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Bibel

Bibel

Das Wort „Bibel“ (mittelhochdeutsch bibel, älter biblie) entstand aus kirchenlateinisch biblia, einem Lehnwort aus dem Koine-Griechischen.

Das Neutrumβιβλίον biblíon „Buch“ ist eine Verkleinerungsform vonβίβλος bíblos „Buch“, benannt nach der phönizischen Hafenstadt Byblos. Diese Hafenstadt war in der Antike ein Hauptumschlagplatz für Bast, aus dem die Papyrusrollen hergestellt wurden. Der Plural vonβιβλίον biblíon lautetβιβλία biblía „Schriftrollen, Bücher“. In der Septuaginta warβιβλία biblía vor allem eine ehrfürchtige Bezeichnung für die Tora; Johannes Chrysostomos bezeichnete als erster mit diesem Plural die Gesamtheit der christlichen heiligen Schriften (Altes und Neues Testament).

Esra vor einem Schrank mit biblischen Büchern (Codex Amiatinus)

Im Kirchenlatein wurde die Bezeichnung biblia zunächst als Neutrum Plural biblia, -orum, seit etwa 1000 n. Chr. aber als Femininum Singular biblia, -ae aufgefasst. Die nationalen Sprachen übernahmen das Wort im Singular; im Deutschen wurde es zu Bibel. „Der Name deutet an: Was uns heute als ein einziger Band in Händen liegt und was wir mit Selbstverständlichkeit als eine Einheit verstehen: die Bibel, ist tatsächlich eine Vielheit.“ Die Bezeichnung als „Buch der Bücher“ bringt einerseits die religiöse Bedeutung der Bibel zum Ausdruck, andererseits die innere Pluralität.

Auch nachdem der Kodex als Buchform die Schriftrolle ablöste, wurden nur selten alle biblische Schriften in einem Buch vereint; die Regel war, dass die Bibel als Sammlung mehrteiliger Bücher in einem Bücherschrank, etwa im Skriptorium eines Klosters, existierte, wie es die Illustration des Codex Amiatinus (frühes 8. Jahrhundert, Northumbrien) zeigt. Dass ein einziges Buch annähernd die gesamte jüdische oder christliche Bibel enthielt, wurde erst mit der Erfindung des Buchdrucks allgemein üblich.

Heilige Schrift

Das Neue Testament bezieht sich auf die heiligen Schriften des Judentums häufig mit dem Ausdruckαἱ γραφαί hai graphaí „die [heiligen] Schriften“ und folgt damit jüdisch-hellenistischem Sprachgebrauch. Einmal verwendet Paulus von Tarsus auch die Formγραφαί ἅγιαι graphaí hágiai „heilige Schriften“ (Röm 1,2 EU). Der Singularγραφή graphḗ „die Schrift“ bezeichnet im Neuen Testament häufig einen einzelnen Satz (modern gesprochen: eine Bibelstelle), aber auch die jüdischen heiligen Schriften als eine Einheit – auch das hat Parallelen im Judentum, z. B. bei Philon von Alexandria und in den Chronikbüchern. In der Alten Kirche setzt sich dieser Sprachgebrauch fort; als „heilige Schrift(en)“ wird dann auch die Gesamtheit von Büchern des Alten und des Neuen Testaments bezeichnet.

Altes und Neues Testament

Dass die beiden Teile der christlichen Bibel als Altes und Neues Testament bezeichnet werden, geht auf Paulus von Tarsus zurück, der einen alten und einen neuen „Bund“ gegenüberstellte. Der alte Bund wird durch die Tora des Mose repräsentiert (2 Kor 3,5–15 EU). Paulus sah sich selbst als Diener des neuen Bundes, der durch Christus vermittelt sei und bei der Abendmahlsfeier vergegenwärtigt werde (1 Kor 11,25 EU). Im Hebräerbrief entfaltet ein anonymer christlicher Autor, inwiefern der neue Bund den alten ersetze. Stets ist mit „Bund“ (altgriechischδιαθήκη diathḗkē, lateinisch: testamentum) eine Ordnung und nicht etwa ein Buch oder eine Schriftensammlung gemeint.

Melito von Sardes prägte um 180 n. Chr. für den ersten Teil der christlichen Bibel den Begriff „Bücher des alten Bundes“ und legte zugleich auch eine Liste der damit gemeinten Schriften vor. Er berichtete darüber in einem Brief an seinen Bruder Onesimos, der im Exzerpt durch Eusebius von Caesarea erhalten blieb:

„Da ich in den Orient gereist und an den Schauplatz der Predigten und Taten gekommen bin und über die Bücher des alten Bundes genaue Erkundigungen eingezogen habe, so teile ich dir die Bücher im folgenden mit. Die Namen derselben sind: die fünf Bücher Moses, nämlich Genesis, Exodus, Numeri, Leviticus und Deuteronomium, (ferner) Jesus, Sohn des Nave, die Richter, Ruth, vier Bücher der Königtümer, zwei Paralipomena, die Psalmen Davids, Salomons Sprüche oder Weisheit, Ekklesiastes, das Hohe Lied, Ijob, die Propheten Jesaja und Jeremia, das Zwölfprophetenbuch, Daniel, Ezechiel, Esdras.“

Melito von Sardes: (Eusebius: Kirchengeschichte, Buch IV, 26).

Auffällig ist, dass Melito das Buch Ester nicht nennt, und auch nicht die deuterokanonischen Schriften, also jüdische Schriften, die sich in der Septuaginta, nicht aber im Tanach finden: Buch Judit, Buch Tobit, 1. Makkabäer, 2. Makkabäer, Baruch, Weisheit Salomos und Jesus Sirach. Die Anerkennung dieser Bücher als Heilige Schriften verlief im Christentum recht zögerlich: im lateinischen Westen um 400, im Osten erst im 7. Jahrhundert. Das war umstritten – Hieronymus plädierte dagegen – und die Motive sind nicht ganz klar. Eine Rolle könnte gespielt haben, dass Tobit, Jesus Sirach und das Buch der Weisheit als religiöse Erbauungsliteratur beliebt waren und sich auch für den Unterricht von Neuchristen einsetzen ließen.

„Melitos Formulierung … ist … so aufzufassen, dass der ‚alte Bund‘ Gottes mit Israel durch die genannten Schriften repräsentiert wird, aber nicht, dass diese Schriften selbst ‚Bund‘ bzw. ‚Testament‘ heißen.“ Ein solcher Sprachgebrauch wurde erst um 200 n. Chr. üblich und ist dann bei Clemens von Alexandria und Origenes anzutreffen.

Ende des 20. Jahrhunderts schlugen christliche Theologen vor, den Begriff „Altes Testament“ aufzugeben, da er abwertend klinge, und stattdessen vom „Ersten Testament“ zu sprechen (Erich Zenger, J. A. Sanders). Diese Begriffsprägung konnte sich nicht allgemein durchsetzen, zumal die Antike Altes grundsätzlich höher als Neues einschätzte. Üblich geworden sind aber die Bezeichnungen Hebräische bzw. Jüdische Bibel bzw. deren jüdische Bezeichnung Tanach.

Hauptartikel: Bibelvers

Die Bibel wird nicht nach Seitenzahlen, sondern nach Buch, Kapitel und Vers zitiert. Das hat den Vorteil, dass verschiedene Bibelübersetzungen verglichen werden können. Außerdem kann der Leser mit dieser Methode seine Übersetzung und den hebräischen oder griechischen Bibeltext vergleichen.

Besonderheiten:

  • Das Buch der Psalmen ist eine Zusammenstellung von einzelnen Dichtungen. Die 150 Kapitel dieses Buchs werden als Psalmen bezeichnet: Ps 23, 2 ist daher „Psalm 23, Vers 2“ und nicht etwa „Psalmen, Kapitel 23, Vers 2.“
  • Die kürzesten Bücher der Bibel (Buch Obadja, Philemonbrief, 2. Johannesbrief, 3. Johannesbrief, Judasbrief) haben keine Kapiteleinteilung und werden nur mit Angabe des Verses zitiert.
  • Das Buch Ester hat in der römisch-katholischen Einheitsübersetzung einen griechisch-hebräischen Mischtext zur Grundlage, während protestantische Bibeln nur die Übersetzung des hebräischen Textes des Buches Ester enthalten. Die Überschüsse des griechischen Textes werden in der Einheitsübersetzung nicht als eigene Verse gezählt, sondern mit kleinen lateinischen Buchstaben bezeichnet. In der Lutherbibel (2017) sind diese Überschüsse als Stücke zum Buch Ester in den Apokryphen (Anhang zum Alten Testament) aufgeführt; die einzelnen Textabschnitte sind dort von A bis F bezeichnet und weiter nach Versnummern untergliedert. Diese Bezeichnungssysteme sind also nicht miteinander kompatibel.
  • Das apokryphe Buch Jesus Sirach hatte in der Lutherbibel eine gegenüber anderen Bibelausgaben abweichende Zählung; seit der Revision von 2017 hat die Lutherbibel aber die Kapitel- und Verszählung der Einheitsübersetzung übernommen.

Die Kopisten der Hebräischen Bibel entwickelten zum Zweck der Textsicherung ein System von Sinnabschnitten und Versen: Jeder Sinnabschnitt begann mit einer neuen Zeile. Wenn eine weitere Untergliederung notwendig war, so ließ man einen Leerraum innerhalb der Zeile. Diese Unterteilung wird seit dem späten Mittelalter auch durch die hebräischen Buchstaben פ und ס im Text markiert. Parallel dazu entstand eine Unterteilung des Textes in Verse (markiert durch Sof pasuq). Die Verszählung selbst stammt aus der Vulgata-Tradition. Nachdem die heute übliche Kapiteleinteilung im 13. Jahrhundert von Stephan Langton vorgenommen wurde, nummerierte der Pariser Buchdrucker Robert Estienne im 16. Jahrhundert in seinen Bibelausgaben Kapitel und Verse.

Hauptartikel: Tanach

Entstehung des masoretischen Textes

Große Jesajarolle, eine der ältesten und besterhaltenen Bibelhandschriften, ca. 180 v. Chr.
Codex von Aleppo, Tora (Deuteronomium)

Der Tanach oder Tenach (hebräisch תנ״ך), ein Akronym aus den drei Anfangsbuchstaben seiner Teile, wurde überwiegend auf Hebräisch, kurze Passagen auch auf Aramäisch verfasst. Dieser sogenannte Masoretische Text (besser: Masoretische Textgruppe) hat einen langen Normierungsprozess durchlaufen, der im 8./9. Jahrhundert n. Chr. abgeschlossen war.

  • Der Tanach ist eine Auswahl aus dem religiösen Schrifttum des antiken Israel. Große Teile dieses Textkorpus entstanden in Jerusalem und wurden dort redigiert. Das bedeutet, dass sie die Perspektive der (männlichen) Jerusalemer Oberschicht haben und die Glaubenstraditionen der jüdischen Landbevölkerung darin nur selten (Buch Micha), der Frauen und der Abhängigen fast nie repräsentiert sind.
  • Die alte Kontroverse, ob es den einen Urtext gab, von dem alle Handschriften abhängen (so Paul de Lagarde), oder mehrere Urtexte (so Paul Kahle), wird von Emanuel Tov und anderen heute so gesehen: Auch nachdem die einzelnen Bücher des hebräischen Kanons ihre Endgestalt erreicht hatten und in jüdischen Gemeinden im Gottesdienst und Unterricht verwendet wurden, gab es weiterhin revidierte Neuausgaben mit normativem Anspruch. Sie setzten sich aber nicht überall durch; in der Jüdischen Diaspora oder bei abgeschiedenen Gruppen (Qumran) blieben ältere Textfassungen in Gebrauch und wurden in Alexandria sogar zur Vorlage für eine Übersetzung ins Griechische (Septuaginta). Dieses Modell kann erklären, warum es ältere und teilweise deutlich abweichende Fassungen des Buches Josua, der Samuelbücher, des Jeremiabuchs und des Ezechielbuchs in der Septuaginta sowie unter den Schriftrollen vom Toten Meer gibt. Ein Sonderfall ist der samaritanische Pentateuch, eine wohl um 100 v. Chr. entstandene Edition der Tora für den Gebrauch in dieser Religionsgemeinschaft. Diese hat einerseits Besonderheiten, die mit der Bedeutung von Sichem und Garizim für Samaritaner zusammenhängen, andererseits ist er mit der Textfassung einiger Qumranhandschriften verwandt. Das wichtigste Beispiel liefert 4QpaläoExm, eine in althebräischer Schrift geschriebene Rolle. Sie weist eine vom masoretischen Text abweichende Reihenfolge der kultischen Geräte im Mischkan auf.
  • Im Jahr 70 zerstörten römische Truppen Jerusalem und den Tempel und damit das Zentrum der jüdischen Religion. Ein Hauptstrom des überlebenden Judentums erkannte danach einen hebräischen Konsonantentext als normativ an, der von einer Gruppe verwandter Handschriften repräsentiert wurde. Das waren die oben genannten revidierten Editionen biblischer Bücher. Diese Handschriften wurden sorgfältiger und häufiger kopiert als andere, und die Schreiber strebten nach Vereinheitlichung des Textes. Zu diesem reinen Konsonantentext, der auf die Zeit des Zweiten Tempels zurückgeht, tritt im Mittelalter die Masora: Vokal- und Akzentzeichen sowie paratextliche Elemente, die das Textverständnis erleichtern und Missverständnisse ausschließen sollen. Auf dieser Textvereinheitlichung beruhen die ersten vollständigen hebräischen Bibelhandschriften des Mittelalters. Der Codex Leningradensis aus dem Jahr 1009 bildet die Grundlage der Biblia Hebraica Stuttgartensia. Das Hebrew University Bible Project legt dagegen den Codex von Aleppo (925) zugrunde, den ältesten Textzeugen für die gesamte Hebräische Bibel.

Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer

Die Textfunde vom Toten Meer ermöglichen „mit ihren Korrekturen erster und zweiter Hand, ihrem Layout, aber auch ihrer Intertextualität faszinierende direkte Einblicke in die Text- und Literaturgeschichte antiker Texte“ und bereichern damit auch die Kenntnis des antiken Judentums. Wenn man den Masoretischen Text, den samaritanischen Pentateuch und die Septuaginta als die drei mittelalterlichen Standardtexte ansieht, zeigt sich, dass in den Höhlen nahe Qumran hebräische Vorläufer für jeden dieser Texttypen deponiert wurden. Aber der größte Teil der Textfunde steht keinem dieser drei Texttypen nahe („unabhängige Texte“). Ganz anders die Textfunde aus Naḥal Ḥever und Wadi Murabbaʿat, die aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stammen und weitgehend mit dem masoretischen Text identisch sind. Daniel Stökl Ben Ezra erläutert, dass man durch die Auswertung der Qumran-Textfunde immer mehr dazu übergehe, den Masoretischen Text als eine von mehreren antiken Textformen anzusehen. „Man muss die Qumranhandschriften und die Vorformen von LXX [= Septuaginta] und SP [= Samaritanischem Pentateuch] überall gleichwertig mit dem MT [= Masoretischen Text] diskutieren. An vielen Stellen ist der MT eindeutig sekundär. Eine Suche nach dem Urtext ist methodisch unmöglich.“ Wie in einem breiten Flussbett mehrere Wasserströme mal nebeneinanderher verlaufen, mal ihr Wasser mischen und sich dann wieder ein Stück Weges voneinander trennen – so stellt sich die Textgeschichte der Hebräischen Bibel nach Qumran dar.

Kanonisierung

Hauptartikel: Kanon (Bibel)

Der griechische Begriff „Kanon“ bedeutet „Richtschnur“ oder „Richtmaß“. Innerhalb der christlichen Theologie trat seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. eine Bedeutungsentwicklung von Glaubensregeln hin zu abgegrenzten religiösen Büchersammlungen ein. Für das Judentum vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels ist eine solche Begrifflichkeit anachronistisch, denn damals stand der Opferkult im Mittelpunkt des religiösen Lebens. In der Diaspora boten Synagogengottesdienste einen gewissen Ersatz für nur selten mögliche Tempelbesuche; diese Gottesdienste bestanden aus Gebeten sowie der Lesung aus der Tora und den Prophetenbüchern. Flavius Josephus erläuterte, dass es im Judentum 22 Bücher Heiliger Schriften gebe entsprechend der Anzahl der Buchstaben des hebräischen Alphabets:

„Es [gibt] bei uns nicht Tausende von Büchern, die nicht übereinstimmen und sich widersprechen, sondern nicht mehr als zweiundzwanzig Bücher, welche die Niederschrift des ganzen Zeitraums enthalten und zu Recht Vertrauen gefunden haben. Und von diesen stammen fünf von Moses, welche die Gesetze umfassen und die Überlieferung vom Ursprung der Menschheit bis zu seinem eigenen Ende; dieser Zeitraum ist nur wenig kürzer als dreitausend Jahre. Vom Tod des Moses bis zur Herrschaft des Artaxerxes, des Königs der Perser nach Xerxes, haben die auf Moses folgenden Propheten die Begebenheiten ihrer Zeit aufgezeichnet in dreizehn Büchern; die übrigen vier enthalten Hymnen an Gott und Lebensanweisungen für die Menschen.“

Flavius Josephus: Contra Apionem 1,38–40.

