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Artur Kühn

Ernst Artur Kühn, auch Arthur Kühn, (* 6. Dezember 1883 in Naundorf (Sachsen); † 18. November 1944 in Berlin) war ein deutscher Schlosser und Kunstschmied. Er hatte 1925 die Bauschlosserei A. Kühn &. Co gegründet, die im Laufe der Zeit in Berlin mit großem Erfolg agierte. Nach dem Tod von Artur Kühn führte seine Ehefrau die Geschäfte erfolgreich weiter. Zwischen 1972 und 1990 war die renommierte Werkstatt ein Volkseigener Betrieb, danach wurde sie reprivatiert. Zum Jahr 2002 erfolgte ein Eigentümerwechsel und sie erhielt den Namen Fittkau Metallbau und Kunstschmiede GmbH.

Artur Kühn machte zunächst nach dem obligatorischen Schulbesuch in seiner Geburtsstadt eine Lehre zum Kunstschlosser. Er heiratete Martha Flora Schulze, Tochter eines Bergarbeiters. Um das Jahr 1909 zogen sie nach Mariendorf bei Berlin und mieteten eine Wohnung in der Chausseestraße 288 (heute Mariendorfer Damm 85). Im Jahr 1907 wurde ihre Tochter Luise geboren, 1910 Sohn Fritz Kühn. Womit die Familie anfangs ihren Lebensunterhalt verdiente, ist nicht überliefert. Das Wohnhaus gehörte jedenfalls dem Schmiedemeister R. Arnhold und so ist nicht auszuschließen, dass Artur in dessen Werkstatt arbeitete. Um das Jahr 1919 erfolgte ein familiärer Umzug in die Hertastraße 7 nach Berlin-Pankow.

Der Bruder von Artur Kühn, Theodor Kühn, hatte den gleichen Ausbildungsweg beschritten und war als Schlossergeselle bereits vor Artur in das boomende Berlin gezogen. Er wohnte zunächst in Mariendorf (Strelitzstraße), und nach der Hochzeit mit Fanny Bernhardt bezogen sie eine Wohnung in Berlin-Pankow, Schönhauser Allee 132. Fanny Kühn ließ sich von ihrem Schwager Artur Kühn als mithaftende Gesellschafterin für die geplante Firmengründung gewinnen. Unter dem Namen A. Kühn & Co. (Bauschlosserei und Erzeugnisse der Eisenindustrie) erfolgte zum 1. Juli 1925 die Eintragung in das Berliner Handelsregister als OHG beim Amtsgericht Charlottenburg. Die Schlosser- und Schmiedewerkstatt entstand auf einem vormaligen Freigelände in Berlin-Weißensee, Heinersdorfer Straße 9. Mit wie vielen Mitarbeitern Artur Kühn dort begann, ist nicht bekannt. Da aber sein Bruder ebenfalls gelernter Schlosser und Schmied war und über seine Frau auch an dem Unternehmen beteiligt, wird er wohl mit angepackt haben. Die rasch wachsende Industrie und Bevölkerungszahl der damaligen Reichshauptstadt bot beste Bedingungen für selbstständige Handwerker – Schlosserarbeiten aller Art waren sehr gefragt. So entwickelte sich die neue Firma A. Kühn & Co schnell und erfolgreich, auch Bruder Theodor Kühn meldete 1928 seine eigene Firma als Theodor Kühn Kunstschmiede, Schlosserei & Eisenkonstruktions-Werkstätten an. Diese Werkstätten arbeiteten in einem Hofgebäude direkt im Wohnblock Schönhauser Allee.

