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Bachelor

Das englische Wort bachelor, ursprünglich bacheler geschrieben, findet sich im Mittelenglischen ab dem späten 13. Jahrhundert in den Bedeutungen „Knappe, junger Ritter“ (Erstbeleg 1297), „wer den ersten akademischen Grad an einer Universität erlangt hat“ (Erstbeleg 1362), „Junggeselle“ (Erstbeleg 1386) und „Jungmitglied einer Zunft“ (Erstbeleg 1390) bezeugt.

Es geht auf ein erschlossenes romanisches *baccalāris zurück, dessen Herkunft unsicher ist. Formal besteht eine nahe Verwandtschaft mit mittellateinisch baccalāria „Pflugland“ und baccalārius „Bauernknecht“ oder Betreiber eines kleinen Bauernhofes oder Gutshofes, die ihrerseits auf spätlateinisch bacca (vgl. lateinisch vacca) „Kuh“ zurückgehen, doch bereitet die Bedeutungsgeschichte Schwierigkeiten. Auch eine bereits im 19. Jahrhundert als falsch gewertete Herleitung von einem keltischen *bakalākos (vgl. altirisch bachlach „Schäfer, Bauer“) bereitet die gleichen semantischen Probleme. Aus lautlichen Gründen unhaltbar ist eine Rückführung auf walisisch bach „klein“ (altkeltisch *bicc, *becc), fragwürdig die Herleitung von französisch bas chevalier „niederer Ritter“. Die Variante Baccalaureus ist eine Verballhornung des mittellateinischen akademischen Grades baccalārius, die an bacca lauri „Beere des Lorbers“ angelehnt ist (vgl. den Pflanzennamen Laurus nobilisEdler Lorbeer“) und „den mit beerenreichem Lorbeer Bekränzten“ vor Augen hatte (vgl. poeta laureatus).

Der Bakkalaureus als Begriff im Hochschulwesen ist seit dem Jahr 1231 an der Pariser Sorbonne belegt, doch er muss schon vorher verwendet worden sein, denn die Aufgabe eines Baccalarius, den Magister bei der Aufsicht jüngerer Studenten zu unterstützen und sich gleichzeitig weiterzubilden, ist bereits im frühen 12. Jahrhundert sowohl in Paris als auch in Bologna bekannt.

Der Scholar der mittelalterlichen Universität erwarb diesen Titel ursprünglich nach Abschluss des Triviums (Grammatik, Dialektik, Rhetorik) der Artistenfakultät (baccalarius artium). Danach war der Absolvent mit dem Wechsel ins Quadrivium befähigt, Hilfslehrer für Scholaren des Triviums zu werden. Nach weiterem Studium des Quadriviums schloss der Baccalarius die Fakultät der Artisten – nachdem er also sämtliche artes liberales gemeistert hatte – mit dem Grad des magister artium ab und konnte in eine höhere Fakultät als magister non regens eintreten oder als magister regens an der Artistenfakultät (für die baccaularii des Quadriviums) selbst lehren.

Im Gebiet des Deutschen Bundes verschwand der akademische Grad des (zu diesem Zeitpunkt längst so genannten) Bakkalaureus um 1820, da die Matura bzw. das sogenannte Abitur nun dessen Zweck erfüllte. Dagegen heißt nach wie vor die Hochschulreife im frankophonen Sprachraum baccalauréat, in Spanien und Lateinamerika bachillerato.

Um 1930 gab es noch an einigen Universitäten den baccalaureus juris (bacc. jur.) als Vorstufe für den Doktorgrad.

Die Gestalt eines Bakkalaureus erscheint auch in der Literatur, so in Johann Wolfgang von Goethes Faust II (Vers 6689 ff.). Der Bakkalaureus ist offensichtlich identisch mit dem Schüler aus Faust I (Vers 1868 ff.); er hat nun sein Examen gemacht und tritt Mephistopheles abermals gegenüber. Er symbolisiert einerseits die Originalgenies des Sturm und Drangs, andererseits die in Burschenschaft und Wartburgfest hervorgetretene Studentenbewegung nach den Befreiungskriegen, in der Goethe in mancher Hinsicht eine Wiederholung des Sturm und Drangs erblickte. Goethe sieht die jungen Studenten mit einer Mischung aus Sympathie und Geringschätzung.

Dieser Abschnitt stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Aufbau, Umfang und Einordnung

Grundkonzept

Der Bachelor ist der erste akademische Grad und berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells. Die für angemessen erachtete, für Unterstützungsleistungen wie BAföG verbindliche und missverständlich als Regelstudienzeit bezeichnete Studiendauer beträgt mindestens drei und höchstens vier Jahre.

Nach dem European Credit Transfer System (ECTS) sind durchschnittlich 30 Leistungspunkte (LP, credit points) pro Semester zu erwerben. Bei einem Bachelor-Studium von sechs Semestern ergeben sich so 180 LP, bei sieben Semestern 210 LP und bei acht Semestern 240 LP. Es existieren auch Intensivstudiengänge, bei denen in sechs Semestern 210 LP vergeben werden, wie beispielsweise an einer Dualen Hochschule.

Ein Punkt entspricht einer Arbeitsbelastung des jeweiligen Studenten von 30 Stunden, mindestens jedoch 25 Stunden. Die deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK) beschloss die Empfehlung, stets für 30 Stunden einen Leistungspunkt zu vergeben. Damit ergibt sich bei 30 Leistungspunkten pro Semester eine rechnerische Arbeitsbelastung von knapp 40 Stunden in der Woche (bei sechs Wochen Urlaub im Jahr). Zu der Arbeitsbelastung zählt die gesamte Zeit, die vom Studenten für das Studium aufgewendet werden muss (also z. B. die Zeit für Vorlesungen, Seminare und Prüfungen sowie die Zeit für deren Vor- und Nachbereitung).

Einige Bachelor-Studiengänge beschränken sich auf ein einzelnes Fach (sogenannte Ein-Fach-Bachelorstudien oder Monofach). Zahlreiche Hochschulen bieten jedoch Bachelor-Studiengänge an, bei denen gleichzeitig mehrere Studienfächer belegt werden. So besteht häufig die Möglichkeit, ein sogenanntes Zwei-Fach-Bachelorstudium (bestehend aus zwei Hauptfächern) zu absolvieren. Sollten die Absolventen schon vor oder während des Bachelor-Studiums einen Master of Education für Gymnasien und Gesamtschulen bzw. Berufskollegs anstreben (ehemals Lehramt für die Sekundarstufe II), bildet diese Art des Bachelors die Grundvoraussetzung. Jedoch kann auch ein fachwissenschaftlich ausgerichteter Master in beiden Fächern angeschlossen werden. Ebenso existieren zahlreiche Bachelorstudien, die ein Hauptfach mit einem oder mehreren Nebenfächern kombinieren. In der Schweiz werden die Hauptfächer auch Major und die Nebenfächer Minor genannt. Diese Bezeichnungen sind nicht mit den gleichnamigen Bachelorvarianten im angloamerikanischen Raum zu verwechseln.

In den meisten deutschen Ländern muss man einen Master-Studiengang abgeschlossen haben, wenn man als Referendar seine Berufsausbildung abschließen will. In solchen Fällen bietet ein Bachelor-Abschluss keine befriedigenden Perspektiven im Zielberuf (z. B. als Lehrer).

Modulstruktur

Die Lehrveranstaltungen in Bachelor-Studiengängen sind durch Module strukturiert. Ein Modul fasst eine oder mehrere Lehrveranstaltungen mit einem Lernziel zusammen und ist die Einheit, für die Leistungspunkte vergeben werden. Durch den Bachelor-Abschluss wird die Vereinheitlichung der Studienabschlüsse in Europa und damit eine bessere internationale Vergleichbarkeit angestrebt.

Die dafür im Rahmen des Bologna-Prozesses von den Ländern entwickelten detaillierten Vorgaben sollen (in Deutschland) insbesondere durch die Akkreditierung gewährleistet werden, die von speziellen Agenturen vorgenommen wird. Diese externe Prüfung der Studiengänge soll sowohl die formale Kompatibilität zum Bachelor-System als auch die Qualität der Lehre, des Lehrkörpers und der Studieninhalte sicherstellen. Die Akkreditierungsagenturen sind Vereine, die wiederum vom zentralen Akkreditierungsrat akkreditiert werden. Die nicht in allen Bundesländern gesetzlich vorgeschriebene Akkreditierung läuft oft erst nach Einführung eines neuen Studiengangs an. Das führt häufig zu der Kritik, dass die ersten Jahrgänge eines Bachelors Versuchskaninchen seien, da der Ausgang des Akkreditierungsverfahrens ungewiss ist.

Abschluss und mögliche Umorientierung

Mit dem Bachelor erwirbt der Student einen ersten offiziell als berufsqualifizierend betrachteten Hochschulabschluss. Der Bachelor-Abschluss, auch der der Fachhochschule, ist außerdem Qualifikationsnachweis für ein anschließendes Masterstudium, auch für einen Wechsel von der Fachhochschule zur Universität, wobei in diesem Falle weitere Qualifikationen erworben werden müssen. Durch das Masterstudium kann entweder das Studienfach des Bachelorstudiums fortgeführt und vertieft bzw. im fachlichen Zusammenhang fachübergreifend erweitert werden (konsekutiv) oder eine fachliche Umorientierung erfolgen mit dem Wechsel in einen Masterstudiengang, der nicht auf das bisherige Studium aufbaut (nicht-konsekutiv).

Studium und Beruf

Ziel der Einführung eines Bachelor-Abschlusses in Europa war neben der Vereinheitlichung innerhalb der EU und einer kürzeren Studiendauer auch ein stärkerer Praxisbezug des Studiums. Da in den Geistes- und Sozialwissenschaften die möglichen Berufsfelder oft nicht klar abgegrenzt werden können, werden in der Regel zwei oder drei Fächer studiert und um Inhalte aus dem Bereich General Studies ergänzt. In den natur-, ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern wird meist schon zu Beginn ein einzelnes Fach gewählt.

Europäischer und Deutscher Qualifikationsrahmen EQR/DQR

Am 31. Januar 2012 wurde im Rahmen der Erstellung des Europäischen und Deutschen Qualifikationsrahmen EQR/DQR der Bachelor auf die Stufe 6 von 8 eingeordnet. Damit stehen die Abschlüsse Bachelor, Staatlich geprüfter Techniker und Meister auf der gleichen Stufe. Im Rahmen der Reform des Berufsbildungsgesetzes ist die Einführung der ergänzenden Abschlussbezeichnung Berufsbachelor für Fortbildungsabschlüsse der IHK bzw. HWK für das Jahr 2020 geplant.

Zu diesem Sachverhalt veröffentlichte der Verein Deutscher Ingenieure ein Positionspapier, das herausstellt, dass die Abschlüsse Bachelor, Techniker und Meister dem gleichen Kompetenzniveau entsprächen, jedoch nicht gleichartig seien. Die Kompetenzen von Bachelorabsolventen, staatlich geprüften Technikern und Meistern unterscheiden sich laut VDI erheblich. Nach Angaben des VDI dürfe die Einstufung von Bachelor, Techniker und Meister keinesfalls so missverstanden werden, dass sie die gleichen Tätigkeiten ausführen könnten.

