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Betriebswirtschaftslehre

Wie ihre Schwesterdisziplin, die Volkswirtschaftslehre (VWL) (englischeconomics), basiert die BWL auf der Annahme, dass Güter grundsätzlich knapp sind und dementsprechend einen wirtschaftlichen Umgang erfordern. Im Unterschied zur abstrakteren Volkswirtschaftslehre nimmt die BWL zumeist dabei die Perspektive von einzelnen Betrieben ein. Ziele sind die Beschreibung, Analyse und Erklärung sowie die konkrete Unterstützung der zumeist von mehreren Personen getragenen Entscheidungsprozesse in Unternehmen. Erkenntnisobjekt ist der Betrieb als Wirtschaftssubjekt und Entscheidungseinheit mit seinen betrieblichen Funktionen und allen wirtschaftlichen Vorgängen.

Der Begriff der „Handlungswissenschaft“ bzw. „Handelswissenschaft“ als Vorläufer der BWL aus dem 17. bis 18. Jahrhundert wandelte sich im Laufe der Zeit. Mit der Gründung der Handelshochschulen ab 1898 in Leipzig, Aachen und Wien bürgert sich die Bezeichnung „Handelsbetriebslehre“ ein. Um das Jahr 1910 wird „,Privatwirtschaftslehre‘ in den amtlichen Verkehr übernommen“. Nach 1918 kommt der Begriff der „Betriebswirtschaftslehre“ erstmals auf.

In der deutschsprachigen Literatur wird zuweilen davon ausgegangen, die Betriebswirtschaftslehre sei erst 1898 mit der Gründung der Handelshochschulen in Leipzig, Aachen, Köln und Wien entstanden, als das Fach in den Kanon der Wissenschaften aufgenommen wurde. Aber ihre Geschichte, von der nur wenige Zeugnisse erhalten geblieben sind, reicht zurück bis zu den um 2000 v. Chr. in den Büchern der Lebensweisheiten mehrerer Pharaonen erwähnten Handelsschulen Ägyptens, in denen Schreiben, Rechnen, Zahlungsabwicklung, Buchhaltung und Reiseplanung unterrichtet wurden.

Antike

Die ersten Schriften zur Betriebsführung stammen aus der Antike. Xenophon schilderte um 380 v. Chr. in seinem Oikonomikos das Prozedere des Getreidehandels, die Qualitätssteigerung der Produktion durch Arbeitsteilung und das unternehmerische Gewinnstreben. Aristoteles beschrieb um 350 v. Chr. in seiner Lehrschrift Über Haushaltung in Familie und Staat ebenfalls die Gewinnorientierung der wirtschaftenden Haushaltung und forderte ihre jederzeitige Solvenz sowie eine ausgeglichene Risikoverteilung. In seinem Werk De re rustica postulierte der Römer Columella im 1. Jahrhundert ein Controlling mittels Benchmarks, z. B. im Weinbau eine „ewige Rente“ von sechs Prozent pro Jahr.

Mittelalter

Im hohen Mittelalter verfasste der Syrer Scheikh Abu l´Fadl Gafar ben Ali ad Dimisqi das Buch über die Schönheiten des Handels (1174 n. Chr.). Darin erklärte er die Entstehung des Geldes, stellte eine Warenkunde zusammen, beschrieb die Warenkalkulation und begründete das Zustandekommen der Preise durch Angebot und Nachfrage.

1202 veröffentlichte der aus Pisa stammende Mathematiker Leonardo Fibonacci ein Rechenbuch (IL Liber Abaci), mit dem er das aus Indien über Bagdad nach Italien gelangte dezimale Zahlensystem erstmals in italienischer Sprache vorstellte und mit Beispielen aus dem Wirtschaftsleben veranschaulichte. Die Veröffentlichung hatte erheblichen Einfluss auf die Kaufmannschaft, die mit den „indischen Zahlen“ ihre Geschäfte besser quantifizieren und Entscheidungen rechnerisch leichter nachvollziehen konnte.

Die scholastische Wirtschaftslehre begann mit Thomas von Aquin (1225–1274), der allerdings kein ökonomisches Buch hinterlassen hat, sondern nur über sein Gesamtwerk verstreute wirtschaftstheoretische Aussagen. Thomas bejahte die Notwendigkeit des Handels unter der Bedingung, dass er dem Ausgleich mangelnder Waren zwischen Stadt und Land diene. Außerdem entwickelte er die Lehre des „gerechten Preises“ (lateinischjustum pretium) für beide Tauschpartner und beschäftigte sich mit der Handelsspanne. Für Thomas besitzen alle Güter einen „immanenten, inneren Wert“ (lateinischvalor intrinsecus), nicht jedoch Geld, das nur einen „aufgepfropften Wert“ (lateinischvalor impositus) besitze. Es ist nur Tauschmittel, Geldzins wird deshalb als Wucher verworfen.

Weiter führt das Werk von Bernhardin von Siena (1380–1444), der den Handel durch die Arbeitsteilung gerechtfertigt sah und ihn als Arbeitsleistung und Risikoübernahme verstand, die zu entgelten seien. Für Antonin von Florenz (1389–1459) und deutlicher noch für Antonio Maria Venusti (um 1560) waren der Preis das Ergebnis von Angebot und Nachfrage und die Handelsspanne durch die Kosten gerechtfertigt, welche der Handel verursacht – jedenfalls solange das darin enthaltene Entgelt des Händlers einem vernünftigen Zweck zugeführt wurde, z. B. dem Unterhalt der Familie und einer standesgemäßen Lebensführung.

Renaissance

In der Zeit der Renaissance entstanden in Oberitalien Handschriften, in denen das Know-how der Kaufmannsfamilien bewahrt wurde, um im Zweifelsfall nachzuschlagen oder es vom Vater auf den Sohn vererben zu können. Beschrieben wurde darin das Handelsgeschäft, die wichtigsten Handelsrouten, Handelsplätze und lokale Handelsusancen sowie die Methoden der Marktbeobachtung anhand des See- und des Überlandverkehrs. Außerdem waren in den Schriften „Tarife“ aufgeführt, etwa Tabellen mit Zöllen und Gebühren, aber auch mit Umrechnungen von Münzen, Maßen und Gewichten in unterschiedliche regionale Einheiten, um den Kontoristen die komplizierte Rechenarbeit abzunehmen. Veröffentlicht wurden die Schriften nicht, denn ihr Inhalt galt als Betriebsgeheimnis.

Die wirkungsvollste dieser Geheimschriften, den Libro di divisamenti di paesi e di misure di mercatantie e d’altre cose bisognevoli di sapere a mercatanti di diverse parti del mondo, verfasste um 1340 der Florentiner Kaufmann Francesco Balducci Pegolotti, der sich dabei möglicherweise auf eine 1279 verfertigte Arbeit eines unbekannten Autors aus Pisa stützte (in Frage käme die in Siena archivierte Handschrift: Hec est memoria de tucte le mercantie come carican le navi in Alexandria e il pesi come tornano duna terra addunaltra).

Wirkungsvoll war Pegolottis Schrift, weil sie nicht geheim blieb. Schon bald nach ihrer Fertigstellung soll sie einem Anonymus aus Venedig als Vorlage für ein Kaufmanns-Manual gedient haben (Tarifa zoè noticia dy pexi e mexure di luogi e tere che s´adovra marcadantia per el mondo). Im Jahre 1442 nutzte Giovanni di Bernardo aus Uzzano sie als Quelle für sein Werk Practica della Mercatura, das wiederum Giorgio di Lorenzo Chiarini aus Florenz 1458 in ein Kompendium aufnahm, in dem er auch die älteste theoretische Darstellung der Buchführung wiedergab, die Benedetto Cotrugli in seinem Werk Della Mercatura et del mercante perfetto hinterlassen hatte. Vermutlich auf dieses Kompendium griff Luca Pacioli zurück, als er 1494 seine Summa de Arithmetica, Geometria, Proportioni et Proportionalita verfasste, in deren Anhang er kommerzielle Fragen abhandelte und das System der doppelten Buchführung beschrieb. Die Summa erlangte große Bekanntheit, sodass Pacioli schließlich auch die Erfindung der Doppik zugeschrieben wurde – was er selbst nie beansprucht hat. Erst 1766 veröffentlichte Gian-Francesco Pagnini della Ventura die Kopie einer Kopie von Pegolottis Text als Band 4 einer Geschichte des Florentiner Finanzwesens (Della Decima e di varie altre gravezze imposte dal Commune di Firence della Moneta e della Mercatura dei Fiorentini fino al secolo XVI), und zwar unter dem von Bernardo da Uzzano erdachten Titel, unter dem das Werk seither bekannt ist: Practica della Mercatura.

Im deutschen Sprachraum wurde die erste mit dem Werk Pegolottis vergleichbare Schrift im Jahre 1511 verfasst. Auch sie war nur zum unternehmensinternen Gebrauch bestimmt und blieb daher geheim. Ihr Verfasser ist nicht bekannt und auch über die Identität der (vermutlich süddeutschen) Unternehmung, für die sie geschrieben wurde, kann nur spekuliert werden.

Erst im Jahre 1558 brach Lorenz Meder aus Nürnberg mit der Geheimniskrämerei, indem er seine kaufmännischen Notizen über die „verborgenen Künste, so bisher noch nie an den Tag gekommen“ unter dem Titel Handel Buch veröffentlichte. In Genua aber warfen die Kollegen noch im Jahre 1638 dem Kaufmann Giovanni Domenico Peri (1584–1639) Geheimnisverrat vor, als er die ursprünglich für seine Söhne gedachte Niederschrift seines kaufmännischen Wissens unter dem Titel Il Negotiante publizierte.