Das 4. Buch Esra zählt 24 Bücher, nach der doppelten Zahl der Zwölf Stämme Israels bzw. der Monate. Das waren Heilige Schriften, die als göttlich inspiriert und besonders autoritativ galten. Doch ist es sinnvoll, zwischen dem Status eines Buchs als Heiliger Schrift und seiner tatsächlichen Bedeutung für das Leben einer Glaubensgemeinschaft zu unterscheiden, also zwischen einem Kern sehr bedeutsamer Schriften und einer Grauzone um sie herum. Die Schriftrollen vom Toten Meer ermöglichen einen Einblick in ein (möglicherweise nicht repräsentatives) Segment des antiken Judentums:

  • Die Tora hatte überragende Bedeutung, insbesondere das Deuteronomium.
  • Unter den prophetischen Schriften stehen Jesaja und das Zwölfprophetenbuch voran, dann Jeremia, die (als prophetisch betrachteten) Psalmen und das Buch Daniel.
  • Heute nicht biblische Schriften, wie das Jubiläenbuch und die Henochbücher, wurden ebenfalls hoch geschätzt.
  • Dagegen sind die Chronikbücher und Esra/Nehemia kaum bezeugt und das Buch Ester fehlt ganz.

Einteilung

Die Einteilung der Hebräischen Bibel in drei Schriftengruppen Tora, Neviim und Ketuvim (Akronym: TaNaCh) entspricht der Reihenfolge ihrer Kanonwerdung und impliziert auch eine Gewichtung. Doch blieb zunächst noch einiges im Fluss, so gab es auch die Abfolge Tora, Ketuvim, Neviim (Akronym: TaKeN), und die Psalmen konnten gelegentlich als letztes der Prophetenbücher gezählt werden. Die drei Hauptteile haben je einen programmatischen Schlusstext (Kolophon):

  • Dtn 34,10–12 EU: Die Tora des Mose ist unüberbietbare Offenbarungsschrift, und der Auszug aus Ägypten als göttliches Rettungshandeln hat gleichfalls grundsätzliche Bedeutung für Israel.
  • Mal 3,22–24 EU: Die Prophetenbücher sind eine Erinnerung an die Mosetora; Elija als Prototyp des Propheten ist ein Schüler des Mose, er kann in der Zukunft zurückkehren, um ganz Israel zu einer Tora-Lerngemeinschaft zu machen.
  • 2 Chr 36,22–23 EU: Schon einmal hat Gott nach der Katastrophe einen Neuanfang geschenkt. Gottes Bund mit Israel gilt ewig, und das Schlussworthebräisch וְיָעַל ṿeyāʿal „und er soll hinaufziehen“ lässt die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten anklingen.

Tora

Torarolle, ehemalige Synagoge Glockengasse in Köln

Die Tora („Weisung“ oder „Lehre“) bildet den ersten Teil des Tanach. Aus der hebräischen Torarolle, ohne Teamim oder Nikud, wird abschnittweise in der Synagoge vorgelesen. Der Vorlesungszyklus beginnt und endet im Herbst mit dem Torafreudenfest. Die 54 Wochenabschnitte werden Paraschot bzw. Paraschijot פרשיות (hebr. „Einteilung“) oder Sidrot סדרות (aramäisch „Ordnung“) genannt.

In der hebräischen Sprache werden die fünf Bücher der Tora anhand ihrer ersten bedeutenden Worte benannt:

  • Bereschit (בְּרֵאשִׁית, wörtlich „Im Anfang“)
  • Schemot (שִׁמוֹת, wörtlich „Namen“)
  • Wajikra (ויקרא, wörtlich „Und er rief“)
  • Bəmidbar (במדבר, wörtlich „In der Wüste“)
  • Devarim (דברים, wörtlich „Worte“)

Diese Einteilung erfolgte nach bestimmten inhaltlichen Gesichtspunkten: Jeder Bericht in den Büchern hat einen klaren Anfang und eine deutliche Zäsur am Ende, ist aber trotzdem mit den anderen verbunden. Die fünf Bücher werden in Buchform auch Chumasch oder Pentateuch (griechisch „fünf Buchrollen“) genannt.

Die Tora umfasst die Geschichte der Schöpfung und der Israeliten seit den Erzvätern (ab Gen 12), Israels Auszug aus Ägypten (Ex 1-15), dem Empfang der Gebote durch Mose (Ex 19 ff.) und dem Zug ins verheißene Land (Lev-Num). Der Begriff „Tora“ bezieht sich nicht nur auf die Mitzwot (Gebote Gottes), den ethischen Monotheismus und die jüdische Kultur, sondern auf die gesamte Ordnung der Schöpfung. Sie nimmt Bezug auf älteste erzählerische Stoffe und Traditionen, die vermutlich im Verlauf von Wanderungsbewegungen semitischer Völker im Allgemeinen und der Hebräer im Besonderen vom Zweistromland über Kanaan nach und aus Ägypten entstanden. Die Hebräer wurden spätestens 1200 v. Chr. im Kulturland Kanaan sesshaft. Diese Stoffe und Traditionen wurden über Jahrhunderte zunächst mündlich tradiert. Ihre Verschriftung und Zusammenstellung ist für frühestens um 1000 v. Chr. herum belegbar, nachdem die Zwölf Stämme Israels ein Staatswesen mit Saul als erstem König Israels wählten. Die Tora wurde nach der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil (539 v. Chr.) bis spätestens 400 v. Chr. kanonisiert.

Neviim

Zu den Neviim („Propheten“) zählen:

Diese Bücher erzählen in chronologischer und religiöser Ordnung die Geschichte Israels vom Tod Moses, der Landverteilung an die zwölf Stämme Israels bis zur Zerstörung des ersten Jerusalemer Tempels (586 v. Chr.). Die Neviim beginnen mit der Unterordnung Josuas, der Sohn Nuns, unter die Autorität Moses (Jos 1,5 EU) und schließt mit Maleachi als letztem Propheten mit der Rückbindung an die Tora.

Die drei Propheten Jesaja, Jeremia und Ezechiel sind analog zu den drei Erzvätern jeweils einem Buch zugeteilt; die übrigen Propheten bilden als Analogie zu den zwölf Söhnen Jakobs das Zwölfprophetenbuch. Die Prophetenbücher wurden frühestens im 4. Jahrhundert v. Chr. kanonisiert. Am Schabbat und an den Feiertagen wird nach der Toravorlesung in der Synagoge jeweils in der Haftara ein Abschnitt aus den Neviim vorgelesen.

Ketuvim

Esther-Rolle, Fès, Marokko, 13./14. Jh. n. Chr..

Zu den Ketuvim („Schriften“) gehören:

In diesen Werken ist eher wörtliche Rede von Menschen als von Gott überliefert. Sie sind vermutlich alle nach dem Exil und später als die vorherigen Propheten entstanden, überwiegend anzunehmen ab 200 v. Chr. Einige könnten vor oder parallel zu den zwölf kleinen Propheten entstanden sein. Dennoch ist ihre Bedeutung diesen nachgeordnet. Das zweite Chronikbuch endet mit dem Ausblick auf den Neubau des 3. Jerusalemer Tempels und die Anerkennung JHWHs als Herrn der ganzen Erde. Ihre Kanonisierung geschah vermutlich spät. Für das Buch Daniel wird von einigen Exegeten eine Kanonisierung erst für 135 n. Chr., zusammen mit dem Abschluss des Tanach, angenommen.

Fünf dieser Bücher werden als „Festrollen“ (Megillot) im Synagogengottesdienst verlesen und sind bestimmten Feiertagen zugeordnet:

  1. Ruth: Wochenfest
  2. Hoheslied: Pessach
  3. Kohelet: Laubhüttenfest
  4. Klagelieder: Gedenktag der Tempelzerstörung
  5. Esther: Purimfest

Übersetzungen

Hauptartikel: Bibelübersetzung

Von jüdischen Übersetzern wurde die hebräische Bibel in verschiedene Sprachen übersetzt. Die älteste dieser Übersetzungen ist die Septuaginta (lateinisch für siebzig,altgriechischἡ μετάφρασις τῶν ἑβδομήκοντα hē metaphrasis tōn hebdomēkonta = Die Übersetzung der Siebzig, Abkürzung LXX). Ab etwa 250 v. Chr. begannen hellenistische Juden zunächst mit der Übersetzung der Tora in die griechische Koine. Diese in den folgenden Jahrhunderten um weitere Bücher ergänzte und überarbeitete Übersetzung war Grundlage sowohl für jüdischen Philosophen wie Philo von Alexandria als auch für die Autoren des Neuen Testaments.

Die bekannteste Übersetzung in deutscher Sprache ist jene von Martin Buber und Franz Rosenzweig in vier Bänden: Die Schrift (ab 1925). Rund hundert Jahre früher machte sich das Team von Leopold Zunz daran, den Tanach ins Deutsche zu übersetzen, die sogenannte Rabbinerbibel. Im 20. Jahrhundert sind weitere deutsche Ausgaben entstanden, z. B. jene von Naftali Herz Tur-Sinai.

Altes Testament

Mose empfängt von Gott die Tora, eine Schriftrolle (Mosaik, San Vitale in Ravenna, 6. Jahrhundert)
Hauptartikel: Altes Testament

Seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. erarbeiteten Diasporajuden in Alexandria eine Übersetzung der Tora in die griechische Verkehrssprache, die Koine. Das war notwendig, denn wie epigraphische Quellen zeigen, sprachen die Juden im Ptolemäerreich selbst Griechisch. Außerdem konnte man so die eigene Religion in den intellektuellen Zentren, der Akademie und der Bibliothek Alexandrias, ganz anders vertreten. Die Übersetzung anderer Bücher des Tanach folgte später, im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. und zog sich bei den zuletzt bearbeiteten Büchern Hoheslied, Kohelet und Esra/Nehemia noch bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. hin. Diese Septuaginta genannte Übersetzung lag auch dem Urchristentum großenteils schon vor. Während der Umfang des griechischen Kanons nicht bekannt ist, nimmt man an, dass die Dreiteilung des jüdischen Kanons von Christen bewusst aufgegeben wurde. Diese schufen offenbar für ihre Septuaginta-Codices eine Gliederung in vier Hauptteile: Pentateuch – Geschichtsbücher – Hagiographen – Propheten. Indem sie die Propheten ans Ende rückten, stellten sie eine inhaltliche Verbindung zu den Schriften des Neuen Testaments her. Dazu wurde der dritte jüdische Kanonteil (Ketuvim) aufgelöst. Fünf Bücher aus dieser Gruppe bildeten als Hagiographen einen eigenen Block, die übrigen wurden neu verteilt:

Tanach: Ketuvim Septuaginta: Geschichtsbücher Septuaginta: Hagiographen Septuaginta: Prophetenbücher
Psalmen Psalmen
Buch Ijob Buch Ijob
Sprichwörter Sprichwörter
Buch Rut Anhang zum Buch der Richter.
Hoheslied Hoheslied
Kohelet Kohelet
Klagelieder Anhang zum Buch Jeremia.
Buch Ester Am Schluss der Geschichtsbücher.
Buch Daniel Am Schluss der Prophetenbücher, nach Ezechiel.
Esra/Nehemia Chronikbücher und Esra/Nehemia nach den Büchern der Könige
Chronikbücher

Die unterschiedlichen Gliederungen von Tanach und Altem Testament der Septuaginta könnte man als „Tora-Perspektive“ und „Propheten-Perspektive“ charakterisieren. Die Makrostruktur der Septuaginta findet sich, bei allen Unterschieden im Detail, auch in der Vulgata, in der Lutherbibel und den meisten modernen christlichen Bibelübersetzungen (Ausnahme: Bibel in gerechter Sprache). Darin wird ein geschichtstheologisches Schema Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft erkennbar: „So öffnet sich in der christlichen Bibel die Prophetie auf das sich anschließende Neue Testament hin.“ Erich Zenger und Christian Frevel schlagen in Abwandlung davon eine vierteilige Struktur vor, die sich im Alten und im Neuen Testament wiederhole:

Altes Testament Neues Testament
Tora (Bleibende) Grundlegung Evangelien
Bücher der Geschichte Vergangenheit Apostelgeschichte
Bücher der Weisheit Gegenwart Apostelbriefe
Bücher der Prophetie Zukunft Offenbarung des Johannes

Paulus als Leser der Septuaginta

Paulus von Tarsus entwickelte sein Selbstverständnis, sein Israelverständnis und seine Christusbotschaft durch das Studium des Buchs Jesaja in der griechischen Fassung der Septuaginta. Dabei war er anscheinend frei, den Wortlaut des Textes zu variieren, um sein Textverständnis deutlich zu machen. Eine Schlüsselstelle ist Röm 10,19–21 EU. Interessant ist hier die Reihenfolge: Zuerst zitiert Paulus „Moses“ (Dtn 32,21 EU nach der Septuaginta) und dann „Jesaja“ (Jes 51,20–21 EU), die beide als redende Personen vorgestellt werden. Jesaja entfaltet den Inhalt der Moseworte.

Das Neue Testament setzt den ganzen Tanach als Basis des jüdischen Gottesdienstes voraus, etwa bei Jesu Antrittspredigt in Nazareth, die nach Lk 4,14–21 EU mit einer Lesung der „Schrift“ begann. Vom „Gesetz“ ist oft im Zusammenhang mit Tora-Auslegungen Jesu die Rede, etwa zu Beginn der Bergpredigt. Mt 5,18 EU bekräftigt die kanonische Geltung der Tora bis zur Parusie:

„Wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis alles geschieht.“

Häufig stehen „Gesetz und Propheten“ als Kürzel für die Gesamtheit der biblischen Überlieferung vom Bundeswillen Gottes. Auch eine dreigliedrige Form des Tanach wird im Mund des Auferstandenen für die Christen verbindlich gemacht (Lk 24,44 EU):

„Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.“

Die sogenannten deuterokanonischen Schriften wurden in die Vulgata, die lateinische Übersetzung der Septuaginta, aufgenommen. Daher enthält das römisch-katholische AT 46 Bücher. Der orthodoxe Bibelkanon umfasst zudem das Gebet des Manasse, ein sogenanntes 1. Buch Esra, so dass das hebräische Esra-Buch als 2. Buch Esra gilt, 3. Makkabäer, Psalm 151, 4. Makkabäer und in den slawischen Kirchen eine Esra-Apokalypse (auch bekannt als 4. Esra).

Die evangelischen Kirchen dagegen erkennen im Anschluss an die Lutherbibel nur den Tanach als kanonisch an, teilen ihn aber in 39 Bücher ein (mit dem NT also 66) und ordnen sie anders an. In dieser Form blieb der jüdische Kanon im Protestantismus gültig. Martin Luther stellte weitere von ihm übersetzte Schriften der Septuaginta als „Apokryphen“ ans Ende des AT und bewertete sie als „der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nützlich und gut zu lesen“. In überkonfessionellen oder ökumenischen Bibelübersetzungen stehen diese Bücher optisch abgesetzt am Ende des AT.

Neues Testament

Hauptartikel: Neues Testament

Das Christentum scheint, soweit erkennbar, von Anfang an den Kodex gegenüber der Schriftrolle bevorzugt zu haben. Die Gründe dafür sind nicht bekannt; möglicherweise boten sich die mit 15 bis 25 cm Höhe relativ kleinformatigen Kodizes aus praktischen Gründen an oder waren preisgünstiger. Reste von Papyruskodizes mit griechischen alt- und neutestamentlichen Texten stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert: Das älteste bekannte Fragment des NT überhaupt ist der Papyrus P {\displaystyle {\mathfrak {P}}} 52 aus einem Kodex mit einem Text aus dem Johannesevangelium, entstanden etwa um 125. Die ältesten bekannten Codices, die das ganze AT und ganze NT enthalten, sind der Codex Sinaiticus und der Codex Vaticanus aus dem vierten und der Codex Alexandrinus aus dem fünften Jahrhundert. Solche großen und aufwändig gestalteten Kodizes sind zeittypisch und wurden damals auch für die Texte von Homer oder Vergil geschaffen.

Das NT umfasste zur Zeit seiner endgültigen Begrenzung (um 400) 27 griechische Einzelschriften. Alle zusammen erreichen insgesamt nur ein starkes Viertel des Umfangs des AT. Diese 27 Bücher entstanden wohl überwiegend zwischen 70 und 100 n. Chr. im Urchristentum. Sie sind fast durchgängig in der damaligen Umgangssprache, der griechischen Koine, verfasst. Zudem enthalten sie einige aramäische Begriffe und Zitate. Aramäisch war die damalige Umgangssprache in Palaestina und die Muttersprache Jesu.

Das NT besteht aus fünf erzählenden Schriften, nämlich den vier Evangelien

sowie der

und aus Briefen an christliche Gemeinden und Einzelpersonen:

sowie der Offenbarung des Johannes, einer Apokalypse.

Die Evangelien verkünden Jesus von Nazaret nacherzählend als den im AT verheißenen Messias und bezeichnen ihn daher wie auch alle übrigen NT-Schriften als Jesus Christus (Christos bedeutet „der Gesalbte“). Die Apostelgeschichte erzählt von der Ausbreitung des Christentums von der Gründung der Jerusalemer Urgemeinde an bis nach Rom. Dabei bezieht sie sich ständig auf biblische Überlieferung. Die Briefe geben Antworten auf Glaubensfragen und praktischen Rat für viele Lebenslagen, etwa Konflikte innerhalb der verschiedenen Gemeinden.