Für die in Weißensee befindliche Schlosserei ließ sich Artur Kühn bei allen Berliner Versorgungsbetrieben (Bewag, Gasag, Wasserbetriebe) registrieren und konnte damit komplexe Ausstattungsarbeiten übernehmen. Nach den ersten Jahren erwiesen sich die Werkstattgröße, die Lagermöglichkeiten und die Nebenräumlichkeiten bereits als unzureichend, und die Verkehrsanbindung war auch nicht die beste. Da kam dem Firmenchef ein glücklicher Zufall zu Hilfe – der Fabrikant Carl Ruthenberg gab die von ihm aufgebaute Produktion von Goldleisten an drei Weißenseer Standorten schrittweise auf und suchte Nachmieter seiner Werkstätten. Die beiden Gewerbeeinheiten in der Lehderstraße waren über die unweit verlaufende Industriebahn Tegel–Friedrichsfelde erreichbar. Damit konnten die immer weiter steigenden Materiallieferungen (Roheisen, Holz, Kohle oder Koks) und der Transport der fertigen Erzeugnisse kostengünstig und schnell erledigt werden. Kühn, der inzwischen seinen Meisterbrief erworben hatte, pachtete daher um das Jahr 1930 im Gewerbekomplex Lehderstraße 74–79 die notwendigen Räumlichkeiten. Der Firmenchef selbst war mit seiner Familie in den 1930er Jahren in die Talstraße 17 in Berlin-Pankow umgezogen.

Einen bedeutenden Entwicklungsschub erhielt Artur Kühns Unternehmen im Zusammenhang mit der Durchführung der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Das Olympiastadion konnte er mit metallenen Kassenhäuschen ausrüsten, die vielen neuen Kaufhäuser, Bankgebäude, Exklusivgeschäfte und Wohnvillen benötigten jede Form der Ausstattung – von einfachen Treppengeländern, Türklinken bis zu Firmenschildern und Schmuckbalustraden war alles in den Auftragsbüchern zu finden. Ein wichtiges und wirtschaftlich bedeutendes Erzeugnis für alle Großbauten wurde die von Artur Kühn entwickelte und 1936 zum Patent angemeldete Feuerschutztür. Ziemlich plötzlich und noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs verstarb der Firmengründer 1944. (Das gleichartige Unternehmen von Theodor Kühn bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs weiterhin in der Schönhauser Allee, die Familie hatte jedoch in Berlin-Heiligensee (Haselhuhnweg 17) eine Immobilie erworben.)

Artur Kühns Witwe übernahm 1944 unmittelbar die Firmenleitung und ließ sich das 1949 in dem wieder arbeitenden Amtsgericht Mitte dokumentieren. Nach kurzer Arbeitsunterbrechung der Schlosserei im Sommer 1945 setzte sich die Firmengeschichte in Weißensee erfolgreich fort. Die Lage der Firmen A. Kühn (in Ost-Berlin) und Theodor Kühn (in West-Berlin) in unterschiedlichen Sektoren der Stadt führte dazu, dass die Schwägerin Fanny Kühn als mithaftende Gesellschafterin ausschied und Flora Kühn amtlich ab 22. Januar 1952 Alleininhaberin wurde. Sie wechselte zu dieser Zeit ihre Wohnung innerhalb des Bezirks Pankows noch einmal und wohnte jetzt in der Thulestraße 61.

Ungefähr in den Jahren 1965/1966 kam eine Schleiferei im Pankower Stadtteil Berlin-Buchholz (Berliner Straße 7a) als zweiter Betriebsteil hinzu.

Die folgenden gesellschaftlich-politischen Veränderungen in der DDR und in Berlin führten zum Verschwinden des Firmengründer-Namens aus der Bezeichnung des Unternehmens. Die amtsgerichtliche Eintragung zu diesem Vorgang lautete ganz unverfänglich: „Durch Verkauf der Grund- und materiellen Umlaufmittel des Betriebes per 14. Mai 1972 ist die Firma mit Wirkung vom 21. September 1972 erloschen.“ Konkret bedeutete das, A. Kühn & Co. wurde zwangsenteignet und hieß bis 1990 VEB Kunstschmiede Berlin. Die langjährige Firmeninhaberin Flora Kühn verstarb etwa im Jahr 1966, die Geschäfte bis 1972 führte wahrscheinlich Enkel Achim Kühn, denn Sohn Fritz Kühn war 1967 verstorben.