Heutzutage hält man den Autoren der Renaissance zuweilen vor, das kaufmännische Wissen ihrer Zeit nicht systematisch und nur lückenhaft abgehandelt, ihre persönlichen Erfahrungen zu stark in den Vordergrund gestellt und moralische Forderungen zum Verhalten von Unternehmern in ihrem persönlichen und betrieblichen Umfeld erhoben zu haben, die nicht Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre sein könnten. Inwieweit die Kritikpunkte dem Zeitgeist oder gar dem Zweck der Aufzeichnungen geschuldet sind, mag dahingestellt bleiben. Nicht zu bestreiten ist indes, dass der Betrieb als selbstständiger Organismus betrachtet wurde, den man vorderhand qualitativ, später mittels Buchhaltung und Kalkulation auch quantitativ zu erfassen suchte, womit Kapital und Kosten zu Erkenntnisobjekten wurden – auch wenn diese Begriffe noch nicht klar definiert waren. Die Schriften der Renaissance stellen jedenfalls eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Handlungswissenschaft im 17. und 18. Jahrhundert dar.

Zeit der systematischen Handlungswissenschaft

Als Begründer der Handlungswissenschaft gilt der Franzose Jacques Savary (1622–1690), der im Jahre 1675 das erste systematisch gegliederte Lehrbuch zur Betriebswirtschaft veröffentlichte: Le parfait Négociant. Darin fasste er das gesamte kaufmännische Wissen seiner Zeit zusammen, beschrieb das Handelsgeschäft und die damit verbundenen Risiken und schlug unter anderem vor, zur bilanziellen Bewertung des betrieblichen Vermögens das Niederstwertprinzip anzuwenden und für den periodengerechten Abschluss transitorische Posten vorzusehen.

Savary hatte großen Einfluss auf Paul Jacob Marperger (1656–1730) aus Nürnberg, der in seinem Hauptwerk Nothwendige und nützliche Fragen über die Kauffmannschafft ebenfalls das Handelsgeschäft beschrieb und die Handelsspanne rechtfertigte. Als Erster begründete er den wissenschaftlichen Anspruch des Fachs, indem er forderte, auf Universitäten öffentliche Professores Mercaturae zu verordnen.

Als Savarys eigentlicher Nachfolger im deutschen Sprachraum aber gilt Carl Günther Ludovici (1707–1778), der „sein Augenmerk allein auf das Zusammentragen und systematische Aufbauen des Stoffes“ richtete und mit seinem Werk „Eröffnete Akademie der Kaufleute oder vollständiges Kaufmannslexikon die beste Sammlung seiner Zeit schuf“ (Eduard Weber), in deren Anhang sich mit dem Grundriss eines vollständigen Kaufmanns-Systems eine systematische Darstellung der Handlungswissenschaft findet, die den Stoff gliedert in die Arten der Handels- und Handelshilfsbetriebe, die produktiven Faktoren (Waren, Personen, Sachmittel) sowie die Handelstätigkeit als Ein- und Verkauf.

Gestützt auf Ludovici, Marperger und Savary veröffentlichte Johann Carl May (1731–1784) im Jahre 1762 den Versuch einer allgemeinen Einleitung in die Handlungswissenschaften, wobei er als „Handlung“ jedwede Erwerbswirtschaft bezeichnete, also nicht nur den Warenhandel, sondern auch das Gewerbe, die Schifffahrt und sogar die Landwirtschaft. Durch das Buch, das zahlreiche Auflagen hatte, wurde das Fach vor allem bei Praktikern populär.

Im Jahre 1785 erschien das Gemeinnützige Lehrbuch der Handlungswissenschaft für alle Klassen von Kaufleuten und Handlungsstudierenden von Johann Heinrich Jung, genannt Stilling (1740–1817), das auf den Arbeiten von May und Ludovici gründete, den Stoff aber auf neue Weise ordnete, nämlich in Tausch (Warenkunde, Geldkunde, Handelskunde) und Expedition (Frachtkunde, Zahlungskunde, Kontorkunde).

Ihren Höhepunkt erreichte die Handlungswissenschaft, als Johann Michael Leuchs im Jahre 1804 sein Buch System des Handels veröffentlichte, das insgesamt vier Auflagen erlebte. Er gliederte den Stoff in Warenkunde, Handlung und Buchhaltung und begann, durch Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf „Preis- und Kursveränderungen, auf Assekuranzgeschäfte und verarbeitende Anstalten“ das Fach zu mathematisieren.

Im 19. Jahrhundert verflachte die handlungswissenschaftliche Literatur. Stattdessen entwickelte sich das Handelsschulwesen, das die in der aufkeimenden Industrie benötigten kaufmännischen Arbeitstechniken vermittelte, die heute zur Propädeutik der BWL gerechnet werden. Die großen Werke der Handlungswissenschaftler gerieten darüber in Vergessenheit. Die vielversprechenden Ansätze von Leopold Carl Bleibtreu, Jean-Gustave Courcelle-Seneuil, Arnold Lindwurm und Arwed Emminghaus in der Mitte des 19. Jahrhunderts blieben ohne Echo. Das von ihnen beschriebene betriebliche Faktorsystem findet sich immerhin 90 Jahre später bei Erich Gutenberg wieder.

20. Jahrhundert

Erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam es zu einer wissenschaftlichen Neubelebung der Disziplin. Auf die Erkenntnisse der Handlungswissenschaftler und ihrer Vorläufer wurde dabei jedoch kein Bezug genommen. Man fing quasi noch einmal bei null an. Den Schwerpunkt bildeten zunächst die „propädeutischen“ Fächer (kaufmännisches Rechnen, Buchhaltung, Kontorkunde und Korrespondenz) sowie Fremdsprachen. Hinzu kamen die Betriebsorganisation sowie spezielle Lehren des Warenhandels, des Bankgeschäfts, des Transportwesens und der Versicherungen. Nach der Jahrhundertwende begann die vertiefte Analyse des betrieblichen Rechnungswesens (Kostenrechnung, Bilanz).

Allgemein wird der Beginn einer systematischen und wissenschaftlich betriebenen Betriebswirtschaftslehre auf das Jahr 1902 datiert. Als erste spezialisierte Publikationen befassten sich die Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (ZfbF) (1906), Zeitschrift für Handelswissenschaft und Handelspraxis (1908–1929), deren Nachfolge Die Betriebswirtschaft (1930–2016) übernahm, mit der Materie. Die Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) folgte 1924. Für eine einheitliche Begriffsverwendung sorgte 1929 der Betriebswirt Erwin Geldmacher, der unter anderem die noch heute gültige Unterscheidung und Abgrenzung der Grundbegriffe wie Aufwand, Erfolg, Erlös, Ertrag, Leistung und Kosten vorschlug. Später kam es zu einer in die Geschichte eingegangenen Diskussion über das generelle Wesen und die zentralen Bezugspunkte der Betriebswirtschaftslehre, welche 1952 im eigentlichen Methodenstreit in der Betriebswirtschaftslehre zwischen Konrad Mellerowicz und Erich Gutenberg gipfelte. Der Streit erfolgte über den Bezug zum Wirtschaftssystem, die Stellung zur Volkswirtschaftslehre, die wissenschaftliche Methodik, das Erkenntnisobjekt, den Praxisbezug, die betrieblichen Ziele sowie schließlich über die Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre als normative, also auf ethische und praktische Normen gerichtete oder andererseits wertfreie, rational-theoretische Wissenschaft. Das Fach wurde als kaufmännische Betriebslehre, Handelswissenschaft, Privatwirtschaftslehre, Einzelwirtschaftslehre und Handelsbetriebslehre geführt, bevor sich die Bezeichnung Betriebswirtschaftslehre seit den 1920er Jahren durchsetzte.

Nach Fritz Schönpflug (1900–1936) gab es folgende Hauptströmungen der Betriebswirtschaftslehre:

Nach dem Zweiten Weltkrieg ordnete Erich Gutenberg mit seinem dreibändigen Werk die BWL von Grund auf neu, indem er betriebliche Funktionen (Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Finanzen) unterschied, Verbrauchsfunktionen in die Kostenrechnung einführte und die absatzpolitischen Instrumente (Preispolitik, Produktgestaltung, Werbung) beschrieb (Produktionsfaktoransatz). Er führte 1951 die Theorie der Anpassungsformen in die Produktionstheorie ein. Systematisch fortentwickelt wurde die BWL im deutschen Sprachraum u. a. von Hans Ulrich, der ihre Systemorientierung beleuchtete (Systemansatz), und von Edmund Heinen, der ihre Entscheidungsorientierung herausstellte sowie die Möglichkeit, betriebliche Entscheidungen mathematisch zu fundieren (Entscheidungstheoretischer Ansatz). Unter dem Einfluss der amerikanischen Managementlehren kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Herausbildung des Verhaltensansatzes bei Günther Schanz, der auch als Führungs- oder Managementansatz bezeichnet wird.

1960 brachte Günter Wöhe zum ersten Mal das – inzwischen als Standardwerk anerkannte – Kompendium Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre heraus, das regelmäßig aktualisiert und seit 2008 von Ulrich Döring und seit 2016 von Gerrit Brösel weitergeführt wird. In diesem Werk, das mittlerweile ein Millionenseller ist, werden weitere Ansätze der Betriebswirtschaftslehre vorgestellt.

