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ʿAbd Manāf ibn Qusaiy

ʿAbd Manāf ibn Qusaiy (arabisch عبد مناف بن قصي, DMG ʿAbd Manāf ibn Quṣaiy) war ein Vorfahre des Propheten Mohammed, der zu einer nicht genau bestimmbaren Zeit die Führung des Stammes der Quraisch innehatte. Er war Sohn des Qusaiy ibn Kilāb, der die Vorherrschaft der Quraisch über Mekka begründet hatte.

ʿAbd Manāf hatte vier Söhne: al-Muttalib, Hāschim, ʿAbd Schams und Naufal. Sie sollen die politischen Voraussetzungen für den die ganze Arabische Halbinsel umspannenden mekkanischen Handel geschaffen haben. ʿAbd Schams soll mit dem Negus von Aksum Beziehungen angeknüpft haben, Hāschim mit Syrien, al-Muttalib mit dem Jemen und Naufal mit dem Irak.

Unter der Führung von ʿAbd Schams trat der Clan ʿAbd Manāf in ein Rivalitätsverhältnis zur ebenfalls quraischitischen Familie ʿAbd ad-Dār. Die ʿAbd Manāf wurden dabei von den anderen mekkanischen Clanen Asad, Zuhra, Taim und al-Hārith ibn Fihr unterstützt, während die ʿAbd ad-Dār die Hilfe der Clane Machzūm, Sahm, Dschumah und ʿAdī erhielten. Die beiden Lager waren als Mutaiyabūn („Parfümierte“) und die Ahlāf („Alliierte“) bekannt.

Durch seine Söhne Hāschim und ʿAbd Schams war ʿAbd Manāf Stammvater sowohl der Haschimiten als auch der Umayyaden. Die große Bedeutung, die den Nachkommen ʿAbd Manāfs innerhalb des Stammes der Quraisch zugesprochen wurde, wird in einem arabischen Gedicht, das der andalusische Geschichtsschreiber ʿAbd al-Malik ibn Habīb (st. 853) zitiert, mit folgendem Bild verdeutlicht:

Kānat Quraišu baiḍatan fa-tafallaqat
fa-l-muḥḥu ḫāliṣu-hū li-ʿAbdi Manāf

Quraisch war ein Ei, das zerplatzte,
der reine Eidotter kam ʿAbd Manāf zu.

Als nach dem Tod des Propheten Abū Bakr, der zum Clan Taim gehörte, zum Nachfolger erhoben wurde, protestierten die Umayyaden und pochten auf die politischen Vorrechte der Nachkommen ʿAbd Manāfs. Abū Sufyān soll die Herrschaft Abū Bakrs mit den Worten in Frage gestellt haben: „Ihr Nachkommen von ʿAbd Manāf, könnt ihr damit zufrieden sein, dass ein Mann von dem Clan Taim Eure Angelegenheiten übernimmt?“

  1. Vgl. Watt 13.
  2. Vgl. Watt 5.
  3. ʿAbd al-Malik ibn Ḥabīb: K. at-Ta'rīḫ. Ed. J. Aguadé, Madrid 1991, S. 76.
  4. Vgl. Wilferd Madelung: The Succession to Muḥammad. A Study of the Early Caliphate. Cambridge 1997. S. 40f.
  5. Vgl. al-Ǧāḥiẓ: al-ʿUṯmānīya. Ed. A.M. Hārūn, Kairo 1955, S. 60: Raḍītum maʿšara Banī ʿAbd Manāf an yaliya umūra-kum raǧulun min Banī Taim?
Personendaten
NAME ʿAbd Manāf ibn Qusaiy
ALTERNATIVNAMEN عبد مناف بن قصي (arabisch)
KURZBESCHREIBUNG Stammvater der Haschimiten bzw. Umayyaden
GEBURTSDATUM 5. Jahrhundert
STERBEDATUM 6. Jahrhundert