Die 1990 von den Nachkommen Artur Kühns (Achim Kühn und dessen Ehefrau Helgard Kühn) vorgenommene Reprivatisierung führte nach der Wende zum Aufleben des historischen Firmennamens, das Unternehmen trat nun als Arthur Kühn Kunstschmiede Metallbau GmbH (Neueintragung im Amtsgericht unter HR B 36347) auf dem gesamtdeutschen Markt auf. Der historische Standort in der Lehderstraße musste wegen steigendem Platzbedarf, baulicher und hygienischer Mängel sowie unklarer Eigentumsverhältnisse aufgegeben werden und das Team bezog einen kompletten Neubau in einem gerade erschlossenen Gewerbegelände nahe der Darßer Straße (damals noch zum Bezirk Weißensee gehörend).

Wegen zunehmender Probleme zwischen den Firmenerben sowie einigen Mitarbeitern kam es letztendlich zum Verkauf der Werkstatt an den hier tätigen Kunstschmiedemeister Stefan Fittkau. Die Einrichtung heißt seitdem Fittkau Metallbau und Kunstschmiede GmbH, arbeitet in der Tradition des Firmengründers und de jure als Fortsetzung der Firma an dem neuen Standort Darßer Bogen im Ortsteil Berlin-Stadtrandsiedlung Malchow.

  1. StA Kreuzberg von Berlin, Sterbeurkunde Nr. 4872/1944
  2. Die Dokumente zum Schlosser A. Kühn in mehreren Archiven und Museen treten in beiden Varianten – Schreibweise des Vornamens mit oder ohne „h“ – etwa gleich häufig auf. Allerdings ist auf einem eigens vom Firmeninhaber ausgefüllten und unterschriebenen Meldezettel „Artur“ zu lesen. Deshalb wird in diesem Lemma Artur ohne „h“ verwendet.
  3. Skript einer Festrede aus dem Jahr 1989 zum 150. Jahrestag der Gründung der Eisengießerei Christian Adolph Behr.
  4. Kühn, Artur. In: Berliner Adreßbuch, 1920, I, S. 1512. „Schlosser“.
  5. HR A 69166; Seite KUB, Registerbuch des Berliner Amtsgerichts, Abteilung A (Jahre 1914 bis 1930).
  6. HR A 72419
  7. Lehderstraße 74–79. In: Berliner Adreßbuch, 1931, IV, S. 2161. „A. Kühn & Co, Schlosserei“ (A. Kühn & Co. ist im Adressbuch des Jahres 1931 erstmals in der Lehderstr. ausgewiesen).
  8. Kühn, Artur. In: Berliner Adreßbuch, 1933, 1, S. 1461. „Schlossermeister; Talstr. 17“.
  9. Kühn, Theodor. In: Berliner Adreßbuch, 1943, 1, S. 1611. „Schlosserei; Berlin N58, Schönhauer Allee 132“ (Angabe der Wohnung mit,Heiligensee, Haselhuhnweg 17: E’ (für Eigentümer)).
  10. Kühn, Flora. In: Fernsprechbuch für Gross-Berlin (DDR), 1955, S. 110.
  11. Kühn, A. & Co. In: Fernsprechbuch für die Hauptstadt der DDR, 1967, S. 252 (Nennung des neuen Betriebsteils in Buchholz).
  12. Vorgang im Amtsgericht Mitte zur Nummer HR A 7819.
  13. Mündliche Auskunft des ehemaligen Mitarbeiters Adolf Trödel an 44Pinguine im August 2013. Und: im Ost-Berliner Telefonbuch des Jahres 1967 ist Flora Kühn nicht mehr enthalten, die Firma jedoch bereits mit A. Kühn & Co, Kunstschmiede.
Personendaten
NAME Kühn, Artur
ALTERNATIVNAMEN Kühn, Arthur
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schlosser und Kunstschmied
GEBURTSDATUM 6. Dezember 1883
GEBURTSORT Naundorf (Sachsen)
STERBEDATUM 18. November 1944
STERBEORT Berlin