Abhandlungen zur Geschichte der BWL und Nachdrucke bedeutender handelswissenschaftlicher Werke veröffentlicht die Vereinigung zur Förderung der Geschichte der Betriebswirtschaftslehre.

Die Betriebswirtschaftslehre gliedert sich in zwei Hauptbereiche: die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (ABWL) und die Spezielle Betriebswirtschaftslehre (SBWL), welche wiederum in funktionale und institutionelle Betriebswirtschaftslehren unterteilt ist.

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (ABWL) befasst sich mit planerischen, organisatorischen und rechentechnischen Entscheidungen in Betrieben. Sie ist dabei funktions- und branchenübergreifend ausgerichtet. Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre gibt einen Überblick über die Wissenschaft der Betriebswirtschaftslehre und legt dabei funktions- und branchenübergreifende Zusammenhänge dar. Ziel ist es, das fachübergreifende Denken und Entscheiden zu fördern.

Spezielle Betriebswirtschaftslehre

Die Spezielle Betriebswirtschaftslehre (SBWL) – bisweilen auch Besondere Betriebswirtschaftslehre (BBWL) genannt – fokussiert auf ausgewählte Fragen, die jeweils nur für bestimmte Unternehmen oder Unternehmensteile relevant sind. Hierbei gab es lange nur zwei verschiedene Ansätze, die Gebiete voneinander abzugrenzen: Institutionelle Betriebswirtschaftslehren betrachten alle Funktionsbereiche, jedoch immer nur für bestimmte Betriebstypen, die sich z. B. nach Branche, Betriebsgröße und -alter unterscheiden. Funktionale Betriebswirtschaftslehren fokussieren demgegenüber jeweils einzelne Funktionsbereiche in Betrieben, unabhängig von der jeweiligen Branche. Seit 1996 setzt sich immer mehr eine stärker differenzierte Gliederung durch, die von Jürgen Weber vorgeschlagen wurde. Neben den bisherigen institutionellen oder funktionellen Betriebswirtschaftslehren gibt es noch Faktorenlehren die sich mit bestimmten Produktionsfaktoren befassen, Führungslehren behandeln die Unternehmensführung entweder des Gesamtunternehmens oder bezüglich ausgewählter Führungsteilsysteme. Zuletzt gibt es noch Querschnittsfunktionslehren auch Metaführungslehren genannt, die die Koordination der einzelnen Gebiete betrachten.

Moderne Einteilung
Ältere Einteilung

Funktionale Betriebswirtschaftslehren sind:

Unternehmensführung mit unterschiedlichem Fokus:

  • Marktorientierte Unternehmensführung oder Marketingmanagement
  • Wertorientierte Unternehmensführung oder Finanzmanagement (siehe auch Shareholder Value)
  • Mitarbeiterorientierte Unternehmensführung oder Personalmanagement

Institutionelle, auf spezielle Branchen fokussierte Betriebswirtschaftslehren sind

Weitere institutionelle Betriebswirtschaftslehren mit Fokus auf bestimmte Unternehmenstypen sind z. B.

Üblicherweise werden in einem Studium der Betriebswirtschaftslehre noch Hilfswissenschaften gelehrt, insb.:

Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Die funktionale BWL ist nur schwer in der Lage, branchenspezifische Probleme zu behandeln, liefert dafür aber branchenunabhängige Aussagen. Die Branchen-Betriebswirtschaftslehre fokussiert auf die für die Branche relevanten funktionalen Aspekte, besteht aber in weiten Teilen aus Doppelungen mit anderen Betriebswirtschaftslehren.

Schnittmengen mit anderen Wissenschaften

Die BWL bildet mit anderen Wissenschaften Schnittmengen. Diese Schnittmengen sind häufig bestimmte betriebswirtschaftliche Problemfelder, deren Lösung nur interdisziplinär möglich ist. Sie bilden wiederum eigenständige Lehr- und Forschungsbereiche, können oft aber auch als SBWL gewählt werden.

Von diesen Bereichen ist die Wirtschaftspädagogik zumeist den wirtschaftswissenschaftlichen, erziehungswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultäten der Hochschulen zugeordnet. Die Wirtschaftsinformatik und das Wirtschaftsingenieurwesen sind uneinheitlich entweder den BWL- oder den jeweiligen technischen Fakultäten zugeordnet. Je größer die Auswahl an unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen ist, umso eher ist es den BWL-Fakultäten zugeordnet. Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsgeografie befinden sich, in der Regel, in naturwissenschaftlichen Fakultäten, wie zum Beispiel Mathematik- und Geografiefakultäten.

Hauptartikel: Betriebswirt

Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden auch im Rahmen der kaufmännischen Lehrberufe (Beispiel: Gehilfe zum Industrie-, Speditions-, Bankkaufmann usw.) vermittelt. Berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es an Fachschulen und Fachakademien (zum Beispiel zum staatlich geprüften Betriebswirt oder Betriebswirt der Sparkasse usw.) Betriebswirtschaftliche Studienmöglichkeiten an Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) werden mit akademischen Graden (Diplom-, Bachelor-, Masterabschluss) abgeschlossen. Duale Studiengänge an Berufsakademien verleihen ihren Absolventen den ‚Bachelor‘ als staatliche Abschlussbezeichnung. Wachsenden Zulauf verzeichnen in Deutschland auch die privaten Fernhochschulen und Business Schools. Eine Möglichkeit zur Grundlagenbildung bietet der Economist Pass – University/Further Education.

Die betriebswirtschaftliche Forschung umfasst sowohl Grundlagen- als auch angewandte Forschung. Die Grundlagenforschung beschäftigt sich oftmals mit sehr speziellen und abstrakten Fragestellungen, die häufig formal-mathematisch modelliert oder empirisch analysiert werden. Die Präzision der wissenschaftlichen Methoden ist dabei mittlerweile auf ähnlichem Niveau wie z. B. in der Volkswirtschaftslehre oder der Psychologie. Die angewandte Forschung dient dazu, der Praxis konkrete Problemlösungen zu liefern. Empfänger der Forschung sind oft das Management, aber auch Gesetzgeber, Gesellschaft und Nichtregierungsorganisationen.

Bekannte deutschsprachige Fachzeitschriften sind Die Betriebswirtschaft (DBW), Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB) und Schmalenbachs Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (zfbf). In der Handelsblatt-Zeitschriftenliste 2009, die verschiedene Zeitschriftenbewertungen konsolidiert, erreichten unter den betriebswirtschaftlichen Fachzeitschriften Academy of Management Journal, Academy of Management Review, Administrative Science Quarterly, Information Systems Research, Journal of Consumer Research, Journal of Finance, Journal of Financial Economics, Journal of Marketing, Management Science und Marketing Science die höchsten Platzierungen. In seiner höchsten Kategorie 4* werden im Ranking der britischen Association of Business Schools (2010) die folgenden Zeitschriften eingeordnet: Academy of Management Journal, Academy of Management Review, Accounting Review, Accounting, Organizations and Society, Administrative Science Quarterly, Information Systems Research, Journal of Accounting and Economics, Journal of Accounting Research, Journal of Consumer Research, Journal of Finance, Journal of Marketing, Journal of Marketing Research, Management Science, Marketing Science, MIS Quarterly, Operations Research, Organization Science, Review of Financial Studies und Strategic Management Journal.

Beim Handelsblatt Betriebswirte-Ranking 2009, das die Forschungsleistung von 2100 Betriebswirten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz gemessen an der Qualität der Publikationen seit 2005 analysiert, erreichten Christian Homburg, Ulrich Lichtenthaler, Adamantios Diamantopoulos, Martin Högl, Martin Weber, Armin Scholl, Nils Boysen, Andreas Herrmann, Dirk Sliwka und Stephan M. Wagner die zehn besten Plätze. Das BWL-Ranking wird regelmäßig neu publiziert und ist kostenfrei einsehbar.