ʿAbd Manāf ibn Qusaiy
ʿabd, manāf, qusaiy, ururgroßvater, mohammeds, sprache, beobachten, bearbeiten, arabisch, عبد, مناف, بن, قصي, ʿabd, manāf, quṣaiy, vorfahre, propheten, mohammed, einer, nicht, genau, bestimmbaren, zeit, führung, stammes, quraisch, innehatte, sohn, qusaiy, kilā. ʿAbd Manaf ibn Qusaiy Ururgrossvater Mohammeds Sprache Beobachten Bearbeiten ʿAbd Manaf ibn Qusaiy arabisch عبد مناف بن قصي DMG ʿAbd Manaf ibn Quṣaiy war ein Vorfahre des Propheten Mohammed der zu einer nicht genau bestimmbaren Zeit die Fuhrung des Stammes der Quraisch innehatte Er war Sohn des Qusaiy ibn Kilab der die Vorherrschaft der Quraisch uber Mekka begrundet hatte ʿAbd Manaf hatte vier Sohne al Muttalib Haschim ʿAbd Schams und Naufal Sie sollen die politischen Voraussetzungen fur den die ganze Arabische Halbinsel umspannenden mekkanischen Handel geschaffen haben ʿAbd Schams soll mit dem Negus von Aksum Beziehungen angeknupft haben Haschim mit Syrien al Muttalib mit dem Jemen und Naufal mit dem Irak 1 Unter der Fuhrung von ʿAbd Schams trat der Clan ʿAbd Manaf in ein Rivalitatsverhaltnis zur ebenfalls quraischitischen Familie ʿAbd ad Dar Die ʿAbd Manaf wurden dabei von den anderen mekkanischen Clanen Asad Zuhra Taim und al Harith ibn Fihr unterstutzt wahrend die ʿAbd ad Dar die Hilfe der Clane Machzum Sahm Dschumah und ʿAdi erhielten Die beiden Lager waren als Mutaiyabun Parfumierte und die Ahlaf Alliierte bekannt 2 Durch seine Sohne Haschim und ʿAbd Schams war ʿAbd Manaf Stammvater sowohl der Haschimiten als auch der Umayyaden Die grosse Bedeutung die den Nachkommen ʿAbd Manafs innerhalb des Stammes der Quraisch zugesprochen wurde wird in einem arabischen Gedicht das der andalusische Geschichtsschreiber ʿAbd al Malik ibn Habib st 853 zitiert mit folgendem Bild verdeutlicht Kanat Quraisu baiḍatan fa tafallaqat fa l muḥḥu ḫaliṣu hu li ʿAbdi Manaf Quraisch war ein Ei das zerplatzte der reine Eidotter kam ʿAbd Manaf zu 3 Als nach dem Tod des Propheten Abu Bakr der zum Clan Taim gehorte zum Nachfolger erhoben wurde protestierten die Umayyaden und pochten auf die politischen Vorrechte der Nachkommen ʿAbd Manafs 4 Abu Sufyan soll die Herrschaft Abu Bakrs mit den Worten in Frage gestellt haben Ihr Nachkommen von ʿAbd Manaf konnt ihr damit zufrieden sein dass ein Mann von dem Clan Taim Eure Angelegenheiten ubernimmt 5 Literatur BearbeitenTilman Nagel Mohammed Leben und Legende Verlag Oldenbourg Munchen 2008 S 40 42 ISBN 978 3 486 58534 6 William Montgomery Watt Muhammad at Mecca University Press Oxford 1993 ISBN 0 19 577278 4 Nachdruck der Ausgabe Oxford 1953 Einzelnachweise Bearbeiten Vgl Watt 13 Vgl Watt 5 ʿAbd al Malik ibn Ḥabib K at Ta riḫ Ed J Aguade Madrid 1991 S 76 Vgl Wilferd Madelung The Succession to Muḥammad A Study of the Early Caliphate Cambridge 1997 S 40f Vgl al Ǧaḥiẓ al ʿUṯmaniya Ed A M Harun Kairo 1955 S 60 Raḍitum maʿsara Bani ʿAbd Manaf an yaliya umura kum raǧulun min Bani Taim PersonendatenNAME ʿAbd Manaf ibn QusaiyALTERNATIVNAMEN عبد مناف بن قصي arabisch KURZBESCHREIBUNG Stammvater der Haschimiten bzw UmayyadenGEBURTSDATUM 5 JahrhundertSTERBEDATUM 6 Jahrhundert Abgerufen von https de wikipedia org w index php title ʿAbd Manaf ibn Qusaiy amp oldid 192799168, wikipedia, wiki, deutsches

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