fbpx
Wikipedia

Coenzym A

Coenzym A (auch Koenzym A, kurz CoA oder CoASH) ist ein Coenzym, das zur „Aktivierung“ von Alkansäuren und deren Derivaten dient und unmittelbar am Fettstoffwechsel sowie mittelbar am Zucker- und am Proteinstoffwechsel beteiligt ist.

Strukturformel
Allgemeines
Name Coenzym A
Andere Namen
  • [(2R,3S,4R,5R)-5-(6-Amino-9H-purin-9-yl)-4-hydroxy-3-(phosphonooxy)tetrahydro-2-furanyl]methyl-3-hydroxy-2,2-dimethyl-4-oxo-4-({3-oxo-3-[(2-sulfanylethyl)amino]propyl}­amino)butyldihydrogendiphosphat (IUPAC)
  • CoA
  • COENZYME A (INCI)
Summenformel C21H36N7O16P3S
Kurzbeschreibung

beiger Feststoff

Externe Identifikatoren/Datenbanken
Eigenschaften
Molare Masse 767,53 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H:keine H-Sätze
P:keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Es ist Acylgruppenüberträger in Acyltransferasen (E.C. 2.3.N.N.) und CoA-Transferasen (E.C. 2.8.3.N).

Die Isolierung gelang erstmals im Jahr 1951 durch den deutschen Biochemiker und späteren Nobelpreisträger Feodor Lynen in Form von Acetyl-Coenzym A („aktivierte Essigsäure“) aus Hefezellen. Die Aufklärung der Struktur erfolgte zwei Jahre später durch James Baddiley vom britischen Lister Institute of Preventive Medicine und Fritz Albert Lipmann von der Harvard University.

Inhaltsverzeichnis

Das Coenzym-A-Molekül setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: dazu gehören ein Nukleotid (Adenosindiphosphat, ADP), ein Vitamin (Pantothensäure, Vitamin B5) sowie eine Aminosäure (Cystein), die während der Synthese im Körper miteinander verknüpft und anschließend noch leicht modifiziert werden.

Im Detail besteht das fertige Coenzym A aus Cysteamin (auch Thioethanolamin) (5), β-Alanin (4), Pantoinsäure (2,4-Dihydroxy-3,3-dimethylbuttersäure) (3), Diphosphat (2) und 3'-phosphoryliertem Adenosin (1).

β-Alanin (4) und Pantoinsäure (3) zusammen bezeichnet man auch als Pantothensäure. Betrachtet man diese zusammen mit dem Cysteamin (5), spricht man vom Pantethein (5+4+3). 3'-Phospho-Adenosin kann man zusammen mit dem Diphosphat als 3'-Phospho-Adenosindiphosphat auffassen. Demnach besteht Coenzym A aus Pantethein und 3'-Phospho-ADP.

Strukturmodell des Coenzym A

Die Synthese im tierischen Organismus geht aus von der essentiellen Pantothensäure, an die zunächst mithilfe der Pantothenatkinase eine Phosphorylgruppe, und anschließend mithilfe der Phosphopantothenat-Cystein-Ligase ein Cystein gebunden wird. Nachdem das Cystein durch die Phosphopantothenoylcystein-Decarboxylase zum Cysteamin decarboxyliert wurde, wird an die Phosphatgruppe ein Adenosinmonophosphat (AMP) geknüpft und zuletzt wird das Adenosin an der 3'-OH-Gruppe phosphoryliert. Die letzten beiden Schritte werden von verschiedenen Domänen der Coenzym-A-Synthase katalysiert.

Zu den detaillierten Vorgängen bei der Synthese inklusive Strukturformeln siehe den Abschnitt Weblinks.

Das Coenzym A ist in der Lage, energiereiche Verbindungen über die SH-Gruppe (Thiolgruppe) des Cysteamin-Anteils einzugehen. Diese Verbindungen geht sie mit den Carboxygruppen (-COOH) von Alkan- und Fettsäuren unter Bildung von sogenannten Thioesterbindungen ein.

Coenzym A ist dadurch direkt – als Acyl-CoA – am Stoffwechsel der Fette und indirekt – als Acetyl-CoA – am Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel beteiligt.