Im Jahr 2003 definierte die Kultusministerkonferenz (KMK) in ihren Strukturvorgaben den Bachelor wie folgt:

„In einem System gestufter Studiengänge stellt der Bachelorabschluss als erster berufsqualifizierender Abschluss den Regelabschluss dar und führt damit für die Mehrzahl der Studierenden zu einer ersten Berufseinmündung.“

Zum Wintersemester 2015/2016 wurden in Deutschland nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) über 16.000 gestufte Studiengänge (Bachelor/Master) an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen angeboten. Sie machen damit rund 90 % des Studienangebots in Deutschland aus. Die Mehrzahl an Studiengängen, die (noch) nicht auf Bachelor/Master umgestellt wurden, kommt aus den Rechtswissenschaften sowie der Medizin. Außerdem sind einige Studiengänge mit künstlerischen oder kirchlichen Abschlüssen darunter, ebenso wie das Lehramtsstudium in einzelnen Ländern.

Abschlussbezeichnungen

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg war die erste universitäre Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die in den 1990er Jahren im Rahmen der in den drei Studienrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Ökonomie und Sozioökonomie identischen Diplomvorprüfungen jeweils einen akademischen Bakkalaureatsgrad verliehen hatte, lange bevor Bachelor- und Masterstudiengänge Einzug in die deutsche Hochschullandschaft hielten. Die Bezeichnung dieser wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen akademischen Erstausbildung lautete:

Absolventen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Die KMK legte in den Strukturvorgaben aus dem Jahr 2003 fest, dass in Deutschland folgende Abschlussbezeichnungen zu verwenden sind:

  • Bachelor of Arts (B. A.)
Absolventen der Sozial-, Sprach-, Kultur-, Religions-, Informations- und Wirtschaftswissenschaften
sowie in einigen Bereichen der Theologie wie z. B. der Religionspädagogik
  • Bachelor of Science (B. Sc.)
Absolventen der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur- und Technik- bzw. Ingenieurwissenschaften), Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Gesundheitswissenschaften.
Absolventen der Rechtswissenschaften
  • Bachelor of Education (B. Ed.)
Absolventen des Lehramtsstudiums
Absolventen der Ingenieurwissenschaften

An Kunst- und Musikhochschulen kommen außer dem Bachelor of Arts folgende Abschlussbezeichnungen dazu:

  • Bachelor of Fine Arts (B. F. A.)
Absolventen der Studiengänge zur (bildenden) Kunst
  • Bachelor of Music (B. Mus.)
Absolventen musikalischer Studiengänge
  • Bachelor of Musical Arts (B. M. A.)
Operngesang

Die Abkürzungen werden häufig mit Punkten geschrieben, aber insbesondere beim BA können sie auch wie beim früheren Magister Artium (MA) entfallen.

Die Hochschule kann die Abschlussbezeichnungen auch in zulässigen Formen deutscher Sprache verleihen (z. B.: Bakkalaureus der Wissenschaften). Gemischtsprachige Bezeichnungen sind jedoch ausgeschlossen. Der Absolvent muss die Abschlussbezeichnung so führen, wie sie verliehen wurde, und darf nicht eigenmächtig eine andere Sprache wählen. Gemäß DIN 5008 wird die Bezeichnung in der Korrespondenz hinter dem Namen geschrieben, beispielsweise Erika Mustermann, B. A.

Der Bachelor-Grad darf nicht um einen fachlichen Zusatz oder einen Hinweis auf die Art der Bildungseinrichtung ergänzt werden, die den Bachelor-Grad verliehen hat (z. B.: (FH) oder (Univ.)). Der Grund dafür ist, dass es keine für die Hochschulart spezifisch unterschiedlichen Vorgaben (z. B. Dauer des Studiums) gibt und alle Hochschulen denselben Akkreditierungsanforderungen unterliegen. Detaillierte Information zum jeweiligen Studiengang gehen aus der Bachelor-Urkunde, dem Bachelor-Zeugnis und dem Diploma Supplement hervor. Für ihre Ingenieursstudiengänge verleihen Universitäten aus ihrem akademischen Anspruch heraus zur Differenzierung allein die international etablierten Science-Abschlüsse, während Fachhochschulen zumeist Engineering, aber auf Wunsch vieler Studenten mittlerweile zunehmend auch Science-Abschlüsse vergeben. Vergleichbares gilt für den Bachelor of Education, für den kein Berufsbild existiert.

In ihren Strukturvorgaben von 1999 hatte die KMK noch eine Unterscheidung zwischen stärker theorieorientierten (B. A. sowie B. Sc.) und stärker anwendungsorientierten (unter anderem BBA, Bachelor of Computer Science (BCompSc), BEng, Bachelor of Public Administration (BPA)) Gradbezeichnungen festgelegt, die so seit dem Beschluss 2003 nicht mehr existent ist. Fachliche Zusätze sind infolgedessen ebenfalls nicht mehr erlaubt (beispielsweise Bachelor of Arts in Economics). Die Umstellung der Gradbezeichnungen in bereits bestehenden Studiengängen erfolgt gegebenenfalls im Rahmen der Akkreditierung und Reakkreditierung.

Bachelor-Abschlüsse von Berufsakademien

In der Bundesrepublik Deutschland kann der Bachelor-Abschluss auch an Berufsakademien erworben werden. Die Absolventen erhalten eine staatliche Abschlussbezeichnung anstelle eines akademischen Grades. Bei einem Weiterstudium entscheidet die jeweilige Hochschule anhand zusätzlicher Prüfungskriterien, ob der Berufsakademie-Absolvent zu einem Masterstudiengang zugelassen werden kann. Mit einem Bachelor-Abschluss an einer Hochschule (Universität oder Fachhochschule) kann dagegen auf jeden Fall ein Master-Studium angeschlossen werden. In Baden-Württemberg wurden die Berufsakademien im März 2009 durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg abgelöst. Da diese nun den Status einer Hochschule haben, erhalten seitdem auch alle Absolventen einen akademischen Abschluss.

Vergleich mit traditionellen Abschlüssen

Die meisten Bachelor-Abschlussvarianten verleihen grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie Diplomabschlüsse an Fachhochschulen. Die KMK hat im Jahr 1999 noch explizit festgehalten, dass das Diplom (FH) dem an ausländischen Colleges verbreiteten drei- bis vierjährigen honors Bachelor entspricht. Diese Bachelor-Variante ist nicht zu verwechseln mit dem selteneren nordamerikanischen vier- bis fünfjährigen universitären Bachelor with Honours (wissenschaftliches Diplomstudium), der ein zusätzliches postgraduales Jahr und eine Diplomarbeit verlangt und direkt zum Ph.D.-Studium berechtigt, ohne vorher einen Master absolviert zu haben, und somit dem traditionellen Diplom/Magister entspricht (vgl. unten). Während generell der Bachelor als erster berufsqualifizierender Abschluss gelten soll, reicht er in Studiengängen, an deren Ende bislang Staatsexamina standen, allein nicht aus. Mit dem notwendigen anschließenden Master zusammen ergibt sich teilweise eine längere Studiendauer als bisher.

Da jedoch ein wesentlicher Teil des Bologna-Prozesses die Einführung eines mehrstufigen Abschlusssystems ist, das sich grundlegend von der früher gebräuchlichen Einteilung in Grund- und Hauptstudium unterscheidet, ist ein Vergleich mit traditionellen Abschlüssen oft nicht möglich. Die strukturellen Unterschiede zum bisherigen System können nicht erfasst werden, sodass die in der Öffentlichkeit wahrgenommene Wertigkeit des neuen Abschlusses 2008 stark variierte und von einer Gleichsetzung mit dem Bestehen des Vordiploms bis hin zum Diplom reichte.

Die folgende Abbildung zeigt einige mögliche Kombinationen von Regelstudienzeiten für konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge und stellt sie dem traditionellen Diplom gegenüber:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr
Bachelor ⇒
6 Semester / 180 ECTS-Leistungspunkte (häufigste Variante)
konsekutiver Master
4 Semester / 120 ECTS-Leistungspunkte
Bachelor ⇒
7 Semester / 210 ECTS-Leistungspunkte (seltenere Variante)
kons. Master
3 Semester / 90 ECTS-Leistungspunkte
Bachelor ⇒
8 Semester / 240 ECTS-Leistungspunkte (seltene Variante)
kons. Master
2 Sem./ 60 ECTS-Leistungspunkte
Vordiplom ⇒ Diplom
ca. 8–10 Semester
Vordiplom ⇒ Diplom (FH)
ca. 8 Semester

Promotion ohne Master

Einem Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) folgend soll besonders guten Bachelor-Absolventen eine Promotion ohne vorherigen Masterabschluss ermöglicht werden. Der Deutsche Hochschulverband als Vertretung der Hochschullehrer steht dieser Möglichkeit aber ablehnend gegenüber. Die Möglichkeit, in Deutschland nach erfolgreichem Abschluss eines Bachelorstudiums eine Promotion aufzunehmen, ist bislang in den Hochschulgesetzen nicht vorgesehen. Jedoch gibt es Gespräche über eine weiterführende Entwicklung in dieser Hinsicht.

Bachelor-Abschluss an Business Schools

Bereits vor dem Bologna-Prozess etablierten sich auch in Deutschland einige, meist private Business-Schools, also Wirtschafts-(Hoch-)Schulen, die einen Bachelor-Abschluss nach angelsächsischem Vorbild anboten. Die fehlende staatliche Anerkennung dieser Abschlüsse nach dem deutschen Hochschulrecht umgingen die Business-Schools durch Partnerschaften mit US-amerikanischen und englischen Universitäten, die es den Absolventen ermöglichten, mit integrierten Auslandsstudien den nach dem jeweiligen Hochschulrecht anerkannten Hochschulabschluss der Partneruniversität zu erlangen. Einige dieser früheren Business-Schools sind heute auch in Deutschland als Hochschule staatlich anerkannt.

Kritik

Nach einer Studie des Hochschul-Informations-Systems bricht in Universitäten heute jeder vierte Bachelor-Student sein Studium ab, in Fachhochschulen sogar jeder dritte. Die Abbrecherquote in den Ingenieurwissenschaften ist in den neuen Bachelor-Studiengängen erheblich höher als in den früheren Diplom-Studiengängen.

Das wird darauf zurückgeführt, dass die Umstellung der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge von Diplom- zu Bachelor-Abschluss häufig zwar mit einer zeitlichen Straffung verbunden ist, nicht jedoch mit einer entsprechenden Kürzung des Lernstoffes, woraus sich notwendigerweise eine Stoffverdichtung ergibt.

Bei Bachelor-Studiengängen in Sozial-, Sprach- und Kulturwissenschaften sowie in Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften ist die Abbrecherquote ebenfalls auf hohem Niveau, jedoch niedriger als bei vorherigen Diplom- und Magisterstudiengängen.

Problematisch ist auch, dass bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses in Deutschland zwar der angelsächsische Studienaufbau, nicht aber das angelsächsische Tutorensystem übernommen wurde.

Auch viele Studenten beurteilen den Bachelor-Abschluss kritisch, wie eine Befragung unter Studenten aus dem Mai 2013 ergab. Nur 9 % streben demnach den Bachelor als höchsten akademischen Abschluss an. Der Großteil sieht ihn als Station auf dem Weg zu einer höheren Qualifikation, wie dem Master. 2016 allerdings gaben nur 55 Prozent der Studierenden in einem Bachelor-Studiengang an, einen Master-Abschluss anstreben zu wollen. 33 % der Bachelor-Studierenden äußerten, sich fachlich nicht ausreichend vorbereitet zu fühlen. Am häufigsten forderten Studierende einen stärkeren Praxisbezug.

