markenartikeln qualitativ gleichwertige Produkte mit einem guten Preis Leistungs Verhaltnis 2 Zum Niedrigpreis Segment gehoren auch Handelsmarken wie ja No Name oder in der Gastronomie das Junkfood oder Street Food Im Dienstleistungssektor bieten Billigfluggesellschaften ein Billigsortiment an Auf dem Wohnungsmarkt gehoren Sozialwohnungen zu diesem Marktsegment Steigt das Einkommen werden die Mieter aus der Sozialwohnung ausziehen mussen sodass die Nachfrage nach Sozialwohnungen sinkt 3 Low Involvement Produkte sind Produkte des Alltags mit geringem Preis die kaum oder gar nicht erklarungsbedurftig sind und ohne Service auskommen Lebensmittel Getranke Waschmittel Der Kunde setzt sich beim Kauf dieser Guter nur wenig mit den Alternativen auseinander weil er dem Kauf des Produktes keine hohe Bedeutung beimisst englisch low involvement geringes Interesse Rechtsfragen BearbeitenBilligprodukte sind dann unpfandbar wenn sie nach 811 Abs 1 Nr 1 5 und 6 ZPO als unpfandbarer Gegenstand gelten Unpfandbare Gegenstande nach 811 Abs 1 Nr 1 5 und 6 ZPO sind Gegenstande des personlichen Gebrauchs Hausrat oder der Berufsausubung bzw Erwerbstatigkeit dienende Sachen Wirtschaftliche Aspekte BearbeitenDie Selektionsfunktion des Preises fuhrt dazu dass beim niedrigen Preisniveau meist Nachfrager in Frage kommen deren Einkommen oder Vermogen gering ist Wichtigste Zielgruppe fur Billigwaren ist deshalb das Prekariat Das Preis Leistungs Verhaltnis kann bei einem Billigprodukt genauso gunstig sein wie bei einem wertvollen Produkt und zwar dann wenn Preis und Leistung im genau gleichen Verhaltnis steigen oder sinken 4 Allerdings ist die Nachhaltigkeit von Billigwaren geringer als bei Normalprodukten Die niedrige Produktqualitat und eine hohe Obsoleszenz der Billigwaren sind erforderlich damit die Selbstkosten fur einen gunstigen Kaufpreis niedrig gehalten werden konnen Preiserhohungen von Markennamen fuhren zu einem erhohten Absatzvolumen von No Name Artikeln 5 was deren Zugehorigkeit zu den inferioren Gutern beweist Billigprodukte sind deshalb echte Substitutionsguter zu den vergleichbaren teureren Varianten Die Nachfrage nach Billigwaren nimmt bei steigenden Einkommen ab weil der Verbraucher zu hoherwertigen oder teureren Substitutionsgutern wechselt etwa von Margarine zu Butter Billigwaren sind keine Eigenschaft dieser Guter sondern es handelt sich um das Marktverhalten einiger Marktteilnehmer mit bestimmten Praferenzen in bestimmten Einkommenssituationen 6 So wird ein von BAfoG lebender Student seinen Hunger mit Junk Food stillen spater als Vorstandsmitglied eines Grossunternehmens jedoch im Sterne Lokal speisen Billigprodukte wie Gebrauchsgegenstande oder Textilien stammen haufig aus Niedriglohnlandern weil die niedrigen Personalkosten den Kaufpreis senken Im Hinblick auf die Einkommenselastizitat h i displaystyle eta i sind Billigwaren negativ also unelastisch h i lt 1 displaystyle eta i lt 1 Steigen mithin die Einkommen geht die Nachfrage nach Billigwaren zuruck Bei Rezessionen dagegen steigt die Nachfrage nach ihnen sie sind relativ konjunkturunabhangig Einzelnachweise Bearbeiten Susanne Wied Nebbeling Helmut Schott Grundlagen der Mikrookonomik 2005 S 49 KPMG AG Hrsg No Names von gestern Markttreiber von morgen 2003 S 1 Lothar Wildmann Einfuhrung in die Volkswirtschaftslehre Mikrookonomie und Wettbewerbspolitik 2007 S 138 Uli Burchardt Ausgegeizt Wertvoll ist besser Das Manufactum Prinzip 2012 S 159 Claudia Ossola Haring Handbuch Kennzahlen zur Unternehmensfuhrung 2006 S 259 Steffen J Roth VWL fur Einsteiger 2016 S 64 f Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Billigsortiment amp oldid 212064380, wikipedia, wiki, deutsches

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