  • Thomas Straub: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 1. Auflage. Pearson Studium, München 2012, ISBN 978-3-86894-046-6.
  • Marcell Schweitzer, Alexander Baumeister (Hrsg.): Allgemeine Betriebswirtschaftslehre – Theorie und Politik des Wirtschaftens in Unternehmen. 11. Auflage. Erich Schmidt Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-503-15801-0.
  • Klaus Brockhoff: Geschichte der Betriebswirtschaftslehre: Kommentierte Meilensteine und Originaltexte. 2. Auflage. Gabler-Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-409-21572-7.
  • Klaus Olfert, Horst-Joachim Rahn: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. 12. Auflage. Herne Verlag, 2017, ISBN 978-3-470-64942-9.
  • Wolfgang Domschke, Armin Scholl: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre: Eine Einführung aus entscheidungsorientierter Sicht. 4. Auflage. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-540-85077-9.
  • Karl Lechner, Anton Egger, Reinbert Schauer: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 25. Auflage. Linde Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-7073-1806-7.
  • Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Umfassende Einführung aus managementorientierter Sicht. 6. Auflage. Gabler Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8349-1325-8.
  • Günter Wöhe, Ulrich Döring, Gerrit Brösel: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 26. Auflage. Franz Vahlen, München 2016, ISBN 978-3-8006-5000-2.
  • Henner Schierenbeck: Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre. 16. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2008, ISBN 978-3-486-27322-9.
  • Ingo Balderjahn, Günter Specht: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. 7. Aufl., Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-7910-3532-1.
  • Rödiger Voss: BWL kompakt – Grundwissen Betriebswirtschaftslehre. 8. Auflage, Merkur Verlag, Rinteln 2018, ISBN 978-3812006460.
  • Wolfgang Schmeisser et al. (Hrsg.): Neue Betriebswirtschaft: Theorien, Methoden, Geschäftsfelder. 2. überarb. Aufl., (UTB; 5327) UVK Verl. / Narr Francke Attempto Verl., München/Tübingen [2020], ISBN 978-3-8252-5327-1.
Portal: Wirtschaft – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wirtschaft
Wikibooks: Betriebswirtschaft – Lern- und Lehrmaterialien
Wiktionary: Betriebswirtschaftslehre – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Artur Woll (Hrsg.): Wirtschaftslexikon: Jubiläumsausgabe. 2008, S. 82. (books.google.de)
  2. W. Prion: Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. Buch 1: Der Wirtschaftsbetrieb im Rahmen der Gesamtwirtschaft. Julius Springer, Berlin 1935, S. 134.
  3. Bernhard Bellinger: Geschichte der Betriebswirtschaftslehre. Poeschel, Stuttgart 1967, S. 13.
  4. Bernhard Bellinger: Geschichte der Betriebswirtschaftslehre. Poeschel, Stuttgart 1967, S. 15.
  5. Zitiert nach Karl-Heinz Groll: Kennzahlen für das wertorientierte Management. Hanser, München/ Wien 2003, ISBN 3-446-22293-6, Vorwort.
  6. Hellmut Ritter Ein arabisches Handbuch der Handelswissenschaft. Separatdruck aus: Der Islam. Band 7, Straßburg 1916, in: Dissertationes philosophiae. Bonn 1916.
  7. Edmund Sundhoff: Dreihundert Jahre Handelswissenschaft. Schwartz, Göttingen 1979, ISBN 3-509-01091-4, S. 20.
  8. Edmund Schreiber: Die volkswirtschaftlichen Anschauungen der Scholastik seit Thomas. Fischer, Jena 1913 (archive.org).
  9. Rolf Dubs: Die Ursprünge der Kaufmannswissenschaften in der italienischen Renaissance, St. Gallen 1965, S. 22 ff.
  10. Rudolf Seyffert: Über Begriff, Aufgaben und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre. 4. Auflage. Poeschel, Stuttgart 1957, S. 35.
  11. Als Reprint herausgegeben von Allan Evans, Cambridge Mass. 1936.
  12. Eduard Weber: Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre. Tübingen 1914, S. 7.
  13. Die Handschrift ist in der Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel mit der Signatur Cod. Guelf. 18.4 Aug. 4° archiviert
  14. Lorenz Meder: Handel-Buch. Darin angezeigt wird, welcher gestalt inn den fürnembsten Hendelstetten Europe allerley wahren anfencklich kaufft, dieselbig wider mit nutz verkaufft, wie die Wechsel gemacht, Pfund, Ellen unnd Müntz uberal verglichen und zu welcher zeit die Merckten gewönlich gehalten werden. Vom Berg und Neuber, Nürnberg 1562.
  15. Eduard Weber: Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre. Tübingen 1914, S. 32.
  16. Sundhoff: Dreihundert Jahre Handelswissenschaft. 1979, S. 25.
  17. Edmund Sundhoff, Dreihundert Jahre Handelswissenschaft, 1979, S. 37. Zum folgenden vgl. Eduard Weber: Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre. Tübingen 1914.
  18. Fritz Klein-Blenkers: Zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland. Festschrift anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Handelshochschule Leipzig am 25. April 1998, S. 18.
  19. Eduard Gaugler/Richard Köhler (Hrsg.), Entwicklungen der Betriebswirtschaftslehre: 100 Jahre Fachdisziplin - zugleich eine Verlagsgeschichte, 2002, S. 1 ff.
  20. Erwin Geldmacher, Grundbegriffe und systematischer Grundriss des betrieblichen Rechnungswesens, in: ZfhF, 1929, S. 6–7
  21. Fritz Klein-Blenkers: Zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland. Festschrift anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums der Handelshochschule Leipzig am 25. April 1998, S. 26 f.
  22. Fritz Schönpflug: Betriebswirtschaftslehre. Methoden und Hauptströmungen. 1936, 2. erweiterte Auflage von „Das Methodenproblem in der Einzelwirtschaftslehre“ herausgegeben von Hans Seischab, Verlag Poeschel, Stuttgart 1954.
  23. Schär, Dietrich und Nicklisch sind Vertreter des ethische Normativismus, der insbesondere in der älteren Betriebswirtschaftslehre eine Rolle spielte.
  24. Wolfgang Burr, Alfred Wagenhofer (Hrsg.): Der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft: Geschichte des VHB und Geschichten zum VHB, herausgegeben von Verband der Hochschullehrer, Springer Gabler Verlag/Wiesbaden, 2012, ISBN 978-3-8349-2939-6.
  25. Erich Gutenberg: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Band 1: Die Produktion. 24. Auflage. Berlin 1984; ders.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Band 2: Der Absatz. 17. Auflage. Berlin 1983; ders.: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. Band 3: Die Finanzen. 8. Auflage. Berlin 1980.
  26. Hans Ulrich: Die Unternehmung als produktives soziales System. 2. Auflage. Berlin/ Stuttgart 1970.
  27. Edmund Heinen: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. 9. Auflage. Wiesbaden 1992.
  28. Günther Schanz: Grundlagen der verhaltenstheoretischen Betriebswirtschaftslehre. Tübingen 1977.
  29. Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 6. Auflage. Wiesbaden 2009.
  30. Günter Wöhe/Ulrich Döring/Gerrit Brösel, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 26. Auflage, München, 2016.
  31. Vereinigung zur Förderung der Geschichte der Betriebswirtschaftslehre (Hrsg.): Schriften zur Geschichte der Betriebswirtschaftslehre. Seit 1988 sind in Bergisch Gladbach und Köln 20 Bände erschienen.
  32. Sebastian Kummer, Oskar Grün, Werner Jammernegg: Grundzüge der Beschaffung, Produktion und Logistik. 3. Auflage. Pearson, München 2013, S. 27 f.
  33. Jürgen Weber: Überlegungen zu einer theoretischen Fundierung der Logistik in der Betriebswirtschaftslehre. In: Peter Nyhuis (Hrsg.): Beiträge zu einer Theorie der Logistik. Springer, 2008, S. 53 f.
  34. Handelsblatt Ranking BWL: Zeitschriftenliste 2009 auf Handelsblatt.com
  35. ABS Launches Academic Journal Quality Guide Version 4.
  36. Handelsblatt Ranking Betriebswirtschaftslehre 2009.
  37. https://www.forschungsmonitoring.org/ranking/bwl/authors
Normdaten (Sachbegriff): GND:4069402-1(OGND, AKS)

