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Aktion Reinhardt

Aktion Reinhardt (auch als Einsatz Reinhardt bezeichnet; daneben finden sich die Schreibweisen Reinhard bzw. Reinhart) ist ein Tarnname für die systematische Ermordung aller Juden und Roma des Generalgouvernements im deutsch besetzten Polen während des Zweiten Weltkrieges. Im Zuge der „Aktion Reinhardt“ wurden zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Juden sowie rund 50.000 Roma aus den fünf Distrikten des Generalgouvernements (Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Galizien) in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet. Der Tarnname der Aktion steht im Zusammenhang mit dem Vornamen Reinhard Heydrichs, auf den Ende Mai 1942 ein Attentat mit tödlichem Ausgang verübt worden war. Die „Ehrenbezeichnung“ stellt zugleich eine Art von Vergeltungsanspruch dar.

Inhaltsverzeichnis

Wann der Befehl, Juden und andere Volksgruppen Europas zu ermorden, gegeben wurde, lässt sich nicht feststellen, da außer einem Schreiben Hermann Görings an Reinhard Heydrich kein schriftliches Zeugnis der höchsten Regierungskreise bekannt ist. Es ist nicht sicher, ob Adolf Hitler jemals in schriftlicher Form einen Befehl zur Ermordung der Juden gab. Die SS-Einsatzgruppen des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) und Polizeibataillone begannen schon kurz nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, die männlichen Juden im Alter zwischen 17 und 45 Jahren in den neu eroberten Gebieten zu ermorden. Ab Ende August 1941 lässt sich belegen, dass mobile Tötungseinheiten auch zu einem Massenmord an Frauen und Kindern übergingen; das Massaker von Kamenez-Podolsk gilt dabei als wesentlicher Schritt zum Holocaust.

Wannseekonferenz

Um die Ermordung der Juden systematisch zu organisieren, wurde von Reinhard Heydrich für den 20. Januar 1942 die „Wannseekonferenz“ einberufen. An der Konferenz nahmen 15 hochrangige Vertreter aller an der so genannten „Endlösung“ beteiligten Institutionen teil. Josef Bühler, der Stellvertreter von Hans Frank, sprach offen aus, dass das Generalgouvernement es begrüßen würde, wenn mit der „Endlösung“ dieser Frage im Generalgouvernement begonnen würde, weil einmal hier das Transportproblem keine übergeordnete Rolle spiele und arbeitsmäßige Gründe den Lauf dieser Aktion nicht behindern würden. Juden müssten so schnell wie möglich aus dem Gebiet des Generalgouvernements entfernt werden, weil gerade hier der Jude als Seuchenträger eine eminente Gefahr bedeute. Von den in Frage kommenden etwa zweieinhalb Millionen Juden sei überdies die Mehrzahl arbeitsunfähig.

Das Ergebnis dieser Konferenz bedeutete, dass man sich innerhalb der Führungsebene über die Form der Abschiebung der Juden Europas nach Osten und deren dortige systematische Ermordung geeinigt hatte.

Es ging dabei um die Aufteilung der einzelnen Schritte zu diesem Ziel zwischen staatlichen und Parteistellen. Heydrich wurde am 27. Mai 1942 bei einem Attentat in Prag schwer verletzt und starb acht Tage später. Er konnte also nicht mehr selbst die Gesamtleitung an dem Völkermord an den europäischen Juden fortführen, die er mit dieser Konferenz an sich gezogen hatte.

Mit der Durchführung der Aktion beauftragte Heinrich Himmler den Lubliner SS- und Polizeiführer Odilo Globocnik. Globocnik war 1939 zum SS- und Polizeiführer des Distrikts Lublin in Polen ernannt worden. In ihm sah Himmler einen, der „wie kein zweiter für die Kolonisation des Ostens geschaffen“ sei, wie er in einem Brief an seinen Schwager Richard Wendler am 4. August 1943 schrieb, als es um die Ablösung Globocniks und seine Versetzung ging. Am 21. Juli 1941 hatte Himmler alles von Globocnik bereits im Distrikt Lublin Geschaffene und weiter Geplante „Programm Heinrich“ genannt. Hier tat er sich durch eine besonders grausame Besatzungspolitik hervor. In diesem Wirkungsbereich und als Teil von „Programm Heinrich“ fand auch die „Aktion Reinhardt“ statt.

Die Frage, ob sich die in den Quellen oft gebrauchte Schreibweise „Aktion Reinhardt“ auf den Staatssekretär Fritz Reinhardt bezieht, gilt mittlerweile als entschieden: Die Bezeichnung geht tatsächlich auf den Vornamen Heydrichs zurück, der in zeitgenössischen Quellen und sogar von Himmler selbst statt „Reinhard“ fälschlich „Reinhardt“ geschrieben wurde.

Problematische Datierung

Wann Odilo Globocnik, der Leiter der „Aktion Reinhardt“, von Heinrich Himmler, dem Reichsführer SS (RFSS), den Befehl zur Ermordung der Juden bekam, lässt sich nur indirekt erschließen. Adolf Eichmann sagte in Jerusalem aus, dass ihm Reinhard Heydrich zwei bis drei Monate nach dem Überfall auf die Sowjetunion sagte:

„‚Der Führer hat die physische Vernichtung der Juden befohlen‘ ... ‚Und dann sagte er zu mir: Eichmann, fahren Sie zu Globocnik, Lublin ... Der Reichsführer hat Globocnik bereits entsprechende Weisungen gegeben und sehen Sie sich an, wie weit er mit seinem Vorhaben gekommen ist‘.“

In Lublin sei Eichmann zu einem Lager geführt worden, wo ihm Christian Wirth die Einrichtungen zur Vergasung der Juden erklärt habe. Wirth war erster Kommandant des Todeslagers Belzec und später Inspekteur aller Lager der „Aktion Reinhardt“. Vorher war er am „Euthanasie“-Programm, der Aktion T4, beteiligt. Somit könnte Globocnik bereits im Sommer 1941 von Himmler mit der Ermordung der Juden betraut worden sein.

Dafür spricht auch, dass Wirth schon im Spätsommer 1941 in den Raum Lublin versetzt worden war. Ihm folgten einige Wochen danach weitere im Moment „unbeschäftigte Mordexperten“ des im August von Hitler unterbrochenen „Euthanasie“-Programms. Als die „Experten“ eingetroffen waren, begann im November der Bau des ersten Lagers in Belzec. Dazwischen lagen zwei Monate. Zu Beginn wusste man nicht genau, wie man die Ermordung der Juden technisch und organisatorisch durchführen sollte. Die Erfahrungen aus dem „Euthanasie“-Programm ließen sich nur bedingt verwenden, da der Umfang der „Aktion Reinhardt“ um ein Vielfaches größer war.

In der Literatur wird das Datum des Auftrags an Globocnik oft mit Juli 1941 angegeben. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass Himmler nach Rücksprache mit Hitler im Herbst 1941 den Befehl gab, im Generalgouvernement alle Juden zu ermorden, soweit sie nicht als Zwangsarbeiter eingesetzt werden konnten.

Die Aktion zielte auf eine möglichst vollständige Ermordung der Juden aus dem Generalgouvernement.