Artur Kühn
artur, kühn, deutscher, schlosser, kunstschmied, sprache, beobachten, bearbeiten, ernst, auch, arthur, kühn, dezember, 1883, naundorf, sachsen, november, 1944, berlin, deutscher, schlosser, kunstschmied, hatte, 1925, bauschlosserei, kühn, gegründet, laufe, zei. Artur Kuhn deutscher Schlosser und Kunstschmied Sprache Beobachten Bearbeiten Ernst Artur Kuhn auch Arthur Kuhn 6 Dezember 1883 in Naundorf Sachsen 18 November 1944 in Berlin 1 war ein deutscher Schlosser und Kunstschmied Er hatte 1925 die Bauschlosserei A Kuhn amp Co gegrundet die im Laufe der Zeit in Berlin mit grossem Erfolg agierte Nach dem Tod von Artur Kuhn fuhrte seine Ehefrau die Geschafte erfolgreich weiter Zwischen 1972 und 1990 war die renommierte Werkstatt ein Volkseigener Betrieb danach wurde sie reprivatiert Zum Jahr 2002 erfolgte ein Eigentumerwechsel und sie erhielt den Namen Fittkau Metallbau und Kunstschmiede GmbH Leben BearbeitenArtur 2 Kuhn machte zunachst nach dem obligatorischen Schulbesuch in seiner Geburtsstadt eine Lehre zum Kunstschlosser Er heiratete Martha Flora Schulze Tochter eines Bergarbeiters Um das Jahr 1909 zogen sie nach Mariendorf bei Berlin und mieteten eine Wohnung in der Chausseestrasse 288 heute Mariendorfer Damm 85 Im Jahr 1907 wurde ihre Tochter Luise geboren 1910 Sohn Fritz Kuhn 3 Womit die Familie anfangs ihren Lebensunterhalt verdiente ist nicht uberliefert Das Wohnhaus gehorte jedenfalls dem Schmiedemeister R Arnhold und so ist nicht auszuschliessen dass Artur in dessen Werkstatt arbeitete Um das Jahr 1919 erfolgte ein familiarer Umzug in die Hertastrasse 7 nach Berlin Pankow 4 Der Bruder von Artur Kuhn Theodor Kuhn hatte den gleichen Ausbildungsweg beschritten und war als Schlossergeselle bereits vor Artur in das boomende Berlin gezogen Er wohnte zunachst in Mariendorf Strelitzstrasse und nach der Hochzeit mit Fanny Bernhardt bezogen sie eine Wohnung in Berlin Pankow Schonhauser Allee 132 Fanny Kuhn liess sich von ihrem Schwager Artur Kuhn als mithaftende Gesellschafterin fur die geplante Firmengrundung gewinnen Unter dem Namen A Kuhn amp Co Bauschlosserei und Erzeugnisse der Eisenindustrie erfolgte zum 1 Juli 1925 die Eintragung in das Berliner Handelsregister als OHG beim Amtsgericht Charlottenburg 5 Die Schlosser und Schmiedewerkstatt entstand auf einem vormaligen Freigelande in Berlin Weissensee Heinersdorfer Strasse 9 Mit wie vielen Mitarbeitern Artur Kuhn dort begann ist nicht bekannt Da aber sein Bruder ebenfalls gelernter Schlosser und Schmied war und uber seine Frau auch an dem Unternehmen beteiligt wird er wohl mit angepackt haben Die rasch wachsende Industrie und Bevolkerungszahl der damaligen Reichshauptstadt bot beste Bedingungen fur selbststandige Handwerker Schlosserarbeiten aller Art waren sehr gefragt So entwickelte sich die neue Firma A Kuhn amp Co schnell und erfolgreich auch Bruder Theodor Kuhn meldete 1928 seine eigene Firma als Theodor Kuhn Kunstschmiede Schlosserei amp Eisenkonstruktions Werkstatten an 6 Diese Werkstatten arbeiteten in einem Hofgebaude direkt im Wohnblock Schonhauser Allee 5 Fur die in Weissensee befindliche Schlosserei liess sich Artur Kuhn bei allen Berliner Versorgungsbetrieben Bewag Gasag Wasserbetriebe registrieren und konnte damit komplexe Ausstattungsarbeiten ubernehmen Nach