Im Fach Psychologie berechtigt der Bachelor-Abschluss nicht zu einer therapeutischen Zusatzausbildung; es stehen jedoch oft nicht genügend Master-Studienplätze für alle Interessenten zur Verfügung.

In Österreich wurde der Bachelor-Abschluss bis Mai 2007 Bakkalaureat genannt, der Absolvent war der Bakkalaureus bzw. die Bakkalaurea (beide abgekürzt Bakk.). In gestuften Studiengängen, die ab Beginn des Wintersemesters 2006/2007 eingerichtet werden, wird künftig der Bachelor anstelle des Bakkalaureus verliehen (Novelle des Universitäts-Studiengesetzes 2002, BGBl. I Nr. 74/2006). Die bisherigen Bakkalaureat-Studiengänge können allerdings auch weiterhin mit dem Bakkalaureusgrad abgeschlossen werden.

Gemäß § 54 Universitätsgesetz 2002 müssen Bachelor-Studien einen Arbeitsaufwand von 180 ECTS-Leistungspunkten umfassen.

Abschlussbezeichnungen nach dem heutigen Bachelor-System (B.)

In Österreich werden unter anderem folgende Abschlussbezeichnungen verwendet:

  • Bachelor (BA) für das individuelle Bachelorstudium (gemäß UG)
  • Bachelor of Arts (B. A. oder BA)
  • Bachelor of Science (B. Sc. oder BSc)
  • Bachelor of Laws (LL. B.)
  • Bachelor of Education (B. Ed.)
  • Bachelor of Engineering (B. Eng.)
  • Bachelor der Statistik (B. Stat.)
  • Bachelor of Science in Engineering (B. Sc. oder BSc)
  • Bachelor of Theology (BTh)
  • Bachelor of Philosophy (B. phil.)
  • Bachelor of Science in Nursing (BScN)

Bakkalaureatsgrade bis 2007 (Bakk.)

Die Bakkalaureatsgrade in Österreich waren:

  • Bakkalaureus/-a der Künste. (Bakk. art.)
  • Bakkalaureus/-a der Naturwissenschaften. (Bakk. rer. nat.)
  • Bakkalaureus/-a der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. (Bakk. rer. soc. oec.)
  • Bakkalaureus/-a der Philosophie. (Bakk. phil.)
  • Bakkalaureus/-a der technischen Wissenschaften. (Bakk. techn.)
  • Bakkalaureus/-a der Kommunikationswissenschaft. (Bakk. komm.)

Diese Grade werden hinter dem Namen geführt.

Belgien

In Belgien ist mit bachelier wiederum der akademische Bachelor-Grad bezeichnet (dieser Titel löst das alte Baccalauréat ab).

Frankreich

In Frankreich wird der Abschluss als licence bezeichnet. Der englische Name birgt dort eine Verwechslungsgefahr mit dem baccalauréat, das dem Abitur oder der Matura entspricht; außerdem ist licence der eingebürgerte Begriff für einen universitären Abschluss mit Bac+3-Niveau (ein Abschluss, der drei Jahre nach dem Abitur erworben wird, also nach dreijähriger Studienzeit).

Italien

In Italien heißt der Bachelor-Abschluss Laurea di 1° livello.

Polen

In Polen heißt der akademische Grad auf Bachelorniveau licencjat. Er kann nach drei Studienjahren erworben werden.

Schweden

In Schweden bestanden Studiengänge auf Bachelor-Ebene bereits vor Beginn des Bologna-Prozesses, siehe Kandidatexamen.

Spanien

Das Pendant des Bachelor in Spanien nennt sich Título de grado, da auch hier ähnlich wie in Frankreich das Bakkalaureat (Bachillerato) bereits als Name für den Abschluss der weiterführenden Schule existierte.

Vereinigtes Königreich

Im Vereinigten Königreich ist der Bachelor traditionell der übliche für einen akademischen Beruf qualifizierende Abschluss. Ganz überwiegend dauert das Studium bis zum Bachelor drei bis vier Jahre, ist stark strukturiert und fachlich spezialisiert. Vierjährige Bachelorstudiengänge werden fast ausnahmslos in anwendungsnahen Fächern angeboten, im Curriculum dieser sogenannten Sandwich courses ist ein Praxisjahr vorgesehen.

Einen Sonderfall stellen die Universitäten Oxford, Cambridge sowie das am britischen Vorbild orientierte Dublin dar, wo der Abschluss eines Bachelor of Arts (BA), welcher einen dreijährigen Bachelor-Abschluss darstellt, nach Ablauf einer Wartezeit ohne weitere akademische Leistungen oder Prüfungen zu einem Master of Arts (MA) umgewandelt wird. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine terminologische Besonderheit ohne Unterschied in der Sache, daher wird dieser Abschluss bei Bewerbungen auf Arbeitsplätze und andere Studiengänge wie ein Bachelor behandelt. Darüber hinaus gibt es an diesen Universitäten auch echte (das heißt, einen vorherigen Bachelor voraussetzende) Master-Programme, die dann zu Abschlüssen wie etwa Master of Science führen und daher terminologisch von einem umgewandelten Bachelor unterschieden werden. Insgesamt schließen in Großbritannien nur 12 Prozent der Bachelorabsolventen direkt ein Masterstudium an. Das Masterstudium selbst kann berufsqualifizierend sein, alternativ können sich Absolventen für einen sogenannten research master entscheiden.

Im geschichtlichen Rückblick betrachtet, wurde 1918 im Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland das akademische System honours eingeführt und in der Folge von zahlreichen anderen Commonwealth-Staaten übernommen. Der Bachelor-Abschluss unterhalb der Leistungsbeurteilung third class honours wird auch non-honours pass (d. h. schlechteste Leistung) bezeichnet. Da aber nur eine kleine Minderheit der Studierenden ihren Bachelor als non-honours pass abschließt, findet sich im Schriftverkehr hinter der Abkürzung des akademischen Grades sehr häufig „(Hon)“ oder „(Hons)“ als Hinweis darauf, dass eine der vier obigen Honours-Auszeichnungen gemeint ist. Ein Honours Bachelor unterscheidet sich vom akademischen Grad Bachelor with Honours oder Bachelor (Honours), der in Australien, Kanada, Neuseeland und Südafrika an Studierende verliehen wird, die ein konsekutives post-bachelor Diplomstudium (Thesis) mit einer Studiendauer von ein bis zwei Jahren abschlossen.

Der Bachelor of Divinity (Hons) der schottischen Universitäten St. Andrews, Aberdeen, Glasgow und Edinburgh entspricht einem Masters-Abschluss.

Notenstufen

Üblicherweise werden im britischen Bachelor in folgende Notenstufen vergeben:

Prozent Englisch Deutsch Entspricht
70–100 % first class (hons.) mit Auszeichnung (hervorragend) 1,0
60–69 % upper second class mit gutem Erfolg (sehr gut) 1,3–2,0
50–59 % lower second class mit Erfolg (gut / befriedigend) 2,0–3,0
40–49 % third class bestanden (ausreichend) 3,3–4,0
0–39 % fail nicht bestanden (ungenügend) 5,0

Kanada

In Kanada erreicht man entweder den Bachelor-Abschluss (Minor/General) nach Absolvierung eines Studienlehrgangs mit einer Studiendauer von drei Jahren an einem College oder seltener an einer University, oder den universitären Major-, Specialization- bzw. Honours-Bachelor-Abschluss mit einer Studiendauer von vier Jahren. Bachelorarbeiten werden paper, term paper oder essay genannt und sind nicht in allen Studiengängen üblich. Selten wird auch der traditionelle konsekutive Bachelor with Honours-Abschluss (Baccalaureatus Cum Honore degree) angeboten, der nach einem vorangegangenen Bachelor-Abschluss derselben Fachrichtung erreicht wird, mit einer Studiendauer von ein bis zwei Jahren an einer Universität. Er wird durch Absolvierung von Kursen und durch Verfassen einer längeren wissenschaftlichen Diplomarbeit (honours seminar thesis) erreicht. Der Baccalaureatus Cum Honore ist Zulassungsvoraussetzung für zwei- bis dreijährige very high research-Master-Studiengänge oder für einfache Ph.-D.-Studiengänge. Dieses Schulmodell wurde, ähnlich dem traditionellen Magister/Diplom in Deutschland oder dem postgraduate Bachelor with Honours in Australien, zunehmend zum Auslaufmodell und ist zwischenzeitlich weitgehend durch kürzere konsekutive Master-Varianten ersetzt worden.

Vereinigte Staaten

In den USA haben 33,1 % der über 24-Jährigen einen Bachelorabschluss, eventuell ergänzt durch einen darauf aufbauenden, noch höheren Abschluss. Der Anteil ist regional sehr unterschiedlich. An einigen Orten, wie z. B. Wellesley bei Boston, beträgt er mehr als 80 %.

Ein klassischer Collegeabschluss (Undergraduate Degree, Bachelor) in den Vereinigten Staaten soll neben einer beruflichen Qualifizierung auch demokratische und bürgerschaftliche Bildung vermitteln. Das Studium dauert vier Jahre, wobei die ersten eineinhalb Jahre häufig fachlich sehr breit angelegt sind (general studies). Deswegen erfolgt die Spezialisierung auf das eigentliche Hauptfach oft erst in der Mitte des zweiten Studienjahres. In einigen Fächern, wie z. B. Architektur, dauert das Studium fünf Jahre. Ein Bachelor-Abschluss in den USA bedeutet traditionell weniger fachspezifische Festlegung als in Europa. Durchlässigkeiten sowohl zwischen den Disziplinen als auch zwischen Wissenschaft und Praxis sind größer.Masterstudiengänge sind wissenschaftlich orientiert und in der Regel auf zwei Jahre angelegt, sie werden in Graduate Schools der Universitäten organisiert.

Allgemein

In Australien, Kanada, Neuseeland und Südafrika kann nach dem regulären Bachelor bei guten bis sehr guten Leistungen ("Upper Second Class Honours"; "First Class Honours) oder bei hervorragenden Leistungen (First Class Honours and the University Medal) das Studium des Bachelor with Honours oder Bachelor (Honours) aufgenommen werden. Dieses zumindest zweisemestrige Vollzeitstudium verlangt Kurse, eine längere wissenschaftliche Diplomarbeit (Thesis) von 20.000 Wörtern und eine Abschlussprüfung. Es kann auch als erstes Jahr des Masters anerkannt werden. Ein guter Abschluss ermöglicht ein längeres forschungsintensives Master-Studium an einer Spitzenforschungsinstitution, und er berechtigt direkt zur Promotion.

Honours Degree (Auszeichnung)

1918 wurde im Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland die Bezeichnung Honours in das akademische System aufgenommen und verbreitet, welches bis heute mit den Notenbewertungsvarianten first class honours degree, second class honours degree, third class honours degree und, für entsprechend schwache Studienleistung, pass degree Anwendung findet. Somit sind die weitaus meisten Bachelor-Abschlüsse in Großbritannien sogenannte Honours Bachelor-Abschlüsse. Das System wurde von vielen Commonwealth-Staaten übernommen. Vielerorts werden deshalb die Bachelor-Studiengänge auch mit diesen Honours Degree-Varianten bezeichnet bzw. angeboten.