Der „Wirtschaftliche Teil der Aktion Reinhardt“ umfasste nach den Angaben ihres Leiters Odilo Globocnik vier Bereiche:

  • die Aussiedlung selbst
  • die Verwertung der Arbeitskraft
  • die Sachverwertung
  • die Einbringung verborgener Werte und Immobilien.
Ghettos und Konzentrationslager in Polen

Drei zusätzliche Vernichtungslager

Die Ermordung der Juden erfolgte in drei Lagern. Das Vernichtungslager Belzec (ab März 1942 in Betrieb) und das Vernichtungslager Sobibor (ab Mai 1942 in Betrieb) lagen im Distrikt Lublin, das Vernichtungslager Treblinka (ab Juli 1942 in Betrieb) lag im Distrikt Warschau. Die Lager lagen in dünn besiedelten Gebieten in der Nähe von Eisenbahnlinien. Sie waren in ihren Ausmaßen eher klein, zwischen 300 und 400 Meter breit, 400 bis 500 Meter lang.

Die Lager machten einen eher provisorischen Eindruck. Jedes Lager war anfangs mit drei Gaskammern ausgestattet. Im Vernichtungslager Belzec wurde anfangs mit Kohlenmonoxid aus Stahlflaschen getötet. Dieses Gas wurde wohl deshalb gewählt, weil das Personal während der „Euthanasie“-Aktion damit Erfahrungen gesammelt hatte. Allerdings war die Beschaffung schwierig. Daher wurde das todbringende Gas später von Verbrennungsmotoren erzeugt. Die Kapazität der Gaskammern genügte den Anforderungen nicht, so dass sehr bald Vergrößerungen durchgeführt wurden.

In jedem Lager waren 20 bis 30 Mann deutsches Personal als Kader tätig. Zur Bewachung waren 100 bis 120 Mann sogenannter Trawniki-Männer je Lager zugeteilt. Heute sind die Vernichtungslager Gedenkstätten.

Personal

Für die Ermordung von etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Juden und etwa 50.000 Roma während der Aktion Reinhardt brauchten die Nationalsozialisten wenig Personal. Die erste Mannschaft bestand aus dem „Einsatzstab Reinhardt“ in Lublin unter der Leitung von Hermann Höfle, nämlich 153 SS-Männern und Polizisten, weiteren 205 Männern aus anderen Einheiten sowie 92 deutschen „Experten“ aus dem „Euthanasie“-Programm. Die bekanntesten sind Christian Wirth, Franz Stangl, Irmfried Eberl, Franz Reichleitner, Gottlieb Hering und Kurt Hubert Franz. Dazu kamen rund 1000 ukrainische und litauische Freiwillige, sogenannte Trawnikis. In Trawniki befand sich das Ausbildungslager.

Nach neueren Forschungen sind im Laufe der „Aktion Reinhardt“ 121 Männer, die zuvor im Rahmen der „Aktion T4“ das „Euthanasie“-Programm durchgeführt hatten, in die Vernichtungslager versetzt worden. Zum Aufbau des Lagers Sobibor wurden Baufachleute der „Aktion T4“ angefordert. Alle wurden weiterhin von Berlin aus betreut. Führende Funktionäre der Organisation T4 bzw. der Organisation „Kanzlei des Führers“ kamen zu Inspektionen. Gesuche um Beurlaubung oder Abberufung richteten die ehemaligen T4-Mitarbeiter an ihre alte Dienststelle in Berlin. Wöchentlich einmal lieferte ein Kurier von T4 aus Berlin Zusatzlöhnung und Post zur Dienststelle Wirths und in die Lager.

Diese Männer erhielten ihren Sold von ihrer alten Dienststelle, unterstanden jedoch Globocniks direktem Befehl. Sie wurden zu Mitgliedern der SS ernannt, mit SS-Diensträngen ausgestattet und mussten im Büro von Hermann Höfle eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben. Franz Stangl, Kommandant von Sobibor und Treblinka, erklärte, er habe sich entscheiden können, ob er nach Lublin gehen wolle. Da er nach seinen Angaben keine Ahnung hatte, was ihn erwarten würde, habe er zugestimmt.

Lagerleitung

Beginn der Mordaktion

Zur Organisation der Deportationen hatte Globocnik einen eigenen Stab unter der Leitung von Hermann Höfle eingerichtet. Dieser informierte einen Mitarbeiter des Amtes des Distrikts Lublin vor Beginn der Deportationen darüber, dass es zweckmäßig wäre, die in den Distrikt Lublin kommenden Judentransporte auf der Abgangsstation in arbeitsfähige und nichtarbeitsfähige Juden zu teilen. Nicht arbeitsfähige Juden kämen sämtlich nach Belzec. Täglich könnten 4 bis 5 Transporte mit je 1.000 Juden von Belzec aufgenommen werden.

Am 17. März 1942 begannen die Deportationen aus den Ghettos Lublin und Lemberg in das fertiggestellte Todeslager Belzec. Diese Tatsache war nicht nur den an der Aktion beteiligten Personen bekannt. Joseph Goebbels notierte am 27. März 1942 in seinem Tagebuch:

„Aus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Es wird dabei ein ziemlich barbarisches und nicht näher zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel übrig. Im großen kann man wohl feststellen, dass 60 % davon liquidiert werden müssen, während nur noch 40 % in die Arbeit eingesetzt werden können. Der ehemalige Gauleiter von Wien [Globocnik], der diese Aktion durchführt, tut dies mit ziemlicher Umsicht und auch mit einem Verfahren, das nicht zu auffällig wirkt. […] Die Prophezeiung, die der Führer ihnen für die Herbeiführung eines neuen Weltkrieges mit auf den Weg gegeben hat, beginnt sich in der furchtbarsten Weise zu verwirklichen.“

Allerdings wurden nie 40 Prozent der in die Lager der „Aktion Reinhardt“ deportierten Juden am Leben gelassen. Nur einige wenige Juden, jung und besonders kräftig oder Fachleute in einem von der SS benötigten Bereich, wurden als „Arbeitsjuden“ für kurze Zeit am Leben gelassen. Diese „Arbeitsjuden“ – bis zu 1.000 Menschen pro Lager – sammelten, sortierten und verpackten die Kleidung und Wertsachen der Ermordeten, leerten die Gaskammern und begruben die Leichen, bis sie selbst ermordet wurden.

Bald stellten sich Schwierigkeiten ein. Die Kapazität der Lager war der Zahl der Deportierten nicht gewachsen, und die Wehrmacht beanspruchte alle Züge für sich. Im Mai 1942 verließen auch Wirth und das übrige deutsche Personal Belzec, ohne sich abzumelden. Anfang Mai kam Viktor Brack von der „Kanzlei des Führers“ in Lublin an. Er verhandelte mit Globocnik über die weitere Durchführung der Judenvernichtung. Brack erklärte, dass die „Euthanasie“ auslaufe und daher Leute der „Aktion T4“ nach Lublin kommen würden. Über dieses Treffen unterrichtete Brack Himmler in einem Brief vom 23. Juni 1942:

„Ich habe dem Brigadeführer Globocnik auf Anweisung von Reichsleiter Bouhler für die Durchführung seiner Sonderaufgabe schon vor längerer Zeit einen Teil meiner Männer zur Verfügung gestellt. Aufgrund einer erneuten Bitte von ihm habe ich nunmehr weiteres Personal abgestellt. Bei dieser Gelegenheit vertrat Brigadeführer Globocnik die Auffassung, die ganze Judenaktion so schnell wie nur irgend möglich durchzuführen, damit man nicht eines Tages mittendrin stecken bliebe, wenn irgendwelche Schwierigkeiten ein Abstoppen der Aktion notwendig machen.“

Diese zusätzlichen Männer wurden benötigt, da Sobibor im Mai seinen Betrieb aufnahm, Treblinka im Juli. Auch das „Transportproblem“ konnte gelöst werden. Karl Wolff vom Persönlichen Stab RFSS erreichte von Staatssekretär Albert Ganzenmüller, der für die Reichsbahn zuständig war, die Zusicherung, dass ab dem 22. Juli 1942 täglich ein Zug mit je 5.000 Juden von Warschau nach Treblinka, außerdem zweimal wöchentlich ein Zug mit 5.000 Juden von Przemyśl nach Belzec fuhren. Diese Nachricht nahm Wolff mit besonderer Freude zur Kenntnis. Dadurch könne die Aktion in einem „beschleunigten Tempo“ durchgeführt werden.