Betriebswirtschaftslehre
betriebswirtschaftslehre, teilgebiet, wirtschaftswissenschaften, unternehmensökonomie, sprache, beobachten, bearbeiten, betriebswirtschaft, sind, weiterleitungen, diesen, artikel, weiteren, bedeutungen, siehe, begriffsklärung, einer, zeitschrift, betriebswirts. Betriebswirtschaftslehre Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften Unternehmensokonomie Sprache Beobachten Bearbeiten BWL und Betriebswirtschaft sind Weiterleitungen auf diesen Artikel Zu weiteren Bedeutungen siehe BWL Begriffsklarung und zu einer Zeitschrift Die Betriebswirtschaft Die Betriebswirtschaftslehre BWL englisch business administration auch Betriebsokonomie ist eine Einzelwissenschaft innerhalb der Wirtschaftswissenschaften die sich mit dem Wirtschaften in Betrieben Unternehmen befasst Inhaltsverzeichnis 1 Allgemeines 2 Geschichte 2 1 Antike 2 2 Mittelalter 2 3 Renaissance 2 4 Zeit der systematischen Handlungswissenschaft 2 5 20 Jahrhundert 3 Gliederung 3 1 Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 3 2 Spezielle Betriebswirtschaftslehre 3 3 Schnittmengen mit anderen Wissenschaften 4 Ausbildung 5 Forschungslandschaft 6 Organisationen Verbande und Vereine 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseAllgemeines BearbeitenWie ihre Schwesterdisziplin die Volkswirtschaftslehre VWL englisch economics basiert die BWL auf der Annahme dass Guter grundsatzlich knapp sind und dementsprechend einen wirtschaftlichen Umgang erfordern Im Unterschied zur abstrakteren Volkswirtschaftslehre nimmt die BWL zumeist dabei die Perspektive von einzelnen Betrieben ein Ziele sind die Beschreibung Analyse und Erklarung sowie die konkrete Unterstutzung der zumeist von mehreren Personen getragenen Entscheidungsprozesse in Unternehmen Erkenntnisobjekt ist der Betrieb als Wirtschaftssubjekt und Entscheidungseinheit mit seinen betrieblichen Funktionen und allen wirtschaftlichen Vorgangen 1 Geschichte BearbeitenDer Begriff der Handlungswissenschaft bzw Handelswissenschaft als Vorlaufer der BWL aus dem 17 bis 18 Jahrhundert wandelte sich im Laufe der Zeit Mit der Grundung der Handelshochschulen ab 1898 in Leipzig Aachen und Wien burgert sich die Bezeichnung Handelsbetriebslehre ein Um das Jahr 1910 wird Privatwirtschaftslehre in den amtlichen Verkehr ubernommen Nach 1918 kommt der Begriff der Betriebswirtschaftslehre erstmals auf 2 In der deutschsprachigen Literatur wird zuweilen davon ausgegangen die Betriebswirtschaftslehre sei erst 1898 mit der Grundung der Handelshochschulen in Leipzig Aachen Koln und Wien entstanden als das Fach in den Kanon der Wissenschaften aufgenommen wurde Aber ihre Geschichte von der nur wenige Zeugnisse erhalten geblieben sind reicht zuruck bis zu den um 2000 v Chr in den Buchern der Lebensweisheiten mehrerer Pharaonen erwahnten Handelsschulen Agyptens in denen Schreiben Rechnen Zahlungsabwicklung Buchhaltung und Reiseplanung unterrichtet wurden 3 Antike Bearbeiten Die ersten Schriften zur Betriebsfuhrung stammen aus der Antike Xenophon schilderte um 380 v Chr in seinem Oikonomikos das Prozedere des Getreidehandels die Qualitatssteigerung der Produktion durch Arbeitsteilung und das unternehmerische Gewinnstreben Aristoteles beschrieb um 350 v Chr in seiner Lehrschrift Uber Haushaltung in Familie und Staat ebenfalls die Gewinnorientierung der wirtschaftenden Haushaltung und forderte ihre jederzeitige Solvenz sowie eine ausgeglichene Risikoverteilung 4 In seinem Werk De re rustica postulierte der Romer Columella im 1 Jahrhundert ein Controlling mittels Benchmarks z B im Weinbau eine ewige Rente von sechs Prozent pro Jahr 5 Mittelalter Bearbeiten Im hohen Mittelalter verfasste der Syrer Scheikh Abu l Fadl Gafar ben Ali ad Dimisqi das Buch uber die Schonheiten des Handels 1174 n Chr Darin erklarte er die Entstehung des Geldes stellte eine Warenkunde zusammen beschrieb die Warenkalkulation und begrundete das Zustandekommen der Preise durch Angebot und Nachfrage 6 1202 veroffentlichte der aus Pisa stammende Mathematiker Leonardo Fibonacci ein Rechenbuch IL Liber Abaci mit dem er das aus Indien uber Bagdad nach Italien gelangte dezimale Zahlensystem erstmals in italienischer Sprache vorstellte und mit Beispielen aus dem Wirtschaftsleben veranschaulichte Die Veroffentlichung hatte erheblichen Einfluss auf die Kaufmannschaft die mit den indischen Zahlen ihre Geschafte besser quantifizieren und Entscheidungen rechnerisch leichter nachvollziehen konnte 7 Die scholastische Wirtschaftslehre 8 begann mit Thomas von Aquin 1225 1274 der allerdings kein okonomisches Buch hinterlassen hat sondern nur uber sein Gesamtwerk verstreute wirtschaftstheoretische Aussagen Thomas bejahte die Notwendigkeit des Handels unter der Bedingung dass er dem Ausgleich mangelnder Waren zwischen Stadt und Land diene Ausserdem entwickelte er die Lehre des gerechten Preises lateinisch justum pretium fur beide Tauschpartner und beschaftigte sich mit der Handelsspanne Fur Thomas besitzen alle Guter einen immanenten inneren Wert lateinisch valor intrinsecus nicht jedoch Geld das nur einen aufgepfropften Wert lateinisch valor impositus besitze Es ist nur Tauschmittel Geldzins wird deshalb als Wucher verworfen Weiter fuhrt das Werk von Bernhardin von Siena 1380 1444 der den Handel durch die Arbeitsteilung gerechtfertigt sah und ihn als Arbeitsleistung und Risikoubernahme verstand die zu entgelten seien Fur Antonin von Florenz 1389 1459 und deutlicher noch fur Antonio Maria Venusti um 1560 waren der Preis das Ergebnis von Angebot und Nachfrage und die Handelsspanne durch die Kosten gerechtfertigt welche der Handel verursacht jedenfalls solange das darin enthaltene Entgelt des Handlers einem vernunftigen Zweck zugefuhrt wurde z B dem Unterhalt der Familie und einer standesgemassen Lebensfuhrung 9 Renaissance Bearbeiten In der Zeit der Renaissance entstanden in Oberitalien Handschriften in denen das Know how der Kaufmannsfamilien bewahrt wurde um im Zweifelsfall nachzuschlagen oder es vom Vater auf den Sohn vererben zu konnen Beschrieben wurde darin das Handelsgeschaft die wichtigsten Handelsrouten Handelsplatze und lokale Handelsusancen sowie die Methoden der Marktbeobachtung anhand des See und des Uberlandverkehrs Ausserdem waren in den Schriften Tarife aufgefuhrt etwa Tabellen mit Zollen und Gebuhren aber auch mit Umrechnungen von Munzen Massen und Gewichten in unterschiedliche regionale Einheiten um den Kontoristen die komplizierte Rechenarbeit abzunehmen Veroffentlicht wurden die Schriften nicht denn ihr Inhalt galt als Betriebsgeheimnis 10 Die wirkungsvollste dieser Geheimschriften den Libro di divisamenti di paesi e di misure di mercatantie e d altre cose bisognevoli di sapere a mercatanti di diverse parti del mondo verfasste um 1340 der Florentiner Kaufmann Francesco Balducci Pegolotti der sich dabei moglicherweise auf eine 1279 verfertigte Arbeit eines unbekannten Autors aus Pisa stutzte in Frage kame die in Siena archivierte Handschrift Hec est memoria de tucte le mercantie come carican le navi in Alexandria e il pesi come tornano duna terra addunaltra 11 Wirkungsvoll war Pegolottis Schrift weil sie nicht geheim blieb Schon bald nach ihrer Fertigstellung soll sie einem Anonymus aus Venedig als Vorlage fur ein Kaufmanns Manual gedient haben Tarifa zoe noticia dy pexi e mexure di luogi e tere che s adovra marcadantia per el mondo Im Jahre 1442 nutzte Giovanni di Bernardo aus Uzzano sie als Quelle fur sein Werk Practica della Mercatura das wiederum Giorgio di Lorenzo Chiarini aus Florenz 1458 in ein Kompendium aufnahm in dem er auch die alteste theoretische Darstellung der Buchfuhrung wiedergab die Benedetto Cotrugli in seinem Werk Della Mercatura et del mercante perfetto hinterlassen hatte Vermutlich auf dieses Kompendium griff Luca Pacioli zuruck als er 1494 seine Summa de Arithmetica Geometria Proportioni et Proportionalita verfasste in deren Anhang er kommerzielle Fragen abhandelte und das System der doppelten Buchfuhrung beschrieb Die Summa erlangte grosse Bekanntheit sodass Pacioli schliesslich auch die Erfindung der Doppik zugeschrieben wurde was er selbst nie beansprucht hat 12 Erst 1766 veroffentlichte Gian Francesco Pagnini della Ventura die Kopie einer Kopie von Pegolottis Text als Band 4 einer Geschichte des Florentiner Finanzwesens Della Decima e di varie altre gravezze imposte dal Commune di Firence della Moneta e della Mercatura dei Fiorentini fino al secolo XVI und zwar unter dem von Bernardo da Uzzano erdachten Titel unter dem das Werk seither bekannt ist Practica della Mercatura Im deutschen Sprachraum wurde die erste mit dem Werk Pegolottis vergleichbare Schrift im Jahre 1511 verfasst Auch sie war nur zum unternehmensinternen Gebrauch bestimmt und blieb daher geheim Ihr Verfasser ist nicht bekannt und auch uber die Identitat der vermutlich suddeutschen Unternehmung fur die sie geschrieben wurde kann nur spekuliert werden 13 Erst im Jahre 1558 brach Lorenz Meder aus Nurnberg