Man spricht davon, dass Coenzym A die Bindungspartner durch die Bildung der energiereichen Thioesterbindung aktiviert, denn erst hierdurch sind sie in der Lage, bestimmte chemische Reaktionen im Körper in ausreichender Geschwindigkeit einzugehen. Ohne Coenzym A wären die Bindungspartner wesentlich reaktionsträger.

Kurzdarstellung der Strukturformel von Acetyl-CoA
Hauptartikel: Acetyl-Coenzym A

Acetyl-Coenzym A (kurz Acetyl-CoA) ist ein „aktivierter“ Essigsäurerest (CH3CO-). Dieser ist an die SH-Gruppe des Cysteamin-Anteils von Coenzym A gebunden.

Acetyl-CoA entsteht im Organismus bei mehreren Stoffwechselvorgängen:

  • Zum einen wird es durch die sogenannte oxidative Decarboxylierung von Pyruvat, welches seinerseits als Endprodukt der Glykolyse anfällt, gebildet, aber auch durch den Abbau von Aminosäuren (wie z. B. L-Alanin). Die oxidative Decarboxylierung des Pyruvats findet im Mitochondrium statt. Dort katalysiert der Pyruvatdehydrogenase-Enzymkomplex die Abspaltung von Kohlendioxid CO2 (die Carboxygruppe wird abgespalten, daher „Decarboxylierung“) und gleichzeitig die Verknüpfung des übrigbleibenden Acetylrests mit der SH-Gruppe des Coenzym A. Dabei wird das ursprünglich mittlere C-Atom des Pyruvats oxidiert (daher „oxidativ“).
  • Außerdem entsteht Acetyl-CoA beim Abbau von Fettsäuren im Rahmen der β-Oxidation. Hier werden von der Fettsäure nacheinander immer zwei Kohlenstoffatome in Form von Acetyl-CoA abgespalten. So entstehen z. B. beim Abbau von Palmitinsäure mit 16 C-Atomen im Rahmen der β-Oxidation acht Moleküle Acetyl-CoA. Auch dieser Vorgang findet in der Mitochondrien-Matrix statt.

Das gebildete Acetyl-CoA kann im Mitochondrium durch Citratzyklus und Atmungskette komplett zu CO2 und H2O abgebaut werden oder aber erneut zur Synthese energiereicher Verbindungen wie Triglyceride, Ketonkörper oder Cholesterin herangezogen werden. Diese anabolen Prozesse finden teils im Zytosol statt (z. B. Fettsäuresynthese), jedoch kann das Acetyl-CoA nicht ohne weiteres das Mitochondrium verlassen und auch die Transportwege für längerkettige Carbonsäuren (s. u.) sind ihm versperrt. Für den Transport von Acetyl-CoA aus dem Mitochondrium in das Zytosol gibt es daher ein spezielles Transportsystem, das sogenannte Citrat-Shuttle.

Acyl-Coenzym A (kurz Acyl-CoA) ist die Bezeichnung für eine „aktivierte“ Fettsäure. Analog zum Acetyl-CoA ist hier statt eines Acetylrests der Rest einer Fettsäure – ein Acylrest – an die SH-Gruppe gebunden.

Acyl-CoA ist am Abbau der Fettsäuren (β-Oxidation) beteiligt, indem es die Fettsäure bindet. Bei der Synthese von Fettsäuren im Körper übernimmt eine strukturell verwandte prosthetische Gruppe der Fettsäuresynthase – Acyl-Carrier-Protein genannt (kurz ACP) – die Rolle des Coenzyms A.

Gebildet wird Acyl-CoA durch das Enzym Acyl-CoA-Synthetase (auch Thiokinase), dies geschieht im Cytosol. Zunächst reagiert die freie Fettsäure an der Carboxygruppe (-COOH) mit ATP unter Abspaltung von Diphosphat. Es entsteht das sogenannte Acyl-Adenylat. Die Energie dieser Bindung wird anschließend genutzt, um das Coenzym A mit der Fettsäure zu verestern, dabei wird AMP abgespalten. Beide Schritte werden durch die Thiokinase katalysiert.

Zum Fettsäureabbau muss das Acyl-CoA in die Mitochondrien transportiert werden. Ebenso wie Acetyl-CoA kann Acyl-CoA nicht selbständig die innere Mitochondrienmembran überwinden und wird zum Transport auf L-Carnitin übertragen. Von dieser Acyl-Carnitin genannten Transportform wird der Acylrest im Mitochondrieninnern wieder auf ein Coenzym A übertragen, so dass erneut Acyl-CoA vorliegt.