Diese Beschleunigung hatte Himmler am 19. Juli 1942 befohlen, als er anordnete, dass die „Umsiedlung“ (Tarnwort für Ermordung) der gesamten jüdischen Bevölkerung des Generalgouvernements bis 31. Dezember 1942 durchgeführt und beendet sein müsse. Mit dem 31. Dezember 1942 dürften sich keinerlei Personen jüdischer Herkunft mehr im Generalgouvernement aufhalten.

Niemand war über diese Beschleunigung froher als Globocnik. Er bedankte sich bei Himmler für dessen Besuch und für alle Arbeit, die er erhalten habe. Mit der neuen Arbeit würden alle seine geheimen Wünsche in Erfüllung gehen. Wie diese geheimen Wünsche in der Wirklichkeit aussahen, ist durch den Augenzeugenbericht von Kurt Gerstein überliefert: Globocnik zeigte ihm am 17. August 1942 voller Stolz die Todeslager. Bereitwillig erklärte er seinem Besucher die Funktion der Lager.

Um die Ermordung der Juden zu rationalisieren, wurde Christian Wirth im August 1942 zum Inspekteur aller drei Lager ernannt. Tatsächlich waren die drei Lager im Spätsommer 1942 voll einsatzbereit. Die Zahl der Gaskammern war erhöht worden, der Massenmord war arbeitsteilig organisiert. Es handelte sich um einen nahezu reibungslos funktionierenden Apparat mit hoher Kapazität und Geschwindigkeit. Ein Häftlingszug kam morgens an der Rampe an, am Nachmittag oder in der Nacht waren die Leichen verbrannt, die Kleider ins Magazin gebracht. Nur der Mangel an Transportraum konnte zu Verzögerungen führen. Im so genannten Höfle-Telegramm, einem aufgefangenen Funkspruch, wurde für das Jahresende 1942 die Zahl von 1.274.166 ermordeten Juden gemeldet.

Zu der Aktion gehörten auch verschiedene Maßnahmen, um sie nach innen und außen zu verschleiern: Die Leichen wurden anfangs in riesigen Gruben verscharrt, später bei der sogenannten Aktion 1005 exhumiert und verbrannt.

Im Sommer 1943 neigte sich die „Aktion Reinhardt“ ihrem Ende zu. Das Lager Belzec war bereits aufgelöst worden. Die letzten noch lebenden Juden wurden in die anderen Lager gebracht und dort ermordet.

In Treblinka und Sobibor kam es zu Aufständen der Häftlinge, die wenigstens einzelnen Juden das Leben retteten. Insgesamt dürften weniger als 200 Häftlinge in allen drei Lagern den Zweiten Weltkrieg überlebt haben. Um Spuren der Mordaktion zu verwischen, wurden die Bauten der Todeslager vollständig abgerissen und ihre Flächen begrünt; zusätzlich wurden dort zur Tarnung jeweils Bauernhöfe angelegt, die von Trawniki-Mitgliedern bewohnt worden sind.

Zur „Aktion Reinhardt“ gehört eigentlich auch die „Aktion Erntefest“. Diese Aktion wurde aber nicht mehr vom ursprünglichen Personal der „Aktion Reinhardt“ durchgeführt. Anfang November 1943 wurden im Gebiet von Lublin im Laufe von drei Tagen fast alle noch lebenden Juden in den Lagern erschossen.

Die Zahl der Juden, die in den drei Vernichtungslagern ermordet wurden, beruhen auf Schätzungen, die erhebliche Unterschiede aufweisen. Stephan Lehnstaedt hält es unter Einbeziehung „von neusten Forschungsergebnissen“ für realistisch, von 1.520.000 Opfern auszugehen; hinzu kämen die Ermordeten aus zahlreichen Ghettos während dieser Zeitspanne. Odilo Globocnik sagte im Mai 1945, als er auf der Flucht am Wörthersee bei einem früheren Bekannten auftauchte, dass zwei Millionen „erledigt“ worden seien.

Aus Triest meldete Globocnik am 4. November 1943 an Himmler, er habe mit dem 19. Oktober 1943 die Aktion Reinhardt, die er im Generalgouvernement geführt habe, abgeschlossen und alle Lager aufgelöst. Er schickte auch eine Abschlussdarstellung.

In seinem Antwortbrief bedankte sich Himmler bei Globocnik und sprach ihm für seine großen und einmaligen Verdienste, die er sich bei der Durchführung der „Aktion Reinhardt“ für das ganze deutsche Volk erworben hatte, Dank und Anerkennung aus.

Tatsächlich brachte die „Aktion Reinhardt“ dem Deutschen Reich enorme Vermögenswerte ein. Bereits im Sommer 1942 waren rund 50.000.000 Reichsmark (RM) in Papier, Devisen, Münzen und Schmuck sowie rund 1.000 Waggons Textilien, davon 300.000 neue Kleider, vorhanden.

Diese Zahlen sind mit Sicherheit zu niedrig angesetzt. Es sind auch keine Zahlen über jene Werte – z. B. Immobilien – enthalten, die den Menschen vor ihrer Deportation geraubt wurden. Zudem fehlen die seitens der Wachmannschaften unterschlagenen Wertgegenstände. So ist von dem Aufseher Walter Nowak bekannt, dass er Uhren und Schmuckstücke an seine Ehefrau verschickte.

Globocnik hatte zur Erfassung des jüdischen Vermögens befohlen, eine Zentralkartei zu erstellen, in der die gesamten anfallenden Werte aus der Judenumsiedlung aufgenommen und geführt werden sollten.

Die endgültige Abrechnung vom 5. Januar 1944 ergab folgende Werte:

Gesamtzusammenstellung
Abgelieferte Geldmittel 73.852.080,74 RM
Edelmetalle 8.973.651,60 RM
Devisen in Noten 4.521.224,13 RM
Devisen in gemünztem Gold 1.736.554,12 RM
Juwelen und sonstige Werte 43.662.450,00 RM
Spinnstoffe 46.000.000,00 RM
Gesamt 178.745.960,59 RM

Odilo Globocnik war derjenige, der die „Aktion Reinhardt“ vorantrieb. Er setzte gegen die wirtschaftlichen Interessen anderer Reichsstellen und der Wehrmacht auch die Ermordung von Juden, die für kriegswichtige Betriebe arbeiteten, durch.