Bei der Kanonisierung des NT bestätigte die Alte Kirche auch die Bücher des Tanach als „Wort Gottes“. Fast alle christlichen Konfessionen erkennen die 27 NT-Schriften als kanonisch an. Die syrisch-orthodoxen Kirchen erkennen einige davon nicht an. Die Johannesoffenbarung wird auch in den anderen orthodoxen Kirchen nicht öffentlich verlesen.

Verhältnis des NT zum AT

Das Christentum nannte die viel ältere jüdische Sammlung heiliger Schriften „Altes“ Testament im Verhältnis zu seinem „Neuen“ Testament. Der lateinische Begriff testamentum übersetzt den griechischen Ausdruck diatheke, der seinerseits das hebräische berith (Bund, Verfügung) übersetzt. Er steht nicht wie in der antiken Umwelt für ein zweiseitiges Vertragsverhältnis, sondern für eine einseitige unbedingte Willenserklärung. Dies bezieht sich im AT auf Gottes Taten und Bekundungen in der menschlichen Geschichte, besonders auf seinen Bundesschluss mit dem ganzen Volk Israel am Berg Sinai nach der Offenbarung der Gebote (Ex 24 EU). Ihm gehen Gottes Schöpfungsbund mit Noach (Gen 9 EU), die Berufung Abrahams zum „Vater vieler Völker“ (Gen 12 EU) und der Bund mit Mose zur Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei voraus (Ex 3 EU). Zudem wird in der Prophetie ein „neuer Bund“ verheißen (Jer 31 EU), der alle Völker einbeziehen werde (Joel 4 EU).

Für die Urchristen hat sich diese Verheißung in Jesus Christus als dem sterblicher Mensch gewordenen Wort Gottes erfüllt. In seinem Tod und seiner Auferstehung wurde für sie Gottes „letzter Wille“ offenbar. Dieser ersetzte Gottes Bund mit dem jüdischen Volk aber nicht, sondern erfüllte und bekräftigte ihn so endgültig. Jesus Christus habe die Tora in seiner Lebenshingabe erfüllt, so dass seine Auslegung maßgebend geworden sei. Darum bekräftigten die Urchristen einerseits die Geltung aller Gebote (Mt 5,17–20 EU), andererseits ihre Begrenzung auf die Zehn Gebote in Jesu Auslegung, also die Konzentration auf die Gottes- und Nächstenliebe. Daher hoben sie viele andere Toragebote auf oder relativierten sie.

Die Judenchristen und Heidenchristen der Paulusgemeinden deuteten die Tora und ihre Rolle für den eigenen Glauben verschieden. Die „Alte Kirche“ bewahrte den ganzen Tanach als Gottes endgültige, schriftlich fixierte Offenbarung, so dass er im Christentum „Gottes Wort“ blieb. Die Gegenüberstellung von „altem“ und „neuem“ Bund ist besonders auf den Exodus Israels und die Kreuzigung und Auferstehung Jesu bezogen. Sie werden gemeinsam als jene Taten Gottes aufgefasst, in denen er sein volles Wesen zeigt. Sein „letzter Wille“ widerspricht seinem „ersten Willen“ nicht, sondern bestätigt und erneuert ihn für die ganze Welt.

In der Kirchengeschichte wurde „alt“ jedoch bis 1945 meist als „veraltet“, „überholt“ und somit als Herabsetzung und Entwertung des Judentums gedeutet. Dieses galt als verblendete, zum Untergang bestimmte Religion. Das Selbstopfer Jesu Christi am Kreuz habe die Sinaioffenbarung, die Kirche habe das erwählte Volk Israel „abgelöst“; Gott habe Israel „enterbt“ und den Christen die Verheißungen übergeben, so dass Heil nur noch in der Taufe liege (siehe Substitutionstheologie). Erst nach dem Holocaust begann ein grundsätzliches Umdenken. Seit den 1960er-Jahren übersetzten viele Theologen „Altes“ als „Erstes“ Testament oder ersetzten den Begriff durch „Hebräische“ oder „Jüdische Bibel“, um Vorrang und Weitergeltung des Bundes Gottes mit Israel/dem Judentum zu betonen und die Abwertung seiner Religion und Bibelauslegung zu überwinden.

Heute stimmen fast alle christlichen Konfessionen darin überein, dass beide Teile gleichberechtigt die christliche Bibel ausmachen und ihre Deutung wechselseitig aufeinander angewiesen ist. Die christliche Exegese interpretiert AT-Texte zunächst aus ihrem Eigenkontext, um eine voreilige Deutung vom NT her zu vermeiden. So sprach der Alttestamentler Walther Zimmerli von einem auch durch das NT nicht abgegoltenen „Verheißungsüberschuss“ des AT, den gerade Jesus Christus selbst durch seine anfängliche Erfüllung bekräftigt habe.

Normativer Anspruch als „Wort Gottes“

Die meisten Richtungen im Christentum lehren, dass Gott die biblische Überlieferung lenkte und inspirierte, ihre Schreiber also vom Heiligen Geist bewegt und vor schwerwiegenden Fehlern bewahrt wurden. Sie fassen den Text ihrer Bibel aber nicht vollständig als direktes Ergebnis göttlicher Eingebung oder göttlichen Diktats auf, sondern als menschliches Zeugnis, das Gottes Offenbarungen enthält, reflektiert und weitergibt.

Im Katholizismus und in der lutherischer Orthodoxie galt lange Zeit die Theorie der Verbalinspiration. Manche Evangelikale setzen den Bibeltext unmittelbar mit Gottes Offenbarung gleich und schreiben seinem Wortlaut daher eine „Irrtumsfreiheit“ (Inerrancy) zu. Diese Auffassung wird oft als Biblizismus oder biblischer Fundamentalismus bezeichnet. Er reagiert auf die als Angriff auf den Glauben empfundene historische Historisch-kritische Methode seit der Aufklärung.

Für alle Christen ist Jesus Christus, seine Person und sein Werk, das maßgebende, alle äußeren Worte erhellende Zentrum der Bibel. Seine Kreuzigung und Auferstehung gelten für sie als Wendepunkt der Heilsgeschichte.

Eine Analyse des Verhältnisses von „Bibel“ und „Wort Gottes“ stützt sich auf die Aussagen der Bibel und zeigt, dass der Begriff „Wort Gottes“ in der Bibel in dreifacher Weise vorkommt: für prophetische Aussprüche, für die zentrale Heilsbotschaft (d. h. das „Evangelium“) und manchmal für Jesus Christus.

Für römische Katholiken erlangte die Bibel ihre Autorität als Wort Gottes erst durch das Lehramt des Papstes, der auch den Bibelkanon endgültig festgelegt habe. Für sie ist die Überwindung der Erbsünde durch Jesu stellvertretendes Sühneopfer, daraufhin das Zusammenwirken von menschlicher Bemühung und Gottes Gnadenangebot (Synergismus) zentraler Inhalt der Bibel und Maßstab ihrer Auslegung.

Für Protestanten ist es im Anschluss an Martin Luther das Gnadengeschenk Jesu Christi ohne jedes eigene Zutun. Für die Liberale Theologie ist es das menschliche Vorbild des historischen Jesus, das die grenzenlose Gottesliebe bestätigt. Die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Maßstab ihres Glaubens, als norma normans; siehe auch sola scriptura. Der Theologe Dietrich Kuessner formuliert:

„Das Bekenntnis ist im Verhältnis zur Bibel nachgeordnet, eine bereits von der Schrift geprägte Norm (norma normata).“

Demnach haben sich alle Glaubensäußerungen, Bekenntnisschriften und Dogmen an der Bibel zu messen und sollen ihr daher nicht widersprechen. In der katholischen Kirche ist das päpstliche Lehramt die maßgebende und letzte Autorität zur Schriftauslegung; zudem wird die Kirchliche Tradition oft als gleich mit der Bibel angesehen. Die evangelische Kirche lehnt dieses übergeordnete Amt und die starke Stellung der Tradition ab, da beides nicht biblisch begründet sei. Hier gibt es faktisch keine einheitliche Lehre, da die Schriftauslegung nach den lutherischen und reformierten Bekenntnisschriften letztlich Sache des Heiligen Geistes bleibt. Dieser offenbare die Wahrheit des Wortes Gottes dem einzelnen Gewissen des Gläubigen.

Übersetzungen

Seit etwa 200 verwendeten die orthodoxen Kirchen Bibeln in der jeweiligen Landessprache. Für die katholische Kirche blieb seit 400 die lateinische Vulgata maßgebend. Hieronymus hatte sie geschaffen, als Latein noch Umgangssprache war. In den späteren romanischen, germanischen und keltischen Gebieten Westeuropas wurde die Bibel dann weiterhin fast nur auf Lateinisch verbreitet. Die heute in allen christlichen Bibelausgaben übliche und weitgehend einheitliche Einteilung des Textes in Kapitel führte Stephen Langton, Erzbischof von Canterbury, im Jahr 1205 in die Vulgata ein. Die Einteilung des NT in Verse führte der Pariser Buchdrucker Robert Estienne 1551 an einer griechischen und lateinischen Bibelausgabe erstmals durch. Ohne die sieben deuterokanonischen Bücher umfasst die Bibel 66 Bücher mit 1189 Kapiteln und mehr als 31.150 Versen.

Im 4. Jahrhundert übersetzte der gotische Bischof Wulfila, ein Anhänger des Arianismus, die Bibel in die Gotische Sprache, die nach ihm benannte Wulfilabibel. Im Spätmittelalter entstanden weitere Bibelübersetzungen, darunter die von Petrus Valdes, John Wycliff, Jan Hus und William Tyndale. Besonders die Reformatoren sahen den direkten Zugang zur Bibel in der Landessprache als wesentlich für den christlichen Glauben an. Die Übersetzungen Martin Luthers und Ulrich Zwinglis (1522 bis 1534) wurde erstmals einer größeren Leserschaft im deutschen Sprachraum zugänglich. Maßgeblichen Beitrag dazu leistete die Erfindung des Buchdrucks. Die weit verbreitete Lutherbibel bahnte die Entwicklung zur deutschen Schriftsprache und die Bibelkritik der Aufklärung an. Gedruckt wurde sie in der Schwabacher Schrift. Als Reaktion auf die volkssprachlichen Bibelübersetzungen der Reformierten entstanden katholische Korrekturbibeln.

Zu den qualitativ anerkannten heutigen deutschsprachigen Bibelübersetzungen gehören die zuletzt 2017 revidierte Lutherbibel, die Elberfelder Bibel, die Zürcher Bibel und die Einheitsübersetzung. Zu den gängigen freieren Übertragungen gehören die Schlachter-Bibel, die „Gute Nachricht Bibel“, die „Hoffnung für alle“, „Neues Leben Bibel“ und die „BasisBibel“. Im März 2018 existierten Gesamtübersetzungen in 674 Sprachen und Teilübersetzungen in 3324 Sprachen. Damit waren in den vier Jahren zuvor 163 Gesamtübersetzungen hinzugekommen.

Verbreitung und Sammlungen

Die christliche Bibel ist das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Allein 2014 wurden weltweit fast 34 Millionen vollständige Bibeln verbreitet. Dafür setzen sich Bibelgesellschaften wie die Deutsche Bibelgesellschaft, das Katholische Bibelwerk und die evangelikale Organisation Wycliff ein. Zur Verbreitung biblischer Erzählungen tragen auch Bilderbibeln, Armenbibeln und Kinderbibeln sowie seit langer Zeit auch bildliche Darstellungen biblischer Geschichten bei. Neben handlichen Bibeln zum persönlichen Gebrauch gibt es aufwändig bearbeitete Studienbibeln mit umfangreichen Kommentaren und Verzeichnissen und für den liturgischen Gebrauch dekorativ gestaltete Altarbibeln oder Bibelteile (Lektionar). Sowohl das Alte als auch das Neue Testament liegen als Hörbuch-Ausgaben im mp3-Format vor.

Mittlerweile ist auch eine große Zahl von Online-Bibeln kostenlos verfügbar.

Historische Bibeln werden in Bibelmuseen bewahrt und gesammelt, darunter die British Library, Württembergische Landesbibliothek, die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und weitere.

Abraham, Moses und Jesus im Gebet, geleitet von Mohammed (mittelalterliches persisches Manuskript)

Der Islam betrachtet die Bibel als Offenbarungszeugnis Gottes, das Menschen teilweise verfälscht haben. Der Koran hat eine Reihe biblischer und apokrypher Geschichten und Lehren übernommen und variiert, die Mohammed wahrscheinlich mündlich aus Inhalten der syrischen Kirche überliefert wurden. Er nennt die Tora (Taurat), die Psalmen (Zabur) und das Evangelium (Indschīl) „Heilige Schriften“, die von Gott stammen, aber später von Menschen verändert, teils sogar verfälscht worden seien:

„Wir haben die Herzen der Kinder Israel verhärtet, so dass sie die Worte der Schrift entstellten, und sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie erinnert worden waren …
Und von denen, die sagten: ,Wir sind Nasara‘ [Nazarener] habe wir ihre Verpflichtung entgegengenommen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie erinnert worden waren.“

Sure 5:13f

Daher sind viele Muslime mit wichtigen Inhalten der Bibel vertraut, wenn auch in koranischer Version, die oft den biblischen Wortlaut verkürzt, verändert, paraphrasiert und von seinem Eigenkontext löst. Diese interpretierende Wiedergabe ist für sie maßgebend, entsprechend dem Anspruch des Korans, der sich als endgültige Offenbarung Allahs versteht, die alle früheren Offenbarungen aufnimmt und ihre Wahrheit wiederherstellt.

Der Koran sieht in den biblischen Geschichten, die er nacherzählt, Mohammeds Kommen und seine Berufung zum „Siegel der Propheten“ Gottes vorgebildet und prophezeit. Huseyn al-Dschisri deutete 114 Stellen in der Bibel – vor allem den paraklētos („Beistand“, „Fürsprecher“) in Joh 14,26 EU; 15,26–27 EU; 16,7–13 EU – als Hinweise auf Mohammeds Prophetentum.

Parallelen zur Urgeschichte der hebräischen Bibel sind im Koran

  • das psalmenartige Lob des Schöpfers, z. B. in Sure 87:1–3;
  • die Bestimmung Adams und seiner Frau (Eva wird nie namentlich genannt) zum Statthalter auf Erden und ihre Vertreibung aus dem Paradies (Sure 2:30–36);
  • ihre Wiederannahme (Sure 20:122; der Koran erwähnt keine Erbsünde);
  • der Brudermord (Sure 5:27–32);
  • die Sintflut und Noahs Rettung: Dieser ist nach Adam Gottes erster Gesandter, der vergeblich zur Abkehr von falschen Göttern ruft (Sure 40:36f).

Der Koran nennt 20 Figuren der Bibel, die dort nicht alle als Propheten gelten, als Vorläufer Mohammeds. Besonders Abraham, der „Freund Gottes“, ist für den Koran Vorbild des wahren Gläubigen. Er habe – wie auch nachbiblische jüdische Überlieferung erzählt – erkannt, dass Gott mächtiger als Gestirne ist (Sure 6:78f). Die ihm folgten, ohne Juden oder Christen zu werden (Hanīfen), sind den Muslimen gleichwertig (Sure 21:51–70). Ihm wurde auch im Koran ein Sohn verheißen, den er opfern sollte (Sure 37:99–113). Dabei deuten die Muslime diese Geschichte nicht auf Isaak, sondern auf Ismael, den von der Magd Hagar geborenen ältesten Sohn Abrahams, der als Stammvater der Araber gilt. Abraham und Ismael sollen, gemäß Sure 2:125 die Kaaba als erstes Gotteshaus in Mekka gegründet haben.

Von Joseph, Jakobs zweitjüngstem Sohn, erzählt Sure 12. Moses wird in 36 Suren erwähnt: Er ist auch im Koran der mit Gott unmittelbar redende Prophet (Sure 4:164), der sein Volk Israel aus Ägypten befreite und ihm die Tora vermittelte. Die Zehn Gebote liegen Sure 17:22–39 zugrunde. König David empfängt und übermittelt als Prophet die Psalmen; Salomos große Weisheit preist Sure 21:78f.

Von den Figuren des Neuen Testaments stellt der Koran Maryam (Maria – Mutter Jesu), Johannes den Täufer (Sure 3:38–41; 19:2–15; 21:89f) und Isa bin Maryam („Jesus, der Sohn der Maria“) besonders heraus. Letzterer habe die Aufgabe, das Volk Israel zum Gesetzesgehorsam zurückzurufen und den Christen das Evangelium als schriftliche Offenbarungsurkunde zu vermitteln. Er verkünde wie Mohammed Gottes kommendes Endgericht, aber nur als Mensch, der aus Sicht des Koran nicht gekreuzigt wurde (Sure 4:157). Seine Auferstehung wird daher nur angedeutet. Die jungfräuliche Geburt wird im Koran ebenso bezeugt, wie Jesus als der verheißene Messias, das Wort Gottes und ein Mensch frei von Sünde.

Als Gesandte Gottes sind diese Propheten im Koran moralische Autoritäten, sodass er von ihren in der Bibel geschilderten dunklen Seiten (z. B. Davids Ehebruch und Mord) nichts berichtet.

Hauptartikel: Kontroversen um die Bibel

Im Judentum setzt die Bibelkritik erst spät ein. Im Christentum gibt es seit etwa 1700 immer wieder Diskussionen darüber, inwiefern die biblischen Erzählungen als historische Berichte gelten können. Dabei treffen verschiedene Auffassungen aufeinander.