Absolventen eines Bachelor fügen hinter ihrer Bachelor-Abkürzung in Klammern gelegentlich (Hon) oder (Hons) an, um zu unterstreichen, dass ihr Grad mit keiner schlechten Note erreicht wurde.

Ein derartiger Honours Bachelor unterscheidet sich von dem seltenen akademischen Grad Bachelor with Honours oder Bachelor (Honours), der in einigen Commonwealth-Staaten verliehen wird. Dieser wird in ein bis zwei Jahren nach einem Honours Bachelor-Abschluss erworben, vergleichbar den letzten zwei Regelstudiensemestern eines traditionellen europäischen Lizenziat-, Diplom- bzw. Magister-Studienganges.

Bachelor with Honours (akademischer Grad)

Der seltene konsekutive Bachelor with Honours (baccalaureatus cum honore) oder Bachelor (Honours) als akademischer Grad wird in Australien, Kanada, Neuseeland, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und den USA von Universitäten verliehen. Zugangsvoraussetzung für ein Bachelor-with-Honours-Diplomstudium ist immer ein spezieller forschungsorientierter Honours-Bachelor- bzw. Bachelor-Abschluss mit sehr guter Note.

Die Regelstudienzeit für dieses Diplomstudium beträgt mindestens ein, höchstens zwei Jahre, je nachdem ob die Diplomarbeit im ersten oder im zweiten Studienjahr abgeschlossen wird. In der Regel darf bei diesem konsekutiven Studiengang (Bachelor + Baccalauretaus Cum Honore) die Gesamtregelstudienzeit fünf Jahre nicht überschreiten. Der Bachelor-with-Honours-Abschluss berechtigt direkt zum PhD-Studium und ist Voraussetzung für die Zulassung zu einem zwei- bis dreijährigen forschungsintensiven Master-Studiengang an einer internationalen Spitzenuniversität. Die in Europa verliehenen traditionellen Lizenziat-, Diplom- und Magisterabschlüsse gelten in den meisten Commonwealth-Staaten als äquivalent zum akademischen Grad Bachelor with Honours.

Das Diplomstudium baut inhaltlich auf einem vorangegangenen Bachelor-Studium auf. Die Systeme der aufgeführten Länder unterscheiden sich im Zeit- und Leistungsumfang. So dauert das Studium in Australien ein bis zwei Jahre und enthält eine längere schriftliche Forschungsarbeit von 20.000 Wörtern. In Neuseeland hingegen kann die Erstellung einer weniger umfangreichen Forschungsarbeit innerhalb des einjährigen Diplomstudiums innerhalb der Kursarbeit freiwillig erfolgen oder, je nach Voraussetzung, auch im Anschluss daran. Inhaltlich erfolgt im Honours-Studium auch hier eine vor allem wissenschaftlich ausgerichtete Vertiefung der bisherigen Bachelor-Studieninhalte. Alle Abschlüsse können als erstes Master-Jahr anerkannt werden. In Südafrika gilt der Grundsatz, dass ein Masterstudium erst nach einem vierjährigen Studium begonnen werden kann. Daher wird von Studierenden ein einjähriges Honours-Studium bei den dreijährigen Studiengängen angefügt, um die geforderte Zulassung zu gewährleisten.

Auszeichnung versus akademischer Grad

Akademische Grade dürfen in den Commonwealth-Staaten nur in der Form geführt werden, die (meist abgesetzt vom übrigen Text und in einer Zeile) durch die Verleihungsurkunde festgelegt ist. Beispielsweise kann im Urkundentext im Fall einer Honours-Auszeichnung „the degree of BACHELOR OF ARTS with first class honours“ oder beim akademischen Grad Bachelor with Honours „BACCALAUREATUS IN ARTIBUS CUM HONORE summa cum laude“ ausgeführt sein. Um in Dokumenten Verwechslungen zu vermeiden, darf in Kanada und auch in den USA ausschließlich der Diplom-Grad Bachelor with Honours/Baccalaureatus Cum Honore in der Abkürzung ohne Klammern geführt werden (z. B. B. A. hons, BA hon. oder BSc hons.), eine Honours-Auszeichnung (Honours Degree) hingegen darf hinter der Bachelor-Abkürzung höchstens in Klammern angegeben werden (z. B. BA (Hon) oder (Hons)). In Australien hingegen wird der akademische Bachelor with Honours-Grad de jure auch in der Abkürzung in Klammern geführt (z. B. B. A. (Hons)), weshalb es dort nicht erlaubt ist, eine gleich oder ähnlich lautende Honours-Auszeichnung hinter einem klassischen Bachelor-Grad anzuführen. Beide Schriftverkehr-Regelungen dienen der Vermeidung des Eindrucks, jemand, der einen klassischen Honours Bachelor-Abschluss erreicht hat, hätte im Anschluss daran auch den konsekutiven akademischen Grad Baccalaureatus Cum Honore bzw. Bachelor (Honours) erworben.

Auch in Deutschland gibt es – wenn auch nur sehr vereinzelt – den akademischen Grad Bachelor Honours. Die entsprechenden Prüfungsordnungen sehen ein zweisemestriges Diplomstudium (im Umfang von 60 ECTS-Punkten) nach einem vorangegangenen Bachelor (180 ECTS-Punkte) vor. Dieser Bachelor Honors-Grad ist dem traditionellen Diplom-Abschluss gleichwertig. (Siehe auch Amtliches Mitteilungsblatt, Prüfungsordnung der Hochschule Hannover 5/2002 nach § 2, Abs. 2 und §§ 25–30.) Der deutsche Diplom-Abschluss wird, so wie in Kanada, de jure auch in der Abkürzung ohne Klammern verliehen bzw. geführt (z. B. BA hon.). Damit können in Dokumenten Verwechslungen zumindest mit der zahlreich vorkommenden europäischen und nordamerikanischen Honours Degree-Auszeichnung, die häufig von Studierenden in Klammern hinter der Bachelor-Abkürzung angegeben wird, vermieden werden.

  • Bologna-Reader I und II: Texte und Hilfestellungen zur Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses an deutschen Hochschulen. Herausgegeben von der Hochschulrektorenkonferenz. (PDF-Dateien: (Memento vom 2. Juni 2010 im Internet Archive) 3,73 MB; , 3,16 MB)
  • Alexandra Kertz-Welzel: Motivation zur Weiterbildung: Master- und Bachelor-Abschlüsse in den USA. In: Diskussion Musikpädagogik. Nr. 29. 2006, S. 33–35.
  • Georg Bollenbeck (Hrsg.): Der Bologna-Prozess und die Veränderung der Hochschullandschaft. Synchron, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-939381-04-4.
  • European University Association: EUA Bologna handbook. “Making Bologna Work”. basic edition including CD-ROM. J. Raabe, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8183-0209-2.
  • Hans Joachim Meyer: Die akademischen Grade im englischen Sprachraum und der deutsche Wissenschaftsbegriff. In: Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Heft 6, 2011, S. 23–43.ISSN
Wiktionary: Bachelor – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
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  5. Walter W. Skeat: The Concise Dictionary of English Etymology. Wordsworth Editions, Ware (Hertfordshire) (1884) 1993 (mehrere Neudrucke), ISBN 1-85326-311-7, S. 25 f.
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  7. Konrad Rückbrod: Universität und Kollegium, Baugeschichte und Bautyp. Darmstadt 1977, ISBN 3-534-07634-6, S. 9–33.
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Normdaten (Sachbegriff): GND:(, )