Die „Aktion Reinhardt“ stellt den Höhepunkt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegenüber den Juden dar. In den Lagern der „Aktion Reinhardt“ wurden mehr Menschen ermordet als in Auschwitz. Es gab keine Selektionen. Die Lager waren als regelrechte Todesfabriken so organisiert, dass nur wenige Täter benötigt wurden. Timothy Snyder vertritt daher die Ansicht, dass „eine angemessene Sicht auf den Holocaust die Operation Reinhardt, den Mord an den polnischen Juden im Jahre 1942, in den Mittelpunkt der Geschichte rücken“ müsste.

Commons: Aktion Reinhard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lea Zeppenfeld: beim LeMO des Deutschen Historischen Museums, 15. Mai 2015.
  • mit bei Deathcamps.org (englisch)
  • Ralf Blank: In: Historisches Centrum Hagen (Hrsg.): Hagener Beiträge zur Regionalgeschichte Online, 27. April 2012 (Fotoserie einer Deportation von Juden, die im Rahmen der „Aktion Reinhardt“ ermordet wurden, und ihre wissenschaftliche Analyse).
  1. : Der neue Mahnruf. Zeitschrift für Recht, Freiheit und Demokratie / Der neue Mahnruf. Zeitschrift für Freiheit, Recht und Demokratie, Jahrgang 1961, S. 59 (Online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dnm
  2. Vgl. die Schreibung im Höfle-Telegramm
  3. Ernst Klee: Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens. S. Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-10-039303-1; S. 374 zu Stw. „Aktion Reinhard“.
  4. Johannes Hürter: Hitlers Heerführer, 2007, S. 573; Klaus-Michael Mallmann: Der qualitative Sprung. 2001, S. 239; G. H. Bennett: Exploring the World. 2011, S. 6.
  5. Günther Morsch, Bertrand Perz: Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-99-2, S. röm.17.
  6. Richard Breitmann/Shlomo Aronson: Eine unbekannte Himmler-Rede vom Januar 1943. In: VfZ 38(1990), S. 340.
  7. Jochen von Lang: Das Eichmann-Protokoll. Tonbandaufzeichnungen der israelischen Verhöre. Berlin 1982, ISBN 3-88680-036-9, S. 69.
  8. Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek. Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3123-7, S. 72. / Datum zwischen 1. und 17. Oktober 1941 laut Bogdan Musial: Ursprünge der ‚Aktion Reinhardt‘ – Planung des Massenmordes an den Juden im Generalgouvernement. S. 70. In: Bogdan Musial (Hrsg.): ‚Aktion Reinhardt‘. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941–1944. Osnabrück 2004, ISBN 3-929759-83-7.
  9. Dokument 4024-PS in: IMT: Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher …. fotomech. Nachdruck. München 1989, ISBN 3-7735-2525-7, Bd. 34, S. 72.
  10. zu den Motoren siehe Achim Trunk: Die todbringenden Gase. In: Günther Morsch, Bertrand Perz: Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-99-2, S. 35–37 sowie Dieter Pohl: Massentötungen durch Giftgas im Rahmen der ‚Aktion T4‘. ebendort, S. 191–192.
  11. Patricis Heberer: Eine Kontinuität der Tötungsoperationen. T4-Täter und die ‚Aktion T4‘. In: Bogdan Musial (Hrsg.): ‚Aktion Reinhardt‘. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941–1944. Osnabrück 2004, ISBN 3-929759-83-7, S. 294.
  12. Sara Berger: Experten der Vernichtung. Das T4-Reinhardt-Netzwerk in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Hamburg 2013, ISBN 978-3-86854-268-4, S. 401–415.
  13. Ralf Georg Reuth (Hrsg.): Joseph Goebbels Tagebücher. 3. Aufl. München 2003, ISBN 3-492-21414-2, Bd. 4, S. 1776.
  14. Eugen Kogon et al. (Hrsg.): Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. FiTb, Frankfurt a. M. 1986, ISBN 3-596-24353-X, S. 149 f.
  15. Raul Hilberg: Sonderzüge nach Auschwitz. Mainz 1981, ISBN 3-921426-18-9, S. 177 / siehe auch .
  16. Stephan Lehnstaedt: Der Kern des Holocaust. Belzec, Sobibór, Treblinka und die Aktion Reinhardt. .München 2017, ISBN 978-3-406-70702-5, S. 84–85.
  17. Dokument 4024-PS in: IMT: Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher …, fotomech. Nachdruck München 1989, Bd. 34, ISBN 3-7735-2525-7, S. 58–92.
  18. Julius Scharnetzky: „Schließlich kamen wir alle [...] aus der Euthanasie.“ Zum personellen Konnex zwischen der „Aktion T4“ und der „Aktion Reinhardt“ am Beispiel des Personals der Tötungsanstalt Sonnenstein. In: Günther Heydemann, Jan Erik Schulte u. Francesca Weil (Hrsg.): Sachsen und der Nationalsozialismus. V&R, Göttingen 2014, S. 209.
  19. Dokument 4024-PS in: IMT: Der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher …, fotomech. Nachdruck München 1989, Bd. 34, ISBN 3-7735-2525-7, S. 63 / s. a. VEJ 9/281.
  20. Timothy Snyder: (Memento vom 18. Oktober 2011 im Internet Archive). In: Eurozine, 18. Februar 2010, gedruckt in: Transit, Heft 38, 2009, S. 6–19, Zitat S. 7; ders.: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, München 2011, S. 261 ff.