mit der Geheimniskramerei indem er seine kaufmannischen Notizen uber die verborgenen Kunste so bisher noch nie an den Tag gekommen unter dem Titel Handel Buch veroffentlichte 14 In Genua aber warfen die Kollegen noch im Jahre 1638 dem Kaufmann Giovanni Domenico Peri 1584 1639 Geheimnisverrat vor als er die ursprunglich fur seine Sohne gedachte Niederschrift seines kaufmannischen Wissens unter dem Titel Il Negotiante publizierte 15 Heutzutage halt man den Autoren der Renaissance zuweilen vor das kaufmannische Wissen ihrer Zeit nicht systematisch und nur luckenhaft abgehandelt ihre personlichen Erfahrungen zu stark in den Vordergrund gestellt und moralische Forderungen zum Verhalten von Unternehmern in ihrem personlichen und betrieblichen Umfeld erhoben zu haben die nicht Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre sein konnten Inwieweit die Kritikpunkte dem Zeitgeist oder gar dem Zweck der Aufzeichnungen geschuldet sind mag dahingestellt bleiben Nicht zu bestreiten ist indes dass der Betrieb als selbststandiger Organismus betrachtet wurde den man vorderhand qualitativ spater mittels Buchhaltung und Kalkulation auch quantitativ zu erfassen suchte womit Kapital und Kosten zu Erkenntnisobjekten wurden auch wenn diese Begriffe noch nicht klar definiert waren Die Schriften der Renaissance stellen jedenfalls eine wichtige Grundlage fur die Entwicklung der Handlungswissenschaft im 17 und 18 Jahrhundert dar 16 Zeit der systematischen Handlungswissenschaft Bearbeiten Als Begrunder der Handlungswissenschaft gilt der Franzose Jacques Savary 1622 1690 der im Jahre 1675 das erste systematisch gegliederte Lehrbuch zur Betriebswirtschaft veroffentlichte Le parfait Negociant Darin fasste er das gesamte kaufmannische Wissen seiner Zeit zusammen beschrieb das Handelsgeschaft und die damit verbundenen Risiken und schlug unter anderem vor zur bilanziellen Bewertung des betrieblichen Vermogens das Niederstwertprinzip anzuwenden und fur den periodengerechten Abschluss transitorische Posten vorzusehen 17 Savary hatte grossen Einfluss auf Paul Jacob Marperger 1656 1730 aus Nurnberg der in seinem Hauptwerk Nothwendige und nutzliche Fragen uber die Kauffmannschafft ebenfalls das Handelsgeschaft beschrieb und die Handelsspanne rechtfertigte Als Erster begrundete er den wissenschaftlichen Anspruch des Fachs indem er forderte auf Universitaten offentliche Professores Mercaturae zu verordnen Als Savarys eigentlicher Nachfolger im deutschen Sprachraum aber gilt Carl Gunther Ludovici 1707 1778 der sein Augenmerk allein auf das Zusammentragen und systematische Aufbauen des Stoffes richtete und mit seinem Werk Eroffnete Akademie der Kaufleute oder vollstandiges Kaufmannslexikon die beste Sammlung seiner Zeit schuf Eduard Weber in deren Anhang sich mit dem Grundriss eines vollstandigen Kaufmanns Systems eine systematische Darstellung der Handlungswissenschaft findet die den Stoff gliedert in die Arten der Handels und Handelshilfsbetriebe die produktiven Faktoren Waren Personen Sachmittel sowie die Handelstatigkeit als Ein und Verkauf Gestutzt auf Ludovici Marperger und Savary veroffentlichte Johann Carl May 1731 1784 im Jahre 1762 den Versuch einer allgemeinen Einleitung in die Handlungswissenschaften wobei er als Handlung jedwede Erwerbswirtschaft bezeichnete also nicht nur den Warenhandel sondern auch das Gewerbe die Schifffahrt und sogar die Landwirtschaft Durch das Buch das zahlreiche Auflagen hatte wurde das Fach vor allem bei Praktikern popular Im Jahre 1785 erschien das Gemeinnutzige Lehrbuch der Handlungswissenschaft fur alle Klassen von Kaufleuten und Handlungsstudierenden von Johann Heinrich Jung genannt Stilling 1740 1817 das auf den Arbeiten von May und Ludovici grundete den Stoff aber auf neue Weise ordnete namlich in Tausch Warenkunde Geldkunde Handelskunde und Expedition Frachtkunde Zahlungskunde Kontorkunde Ihren Hohepunkt erreichte die Handlungswissenschaft als Johann Michael Leuchs im Jahre 1804 sein Buch System des Handels veroffentlichte das insgesamt vier Auflagen erlebte Er gliederte den Stoff in Warenkunde Handlung und Buchhaltung und begann durch Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf Preis und Kursveranderungen auf Assekuranzgeschafte und verarbeitende Anstalten das Fach zu mathematisieren Im 19 Jahrhundert verflachte die handlungswissenschaftliche Literatur Stattdessen entwickelte sich das Handelsschulwesen das die in der aufkeimenden Industrie benotigten kaufmannischen Arbeitstechniken vermittelte die heute zur Propadeutik der BWL gerechnet werden Die grossen Werke der Handlungswissenschaftler gerieten daruber in Vergessenheit Die vielversprechenden Ansatze von Leopold Carl Bleibtreu Jean Gustave Courcelle Seneuil Arnold Lindwurm und Arwed Emminghaus in der Mitte des 19 Jahrhunderts blieben ohne Echo Das von ihnen beschriebene betriebliche Faktorsystem findet sich immerhin 90 Jahre spater bei Erich Gutenberg wieder 18 20 Jahrhundert Bearbeiten Erst an der Wende vom 19 zum 20 Jahrhundert kam es zu einer wissenschaftlichen Neubelebung der Disziplin Auf die Erkenntnisse der Handlungswissenschaftler und ihrer Vorlaufer wurde dabei jedoch kein Bezug genommen Man fing quasi noch einmal bei null an Den Schwerpunkt bildeten zunachst die propadeutischen Facher kaufmannisches Rechnen Buchhaltung Kontorkunde und Korrespondenz sowie Fremdsprachen Hinzu kamen die Betriebsorganisation sowie spezielle Lehren des Warenhandels des Bankgeschafts des Transportwesens und der Versicherungen Nach der Jahrhundertwende begann die vertiefte Analyse des betrieblichen Rechnungswesens Kostenrechnung Bilanz Allgemein wird der Beginn einer systematischen und wissenschaftlich betriebenen Betriebswirtschaftslehre auf das Jahr 1902 datiert 19 Als erste spezialisierte Publikationen befassten sich die Zeitschrift fur betriebswirtschaftliche Forschung ZfbF 1906 Zeitschrift fur Handelswissenschaft und Handelspraxis 1908 1929 deren Nachfolge Die Betriebswirtschaft 1930 2016 ubernahm mit der Materie Die Zeitschrift fur Betriebswirtschaft ZfB folgte 1924 Fur eine einheitliche Begriffsverwendung sorgte 1929 der Betriebswirt Erwin Geldmacher der unter anderem die noch heute gultige Unterscheidung und Abgrenzung der Grundbegriffe wie Aufwand Erfolg Erlos Ertrag Leistung und Kosten vorschlug 20 Spater kam es zu einer in die Geschichte eingegangenen Diskussion uber das generelle Wesen und die zentralen Bezugspunkte der Betriebswirtschaftslehre welche 1952 im eigentlichen Methodenstreit in der Betriebswirtschaftslehre zwischen Konrad Mellerowicz und Erich Gutenberg gipfelte Der Streit erfolgte uber den Bezug zum Wirtschaftssystem die Stellung zur Volkswirtschaftslehre die wissenschaftliche Methodik das Erkenntnisobjekt den Praxisbezug die betrieblichen Ziele sowie schliesslich uber die Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre als normative also auf ethische und praktische Normen gerichtete oder andererseits wertfreie rational theoretische Wissenschaft Das Fach wurde als kaufmannische Betriebslehre Handelswissenschaft Privatwirtschaftslehre Einzelwirtschaftslehre und Handelsbetriebslehre gefuhrt bevor sich die Bezeichnung Betriebswirtschaftslehre seit den 1920er Jahren durchsetzte 21 Nach Fritz Schonpflug 1900 1936 22 gab es folgende Hauptstromungen der Betriebswirtschaftslehre 1 die normative 23 Einzelwirtschaftslehre mit Johann Friedrich Schar Rudolf Dietrich 1896 1974 und Heinrich Nicklisch 2 die empirisch realistische Einzelwirtschaftslehre in technologischer Richtung mit Eugen Schmalenbach und Friedrich Leitner 3 die empirisch realistische Einzelwirtschaftslehre in theoretischer Richtung mit Fritz Schmidt und Wilhelm Rieger 24 Nach dem Zweiten Weltkrieg ordnete Erich Gutenberg mit seinem dreibandigen Werk 25 die BWL von Grund auf neu indem er betriebliche Funktionen Beschaffung Produktion Vertrieb Finanzen unterschied Verbrauchsfunktionen in die Kostenrechnung einfuhrte und die absatzpolitischen Instrumente Preispolitik Produktgestaltung Werbung beschrieb Produktionsfaktoransatz Er fuhrte 1951 die Theorie der Anpassungsformen in die Produktionstheorie ein Systematisch fortentwickelt wurde die BWL im deutschen Sprachraum u a von Hans Ulrich 26 der ihre Systemorientierung beleuchtete Systemansatz und von Edmund Heinen 27 der ihre Entscheidungsorientierung herausstellte sowie die Moglichkeit betriebliche Entscheidungen mathematisch zu fundieren Entscheidungstheoretischer Ansatz Unter dem Einfluss der amerikanischen Managementlehren kam es in der zweiten Halfte des 20 Jahrhunderts zur Herausbildung des Verhaltensansatzes bei Gunther Schanz 28 der auch als Fuhrungs oder Managementansatz bezeichnet wird 29 1960 brachte Gunter Wohe zum ersten Mal das inzwischen als Standardwerk anerkannte Kompendium Einfuhrung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre heraus das regelmassig aktualisiert und seit 2008 von Ulrich Doring und seit 2016 von Gerrit Brosel weitergefuhrt wird In diesem