Aus Acyl-CoA werden Fettalkohole gebildet, die beispielsweise für die Synthese von Bienenwachs durch die Honigbiene genutzt werden.

Struktur von Propionyl-CoA

Propionyl-CoA entsteht im Stoffwechsel bei mehreren Gelegenheiten. Der bekannteste Weg ist der Abbau (β-Oxidation) von ungeradzahligen Fettsäuren. Nach wiederholter Abspaltung einer Einheit von zwei Kohlenstoffatomen in Form von Acetyl-CoA bleibt am Schluss eine Einheit von drei Kohlenstoffatomen in Form von Propionyl-CoA übrig. Aber auch beim Abbau von Fettsäuren mit Methyl-Verzweigungen entsteht Propionyl-CoA. Das betrifft auch den Abbau der verzweigten Seitenkette des Cholesterins, wie er bei der Biosynthese der Gallensäuren stattfindet – dabei wird ebenfalls Propionyl-CoA abgespalten. Eine sehr bedeutende Quelle für Propionyl-CoA stellt der Abbau der Aminosäuren Isoleucin, Valin und Methionin sowie der Hauptabbauweg von Threonin dar.

Propionyl-CoA wird zu Succinyl-CoA umgewandelt, das dann in den Citratzyklus eintreten kann und zu dessen Auffüllung beiträgt. Dazu wird Propionyl-CoA zunächst von der von Biotin abhängigen Propionyl-CoA-Carboxylase zu D-Methylmalonyl-CoA umgesetzt. Die Methylmalonyl-CoA-Epimerase erzeugt dann das L-Isomer. Dieses wiederum wird von der Methylmalonyl-CoA-Mutase, deren Funktion von Cobalamin abhängt, in Succinyl-CoA umgewandelt.

Aber auch bei der Fettsäuresynthese spielt Propionyl-CoA eine Rolle. Der Aufbau von ungeradzahligen Fettsäuren startet mit Propionyl-CoA. Methyl-Verzweigungen innerhalb einer Fettsäurekette können durch Kettenverlängerung mit Methylmalonyl-CoA erzeugt werden, das durch die Propionyl-CoA-Carboxylase aus Propionyl-CoA entsteht.

  1. Eintrag zu COENZYME A in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 28. Dezember 2020.
  2. DatenblattCoenzyme A hydrate, ≥85% (UV, HPLC) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 18. April 2017 (PDF).
  3. Janine Hellenbrand: Charakterisierung von Acyl-CoA-Reduktasen. Dissertation, RWTH Aachen, 2012.
  4. D. Doenecke, J. Koolman, G. Fuchs, W. Gerok: Karlsons Biochemie und Pathobiochemie. 15. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2005; S. 214f, 219ff, 281, 328f ISBN 978-3-13-357815-8.
  5. Eintrag EC 5.1.99.1 in der Enzymdatenbank BRENDA
  6. J. M. Berg, J. L. Tymoczko, L. Stryer: Biochemie. 6. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Elsevier GmbH, München 2007; S. 697f, 741f, 744f; ISBN 978-3-8274-1800-5.
  7. K. Urich: Comparative Animal Biochemistry. Springer Verlag, Berlin 1994; S. 564f; ISBN 3-540-57420-4.
  • Biochemie des Menschen, Florian Horn e.a., 3. Auflage, Thieme Verlag 2005, ISBN 3-13-130883-4
Commons: Coenzym A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Biosynthese von Coenzym A – Lern- und Lehrmaterialien