Aktion Reinhardt
aktion, reinhardt, systematische, ermordung, aller, juden, roma, deutsch, besetzten, polen, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, aktion, reinhard, auch, einsatz, reinhardt, bezeichnet, daneben, finden, sich, schreibweisen, reinhard, reinhart, tarnn. Aktion Reinhardt Systematische Ermordung aller Juden und Roma im deutsch besetzten Polen Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Aktion Reinhard Aktion Reinhardt auch als Einsatz Reinhardt bezeichnet daneben finden sich die Schreibweisen Reinhard 1 bzw Reinhart 2 ist ein Tarnname fur die systematische Ermordung aller Juden und Roma des Generalgouvernements im deutsch besetzten Polen wahrend des Zweiten Weltkrieges Im Zuge der Aktion Reinhardt wurden zwischen Juli 1942 und Oktober 1943 etwa 1 6 bis 1 8 Millionen Juden sowie rund 50 000 Roma aus den funf Distrikten des Generalgouvernements Warschau Lublin Radom Krakau und Galizien in den drei Vernichtungslagern Belzec Sobibor und Treblinka ermordet Der Tarnname der Aktion steht im Zusammenhang mit dem Vornamen Reinhard Heydrichs auf den Ende Mai 1942 ein Attentat mit todlichem Ausgang verubt worden war Die Ehrenbezeichnung stellt zugleich eine Art von Vergeltungsanspruch dar 3 Inhaltsverzeichnis 1 Vorgeschichte 1 1 Wannseekonferenz 2 Auftragserteilung durch Himmler 3 Ziele 4 Durchfuhrung 4 1 Drei zusatzliche Vernichtungslager 4 2 Personal 4 3 Lagerleitung 4 4 Beginn der Mordaktion 5 Bilanz 6 Siehe auch 7 Literatur 8 Weblinks 9 EinzelnachweiseVorgeschichte BearbeitenWann der Befehl Juden und andere Volksgruppen Europas zu ermorden gegeben wurde lasst sich nicht feststellen da ausser einem Schreiben Hermann Gorings an Reinhard Heydrich kein schriftliches Zeugnis der hochsten Regierungskreise bekannt ist Es ist nicht sicher ob Adolf Hitler jemals in schriftlicher Form einen Befehl zur Ermordung der Juden gab Die SS Einsatzgruppen des Reichssicherheitshauptamtes RSHA und Polizeibataillone begannen schon kurz nach dem deutschen Uberfall auf die Sowjetunion die mannlichen Juden im Alter zwischen 17 und 45 Jahren in den neu eroberten Gebieten zu ermorden Ab Ende August 1941 lasst sich belegen dass mobile Totungseinheiten auch zu einem Massenmord an Frauen und Kindern ubergingen das Massaker von Kamenez Podolsk gilt dabei als wesentlicher Schritt zum Holocaust 4 Wannseekonferenz Bearbeiten Um die Ermordung der Juden systematisch zu organisieren wurde von Reinhard Heydrich fur den 20 Januar 1942 die Wannseekonferenz einberufen An der Konferenz nahmen 15 hochrangige Vertreter aller an der so genannten Endlosung beteiligten Institutionen teil Josef Buhler der Stellvertreter von Hans Frank sprach offen aus dass das Generalgouvernement es begrussen wurde wenn mit der Endlosung dieser Frage im Generalgouvernement begonnen wurde weil einmal hier das Transportproblem keine ubergeordnete Rolle spiele und arbeitsmassige Grunde den Lauf dieser Aktion nicht behindern wurden Juden mussten so schnell wie moglich aus dem Gebiet des Generalgouvernements entfernt werden weil gerade hier der Jude als Seuchentrager eine eminente Gefahr bedeute Von den in Frage kommenden etwa zweieinhalb Millionen Juden sei uberdies die Mehrzahl arbeitsunfahig Das Ergebnis dieser Konferenz bedeutete dass man sich innerhalb der Fuhrungsebene uber die Form der Abschiebung der Juden Europas nach Osten und deren dortige systematische Ermordung geeinigt hatte Es ging dabei um die Aufteilung der einzelnen Schritte zu diesem Ziel zwischen staatlichen und Parteistellen Heydrich wurde am 27 Mai 1942 bei einem Attentat in Prag schwer verletzt und starb acht Tage spater Er konnte also nicht mehr selbst die Gesamtleitung an dem Volkermord an den europaischen Juden fortfuhren die er mit dieser Konferenz an sich gezogen hatte Auftragserteilung durch Himmler BearbeitenMit der Durchfuhrung der Aktion beauftragte Heinrich Himmler den Lubliner SS und Polizeifuhrer Odilo Globocnik Globocnik war 1939 zum SS und Polizeifuhrer des Distrikts Lublin in Polen ernannt worden In ihm sah Himmler einen der wie kein zweiter fur die Kolonisation des Ostens geschaffen sei wie er in einem Brief an seinen Schwager Richard Wendler am 4 August 1943 schrieb als es um die Ablosung Globocniks und seine Versetzung ging Am 21 Juli 1941 hatte Himmler alles von Globocnik bereits im Distrikt Lublin Geschaffene und weiter Geplante Programm Heinrich genannt Hier tat er sich durch eine besonders grausame Besatzungspolitik hervor In diesem Wirkungsbereich und als Teil von Programm Heinrich fand auch die Aktion Reinhardt statt Die Frage ob sich die in den Quellen oft gebrauchte Schreibweise Aktion Reinhardt auf den Staatssekretar Fritz Reinhardt bezieht gilt mittlerweile als entschieden Die Bezeichnung geht tatsachlich auf den Vornamen Heydrichs zuruck 5 der in zeitgenossischen Quellen und sogar von Himmler selbst 6 statt Reinhard falschlich Reinhardt geschrieben wurde Problematische Datierung Wann Odilo Globocnik der Leiter der Aktion Reinhardt von Heinrich Himmler dem Reichsfuhrer SS RFSS den Befehl zur Ermordung der Juden bekam lasst sich nur indirekt erschliessen Adolf Eichmann sagte in Jerusalem aus dass ihm Reinhard Heydrich zwei bis drei Monate nach dem Uberfall auf die Sowjetunion sagte Der Fuhrer hat die physische Vernichtung der Juden befohlen Und dann sagte er zu mir Eichmann fahren Sie zu Globocnik Lublin Der Reichsfuhrer hat Globocnik bereits entsprechende Weisungen gegeben und sehen Sie sich an wie weit er mit seinem Vorhaben gekommen ist 7 In Lublin sei Eichmann zu einem Lager gefuhrt worden wo ihm Christian Wirth die Einrichtungen zur Vergasung der Juden erklart habe Wirth war erster Kommandant des Todeslagers Belzec und spater Inspekteur aller Lager der Aktion Reinhardt Vorher war er am Euthanasie Programm der Aktion T4 beteiligt Somit konnte Globocnik bereits im Sommer 1941 von Himmler mit der Ermordung der Juden betraut worden sein Dafur spricht auch dass Wirth schon im Spatsommer 1941 in den Raum Lublin versetzt worden war Ihm folgten einige Wochen danach weitere im Moment unbeschaftigte Mordexperten des im August von Hitler unterbrochenen Euthanasie Programms Als die Experten eingetroffen waren begann im November der Bau des ersten Lagers in Belzec Dazwischen lagen zwei Monate Zu Beginn wusste man nicht genau wie man die Ermordung der Juden technisch und organisatorisch durchfuhren sollte Die Erfahrungen aus dem Euthanasie Programm liessen sich nur bedingt verwenden da der Umfang der Aktion Reinhardt um ein Vielfaches grosser war In der Literatur wird das Datum des Auftrags an Globocnik oft mit Juli 1941 angegeben Neuere Forschungen