Bachelor
bachelor, akademischer, abschluss, sprache, beobachten, bearbeiten, titel, dieses, artikels, mehrdeutig, weitere, bedeutungen, sind, unter, begriffsklärung, aufgeführt, ˈbætʃəlɚ, oder, ˈbætʃlɚ, auch, bakkalaureus, oder, baccalaureus, weiblichen, form, bakkalau. Bachelor akademischer Abschluss Sprache Beobachten Bearbeiten Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig Weitere Bedeutungen sind unter Bachelor Begriffsklarung aufgefuhrt Der Bachelor ˈbaetʃelɚ oder ˈbaetʃlɚ auch Bakkalaureus oder Baccalaureus bzw in der weiblichen Form Bakkalaurea oder Baccalaurea ist der Trager des niedrigsten akademischen Grades 1 und hat ublicherweise den ersten Abschluss eines gestuften Studiums an einer Universitat bzw gleichgestellter Hochschule Fachhochschule oder Berufsakademie erreicht Ein Bachelor Studiengang hat eine Regelstudienzeit von drei bis vier Jahren 6 8 Fachsemester je nach Art des Fachs und der Lehranstalt Der Bachelor ist qualifiziert fur eine grundlegende Berufstatigkeit ein weiterfuhrendes Masterstudium und in besonderen Ausnahmefallen fur die Aufnahme eines Promotionsstudiums Fast Track Promotion 2 Das Wort Baccalaureus unterscheidet sich in seiner Bedeutung von dem Wort Baccalaureatus das in einigen Landern den ein bis zweijahrigen postgradualen akademischen Grad Bachelor with Honours Baccalaureatus cum Honore bezeichnet Inhaltsverzeichnis 1 Wortherkunft 2 Begriffsgeschichte 3 Bachelor Abschluss in Europa 3 1 Aufbau Umfang und Einordnung 3 1 1 Grundkonzept 3 1 2 Modulstruktur 3 1 3 Abschluss und mogliche Umorientierung 3 2 Studium und Beruf 3 3 Europaischer und Deutscher Qualifikationsrahmen EQR DQR 4 Baccalaureus und Bachelor Abschlusse in Deutschland 4 1 Abschlussbezeichnungen 4 2 Bachelor Abschlusse von Berufsakademien 4 3 Vergleich mit traditionellen Abschlussen 4 4 Promotion ohne Master 4 5 Bachelor Abschluss an Business Schools 4 6 Kritik 5 Bachelor Abschluss in Osterreich 5 1 Abschlussbezeichnungen nach dem heutigen Bachelor System B 5 2 Bakkalaureatsgrade bis 2007 Bakk 6 Bachelor Abschluss in anderen europaischen Staaten 6 1 Belgien 6 2 Frankreich 6 3 Italien 6 4 Polen 6 5 Schweden 6 6 Spanien 6 7 Vereinigtes Konigreich 6 7 1 Notenstufen 7 Bachelor Abschluss in Nordamerika 7 1 Kanada 7 2 Vereinigte Staaten 8 Bachelor Abschluss im Commonwealth 8 1 Allgemein 8 2 Honours Degree Auszeichnung 8 3 Bachelor with Honours akademischer Grad 8 4 Auszeichnung versus akademischer Grad 9 Literatur 10 Weblinks 11 EinzelnachweiseWortherkunft BearbeitenDas englische Wort bachelor ursprunglich bacheler geschrieben findet sich im Mittelenglischen ab dem spaten 13 Jahrhundert in den Bedeutungen Knappe junger Ritter Erstbeleg 1297 wer den ersten akademischen Grad an einer Universitat erlangt hat Erstbeleg 1362 Junggeselle Erstbeleg 1386 und Jungmitglied einer Zunft Erstbeleg 1390 bezeugt 3 Es geht auf ein erschlossenes romanisches baccalaris zuruck dessen Herkunft unsicher ist 3 4 Formal besteht eine nahe Verwandtschaft mit mittellateinisch baccalaria Pflugland und baccalarius Bauernknecht oder 5 Betreiber eines kleinen Bauernhofes oder Gutshofes die ihrerseits auf spatlateinisch bacca vgl lateinisch vacca Kuh zuruckgehen doch bereitet die Bedeutungsgeschichte Schwierigkeiten 3 4 Auch eine bereits im 19 Jahrhundert als falsch gewertete Herleitung von einem keltischen bakalakos vgl altirisch bachlach Schafer Bauer bereitet die gleichen semantischen Probleme 4 Aus lautlichen Grunden unhaltbar ist eine Ruckfuhrung auf walisisch bach klein altkeltisch bicc becc 3 fragwurdig die Herleitung von franzosisch bas chevalier niederer Ritter 3 Die Variante Baccalaureus ist eine Verballhornung des mittellateinischen akademischen Grades baccalarius die an bacca lauri Beere des Lorbers angelehnt ist vgl den Pflanzennamen Laurus nobilis Edler Lorbeer und den mit beerenreichem Lorbeer Bekranzten vor Augen hatte vgl poeta laureatus 3 4 Begriffsgeschichte BearbeitenDer Bakkalaureus als Begriff im Hochschulwesen ist seit dem Jahr 1231 an der Pariser Sorbonne belegt doch er muss schon vorher verwendet worden sein denn die Aufgabe eines Baccalarius den Magister bei der Aufsicht jungerer Studenten zu unterstutzen und sich gleichzeitig weiterzubilden ist bereits im fruhen 12 Jahrhundert sowohl in Paris als auch in Bologna bekannt 6 Der Scholar der mittelalterlichen Universitat erwarb diesen Titel ursprunglich nach Abschluss des Triviums Grammatik Dialektik Rhetorik der Artistenfakultat baccalarius artium Danach war der Absolvent mit dem Wechsel ins Quadrivium befahigt Hilfslehrer fur Scholaren des Triviums zu werden Nach weiterem Studium des Quadriviums schloss der Baccalarius die Fakultat der Artisten nachdem er also samtliche artes liberales gemeistert hatte mit dem Grad des magister artium ab und konnte in eine hohere Fakultat als magister non regens eintreten oder als magister regens an der Artistenfakultat fur die baccaularii des Quadriviums selbst lehren 7 Im Gebiet des Deutschen Bundes verschwand der akademische Grad des zu diesem Zeitpunkt langst so genannten Bakkalaureus um 1820 da die Matura bzw das sogenannte Abitur nun dessen Zweck erfullte Dagegen heisst nach wie vor die Hochschulreife im frankophonen Sprachraum baccalaureat in Spanien und Lateinamerika bachillerato Um 1930 gab es noch an einigen Universitaten den baccalaureus juris bacc jur als Vorstufe fur den Doktorgrad 8 Die Gestalt eines Bakkalaureus erscheint auch in der Literatur so in Johann Wolfgang von Goethes Faust II Vers 6689 ff Der Bakkalaureus ist offensichtlich identisch mit dem Schuler aus Faust I Vers 1868 ff er hat nun sein Examen gemacht und tritt Mephistopheles abermals gegenuber Er symbolisiert einerseits die Originalgenies des Sturm und Drangs andererseits die in Burschenschaft und Wartburgfest hervorgetretene Studentenbewegung nach den Befreiungskriegen in der Goethe in mancher Hinsicht eine Wiederholung des Sturm und Drangs erblickte Goethe sieht die jungen Studenten mit einer Mischung aus Sympathie und Geringschatzung Bachelor Abschluss in Europa Bearbeiten Dieser Abschnitt stellt die Situation in Deutschland dar Hilf mit die Situation in anderen Staaten zu schildern Aufbau Umfang und Einordnung Bearbeiten Grundkonzept Bearbeiten Der Bachelor ist der erste akademische Grad und berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells Die fur angemessen erachtete fur Unterstutzungsleistungen wie BAfoG verbindliche und missverstandlich als Regelstudienzeit bezeichnete Studiendauer betragt mindestens drei und hochstens vier Jahre 9 Nach dem European Credit Transfer System ECTS sind durchschnittlich 30 Leistungspunkte LP credit points pro Semester zu erwerben Bei einem Bachelor Studium von sechs Semestern ergeben sich so 180 LP bei sieben Semestern 210 LP und bei acht Semestern 240 LP Es existieren auch Intensivstudiengange bei denen in sechs Semestern 210 LP vergeben werden wie beispielsweise an einer Dualen Hochschule Ein Punkt entspricht einer Arbeitsbelastung des jeweiligen Studenten von 30 Stunden mindestens jedoch 25 Stunden Die deutsche Hochschulrektorenkonferenz HRK beschloss die Empfehlung stets fur 30 Stunden einen Leistungspunkt zu vergeben 10 Damit ergibt sich bei 30 Leistungspunkten pro Semester eine rechnerische Arbeitsbelastung von knapp 40 Stunden in der Woche bei sechs Wochen Urlaub im Jahr Zu der Arbeitsbelastung zahlt die gesamte Zeit die vom Studenten fur das Studium aufgewendet werden muss also z B die Zeit fur Vorlesungen Seminare und Prufungen sowie die Zeit fur deren Vor und Nachbereitung Einige Bachelor Studiengange beschranken sich auf ein einzelnes Fach sogenannte Ein Fach Bachelorstudien oder Monofach Zahlreiche Hochschulen bieten jedoch Bachelor Studiengange an bei denen gleichzeitig mehrere Studienfacher belegt werden So besteht haufig die Moglichkeit ein sogenanntes Zwei Fach Bachelorstudium bestehend aus zwei Hauptfachern zu absolvieren Sollten die Absolventen schon vor oder wahrend des Bachelor Studiums einen Master of Education fur Gymnasien und Gesamtschulen bzw Berufskollegs anstreben ehemals Lehramt fur die Sekundarstufe II bildet diese Art des Bachelors die Grundvoraussetzung Jedoch kann auch ein fachwissenschaftlich ausgerichteter Master in beiden Fachern angeschlossen werden Ebenso existieren zahlreiche Bachelorstudien die ein Hauptfach mit einem oder mehreren Nebenfachern kombinieren In der Schweiz werden die Hauptfacher auch Major und die Nebenfacher Minor genannt Diese Bezeichnungen sind nicht mit den gleichnamigen Bachelorvarianten im angloamerikanischen Raum zu verwechseln In den meisten deutschen Landern muss man einen Master Studiengang abgeschlossen haben wenn man als Referendar seine Berufsausbildung abschliessen will In solchen Fallen bietet ein Bachelor Abschluss keine befriedigenden Perspektiven im Zielberuf z B als Lehrer 11 Modulstruktur Bearbeiten Die Lehrveranstaltungen in Bachelor Studiengangen sind durch Module strukturiert Ein Modul fasst eine oder mehrere Lehrveranstaltungen mit einem Lernziel zusammen und ist die Einheit fur die Leistungspunkte vergeben werden Durch den Bachelor Abschluss wird die Vereinheitlichung der Studienabschlusse in Europa und damit eine bessere internationale Vergleichbarkeit angestrebt Die dafur im Rahmen des Bologna Prozesses von den Landern entwickelten detaillierten Vorgaben sollen in Deutschland insbesondere durch die Akkreditierung gewahrleistet werden die von speziellen Agenturen vorgenommen wird Diese externe Prufung der Studiengange soll sowohl die formale Kompatibilitat zum Bachelor System als auch die Qualitat der Lehre des Lehrkorpers und der Studieninhalte sicherstellen Die Akkreditierungsagenturen sind Vereine die wiederum vom zentralen Akkreditierungsrat akkreditiert werden Die nicht in allen Bundeslandern gesetzlich vorgeschriebene Akkreditierung lauft oft erst nach Einfuhrung eines neuen Studiengangs an Das fuhrt haufig zu der Kritik dass die ersten Jahrgange eines Bachelors Versuchskaninchen seien da der Ausgang des Akkreditierungsverfahrens ungewiss ist Abschluss und mogliche Umorientierung Bearbeiten Mit dem Bachelor erwirbt der Student einen ersten offiziell als berufsqualifizierend betrachteten Hochschulabschluss Der Bachelor Abschluss auch der der Fachhochschule ist ausserdem Qualifikationsnachweis fur ein anschliessendes Masterstudium auch fur einen Wechsel von der Fachhochschule zur Universitat wobei in diesem Falle weitere Qualifikationen erworben werden mussen Durch das Masterstudium kann entweder das Studienfach des Bachelorstudiums fortgefuhrt und vertieft bzw im fachlichen Zusammenhang fachubergreifend erweitert werden konsekutiv oder eine fachliche Umorientierung erfolgen mit dem Wechsel in einen Masterstudiengang der nicht auf das bisherige Studium