Coenzym A
coenzym, organische, verbindung, biokatalysator, sprache, beobachten, bearbeiten, weitergeleitet, acyl, auch, koenzym, kurz, oder, coash, coenzym, aktivierung, alkansäuren, deren, derivaten, dient, unmittelbar, fettstoffwechsel, sowie, mittelbar, zucker, prote. Coenzym A organische Verbindung Biokatalysator Sprache Beobachten Bearbeiten Weitergeleitet von Acyl CoA Coenzym A auch Koenzym A kurz CoA oder CoASH ist ein Coenzym das zur Aktivierung von Alkansauren und deren Derivaten dient und unmittelbar am Fettstoffwechsel sowie mittelbar am Zucker und am Proteinstoffwechsel beteiligt ist StrukturformelAllgemeinesName Coenzym AAndere Namen 2R 3S 4R 5R 5 6 Amino 9H purin 9 yl 4 hydroxy 3 phosphonooxy tetrahydro 2 furanyl methyl 3 hydroxy 2 2 dimethyl 4 oxo 4 3 oxo 3 2 sulfanylethyl amino propyl amino butyldihydrogendiphosphat IUPAC CoA COENZYME A INCI 1 Summenformel C21H36N7O16P3SKurzbeschreibung beiger Feststoff 2 Externe Identifikatoren DatenbankenCAS Nummer 85 61 0 55672 92 9 Natriumsalzhydrat EG Nummer 201 619 0ECHA InfoCard 100 001 472PubChem 6816ChemSpider 6557DrugBank DB01992Wikidata Q407635EigenschaftenMolare Masse 767 53 g mol 1Aggregatzustand fest 2 SicherheitshinweiseGHS Gefahrstoffkennzeichnung 2 keine GHS PiktogrammeH und P Satze H keine H SatzeP keine P Satze 2 Soweit moglich und gebrauchlich werden SI Einheiten verwendet Wenn nicht anders vermerkt gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen Es ist Acylgruppenubertrager in Acyltransferasen E C 2 3 N N und CoA Transferasen E C 2 8 3 N Die Isolierung gelang erstmals im Jahr 1951 durch den deutschen Biochemiker und spateren Nobelpreistrager Feodor Lynen in Form von Acetyl Coenzym A aktivierte Essigsaure aus Hefezellen Die Aufklarung der Struktur erfolgte zwei Jahre spater durch James Baddiley vom britischen Lister Institute of Preventive Medicine und Fritz Albert Lipmann von der Harvard University Inhaltsverzeichnis 1 Struktur 2 Biosynthese 3 Funktion 4 Acetyl CoA 5 Acyl CoA 6 Propionyl CoA 7 Einzelnachweise 8 Quellen 9 WeblinksStruktur BearbeitenDas Coenzym A Molekul setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen dazu gehoren ein Nukleotid Adenosindiphosphat ADP ein Vitamin Pantothensaure Vitamin B5 sowie eine Aminosaure Cystein die wahrend der Synthese im Korper miteinander verknupft und anschliessend noch leicht modifiziert werden Im Detail besteht das fertige Coenzym A aus Cysteamin auch Thioethanolamin 5 b Alanin 4 Pantoinsaure 2 4 Dihydroxy 3 3 dimethylbuttersaure 3 Diphosphat 2 und 3 phosphoryliertem Adenosin 1 b Alanin 4 und Pantoinsaure 3 zusammen bezeichnet man auch als Pantothensaure Betrachtet man diese zusammen mit dem Cysteamin 5 spricht man vom Pantethein 5 4 3 3 Phospho Adenosin kann man zusammen mit dem Diphosphat als 3 Phospho Adenosindiphosphat auffassen Demnach besteht Coenzym A aus Pantethein und 3 Phospho ADP Strukturmodell des Coenzym ABiosynthese BearbeitenDie Synthese im tierischen Organismus geht aus von der essentiellen Pantothensaure an die zunachst mithilfe der Pantothenatkinase eine Phosphorylgruppe und anschliessend mithilfe der Phosphopantothenat Cystein Ligase ein Cystein gebunden wird Nachdem das Cystein durch die Phosphopantothenoylcystein Decarboxylase zum Cysteamin decarboxyliert wurde wird an die Phosphatgruppe ein Adenosinmonophosphat AMP geknupft und zuletzt wird das Adenosin an der 3 OH Gruppe phosphoryliert Die letzten beiden Schritte werden von verschiedenen Domanen der Coenzym A Synthase katalysiert Zu den detaillierten Vorgangen bei der Synthese inklusive Strukturformeln