gehen davon aus dass Himmler nach Rucksprache mit Hitler im Herbst 1941 den Befehl gab im Generalgouvernement alle Juden zu ermorden soweit sie nicht als Zwangsarbeiter eingesetzt werden konnten 8 Ziele BearbeitenDie Aktion zielte auf eine moglichst vollstandige Ermordung der Juden aus dem Generalgouvernement Der Wirtschaftliche Teil der Aktion Reinhardt umfasste nach den Angaben 9 ihres Leiters Odilo Globocnik vier Bereiche die Aussiedlung selbst die Verwertung der Arbeitskraft die Sachverwertung die Einbringung verborgener Werte und Immobilien Durchfuhrung Bearbeiten Ghettos und Konzentrationslager in Polen Drei zusatzliche Vernichtungslager Bearbeiten Die Ermordung der Juden erfolgte in drei Lagern Das Vernichtungslager Belzec ab Marz 1942 in Betrieb und das Vernichtungslager Sobibor ab Mai 1942 in Betrieb lagen im Distrikt Lublin das Vernichtungslager Treblinka ab Juli 1942 in Betrieb lag im Distrikt Warschau Die Lager lagen in dunn besiedelten Gebieten in der Nahe von Eisenbahnlinien Sie waren in ihren Ausmassen eher klein zwischen 300 und 400 Meter breit 400 bis 500 Meter lang Die Lager machten einen eher provisorischen Eindruck Jedes Lager war anfangs mit drei Gaskammern ausgestattet Im Vernichtungslager Belzec wurde anfangs mit Kohlenmonoxid aus Stahlflaschen getotet Dieses Gas wurde wohl deshalb gewahlt weil das Personal wahrend der Euthanasie Aktion damit Erfahrungen gesammelt hatte Allerdings war die Beschaffung schwierig Daher wurde das todbringende Gas spater von Verbrennungsmotoren erzeugt 10 Die Kapazitat der Gaskammern genugte den Anforderungen nicht so dass sehr bald Vergrosserungen durchgefuhrt wurden In jedem Lager waren 20 bis 30 Mann deutsches Personal als Kader tatig Zur Bewachung waren 100 bis 120 Mann sogenannter Trawniki Manner je Lager zugeteilt Heute sind die Vernichtungslager Gedenkstatten Personal Bearbeiten Fur die Ermordung von etwa 1 6 bis 1 8 Millionen Juden und etwa 50 000 Roma wahrend der Aktion Reinhardt brauchten die Nationalsozialisten wenig Personal Die erste Mannschaft bestand aus dem Einsatzstab Reinhardt in Lublin unter der Leitung von Hermann Hofle namlich 153 SS Mannern und Polizisten weiteren 205 Mannern aus anderen Einheiten sowie 92 deutschen Experten aus dem Euthanasie Programm 11 Die bekanntesten sind Christian Wirth Franz Stangl Irmfried Eberl Franz Reichleitner Gottlieb Hering und Kurt Hubert Franz Dazu kamen rund 1000 ukrainische und litauische Freiwillige sogenannte Trawnikis In Trawniki befand sich das Ausbildungslager Nach neueren Forschungen sind im Laufe der Aktion Reinhardt 121 Manner 12 die zuvor im Rahmen der Aktion T4 das Euthanasie Programm durchgefuhrt hatten in die Vernichtungslager versetzt worden Zum Aufbau des Lagers Sobibor wurden Baufachleute der Aktion T4 angefordert Alle wurden weiterhin von Berlin aus betreut Fuhrende Funktionare der Organisation T4 bzw der Organisation Kanzlei des Fuhrers kamen zu Inspektionen Gesuche um Beurlaubung oder Abberufung richteten die ehemaligen T4 Mitarbeiter an ihre alte Dienststelle in Berlin Wochentlich einmal lieferte ein Kurier von T4 aus Berlin Zusatzlohnung und Post zur Dienststelle Wirths und in die Lager Diese Manner erhielten ihren Sold von ihrer alten Dienststelle unterstanden jedoch Globocniks direktem Befehl Sie wurden zu Mitgliedern der SS ernannt mit SS Dienstrangen ausgestattet und mussten im Buro von Hermann Hofle eine Geheimhaltungserklarung unterschreiben Franz Stangl Kommandant von Sobibor und Treblinka erklarte er habe sich entscheiden konnen ob er nach Lublin gehen wolle Da er nach seinen Angaben keine Ahnung hatte was ihn erwarten wurde habe er zugestimmt Lagerleitung Bearbeiten Vernichtungslager Aktion Reinhardt Lagerkommandant Beginn EndeVernichtungslager Belzec Christian Wirth Dezember 1941 31 Juli 1942Gottlieb Hering 1 August 1942 Dezember 1942Vernichtungslager Sobibor Richard Thomalla Marz 1942 April 1942Franz Stangl Mai 1942 September 1942Franz Reichleitner September 1942 Oktober 1943Vernichtungslager Treblinka Richard Thomalla Mai 1942 Juni 1942Irmfried Eberl Juli 1942 September 1942Franz Stangl September 1942 August 1943Kurt Franz August 1943 November 1943Beginn der Mordaktion Bearbeiten Zur Organisation der Deportationen hatte Globocnik einen eigenen Stab unter der Leitung von Hermann Hofle eingerichtet Dieser informierte einen Mitarbeiter des Amtes des Distrikts Lublin vor Beginn der Deportationen daruber dass es zweckmassig ware die in den Distrikt Lublin kommenden Judentransporte auf der Abgangsstation in arbeitsfahige und nichtarbeitsfahige Juden zu teilen Nicht arbeitsfahige Juden kamen samtlich nach Belzec Taglich konnten 4 bis 5 Transporte mit je 1 000 Juden von Belzec aufgenommen werden Am 17 Marz 1942 begannen die Deportationen aus den Ghettos Lublin und Lemberg in das fertiggestellte Todeslager Belzec Diese Tatsache war nicht nur den an der Aktion beteiligten Personen bekannt Joseph Goebbels notierte am 27 Marz 1942 in seinem Tagebuch Aus dem Generalgouvernement werden jetzt bei Lublin beginnend die Juden nach dem Osten abgeschoben Es wird dabei ein ziemlich barbarisches und nicht naher zu beschreibendes Verfahren angewandt und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel ubrig Im grossen kann man wohl feststellen dass 60 davon liquidiert werden mussen wahrend nur noch 40 in die Arbeit eingesetzt werden konnen Der ehemalige Gauleiter von Wien Globocnik der diese Aktion durchfuhrt tut dies mit ziemlicher Umsicht und auch mit einem Verfahren das nicht zu auffallig wirkt Die Prophezeiung die der Fuhrer ihnen fur die Herbeifuhrung eines neuen Weltkrieges mit auf den Weg gegeben hat beginnt sich in der furchtbarsten Weise zu verwirklichen 13 Allerdings wurden nie 40 Prozent der in die Lager der Aktion Reinhardt deportierten Juden am Leben gelassen Nur einige wenige Juden jung und besonders kraftig oder Fachleute in einem von der SS benotigten Bereich wurden als Arbeitsjuden fur kurze Zeit am Leben gelassen Diese Arbeitsjuden bis zu 1 000 Menschen pro Lager sammelten sortierten und verpackten die Kleidung und Wertsachen der Ermordeten leerten die Gaskammern und begruben die Leichen bis sie selbst ermordet wurden Bald stellten sich Schwierigkeiten ein Die Kapazitat der Lager war der Zahl der Deportierten nicht gewachsen und die Wehrmacht beanspruchte alle Zuge fur sich Im Mai 1942 verliessen auch Wirth und das ubrige deutsche Personal Belzec ohne sich abzumelden Anfang Mai kam Viktor Brack von der Kanzlei des Fuhrers in Lublin an Er verhandelte mit Globocnik uber die weitere Durchfuhrung der Judenvernichtung Brack erklarte dass die Euthanasie auslaufe und