aufbaut nicht konsekutiv Studium und Beruf Bearbeiten Ziel der Einfuhrung eines Bachelor Abschlusses in Europa war neben der Vereinheitlichung innerhalb der EU und einer kurzeren Studiendauer auch ein starkerer Praxisbezug des Studiums Da in den Geistes und Sozialwissenschaften die moglichen Berufsfelder oft nicht klar abgegrenzt werden konnen werden in der Regel zwei oder drei Facher studiert und um Inhalte aus dem Bereich General Studies erganzt In den natur ingenieur und wirtschaftswissenschaftlichen Fachern wird meist schon zu Beginn ein einzelnes Fach gewahlt Europaischer und Deutscher Qualifikationsrahmen EQR DQR Bearbeiten Am 31 Januar 2012 wurde im Rahmen der Erstellung des Europaischen und Deutschen Qualifikationsrahmen EQR DQR der Bachelor auf die Stufe 6 von 8 eingeordnet Damit stehen die Abschlusse Bachelor Staatlich geprufter Techniker und Meister auf der gleichen Stufe 12 Im Rahmen der Reform des Berufsbildungsgesetzes ist die Einfuhrung der erganzenden Abschlussbezeichnung Berufsbachelor fur Fortbildungsabschlusse der IHK bzw HWK fur das Jahr 2020 geplant Zu diesem Sachverhalt veroffentlichte der Verein Deutscher Ingenieure ein Positionspapier 13 das herausstellt dass die Abschlusse Bachelor Techniker und Meister dem gleichen Kompetenzniveau entsprachen jedoch nicht gleichartig seien Die Kompetenzen von Bachelorabsolventen staatlich gepruften Technikern und Meistern unterscheiden sich laut VDI erheblich Nach Angaben des VDI durfe die Einstufung von Bachelor Techniker und Meister keinesfalls so missverstanden werden dass sie die gleichen Tatigkeiten ausfuhren konnten Baccalaureus und Bachelor Abschlusse in Deutschland BearbeitenIm Jahr 2003 definierte die Kultusministerkonferenz KMK in ihren Strukturvorgaben den Bachelor wie folgt In einem System gestufter Studiengange stellt der Bachelorabschluss als erster berufsqualifizierender Abschluss den Regelabschluss dar und fuhrt damit fur die Mehrzahl der Studierenden zu einer ersten Berufseinmundung 14 Zum Wintersemester 2015 2016 wurden in Deutschland nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz HRK uber 16 000 gestufte Studiengange Bachelor Master an Universitaten Fachhochschulen sowie Kunst und Musikhochschulen angeboten Sie machen damit rund 90 des Studienangebots in Deutschland aus Die Mehrzahl an Studiengangen die noch nicht auf Bachelor Master umgestellt wurden kommt aus den Rechtswissenschaften sowie der Medizin Ausserdem sind einige Studiengange mit kunstlerischen oder kirchlichen Abschlussen darunter ebenso wie das Lehramtsstudium in einzelnen Landern 15 Abschlussbezeichnungen Bearbeiten Die Wirtschafts und Sozialwissenschaftliche Fakultat der Universitat Augsburg war die erste universitare Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland die in den 1990er Jahren im Rahmen der in den drei Studienrichtungen Betriebswirtschaftslehre Okonomie und Soziookonomie identischen Diplomvorprufungen jeweils einen akademischen Bakkalaureatsgrad verliehen hatte lange bevor Bachelor und Masterstudiengange Einzug in die deutsche Hochschullandschaft hielten Die Bezeichnung dieser wirtschafts und sozialwissenschaftlichen akademischen Erstausbildung lautete Baccalaureus Oeconomiae Baccalaurea Oeconomiae bac oec Absolventen der Wirtschafts und Sozialwissenschaften Die KMK legte in den Strukturvorgaben aus dem Jahr 2003 14 fest dass in Deutschland folgende Abschlussbezeichnungen zu verwenden sind Bachelor of Arts B A Absolventen der Sozial Sprach Kultur Religions Informations und Wirtschaftswissenschaften sowie in einigen Bereichen der Theologie wie z B der ReligionspadagogikBachelor of Science B Sc Absolventen der MINT Facher Mathematik Informatik Natur und Technik bzw Ingenieurwissenschaften Wirtschaftswissenschaften Psychologie und Gesundheitswissenschaften Bachelor of Laws LL B Absolventen der RechtswissenschaftenBachelor of Education B Ed Absolventen des LehramtsstudiumsBachelor of Engineering B Eng Absolventen der Ingenieurwissenschaften An Kunst und Musikhochschulen kommen ausser dem Bachelor of Arts folgende Abschlussbezeichnungen dazu 14 Bachelor of Fine Arts B F A Absolventen der Studiengange zur bildenden KunstBachelor of Music B Mus Absolventen musikalischer StudiengangeBachelor of Musical Arts B M A Operngesang Die Abkurzungen werden haufig mit Punkten geschrieben aber insbesondere beim BA konnen sie auch wie beim fruheren Magister Artium MA entfallen Die Hochschule kann die Abschlussbezeichnungen auch in zulassigen Formen deutscher Sprache verleihen z B Bakkalaureus der Wissenschaften Gemischtsprachige Bezeichnungen sind jedoch ausgeschlossen Der Absolvent muss die Abschlussbezeichnung so fuhren wie sie verliehen wurde und darf nicht eigenmachtig eine andere Sprache wahlen Gemass DIN 5008 wird die Bezeichnung in der Korrespondenz hinter dem Namen geschrieben beispielsweise Erika Mustermann B A 16 Der Bachelor Grad darf nicht um einen fachlichen Zusatz oder einen Hinweis auf die Art der Bildungseinrichtung erganzt werden die den Bachelor Grad verliehen hat z B FH oder Univ Der Grund dafur ist dass es keine fur die Hochschulart spezifisch unterschiedlichen Vorgaben z B Dauer des Studiums gibt und alle Hochschulen denselben Akkreditierungsanforderungen unterliegen 14 Detaillierte Information zum jeweiligen Studiengang gehen aus der Bachelor Urkunde dem Bachelor Zeugnis und dem Diploma Supplement hervor Fur ihre Ingenieursstudiengange verleihen Universitaten aus ihrem akademischen Anspruch heraus zur Differenzierung allein die international etablierten Science Abschlusse wahrend Fachhochschulen zumeist Engineering aber auf Wunsch vieler Studenten mittlerweile zunehmend auch Science Abschlusse vergeben Vergleichbares gilt fur den Bachelor of Education fur den kein Berufsbild existiert In ihren Strukturvorgaben von 1999 17 hatte die KMK noch eine Unterscheidung zwischen starker theorieorientierten B A sowie B Sc und starker anwendungsorientierten unter anderem BBA Bachelor of Computer Science BCompSc BEng Bachelor of Public Administration BPA Gradbezeichnungen festgelegt die so seit dem Beschluss 2003 nicht mehr existent ist Fachliche Zusatze sind infolgedessen ebenfalls nicht mehr erlaubt beispielsweise Bachelor of Arts in Economics Die Umstellung der Gradbezeichnungen in bereits bestehenden Studiengangen erfolgt gegebenenfalls im Rahmen der Akkreditierung und Reakkreditierung Bachelor Abschlusse von Berufsakademien Bearbeiten In der Bundesrepublik Deutschland kann der Bachelor Abschluss auch an Berufsakademien erworben werden Die Absolventen erhalten eine staatliche Abschlussbezeichnung anstelle eines akademischen Grades Bei einem Weiterstudium entscheidet die jeweilige Hochschule anhand zusatzlicher Prufungskriterien ob der Berufsakademie Absolvent zu einem Masterstudiengang zugelassen werden kann Mit einem Bachelor Abschluss an einer Hochschule Universitat oder Fachhochschule kann dagegen auf jeden Fall ein Master Studium angeschlossen werden In Baden Wurttemberg wurden die Berufsakademien im Marz 2009 durch die Duale Hochschule Baden Wurttemberg abgelost Da diese nun den Status einer Hochschule haben erhalten seitdem auch alle Absolventen einen akademischen Abschluss Vergleich mit traditionellen Abschlussen Bearbeiten Die meisten Bachelor Abschlussvarianten verleihen grundsatzlich dieselben Berechtigungen wie Diplomabschlusse an Fachhochschulen 14 Die KMK hat im Jahr 1999 noch explizit festgehalten dass das Diplom FH dem an auslandischen Colleges verbreiteten drei bis vierjahrigen honors Bachelor entspricht Diese Bachelor Variante ist nicht zu verwechseln mit dem selteneren nordamerikanischen vier bis funfjahrigen universitaren Bachelor with Honours wissenschaftliches Diplomstudium der ein zusatzliches postgraduales Jahr und eine Diplomarbeit verlangt und direkt zum Ph D Studium berechtigt ohne vorher einen Master absolviert zu haben und somit dem traditionellen Diplom Magister entspricht vgl unten Wahrend generell der Bachelor als erster berufsqualifizierender Abschluss gelten soll reicht er in Studiengangen an deren Ende bislang Staatsexamina standen allein nicht aus Mit dem notwendigen anschliessenden Master zusammen ergibt sich teilweise eine langere Studiendauer als bisher Da jedoch ein wesentlicher Teil des Bologna Prozesses die Einfuhrung eines mehrstufigen Abschlusssystems ist das sich grundlegend von der fruher gebrauchlichen Einteilung in Grund und Hauptstudium unterscheidet ist ein Vergleich mit traditionellen Abschlussen oft nicht moglich Die strukturellen Unterschiede zum bisherigen System konnen nicht erfasst werden sodass die in der Offentlichkeit wahrgenommene Wertigkeit des neuen Abschlusses 2008 stark variierte und von einer Gleichsetzung mit dem Bestehen des Vordiploms bis hin zum Diplom reichte 18 Die folgende Abbildung zeigt einige mogliche Kombinationen von Regelstudienzeiten fur konsekutive Bachelor und Masterstudiengange und stellt sie dem traditionellen Diplom gegenuber 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5 JahrBachelor 6 Semester 180 ECTS Leistungspunkte haufigste Variante konsekutiver Master 4 Semester 120 ECTS LeistungspunkteBachelor 7 Semester 210 ECTS Leistungspunkte seltenere Variante kons Master 3 Semester 90 ECTS LeistungspunkteBachelor 8 Semester 240 ECTS Leistungspunkte seltene Variante kons Master 2 Sem 60 ECTS LeistungspunkteVordiplom Diplom ca 8 10 SemesterVordiplom Diplom FH ca 8 SemesterPromotion ohne Master Bearbeiten Einem Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz HRK folgend soll besonders guten Bachelor Absolventen eine Promotion ohne vorherigen Masterabschluss ermoglicht werden 14 Der Deutsche Hochschulverband als Vertretung der Hochschullehrer steht dieser Moglichkeit aber ablehnend gegenuber Die Moglichkeit in Deutschland nach erfolgreichem Abschluss eines Bachelorstudiums eine Promotion aufzunehmen ist bislang in den Hochschulgesetzen nicht vorgesehen Jedoch gibt es Gesprache uber eine weiterfuhrende Entwicklung in dieser Hinsicht Bachelor Abschluss an Business Schools Bearbeiten Bereits vor dem Bologna Prozess etablierten sich auch in Deutschland einige meist private Business Schools also Wirtschafts Hoch Schulen die einen Bachelor Abschluss nach angelsachsischem Vorbild anboten Die fehlende staatliche Anerkennung dieser Abschlusse nach dem deutschen Hochschulrecht umgingen die Business Schools durch Partnerschaften mit US amerikanischen und englischen Universitaten die es den Absolventen ermoglichten mit integrierten Auslandsstudien den nach dem jeweiligen Hochschulrecht anerkannten Hochschulabschluss der Partneruniversitat zu erlangen Einige dieser fruheren Business Schools sind heute auch in Deutschland als Hochschule staatlich anerkannt Kritik Bearbeiten Nach einer Studie