Frühe Bibelkritik: Histoire critique du vieux testament von Richard Simon, Neuauflage 1685

Quellenlage

Ein Problem der Bibelwissenschaft ist, dass es keine Originalmanuskripte der biblischen Bücher gibt. Zum Beispiel stammen die ältesten erhaltenen oder bekannten Manuskripte des Neuen Testaments aus dem 2. Jahrhundert und sind damit mindestens hundert Jahre nach Jesu Tod entstanden. Selbst aus dieser Zeit gibt es nur wenige erhaltene Seiten. Die ältesten erhaltenen Vollbibeln entstanden erst im 4. Jahrhundert (Codex Vaticanus, Codex Sinaiticus). Zuweilen wird als Problem empfunden, dass die Verfasser der Evangelien unbekannt sind und sich nur indirekt etwas über sie, ihren Lebensraum, ihre Intention und ihre Adressatengruppen erschließen lässt. Die Verlässlichkeit ihrer Berichte kann daher angezweifelt werden.

Formkritik

Die in der Neuzeit entwickelte historisch-kritische Exegese versucht, die jeweilige literarische Form der Texte der Bibel zu erfassen, im Rahmen der Literar- und Formkritik. Demnach erzähle die Bibel nicht Geschichte, sondern Heilsgeschichte. Der historische Gehalt der biblischen Erzählungen wird dann in ihren verschiedenen Teilen sehr unterschiedlich beurteilt; einem Teil der Bibel wird hohe geschichtliche Zuverlässigkeit zugeschrieben. Die Evangelien verstehen sich nach Meinung der Historisch-Kritischen als „Frohe Botschaft“. Ihr Ziel sei, den Glauben an den „auferstandenen Jesus Christus“ zu bezeugen. Den Evangelien sei zwar historisch zuverlässiges Material zu entnehmen, wichtiger aber sei es, die Glaubensbotschaft der Evangelien verständlich und lebendig zu machen.

Auf Grund von Bibeltexten wie dem Beginn des Lukasevangeliums (Lk 1,1–4 EU) oder dem Ende des Johannesevangeliums (Joh 20,31 EU) betrachten konservative Theologen Bibeltexte als historische Berichte. Die Haltung zur Bibel wird dann auch in Glaubensbekenntnissen festgehalten, etwa in der Basis der Evangelischen Allianz von 1970: Demnach ist die Bibel als inspirierte Heilige Schrift „in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung“ „völlig zuverlässig“. Ein Teil der evangelikalen Bewegung formuliert noch schärfer und sagt, dass die Bibel „in allem, was sie lehrt, ohne Irrtum oder Fehler“ sei, und schließt dabei auch „Aussagen im Bereich der Geschichte und Naturwissenschaft“ mit ein (Biblischer Fundamentalismus).

Nichttheologische Wissenschaftler verstehen die Bibel häufig als ein literarisches Werk, teilweise als Weltliteratur. Gattungsgeschichtlich gehören die Texte in die literarischen Kategorien Prolog, Liebeslied, Hymnus, Paradoxon, Monolog, Dialog, Rätsel, Ellipse, Gebet, Gleichnis, Parabel, Gedicht, Brief und Geschichtsschreibung. Die Texte stellen eine wertvolle Quellensammlung für die Erforschung ihrer jeweiligen Entstehungszeit dar. Die Historizität der Erzählungen selbst wird von einigen als relativ gering eingeschätzt.

Weniger weit verbreitet ist der Glaube, bei der Bibel handele es sich um ein magisches Buch, mit welchem wichtige Ereignisse in der Zukunft vorhergesehen werden könnten. Manche Menschen haben einige Zeit ihres Lebens damit verbracht, den vermuteten Bibelcode zu entschlüsseln, um an die geheimen Botschaften zu gelangen. Die Existenz eines solchen Codes konnte nicht bewiesen werden.

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Überblicks- und Nachschlagewerke

Fachliteratur

Populärwissenschaftliches

  • Jeffrey Geoghegan: Die Bibel für Dummies. Wiley-VCH, 2006, ISBN 3-527-70253-9.
  • Die Geschichte der Bibel. Von den Tontafeln über Qumran bis heute. 4. Auflage, Christliche Literatur-Verbreitung, Bielefeld 1998, ISBN 3-89397-267-6 (online)
  • Werner Keller: Und die Bibel hat doch recht. Forscher beweisen die Wahrheit des Alten Testaments. (1955) Ullstein, Berlin 2009, ISBN 978-3-548-37246-4.
  • Nelson Beecher Keyes: Vom Paradies bis Golgatha. Die Geschichte der biblischen Welt in Wort und Bild mit vielen Karten. (Amerikanische Originalausgabe: Story of the Bible Word. C. S. Hammond & Co., 1959 und 1962) Übersetzt von Werner Buhre. Das Beste, Stuttgart/Zürich/Wien 1964.
  • Johannes Maria Lehner: Und die Bibel hat doch NICHT Recht. Dichtung und Wahrheit. Das Buch der Bücher im Licht von Wissenschaft, Vernunft und Moral. Historia, Ulm-Wiblingen 2005, ISBN 3-9808691-1-3.
  • Volker Neuhaus: Bibel. DuMont, Köln 2005, ISBN 3-8321-7635-7.
  • Carel van Schaik, Kai Michel: Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2016, ISBN 978-3-498-06216-3