daher Leute der Aktion T4 nach Lublin kommen wurden Uber dieses Treffen unterrichtete Brack Himmler in einem Brief vom 23 Juni 1942 Ich habe dem Brigadefuhrer Globocnik auf Anweisung von Reichsleiter Bouhler fur die Durchfuhrung seiner Sonderaufgabe schon vor langerer Zeit einen Teil meiner Manner zur Verfugung gestellt Aufgrund einer erneuten Bitte von ihm habe ich nunmehr weiteres Personal abgestellt Bei dieser Gelegenheit vertrat Brigadefuhrer Globocnik die Auffassung die ganze Judenaktion so schnell wie nur irgend moglich durchzufuhren damit man nicht eines Tages mittendrin stecken bliebe wenn irgendwelche Schwierigkeiten ein Abstoppen der Aktion notwendig machen 14 Diese zusatzlichen Manner wurden benotigt da Sobibor im Mai seinen Betrieb aufnahm Treblinka im Juli Auch das Transportproblem konnte gelost werden Karl Wolff vom Personlichen Stab RFSS erreichte von Staatssekretar Albert Ganzenmuller der fur die Reichsbahn zustandig war die Zusicherung dass ab dem 22 Juli 1942 taglich ein Zug mit je 5 000 Juden von Warschau nach Treblinka ausserdem zweimal wochentlich ein Zug mit 5 000 Juden von Przemysl nach Belzec fuhren 15 Diese Nachricht nahm Wolff mit besonderer Freude zur Kenntnis Dadurch konne die Aktion in einem beschleunigten Tempo durchgefuhrt werden Diese Beschleunigung hatte Himmler am 19 Juli 1942 befohlen als er anordnete dass die Umsiedlung Tarnwort fur Ermordung der gesamten judischen Bevolkerung des Generalgouvernements bis 31 Dezember 1942 durchgefuhrt und beendet sein musse Mit dem 31 Dezember 1942 durften sich keinerlei Personen judischer Herkunft mehr im Generalgouvernement aufhalten Niemand war uber diese Beschleunigung froher als Globocnik Er bedankte sich bei Himmler fur dessen Besuch und fur alle Arbeit die er erhalten habe Mit der neuen Arbeit wurden alle seine geheimen Wunsche in Erfullung gehen Wie diese geheimen Wunsche in der Wirklichkeit aussahen ist durch den Augenzeugenbericht von Kurt Gerstein uberliefert Globocnik zeigte ihm am 17 August 1942 voller Stolz die Todeslager Bereitwillig erklarte er seinem Besucher die Funktion der Lager Um die Ermordung der Juden zu rationalisieren wurde Christian Wirth im August 1942 zum Inspekteur aller drei Lager ernannt Tatsachlich waren die drei Lager im Spatsommer 1942 voll einsatzbereit Die Zahl der Gaskammern war erhoht worden der Massenmord war arbeitsteilig organisiert Es handelte sich um einen nahezu reibungslos funktionierenden Apparat mit hoher Kapazitat und Geschwindigkeit Ein Haftlingszug kam morgens an der Rampe an am Nachmittag oder in der Nacht waren die Leichen verbrannt die Kleider ins Magazin gebracht Nur der Mangel an Transportraum konnte zu Verzogerungen fuhren Im so genannten Hofle Telegramm einem aufgefangenen Funkspruch wurde fur das Jahresende 1942 die Zahl von 1 274 166 ermordeten Juden gemeldet Zu der Aktion gehorten auch verschiedene Massnahmen um sie nach innen und aussen zu verschleiern Die Leichen wurden anfangs in riesigen Gruben verscharrt spater bei der sogenannten Aktion 1005 exhumiert und verbrannt Im Sommer 1943 neigte sich die Aktion Reinhardt ihrem Ende zu Das Lager Belzec war bereits aufgelost worden Die letzten noch lebenden Juden wurden in die anderen Lager gebracht und dort ermordet In Treblinka und Sobibor kam es zu Aufstanden der Haftlinge die wenigstens einzelnen Juden das Leben retteten Insgesamt durften weniger als 200 Haftlinge in allen drei Lagern den Zweiten Weltkrieg uberlebt haben Um Spuren der Mordaktion zu verwischen wurden die Bauten der Todeslager vollstandig abgerissen und ihre Flachen begrunt zusatzlich wurden dort zur Tarnung jeweils Bauernhofe angelegt die von Trawniki Mitgliedern bewohnt worden sind Bilanz BearbeitenZur Aktion Reinhardt gehort eigentlich auch die Aktion Erntefest Diese Aktion wurde aber nicht mehr vom ursprunglichen Personal der Aktion Reinhardt durchgefuhrt Anfang November 1943 wurden im Gebiet von Lublin im Laufe von drei Tagen fast alle noch lebenden Juden in den Lagern erschossen Die Zahl der Juden die in den drei Vernichtungslagern ermordet wurden beruhen auf Schatzungen die erhebliche Unterschiede aufweisen Stephan Lehnstaedt halt es unter Einbeziehung von neusten Forschungsergebnissen fur realistisch von 1 520 000 Opfern auszugehen hinzu kamen die Ermordeten aus zahlreichen Ghettos wahrend dieser Zeitspanne 16 Odilo Globocnik sagte im Mai 1945 als er auf der Flucht am Worthersee bei einem fruheren Bekannten auftauchte dass zwei Millionen erledigt worden seien Aus Triest meldete Globocnik am 4 November 1943 an Himmler er habe mit dem 19 Oktober 1943 die Aktion Reinhardt die er im Generalgouvernement gefuhrt habe abgeschlossen und alle Lager aufgelost Er schickte auch eine Abschlussdarstellung 17 In seinem Antwortbrief bedankte sich Himmler bei Globocnik und sprach ihm fur seine grossen und einmaligen Verdienste die er sich bei der Durchfuhrung der Aktion Reinhardt fur das ganze deutsche Volk erworben hatte Dank und Anerkennung aus Tatsachlich brachte die Aktion Reinhardt dem Deutschen Reich enorme Vermogenswerte ein Bereits im Sommer 1942 waren rund 50 000 000 Reichsmark RM in Papier Devisen Munzen und Schmuck sowie rund 1 000 Waggons Textilien davon 300 000 neue Kleider vorhanden Diese Zahlen sind mit Sicherheit zu niedrig angesetzt Es sind auch keine Zahlen uber jene Werte z B Immobilien enthalten die den Menschen vor ihrer Deportation geraubt wurden Zudem fehlen die seitens der Wachmannschaften unterschlagenen Wertgegenstande So ist von dem Aufseher Walter Nowak bekannt dass er Uhren und Schmuckstucke an seine Ehefrau verschickte 18 Globocnik hatte zur Erfassung des judischen Vermogens befohlen eine Zentralkartei zu erstellen in der die gesamten anfallenden Werte aus der Judenumsiedlung aufgenommen und gefuhrt werden sollten Die endgultige Abrechnung vom 5 Januar 1944 19 ergab folgende Werte Gesamtzusammenstellung Abgelieferte Geldmittel 73 852 080 74 RMEdelmetalle 8 973 651 60 RMDevisen in Noten 4 521 224 13 RMDevisen in gemunztem Gold 1 736 554 12 RMJuwelen und sonstige Werte 43 662 450 00 RMSpinnstoffe 46 000 000 00 RMGesamt 178 745 960 59 RM Odilo Globocnik war derjenige der die Aktion Reinhardt vorantrieb Er setzte gegen die wirtschaftlichen Interessen anderer Reichsstellen und der Wehrmacht auch die Ermordung von Juden die fur kriegswichtige Betriebe arbeiteten durch Die Aktion Reinhardt stellt den Hohepunkt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegenuber den Juden dar In den Lagern der Aktion Reinhardt wurden mehr Menschen ermordet als in Auschwitz Es gab keine Selektionen Die Lager waren als regelrechte Todesfabriken so organisiert