siehe den Abschnitt Weblinks Funktion BearbeitenDas Coenzym A ist in der Lage energiereiche Verbindungen uber die SH Gruppe Thiolgruppe des Cysteamin Anteils einzugehen Diese Verbindungen geht sie mit den Carboxygruppen COOH von Alkan und Fettsauren unter Bildung von sogenannten Thioesterbindungen ein Coenzym A ist dadurch direkt als Acyl CoA am Stoffwechsel der Fette und indirekt als Acetyl CoA am Kohlenhydrat und Eiweissstoffwechsel beteiligt Man spricht davon dass Coenzym A die Bindungspartner durch die Bildung der energiereichen Thioesterbindung aktiviert denn erst hierdurch sind sie in der Lage bestimmte chemische Reaktionen im Korper in ausreichender Geschwindigkeit einzugehen Ohne Coenzym A waren die Bindungspartner wesentlich reaktionstrager Acetyl CoA Bearbeiten Kurzdarstellung der Strukturformel von Acetyl CoA Hauptartikel Acetyl Coenzym A Acetyl Coenzym A kurz Acetyl CoA ist ein aktivierter Essigsaurerest CH3CO Dieser ist an die SH Gruppe des Cysteamin Anteils von Coenzym A gebunden Acetyl CoA entsteht im Organismus bei mehreren Stoffwechselvorgangen Zum einen wird es durch die sogenannte oxidative Decarboxylierung von Pyruvat welches seinerseits als Endprodukt der Glykolyse anfallt gebildet aber auch durch den Abbau von Aminosauren wie z B L Alanin Die oxidative Decarboxylierung des Pyruvats findet im Mitochondrium statt Dort katalysiert der Pyruvatdehydrogenase Enzymkomplex die Abspaltung von Kohlendioxid CO2 die Carboxygruppe wird abgespalten daher Decarboxylierung und gleichzeitig die Verknupfung des ubrigbleibenden Acetylrests mit der SH Gruppe des Coenzym A Dabei wird das ursprunglich mittlere C Atom des Pyruvats oxidiert daher oxidativ Ausserdem entsteht Acetyl CoA beim Abbau von Fettsauren im Rahmen der b Oxidation Hier werden von der Fettsaure nacheinander immer zwei Kohlenstoffatome in Form von Acetyl CoA abgespalten So entstehen z B beim Abbau von Palmitinsaure mit 16 C Atomen im Rahmen der b Oxidation acht Molekule Acetyl CoA Auch dieser Vorgang findet in der Mitochondrien Matrix statt Im assimilatorischen Stoffwechsel vieler Anaerobier tritt es ausserdem als Produkt des reduktiven Acetyl CoA Wegs sowie des reduktiven Citratzyklus auf Das gebildete Acetyl CoA kann im Mitochondrium durch Citratzyklus und Atmungskette komplett zu CO2 und H2O abgebaut werden oder aber erneut zur Synthese energiereicher Verbindungen wie Triglyceride Ketonkorper oder Cholesterin herangezogen werden Diese anabolen Prozesse finden teils im Zytosol statt z B Fettsauresynthese jedoch kann das Acetyl CoA nicht ohne weiteres das Mitochondrium verlassen und auch die Transportwege fur langerkettige Carbonsauren s u sind ihm versperrt Fur den Transport von Acetyl CoA aus dem Mitochondrium in das Zytosol gibt es daher ein spezielles Transportsystem das sogenannte Citrat Shuttle Acyl CoA BearbeitenAcyl Coenzym A kurz Acyl CoA ist die Bezeichnung fur eine aktivierte Fettsaure Analog zum Acetyl CoA ist hier statt eines Acetylrests der Rest einer Fettsaure ein Acylrest an die SH Gruppe gebunden Acyl CoA ist am Abbau der Fettsauren b Oxidation beteiligt indem es die Fettsaure bindet Bei der Synthese von Fettsauren im Korper ubernimmt eine strukturell verwandte prosthetische Gruppe der Fettsauresynthase Acyl Carrier Protein genannt kurz ACP die Rolle des Coenzyms A Gebildet wird Acyl CoA durch das Enzym Acyl CoA Synthetase auch Thiokinase dies geschieht im Cytosol Zunachst reagiert die freie Fettsaure an der Carboxygruppe COOH mit ATP unter Abspaltung von Diphosphat Es entsteht das sogenannte Acyl Adenylat Die Energie