Bibelausgaben und -Übersetzungen

Hauptartikel: Bibelausgabe

Informationen

Literarische Rezeption

Wiktionary: Bibel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Bibel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Bibel – Quellen und Volltexte
Wikiquote: Bibel – Zitate
  1. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 12.
  2. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 14 f.
  3. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 16 f.
  4. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage, hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin/ New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 73.
  5. Karin Schoepflin: Bibel, 2006, S. 1. Bauer/Aland: Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur, 6. völlig neu bearbeitete Auflage Berlin / New York 1988, Sp. 281 f.
  6. Reinhold Bohlen: Bibel (einleitungswissenschaftlich) I. Begriff. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage.Band2. Herder, Freiburg im Breisgau 1994,Sp.362–363, hier Sp. 363.
  7. Christoph Levin: Das Alte Testament. 4. Auflage München 2010, S. 17.
  8. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 21.
  9. Bauer/Aland: Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur, 6. völlig neu bearbeitete Auflage Berlin / New York 1988, Sp. 331 f.
  10. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 32–34.
  11. Erich Zenger, Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 29.
  12. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 36.
  13. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 44 f.
  14. Angelika Berlejung: Quellen und Methoden. In: Jan-Christian Gertz (Hrsg.): Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage Göttingen 2019, S. 21–58, hier S. 26.
  15. Angelika Berlejung: Quellen und Methoden. In: Jan-Christian Gertz (Hrsg.): Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage Göttingen 2019, S. 21–58, hier S. 27.
  16. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 57 f.
  17. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 207.
  18. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 42. Emanuel Tov sieht die Zäsur mit dem Tempelzerstörung im Jahr 70 als gegeben an, während andere die Zäsur erst am Ende des Bar-Kochba-Aufstandes (136) ansetzen.
  19. Angelika Berlejung: Quellen und Methoden. In: Jan-Christian Gertz (Hrsg.): Grundinformation Altes Testament. Eine Einführung in Literatur, Religion und Geschichte des Alten Testaments. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage Göttingen 2019, S. 21–58, hier S. 27 f.
  20. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 40 f.
  21. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 210.
  22. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 210 f.
  23. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 58.
  24. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 175.
  25. Hier zitiert nach: Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 181 f. Welche Bücher Josephus unter den 13 Büchern der Propheten und unter den 4 Büchern mit Hymnen und Lebensanweisungen eingruppierte, ist unbekannt.
  26. Erich Zenger / Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 22. Auf 24 Bücher kommt man, wenn 1/2 Sam, 1/2 Kön, 1/2 Chr, Esr/Neh und das Zwölfprophetenbuch als je ein Buch gezählt werden. Um die Zahl von 22 Büchern zu erreichen, kann man das Ricterbuch und das Buch Rut sowie das Jeremiabuch und die Klagelieder Jeremias zusammenfassen. (ebd.)
  27. Daniel Stökl Ben Ezra: Qumran. Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum (= Jüdische Studien. Band 3). Tübingen 2016, S. 187 f.
  28. Erich Zenger / Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 22–24.
  29. Erich Zenger / Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 25 f.
  30. siehe auch Bücher der Könige
  31. Martin Buber, Franz Rosenzweig: Die Schrift. – Stuttgart 1992 – ISBN 3-438-01491-2. Die Buber-Rosenzweig-Verdeutschung wird in vielen Lehrhäusern und Bibelkreisen benutzt.
  32. Leopold Zunz: Die vierundzwanzig Bücher der Heiligen Schrift nach dem Masoretischen Text. 1837. Neuausgaben: Victor Goldschmidt: Basel 1995, ISBN 3-85705-002-0; Sinai Verlag: Tel-Aviv 1997, ISBN 3-929895-11-0 (hebräisch-deutsch). Wird von vielen Judaisten benutzt; der hebräische Text ist mitabgedruckt. Zunz selbst hat dabei lediglich die beiden Chronikbücher übersetzt; bis zur 17. Auflage hieß es korrekt: Unter der Redaktion von Dr. Zunz übersetzt von A. Arnheim, Dr. Julius Fürst, Dr. M. Sachs.
  33. Naftali Herz Tur-Sinai: Die Heilige Schrift, ins Deutsche übertragen. 3. Auflage, Neuhausen-Stuttgart 1997.
  34. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 60. Sehr wörtliche Übersetzungen (Pentateuch, Psalmen) stehen relativ freien Übersetzungen, etwa im Jesajabuch gegenüber.
  35. Albert de Pury: Der Kanon des Alten Testaments. In: Thomas Römer et al. (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. Die Bücher der Hebräischen Bibel und die alttestamentlichen Schriften der katholischen, protestantischen und orthodoxen Kirchen. TVZ Theologischer Verlag, Zürich 2013, S. 3–24, hier S. 6.
  36. Heinz-Josef Fabry: Der Text und seine Geschichte. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 37–66, hier S. 60.
  37. Christoph Levin: Das Alte Testament. 4. Auflage München 2010, S. 19 f.
  38. Erich Zenger / Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 31–34.
  39. Erich Zenger / Christian Frevel: Heilige Schrift der Juden und der Christen. In: Christian Frevel (Hrsg.): Einleitung in das Alte Testament. 9., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2016, S. 11–36, hier: S. 35.
  40. Wolfgang Kraus: Die Septuaginta als Brückenschlag zwischen Altem und Neuem Testament? In: Heinz-Josef Fabry, Ulrich Offerhaus (Hrsg.): Im Brennpunkt: Die Septuaginta. Studien zur Entstehung und Bedeutung der Griechischen Bibel, Band 3. Stuttgart 2007, S. 266–290, hier S. 267.
  41. Wolfgang Kraus: Die Septuaginta als Brückenschlag zwischen Altem und Neuem Testament? In: Heinz-Josef Fabry, Ulrich Offerhaus (Hrsg.): Im Brennpunkt: Die Septuaginta. Studien zur Entstehung und Bedeutung der Griechischen Bibel, Band 3. Stuttgart 2007, S. 266–290, hier S. 274 f.
  42. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 24 f.
  43. Konrad Schmid, Jens Schröter: Die Entstehung der Bibel. Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften, München 2019, S. 25.
  44. Walther Zimmerli: Grundriß der alttestamentlichen Theologie, Stuttgart 1972, S. 206 f.
  45. Franz Graf-Stuhlhofer: Worte Gottes in der Bibel. Gegen eine undifferenzierte Gleichsetzung von Bibel und Wort Gottes. In: Zeitschrift für Theologie und Gemeinde 16 (2011), S. 66–89.
  46. Dietrich Kuessner: Das Gesetz ist um des Menschen willen da: Eine Auseinandersetzung mit Markus B. Büning „Bekenntnis und Kirchenverfassung“. (Memento vom 23. April 2016 im Internet Archive) bs.cyty.com, 2002, abgerufen am 10. März 2018 (RTF; 21 kB).
  47. Statistik in einem Bibel-Abschreibeprojekt
  48. Zahlen und Fakten: Stand der weltweiten Bibelübersetzungen. die-bibel.de, März 2018, abgerufen am 10. März 2018.
  49. Die Bibel in 511 Sprachen komplett übersetzt. Deutsche Bibelgesellschaft, 15. Juli 2014, archiviert vomOriginal am1. September 2014; abgerufen am 10. März 2018.
  50. Bibelverbreitung 2014: Bibelgesellschaften verbreiteten 428 Millionen Bibeln und Bibelteile. Evangelische Nachrichtenagentur idea, 20. Oktober 2015.
  51. Die Bibel in Bildern. Schatzkammer der Malerei. (Englische Originalausgabe: Orbis Publishing, London). Naumann & Göbel, Köln 1987, ISBN 3-625-10510-1.
  52. Die Bibel – Die gesamte Lutherbibel als Hörbuch, Aretinus Gesellschaft für Musikarchivierung, Berlin 2006/2007, ISBN 978-3-939107-51-4 und ISBN 978-3-939107-52-1.
  53. The British Library Catalogue of Illuminated Manuscripts
  54. Bibeln. Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, abgerufen am 21. Juni 2013.
  55. Bart D. Ehrman: The New Testament and other early Christian writings : a reader. 2. Auflage. Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-515463-0.
    Bart D. Ehrman: The New Testament: a historical introduction to the early Christian writings. 5. Auflage. Oxford University Press, New York 2012, ISBN 978-0-19-975753-4.
  56. So etwa Franz Graf-Stuhlhofer: Auf der Suche nach dem historischen Jesus Über die Glaubwürdigkeit der Evangelien und die Zweifel der Skeptiker. Leun 2013, S. 23 f.
  57. Abgedruckt etwa bei Fritz Laubach: Aufbruch der Evangelikalen. Wuppertal 1972, S. 101.
  58. Thomas Schirrmacher (Hrsg.): Bibeltreue in der Offensive. Die Drei Chicago-Erklärungen zur biblischen Irrtumslosigkeit [1978], Hermeneutik [1982] und Anwendung [1986]. Bonn 1993, S. 19 (zusammenfassende Erklärung), S. 22 (Artikel XII).
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Bibel
bibel, sammlungen, heiligen, schriften, judentums, christentums, sprache, beobachten, bearbeiten, eine, weiterleitung, diesen, artikel, anderen, bedeutungen, siehe, begriffsklärung, altgriechisch, βιβλία, biblia, bücher, oder, heilige, schrift, bezeichnet, wic. Bibel Sammlungen von heiligen Schriften des Judentums und des Christentums Sprache Beobachten Bearbeiten Die Bibel ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel Zu anderen Bedeutungen siehe Bibel Begriffsklarung Als Bibel altgriechisch biblia biblia Bucher oder Die Heilige Schrift bezeichnet man die wichtigste religiose Textsammlung im Judentum wie auch im Christentum Sie gilt Glaubigen als gottlich inspiriert mindestens aber als orientierender Massstab und wird darum im religiosen wie im kulturellen Leben immer wieder angeeignet Die judische und die christliche Bibel haben sich im Lauf ihrer Entwicklung gegenseitig beeinflusst sie sind parallel zueinander teilweise in Abgrenzung voneinander entstanden 1 Gutenberg Bibel Kongressbibliothek Washington D C 2002 Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach der aus der Tora Weisung den Nevi im Propheten und Ketuvim Schriften besteht Wahrend die Tora nach ihrem Selbstzeugnis von Gott dem Mose am Sinai gegeben wurde und einige ihrer Texte von Mose auch selbst niedergeschrieben wurden stellt sich das aus historischer Sicht anders dar Denn erst seit dem 9 oder 8 Jahrhundert v Chr entwickelte sich in Israel eine Schriftkultur aus einer vorausgehenden Kultur der mundlichen Uberlieferung und erst in hellenistischer und romischer Zeit hatten grossere Teile der Bevolkerung die Moglichkeit biblische Texte auch privat zu lesen und sich dadurch anzueignen 2 Ein Teil der fruhjudischen Literatur wurde in den judischen Bibelkanon aufgenommen andere Schriften jedoch nicht Wahrend dieser Prozess noch im Gange war entstand das Christentum und bezog sich von Anfang an auf die heiligen Schriften Israels Jesus von Nazaret deutete sein Wirken im Licht dieser Texte und die erste christliche Gemeinde sah diese Schriften durch die Auferstehung Jesu Christi als erfullt an Das Christentum eignete sich so die heiligen Schriften Israels und weitere fruhjudische Literatur als Altes Testament an schuf aber auch eigene Texte von denen einige verbindliche Bedeutung erlangten und schliesslich als Neues Testament dem Alten Testament angefugt wurden 3 Die christliche Bibel ist das am haufigsten gedruckte und publizierte und in die meisten Sprachen ubersetzte schriftliche Werk der Welt Inhaltsverzeichnis 1 Buchtitel 1 1 Bibel 1 2 Heilige Schrift 1 3 Altes und Neues Testament 2 Zitierweise 3 Die judische Bibel Tanach 3 1 Entstehung des masoretischen Textes 3 2 Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer 3 3 Kanonisierung 3 4 Einteilung 3 4 1 Tora 3 4 2 Neviim 3 4 3 Ketuvim 3 5 Ubersetzungen 4 Die christliche Bibel Altes und Neues Testament 4 1 Altes Testament 4 1 1 Paulus als Leser der Septuaginta 4 2 Neues Testament 4 3 Verhaltnis des NT zum AT 4 4 Normativer Anspruch als Wort Gottes 4 5 Ubersetzungen 4 6 Verbreitung und Sammlungen 5 Bibel im Islam 6 Bibelkritik 6 1 Quellenlage 6 2 Formkritik 7 Siehe auch 8 Literatur 9 Weblinks 10 EinzelnachweiseBuchtitelBibel Das Wort Bibel mittelhochdeutsch bibel alter biblie entstand aus kirchenlateinisch biblia 4 einem Lehnwort aus dem Koine Griechischen Das Neutrum biblion biblion Buch ist eine Verkleinerungsform von biblos biblos Buch benannt nach der phonizischen Hafenstadt Byblos 5 Diese Hafenstadt war in der Antike ein Hauptumschlagplatz fur Bast aus dem die Papyrusrollen hergestellt wurden Der Plural von biblion biblion lautet biblia biblia Schriftrollen Bucher In der Septuaginta war biblia biblia vor allem eine ehrfurchtige Bezeichnung fur die Tora Johannes Chrysostomos bezeichnete als erster mit diesem Plural die Gesamtheit der christlichen heiligen Schriften Altes und Neues Testament 6 Esra vor einem Schrank mit biblischen Buchern Codex Amiatinus Im Kirchenlatein wurde die Bezeichnung biblia zunachst als Neutrum Plural biblia orum seit etwa 1000 n Chr aber als Femininum Singular biblia ae aufgefasst 6 Die nationalen Sprachen ubernahmen das Wort im Singular im Deutschen wurde es zu Bibel Der Name deutet an Was uns heute als ein einziger Band in Handen liegt und was wir mit Selbstverstandlichkeit als eine Einheit verstehen die Bibel ist tatsachlich eine Vielheit 7 Die Bezeichnung als Buch der Bucher bringt einerseits die religiose Bedeutung der Bibel zum Ausdruck andererseits die innere Pluralitat 7 Auch nachdem der Kodex als Buchform die Schriftrolle abloste wurden nur selten alle biblische Schriften in einem Buch vereint die Regel war dass die Bibel als Sammlung mehrteiliger Bucher in einem Bucherschrank etwa im Skriptorium eines Klosters existierte wie es die Illustration des Codex Amiatinus fruhes 8 Jahrhundert Northumbrien zeigt Dass ein einziges Buch annahernd die gesamte judische oder christliche Bibel enthielt wurde erst mit der Erfindung des Buchdrucks allgemein ublich 8 Heilige Schrift Das Neue Testament bezieht sich auf die heiligen Schriften des Judentums haufig mit dem Ausdruck aἱ grafai hai graphai die heiligen Schriften und folgt damit judisch hellenistischem Sprachgebrauch 6 Einmal verwendet Paulus von Tarsus auch die Form grafai ἅgiai graphai hagiai heilige Schriften Rom 1 2 EU Der Singular grafh graphḗ die Schrift bezeichnet im Neuen Testament haufig einen einzelnen Satz modern gesprochen eine Bibelstelle aber auch die judischen heiligen Schriften als eine Einheit auch das hat Parallelen im Judentum z B bei Philon von Alexandria und in den Chronikbuchern 9 In der Alten Kirche setzt sich dieser Sprachgebrauch fort als heilige Schrift en wird dann auch die Gesamtheit von Buchern des Alten und des Neuen Testaments bezeichnet 6 Altes und Neues Testament Dass die beiden Teile der christlichen Bibel als Altes und Neues Testament bezeichnet werden geht auf Paulus von Tarsus zuruck der einen alten und einen neuen Bund gegenuberstellte Der alte Bund wird durch die Tora des Mose reprasentiert 2 Kor 3 5 15 EU Paulus sah sich selbst als Diener des neuen Bundes der durch Christus vermittelt sei und bei der Abendmahlsfeier vergegenwartigt werde 1 Kor 11 25 EU Im Hebraerbrief entfaltet ein anonymer christlicher Autor inwiefern der neue Bund den alten ersetze Stets ist mit Bund altgriechisch dia8hkh diathḗke lateinisch testamentum eine Ordnung und nicht etwa ein Buch oder eine Schriftensammlung gemeint 10 Melito von Sardes pragte um 180 n Chr fur den ersten Teil der christlichen Bibel den Begriff Bucher des alten Bundes und legte zugleich auch eine Liste der damit gemeinten Schriften vor Er berichtete daruber in einem Brief an seinen Bruder Onesimos der im Exzerpt durch Eusebius von Caesarea erhalten blieb Da ich in den Orient gereist und an den Schauplatz der Predigten und Taten gekommen bin und uber die Bucher des alten Bundes genaue Erkundigungen eingezogen habe so teile ich dir die Bucher im folgenden mit Die Namen derselben sind die funf Bucher Moses namlich Genesis Exodus Numeri Leviticus und Deuteronomium ferner Jesus Sohn des Nave die Richter Ruth vier Bucher der Konigtumer zwei Paralipomena die Psalmen Davids Salomons Spruche oder Weisheit Ekklesiastes das Hohe Lied Ijob die Propheten Jesaja und Jeremia das Zwolfprophetenbuch Daniel Ezechiel Esdras Melito von Sardes Eusebius Kirchengeschichte Buch IV 26 Auffallig ist dass Melito das Buch Ester nicht nennt und auch nicht die deuterokanonischen Schriften also judische Schriften die sich in der Septuaginta nicht aber im Tanach finden Buch Judit Buch Tobit 1 Makkabaer 2 Makkabaer Baruch Weisheit Salomos und Jesus Sirach Die Anerkennung dieser Bucher als Heilige Schriften verlief im Christentum recht zogerlich im lateinischen Westen um 400 im Osten erst im 7 Jahrhundert Das war umstritten Hieronymus pladierte dagegen und die Motive sind nicht ganz klar Eine Rolle konnte gespielt haben dass Tobit Jesus Sirach und das Buch der Weisheit als religiose Erbauungsliteratur beliebt waren und sich auch fur den Unterricht von Neuchristen einsetzen liessen 11 Melitos Formulierung ist so aufzufassen dass der alte Bund Gottes mit Israel durch die genannten Schriften reprasentiert wird aber nicht dass diese Schriften selbst Bund bzw Testament heissen 12 Ein solcher Sprachgebrauch wurde erst um 200 n Chr ublich und ist dann bei Clemens von Alexandria und Origenes anzutreffen Ende des 20 Jahrhunderts schlugen christliche Theologen vor den Begriff Altes Testament aufzugeben da er abwertend klinge und stattdessen vom Ersten Testament zu sprechen Erich Zenger J A Sanders Diese Begriffspragung konnte sich nicht allgemein durchsetzen zumal die Antike Altes grundsatzlich hoher als Neues einschatzte Ublich geworden sind aber die Bezeichnungen Hebraische bzw Judische Bibel bzw deren judische Bezeichnung Tanach Zitierweise Hauptartikel Bibelvers Die Bibel wird nicht nach Seitenzahlen sondern nach Buch Kapitel und Vers zitiert Das hat den Vorteil dass verschiedene Bibelubersetzungen verglichen werden konnen Ausserdem kann der Leser mit dieser Methode seine Ubersetzung und den hebraischen oder griechischen Bibeltext vergleichen Besonderheiten Das Buch der Psalmen ist eine