dass nur wenige Tater benotigt wurden Timothy Snyder vertritt daher die Ansicht dass eine angemessene Sicht auf den Holocaust die Operation Reinhardt den Mord an den polnischen Juden im Jahre 1942 in den Mittelpunkt der Geschichte rucken musste 20 Siehe auch BearbeitenSonderabteilung Einsatz RLiteratur BearbeitenYitzhak Arad Belzec Sobibor Treblinka The Operation Reinhard Death Camps Indiana University Press Bloomington Ind 1987 ISBN 0 253 34293 7 englisch Angelika Benz Handlanger der SS Die Rolle der Trawniki Manner im Holocaust Metropol Berlin 2015 ISBN 978 3 86331 203 9 Christopher Browning Ganz normale Manner Das Reserve Polizeibataillon 101 und die Endlosung in Polen Rowohlt Reinbek bei Hamburg 1993 ISBN 3 499 19968 8 Raul Hilberg Die Vernichtung der europaischen Juden Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt a M 1990 ISBN 3 596 24417 X Ernst Klee Willi Dressen Volker Riess Hrsg Schone Zeiten Judenmord aus der Sicht der Tater und Gaffer S Fischer Frankfurt am Main 1988 ISBN 3 10 039304 X Ernst Klee Was sie taten Was sie wurden Frankfurt a M 1986 ISBN 3 596 24364 5 Ernst Klee Das Personenlexikon zum Dritten Reich Wer war was vor und nach 1945 Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt am Main 2005 ISBN 3 596 16048 0 Eugen Kogon Hermann Langbein Adalbert Ruckerl Hrsg Nationalsozialistische Massentotungen durch Giftgas Fischer Taschenbuch Verlag Frankfurt a M 1986 ISBN 3 596 24353 X Stephan Lehnstaedt Der Kern des Holocaust Belzec Sobibor Treblinka und die Aktion Reinhardt C H Beck Munchen 2017 ISBN 3 406 70702 5 Bogdan Musial Hrsg Aktion Reinhardt Der Volkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941 1944 Fibre Verlag Osnabruck 2004 ISBN 3 929759 83 7 Gitta Sereny Am Abgrund Gesprache mit dem Henker Franz Stangl und die Morde von Treblinka Piper Munchen 1995 ISBN 3 492 11867 4 Timothy Snyder Bloodlands Europa zwischen Hitler und Stalin C H Beck Munchen 2011 ISBN 978 3 406 62184 0 S 261 283 Peter Witte Stephen Tyas A New Document on the Deportation and Murder of Jews during Einsatz Reinhardt 1942 In Holocaust Genocide Studies 15 2001 S 468 486 Informationsmaterial des Bildungswerks Stanislaw Hantz e V Belzec Reader basiert auf einem bisher unveroffentlichten Manuskript des Historikers und Leiters der Gedenkstatte Belzec Robert Kuwalek Weblinks Bearbeiten Commons Aktion Reinhard Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Lea Zeppenfeld Die Aktion Reinhardt beim LeMO des Deutschen Historischen Museums 15 Mai 2015 Aktion Reinhardt Stand 2006 mit Personalliste Stand 2002 bei Deathcamps org englisch Ralf Blank 28 April 1942 Deportation in Hohenlimburg In Historisches Centrum Hagen Hrsg Hagener Beitrage zur Regionalgeschichte Online 27 April 2012 Fotoserie einer Deportation von Juden die im Rahmen der Aktion Reinhardt ermordet wurden und ihre wissenschaftliche Analyse Bildungswerk Stanislaw HantzEinzelnachweise Bearbeiten Hofle war Stabschef der Aktion Reinhard Der neue Mahnruf Zeitschrift fur Recht Freiheit und Demokratie Der neue Mahnruf Zeitschrift fur Freiheit Recht und Demokratie Jahrgang 1961 S 59 Online bei ANNO Vorlage ANNO Wartung dnm Vgl die Schreibung im Hofle Telegramm Ernst Klee Euthanasie im NS Staat Die Vernichtung lebensunwerten Lebens S Fischer Frankfurt am Main 1983 ISBN 3 10 039303 1 S 374 zu Stw Aktion Reinhard Johannes Hurter Hitlers Heerfuhrer 2007 S 573 Klaus Michael Mallmann Der qualitative Sprung 2001 S 239 G H Bennett Exploring the World 2011 S 6 Gunther Morsch Bertrand Perz Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentotungen durch Giftgas Berlin 2011 ISBN 978 3 940938 99 2 S rom 17 Richard Breitmann Shlomo Aronson Eine unbekannte Himmler Rede vom Januar 1943 In VfZ 38 1990 S 340 Jochen von Lang Das Eichmann Protokoll Tonbandaufzeichnungen der israelischen Verhore Berlin 1982 ISBN 3 88680 036 9 S 69 Barbara Schwindt Das Konzentrations und Vernichtungslager Majdanek Wurzburg 2005 ISBN 3 8260 3123 7 S 72 Datum zwischen 1 und 17 Oktober 1941 laut Bogdan Musial Ursprunge der Aktion Reinhardt Planung des Massenmordes an den Juden im Generalgouvernement S 70 In Bogdan Musial Hrsg Aktion Reinhardt Der Volkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941 1944 Osnabruck 2004 ISBN 3 929759 83 7 Dokument 4024 PS in IMT Der Nurnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher fotomech Nachdruck Munchen 1989 ISBN 3 7735 2525 7 Bd 34 S 72 zu den Motoren siehe Achim Trunk Die todbringenden Gase In Gunther Morsch Bertrand Perz Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentotungen durch Giftgas Berlin 2011 ISBN 978 3 940938 99 2 S 35 37 sowie Dieter Pohl Massentotungen durch Giftgas im Rahmen der Aktion T4 ebendort S 191 192 Patricis Heberer Eine Kontinuitat der Totungsoperationen T4 Tater und die Aktion T4 In Bogdan Musial Hrsg Aktion Reinhardt Der Volkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941 1944 Osnabruck 2004 ISBN 3 929759 83 7 S 294 Sara Berger Experten der Vernichtung Das T4 Reinhardt Netzwerk in den Lagern Belzec Sobibor und Treblinka Hamburg 2013 ISBN 978 3 86854 268 4 S 401 415 Ralf Georg Reuth Hrsg Joseph Goebbels Tagebucher 3 Aufl Munchen 2003 ISBN 3 492 21414 2 Bd 4 S 1776 Eugen Kogon et al Hrsg Nationalsozialistische Massentotungen durch Giftgas FiTb Frankfurt a M 1986 ISBN 3 596 24353 X S 149 f Raul Hilberg Sonderzuge nach Auschwitz Mainz 1981 ISBN 3 921426 18 9 S 177 siehe auch Ganzenmuller Brief Stephan Lehnstaedt Der Kern des Holocaust Belzec Sobibor Treblinka und die Aktion Reinhardt Munchen 2017 ISBN 978 3 406 70702 5 S 84 85 Dokument 4024 PS in IMT Der Nurnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher fotomech Nachdruck Munchen 1989 Bd 34 ISBN 3 7735 2525 7 S 58 92 Julius Scharnetzky Schliesslich kamen wir alle aus der Euthanasie Zum personellen Konnex zwischen der Aktion T4 und der Aktion Reinhardt am Beispiel des Personals der Totungsanstalt Sonnenstein In Gunther Heydemann Jan Erik Schulte u Francesca Weil Hrsg Sachsen und der Nationalsozialismus V amp R Gottingen 2014 S 209 Dokument 4024 PS in IMT Der Nurnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher fotomech Nachdruck Munchen 1989 Bd 34 ISBN 3 7735 2525 7 S 63 s a VEJ 9 281 Timothy Snyder Der Holocaust Die ausgeblendete Realitat Memento vom 18 Oktober 2011 imInternet Archive In Eurozine 18 Februar 2010 gedruckt in Transit Heft 38 2009 S 6 19 Zitat S 7 ders Bloodlands Europa zwischen Hitler und Stalin C H Beck Munchen 2011 S 261 ff Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Aktion Reinhardt amp oldid 212995357, wikipedia, wiki, deutsches

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