des Hochschul Informations Systems bricht in Universitaten heute jeder vierte Bachelor Student sein Studium ab in Fachhochschulen sogar jeder dritte 19 Die Abbrecherquote in den Ingenieurwissenschaften ist in den neuen Bachelor Studiengangen erheblich hoher als in den fruheren Diplom Studiengangen 20 Das wird darauf zuruckgefuhrt dass die Umstellung der ingenieurwissenschaftlichen Studiengange von Diplom zu Bachelor Abschluss haufig zwar mit einer zeitlichen Straffung verbunden ist nicht jedoch mit einer entsprechenden Kurzung des Lernstoffes woraus sich notwendigerweise eine Stoffverdichtung ergibt 19 Bei Bachelor Studiengangen in Sozial Sprach und Kulturwissenschaften sowie in Agrar Forst und Ernahrungswissenschaften ist die Abbrecherquote ebenfalls auf hohem Niveau jedoch niedriger als bei vorherigen Diplom und Magisterstudiengangen 20 Problematisch ist auch dass bei der Umsetzung des Bologna Prozesses in Deutschland zwar der angelsachsische Studienaufbau nicht aber das angelsachsische Tutorensystem ubernommen wurde 21 Auch viele Studenten beurteilen den Bachelor Abschluss kritisch wie eine Befragung unter Studenten aus dem Mai 2013 ergab Nur 9 streben demnach den Bachelor als hochsten akademischen Abschluss an Der Grossteil sieht ihn als Station auf dem Weg zu einer hoheren Qualifikation wie dem Master 2016 allerdings gaben nur 55 Prozent der Studierenden in einem Bachelor Studiengang an einen Master Abschluss anstreben zu wollen 22 33 der Bachelor Studierenden ausserten sich fachlich nicht ausreichend vorbereitet zu fuhlen Am haufigsten forderten Studierende einen starkeren Praxisbezug 23 Im Fach Psychologie berechtigt der Bachelor Abschluss nicht zu einer therapeutischen Zusatzausbildung es stehen jedoch oft nicht genugend Master Studienplatze fur alle Interessenten zur Verfugung 24 Bachelor Abschluss in Osterreich BearbeitenIn Osterreich wurde der Bachelor Abschluss bis Mai 2007 Bakkalaureat genannt der Absolvent war der Bakkalaureus bzw die Bakkalaurea beide abgekurzt Bakk In gestuften Studiengangen die ab Beginn des Wintersemesters 2006 2007 eingerichtet werden wird kunftig der Bachelor anstelle des Bakkalaureus verliehen Novelle des Universitats Studiengesetzes 2002 BGBl I Nr 74 2006 Die bisherigen Bakkalaureat Studiengange konnen allerdings auch weiterhin mit dem Bakkalaureusgrad abgeschlossen werden Gemass 54 Universitatsgesetz 2002 mussen Bachelor Studien einen Arbeitsaufwand von 180 ECTS Leistungspunkten umfassen Abschlussbezeichnungen nach dem heutigen Bachelor System B Bearbeiten In Osterreich werden unter anderem folgende Abschlussbezeichnungen verwendet Bachelor BA fur das individuelle Bachelorstudium gemass 55 UG Bachelor of Arts B A oder BA Bachelor of Science B Sc oder BSc Bachelor of Laws LL B Bachelor of Education B Ed Bachelor of Engineering B Eng Bachelor der Statistik B Stat Bachelor of Science in Engineering B Sc oder BSc Bachelor of Theology BTh Bachelor of Philosophy B phil Bachelor of Science in Nursing BScN Bakkalaureatsgrade bis 2007 Bakk Bearbeiten Die Bakkalaureatsgrade in Osterreich waren Bakkalaureus a der Kunste Bakk art Bakkalaureus a der Naturwissenschaften Bakk rer nat Bakkalaureus a der Sozial und Wirtschaftswissenschaften Bakk rer soc oec Bakkalaureus a der Philosophie Bakk phil Bakkalaureus a der technischen Wissenschaften Bakk techn Bakkalaureus a der Kommunikationswissenschaft Bakk komm Diese Grade werden hinter dem Namen gefuhrt 25 Bachelor Abschluss in anderen europaischen Staaten BearbeitenBelgien Bearbeiten In Belgien ist mit bachelier wiederum der akademische Bachelor Grad bezeichnet 26 dieser Titel lost das alte Baccalaureat ab Frankreich Bearbeiten In Frankreich wird der Abschluss als licence bezeichnet 26 Der englische Name birgt dort eine Verwechslungsgefahr mit dem baccalaureat das dem Abitur oder der Matura entspricht ausserdem ist licence der eingeburgerte Begriff fur einen universitaren Abschluss mit Bac 3 Niveau ein Abschluss der drei Jahre nach dem Abitur erworben wird also nach dreijahriger Studienzeit Italien Bearbeiten In Italien heisst der Bachelor Abschluss Laurea di 1 livello 26 Polen Bearbeiten In Polen heisst der akademische Grad auf Bachelorniveau licencjat 26 27 Er kann nach drei Studienjahren erworben werden 27 Schweden Bearbeiten In Schweden bestanden Studiengange auf Bachelor Ebene bereits vor Beginn des Bologna Prozesses siehe Kandidatexamen Spanien Bearbeiten Das Pendant des Bachelor in Spanien nennt sich Titulo de grado da auch hier ahnlich wie in Frankreich das Bakkalaureat Bachillerato bereits als Name fur den Abschluss der weiterfuhrenden Schule existierte Vereinigtes Konigreich Bearbeiten Im Vereinigten Konigreich ist der Bachelor traditionell der ubliche fur einen akademischen Beruf qualifizierende Abschluss Ganz uberwiegend dauert das Studium bis zum Bachelor drei bis vier Jahre ist stark strukturiert und fachlich spezialisiert Vierjahrige Bachelorstudiengange werden fast ausnahmslos in anwendungsnahen Fachern angeboten im Curriculum dieser sogenannten Sandwich courses ist ein Praxisjahr vorgesehen Einen Sonderfall stellen die Universitaten Oxford Cambridge sowie das am britischen Vorbild orientierte Dublin dar wo der Abschluss eines Bachelor of Arts BA welcher einen dreijahrigen Bachelor Abschluss darstellt nach Ablauf einer Wartezeit ohne weitere akademische Leistungen oder Prufungen zu einem Master of Arts MA umgewandelt wird Dabei handelt es sich jedoch nur um eine terminologische Besonderheit ohne Unterschied in der Sache daher wird dieser Abschluss bei Bewerbungen auf Arbeitsplatze und andere Studiengange wie ein Bachelor behandelt Daruber hinaus gibt es an diesen Universitaten auch echte das heisst einen vorherigen Bachelor voraussetzende Master Programme die dann zu Abschlussen wie etwa Master of Science fuhren und daher terminologisch von einem umgewandelten Bachelor unterschieden werden Insgesamt schliessen in Grossbritannien nur 12 Prozent der Bachelorabsolventen direkt ein Masterstudium an Das Masterstudium selbst kann berufsqualifizierend sein alternativ konnen sich Absolventen fur einen sogenannten research master entscheiden 28 Im geschichtlichen Ruckblick betrachtet wurde 1918 im Vereinigten Konigreich Grossbritannien und Irland das akademische System honours eingefuhrt und in der Folge von zahlreichen anderen Commonwealth Staaten ubernommen Der Bachelor Abschluss unterhalb der Leistungsbeurteilung third class honours wird auch non honours pass d h schlechteste Leistung bezeichnet Da aber nur eine kleine Minderheit der Studierenden ihren Bachelor als non honours pass abschliesst findet sich im Schriftverkehr hinter der Abkurzung des akademischen Grades sehr haufig Hon oder Hons als Hinweis darauf dass eine der vier obigen Honours Auszeichnungen gemeint ist Ein Honours Bachelor unterscheidet sich vom akademischen Grad Bachelor with Honours oder Bachelor Honours der in Australien Kanada Neuseeland und Sudafrika an Studierende verliehen wird die ein konsekutives post bachelor Diplomstudium Thesis mit einer Studiendauer von ein bis zwei Jahren abschlossen Der Bachelor of Divinity Hons der schottischen Universitaten St Andrews Aberdeen Glasgow und Edinburgh entspricht einem Masters Abschluss Notenstufen Bearbeiten Ublicherweise werden im britischen Bachelor in folgende Notenstufen vergeben 29 30 Prozent Englisch Deutsch Entspricht70 100 first class hons mit Auszeichnung hervorragend 1 060 69 upper second class mit gutem Erfolg sehr gut 1 3 2 050 59 lower second class mit Erfolg gut befriedigend 2 0 3 040 49 third class bestanden ausreichend 3 3 4 00 39 fail nicht bestanden ungenugend 5 0Bachelor Abschluss in Nordamerika BearbeitenKanada Bearbeiten In Kanada erreicht man entweder den Bachelor Abschluss Minor General nach Absolvierung eines Studienlehrgangs mit einer Studiendauer von drei Jahren an einem College oder seltener an einer University oder den universitaren Major Specialization bzw Honours Bachelor Abschluss mit einer Studiendauer von vier Jahren Bachelorarbeiten werden paper term paper oder essay genannt und sind nicht in allen Studiengangen ublich Selten wird auch der traditionelle konsekutive Bachelor with Honours Abschluss Baccalaureatus Cum Honore degree angeboten der nach einem vorangegangenen Bachelor Abschluss derselben Fachrichtung erreicht wird mit einer Studiendauer von ein bis zwei Jahren an einer Universitat Er wird durch Absolvierung von Kursen und durch Verfassen einer langeren wissenschaftlichen Diplomarbeit honours seminar thesis erreicht Der Baccalaureatus Cum Honore ist Zulassungsvoraussetzung fur zwei bis dreijahrige very high research Master Studiengange oder fur einfache Ph D Studiengange 31 Dieses Schulmodell wurde ahnlich dem traditionellen Magister Diplom in Deutschland oder dem postgraduate Bachelor with Honours in Australien zunehmend zum Auslaufmodell und ist zwischenzeitlich weitgehend durch kurzere konsekutive Master Varianten ersetzt worden Vereinigte Staaten Bearbeiten In den USA haben 33 1 der uber 24 Jahrigen einen Bachelorabschluss eventuell erganzt durch einen darauf aufbauenden noch hoheren Abschluss Der Anteil ist regional sehr unterschiedlich An einigen Orten wie z B Wellesley bei Boston betragt er mehr als 80 32 Ein klassischer Collegeabschluss Undergraduate Degree Bachelor in den Vereinigten Staaten soll neben einer beruflichen Qualifizierung auch demokratische und burgerschaftliche Bildung vermitteln 33 Das Studium dauert vier Jahre wobei die ersten eineinhalb Jahre haufig fachlich sehr breit angelegt sind general studies Deswegen erfolgt die Spezialisierung auf das eigentliche Hauptfach oft erst in der Mitte des zweiten Studienjahres 31 In einigen Fachern wie z B Architektur dauert das Studium funf Jahre Ein Bachelor Abschluss in den USA bedeutet traditionell weniger fachspezifische Festlegung als in Europa Durchlassigkeiten sowohl zwischen den Disziplinen als auch zwischen Wissenschaft und Praxis sind grosser 33 Masterstudiengange sind wissenschaftlich orientiert und in der Regel auf zwei Jahre angelegt sie werden in Graduate Schools der Universitaten organisiert Bachelor Abschluss im Commonwealth BearbeitenAllgemein Bearbeiten In Australien Kanada Neuseeland und Sudafrika kann nach dem regularen Bachelor bei guten bis sehr guten Leistungen Upper Second Class Honours First Class Honours oder bei hervorragenden Leistungen First Class Honours and the University Medal das Studium des Bachelor with Honours oder Bachelor Honours aufgenommen werden Dieses zumindest zweisemestrige Vollzeitstudium verlangt Kurse eine langere wissenschaftliche Diplomarbeit Thesis von 20 000 Wortern und eine Abschlussprufung Es kann auch als erstes Jahr des Masters anerkannt werden Ein guter Abschluss ermoglicht ein