Zusammenstellung von einzelnen Dichtungen Die 150 Kapitel dieses Buchs werden als Psalmen bezeichnet Ps 23 2 ist daher Psalm 23 Vers 2 und nicht etwa Psalmen Kapitel 23 Vers 2 Die kurzesten Bucher der Bibel Buch Obadja Philemonbrief 2 Johannesbrief 3 Johannesbrief Judasbrief haben keine Kapiteleinteilung und werden nur mit Angabe des Verses zitiert Das Buch Ester hat in der romisch katholischen Einheitsubersetzung einen griechisch hebraischen Mischtext zur Grundlage wahrend protestantische Bibeln nur die Ubersetzung des hebraischen Textes des Buches Ester enthalten Die Uberschusse des griechischen Textes werden in der Einheitsubersetzung nicht als eigene Verse gezahlt sondern mit kleinen lateinischen Buchstaben bezeichnet In der Lutherbibel 2017 sind diese Uberschusse als Stucke zum Buch Ester in den Apokryphen Anhang zum Alten Testament aufgefuhrt die einzelnen Textabschnitte sind dort von A bis F bezeichnet und weiter nach Versnummern untergliedert Diese Bezeichnungssysteme sind also nicht miteinander kompatibel Das apokryphe Buch Jesus Sirach hatte in der Lutherbibel eine gegenuber anderen Bibelausgaben abweichende Zahlung seit der Revision von 2017 hat die Lutherbibel aber die Kapitel und Verszahlung der Einheitsubersetzung ubernommen Die Kopisten der Hebraischen Bibel entwickelten zum Zweck der Textsicherung ein System von Sinnabschnitten und Versen Jeder Sinnabschnitt begann mit einer neuen Zeile Wenn eine weitere Untergliederung notwendig war so liess man einen Leerraum innerhalb der Zeile Diese Unterteilung wird seit dem spaten Mittelalter auch durch die hebraischen Buchstaben פ und ס im Text markiert Parallel dazu entstand eine Unterteilung des Textes in Verse markiert durch Sof pasuq Die Verszahlung selbst stammt aus der Vulgata Tradition Nachdem die heute ubliche Kapiteleinteilung im 13 Jahrhundert von Stephan Langton vorgenommen wurde nummerierte der Pariser Buchdrucker Robert Estienne im 16 Jahrhundert in seinen Bibelausgaben Kapitel und Verse 13 Die judische Bibel Tanach Hauptartikel Tanach Entstehung des masoretischen Textes Grosse Jesajarolle eine der altesten und besterhaltenen Bibelhandschriften ca 180 v Chr Codex von Aleppo Tora Deuteronomium Der Tanach oder Tenach hebraisch תנ ך ein Akronym aus den drei Anfangsbuchstaben seiner Teile wurde uberwiegend auf Hebraisch kurze Passagen auch auf Aramaisch verfasst Dieser sogenannte Masoretische Text besser Masoretische Textgruppe hat einen langen Normierungsprozess durchlaufen der im 8 9 Jahrhundert n Chr abgeschlossen war Der Tanach ist eine Auswahl aus dem religiosen Schrifttum des antiken Israel Grosse Teile dieses Textkorpus entstanden in Jerusalem und wurden dort redigiert Das bedeutet dass sie die Perspektive der mannlichen Jerusalemer Oberschicht haben und die Glaubenstraditionen der judischen Landbevolkerung darin nur selten Buch Micha der Frauen und der Abhangigen fast nie reprasentiert sind 14 Die alte Kontroverse ob es den einen Urtext gab von dem alle Handschriften abhangen so Paul de Lagarde oder mehrere Urtexte so Paul Kahle wird von Emanuel Tov und anderen heute so gesehen Auch nachdem die einzelnen Bucher des hebraischen Kanons ihre Endgestalt erreicht hatten und in judischen Gemeinden im Gottesdienst und Unterricht verwendet wurden gab es weiterhin revidierte Neuausgaben mit normativem Anspruch Sie setzten sich aber nicht uberall durch in der Judischen Diaspora oder bei abgeschiedenen Gruppen Qumran blieben altere Textfassungen in Gebrauch und wurden in Alexandria sogar zur Vorlage fur eine Ubersetzung ins Griechische Septuaginta 15 16 Dieses Modell kann erklaren warum es altere und teilweise deutlich abweichende Fassungen des Buches Josua der Samuelbucher des Jeremiabuchs und des Ezechielbuchs in der Septuaginta sowie unter den Schriftrollen vom Toten Meer gibt 15 Ein Sonderfall ist der samaritanische Pentateuch eine wohl um 100 v Chr entstandene Edition der Tora fur den Gebrauch in dieser Religionsgemeinschaft Diese hat einerseits Besonderheiten die mit der Bedeutung von Sichem und Garizim fur Samaritaner zusammenhangen andererseits ist er mit der Textfassung einiger Qumranhandschriften verwandt Das wichtigste Beispiel liefert 4QpalaoExm eine in althebraischer Schrift geschriebene Rolle Sie weist eine vom masoretischen Text abweichende Reihenfolge der kultischen Gerate im Mischkan auf 17 Im Jahr 70 zerstorten romische Truppen Jerusalem und den Tempel und damit das Zentrum der judischen Religion Ein Hauptstrom des uberlebenden Judentums erkannte danach einen hebraischen Konsonantentext als normativ an der von einer Gruppe verwandter Handschriften reprasentiert wurde 18 Das waren die oben genannten revidierten Editionen biblischer Bucher Diese Handschriften wurden sorgfaltiger und haufiger kopiert als andere und die Schreiber strebten nach Vereinheitlichung des Textes Zu diesem reinen Konsonantentext der auf die Zeit des Zweiten Tempels zuruckgeht tritt im Mittelalter die Masora Vokal und Akzentzeichen sowie paratextliche Elemente die das Textverstandnis erleichtern und Missverstandnisse ausschliessen sollen 19 Auf dieser Textvereinheitlichung beruhen die ersten vollstandigen hebraischen Bibelhandschriften des Mittelalters Der Codex Leningradensis aus dem Jahr 1009 bildet die Grundlage der Biblia Hebraica Stuttgartensia Das Hebrew University Bible Project legt dagegen den Codex von Aleppo 925 zugrunde den altesten Textzeugen fur die gesamte Hebraische Bibel 20 Bedeutung der Schriftrollen vom Toten Meer Die Textfunde vom Toten Meer ermoglichen mit ihren Korrekturen erster und zweiter Hand ihrem Layout aber auch ihrer Intertextualitat faszinierende direkte Einblicke in die Text und Literaturgeschichte antiker Texte und bereichern damit auch die Kenntnis des antiken Judentums 21 Wenn man den Masoretischen Text den samaritanischen Pentateuch und die Septuaginta als die drei mittelalterlichen Standardtexte ansieht zeigt sich dass in den Hohlen nahe Qumran hebraische Vorlaufer fur jeden dieser Texttypen deponiert wurden Aber der grosste Teil der Textfunde steht keinem dieser drei Texttypen nahe unabhangige Texte Ganz anders die Textfunde aus Naḥal Ḥever und Wadi Murabbaʿat die aus dem 2 Jahrhundert n Chr stammen und weitgehend mit dem masoretischen Text identisch sind Daniel Stokl Ben Ezra erlautert dass man durch die Auswertung der Qumran Textfunde immer mehr dazu ubergehe den Masoretischen Text als eine von mehreren antiken Textformen anzusehen Man muss die Qumranhandschriften und die Vorformen von LXX Septuaginta und SP Samaritanischem Pentateuch uberall gleichwertig mit dem MT Masoretischen Text diskutieren An vielen Stellen ist der MT eindeutig sekundar Eine Suche nach dem Urtext ist methodisch unmoglich 22 Wie in einem breiten Flussbett mehrere Wasserstrome mal nebeneinanderher verlaufen mal ihr Wasser mischen und sich dann wieder ein Stuck Weges voneinander trennen so stellt sich die Textgeschichte der Hebraischen Bibel nach Qumran dar 23 Kanonisierung Hauptartikel Kanon Bibel Der griechische Begriff Kanon bedeutet Richtschnur oder Richtmass Innerhalb der christlichen Theologie trat seit dem 4 Jahrhundert n Chr eine Bedeutungsentwicklung von Glaubensregeln hin zu abgegrenzten religiosen Buchersammlungen ein Fur das Judentum vor der Zerstorung des Jerusalemer Tempels ist eine solche Begrifflichkeit anachronistisch denn damals stand der Opferkult im Mittelpunkt des religiosen Lebens 24 In der Diaspora boten Synagogengottesdienste einen gewissen Ersatz fur nur selten mogliche Tempelbesuche diese Gottesdienste bestanden aus Gebeten sowie der Lesung aus der Tora und den Prophetenbuchern Flavius Josephus erlauterte dass es im Judentum 22 Bucher Heiliger Schriften gebe entsprechend der Anzahl der Buchstaben des hebraischen Alphabets Es gibt bei uns nicht Tausende von Buchern die nicht ubereinstimmen und sich widersprechen sondern nicht mehr als zweiundzwanzig Bucher welche die Niederschrift des ganzen Zeitraums enthalten und zu Recht Vertrauen gefunden haben Und von diesen stammen funf von Moses welche die Gesetze umfassen und die Uberlieferung vom Ursprung der Menschheit bis zu seinem eigenen Ende dieser Zeitraum ist nur wenig kurzer als dreitausend Jahre Vom Tod des Moses bis zur Herrschaft des Artaxerxes des Konigs der Perser nach Xerxes haben die auf Moses folgenden Propheten die Begebenheiten ihrer Zeit aufgezeichnet in dreizehn Buchern die ubrigen vier enthalten Hymnen an Gott und Lebensanweisungen fur die Menschen Flavius Josephus Contra Apionem 1 38 40 25 Das 4 Buch Esra zahlt 24 Bucher nach der doppelten Zahl der Zwolf Stamme Israels bzw der Monate 26 Das waren Heilige Schriften die als gottlich inspiriert und besonders autoritativ galten Doch ist es sinnvoll zwischen dem Status eines Buchs als Heiliger Schrift und seiner tatsachlichen Bedeutung fur das Leben einer Glaubensgemeinschaft zu unterscheiden also zwischen einem Kern sehr bedeutsamer Schriften und einer Grauzone um sie herum Die Schriftrollen vom Toten Meer ermoglichen einen Einblick in ein moglicherweise nicht reprasentatives Segment des antiken Judentums 27 Die Tora hatte uberragende Bedeutung insbesondere das Deuteronomium Unter den prophetischen Schriften stehen Jesaja und das Zwolfprophetenbuch voran dann Jeremia die als prophetisch betrachteten Psalmen und das Buch Daniel Heute nicht biblische Schriften wie das Jubilaenbuch und die Henochbucher wurden ebenfalls hoch geschatzt Dagegen sind die Chronikbucher und Esra Nehemia kaum bezeugt und das Buch Ester fehlt ganz Einteilung Die Einteilung der Hebraischen Bibel in drei Schriftengruppen Tora Neviim und Ketuvim Akronym TaNaCh entspricht der Reihenfolge ihrer Kanonwerdung und impliziert auch eine Gewichtung 28 Doch blieb zunachst noch einiges im Fluss so gab es auch die Abfolge Tora Ketuvim Neviim Akronym TaKeN und die Psalmen konnten gelegentlich als letztes der Prophetenbucher gezahlt werden Die drei Hauptteile haben je einen programmatischen Schlusstext Kolophon 29 Dtn 34 10 12 EU Die Tora des Mose ist unuberbietbare Offenbarungsschrift und der Auszug aus Agypten als gottliches Rettungshandeln hat gleichfalls grundsatzliche Bedeutung fur Israel Mal 3 22 24 EU Die Prophetenbucher sind eine Erinnerung an die Mosetora Elija als Prototyp des Propheten ist ein Schuler des Mose er kann in der Zukunft zuruckkehren um ganz Israel zu einer Tora Lerngemeinschaft zu machen 2 Chr 36 22 23 EU Schon einmal hat Gott nach der Katastrophe einen Neuanfang geschenkt Gottes Bund mit Israel gilt ewig und das Schlusswort hebraisch ו י ע ל ṿeyaʿal und er soll hinaufziehen lasst die Erinnerung an den Auszug aus Agypten anklingen Tora Torarolle ehemalige Synagoge Glockengasse in Koln Die Tora Weisung oder Lehre bildet den ersten Teil des Tanach Aus der hebraischen Torarolle ohne Teamim oder Nikud wird abschnittweise in der Synagoge vorgelesen Der Vorlesungszyklus beginnt und endet im Herbst mit dem Torafreudenfest Die 54 Wochenabschnitte werden Paraschot bzw Paraschijot פרשיות hebr Einteilung oder Sidrot סדרות aramaisch Ordnung genannt In der hebraischen Sprache werden die funf Bucher der Tora anhand ihrer ersten bedeutenden Worte benannt Bereschit ב ר אש ית wortlich Im Anfang Schemot ש מו ת wortlich Namen Wajikra ויקרא wortlich Und er rief Bemidbar במדבר wortlich In der Wuste Devarim דברים wortlich Worte Diese Einteilung erfolgte nach bestimmten inhaltlichen Gesichtspunkten Jeder Bericht in den Buchern hat einen klaren Anfang und eine deutliche Zasur am Ende ist aber trotzdem mit den anderen verbunden Die funf Bucher werden in Buchform auch Chumasch oder Pentateuch griechisch funf Buchrollen genannt Die Tora umfasst die Geschichte der Schopfung und der Israeliten seit den Erzvatern ab Gen 12 Israels Auszug aus Agypten Ex 1 15 dem Empfang der Gebote durch Mose Ex 19 ff und dem Zug ins verheissene Land Lev Num Der Begriff Tora bezieht sich nicht nur auf die Mitzwot Gebote Gottes den ethischen Monotheismus und die judische Kultur sondern auf die gesamte Ordnung der Schopfung Sie nimmt Bezug auf alteste erzahlerische Stoffe und Traditionen die vermutlich im Verlauf von Wanderungsbewegungen semitischer Volker im Allgemeinen und der Hebraer im Besonderen vom Zweistromland uber Kanaan nach und aus Agypten entstanden Die Hebraer wurden spatestens 1200 v Chr im Kulturland Kanaan sesshaft Diese Stoffe und Traditionen wurden uber Jahrhunderte zunachst mundlich tradiert Ihre Verschriftung und Zusammenstellung ist fur fruhestens um 1000 v Chr herum belegbar nachdem die Zwolf Stamme Israels ein Staatswesen mit Saul als erstem Konig Israels wahlten Die Tora wurde nach der Ruckkehr aus dem Babylonischen Exil 539 v Chr bis spatestens 400 v Chr kanonisiert Neviim Zu den Neviim Propheten zahlen Buch Josua Richter Samuel ein Buch geteilt in zwei Rollen Buch Konige ein Buch 30 Jesaja Jeremia Ezechiel Zwolfprophetenbuch Diese Bucher erzahlen in chronologischer und religioser Ordnung die Geschichte Israels vom Tod Moses der Landverteilung an die zwolf Stamme Israels bis zur Zerstorung des ersten Jerusalemer Tempels 586 v Chr Die Neviim beginnen mit der Unterordnung Josuas der Sohn Nuns unter die Autoritat Moses Jos 1 5 EU und schliesst mit Maleachi als letztem Propheten mit der Ruckbindung an die Tora Die drei Propheten Jesaja Jeremia und Ezechiel sind analog zu den drei Erzvatern jeweils einem Buch zugeteilt die ubrigen Propheten bilden als Analogie zu den zwolf Sohnen Jakobs das Zwolfprophetenbuch Die Prophetenbucher wurden fruhestens im 4 Jahrhundert v Chr kanonisiert Am Schabbat und an den Feiertagen wird nach der Toravorlesung in der Synagoge jeweils in der Haftara ein Abschnitt aus den Neviim vorgelesen Ketuvim Esther Rolle Fes Marokko 13 14 Jh n Chr Zu den Ketuvim Schriften gehoren Buch der Psalmen Ijob Buch der Sprichworter Buch Rut Hoheslied Kohelet Klagelieder Jeremias Buch Ester Buch Daniel kein Prophet Buch Esra und Nehemia Erstes und Zweites Chronikbuch In diesen Werken ist eher wortliche Rede von Menschen als von Gott uberliefert Sie sind vermutlich alle nach dem Exil und spater als die vorherigen Propheten entstanden uberwiegend anzunehmen ab 200 v Chr Einige konnten vor oder parallel zu den zwolf kleinen Propheten entstanden sein Dennoch ist ihre Bedeutung diesen nachgeordnet Das zweite Chronikbuch endet mit dem Ausblick auf den Neubau des 3 Jerusalemer Tempels und die Anerkennung JHWHs als Herrn der ganzen Erde Ihre Kanonisierung geschah vermutlich spat Fur das Buch Daniel wird von einigen Exegeten eine Kanonisierung erst fur 135 n Chr zusammen mit dem Abschluss des Tanach angenommen Funf dieser Bucher werden als Festrollen Megillot im Synagogengottesdienst verlesen und sind bestimmten Feiertagen zugeordnet Ruth Wochenfest Hoheslied Pessach Kohelet Laubhuttenfest Klagelieder Gedenktag der Tempelzerstorung Esther PurimfestUbersetzungen Hauptartikel Bibelubersetzung Von judischen Ubersetzern wurde die hebraische Bibel in verschiedene Sprachen ubersetzt Die alteste dieser Ubersetzungen ist die Septuaginta lateinisch fur siebzig altgriechisch ἡ metafrasis tῶn ἑbdomhkonta he metaphrasis tōn hebdomekonta Die Ubersetzung der Siebzig Abkurzung LXX Ab etwa 250 v Chr begannen hellenistische Juden zunachst mit der Ubersetzung der Tora in die griechische Koine Diese in den folgenden Jahrhunderten um weitere Bucher erganzte und uberarbeitete Ubersetzung war Grundlage sowohl fur judischen Philosophen wie Philo von Alexandria als auch fur die Autoren des Neuen Testaments Die bekannteste Ubersetzung in deutscher Sprache ist jene von Martin Buber und Franz Rosenzweig in vier Banden Die Schrift ab 1925 31 Rund hundert Jahre fruher machte sich das Team von Leopold Zunz daran den Tanach ins Deutsche zu ubersetzen die sogenannte Rabbinerbibel 32 Im 20 Jahrhundert sind weitere deutsche Ausgaben entstanden z B jene von Naftali Herz Tur Sinai 33 Die christliche Bibel Altes und Neues TestamentAltes Testament Mose empfangt von Gott die Tora eine Schriftrolle Mosaik San Vitale in Ravenna 6 Jahrhundert Hauptartikel Altes Testament Seit dem 3 Jahrhundert v Chr erarbeiteten Diasporajuden in Alexandria eine Ubersetzung der Tora in die griechische Verkehrssprache die Koine Das war notwendig denn wie epigraphische Quellen zeigen sprachen die Juden im Ptolemaerreich selbst Griechisch Ausserdem konnte man so die eigene Religion in den intellektuellen Zentren der Akademie und der Bibliothek Alexandrias ganz anders vertreten 34 Die Ubersetzung anderer Bucher des Tanach folgte spater im 2 und 1 Jahrhundert v Chr 35 und zog sich bei den zuletzt bearbeiteten Buchern Hoheslied Kohelet und Esra Nehemia noch bis ins 2 Jahrhundert n Chr hin 36 Diese Septuaginta genannte Ubersetzung lag auch dem Urchristentum grossenteils schon vor Wahrend der Umfang des griechischen Kanons nicht bekannt ist nimmt man an dass die Dreiteilung des judischen Kanons von Christen bewusst aufgegeben wurde Diese schufen offenbar fur ihre Septuaginta Codices eine Gliederung in vier Hauptteile Pentateuch Geschichtsbucher Hagiographen Propheten Indem sie die Propheten ans Ende ruckten stellten sie eine inhaltliche Verbindung zu den Schriften des Neuen Testaments her 35 Dazu wurde der dritte judische Kanonteil Ketuvim aufgelost Funf Bucher aus dieser Gruppe bildeten als Hagiographen einen eigenen Block die ubrigen wurden neu verteilt 37 Tanach Ketuvim Septuaginta Geschichtsbucher Septuaginta Hagiographen Septuaginta ProphetenbucherPsalmen PsalmenBuch Ijob Buch IjobSprichworter SprichworterBuch Rut Anhang zum Buch der Richter Hoheslied HohesliedKohelet KoheletKlagelieder Anhang zum Buch Jeremia Buch Ester Am Schluss der Geschichtsbucher Buch Daniel Am Schluss der Prophetenbucher nach Ezechiel Esra Nehemia Chronikbucher und Esra Nehemia nach den Buchern der KonigeChronikbucher Die unterschiedlichen Gliederungen von Tanach und Altem Testament der Septuaginta konnte man als Tora Perspektive und Propheten Perspektive charakterisieren Die Makrostruktur der Septuaginta findet sich bei allen Unterschieden im Detail auch in der Vulgata in der Lutherbibel und den meisten modernen christlichen Bibelubersetzungen Ausnahme