dieser Bindung wird anschliessend genutzt um das Coenzym A mit der Fettsaure zu verestern dabei wird AMP abgespalten Beide Schritte werden durch die Thiokinase katalysiert Zum Fettsaureabbau muss das Acyl CoA in die Mitochondrien transportiert werden Ebenso wie Acetyl CoA kann Acyl CoA nicht selbstandig die innere Mitochondrienmembran uberwinden und wird zum Transport auf L Carnitin ubertragen Von dieser Acyl Carnitin genannten Transportform wird der Acylrest im Mitochondrieninnern wieder auf ein Coenzym A ubertragen so dass erneut Acyl CoA vorliegt Aus Acyl CoA werden Fettalkohole gebildet die beispielsweise fur die Synthese von Bienenwachs durch die Honigbiene genutzt werden 3 Propionyl CoA Bearbeiten Struktur von Propionyl CoA Propionyl CoA entsteht im Stoffwechsel bei mehreren Gelegenheiten Der bekannteste Weg ist der Abbau b Oxidation von ungeradzahligen Fettsauren Nach wiederholter Abspaltung einer Einheit von zwei Kohlenstoffatomen in Form von Acetyl CoA bleibt am Schluss eine Einheit von drei Kohlenstoffatomen in Form von Propionyl CoA ubrig Aber auch beim Abbau von Fettsauren mit Methyl Verzweigungen entsteht Propionyl CoA Das betrifft auch den Abbau der verzweigten Seitenkette des Cholesterins wie er bei der Biosynthese der Gallensauren stattfindet dabei wird ebenfalls Propionyl CoA abgespalten Eine sehr bedeutende Quelle fur Propionyl CoA stellt der Abbau der Aminosauren Isoleucin Valin und Methionin sowie der Hauptabbauweg von Threonin dar 4 Propionyl CoA wird zu Succinyl CoA umgewandelt das dann in den Citratzyklus eintreten kann und zu dessen Auffullung beitragt Dazu wird Propionyl CoA zunachst von der von Biotin abhangigen Propionyl CoA Carboxylase zu D Methylmalonyl CoA umgesetzt Die Methylmalonyl CoA Epimerase 5 erzeugt dann das L Isomer Dieses wiederum wird von der Methylmalonyl CoA Mutase deren Funktion von Cobalamin abhangt in Succinyl CoA umgewandelt 6 Aber auch bei der Fettsauresynthese spielt Propionyl CoA eine Rolle Der Aufbau von ungeradzahligen Fettsauren startet mit Propionyl CoA Methyl Verzweigungen innerhalb einer Fettsaurekette konnen durch Kettenverlangerung mit Methylmalonyl CoA erzeugt werden das durch die Propionyl CoA Carboxylase aus Propionyl CoA entsteht 7 Einzelnachweise Bearbeiten Eintrag zu COENZYME A in der CosIng Datenbank der EU Kommission abgerufen am 28 Dezember 2020 a b c d Datenblatt Coenzyme A hydrate 85 UV HPLC bei Sigma Aldrich abgerufen am 18 April 2017 PDF Janine Hellenbrand Charakterisierung von Acyl CoA Reduktasen Dissertation RWTH Aachen 2012 D Doenecke J Koolman G Fuchs W Gerok Karlsons Biochemie und Pathobiochemie 15 Auflage Georg Thieme Verlag Stuttgart 2005 S 214f 219ff 281 328f ISBN 978 3 13 357815 8 Eintrag EC 5 1 99 1 in der Enzymdatenbank BRENDA J M Berg J L Tymoczko L Stryer Biochemie 6 Auflage Spektrum Akademischer Verlag Elsevier GmbH Munchen 2007 S 697f 741f 744f ISBN 978 3 8274 1800 5 K Urich Comparative Animal Biochemistry Springer Verlag Berlin 1994 S 564f ISBN 3 540 57420 4 Quellen BearbeitenBiochemie des Menschen Florian Horn e a 3 Auflage Thieme Verlag 2005 ISBN 3 13 130883 4Weblinks Bearbeiten Commons Coenzym A Sammlung von Bildern Videos und Audiodateien Wikibooks Biosynthese von Coenzym A Lern und Lehrmaterialien Abgerufen von https de wikipedia org w index php title Coenzym A amp oldid 212235967 Acyl CoA, wikipedia, wiki, deutsches

deutschland

buch, bücher, bibliothek

artikel

lesen, herunterladen

kostenlos

kostenloser herunterladen, MP3, Video, MP4, 3GP, JPG, JPEG, GIF, PNG, Bild, Musik, Lied, Film, Buch, Spiel, Spiele