Werk das mittlerweile ein Millionenseller ist werden weitere Ansatze der Betriebswirtschaftslehre vorgestellt 30 Abhandlungen zur Geschichte der BWL und Nachdrucke bedeutender handelswissenschaftlicher Werke 31 veroffentlicht die Vereinigung zur Forderung der Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Gliederung BearbeitenDie Betriebswirtschaftslehre gliedert sich in zwei Hauptbereiche die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ABWL und die Spezielle Betriebswirtschaftslehre SBWL welche wiederum in funktionale und institutionelle Betriebswirtschaftslehren unterteilt ist Allgemeine Betriebswirtschaftslehre Bearbeiten Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ABWL befasst sich mit planerischen organisatorischen und rechentechnischen Entscheidungen in Betrieben Sie ist dabei funktions und branchenubergreifend ausgerichtet Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre gibt einen Uberblick uber die Wissenschaft der Betriebswirtschaftslehre und legt dabei funktions und branchenubergreifende Zusammenhange dar Ziel ist es das fachubergreifende Denken und Entscheiden zu fordern Spezielle Betriebswirtschaftslehre Bearbeiten Die Spezielle Betriebswirtschaftslehre SBWL bisweilen auch Besondere Betriebswirtschaftslehre BBWL genannt fokussiert auf ausgewahlte Fragen die jeweils nur fur bestimmte Unternehmen oder Unternehmensteile relevant sind Hierbei gab es lange nur zwei verschiedene Ansatze die Gebiete voneinander abzugrenzen Institutionelle Betriebswirtschaftslehren betrachten alle Funktionsbereiche jedoch immer nur fur bestimmte Betriebstypen die sich z B nach Branche Betriebsgrosse und alter unterscheiden Funktionale Betriebswirtschaftslehren fokussieren demgegenuber jeweils einzelne Funktionsbereiche in Betrieben unabhangig von der jeweiligen Branche Seit 1996 setzt sich immer mehr eine starker differenzierte Gliederung durch die von Jurgen Weber vorgeschlagen wurde 32 33 Neben den bisherigen institutionellen oder funktionellen Betriebswirtschaftslehren gibt es noch Faktorenlehren die sich mit bestimmten Produktionsfaktoren befassen Fuhrungslehren behandeln die Unternehmensfuhrung entweder des Gesamtunternehmens oder bezuglich ausgewahlter Fuhrungsteilsysteme Zuletzt gibt es noch Querschnittsfunktionslehren auch Metafuhrungslehren genannt die die Koordination der einzelnen Gebiete betrachten Moderne EinteilungFunktionenlehren Forschung und Entwicklung Beschaffung Produktionswirtschaft Lagerung und Transport Absatzwirtschaft Entsorgungswirtschaft Fuhrungslehren Informationswirtschaft Planungslehre Kontrolllehre Organisation Personalfuhrung Operations Research Querschnittsfunktionslehren Metafuhrungslehren Marketing Controlling Qualitatsmanagement Logistik Supply Chain Management Umweltmanagement Innovationsmanagement Internationales Management Faktorenlehren Materialwirtschaft Anlagenwirtschaft Personalwesen Finanzwirtschaft Wirtschaftszweiglehren Industriebetriebslehre Handelsbetriebslehre Bankbetriebslehre Fur weitere siehe die altere Einteilung Altere Einteilung Funktionale Betriebswirtschaftslehren sind Beschaffung Materialwirtschaft und Logistik Produktionswirtschaft inkl Operations Research und Qualitatsmanagement Absatzwirtschaft Marketing und Unternehmenskommunikation Finanzwirtschaft Investition und Finanzierung Risikomanagement Kapitalmarkte Internes Rechnungswesen Kostenrechnung Controlling Externes Rechnungswesen inkl Revisions und Treuhandwesen sowie Wirtschaftsprufung Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Personalwesen Personalentwicklung Personalfuhrung Organisation einschliesslich Organisationstheorie und Organisationskultur Innovations und Technologiemanagement Change Management Wissensmanagement Strategisches Management Unternehmensfuhrung Unternehmensverfassung Unternehmenspolitik Unternehmensplanung Unternehmensethik Umweltmanagement Managementlehre Unternehmensfuhrung mit unterschiedlichem Fokus Marktorientierte Unternehmensfuhrung oder Marketingmanagement Wertorientierte Unternehmensfuhrung oder Finanzmanagement siehe auch Shareholder Value Mitarbeiterorientierte Unternehmensfuhrung oder Personalmanagement Institutionelle auf spezielle Branchen fokussierte Betriebswirtschaftslehren sind Bankbetriebslehre Betriebswirtschaftslehre des Tourismus Betriebswirtschaftslehre des Gesundheitswesens Gesundheitswirtschaft Dienstleistungsmanagement Handelsbetriebslehre Immobilienwirtschaft Industriebetriebslehre Landwirtschaftliche Betriebslehre Medienmanagement Offentliche Betriebswirtschaftslehre und Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre Versicherungsbetriebslehre Bergwirtschaftslehre Sozialmanagement Speditionsbetriebslehre Sportmanagement Weitere institutionelle Betriebswirtschaftslehren mit Fokus auf bestimmte Unternehmenstypen sind z B Betriebswirtschaftslehre kleiner und mittlerer Unternehmen KMU Unternehmensgrundung Entrepreneurship Internationales Management Konzernmanagement Ublicherweise werden in einem Studium der Betriebswirtschaftslehre noch Hilfswissenschaften gelehrt insb Wirtschaftsmathematik bzw Mathematik Wirtschaftsrecht bzw Recht Wirtschaftsstatistik bzw Statistik Wirtschaftsinformatik bzw Informatik und Informationsmanagement Beide Ansatze haben ihre Vor und Nachteile Die funktionale BWL ist nur schwer in der Lage branchenspezifische Probleme zu behandeln liefert dafur aber branchenunabhangige Aussagen Die Branchen Betriebswirtschaftslehre fokussiert auf die fur die Branche relevanten funktionalen Aspekte besteht aber in weiten Teilen aus Doppelungen mit anderen Betriebswirtschaftslehren Schnittmengen mit anderen Wissenschaften Bearbeiten Die BWL bildet mit anderen Wissenschaften Schnittmengen Diese Schnittmengen sind haufig bestimmte betriebswirtschaftliche Problemfelder deren Losung nur interdisziplinar moglich ist Sie bilden wiederum eigenstandige Lehr und Forschungsbereiche konnen oft aber auch als SBWL gewahlt werden Wirtschaftschemie Wirtschaftsethik Wirtschaftsgeografie Wirtschaftsgeschichte Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsingenieurwesen Wirtschaftsmathematik Wirtschaftsstatistik Wirtschaftspadagogik Wirtschaftsphilosophie Wirtschaftspsychologie Wirtschaftsrecht Wirtschaftssoziologie Von diesen Bereichen ist die Wirtschaftspadagogik zumeist den wirtschaftswissenschaftlichen erziehungswissenschaftlichen oder philosophischen Fakultaten der Hochschulen zugeordnet Die Wirtschaftsinformatik und das Wirtschaftsingenieurwesen sind uneinheitlich entweder den BWL oder den jeweiligen technischen Fakultaten zugeordnet Je grosser die Auswahl an unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen ist umso eher ist es den BWL Fakultaten zugeordnet Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftsgeografie befinden sich in der Regel in naturwissenschaftlichen Fakultaten wie zum Beispiel Mathematik und Geografiefakultaten Ausbildung Bearbeiten Hauptartikel Betriebswirt Betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden auch im Rahmen der kaufmannischen Lehrberufe Beispiel Gehilfe zum Industrie Speditions Bankkaufmann usw vermittelt Berufliche Weiterbildungsmoglichkeiten gibt es an Fachschulen und Fachakademien zum Beispiel zum staatlich gepruften Betriebswirt oder Betriebswirt der Sparkasse usw Betriebswirtschaftliche Studienmoglichkeiten an Hochschulen Universitaten und Fachhochschulen werden mit akademischen Graden Diplom Bachelor Masterabschluss abgeschlossen Duale Studiengange an Berufsakademien verleihen ihren Absolventen den Bachelor als staatliche Abschlussbezeichnung Wachsenden Zulauf verzeichnen in Deutschland auch die privaten Fernhochschulen und Business Schools Eine Moglichkeit zur Grundlagenbildung bietet der Economist Pass University Further Education Forschungslandschaft BearbeitenDie betriebswirtschaftliche Forschung umfasst sowohl Grundlagen als auch angewandte Forschung Die Grundlagenforschung beschaftigt sich oftmals mit sehr speziellen und abstrakten Fragestellungen die haufig formal mathematisch modelliert oder empirisch analysiert werden Die Prazision der wissenschaftlichen Methoden ist dabei mittlerweile auf ahnlichem Niveau wie z B in der Volkswirtschaftslehre oder der Psychologie Die angewandte Forschung dient dazu der Praxis konkrete Problemlosungen zu liefern Empfanger der Forschung sind oft das Management aber auch Gesetzgeber Gesellschaft und Nichtregierungsorganisationen Bekannte deutschsprachige Fachzeitschriften sind Die Betriebswirtschaft DBW Zeitschrift fur Betriebswirtschaft ZfB und Schmalenbachs Zeitschrift fur betriebswirtschaftliche Forschung zfbf In der Handelsblatt Zeitschriftenliste 2009 die verschiedene Zeitschriftenbewertungen konsolidiert erreichten unter den betriebswirtschaftlichen Fachzeitschriften Academy of Management Journal Academy of Management Review Administrative Science Quarterly Information Systems Research Journal of Consumer Research Journal of Finance Journal of Financial Economics