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Agathe Böttcher

Agathe Böttcher (* 18. Juni 1929 in Bautzen) ist eine deutsche Textilgestalterin, Grafikerin und Malerin.

Inhaltsverzeichnis

Agathe Böttcher wuchs in Bautzen in einem musisch inspirierten Umfeld auf. Ersten Zeichenunterricht erhielt sie durch den mit dem Vater befreundeten Maler Rolf Friedmann. 1947 ging sie in das zerstörte Dresden, wo sie bis 1949 bei Barbara Schu im Fach Applikation an der Staatlichen Hochschule für Werkkunst studierte. Anschließend studierte sie bis 1954 Textilgestaltung an den Hochschulen für Angewandte Kunst in Dresden und Berlin-Weißensee. In Weißensee machte sie ihr Diplom in Textilgrafik bei Rudolf Högner und hatte sie von 1954 bis 1957 eine künstlerische Aspirantur.

1951 hatte sie den Maler und Filmregisseur Jürgen Böttcher kennengelernt, mit dem sie dann von 1954 bis 1964 verheiratet war. Zu ihrem Freundeskreis gehörten Joachim Dieske, Peter Graf, Peter Herrmann, Peter Makolies und A.R. Penck. Mit Peter Graf verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Von 1958 bis 1979 war Agathe Böttcher Dozentin an der Technischen Universität Dresden, Sektion Architektur, Lehrgebiet Innenraumgestaltung, Spezialfach Farbe. Seit 1979 ist sie in Dresden freischaffend tätig. 1979 hatte sie Lehraufträge im Lehrgebiet Farbe im Innenraum an der Technischen Universität Dresden und zu den Themen Farbe und Collage an der Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ab 1990 hatte sie ein Atelier in Diehmen in der Oberlausitz und von 1992 bis 1996 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. 1994 war sie Stipendiatin im Künstlerhaus Ahrenshoop. Das ursprüngliche Arbeitsgebiet von Agathe Böttcher ist der künstlerische Umgang mit textilem Material. Sie beherrscht aber auch die Malerei und druckgraphische Techniken.

„Es gibt neben Agathe Böttcher kaum einen anderen Künstler, in dessen Oeuvre Gemälde, Zeichnung, Druckgrafik, Collage und überdies Textilcollage derart gleichberechtigt und folgerichtig nebeneinander stehen. Und in allen diesen Techniken offenbart sie sich als wahrhaftige Malerin. Sie ist, wie sie es selbst einmal formulierte, eine „Malerin in Materialien“.“

„Bei Agathe Böttcher ist das aber nicht bloß handwerkliche Übung, sondern Kunst. Es geht ihr nämlich nicht um Technik, vielmehr um Ausdruck im Material, also um Poesie, die den Mitteln und Möglichkeiten des Textils entlockt wird. Spitzen, Borten, Brokate, Tüll, Seiden und Wollstoffe werden weder um ihrer selbst willen noch aus irgendwelchen Fleißgründen appliziert, sondern um etwas über die Schönheit im Alltag auszusagen. Ähnlich ist es mit den Collagen, denen nicht selten Blütenblätter und Vogelfedern aufgeklebt sind. Jede dieser Arbeiten ist so etwas wie eine Liebeserklärung an die Natur und an die Kunst.“

Textilkunst (Auswahl)

  • Vorhang für Puppentheater (Applikation; 1958/1959 ausgestellt auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung in Dresden)
  • Blumenstrauß (Wandteppich, appliziert und gestickt; 1968; im Bestand des Dresdener Museums für Kunsthandwerk)
  • Landschaft mit Sonne auf Jugendstilteppich (Wandteppich, 1976; im Bestand des Dresdener Museums für Kunsthandwerk)

Arbeiten auf Papier (Auswahl)

  • Die Eierlandschaft (Öl; 1970; im Bestand des Kreismuseums Schloss Senftenberg)
  • Erinnerung an Caspar David Friedrich (Feder-u. Pinselzeichnung, z. T. laviert; 1972)

Buchillustrationen

  • 1969 Dresden, Kunstausstellung Kühl
  • 1972 Dresden, Galerie Kunst der Zeit im Kabinett
  • 1976 Dresden, Leonhardi-Museum (Applikationen, Collagen)
  • 1979 Leipzig, Galerie am Sachsenplatz
  • 1985 Dresden, Galerie West
  • 1985 Dresden, Kreuzkirche
  • 1992 Dresden, Galerie Gebr. Lehmann und Galerie Autogen (mit Peter Graf)
  • 1994 Ahrenshoop, Künstlerhaus Ahrenshoop
  • 2000 Bautzen, Stadtmuseum („Lebensweg - Zeitspur Nadelmalerei“)
  • 2009 Dresden, Galerie Himmel („Schon blüht die Herbstzeitlose meiner Seele“)
  • 2010/2011 Moritzburg, Käthe-Kollwitz-Haus („Zu fünft“. Mit Karen Graf, Peter Graf, Johanna Mittag und Priscilla Ann Siebert)
  • 2013 Radebeul, Architekturbüro Baarß + Löschner
  • 2016 Dresden, Galerie Himmel („Wunderblume“)
  1. , auf galerie-himmel.de
  2. , auf galerie-himmel.de
  3. , auf vorschau-rueckblick.de
  4. Lothar Lang 1971 nach: , auf galerie-himmel.de
  5. , auf bildindex.de
  6. , auf deutschefotothek.de
  7. , auf deutschefotothek.de
  8. Kunstsammlung Lausitz. Erwerbungen 1994–2006
  9. , auf werkdatenbank.de
Normdaten (Person): GND:(, ) | VIAF: |Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Böttcher, Agathe
KURZBESCHREIBUNG deutsche Textilgestalterin, Grafikerin und Malerin
GEBURTSDATUM 18. Juni 1929
GEBURTSORT Bautzen