den ersten Jahren erwiesen sich die Werkstattgrosse die Lagermoglichkeiten und die Nebenraumlichkeiten bereits als unzureichend und die Verkehrsanbindung war auch nicht die beste Da kam dem Firmenchef ein glucklicher Zufall zu Hilfe der Fabrikant Carl Ruthenberg gab die von ihm aufgebaute Produktion von Goldleisten an drei Weissenseer Standorten schrittweise auf und suchte Nachmieter seiner Werkstatten Die beiden Gewerbeeinheiten in der Lehderstrasse waren uber die unweit verlaufende Industriebahn Tegel Friedrichsfelde erreichbar Damit konnten die immer weiter steigenden Materiallieferungen Roheisen Holz Kohle oder Koks und der Transport der fertigen Erzeugnisse kostengunstig und schnell erledigt werden Kuhn der inzwischen seinen Meisterbrief erworben hatte pachtete daher um das Jahr 1930 im Gewerbekomplex Lehderstrasse 74 79 die notwendigen Raumlichkeiten 7 Der Firmenchef selbst war mit seiner Familie in den 1930er Jahren in die Talstrasse 17 in Berlin Pankow umgezogen 8 Einen bedeutenden Entwicklungsschub erhielt Artur Kuhns Unternehmen im Zusammenhang mit der Durchfuhrung der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin Das Olympiastadion konnte er mit metallenen Kassenhauschen ausrusten die vielen neuen Kaufhauser Bankgebaude Exklusivgeschafte und Wohnvillen benotigten jede Form der Ausstattung von einfachen Treppengelandern Turklinken bis zu Firmenschildern und Schmuckbalustraden war alles in den Auftragsbuchern zu finden Ein wichtiges und wirtschaftlich bedeutendes Erzeugnis fur alle Grossbauten wurde die von Artur Kuhn entwickelte und 1936 zum Patent angemeldete Feuerschutztur Ziemlich plotzlich und noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs verstarb der Firmengrunder 1944 Das gleichartige Unternehmen von Theodor Kuhn bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs weiterhin in der Schonhauser Allee die Familie hatte jedoch in Berlin Heiligensee Haselhuhnweg 17 9 eine Immobilie erworben Artur Kuhns Witwe ubernahm 1944 unmittelbar die Firmenleitung und liess sich das 1949 in dem wieder arbeitenden Amtsgericht Mitte dokumentieren Nach kurzer Arbeitsunterbrechung der Schlosserei im Sommer 1945 setzte sich die Firmengeschichte in Weissensee erfolgreich fort Die Lage der Firmen A Kuhn in Ost Berlin und Theodor Kuhn in West Berlin in unterschiedlichen Sektoren der Stadt fuhrte dazu dass die Schwagerin Fanny Kuhn als mithaftende Gesellschafterin ausschied und Flora Kuhn amtlich ab 22 Januar 1952 Alleininhaberin wurde Sie wechselte zu dieser Zeit ihre Wohnung innerhalb des Bezirks Pankows noch einmal und wohnte jetzt in der Thulestrasse 61 10 Ungefahr in den Jahren 1965 1966 kam eine Schleiferei im Pankower Stadtteil Berlin Buchholz Berliner Strasse 7a als zweiter Betriebsteil hinzu 11 Die folgenden gesellschaftlich politischen Veranderungen in der DDR und in Berlin fuhrten zum Verschwinden des Firmengrunder Namens aus der Bezeichnung des Unternehmens Die amtsgerichtliche Eintragung zu diesem Vorgang lautete ganz unverfanglich Durch Verkauf der Grund und materiellen Umlaufmittel des Betriebes per 14 Mai 1972 ist die Firma mit Wirkung vom 21 September 1972 erloschen 12 Konkret bedeutete das A Kuhn amp Co wurde zwangsenteignet und hiess bis 1990 VEB Kunstschmiede Berlin Die langjahrige Firmeninhaberin