Journal of Marketing Management Science und Marketing Science die hochsten Platzierungen 34 In seiner hochsten Kategorie 4 werden im Ranking der britischen Association of Business Schools 2010 die folgenden Zeitschriften eingeordnet Academy of Management Journal Academy of Management Review Accounting Review Accounting Organizations and Society Administrative Science Quarterly Information Systems Research Journal of Accounting and Economics Journal of Accounting Research Journal of Consumer Research Journal of Finance Journal of Marketing Journal of Marketing Research Management Science Marketing Science MIS Quarterly Operations Research Organization Science Review of Financial Studies und Strategic Management Journal 35 Beim Handelsblatt Betriebswirte Ranking 2009 das die Forschungsleistung von 2100 Betriebswirten in Deutschland Osterreich und der deutschsprachigen Schweiz gemessen an der Qualitat der Publikationen seit 2005 analysiert erreichten Christian Homburg Ulrich Lichtenthaler Adamantios Diamantopoulos Martin Hogl Martin Weber Armin Scholl Nils Boysen Andreas Herrmann Dirk Sliwka und Stephan M Wagner die zehn besten Platze 36 Das BWL Ranking wird regelmassig neu publiziert und ist kostenfrei einsehbar 37 Organisationen Verbande und Vereine BearbeitenBundesverband Deutscher Volks und Betriebswirte e V bdvb Berufsverband fur Wirtschaftsakademiker und Studierende der Wirtschaftswissenschaften Schmalenbach Gesellschaft fur Betriebswirtschaft Verband der Hochschullehrer fur Betriebswirtschaft e V Verband der Betriebswirtschaftsprofessoren an deutschsprachigen UniversitatenLiteratur BearbeitenThomas Straub Einfuhrung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 1 Auflage Pearson Studium Munchen 2012 ISBN 978 3 86894 046 6 Marcell Schweitzer Alexander Baumeister Hrsg Allgemeine Betriebswirtschaftslehre Theorie und Politik des Wirtschaftens in Unternehmen 11 Auflage Erich Schmidt Verlag Berlin 2015 ISBN 978 3 503 15801 0 Klaus Brockhoff Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Kommentierte Meilensteine und Originaltexte 2 Auflage Gabler Verlag Wiesbaden 2002 ISBN 3 409 21572 7 Klaus Olfert Horst Joachim Rahn Einfuhrung in die Betriebswirtschaftslehre 12 Auflage Herne Verlag 2017 ISBN 978 3 470 64942 9 Wolfgang Domschke Armin Scholl Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Eine Einfuhrung aus entscheidungsorientierter Sicht 4 Auflage Springer Berlin 2008 ISBN 978 3 540 85077 9 Karl Lechner Anton Egger Reinbert Schauer Einfuhrung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 25 Auflage Linde Verlag Wien 2010 ISBN 978 3 7073 1806 7 Jean Paul Thommen Ann Kristin Achleitner Allgemeine Betriebswirtschaftslehre Umfassende Einfuhrung aus managementorientierter Sicht 6 Auflage Gabler Verlag Wiesbaden 2009 ISBN 978 3 8349 1325 8 Gunter Wohe Ulrich Doring Gerrit Brosel Einfuhrung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 26 Auflage Franz Vahlen Munchen 2016 ISBN 978 3 8006 5000 2 Henner Schierenbeck Grundzuge der Betriebswirtschaftslehre 16 Auflage Oldenbourg Wissenschaftsverlag Munchen 2008 ISBN 978 3 486 27322 9 Ingo Balderjahn Gunter Specht Einfuhrung in die Betriebswirtschaftslehre 7 Aufl Schaffer Poeschel Stuttgart 2016 ISBN 978 3 7910 3532 1 Rodiger Voss BWL kompakt Grundwissen Betriebswirtschaftslehre 8 Auflage Merkur Verlag Rinteln 2018 ISBN 978 3812006460 Wolfgang Schmeisser et al Hrsg Neue Betriebswirtschaft Theorien Methoden Geschaftsfelder 2 uberarb Aufl UTB 5327 UVK Verl Narr Francke Attempto Verl Munchen Tubingen 2020 ISBN 978 3 8252 5327 1 Weblinks Bearbeiten Portal Wirtschaft Ubersicht zu Wikipedia Inhalten zum Thema Wirtschaft Wikibooks Betriebswirtschaft Lern und Lehrmaterialien Wiktionary Betriebswirtschaftslehre Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme UbersetzungenEinzelnachweise Bearbeiten Artur Woll Hrsg Wirtschaftslexikon Jubilaumsausgabe 2008 S 82 books google de W Prion Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb Buch 1 Der Wirtschaftsbetrieb im Rahmen der Gesamtwirtschaft Julius Springer Berlin 1935 S 134 Bernhard Bellinger Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Poeschel Stuttgart 1967 S 13 Bernhard Bellinger Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Poeschel Stuttgart 1967 S 15 Zitiert nach Karl Heinz Groll Kennzahlen fur das wertorientierte Management Hanser Munchen Wien 2003 ISBN 3 446 22293 6 Vorwort Hellmut Ritter Ein arabisches Handbuch der Handelswissenschaft Separatdruck aus Der Islam Band 7 Strassburg 1916 in Dissertationes philosophiae Bonn 1916 Edmund Sundhoff Dreihundert Jahre Handelswissenschaft Schwartz Gottingen 1979 ISBN 3 509 01091 4 S 20 Edmund Schreiber Die volkswirtschaftlichen Anschauungen der Scholastik seit Thomas Fischer Jena 1913 archive org Rolf Dubs Die Ursprunge der Kaufmannswissenschaften in der italienischen Renaissance St Gallen 1965 S 22 ff Rudolf Seyffert Uber Begriff Aufgaben und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre 4 Auflage Poeschel Stuttgart 1957 S 35 Als Reprint herausgegeben von Allan Evans Cambridge Mass 1936 Eduard Weber Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre Tubingen 1914 S 7 Die Handschrift ist in der Herzog August Bibliothek zu Wolfenbuttel mit der Signatur Cod Guelf 18 4 Aug 4 archiviert Lorenz Meder Handel Buch Darin angezeigt wird welcher gestalt inn den furnembsten Hendelstetten Europe allerley wahren anfencklich kaufft dieselbig wider mit nutz verkaufft wie die Wechsel gemacht Pfund Ellen unnd Muntz uberal verglichen und zu welcher zeit die Merckten gewonlich gehalten werden Vom Berg und Neuber Nurnberg 1562 Eduard Weber Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre Tubingen 1914 S 32 Sundhoff Dreihundert Jahre Handelswissenschaft 1979 S 25 Edmund Sundhoff Dreihundert Jahre Handelswissenschaft 1979 S 37 Zum folgenden vgl Eduard Weber Literaturgeschichte der Handelsbetriebslehre Tubingen 1914 Fritz Klein Blenkers Zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland Festschrift anlasslich des 100 jahrigen Grundungsjubilaums der Handelshochschule Leipzig am 25 April 1998 S 18 Eduard Gaugler Richard Kohler Hrsg Entwicklungen der Betriebswirtschaftslehre 100 Jahre Fachdisziplin zugleich eine Verlagsgeschichte 2002 S 1 ff Erwin Geldmacher Grundbegriffe und systematischer Grundriss des betrieblichen Rechnungswesens in ZfhF 1929 S 6 7 Fritz Klein Blenkers Zur Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland Festschrift anlasslich des 100 jahrigen Grundungsjubilaums der Handelshochschule Leipzig am 25 April 1998 S 26 f Fritz Schonpflug Betriebswirtschaftslehre Methoden und Hauptstromungen 1936 2 erweiterte Auflage von Das Methodenproblem in der Einzelwirtschaftslehre herausgegeben von Hans Seischab Verlag Poeschel Stuttgart 1954 Schar Dietrich und Nicklisch sind Vertreter des ethische Normativismus der insbesondere in der alteren Betriebswirtschaftslehre eine Rolle spielte Wolfgang Burr Alfred Wagenhofer Hrsg Der Verband der Hochschullehrer fur Betriebswirtschaft Geschichte des VHB und Geschichten zum VHB herausgegeben von Verband der Hochschullehrer Springer Gabler Verlag Wiesbaden 2012 ISBN 978 3 8349 2939 6 Erich Gutenberg Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Band 1 Die Produktion 24 Auflage Berlin 1984 ders Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Band 2 Der Absatz 17 Auflage Berlin 1983 ders Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Band 3 Die Finanzen 8 Auflage Berlin 1980 Hans Ulrich Die Unternehmung als produktives soziales System 2 Auflage Berlin Stuttgart 1970 Edmund Heinen Einfuhrung in die Betriebswirtschaftslehre 9 Auflage Wiesbaden 1992 Gunther Schanz Grundlagen der verhaltenstheoretischen Betriebswirtschaftslehre Tubingen 1977 Jean Paul Thommen Ann Kristin Achleitner Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 6 Auflage Wiesbaden 2009 Gunter Wohe Ulrich Doring Gerrit Brosel Einfuhrung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 26 Auflage Munchen 2016 Vereinigung zur Forderung der Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Hrsg Schriften zur Geschichte der Betriebswirtschaftslehre Seit 1988 sind in Bergisch Gladbach und Koln 20 Bande erschienen Sebastian Kummer Oskar Grun Werner Jammernegg Grundzuge der Beschaffung Produktion und Logistik 3 Auflage Pearson Munchen 2013 S 27 f Jurgen Weber Uberlegungen zu einer theoretischen Fundierung der Logistik in der Betriebswirtschaftslehre In Peter Nyhuis Hrsg Beitrage zu einer Theorie der Logistik Springer 2008 S 53 f Handelsblatt Ranking BWL Zeitschriftenliste 2009 auf Handelsblatt com ABS Launches Academic Journal Quality Guide Version 4 Handelsblatt Ranking Betriebswirtschaftslehre 2009 https www forschungsmonitoring org ranking bwl authorsNormdaten Sachbegriff GND 4069402 1 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Betriebswirtschaftslehre amp oldid 213527956, wikipedia, wiki, deutsches

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