Agathe Böttcher
agathe, böttcher, deutsche, textilgestalterin, grafikerin, malerin, sprache, beobachten, bearbeiten, juni, 1929, bautzen, eine, deutsche, textilgestalterin, grafikerin, malerin, inhaltsverzeichnis, leben, werk, rezeption, werke, auswahl, textilkunst, auswahl, . Agathe Bottcher deutsche Textilgestalterin Grafikerin und Malerin Sprache Beobachten Bearbeiten Agathe Bottcher 18 Juni 1929 in Bautzen ist eine deutsche Textilgestalterin Grafikerin und Malerin Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Werk 2 Rezeption 3 Werke Auswahl 3 1 Textilkunst Auswahl 3 2 Arbeiten auf Papier Auswahl 3 3 Buchillustrationen 4 Einzelausstellungen Auswahl 5 EinzelnachweiseLeben und Werk BearbeitenAgathe Bottcher wuchs in Bautzen in einem musisch inspirierten Umfeld auf Ersten Zeichenunterricht erhielt sie durch den mit dem Vater befreundeten Maler Rolf Friedmann 1947 ging sie in das zerstorte Dresden wo sie bis 1949 bei Barbara Schu im Fach Applikation an der Staatlichen Hochschule fur Werkkunst studierte Anschliessend studierte sie bis 1954 Textilgestaltung an den Hochschulen fur Angewandte Kunst in Dresden und Berlin Weissensee In Weissensee machte sie ihr Diplom in Textilgrafik bei Rudolf Hogner und hatte sie von 1954 bis 1957 eine kunstlerische Aspirantur 1951 hatte sie den Maler und Filmregisseur Jurgen Bottcher kennengelernt mit dem sie dann von 1954 bis 1964 verheiratet war Zu ihrem Freundeskreis gehorten Joachim Dieske Peter Graf Peter Herrmann Peter Makolies und A R Penck Mit Peter Graf verbindet sie eine tiefe Freundschaft Von 1958 bis 1979 war Agathe Bottcher Dozentin an der Technischen Universitat Dresden Sektion Architektur Lehrgebiet Innenraumgestaltung Spezialfach Farbe Seit 1979 ist sie in Dresden freischaffend tatig 1979 hatte sie Lehrauftrage im Lehrgebiet Farbe im Innenraum an der Technischen Universitat Dresden und zu den Themen Farbe und Collage an der Abendschule der Hochschule fur Bildende Kunste Dresden Ab 1990 hatte sie ein Atelier in Diehmen in der Oberlausitz und von 1992 bis 1996 im Kunstlerhaus Dresden Loschwitz 1994 war sie Stipendiatin im Kunstlerhaus Ahrenshoop Das ursprungliche Arbeitsgebiet von Agathe Bottcher ist der kunstlerische Umgang mit textilem Material Sie beherrscht aber auch die Malerei und druckgraphische Techniken 1 2 3 Rezeption Bearbeiten Es gibt neben Agathe Bottcher kaum einen anderen Kunstler in dessen Oeuvre Gemalde Zeichnung Druckgrafik Collage und uberdies Textilcollage derart gleichberechtigt und folgerichtig nebeneinander stehen Und in allen diesen Techniken offenbart sie sich als wahrhaftige Malerin Sie ist wie sie es selbst einmal formulierte eine Malerin in Materialien 2 Bei Agathe Bottcher ist das aber nicht bloss handwerkliche Ubung sondern Kunst Es geht ihr namlich nicht um Technik vielmehr um Ausdruck im Material also um Poesie die den Mitteln und Moglichkeiten des Textils entlockt wird Spitzen Borten Brokate Tull Seiden und Wollstoffe werden weder um ihrer selbst willen noch aus irgendwelchen Fleissgrunden appliziert sondern um etwas uber die Schonheit im Alltag auszusagen Ahnlich ist es mit den Collagen denen nicht selten Blutenblatter und Vogelfedern aufgeklebt sind Jede dieser Arbeiten ist so etwas wie eine Liebeserklarung an die Natur und an die Kunst 4 Werke Auswahl BearbeitenTextilkunst Auswahl Bearbeiten Vorhang fur Puppentheater Applikation 1958 1959 ausgestellt auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung in Dresden 5 Blumenstrauss Wandteppich appliziert und gestickt 1968 im Bestand des Dresdener Museums fur Kunsthandwerk 6 Landschaft mit Sonne auf Jugendstilteppich Wandteppich 1976 im Bestand des Dresdener Museums fur Kunsthandwerk 7 Arbeiten auf Papier Auswahl Bearbeiten Die Eierlandschaft Ol 1970 im Bestand des Kreismuseums Schloss Senftenberg 8 Erinnerung an Caspar David Friedrich Feder u Pinselzeichnung z T laviert 1972 9 Buchillustrationen Bearbeiten Jurgen Rennert Noachs Kasten Acht Texte und ein Vorspruch nach Genesis 6 9 17 Hentrich amp Hentrich Berlin 2003 mit Reproduktionen von 11 Farbcollagen Einzelausstellungen Auswahl Bearbeiten1969 Dresden Kunstausstellung Kuhl 1972 Dresden Galerie Kunst der Zeit im Kabinett 1976 Dresden Leonhardi Museum Applikationen Collagen 1979 Leipzig Galerie am Sachsenplatz 1985 Dresden Galerie West 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