Bibel in gerechter Sprache Darin wird ein geschichtstheologisches Schema Vergangenheit Gegenwart Zukunft erkennbar So offnet sich in der christlichen Bibel die Prophetie auf das sich anschliessende Neue Testament hin 38 Erich Zenger und Christian Frevel schlagen in Abwandlung davon eine vierteilige Struktur vor die sich im Alten und im Neuen Testament wiederhole 39 Altes Testament Neues TestamentTora Bleibende Grundlegung EvangelienBucher der Geschichte Vergangenheit ApostelgeschichteBucher der Weisheit Gegenwart ApostelbriefeBucher der Prophetie Zukunft Offenbarung des JohannesPaulus als Leser der Septuaginta Paulus von Tarsus entwickelte sein Selbstverstandnis sein Israelverstandnis und seine Christusbotschaft durch das Studium des Buchs Jesaja in der griechischen Fassung der Septuaginta Dabei war er anscheinend frei den Wortlaut des Textes zu variieren um sein Textverstandnis deutlich zu machen 40 Eine Schlusselstelle ist Rom 10 19 21 EU Interessant ist hier die Reihenfolge Zuerst zitiert Paulus Moses Dtn 32 21 EU nach der Septuaginta und dann Jesaja Jes 51 20 21 EU die beide als redende Personen vorgestellt werden Jesaja entfaltet den Inhalt der Moseworte 41 Das Neue Testament setzt den ganzen Tanach als Basis des judischen Gottesdienstes voraus etwa bei Jesu Antrittspredigt in Nazareth die nach Lk 4 14 21 EU mit einer Lesung der Schrift begann Vom Gesetz ist oft im Zusammenhang mit Tora Auslegungen Jesu die Rede etwa zu Beginn der Bergpredigt Mt 5 18 EU bekraftigt die kanonische Geltung der Tora bis zur Parusie Wahrlich ich sage euch Bis Himmel und Erde vergehen wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tupfelchen vom Gesetz bis alles geschieht Haufig stehen Gesetz und Propheten als Kurzel fur die Gesamtheit der biblischen Uberlieferung vom Bundeswillen Gottes Auch eine dreigliedrige Form des Tanach wird im Mund des Auferstandenen fur die Christen verbindlich gemacht Lk 24 44 EU Es muss alles erfullt werden was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose in den Propheten und in den Psalmen Die sogenannten deuterokanonischen Schriften wurden in die Vulgata die lateinische Ubersetzung der Septuaginta aufgenommen Daher enthalt das romisch katholische AT 46 Bucher Der orthodoxe Bibelkanon umfasst zudem das Gebet des Manasse ein sogenanntes 1 Buch Esra so dass das hebraische Esra Buch als 2 Buch Esra gilt 3 Makkabaer Psalm 151 4 Makkabaer und in den slawischen Kirchen eine Esra Apokalypse auch bekannt als 4 Esra Die evangelischen Kirchen dagegen erkennen im Anschluss an die Lutherbibel nur den Tanach als kanonisch an teilen ihn aber in 39 Bucher ein mit dem NT also 66 und ordnen sie anders an In dieser Form blieb der judische Kanon im Protestantismus gultig Martin Luther stellte weitere von ihm ubersetzte Schriften der Septuaginta als Apokryphen ans Ende des AT und bewertete sie als der Heiligen Schrift nicht gleich gehalten und doch nutzlich und gut zu lesen In uberkonfessionellen oder okumenischen Bibelubersetzungen stehen diese Bucher optisch abgesetzt am Ende des AT Neues Testament Hauptartikel Neues Testament Das Christentum scheint soweit erkennbar von Anfang an den Kodex gegenuber der Schriftrolle bevorzugt zu haben Die Grunde dafur sind nicht bekannt moglicherweise boten sich die mit 15 bis 25 cm Hohe relativ kleinformatigen Kodizes aus praktischen Grunden an oder waren preisgunstiger 42 Reste von Papyruskodizes mit griechischen alt und neutestamentlichen Texten stammen aus dem 2 und 3 Jahrhundert Das alteste bekannte Fragment des NT uberhaupt ist der Papyrus P displaystyle mathfrak P 52 aus einem Kodex mit einem Text aus dem Johannesevangelium entstanden etwa um 125 Die altesten bekannten Codices die das ganze AT und ganze NT enthalten sind der Codex Sinaiticus und der Codex Vaticanus aus dem vierten und der Codex Alexandrinus aus dem funften Jahrhundert Solche grossen und aufwandig gestalteten Kodizes sind zeittypisch und wurden damals auch fur die Texte von Homer oder Vergil geschaffen 43 Das NT umfasste zur Zeit seiner endgultigen Begrenzung um 400 27 griechische Einzelschriften Alle zusammen erreichen insgesamt nur ein starkes Viertel des Umfangs des AT Diese 27 Bucher entstanden wohl uberwiegend zwischen 70 und 100 n Chr im Urchristentum Sie sind fast durchgangig in der damaligen Umgangssprache der griechischen Koine verfasst Zudem enthalten sie einige aramaische Begriffe und Zitate Aramaisch war die damalige Umgangssprache in Palaestina und die Muttersprache Jesu Das NT besteht aus funf erzahlenden Schriften namlich den vier Evangelien Matthausevangelium Markusevangelium Lukasevangelium Johannesevangelium sowie der Apostelgeschichte und aus Briefen an christliche Gemeinden und Einzelpersonen Paulusbriefe Katholische Briefe Brief an die Hebraer sowie der Offenbarung des Johannes einer Apokalypse Die Evangelien verkunden Jesus von Nazaret nacherzahlend als den im AT verheissenen Messias und bezeichnen ihn daher wie auch alle ubrigen NT Schriften als Jesus Christus Christos bedeutet der Gesalbte Die Apostelgeschichte erzahlt von der Ausbreitung des Christentums von der Grundung der Jerusalemer Urgemeinde an bis nach Rom Dabei bezieht sie sich standig auf biblische Uberlieferung Die Briefe geben Antworten auf Glaubensfragen und praktischen Rat fur viele Lebenslagen etwa Konflikte innerhalb der verschiedenen Gemeinden Bei der Kanonisierung des NT bestatigte die Alte Kirche auch die Bucher des Tanach als Wort Gottes Fast alle christlichen Konfessionen erkennen die 27 NT Schriften als kanonisch an Die syrisch orthodoxen Kirchen erkennen einige davon nicht an Die Johannesoffenbarung wird auch in den anderen orthodoxen Kirchen nicht offentlich verlesen Verhaltnis des NT zum AT Das Christentum nannte die viel altere judische Sammlung heiliger Schriften Altes Testament im Verhaltnis zu seinem Neuen Testament Der lateinische Begriff testamentum ubersetzt den griechischen Ausdruck diatheke der seinerseits das hebraische berith Bund Verfugung ubersetzt Er steht nicht wie in der antiken Umwelt fur ein zweiseitiges Vertragsverhaltnis sondern fur eine einseitige unbedingte Willenserklarung Dies bezieht sich im AT auf Gottes Taten und Bekundungen in der menschlichen Geschichte besonders auf seinen Bundesschluss mit dem ganzen Volk Israel am Berg Sinai nach der Offenbarung der Gebote Ex 24 EU Ihm gehen Gottes Schopfungsbund mit Noach Gen 9 EU die Berufung Abrahams zum Vater vieler Volker Gen 12 EU und der Bund mit Mose zur Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei voraus Ex 3 EU Zudem wird in der Prophetie ein neuer Bund verheissen Jer 31 EU der alle Volker einbeziehen werde Joel 4 EU Fur die Urchristen hat sich diese Verheissung in Jesus Christus als dem sterblicher Mensch gewordenen Wort Gottes erfullt In seinem Tod und seiner Auferstehung wurde fur sie Gottes letzter Wille offenbar Dieser ersetzte Gottes Bund mit dem judischen Volk aber nicht sondern erfullte und bekraftigte ihn so endgultig Jesus Christus habe die Tora in seiner Lebenshingabe erfullt so dass seine Auslegung massgebend geworden sei Darum bekraftigten die Urchristen einerseits die Geltung aller Gebote Mt 5 17 20 EU andererseits ihre Begrenzung auf die Zehn Gebote in Jesu Auslegung also die Konzentration auf die Gottes und Nachstenliebe Daher hoben sie viele andere Toragebote auf oder relativierten sie Die Judenchristen und Heidenchristen der Paulusgemeinden deuteten die Tora und ihre Rolle fur den eigenen Glauben verschieden Die Alte Kirche bewahrte den ganzen Tanach als Gottes endgultige schriftlich fixierte Offenbarung so dass er im Christentum Gottes Wort blieb Die Gegenuberstellung von altem und neuem Bund ist besonders auf den Exodus Israels und die Kreuzigung und Auferstehung Jesu bezogen Sie werden gemeinsam als jene Taten Gottes aufgefasst in denen er sein volles Wesen zeigt Sein letzter Wille widerspricht seinem ersten Willen nicht sondern bestatigt und erneuert ihn fur die ganze Welt In der Kirchengeschichte wurde alt jedoch bis 1945 meist als veraltet uberholt und somit als Herabsetzung und Entwertung des Judentums gedeutet Dieses galt als verblendete zum Untergang bestimmte Religion Das Selbstopfer Jesu Christi am Kreuz habe die Sinaioffenbarung die Kirche habe das erwahlte Volk Israel abgelost Gott habe Israel enterbt und den Christen die Verheissungen ubergeben so dass Heil nur noch in der Taufe liege siehe Substitutionstheologie Erst nach dem Holocaust begann ein grundsatzliches Umdenken Seit den 1960er Jahren ubersetzten viele Theologen Altes als Erstes Testament oder ersetzten den Begriff durch Hebraische oder Judische Bibel um Vorrang und Weitergeltung des Bundes Gottes mit Israel dem Judentum zu betonen und die Abwertung seiner Religion und Bibelauslegung zu uberwinden Heute stimmen fast alle christlichen Konfessionen darin uberein dass beide Teile gleichberechtigt die christliche Bibel ausmachen und ihre Deutung wechselseitig aufeinander angewiesen ist Die christliche Exegese interpretiert AT Texte zunachst aus ihrem Eigenkontext um eine voreilige Deutung vom NT her zu vermeiden So sprach der Alttestamentler Walther Zimmerli von einem auch durch das NT nicht abgegoltenen Verheissungsuberschuss des AT den gerade Jesus Christus selbst durch seine anfangliche Erfullung bekraftigt habe 44 Normativer Anspruch als Wort Gottes Die meisten Richtungen im Christentum lehren dass Gott die biblische Uberlieferung lenkte und inspirierte ihre Schreiber also vom Heiligen Geist bewegt und vor schwerwiegenden Fehlern bewahrt wurden Sie fassen den Text ihrer Bibel aber nicht vollstandig als direktes Ergebnis gottlicher Eingebung oder gottlichen Diktats auf sondern als menschliches Zeugnis das Gottes Offenbarungen enthalt reflektiert und weitergibt Im Katholizismus und in der lutherischer Orthodoxie galt lange Zeit die Theorie der Verbalinspiration Manche Evangelikale setzen den Bibeltext unmittelbar mit Gottes Offenbarung gleich und schreiben seinem Wortlaut daher eine Irrtumsfreiheit Inerrancy zu Diese Auffassung wird oft als Biblizismus oder biblischer Fundamentalismus bezeichnet Er reagiert auf die als Angriff auf den Glauben empfundene historische Historisch kritische Methode seit der Aufklarung Fur alle Christen ist Jesus Christus seine Person und sein Werk das massgebende alle ausseren Worte erhellende Zentrum der Bibel Seine Kreuzigung und Auferstehung gelten fur sie als Wendepunkt der Heilsgeschichte Eine Analyse des Verhaltnisses von Bibel und Wort Gottes stutzt sich auf die Aussagen der Bibel und zeigt dass der Begriff Wort Gottes in der Bibel in dreifacher Weise vorkommt fur prophetische Ausspruche fur die zentrale Heilsbotschaft d h das Evangelium und manchmal fur Jesus Christus 45 Fur romische Katholiken erlangte die Bibel ihre Autoritat als Wort Gottes erst durch das Lehramt des Papstes der auch den Bibelkanon endgultig festgelegt habe Fur sie ist die Uberwindung der Erbsunde durch Jesu stellvertretendes Suhneopfer daraufhin das Zusammenwirken von menschlicher Bemuhung und Gottes Gnadenangebot Synergismus zentraler Inhalt der Bibel und Massstab ihrer Auslegung Fur Protestanten ist es im Anschluss an Martin Luther das Gnadengeschenk Jesu Christi ohne jedes eigene Zutun Fur die Liberale Theologie ist es das menschliche Vorbild des historischen Jesus das die grenzenlose Gottesliebe bestatigt Die evangelischen Konfessionen betrachten die ganze Bibel als alleinigen Massstab ihres Glaubens als norma normans siehe auch sola scriptura Der Theologe Dietrich Kuessner formuliert 46 Das Bekenntnis ist im Verhaltnis zur Bibel nachgeordnet eine bereits von der Schrift gepragte Norm norma normata Demnach haben sich alle Glaubensausserungen Bekenntnisschriften und Dogmen an der Bibel zu messen und sollen ihr daher nicht widersprechen In der katholischen Kirche ist das papstliche Lehramt die massgebende und letzte Autoritat zur Schriftauslegung zudem wird die Kirchliche Tradition oft als gleich mit der Bibel angesehen Die evangelische Kirche lehnt dieses ubergeordnete Amt und die starke Stellung der Tradition ab da beides nicht biblisch begrundet sei Hier gibt es faktisch keine einheitliche Lehre da die Schriftauslegung nach den lutherischen und reformierten Bekenntnisschriften letztlich Sache des Heiligen Geistes bleibt Dieser offenbare die Wahrheit des Wortes Gottes dem einzelnen Gewissen des Glaubigen Ubersetzungen Seit etwa 200 verwendeten die orthodoxen Kirchen Bibeln in der jeweiligen Landessprache Fur die katholische Kirche blieb seit 400 die lateinische Vulgata massgebend Hieronymus hatte sie geschaffen als Latein noch Umgangssprache war In den spateren romanischen germanischen und keltischen Gebieten Westeuropas wurde die Bibel dann weiterhin fast nur auf Lateinisch verbreitet Die heute in allen christlichen Bibelausgaben ubliche und weitgehend einheitliche Einteilung des Textes in Kapitel fuhrte Stephen Langton Erzbischof von Canterbury im Jahr 1205 in die Vulgata ein Die Einteilung des NT in Verse fuhrte der Pariser Buchdrucker Robert Estienne 1551 an einer griechischen und lateinischen Bibelausgabe erstmals durch Ohne die sieben deuterokanonischen Bucher umfasst die Bibel 66 Bucher mit 1189 Kapiteln und mehr als 31 150 Versen 47 Im 4 Jahrhundert ubersetzte der gotische Bischof Wulfila ein Anhanger des Arianismus die Bibel in die Gotische Sprache die nach ihm benannte Wulfilabibel Im Spatmittelalter entstanden weitere Bibelubersetzungen darunter die von Petrus Valdes John Wycliff Jan Hus und William Tyndale Besonders die Reformatoren sahen den direkten Zugang zur Bibel in der Landessprache als wesentlich fur den christlichen Glauben an Die Ubersetzungen Martin Luthers und Ulrich Zwinglis 1522 bis 1534 wurde erstmals einer grosseren Leserschaft im deutschen Sprachraum zuganglich Massgeblichen Beitrag dazu leistete die Erfindung des Buchdrucks Die weit verbreitete Lutherbibel bahnte die Entwicklung zur deutschen Schriftsprache und die Bibelkritik der Aufklarung an Gedruckt wurde sie in der Schwabacher Schrift Als Reaktion auf die volkssprachlichen Bibelubersetzungen der Reformierten entstanden katholische Korrekturbibeln Zu den qualitativ anerkannten heutigen deutschsprachigen Bibelubersetzungen gehoren die zuletzt 2017 revidierte Lutherbibel die Elberfelder Bibel die Zurcher Bibel und die Einheitsubersetzung Zu den gangigen freieren Ubertragungen gehoren die Schlachter Bibel die Gute Nachricht Bibel die Hoffnung fur alle Neues Leben Bibel und die BasisBibel Im Marz 2018 existierten Gesamtubersetzungen in 674 Sprachen und Teilubersetzungen in 3324 Sprachen 48 Damit waren in den vier Jahren zuvor 163 Gesamtubersetzungen hinzugekommen 49 Verbreitung und Sammlungen Die christliche Bibel ist das meistgedruckte am haufigsten ubersetzte und am weitesten verbreitete Buch der Welt Allein 2014 wurden weltweit fast 34 Millionen vollstandige Bibeln verbreitet 50 Dafur setzen sich Bibelgesellschaften wie die Deutsche Bibelgesellschaft das Katholische Bibelwerk und die evangelikale Organisation Wycliff ein Zur Verbreitung biblischer Erzahlungen tragen auch Bilderbibeln Armenbibeln und Kinderbibeln sowie seit langer Zeit auch bildliche Darstellungen 51 biblischer Geschichten bei Neben handlichen Bibeln zum personlichen Gebrauch gibt es aufwandig bearbeitete Studienbibeln mit umfangreichen Kommentaren und Verzeichnissen und fur den liturgischen Gebrauch dekorativ gestaltete Altarbibeln oder Bibelteile Lektionar Sowohl das Alte als auch das Neue Testament liegen als Horbuch Ausgaben im mp3 Format vor 52 Mittlerweile ist auch eine grosse Zahl von Online Bibeln kostenlos verfugbar Historische Bibeln werden in Bibelmuseen bewahrt und gesammelt darunter die British Library 53 Wurttembergische Landesbibliothek die Herzog August Bibliothek in Wolfenbuttel 54 und weitere Bibel im Islam Abraham Moses und Jesus im Gebet geleitet von Mohammed mittelalterliches persisches Manuskript Der Islam betrachtet die Bibel als Offenbarungszeugnis Gottes das Menschen teilweise verfalscht haben Der Koran hat eine Reihe biblischer und apokrypher Geschichten und Lehren ubernommen und variiert die Mohammed wahrscheinlich mundlich aus Inhalten der syrischen Kirche uberliefert wurden Er nennt die Tora Taurat die Psalmen Zabur und das Evangelium Indschil Heilige Schriften die von Gott stammen aber spater von Menschen verandert teils sogar verfalscht worden seien Wir haben die Herzen der Kinder Israel verhartet so dass sie die Worte der Schrift entstellten und sie vergassen einen Teil von dem womit sie erinnert worden waren Und von denen die sagten Wir sind Nasara Nazarener habe wir ihre Verpflichtung entgegengenommen Aber dann vergassen sie einen Teil von dem womit sie erinnert worden waren Sure 5 13f Daher sind viele Muslime mit wichtigen Inhalten der Bibel vertraut wenn auch in koranischer Version die oft den biblischen Wortlaut verkurzt verandert paraphrasiert und von seinem Eigenkontext lost Diese interpretierende Wiedergabe ist fur sie massgebend entsprechend dem Anspruch des Korans der sich als endgultige Offenbarung Allahs versteht die alle fruheren Offenbarungen aufnimmt und ihre Wahrheit wiederherstellt Der Koran sieht in den biblischen Geschichten die er nacherzahlt Mohammeds Kommen und seine Berufung zum Siegel der Propheten Gottes vorgebildet und prophezeit Huseyn al Dschisri deutete 114 Stellen in der Bibel vor allem den parakletos Beistand Fursprecher in Joh 14 26 EU 15 26 27 EU 16 7 13 EU als Hinweise auf Mohammeds Prophetentum Parallelen zur Urgeschichte der hebraischen Bibel sind im Koran das psalmenartige Lob des Schopfers z B in Sure 87 1 3 die Bestimmung Adams und seiner Frau Eva wird nie namentlich genannt zum Statthalter auf Erden und ihre Vertreibung aus dem Paradies Sure 2 30 36 ihre Wiederannahme Sure 20 122 der Koran erwahnt keine Erbsunde der Brudermord Sure 5 27 32 die Sintflut und Noahs Rettung Dieser ist nach Adam Gottes erster Gesandter der vergeblich zur Abkehr von falschen Gottern ruft Sure 40 36f Der Koran nennt 20 Figuren der Bibel die dort nicht alle als Propheten gelten als Vorlaufer Mohammeds Besonders