Flora Kuhn verstarb etwa im Jahr 1966 die Geschafte bis 1972 fuhrte wahrscheinlich Enkel Achim Kuhn denn Sohn Fritz Kuhn war 1967 verstorben 13 Die 1990 von den Nachkommen Artur Kuhns Achim Kuhn und dessen Ehefrau Helgard Kuhn vorgenommene Reprivatisierung fuhrte nach der Wende zum Aufleben des historischen Firmennamens das Unternehmen trat nun als Arthur Kuhn Kunstschmiede Metallbau GmbH Neueintragung im Amtsgericht unter HR B 36347 auf dem gesamtdeutschen Markt auf Der historische Standort in der Lehderstrasse musste wegen steigendem Platzbedarf baulicher und hygienischer Mangel sowie unklarer Eigentumsverhaltnisse aufgegeben werden und das Team bezog einen kompletten Neubau in einem gerade erschlossenen Gewerbegelande nahe der Darsser Strasse damals noch zum Bezirk Weissensee gehorend Wegen zunehmender Probleme zwischen den Firmenerben sowie einigen Mitarbeitern kam es letztendlich zum Verkauf der Werkstatt an den hier tatigen Kunstschmiedemeister Stefan Fittkau Die Einrichtung heisst seitdem Fittkau Metallbau und Kunstschmiede GmbH arbeitet in der Tradition des Firmengrunders und de jure als Fortsetzung der Firma an dem neuen Standort Darsser Bogen im Ortsteil Berlin Stadtrandsiedlung Malchow Weblinks Bearbeiten Commons Werke der Kunstschmiede und schlosserei A Kuhn amp Co sowie der Folgefirmen Sammlung von Bildern Videos und AudiodateienEinzelnachweise und Anmerkungen Bearbeiten StA Kreuzberg von Berlin Sterbeurkunde Nr 4872 1944 Die Dokumente zum Schlosser A Kuhn in mehreren Archiven und Museen treten in beiden Varianten Schreibweise des Vornamens mit oder ohne h etwa gleich haufig auf Allerdings ist auf einem eigens vom Firmeninhaber ausgefullten und unterschriebenen Meldezettel Artur zu lesen Deshalb wird in diesem Lemma Artur ohne h verwendet Skript einer Festrede aus dem Jahr 1989 zum 150 Jahrestag der Grundung der Eisengiesserei Christian Adolph Behr Kuhn Artur In Berliner Adressbuch 1920 I S 1512 Schlosser a b HR A 69166 Seite KUB Registerbuch des Berliner Amtsgerichts Abteilung A Jahre 1914 bis 1930 HR A 72419 Lehderstrasse 74 79 In Berliner Adressbuch 1931 IV S 2161 A Kuhn amp Co Schlosserei A Kuhn amp Co ist im Adressbuch des Jahres 1931 erstmals in der Lehderstr ausgewiesen Kuhn Artur In Berliner Adressbuch 1933 1 S 1461 Schlossermeister Talstr 17 Kuhn Theodor In Berliner Adressbuch 1943 1 S 1611 Schlosserei Berlin N58 Schonhauer Allee 132 Angabe der Wohnung mit Heiligensee Haselhuhnweg 17 E fur Eigentumer Kuhn Flora In Fernsprechbuch fur Gross Berlin DDR 1955 S 110 Kuhn A amp Co In Fernsprechbuch fur die Hauptstadt der DDR 1967 S 252 Nennung des neuen Betriebsteils in Buchholz Vorgang im Amtsgericht Mitte zur Nummer HR A 7819 Mundliche Auskunft des ehemaligen Mitarbeiters Adolf Trodel an 44Pinguine im August 2013 Und im Ost Berliner Telefonbuch des Jahres 1967 ist Flora Kuhn nicht mehr enthalten die Firma jedoch bereits mit A Kuhn amp Co Kunstschmiede PersonendatenNAME Kuhn ArturALTERNATIVNAMEN Kuhn ArthurKURZBESCHREIBUNG deutscher Schlosser und KunstschmiedGEBURTSDATUM 6 Dezember 1883GEBURTSORT Naundorf Sachsen STERBEDATUM 18 November 1944STERBEORT BerlinAbgerufen von https de wikipedia org w index php title Artur Kuhn amp oldid 207619770, wikipedia, wiki, deutsches

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