langeres forschungsintensives Master Studium an einer Spitzenforschungsinstitution und er berechtigt direkt zur Promotion Honours Degree Auszeichnung Bearbeiten 1918 wurde im Vereinigtes Konigreich Grossbritannien und Irland die Bezeichnung Honours in das akademische System aufgenommen und verbreitet welches bis heute mit den Notenbewertungsvarianten first class honours degree second class honours degree third class honours degree und fur entsprechend schwache Studienleistung pass degree Anwendung findet 34 Somit sind die weitaus meisten Bachelor Abschlusse in Grossbritannien sogenannte Honours Bachelor Abschlusse Das System wurde von vielen Commonwealth Staaten ubernommen Vielerorts werden deshalb die Bachelor Studiengange auch mit diesen Honours Degree Varianten bezeichnet bzw angeboten Absolventen eines Bachelor fugen hinter ihrer Bachelor Abkurzung in Klammern gelegentlich Hon oder Hons an um zu unterstreichen dass ihr Grad mit keiner schlechten Note erreicht wurde Ein derartiger Honours Bachelor unterscheidet sich von dem seltenen akademischen Grad Bachelor with Honours oder Bachelor Honours der in einigen Commonwealth Staaten verliehen wird Dieser wird in ein bis zwei Jahren nach einem Honours Bachelor Abschluss erworben vergleichbar den letzten zwei Regelstudiensemestern eines traditionellen europaischen Lizenziat Diplom bzw Magister Studienganges Bachelor with Honours akademischer Grad Bearbeiten Der seltene konsekutive Bachelor with Honours baccalaureatus cum honore oder Bachelor Honours als akademischer Grad wird in Australien Kanada Neuseeland Sudafrika dem Vereinigten Konigreich und den USA von Universitaten verliehen Zugangsvoraussetzung fur ein Bachelor with Honours Diplomstudium ist immer ein spezieller forschungsorientierter Honours Bachelor bzw Bachelor Abschluss mit sehr guter Note Die Regelstudienzeit fur dieses Diplomstudium betragt mindestens ein hochstens zwei Jahre je nachdem ob die Diplomarbeit im ersten oder im zweiten Studienjahr abgeschlossen wird In der Regel darf bei diesem konsekutiven Studiengang Bachelor Baccalauretaus Cum Honore die Gesamtregelstudienzeit funf Jahre nicht uberschreiten Der Bachelor with Honours Abschluss berechtigt direkt zum PhD Studium und ist Voraussetzung fur die Zulassung zu einem zwei bis dreijahrigen forschungsintensiven Master Studiengang an einer internationalen Spitzenuniversitat Die in Europa verliehenen traditionellen Lizenziat Diplom und Magisterabschlusse gelten in den meisten Commonwealth Staaten als aquivalent zum akademischen Grad Bachelor with Honours Das Diplomstudium baut inhaltlich auf einem vorangegangenen Bachelor Studium auf Die Systeme der aufgefuhrten Lander unterscheiden sich im Zeit und Leistungsumfang So dauert das Studium in Australien ein bis zwei Jahre und enthalt eine langere schriftliche Forschungsarbeit von 20 000 Wortern In Neuseeland hingegen kann die Erstellung einer weniger umfangreichen Forschungsarbeit innerhalb des einjahrigen Diplomstudiums innerhalb der Kursarbeit freiwillig erfolgen oder je nach Voraussetzung auch im Anschluss daran Inhaltlich erfolgt im Honours Studium auch hier eine vor allem wissenschaftlich ausgerichtete Vertiefung der bisherigen Bachelor Studieninhalte Alle Abschlusse konnen als erstes Master Jahr anerkannt werden In Sudafrika gilt der Grundsatz dass ein Masterstudium erst nach einem vierjahrigen Studium begonnen werden kann Daher wird von Studierenden ein einjahriges Honours Studium bei den dreijahrigen Studiengangen angefugt um die geforderte Zulassung zu gewahrleisten Auszeichnung versus akademischer Grad Bearbeiten Akademische Grade durfen in den Commonwealth Staaten nur in der Form gefuhrt werden die meist abgesetzt vom ubrigen Text und in einer Zeile durch die Verleihungsurkunde festgelegt ist Beispielsweise kann im Urkundentext im Fall einer Honours Auszeichnung the degree of BACHELOR OF ARTS with first class honours oder beim akademischen Grad Bachelor with Honours BACCALAUREATUS IN ARTIBUS CUM HONORE summa cum laude ausgefuhrt sein Um in Dokumenten Verwechslungen zu vermeiden darf in Kanada und auch in den USA ausschliesslich der Diplom Grad Bachelor with Honours Baccalaureatus Cum Honore in der Abkurzung ohne Klammern gefuhrt werden z B B A hons BA hon oder BSc hons eine Honours Auszeichnung Honours Degree hingegen darf hinter der Bachelor Abkurzung hochstens in Klammern angegeben werden z B BA Hon oder Hons In Australien hingegen wird der akademische Bachelor with Honours Grad de jure auch in der Abkurzung in Klammern gefuhrt z B B A Hons weshalb es dort nicht erlaubt ist eine gleich oder ahnlich lautende Honours Auszeichnung hinter einem klassischen Bachelor Grad anzufuhren Beide Schriftverkehr Regelungen dienen der Vermeidung des Eindrucks jemand der einen klassischen Honours Bachelor Abschluss erreicht hat hatte im Anschluss daran auch den konsekutiven akademischen Grad Baccalaureatus Cum Honore bzw Bachelor Honours erworben Auch in Deutschland gibt es wenn auch nur sehr vereinzelt den akademischen Grad Bachelor Honours Die entsprechenden Prufungsordnungen sehen ein zweisemestriges Diplomstudium im Umfang von 60 ECTS Punkten nach einem vorangegangenen Bachelor 180 ECTS Punkte vor Dieser Bachelor Honors Grad ist dem traditionellen Diplom Abschluss gleichwertig Siehe auch Amtliches Mitteilungsblatt Prufungsordnung der Hochschule Hannover 5 2002 nach 2 Abs 2 und 25 30 35 Der deutsche Diplom Abschluss wird so wie in Kanada de jure auch in der Abkurzung ohne Klammern verliehen bzw gefuhrt z B BA hon Damit konnen in Dokumenten Verwechslungen zumindest mit der zahlreich vorkommenden europaischen und nordamerikanischen Honours Degree Auszeichnung die haufig von Studierenden in Klammern hinter der Bachelor Abkurzung angegeben wird vermieden werden Literatur BearbeitenBologna Reader I und II Texte und Hilfestellungen zur Umsetzung der Ziele des Bologna Prozesses an deutschen Hochschulen Herausgegeben von der Hochschulrektorenkonferenz PDF Dateien B R I 2004 Memento vom 2 Juni 2010 im Internet Archive 3 73 MB B R II 2007 3 16 MB Alexandra Kertz Welzel Motivation zur Weiterbildung Master und Bachelor Abschlusse in den USA In Diskussion Musikpadagogik Nr 29 2006 S 33 35 Georg Bollenbeck Hrsg Der Bologna Prozess und die Veranderung der Hochschullandschaft Synchron Heidelberg 2007 ISBN 978 3 939381 04 4 European University Association EUA Bologna handbook Making Bologna Work basic edition including CD ROM J Raabe Stuttgart 2007 ISBN 978 3 8183 0209 2 Hans Joachim Meyer Die akademischen Grade im englischen Sprachraum und der deutsche Wissenschaftsbegriff In Denkstrome Journal der Sachsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Heft 6 2011 S 23 43 ISSN 1867 6413 DigitalisatWeblinks Bearbeiten Wiktionary Bachelor Bedeutungserklarungen Wortherkunft Synonyme Ubersetzungen Hochschulkompass Abschluss Bachelor Dossier zu Bachelor und Master Studiengangen in Deutschland Studieren de Rubrik BachelorEinzelnachweise Bearbeiten ausser in den USA und Kanada Associate of Arts Universitat Dusseldorf Fast Track Promotion Abgerufen am 4 August 2019 a b c d e f The Oxford English Dictionary 2 Auflage Band 1 Clarendon Press Oxford 1989 S 855 a b c d The Oxford Dictionary of English Etymology Hrsg von C T Onions Clarendon Press Oxford 1966 mit zahlreichen teilweise korrigierten Neuauflagen Artikel bachelor Walter W Skeat The Concise Dictionary of English Etymology Wordsworth Editions Ware Hertfordshire 1884 1993 mehrere Neudrucke ISBN 1 85326 311 7 S 25 f Lexikon des Mittelalters 1999 Band 1 S 1323 Eintrag Baccalarius Konrad Ruckbrod Universitat und Kollegium Baugeschichte und Bautyp Darmstadt 1977 ISBN 3 534 07634 6 S 9 33 Hans Joachim Meyer Die akademischen Grade im englischen Sprachraum und der deutsche Wissenschaftsbegriff In Denkstrome Journal der Sachsischen Akademie der Wissenschaften Heft 6 2011 19 Abs 2 HRG Bologna Reader der Hochschulrektorkonferenz Memento vom 2 Juni 2010 im Internet Archive S 92 PDF Master of Education Der Meister des Unterrichtens In abi dein weg in studium und beruf Jg 41 2017 H 2 S 19 Annual Report 2008 eureta org pdf 539 kB VDI zum Deutschen Qualifikationsrahmen April 2012 vdi de pdf 50 kB a b c d e f Landergemeinsame Strukturvorgaben Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10 Oktober 2003 i d F vom 18 September 2008 PDF Datei 36 kB KMK Bachelor amp Master studienwahl de Offizieller Studienfuhrer fur Deutschland Akademische Titel Amts und Berufsbezeichnungen kmk org Bergen Deklaration Memento vom 19 August 2008 im Internet Archive PDF Datei 22 kB a b Studie des Hochschul Informationssystems Mehr als jeder vierte Bachelor Student bricht ab tagesschau de 14 Februar 2008 tagesschau de Archiv a b Ulrich Heublein Robert Schmelzer Dieter Sommer Johanna Wank Die Entwicklung der Schwund und Studienabbruchquoten an den deutschen Hochschulen Statistische Berechnungen auf der Basis des Absolventenjahrgangs 2006 PDF Datei 2 3 MB Hochschul Informations System S 2 Heike Schmoll Reise in ein unbekanntes Land Die Bildungsrepublik Deutschland Sendung im Deutschlandradio Reihe Hintergrund Politik 28 Dezember 2008 Planen Sie nach Abschluss Ihres Bachelorstudiums die Aufnahme eines Masterstudiums statista Das Statistik Portal Studitemps Datenauszuge zur StudienreiheFachkraft 2020 Was wird aus dem Bachelor Memento vom 24 Juli 2013 im Internet Archive PDF Datei 420 KB Eric Huttmann In der Bachelor Falle In Zeit online 11 Oktober 2014 abgerufen am 11 Oktober 2014 BMWF Eintragung akademischer Grade in Urkunden Eintragungsrichtlinien 2012 PDF Datei 147 kB a b c d Bachelor International Der internationale Bachelor als Kind des Bologna Prozesses Am 14 Mai 2015 abgerufen unter http www bachelor studium net bachelor international php a b Abschluss Am 14 Mai 2015 abgerufen unter Memento vom 18 Mai 2015 im Internet Archive Ulrich Heublein Astrid Schwarzenberger Studiendauer in zweistufigen Studiengangen ein internationaler Vergleich ISSN 1611 1966 Notenumrechnung Grossbritannien In Universitat Potsdam Abgerufen am 12 Mai 2021 Notenskala UK In Universitat Giessen Abgerufen am 12 Mai 2021 a b J Witte u a Ein Vergleich angelsachsischer Bachelor Modelle Lehren fur die Gestaltung eines deutschen Bachelors PDF Datei 387 kB Centrum fur Hochschulentwicklung Arbeitspapier Nr 55 Mai 2004 Abgerufen am 30 Dezember 2011 Statistical Atlas Abgerufen am 26 Januar 2019 a b bibliothek wzb eu Tear up the class system Abgerufen am 21 August 2014 Prufungsordnung Bachelor of Arts honors in HsH Archiv 2002 Verkundungsblatt Ausgabe Nr 5 2002Normdaten Sachbegriff GND 4721473 9 OGND AKS Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Bachelor amp oldid 213504703, wikipedia, wiki, deutsches

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