Abraham der Freund Gottes ist fur den Koran Vorbild des wahren Glaubigen Er habe wie auch nachbiblische judische Uberlieferung erzahlt erkannt dass Gott machtiger als Gestirne ist Sure 6 78f Die ihm folgten ohne Juden oder Christen zu werden Hanifen sind den Muslimen gleichwertig Sure 21 51 70 Ihm wurde auch im Koran ein Sohn verheissen den er opfern sollte Sure 37 99 113 Dabei deuten die Muslime diese Geschichte nicht auf Isaak sondern auf Ismael den von der Magd Hagar geborenen altesten Sohn Abrahams der als Stammvater der Araber gilt Abraham und Ismael sollen gemass Sure 2 125 die Kaaba als erstes Gotteshaus in Mekka gegrundet haben Von Joseph Jakobs zweitjungstem Sohn erzahlt Sure 12 Moses wird in 36 Suren erwahnt Er ist auch im Koran der mit Gott unmittelbar redende Prophet Sure 4 164 der sein Volk Israel aus Agypten befreite und ihm die Tora vermittelte Die Zehn Gebote liegen Sure 17 22 39 zugrunde Konig David empfangt und ubermittelt als Prophet die Psalmen Salomos grosse Weisheit preist Sure 21 78f Von den Figuren des Neuen Testaments stellt der Koran Maryam Maria Mutter Jesu Johannes den Taufer Sure 3 38 41 19 2 15 21 89f und Isa bin Maryam Jesus der Sohn der Maria besonders heraus Letzterer habe die Aufgabe das Volk Israel zum Gesetzesgehorsam zuruckzurufen und den Christen das Evangelium als schriftliche Offenbarungsurkunde zu vermitteln Er verkunde wie Mohammed Gottes kommendes Endgericht aber nur als Mensch der aus Sicht des Koran nicht gekreuzigt wurde Sure 4 157 Seine Auferstehung wird daher nur angedeutet Die jungfrauliche Geburt wird im Koran ebenso bezeugt wie Jesus als der verheissene Messias das Wort Gottes und ein Mensch frei von Sunde Als Gesandte Gottes sind diese Propheten im Koran moralische Autoritaten sodass er von ihren in der Bibel geschilderten dunklen Seiten z B Davids Ehebruch und Mord nichts berichtet Bibelkritik Hauptartikel Kontroversen um die Bibel Im Judentum setzt die Bibelkritik erst spat ein Im Christentum gibt es seit etwa 1700 immer wieder Diskussionen daruber inwiefern die biblischen Erzahlungen als historische Berichte gelten konnen Dabei treffen verschiedene Auffassungen aufeinander Fruhe Bibelkritik Histoire critique du vieux testament von Richard Simon Neuauflage 1685 Quellenlage Ein Problem der Bibelwissenschaft ist dass es keine Originalmanuskripte der biblischen Bucher gibt Zum Beispiel stammen die altesten erhaltenen oder bekannten Manuskripte des Neuen Testaments aus dem 2 Jahrhundert und sind damit mindestens hundert Jahre nach Jesu Tod entstanden Selbst aus dieser Zeit gibt es nur wenige erhaltene Seiten Die altesten erhaltenen Vollbibeln entstanden erst im 4 Jahrhundert Codex Vaticanus Codex Sinaiticus Zuweilen wird als Problem empfunden dass die Verfasser der Evangelien unbekannt sind und sich nur indirekt etwas uber sie ihren Lebensraum ihre Intention und ihre Adressatengruppen erschliessen lasst Die Verlasslichkeit ihrer Berichte kann daher angezweifelt werden 55 Formkritik Die in der Neuzeit entwickelte historisch kritische Exegese versucht die jeweilige literarische Form der Texte der Bibel zu erfassen im Rahmen der Literar und Formkritik Demnach erzahle die Bibel nicht Geschichte sondern Heilsgeschichte Der historische Gehalt der biblischen Erzahlungen wird dann in ihren verschiedenen Teilen sehr unterschiedlich beurteilt einem Teil der Bibel wird hohe geschichtliche Zuverlassigkeit zugeschrieben Die Evangelien verstehen sich nach Meinung der Historisch Kritischen als Frohe Botschaft Ihr Ziel sei den Glauben an den auferstandenen Jesus Christus zu bezeugen Den Evangelien sei zwar historisch zuverlassiges Material zu entnehmen wichtiger aber sei es die Glaubensbotschaft der Evangelien verstandlich und lebendig zu machen Auf Grund von Bibeltexten wie dem Beginn des Lukasevangeliums Lk 1 1 4 EU oder dem Ende des Johannesevangeliums Joh 20 31 EU betrachten konservative Theologen Bibeltexte als historische Berichte 56 Die Haltung zur Bibel wird dann auch in Glaubensbekenntnissen festgehalten etwa in der Basis der Evangelischen Allianz von 1970 Demnach ist die Bibel als inspirierte Heilige Schrift in allen Fragen des Glaubens und der Lebensfuhrung vollig zuverlassig 57 Ein Teil der evangelikalen Bewegung formuliert noch scharfer und sagt dass die Bibel in allem was sie lehrt ohne Irrtum oder Fehler sei und schliesst dabei auch Aussagen im Bereich der Geschichte und Naturwissenschaft mit ein Biblischer Fundamentalismus 58 Nichttheologische Wissenschaftler verstehen die Bibel haufig als ein literarisches Werk teilweise als Weltliteratur Gattungsgeschichtlich gehoren die Texte in die literarischen Kategorien Prolog Liebeslied Hymnus Paradoxon Monolog Dialog Ratsel Ellipse Gebet Gleichnis Parabel Gedicht Brief und Geschichtsschreibung Die Texte stellen eine wertvolle Quellensammlung fur die Erforschung ihrer jeweiligen Entstehungszeit dar Die Historizitat der Erzahlungen selbst wird von einigen als relativ gering eingeschatzt Weniger weit verbreitet ist der Glaube bei der Bibel handele es sich um ein magisches Buch mit welchem wichtige Ereignisse in der Zukunft vorhergesehen werden konnten Manche Menschen haben einige Zeit ihres Lebens damit verbracht den vermuteten Bibelcode zu entschlusseln um an die geheimen Botschaften zu gelangen Die Existenz eines solchen Codes konnte nicht bewiesen werden Siehe auch Portal Bibel Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema BibelLiteraturUberblicks und Nachschlagewerke Tim Dowley Hrsg Der grosse Bibelfuhrer Brunnen Giessen 2011 ISBN 978 3 7655 1487 6 Manfred Gorg Bernhard Lang Hrsg Neues Bibellexikon 3 Bande Patmos Verlag Dusseldorf 2008 ISBN 978 3 545 23077 4 Hans Josef Klauck und andere Hrsg The Encyclopedia of the Bible and its Reception Walter de Gruyter Berlin New York 2009 ISBN 978 3 11 019904 8 Franz Kogler Hrsg Herders Neues Bibellexikon Herder Freiburg Breisgau u a 2008 ISBN 978 3 451 32150 4 Klaus Koch und andere Hrsg Reclams Bibellexikon 7 uberarbeitete und erweiterte Auflage Leipzig 2004 ISBN 3 15 010555 2 John F MacArthur Basisinformationen zur Bibel Bielefeld 2003 ISBN 3 89397 644 2 online Annemarie Ohler dtv Atlas Bibel 5 korrigierte Auflage Deutscher Taschenbuch Verlag Munchen 2011 ISBN 978 3 423 03326 8 Fritz Rienecker und andere Hrsg Lexikon zur Bibel Personen Geschichte Archaologie Geografie und Theologie der Bibel SCM R Brockhaus Witten 2013 ISBN 978 3 417 26550 7 Henry Wansbrough Der Bibel Guide Theiss Stuttgart 2014 ISBN 978 3 8062 2892 2 Wolfgang Zwickel Die Welt des Alten und Neuen Testaments Ein Sach und Arbeitsbuch Calwer Stuttgart 1997 ISBN 3 7668 3412 6 Fachliteratur Jurgen Ebach Richard Faber Hrsg Bibel und Literatur Wilhelm Fink Verlag 2 Aufl Munchen 1998 ISBN 3 7705 2974 X Herbert Hunger Geschichte der Textuberlieferung der antiken und mittelalterlichen Literatur 2 Bande 1961 1964 2 Auflage dtv 1988 ISBN 3 423 04485 3 Michael Landgraf Bibel Einfuhrung Materialien Kreativideen Calwer Verlag Stuttgart 3 Aufl 2013 ISBN 978 3 7668 4269 5 Bernhard Lang Die Bibel Eine kritische Einfuhrung F Schoningh Paderborn 1990 ISBN 3 506 99409 3 Hanna Liss Tanach Lehrbuch der judischen Bibel Schriften der Hochschule fur Judische Studien Band 8 Universitatsverlag Winter 4 vollig neu uberarbeitete Auflage Heidelberg 2019 ISBN 978 3 8253 6850 0 Gerhard Lohfink Jetzt verstehe ich die Bibel Ein Sachbuch zur Formkritik 13 Auflage Katholisches Bibelwerk Stuttgart 1986 ISBN 3 460 30632 7 Wolfhart Pannenberg Theodor Schneider Verbindliches Zeugnis Band 1 Kanon Schrift Tradition Dialog der Kirchen Band 7 Herder Freiburg im Breisgau 1992 ISBN 3 451 22868 8 399 Seiten Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften C H Beck Munchen 2019 ISBN 978 3 406 73946 0 Popularwissenschaftliches Jeffrey Geoghegan Die Bibel fur Dummies Wiley VCH 2006 ISBN 3 527 70253 9 Die Geschichte der Bibel Von den Tontafeln uber Qumran bis heute 4 Auflage Christliche Literatur Verbreitung Bielefeld 1998 ISBN 3 89397 267 6 online Werner Keller Und die Bibel hat doch recht Forscher beweisen die Wahrheit des Alten Testaments 1955 Ullstein Berlin 2009 ISBN 978 3 548 37246 4 Nelson Beecher Keyes Vom Paradies bis Golgatha Die Geschichte der biblischen Welt in Wort und Bild mit vielen Karten Amerikanische Originalausgabe Story of the Bible Word C S Hammond amp Co 1959 und 1962 Ubersetzt von Werner Buhre Das Beste Stuttgart Zurich Wien 1964 Johannes Maria Lehner Und die Bibel hat doch NICHT Recht Dichtung und Wahrheit Das Buch der Bucher im Licht von Wissenschaft Vernunft und Moral Historia Ulm Wiblingen 2005 ISBN 3 9808691 1 3 Volker Neuhaus Bibel DuMont Koln 2005 ISBN 3 8321 7635 7 Carel van Schaik Kai Michel Das Tagebuch der Menschheit Was die Bibel uber unsere Evolution verrat Rowohlt Verlag Reinbek bei Hamburg 2016 ISBN 978 3 498 06216 3WeblinksBibelausgaben und Ubersetzungen Hauptartikel Bibelausgabe Hebraische und griechische Bibelausgaben der Deutschen Bibelgesellschaft Bibleserver com Bibelubersetzungen in 21 Sprachen Deutsche Bibelgesellschaft Informationen Karin Schopflin Bibel In Michaela Bauks Klaus Koenen Stefan Alkier Hrsg Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet WiBiLex Stuttgart 2006 ff Bibelwissenschaft de Das Bibellexikon Private Homepage des katholischen Systematikers Herbert Frohnhofen Aktuelle Literatur zur Bibelauslegung Verbreitung des christlichen Glaubens e V Bibelkommentare de freikirchlich Literarische Rezeption Forum fur literarische Bibelinterpretation Die Bibel als Meisterwerk der Literatur Lieder die durch Bibeltexte gepragt sind sortiert nach BibelstellenArbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Die Bibel neu als Schatz entdecken Wiktionary Bibel Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Commons Bibel Album mit Bildern Videos und Audiodateien Wikisource Bibel Quellen und Volltexte Wikiquote Bibel Zitate Wikiquote Evangelium ZitateEinzelnachweise Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 12 Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 14 f Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 16 f Friedrich Kluge Alfred Gotze Etymologisches Worterbuch der deutschen Sprache 20 Auflage hrsg von Walther Mitzka De Gruyter Berlin New York 1967 Neudruck 21 unveranderte Auflage ebenda 1975 ISBN 3 11 005709 3 S 73 Karin Schoepflin Bibel 2006 S 1 Bauer Aland Griechisch deutsches Worterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der fruhchristlichen Literatur 6 vollig neu bearbeitete Auflage Berlin New York 1988 Sp 281 f a b c d Reinhold Bohlen Bibel einleitungswissenschaftlich I Begriff In Walter Kasper Hrsg Lexikon fur Theologie und Kirche 3 Auflage Band 2 Herder Freiburg im Breisgau 1994 Sp 362 363 hier Sp 363 a b Christoph Levin Das Alte Testament 4 Auflage Munchen 2010 S 17 Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 21 Bauer Aland Griechisch deutsches Worterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der fruhchristlichen Literatur 6 vollig neu bearbeitete Auflage Berlin New York 1988 Sp 331 f Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 32 34 Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 29 Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 36 Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 44 f Angelika Berlejung Quellen und Methoden In Jan Christian Gertz Hrsg Grundinformation Altes Testament Eine Einfuhrung in Literatur Religion und Geschichte des Alten Testaments 6 uberarbeitete und erweiterte Auflage Gottingen 2019 S 21 58 hier S 26 a b Angelika Berlejung Quellen und Methoden In Jan Christian Gertz Hrsg Grundinformation Altes Testament Eine Einfuhrung in Literatur Religion und Geschichte des Alten Testaments 6 uberarbeitete und erweiterte Auflage Gottingen 2019 S 21 58 hier S 27 Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 57 f Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 207 Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 42 Emanuel Tov sieht die Zasur mit dem Tempelzerstorung im Jahr 70 als gegeben an wahrend andere die Zasur erst am Ende des Bar Kochba Aufstandes 136 ansetzen Angelika Berlejung Quellen und Methoden In Jan Christian Gertz Hrsg Grundinformation Altes Testament Eine Einfuhrung in Literatur Religion und Geschichte des Alten Testaments 6 uberarbeitete und erweiterte Auflage Gottingen 2019 S 21 58 hier S 27 f Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 40 f Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 210 Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 210 f Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 58 Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 175 Hier zitiert nach Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 181 f Welche Bucher Josephus unter den 13 Buchern der Propheten und unter den 4 Buchern mit Hymnen und Lebensanweisungen eingruppierte ist unbekannt Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 22 Auf 24 Bucher kommt man wenn 1 2 Sam 1 2 Kon 1 2 Chr Esr Neh und das Zwolfprophetenbuch als je ein Buch gezahlt werden Um die Zahl von 22 Buchern zu erreichen kann man das Ricterbuch und das Buch Rut sowie das Jeremiabuch und die Klagelieder Jeremias zusammenfassen ebd Daniel Stokl Ben Ezra Qumran Die Texte vom Toten Meer und das antike Judentum Judische Studien Band 3 Tubingen 2016 S 187 f Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 22 24 Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 25 f siehe auch Bucher der Konige Martin Buber Franz Rosenzweig Die Schrift Stuttgart 1992 ISBN 3 438 01491 2 Die Buber Rosenzweig Verdeutschung wird in vielen Lehrhausern und Bibelkreisen benutzt Leopold Zunz Die vierundzwanzig Bucher der Heiligen Schrift nach dem Masoretischen Text 1837 Neuausgaben Victor Goldschmidt Basel 1995 ISBN 3 85705 002 0 Sinai Verlag Tel Aviv 1997 ISBN 3 929895 11 0 hebraisch deutsch Wird von vielen Judaisten benutzt der hebraische Text ist mitabgedruckt Zunz selbst hat dabei lediglich die beiden Chronikbucher ubersetzt bis zur 17 Auflage hiess es korrekt Unter der Redaktion von Dr Zunz ubersetzt von A Arnheim Dr Julius Furst Dr M Sachs Naftali Herz Tur Sinai Die Heilige Schrift ins Deutsche ubertragen 3 Auflage Neuhausen Stuttgart 1997 Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 60 Sehr wortliche Ubersetzungen Pentateuch Psalmen stehen relativ freien Ubersetzungen etwa im Jesajabuch gegenuber a b Albert de Pury Der Kanon des Alten Testaments In Thomas Romer et al Hrsg Einleitung in das Alte Testament Die Bucher der Hebraischen Bibel und die alttestamentlichen Schriften der katholischen protestantischen und orthodoxen Kirchen TVZ Theologischer Verlag Zurich 2013 S 3 24 hier S 6 Heinz Josef Fabry Der Text und seine Geschichte In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 37 66 hier S 60 Christoph Levin Das Alte Testament 4 Auflage Munchen 2010 S 19 f Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 31 34 Erich Zenger Christian Frevel Heilige Schrift der Juden und der Christen In Christian Frevel Hrsg Einleitung in das Alte Testament 9 aktualisierte Auflage Stuttgart 2016 S 11 36 hier S 35 Wolfgang Kraus Die Septuaginta als Bruckenschlag zwischen Altem und Neuem Testament In Heinz Josef Fabry Ulrich Offerhaus Hrsg Im Brennpunkt Die Septuaginta Studien zur Entstehung und Bedeutung der Griechischen Bibel Band 3 Stuttgart 2007 S 266 290 hier S 267 Wolfgang Kraus Die Septuaginta als Bruckenschlag zwischen Altem und Neuem Testament In Heinz Josef Fabry Ulrich Offerhaus Hrsg Im Brennpunkt Die Septuaginta Studien zur Entstehung und Bedeutung der Griechischen Bibel Band 3 Stuttgart 2007 S 266 290 hier S 274 f Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 24 f Konrad Schmid Jens Schroter Die Entstehung der Bibel Von den ersten Texten zu den heiligen Schriften Munchen 2019 S 25 Walther Zimmerli Grundriss der alttestamentlichen Theologie Stuttgart 1972 S 206 f Franz Graf Stuhlhofer Worte Gottes in der Bibel Gegen eine undifferenzierte Gleichsetzung von Bibel und Wort Gottes In Zeitschrift fur Theologie und Gemeinde 16 2011 S 66 89 Dietrich Kuessner Das Gesetz ist um des Menschen willen da Eine Auseinandersetzung mit Markus B Buning Bekenntnis und Kirchenverfassung Memento vom 23 April 2016 im Internet Archive bs cyty com 2002 abgerufen am 10 Marz 2018 RTF 21 kB Statistik in einem Bibel Abschreibeprojekt Zahlen und Fakten Stand der weltweiten Bibelubersetzungen die bibel de Marz 2018 abgerufen am 10 Marz 2018 Die Bibel in 511 Sprachen komplett ubersetzt Deutsche Bibelgesellschaft 15 Juli 2014 archiviert vom Original am 1 September 2014 abgerufen am 10 Marz 2018 Bibelverbreitung 2014 Bibelgesellschaften verbreiteten 428 Millionen Bibeln und Bibelteile Evangelische Nachrichtenagentur idea 20 Oktober 2015 Die Bibel in Bildern Schatzkammer der Malerei Englische Originalausgabe Orbis Publishing London Naumann amp Gobel Koln 1987 ISBN 3 625 10510 1 Die Bibel Die gesamte Lutherbibel als Horbuch Aretinus Gesellschaft fur Musikarchivierung Berlin 2006 2007 ISBN 978 3 939107 51 4 und ISBN 978 3 939107 52 1 The British Library Catalogue of Illuminated Manuscripts Bibeln Herzog August Bibliothek Wolfenbuttel abgerufen am 21 Juni 2013 Bart D Ehrman The New Testament and other early Christian writings a reader 2 Auflage Oxford University Press Oxford 2004 ISBN 0 19 515463 0 Bart D Ehrman The New Testament a historical introduction to the early Christian writings 5 Auflage Oxford University Press New York 2012 ISBN 978 0 19 975753 4 So etwa Franz Graf Stuhlhofer Auf der Suche nach dem historischen Jesus Uber die Glaubwurdigkeit der Evangelien und die Zweifel der Skeptiker Leun 2013 S 23 f Abgedruckt etwa bei Fritz Laubach Aufbruch der Evangelikalen Wuppertal 1972 S 101 Thomas Schirrmacher Hrsg Bibeltreue in der Offensive Die Drei Chicago Erklarungen zur biblischen Irrtumslosigkeit 1978 Hermeneutik 1982 und Anwendung 1986 Bonn 1993 S 19 zusammenfassende Erklarung S 22 Artikel XII Normdaten Werk GND 4006406 2 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Bibel amp oldid 216062111, wikipedia, wiki, deutsches

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